Schlagwort: PerryRhodan

Die Woche: Amseln im Ahorn

Nicht böse sein, aber ich mag den Sommer und freue mich daher, dass er diese Woche sowohl kalendarisch als auch fühlbar begonnen hat. Zu den kleinen Freuden dieser Tage zählt auch, dass im Nachbars-Ahorn gerade eine Amsel ihren Nachwuchs aufzieht und man alle paar Minuten hören kann, wie die kleinen Pieper gefüttert werden. Allerliebst!

Alte und neue Serien

Mit der dritten Staffel der -Serie House of Dragons streamt endlich wieder was neues auf meinen Bildschirm. Und ich bin von der ersten Folge sehr angetan. Geht gleich ordentlich zur Sache, so soll es sein. Und dann ist auch noch die neue Avatar-Staffel komplett am Start. Ich freu mich!

macht mir ebenso ungebrochen Freude, auch wenn ich meinen Rewatch der besten -Serie weiterhin ruhig angehe. Ich stecke noch immer in der zweiten Staffel und habe gerade den Zweiteiler um das Resurrection-Schiff der Zylonen und die Pegasus durch. Verdammt spannend! Dabei muss ich gestehen, dass ich die Blackbird total vergessen hatte. Erstaunlich, dass das Ding sogar einen FTL-Drive bekommen hat, obwohl die Vipers ja ohne auskommen müssen. Wird in dem Wiki-Eintrag aber ganz gut erklärt. Schönes Schiff!

Was wir zurücklassen

Ich bin ja grad dabei, in der U-Bahn beim Pendeln mehr oder weniger alte Filme nachzuholen. Darunter war diese Woche endlich auch die Deep-Space-Nine-Doku What We Left Behind. Mann ist die gut!

Dass die Dokumentation der besten -Serie aller Zeiten selbst auch nicht ganz so schlecht ist, darf man natürlich erwarten – aber die hier ist noch mal außerordentlich gut. Allein der Pitch der hypothetischen achten Staffel – wie gern hätte ich die gesehen! Und hätten die das nicht in der einen Starfleet-Academy-Folge aufgreifen und kanonisieren können?

Hat mich auf jeden Fall wieder voll in meine DS9-Begeisterung reingezogen. Rewatch incoming, würde ich sagen.

Meine Begeisterung für die Abenteuer der Olsenbande hat mit dem „Genuss“ des mir bis dato unbekannten letzten Films Der (wirklich) allerletzte Streich der Olsenbande hingegen arg gelitten. Auch wenn der Wikiartikel aufzeigt, unter welch dramatischen Rahmenbedingungen der Film gedreht worden ist.

Kein W Social für mich

Aus Neugier und irgendwie auch aus purer Gewohnheit hatte ich mich für W Social angemeldet, das supertolle neue europäische Soziale Netzwerk, das jetzt endlich alles richtig machen will – allerdings mit Registrierung per Perso und solchen Scherzen. Diesen einen Punkt will ich jetzt gar nicht mal bewerten, darauf hätte ich mich aufgrund besagter Neugier sogar eingelassen.

Ist aber eh egal, denn als es diese Woche losgehen sollte, hat der Registrierungsvorgang bei mir schlicht nicht gefunzt. Und da habe ich schlagartig die Lust verloren. Tja. Dann halt nicht. Wäre eh nur eine weitere -Instanz geworden.

Perrypause

Nach dem Wim-Vandemaan-Doppelband, der mir recht gut gefallen hat, lege ich hiermit erneut eine kleine -Pause ein. Spätestens zum anstehenden Zykluswechsel bin ich wieder dabei – außer Vandemaan sollte vorher noch mal dran kommen. Den mag ich gerade irgendwie.

Bis dahin widme mich wieder den Asimov’schen Stahlhöhlen und schaue mal, was noch so auf meinem Nachttisch rumliegt. Von dem Westerboer könnte ich mal wieder was lesen – oder von Ace Kaiser.

Letztes Märchen

Ich glaube es selbst kaum, aber ich komme bei meinem angedachten nächsten Buchprojekt richtig gut voran. Also für meine Verhältnisse zumindest. In dieser Woche bin ich glücklich zum letzten Raketenmärchen vorgedrungen, das die geplante Anthologie vollmachen soll. Verfolgt meinen Fortschritt weiterhin auf der Seite schreibmonat.de.

Nerdlicht früher: Schach, Lesetagebuch und kaputte Fenster

Auf meinem haben sich seit 2007 etliche Artikel angesammelt. Wie ich finde, kann man ein paar davon immer noch gut lesen. Grund genug für eine unregelmäßige -Rubrik.

Vor fünf Jahren habe ich das Erstlingswerk1 meines guten alten Kumpels Ace Kaiser rezensiert,2 vor zehn Jahren bereits über meine -on-off-Beziehung berichtet3 und vor 15 Jahren kaputte Fensterscheiben aus meiner Heimatstadt dokumentiert.4

Aber lest selbst:

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  1. Müssten eigentlich fette Anführungszeichen drumrum. Es geht um sein erstes Buch bei einem „richtigen“ Verlag. Davor und danach hat er in etlichen Jahrzehnten auf anderen Wegen mehr Prosatext veröffentlicht, als so mancher Bestsellerautor.[]
  2. Inzwischen gibt es übrigens schon längst einen zweiten Teil des Romans. Liegt zu meiner Schande noch immer ungelesen auf meinem Nachttisch. Diesen Sommer ist er fällig.[]
  3. Es ist kompliziert.[]
  4. Keine Sorge: Inzwischen sind sie längst wieder heile.[]

Die Woche: durchwachsen

Eine Woche, so durchwachsen wie die aktuelle Witterung und in weiten Teilen recht ereignislos. Lohnt es sich überhaupt, darüber zu berichten? Naja, ein paar erwähnenswerte Dinge habe ich immerhin konsumiert.

Serienfortschritt

Bei meinem Rewatch der großartigen -Serie lasse ich mich nicht stressen. Ein, zwei Folgen bin ich in Staffel zwei vorangekommen und genieße das erste Zusammentreffen mit der Pegasus, das für ordentlich Stunk sorgt.1 Auch im wiederholten Durchgang bleibt es eine ganz wunderbare und spannende Serie.

Außerdem hatte ich endlich Gelegenheit, in die animierte -Kurzgeschichtenseite Tales of the Underworld reinzuschauen. Die ersten Folgen über das weitere Schicksal von Asajj Ventress haben mir gut gefallen und ich schließe mich der Fantheorie an, dass der Bengel der von Jude Law gespielte Typ aus Skeleton Crew ist.

Filme nachholen

Ansonsten habe ich meine U-Bahn-Pendelzeit genutzt, um ein paar Filme der letzten Jahre nachzuholen. Schon vor einer Weile hatte ich mich an Chappie und Tron: Ares versucht, musste aber beides vorerst abbrechen. Denn doll sind die beiden nicht. Ähnlich geht es mir gerade mit dem Neuaufguss der Nackten Kanone. Die „besten“ Gags hatte man bereits im Trailer gesehen, der Rest ist eher unterwältigend.

Überraschend okay ist hingegen The Running Man. Ich hatte damals in der Schule2 die Romanvorlage gelesen und erst danach die olle Schwarzenegger-Verfilmung gesehen. Erstere habe ich in durchaus postivier Erinnerung – letztere ist bekanntermaßen gruselig trashig und hat kaum etwas mit der Vorlage zu tun. Das macht diese Neuverfilmung tatsächlich deutlich besser.3  Dass die New Dollars das Konterfei von Arnie zieren, finde ich immerhin ziemlich lustig.

Das Netflix-Filmchen House of Dynamite kann man schließlich auch gut gucken. Aus mehreren Perspektiven wird offenkundig ziemlich akkurat erzählt, wie die höchste Ebene der USA reagiert, wenn eine Atomrakete auf sie zufliegt. Die gesamte Handlung erstreckt sich lediglich über 20/30 Minuten von der Entdeckung der Rakete bis unmittelbar vor ihrem Einschlag in Chicago und wird dann dreimal hintereinander mit unterschiedlichem Fokus durchgespielt. Sehr dicht, sehr spannend.

Neues aus dem Perryversum und Altes aus Entenhausen

Den ersten Teil des aktuellen -Doppelbands von Wim Vandemaan habe ich Anfang der Woche ausgelesen und fand ihn ganz okay. Ich liebe den einfallsreichen und immer leicht verschrobenen Stil des einstigen Exposé-Autors – glaube aber, dass er nur dann so richtig zur Geltung kommt, wenn er minimalst an Notwendigkeiten der Metahandlung gebunden ist. Sprich: nur ein voll von der Leine gelassener Vandemaan bringt’s.

In Heft 3382 „Operation Geisterflotte“ ist die Leine etwas kürzer, da er die Reise der titelgebenden Flotte vom galaktischen Zentrum zur Erde beschreiben muss. Leider sieht das PR-Lore vor, Raumfahrt nicht als Raumfahrt, sondern mit Luft- und Seefahrt-Allegorien zu beschreiben, weswegen hier allüberall Hyperstürme toben und sich mehrdimensionale Strudel auftun. Mag ich nicht so gern. Zum Glück würzt Vandemaan diese „Suppe“ ausreichend mit skurrilen eigenen Ideen von wunderlichen Weltraumnomaden bis hin zu einem kosmischen Sammler, der verschärft an den Collector aus und MCU erinnert – aber gut geklaut ist bekanntlich besser, als schlecht ausgedacht.

Im Folgeband 3383 „Brennpunkt TERRANOVA“ – da bin ich noch am Anfang – baut er gleich scheinbar zusammenhanglos eine hübsche Episode aus einem Paralleluniversum ein. Geht für meinen Geschmack also gut los.

Diese Woche erschien zudem eine neue Ausgabe der Edition. In dieser Softcover-Reihe werden bekanntlich alle Entengeschichten von Carl Barks in der Übersetzung von Erika Fuchs erneut veröffentlicht. Band 98 enthält etliche muntere Dagobert-Geschichten, von denen ich einige tatsächlich noch nicht kannte – oder schlicht vergessen hatte.

Raketenmärchen auf der Zielgeraden?

Auf der Seite des wunderbaren @Rpunkt kann man weiterhin die winzigen Schrittchen beobachten, in denen ich mit meinen Raketenmärchen vorankomme. Nach aktueller Planung habe ich gerade das vorletzte am Wickel, ehe die Anthologie voll ist. Ich peile mal ganz vorsichtig den September als den Monat an, in dem das erste Manuskript an ausgesuchte Testleser raus kann.

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  1. „I’m getting my men.“[]
  2. Kein Spaß! Ich weiß aber nicht mehr, ob’s im Deutsch- oder Englischunterricht war.[]
  3. was nun auch nicht schwer ist[]

Die Woche: Eckchen

Außer, dass ich hin und wieder ein paar Tornados am Himmel gesehen und mich in die 80er Jahre zurückversetzt gefühlt habe, war dies eine recht ereignisarme Woche. Naja, unsere Urlaubszeit geht auch erst im nächsten Monat los und man muss ja auch ausreichend Kapazitäten für seine Lektüre und den Seriengenuss haben.1

Um die Ecke gedacht

In der vergangenen Woche – ich habe berichtet – waren in der New-York-Times-Spiele-App für sieben Tage die Kreuzworträtsel als Werbeaktion freigeschaltet worden. Sonst sind sie hinter der Paywall. War ein ziemlicher Zeitfresser, aber egal.

In dem Zusammenhang habe ich mich an mein einstiges Lieblings-Kreuzworträtsel aus dem Zeit-Magazin erinnert: „Um die Ecke gedacht“. Das könnte ich mir auch als Online-Variante vorstellen. Eine schnelle Recherche hat ergeben, dass die Zeit zwar keine Spiele-App anbietet aber immerhin einige Rätsel und Games auf ihrer Website anbietet, einige davon erwartungsgemäß hinter einer Paywall.

Darunter auch „Um die Ecke gedacht“ – zumindest wird man nach ein paar gelösten Wörtern nach dem Abo gefragt. Frei zur Verfügung steht aber das Eckchen. Die kleinere Version des Rätsels erscheint immer am Montag und bietet kurzen Knobelspaß für zwischendurch.

Damit die Rätselerfolge unabhängig von Cookies und über Endgeräte hinweg gespeichert werden können, kann man sich sogar einen kostenlosen Account machen. Allerdings scheint das nicht so richtig zu funktionieren. Zumindest hat mein Login beim Eckchen keinen sichtbaren Effekt. Aber das tut dem Rätselspaß keinen wesentlichen Abbruch.

Kein Rick & Morty für mich

Meine Freude darüber, dass die ersten Folgen der neunten Staffel Rick & Morty endlich verfügbar sind, verwandelte sich schnell in leichten Ärger darüber, dass man sie in der Prime-Video-App nicht runterladen kann. Dabei hätte ich die Staffel sehr gern beim Pendeln in der U-Bahn geschaut. Bis Staffel acht hat HBO Max offenbar kein Problem damit – die neuen Folgen darf man aber nur direkt streamen. Scheint irgendeine Schikane für jene zu sein, die ein HBO-Max-Sub-Abo bei Prime abgeschlossen haben. Wäre ich bloß bei WOW geblieben …

Die Pegasus naht und die Spinne krabbelt in schwarz-weiß

Pff, dann gucke ich halt weiter. Bei meinem Rewatch bin ich in Staffel zwei gerade bei der Doppelfolge angelangt, in der sich alle wieder vertragen und im Grab der Athene einen ersten ernsthaften Hinweis finden, wie die Erde zu erreichen wäre. Was bedeutet, dass ich nur noch wenige Folgen vom Erscheinen der Pegasus entfernt bin. Ich freu mich.

Bereits am Wochenende habe ich Spider Noir fertig geschaut, selbstverständlich in schwarz-weiß.2 Die in den 30er Jahren angesiedelte Spider-Man-Variation mit Nicolas Cage als gealtertem Wandkrabbler, der sich als abgehalfterter Detektiv über Wasser hält, hat mir gut gefallen. Mit einer angemessenen Prise Selbstironie hat das Setting gut funktioniert. Und ich musste automatisch wieder an die eine Community-Folge denken, in der Abed an der Frage verzweifelt, ob Nick Cage ein genialer Schauspieler oder eine Knallcharge ist.

Leseausflüge in die Prärie und in Stahlhöhlen

Im Supermarkt habe ich mal wieder nach einem Lucky-Luke-Band gegriffen, den ich noch nicht kannte. Auf diese Weise fülle ich schon seit geraumer Zeit meine lückenhafte Sammlung auf. Diesmal war es „Der Kaiser von Amerika“, ein klassischer Band aus der Goscinny-Ära, der erneut viel Freude macht. Das Album ist mir auch deswegen ins Auge gefallen, da in der kürzlich erschienenen Real-Serie darauf Bezug genommen wird. Zu der werde ich mich in einem kommenden Lucky-Luke-Artikel etwas ausführlicher äußern.3 Aber damit warte ich noch mindestens, bis ich den Hommage-Band von Flix in den Händen halte.

Noch ganz am Anfang stehe ich bei „Die Stahlhöhlen“ von Isaac Asimov. Der -Roman wird heute als vierter Band der Foundation-Reihe geführt, die ich gerade durcharbeite. In dieser Reihe ist es der erste vollständige Roman, die drei Vorgänger waren allesamt Kurzgeschichtensammlungen. Die Geschichte beginnt wie ein klassischer Cop-Film. Es gab einen Mord und der Polizist muss sich mit einem exotischen ungeliebten Partner – in diesem Fall ein Roboter – zusammentun und den Fall lösen. Bin gespannt.

Meine ewige -on-off-Beziehung steht ab dieser Woche mal wieder auf „on“. Mein verschrobener Lieblingsautor Wim Vandemaan ist mit einem Doppelband am Start. Da bin ich dabei.

Und noch ein Raketenmärchen

Außerdem war ich für meine Verhältnisse in dieser Woche recht fleißig an der Tastatur. Immerhin habe ich ein weiteres Raketenmärchen für meine geplante Anthologie fertiggestellt. Die erste Fassung des kompletten Manuskripts ist jetzt nur noch eine Frage von … ähm … Monaten. 4

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  1. Falls sich jemand wundert: Nein, Fußball war noch nie mein Thema.[]
  2. Hat das wirklich irgendwer in Farbe geschaut?[]
  3. Schonmal als Notiz an mich: Böser Kontinuitätsfehler in der Serie! Im Album ist bereits Grant US-Präsident, in der Serie, die definitiv danach spielt, ist es noch Lincoln.[]
  4. Drückt mir die Daumen![]

Die Woche: Hobbyzeitfenster

Ich hatte es bereits im Vorwort meines letzten Newsletters beklagt:1 Meine Hobby-Zeitfenster sind leider eine arg begrenzte Ressource. Daraus, dass ich im Mai stolze acht Blogposts2 veröffentlicht habe, folgt automatisch, dass ich nicht eine Silbe Prosa in die Tasten tippen konnte. Und dabei wollte ich doch in diesem Jahr endlich wieder ein veröffentlichbares Manuskript fertig kriegen. Das muss im Juni wieder anders werden.

Rubriken-Reaktivierung

Das heißt jetzt nicht, dass ich nun gar nicht mehr bloggen werde. Ein wenig bündeln kann ich die angedachten Artikel aber schon. Als erstes breche ich mein Vorhaben ab, alle aktuell gelesenen -Hefte einzeln zu verbloggen. Ohnehin hänge ich damit etliche Wochen zurück.

Im Rahmen meiner hiermit reaktivierten Tagebuch-Rubrik Die Woche werde ich allwöchentlich ein, zwei Worte zu meiner Lektüre und dem sonstigen Medienkonsum verlieren – und was eventuell noch so anlag.

Kreuzworträtsel aus New York

In Sachen Hobbyzeitfenster war es in dieser Woche nicht besonders hilfreich, dass die New York Times ihre Kreuzworträtsel hinter der Paywall hervorgeholt hat. Wie viele andere nutze ich die entsprechende App bereits seit Jahren und hab mich dort auch angemeldet – bezahlen will ich für die Rätsel und Spiele aber nicht. Immerhin sind Wordle, Strands und ein paar andere frei verfügbar. Für das Mini-Kreuzworträtsel galt das bis vor kurzem auch. Hat mich damals doll geärgert, als sie das kostenpflichtig gestellt haben.

Noch bis Sonntag kann man die drei – Mini, Midi und das große – kostenlos spielen. Wer dann angefixt ist, muss wohl oder übel das Abo abschließen. Seid also gewarnt!

Wohlgemerkt: das sind natürlich Um-die-Ecke-gedacht-Kreuzworträtsel. Ich mochte die damals im Zeit-Magazin immer sehr. BTW: Warum hat die Zeit eigentlich keine Spiele-App?

Gelesen

Auch wenn meine Lektüre schon etliche Wochen zurückliegt, fasse ich schnell mal die letzten von mir konsumierten Perry-Raketenheftchen zusammen. Zuletzt hatte ich etwas kleinlich an dem hervorragenden PR 3371 „Das Duell“ herumgemäkelt, hier nun die sechs Folgebände im Schnelldurchlauf:

Perry Rhodan Band 3372 „Familienbande“ von Robert Corvus – Der eigentliche Grund, warum ich mit Heft 3368 wieder in die Erstauflagenlektüre eingestiegen bin, sind die beiden letzten Romane, die Robert Corvus als Teamautor für die Serie beigesteuert hat. Die wollte ich unbedingt lesen – und dies ist der erste davon. Auch wenn ich längst nicht alle seine Sachen perfekt finde, mag ich seine Schreibe ziemlich gern und schätze seinen ganz eigenen Ansatz für die Serie sehr. Anderen mag die „Gefechtsweste“ auf die Nerven gegangen sein – mir haben seine Infanterie-Szenen immer gut gefallen. Die spielen in diesem Band aber gar keine Rolle. Vielmehr erlebt der Mausbiber Gucky in einem Koma-Traum die Vorgeschichte der Triade und somit den Ursprung seines eigenen Volkes. Habe ich als sehr stimmungsvoll in Erinnerung, was mir vier Sterne wert gewesen ist. ****°

Perry Rhodan Band 3373 „Die Triade“ von Michelle Stern – In diesem Band wird die Geschichte der Triade und somit der ersten Mausbiber weitererzählt. Trotz seiner kosmischen Tragweite für das gesamte PR-Lore hat er mich irgendwie nicht vollends gepackt. Leider ist meine Erinnerung inzwischen etwas verblasst. Nach Abschluss der Lektüre war er mir jedenfalls nur drei Sterne wert. ***°°

Perry Rhodan Band 3374 „Der Fehler im Gehorsam“ von Oliver Fröhlich – Ich wollte ja eigentlich nicht mehr über die Darstellung von Gesellschaft in der PR-Serie meckern. Aber in einem ausführlicheren Artikel zu diesem Heft hätte ich es getan. Diese Knastgeschichte hätte in einen Mafiafilm aus dem 20. Jahrhundert gepasst – oder meinetwegen in ein Setting wie bei Guardians of the Galaxy. Aber in der ursprünglich als Utopie gedachten Zukunftsgesellschaft der PR-Serie? Ich weiß ja nicht. Muss ja jetzt auch nicht das Spa-Resort-Gefängnis sein, aus dem sie damals bei Voyager Tom Paris geholt haben. Aber Schlägereien in der Knast-Kantine? Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ich weiß ja nicht. Immerhin war das Heft spannend geschrieben. Drei Sterne gab’s also. ***°°

Perry Rhodan Band 3375 „Hetzjagd durch die Milchstraße“ von Robert Corvus – Mit diesem Heft verlässt der gute Robert also das Stammautorenteam. Durchaus ein Verlust, wie ich finde. Die titelgebende Hetzjagd hat er schön in Szene gesetzt. In mir hat sich der Eindruck verfangen, dass er die Größe und Vielfalt des Perryversums sehr gut dargestellt hat. Die kurze Etappe auf der STELLARIS war ein besonderer kleiner Crossover-Gruß an die Kurzgeschichten-Nebenserie. Erinnert mich daran, dass ich unbedingt bald mal den zweiten STELLARIS-Sammelband lesen muss. Aber ich schweife ab. Für Corvus‘ vorerst letzten PR-Band gab’s von mir vier Sterne. ****°

Perry Rhodan Band 3376 „Weltraumgeboren“ von Wim Vandemaan – Ich gehöre da vermutlich einer Minderheit an, aber ich bin großer Fan von Vandemaans verschroben-humorigen PR-Romanen. Auch dieser sprühte wieder vor Einfallsreichtum und absurd-fremdartigem Weltenbau. Seine Figuren füllen niemals nur eine direkte Handlungsfunktion aus, sondern tragen selbst zum fantastischen Flair bei. All dies trifft wieder für dieses Heft zu und beschert ihm vier Sterne von mir. ****°

Perry Rhodan Band 3377 „Die Legatische Prüfung“ von Olaf Brill – Dieser Band wirft endlich ein erstes Schlaglicht auf die bislang aus dem Dunkeln agierenden Hinterleute der aktuellen Schurken. Es verschlägt das angehende Neumitglied der Schurkentruppe aus der Milchstraße in die ferne Galaxie Hangay. Ein heldenhaftes Agentenpaar ist ihm auf den Fersen. Beide erfahren sie die Geschichte eines Legaten – Mitglied jener Truppe, die mindestens seit Heft 3300 ihre finsteren Fäden ziehen. Die Motive bleiben weiterhin im Trüben, spannend geschrieben ist die Lebensgeschichte aber durchaus. Drei Sterne von mir. ***°°

An der Stelle – ist auch schon wieder vier Wochen her – habe ich erst einmal eine kleine PR-Pause eingelegt, die ich mit Band 3382 wieder zu beenden gedenke. Das Heft erscheint nächste Woche, ist erneut von Wim Vandemaan – und sogar Auftakt zu einem Doppelband von meinem aktuell liebsten PR-Schreiberling.

Die Perrypause habe ich genutzt, um den Bicentennial Man auszulesen und mir den neuesten Bobiverse-Roman einzuverleiben – aktuell mein liebstes literarisches -Universum.3

Bobiverse 5 „Wir sind verschollen“ von Dennis E. Taylor – Ich bin etwas spät zu der Party gestoßen, zähle mich seit letztem Jahr aber zur begeisterten Lesendenschaft der Bobiverse-Romane. Die vier ersten Bände hatte ich in einem Rutsch weggelesen und alle im Überschwang mit Höchstwertungen versehen. Den fünften Band habe ich daher sehnsüchtig erwartet und nun in ähnlicher Geschwindigkeit durchgeatmet. Aber bin ich auch ähnlich begeistert? Fast. Die generellen Abstriche, die ich bereits in meiner hier verlinkten Lobeshymne der ersten Bände genannt habe,4 gelten in weiten Teilen immer noch, stören mich persönlich aber unverändert kaum. Einen Punktabzug muss ich diesmal dennoch machen, da mir die Handlung dieses Bands etwas zu zerfasert ist. Es fehlt das eine große Ding, dem die Hauptaufmerksamkeit gilt, so wie zuvor der Himmelsfluss oder die Bedrohung durch die Anderen. Die im letzten Band aufgebaute KI-Thematik wird eher halbherzig weitergeführt, die „Sternenflotte“ taucht praktisch gar nicht mehr auf – beziehungsweise wird eine etwas wirre Ursprungsgeschichte präsentiert – und das recht beeindruckende Wurmloch-Imperium scheint nur die Vorbereitung des nächsten großen Dings im Folgeband zu sein. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau.5 Die Einzelgeschichten sind allesamt sehr spannend und einfallsreich – aber es ist halt mehr eine Kurzgeschichtensammlung als ein Roman. Bleiben immer noch wohlverdiente vier Sterne. ****°

Geschrieben

Bislang hat mein Hobby-Zeitfenster-Umschichtungsplan ganz gut funktioniert. Stand jetzt habe ich in dieser Woche jeden Tag ein paar Worte zu meiner Raketenmärchen-Anthologie hinzufügen können, wie auf Schreibmonat, der Seite des wunderbaren @Rpunkt, nachgelesen werden kann. Mein Plan bleibt, in diesem Jahr die erste Rohfassung des Manuskripts fertig zu kriegen. Dann seid ihr als Testlesende dran. Merkt’s euch!

Geschaut

Im letzten Jahr habe ich einen -Rewatch begonnen, den ich sehr unregelmäßig aber mit großer Begeisterung fortführe. Inzwischen habe ich die Miniserie und die erste Staffel durch.

Als sie kurzzeitig auf einem der zahlreichen Streamingdienste verfügbar war,6 habe ich mich sogar an der Spinoff-Serie Caprica versucht. Die ersten paar Folgen, die ich gesehen habe, sind gar nicht mal so schlecht. Leider bin ich nicht mit ausreichend Elan dabeigeblieben, um die eine Staffel durchzukriegen, ehe der Streamingdienst sie wieder runtergenommen hat. Sagt ja auch was aus.

Inzwischen habe ich die ersten Folgen der zweiten BSG-Staffel am Wickel und bin ungebrochen begeistert. Ein Rewatch ist durchaus ein etwas anderes Erlebnis, wenn man die Schicksale kennt, die den Figuren noch blühen – (hust) Final Five (hust) – aber er macht mindestens genauso viel Spaß, wie beim ersten Mal. Ist einfach eine großartige Serie.

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  1. gern abonnieren[]
  2. und eine Eskapedia-Folge und zwei Zusammengebaut-Artikel[]
  3. Sorry, Perry![]
  4. sehr auf männliche Gen-X-Nerds zugeschnitten, allzu erd- und menschenähnliche Biologie und Kultur überall[]
  5. dafür bin ich berühmt[]
  6. ich glaube WOW[]

Nerdlicht früher: Fanfiction, Disney-Minifiguren und Scheibenwelt-Kalender

Auf meinem haben sich seit 2007 etliche Artikel angesammelt. Wie ich finde, kann man ein paar davon immer noch gut lesen. Grund genug für eine unregelmäßige -Rubrik.

Vor fünf Jahren habe ich über Fanfiction und sinniert, vor zehn Jahren mit meiner -Disney-Minifiguren-Komplettsammlung angegeben und mich vor 15 Jahren über alle -Kalender gefreut.

Aber lest selbst:

Perry Rhodan Band 3371 „Das Duell“ von Kai Hirdt

Auch wenn Erscheinungsdatum und meine Lektüre schon deutlich zurückliegen, ziehe ich die Verbloggung der konsumierten -Hefte unverdrossen fort. Nach Guckys Rückkehr im vorangegangenen Roman wird es ernst in der Milchstraße des Rhodan-Universums. Kai Hirdt lässt es in Band 3371 ordentlich krachen und stellt entscheidende Weichen für die Metahandlung. Daher schnell die

WARNUNG VOR DEM SPOILER

Zusammenfassung: Schurkendämmerung

Nachdem ihm seine Beeinflussung bewusst geworden ist – und er durch seine Gefangennahme ohnehin kaum eine Wahl hat – beschließt der bisherige Schurke Wylon, den Heldinnen und Helden um Perry Rhodan, Gucky & Co. dabei zu helfen, seiner einstigen Verbündeten Cassandra eine Falle zu stellen. Als Köder für diese Falle fungiert das aktuelle McGuffin, nämlich die Triade aus drei Mausbiber-Mumien, machtvolle psionische Artefakte, mit denen man einigen Schaden anrichten könnte. Tatsächlich existieren nur noch zwei der Mumien – mit dem lebenden Mausbiber Gucky lässt sich aber die dritte im Bunde simulieren.

Cassandra scheint den Köder zunächst zu schlucken und erscheint bei dem Treffpunkt – aber selbstverständlich verläuft von da ab kaum mehr etwas nach Plan. Wylons Beeinflussung durch Cassandra besteht nämlich noch immer, sodass er ihr den Plan auf halber Strecke verrät und etliche Machtmittel widerstandslos übergibt. Erst ganz zum Schluss wird sein Bann gelöst – woraufhin er Cassandra unvermittelt tötet und kurz danach selbst sein Leben verliert. Im Eifer des Gefechts geschieht noch ein weiteres Unglück, denn die Triade wird dergestalt aktiviert, dass sie zum einen Gucky ins Koma fallen lässt und zum anderen die Yodor-Sphäre perforiert, wodurch die Bewusstseinsinhalte der darin heilenden Superintelligenz ES zu entweichen drohen.

Somit sind die Schurken Cassandra und Wylon zwar ausgeschaltet – die Lage scheint aber dramatischer als je zuvor.

Fazit: Zu viele SOLs

Der Roman hat mir sehr gut gefallen, dennoch habe ich zwei Kleinigkeiten kritisch anzumerken.

Ihr solltet euch doch merken, dass der vorangegangene Roman festgelegt hat, dass Gucky die Gedanken von Wylon lesen kann. Das kam mir in diesem Heft nicht mehr so deutlich rüber. Ich hatte beim Lesen hier und da den Eindruck, dass der Mausbiber doch etwas hätte merken müssen.1 Ist natürlich auch nicht leicht, spannende Handlungen zu stricken, wenn ein nahezu omnipotentes Wesen dabei ist.

Der andere Punkt ist die Beliebigkeit, mit der Raumschiffe vom Typ der SOL eingesetzt werden. Wir erinnern uns: dieses legendäre Raumschiff ist seit Heft 700 relativ einzigartig2 in der Perry-Rhodan-Serie unterwegs. Dass jetzt mit einem Mal drei oder vier3 Schwesterschiffe wie beliebige Standardraumschiffe umherschwirren, entwertet diese Einzigartigkeit doch sehr.

Aber damit genug Gemecker! Der Roman ist unabhängig davon packend geschrieben und setzt mit seinen Konsequenzen für die Metahandlung einen mächtigen Paukenschlag. Dafür gibt es von mir satte vier von fünf Sternen. ****°

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  1. EDIT: Ich habe diesen Punkt etwas umformuliert. So passt die Formulierung besser dazu, welchen Eindruck ich als Leser hatte.[]
  2. Ja, es gab immer mal Dubletten und die JULES VERNE wollen wir auch nicht vergessen.[]
  3. Wie viele waren es am Ende genau?[]

Leseprobe: Die Takhal Gud Looter

Wie berichtet habe ich im letzten Jahr meinen ersten Heftroman für die -Fanfiction-Serie Dorgon fertiggestellt – und zwar Band 130 der Reihe. In diesen Tagen ist dieser nun erschienen, soll heißen: er kann ab sofort kostenlos heruntergeladen werden.1 Obwohl ich von dieser Perry-Parallelwelt fast gar keine Ahnung habe, hat mir das Schreiben sehr viel Freude gemacht. In der Rahmenhandlung habe ich mich mit einer Hauptfigur aus der Originalserie austoben können: niemand geringerem, als Mausbiber Gucky höchstpersönlich. Auch in der anderen Handlungsebene hatte ich ziemlich freie Hand, da ich eine neue Figur vorstellen durfte. In dieser präsentiere ich die ersten Absätze des -Romans, in denen ich besagten Mausbiber zunächst etwas leiden lassen muss – wohlgemerkt vor seinen erfreulichen Abenteuern der aktuellen Erstauflage.

Aber lest selbst!

Kapitel 1: Allein

5633 A.D., Raumschiff CASSIOPEIA, irgendwo zwischen den Sternen der Milchstraße

Die Panikattacke traf ihn aus heiterem Himmel. Gucky hatte gerade seine Kabine in der CASSIOPEIA betreten, klassisch zu Fuß, denn er hatte den Weg dorthin gebraucht, um nachzudenken. Es fühlte sich an, als würde die Pranke eines Haluters seine Brust packen und zusammenquetschen, ein dumpfer Schmerz, heiß und kalt zugleich. Ebenso schlagartig wurde sein ganzes Wesen nur noch von einem Gedanken beherrscht: »Ich bin allein!«

Der Mausbiber ging in die Knie, beugte sich vornüber und stützte sich auf den Oberschenkeln ab.

Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Ausatmen.

Er zwang sich zur Ruhe. Nach fast viertausend Jahren Lebenszeit hatte man alles schon erlebt, auch die ein oder andere Panikattacke. Wäre doch gelacht, wenn er sie nicht durch ein paar Dagorübungen seines guten alten Freundes Atlan …

Gucky fiel vornüber und fing sich mit seinen Pfotenhänden ab. Die Ohren angelegt, auf allen Vieren kriechend, versuchte er, seinen Atem wieder in den Griff zu bekommen. Es wollte ihm nicht gelingen. Mit offenem Mund hechelte er wie ein überhitzter terranischer Hund. Atlan war tot oder hatte nie gelebt. Was auch immer hier gerade vorging, er war nicht mehr da. Ebenso die anderen Freunde und Gefährten, die ihm in solchen Momenten zur Seite gestanden hätten, indem sie über seine Witzchen lachten oder ihm die Ohren kraulten. Niemand war mehr da – erst recht keine anderen Ilts …

Ihm war bewusst, dass ihn diese Gedanken immer tiefer in den Panikstrudel rissen. Er durfte dem Sog nicht nachgeben, musste sich dagegenstemmen und buchstäblich auf andere Gedanken kommen.

Vielleicht half es, wenn er sich erst einmal hinlegte, am besten gleich an Ort und Stelle. Er rollte sich auf dem Fußboden zusammen, wie ein Neugeborenes. Tatsächlich beruhigte sich sein Atem. Er schlang seine Arme um die angezogenen Knie und versuchte einstweilen, an gar nichts zu denken. Dieser Moment der Ruhe währte jedoch nicht allzu lange. Mit der nächsten schmerzhaften Erinnerungswelle an seine Freunde stellte sich sein Nacken- und Rückenfell auf. Er presste seine Augen zusammen, seine Muskeln verkrampften, bis er nur noch ein wimmernder, zitternder Ball war. Sein Geist schrie seinen Schmerz in den Hyperraum hinaus. Mit einem Teil seines Verstandes nahm er die anderen Besatzungsmitglieder in unmittelbarer Nähe wahr, in den Korridoren und angrenzenden Kabinen. Trotz des alles beherrschenden Schmerzes wollte er sie nicht gefährden. Instinktiv teleportierte er an den unbelebtesten Ort im Schiff, einen Frachtraum im Unterdeck.

Gucky hatte seine Körperhaltung kaum verändert, als er im selben Augenblick mitten in der Halle zwischen den Containern erschien. Allerdings schwebte er nun – von seinen telekinetischen Kräften gehalten, einem Embryo gleich – gut anderthalb Meter über dem Hallenboden. Mit eben diesen Kräften ertastete er seine Umgebung, griff nach dem nächstbesten Container und schleuderte ihn mit aller Kraft davon.

Das tat gut, stellte er fest. Ein weiterer Container wurde von ihm gepackt, emporgehoben und wie eine Dose aus dünnem Blech zerquetscht. Er machte sich viel zu selten bewusst, wie groß seine Macht in Wahrheit war.

Falsch.

Er wusste sehr wohl um seine Macht und welchen Schaden er damit anrichten konnte. Genau deshalb hielt er sie die meiste Zeit, so gut es ging, im Zaum, um jene, die er liebte, nicht zu gefährden. Doch nun war er, Gucky …

Nein, diesen Namen hatten ihm einst seine Freunde gegeben, er erinnerte ihn zu sehr an all jene, die nun nicht mehr da waren. Davor hatte er anders geheißen, das war besser.

Nun war er, Plofre, allein. Auf wen musste er nun noch Rücksicht nehmen?

Der Gedanke ließ ihn innehalten. Er war mit einem unheimlichen Gefühl von Freiheit einhergegangen. Unheimlich deshalb, weil es die Freiheit von Verantwortung, von Rücksicht und von Gnade war – und er dieses Gefühl einen winzigen Moment lang begrüßt hatte.

Doch dieser Moment war vorübergegangen. Die Angst vor dem Weg, den er damit eingeschlagen hätte, war zu groß und überlagerte alle anderen Ängste und Sorgen. Er war trotz allem noch immer Gucky, der Retter des Universums, und würde es immer bleiben.

Der Mausbiber öffnete die Augen, stellte seine Ohren wieder auf und streckte seinen Körper. Langsam sank er auf den Hallenboden zu und betrachtete dabei den Schaden, den er angerichtet hatte. In dieser verqueren Zeitlinie gab es leider keine Bank, auf der er ein Konto mit dem einen oder anderen Notgroschen hatte, mit dem er das alles hätte bezahlen können. Der Gedanke, seine Schuld mit jahrelangem Tellerwaschen und Möhrenschälen begleichen zu müssen, ließ ihn schmunzeln und den Nagezahn kurz hervorblitzen.

Am Boden wollten ihn seine Beine fast nicht tragen. Sie waren butterweich und zitterten, als er stand. Auch das gehörte zur Wahrheit über seine Fähigkeiten: Ihre exzessive Nutzung war auf Dauer furchtbar anstrengend. Dank der Stütze seines Biberschwanzes stand er dennoch stabil und konnte sich einen Moment lang erholen. Der Zellaktivatorchip unter seinem Schlüsselbein erzeugte dieses merkwürdige Gefühl, das irgendwo zwischen Brennen, Pochen und taubem Kribbeln lag und immer dann auftrat, wenn das Gerät gegen Verletzungen oder große Erschöpfung anarbeiten musste. Er atmete tief durch, klatschte schließlich in die Hände, wie um sich selbst aufzumuntern, und nutze die leidlich aufgefüllten Kraftreserven für einen Teleportersprung in seine Kabine.

Gucky materialisierte direkt über der Matratze seiner Koje und ließ sich einfach fallen. Viel Ruhe war ihm jedoch nicht vergönnt. Zwar hatte er sein Armbandkom schon vor seinem kleinen Ausflug in den Frachtraum stumm geschaltet, die Kabinenpositronik entschied nun jedoch, ihn auf die zahlreichen aufgelaufenen Nachrichten und Kontaktversuche aufmerksam zu machen. Zumal ihre Absenderin in diesem Moment auf dem Weg zu ihm war und in ein paar Augenblicken vor seiner Kabinentür stehen würde.

Der Ilt seufzte und rappelte sich wieder auf. Er watschelte in die Nasszelle und machte sich im Spiegel einen Eindruck von seinem Erscheinungsbild. Er sah furchtbar aus. Sein Fell war stumpf und struppig, seine Ohren hingen kraftlos herunter, und seine Augen hatten jeden Glanz verloren. Zum Glück war er für alle anderen Wesen an Bord ein exotisches Alien, dessen Aussehen niemand einschätzen und deuten konnte. Niemand hatte eine Vorstellung davon, wann ein Ilt fit und gesund aussah und wann er erschöpft und ausgelaugt war. Außerdem wurde man nicht dreitausendachthundert Jahre alt, ohne sich glaubhaft verstellen zu können. Ein paar Spritzer Wasser ins Gesicht, den Nagezahn blitzen lassen – und schon zwinkerte ihm im Spiegelbild wieder der gute alte, zu Späßen aufgelegte Mausbiber von nebenan entgegen. So ging er zur Kabinentür und öffnete sie nur wenige Sekunden, ehe seine Besucherin den Klingelsensor betätigen konnte.

»Constance, alte Hexe«, sagte er beschwingt und blickte schelmisch zu ihr empor. »Was verschafft mir die Ehre?«

Bei aller betonten Flapsigkeit meinte er den Titel nicht abfällig. Das Interkosmo-Wort für »Hexe« wurde zwar auch für die altterranische Märchenfigur verwendet, stand ursprünglich aber für die weisen Feuerfrauen der arkonidischen Zhy-Religion. Es war also ein Ehrentitel – und so hatte es Constance auch verstanden.

Sie ging in die Hocke, um mit ihm, dem deutlich kleineren Ilt, auf Augenhöhe zu sein. Gucky blickte in ein offenes freundlich lächelndes Gesicht, die Augen darin drückten ehrliches Mitgefühl aus.

Als Entropin sah Constance exakt wie eine Menschenfrau aus, ihre Gestik und Mimik war ebenfalls vergleichbar. Und damit kannte Gucky sich aus. Er hatte den überwiegenden Teil seines Lebens unter Menschen verbracht, Terranern, Arkoniden und wie sie alle hießen. Der Stammbaum dieses Volks war absurd kompliziert und weit verzweigt – erst recht, wenn man die Cappins oder gar die V’Aupertir einbezog. Das Ergebnis war, dass man praktisch überall im Universum auf Angehörige und mehr oder weniger entfernte Verwandte treffen konnte. Ein Mensch würde niemals allein sein.

Gucky verscheuchte den letzten Gedanken sofort wieder. Er durfte nicht erneut in Schwermut verfallen, als Empathin würde Constance das sofort bemerken. Deswegen war sie mit Sicherheit hier.

»Ich habe mir Sorgen gemacht«, sagte sie dann auch.

Gucky beschloss spontan, dass es genug der Schauspielerei war. Hier stand eine Person vor seiner Tür, die ihm aufrichtig helfen wollte. Ein weiser alter Ilt wie er nahm so ein Angebot natürlich an.

Daher trat er einen Schritt zur Seite und fragte: »Möchtest du nicht reinkommen?«


Interessiert, wie es weitergeht? Dann flugs herunterladen und lesen: Dorgon Band 130: „Die Takhal Gud Looter“2

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  1. siehe ganz unten[]
  2. Nicht über die Illustrationen wundern, sind eher symbolischer Natur.[]

Perry Rhodan Band 3370 „Eine Handvoll Tramp“ von Oliver Fröhlich

Und weiter geht’s mit der etwas verzögerten Verbloggung meiner -Erstauflagenlektüre. Nach Der Status quo ist nun Heft 3370 von Oliver Fröhlich an der Reihe. Richtig gutes Heft! Doch zunächst die erforderliche

WARNUNG VOR DEM SPOILER

Zusammenfassung: Gucky Homecoming

Der schurkische Terra-Topsider John Wylon hat große Teile seiner Machtmittel eingebüßt. Mit einem seiner letzten Raumschiffe und wenigen verbliebenen Getreuen versucht er, das Schicksal noch einmal zu seinen Gunsten zu wenden. Dafür hat er Plofres Stern aufgesucht, um den nur noch das Trümmerfeld des einstigen Planeten Tramp kreist, die zerstörte Heimatwelt der Ilts und des prominentesten Vertreters dieser Spezies Gucky. Dort hofft er eine der drei Mausbiber-Mumien zu finden, ein machtvolles psionisches Artefakt.

Wie es der Zufall so will, kehrt just in diesem Augenblick besagter Gucky mit seinem geklauten Raumschiff und seiner angenommenen Familie in die Milchstraße zurück – und schaut aus sentimentalen Gründen erst einmal bei dem Stern vorbei, unter dessen Licht er geboren und aufgewachsen ist.

Ach ja: Gleichzeitig ist eine Flotte der galaktischen Ordnungsmacht vor Ort, da man hier mit Aktivitäten der Schurken rechnet.

In zunächst getrennten Handlungssträngen werden Wylons und Guckys Erlebnisse beschrieben.

Ersterer kreist mit seinem Schiff im Verborgenen um den Stern und lässt so behutsam wie möglich die Trümmerbrocken des Asteroidengürtels untersuchen, der einst Tramp war. In seiner Rumpfbesatzung rumort es, da die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg offensichtlich nahe Null liegt. Doch das Glück scheint ihnen hold, ein größerer Gesteinsbrocken sendet vielversprechende Strahlung aus, man landet, um ihn genauer zu untersuchen. Dort findet man interessante Artefakte – jedoch zunächst nicht jenes, das man sucht.

Gucky nimmt derweil mit den Ordnungskräften Kontakt auf und informiert sich über die aktuelle Lage. Da sein Schiff über die bessere Ortungstechnik verfügt, bietet er an, bei der Suche nach den Schurken zu helfen – und tatsächlich gelingt es ihm, Wylons Schiff aufzuspüren.

Dieser gerät derweil in diverse unerwartete Bedrohungslagen. Zum einen stellt sich einer seiner Helfer als erbitterter Feind heraus, der ein Attentat auf ihn ausübt, das nur aus Zufall misslingt. Und dann offenbart sich die eigentliche Strahlungsquelle, der man auf der Spur war, als geschickte Falle – hinter der niemand geringeres als die Dunkelfrau der aktuellen Schurkereien steckt: Cassandra.

Man erfährt, dass sie den armen Topsider jahrzehntelang mit einem Psychostrahler bearbeitet, konditioniert und womöglich zu all den Schurkereien getrieben hat. Wir erinnern uns, dass das schon einmal ihre Masche war. Und nun will sie – aus sicherer Entfernung – testen, ob diese Konditionierung noch hält. Da dies nicht der Fall zu sein scheint, sendet sie der Falle, in der Wylon steckt, den Tötungsbefehl.

Zu seinem Glück ist aber Gucky zur Stelle, kann ihn im letzten Moment retten und den Behörden übergeben.

Fazit: endlich echte Raumfahrt

Ich meckere bekanntermaßen ausgiebig und gern, wenn Raumfahrt in einer -Geschichte nicht akkurat dargestellt wird. Sei es ein Film, eine TV-Serie oder ein Roman: Wenn sich Raumschiffe wie Seeschiffe oder Flugzeuge verhalten, wenn Planeten in geraden Linien angeflogen werden und anstelle realer Gefahren des Kosmos von Subraumstrudeln und Hyperraumbeben fabuliert wird, möchte ich dem jeweiligen Medium stets das SF-Label entziehen. Denn spätestens seit The Expanse haben Schreibende hier keine Ausrede mehr.

Was für eine Labsal und Freude ist es daher, dass Oliver Fröhlich die Raumschiffbewegungen um Plofres Stern in Umlaufzeiten und ballistischen Kurven beschreibt. Geht doch!

Und damit nicht genug. Fröhlich spielt die ganze Zeit damit, wie unwahrscheinlich es eigentlich ist, unter diesen Bedingungen das begehrte MacGuffin zu finden. Am Ende ist dieses Problem sogar Handlungselement, denn in Wahrheit wird Wylon eine geschickte Falle gestellt.

Auch sonst haben mir alle Romanelemente sehr gut gefallen: Die Handlung ist spannend, alle Figuren haben Charakter – bis hin zu dem Offizier der Obrigkeitsflotte. Allen voran hat mir aber Gucky gefallen. Die Mischung aus Albernheit und jahrtausendelanger Lebenserfahrung ist perfekt austariert.

Schließlich hat Fröhlich alles angemessen in das Perry-RhodanLore eingebettet und überall Hinweise auf die bewegte Historie des einstigen Planeten Tramp platziert.

All dies macht den Band für mich zu einem nahezu perfekten PR-Roman, der die höchste Punktzahl voll und ganz verdient hat. Fünf von fünf Sterne sollen es sein: *****

Ach ja – an dieser Stelle sei festgehalten: Der Roman legt zweifelsfrei fest, dass Gucky die Gedanken von Wylon lesen kann. Anders hätte er ihn ja gar nicht retten können. Bitte merken! Das wird für die Beurteilung des Folgebands noch wichtig.

Exkurs: Der perfekte Perry-Rhodan-Roman

Nach dem Genuss dieses formidablen Heftes habe ich mir zum wiederholten Male überlegt, was eigentlich ein perfekter Perry-Rhodan-Roman wäre. Welche Elemente müsste ein Heft enthalten – egal ob Jubiläumsband, Zyklusfinale oder Lückenfüller –, um in diese Kategorie zu fallen? Ich würde sagen, grob gesagt sind es deren drei.

Zunächst einmal – und das ist fast zu banal, um es auszusprechen – muss es ein guter Roman sein. Interessante Charaktere müssen in einem einfallsreichen Setting mit herausfordernden Konflikten konfrontiert werden und eine spannende und überraschende Dramaturgie durchlaufen. Vor längerer Zeit hatte ich meine diesbezüglichen Kriterien in einem anderen Zusammenhang etwas genauer aufgelistet.1 Sie gelten für mich unverändert.

Als zweites sollte es auch ein guter Science-Fiction-Roman sein. Für mich heißt das, dass SF-Elemente nicht nur Teil des Settings und somit kaum mehr als schmückendes Beiwerk sein dürfen. Raumfahrt, künstliche Intelligenz, außerirdisches Leben, Zeitreise und was das Portfolio noch so hergibt, müssen ausführlich thematisiert und untrennbar mit der Handlung verwoben sein. Wenn die Geschichte, sei sie auch noch so gut, ohne große Änderungen in ein anderes Setting versetzt werden kann, ist sie streng genommen keine SF – oder zumindest keine gute. Nun will ich hier keine unerbittliche Hard-SF-Position einnehmen, aber ich persönlich habe es schon ganz gern, wenn sich die Raumfahrt auch wie Raumfahrt anfühlt und eben nicht wie Luft- oder Seefahrt. Aliens dürfen gern etwas fremdartiger daherkommen als Menschen mit spitzen Ohren und kulturellen Spleens. Und eine Zeitreise sollte schon Paradoxa thematisieren und nicht nur ein Ausflug in eine exotische Welt sein.

Und schließlich bräuchte unser hypothetisches perfektes Perry-Rhodan-Heft noch das gewisse Etwas. Naturgemäß ist dieser Punkt am schwersten in Worte zu fassen. Aber ich will mal versuchen zu beschreiben, was das für mich bedeutet.

Da wäre zum einen die Sprache. PR lebt von seinen ganz eigenen Fachbegriffen, die nie fehlen dürfen. Doch damit nicht genug. Raumschiffe heißen hier natürlich „Raumer“ und in einem echten PR-Heft werden die Dinge nicht einfach abgeschaltet, sondern desaktiviert – und auf gar keinen Fall deaktiviert.

Einen zentralen Reiz der Serie macht für mich ihre epische Breite und Tiefe aus. Die Handlung erstreckt sich mittlerweile über tausende Jahre – ihre Vorgeschichte über Jahrmillionen.2 Inzwischen hat sich dermaßen viel Lore angesammelt, dass die Seriengeschichte selbst ein Thema ist, das ein perfekter PR-Roman behandeln kann und sollte.

Und das aller letzte i-Tüpfelchen sollte sein, dass der Titelheld auch seine Titelrolle übernimmt. Wirklich perfekt kann ein Perry-Rhodan-Heft nur sein, wenn Perry Rhodan auch als Hauptfigur auftritt.

Dazu vielleicht noch zwei abschließende Anmerkungen: Zum einen will ich Heften, die die oben genannten Bedingungen nicht voll und ganz erfüllen, mich aber trotzdem begeistern, nie die ihnen zustehende Höchstwertung verwehren. Das oben behandelte Heft sei hierfür Beleg genug. Ich bin sogar sicher, dass viele meiner erklärten Lieblings-PR-Hefte nicht in dem beschriebenen Sinne perfekt sind. Zum anderen fiele mir in diesem Moment auch kein konkretes Heft spontan als Beispiel dafür ein. Womöglich kommen einige der Eschbach-Gastromane dem recht nahe.3

Aber was meint ihr? Was macht für euch den perfekten PR-Roman aus – und welche Hefte würdet ihr da einordnen?

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  1. bei Interesse in dem Artikel ein wenig runterscrollen[]
  2. wenn das mal reicht[]
  3. Sein großartiges Buch „Perry Rhodan – Das größte Abenteuer“ gildet nicht, da es kein klassisches Romanheft ist. Und ein Heft muss es schon sein.[]

Perry Rhodan Band 3369 „Der Status quo“ von Ben Calvin Hary

Nach meinem Wiedereinstieg in die -Erstauflagenlektüre mit dem Leo-Lukas-Band Zwischen fremden Sternen habe ich mir vorgenommen, eine Weile dabeizubleiben – und fleißig jedes Heft zu bebloggen. Bei letzterem hänge ich zwar etwas hinterher, aber das soll meinen Eifer nicht bremsen.

Da Chefautor Ben Calvin Hary in seinem Band 3369 die Metahandlung erwartungsgemäß voranbringt, zunächst eine

WARNUNG VOR DEM SPOILER

Zusammenfassung: NATHAN forever!

Erinnert ihr euch noch, wie ich am Anfang des PHOENIX-Zyklus darüber gemeckert habe, dass mir der Hauptrechner der Menschheit NATHAN in der Handlung zu kurz kommt? Tja. Nun isser eines der zentralen Hauptthemen.

Doch zunächst wohnen wir in diesem Roman dem tragischen Ableben von Akasha Pal bei, der aktuellen Regierungschefin des Sternenstaats der Menschheit. Gemeinsam mit Verteidigungsminister Temmister ist sie auf dem Weg zu einem Verhandlungstermin mit abtrünnigen Topsidern.1 Auf dem Weg dorthin wird ihr Kleinstraumschiff beschossen und schwer beschädigt. Bis sie geborgen werden, erliegt sie ihren Verletzungen.

In einer anderen Handlungsebene entdeckt ein Minenarbeiter in einem Asteroiden zufällig das letzte Nest der zerstörerischen Von-Neumann-Maschinen, die seit Band 3350 das Sonnensystem bedrohen. Damit entfällt die Begründung für NATHANS aktuelle wohlmeinende Absolutherrschaft. Die allgegenwärtige KI hatte quasi diktatorische Vollmachten erhalten, um des fiesen Fressmetalls ohne bürokratische Hürden und ineffiziente Koordinierungszwänge Herr zu werden.

Inzwischen hat sich aber ein nennenswerter Teil der Bevölkerung des Sonnensystems an die damit verbundene Sicherheit und Bequemlichkeit gewöhnt. Tatsächlich gibt’s eine ausgewachsene politische Bewegung, die den Erhalt der KI-Herrschaft fordert – allen voran die neue Regierungschefin.

Zu aller Überraschung ist es am Ende aber Verteidigungsminister Temmister, dessen Enthaltung bei der Abstimmung dafür sorgt, dass NATHAN bis auf weiteres am Ruder bleibt.

Fazit: Der Kanzler in der Cessna

Nein, keine Sorge, ich fange nicht schon wieder mit der Darstellung von Politik und Gesellschaft in der Perry-Rhodan-Serie an. Ich muss es mir hier nun mal so vorstellen, als würden Kanzler und Verteidigungsminister zu zweit in einer Cessna zu Verhandlungen ins umkämpfte Kiew fliegen. Das ist bei PR halt ganz normal.

Tatsächlich finde ich die Herleitung, wie der eigentlich vernünftige Politiker Temmister zu seiner Entscheidung kommt, ziemlich gelungen. In Opposition zu Rhodan zu stehen, geschieht nämlich nicht immer aus kriminellen oder pathologischen Gründen. Hier wird erfrischender Weise mit einer PR-Tradition gebrochen.

Ein bisschen schade finde ich, dass die Szenen in dem Bergbau-Asteroiden über lange Strecken so geschildert werden, als würden sie in ganz normalen Stollen untertage spielen. Da erwarte ich von einer -Geschichte anderes. An einer Stelle wird sogar betont, dass die künstliche Schwerkraft trotz schwerer Schäden noch funktioniert – als hätten wir es mit einer TV-Serie mit beschränkten FX-Budget zu tun. Die Herausforderungen der Schwerelosigkeit bei einer solchen Flucht zu schildern wären doch viel SF-iger gewesen.

Dennoch ein solider Roman, der mir drei von fünf Sternen wert sein soll. ***°°

Weiter geht’s mit Band 3370 „Eine Handvoll Tramp“ von Oliver Fröhlich.

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  1. oder mit der vertriebenen Exilregierung – durch meine Leselücke fehlt mir da etwas der Kontext[]

Nerdlicht früher: Space Shuttle und Dampf Punk

Auf meinem haben sich seit 2007 etliche Artikel angesammelt. Wie ich finde, kann man ein paar davon immer noch gut lesen. Grund genug für eine unregelmäßige -Rubrik.

Vor fünf Jahren habe ich zum wiederholten Male ein -Raumschiff zusammengebaut. Vor zehn Jahren habe ich regelmäßig Webfundstücke gesammelt. Und vor 15 Jahren habe ich nach dem Urvater von geforscht.

Aber lest selbst:

Perry Rhodan Band 3368 „Zwischen fremden Sternen“ von Leo Lukas

Mir ist danach, wieder ein bisschen bei der -Erstauflage mitzulesen.1 Mit Blick auf die anstehenden Veröffentlichungen hatte ich Band 3369 für einen guten Wiedereinstieg gehalten – das beste Fandom der Welt riet mir jedoch, es schon mit dem Heft davor zu versuchen. Und wie immer hatten die Raketenheftbekloppten recht.

Was bisher geschah: Mausbiber gesucht

Seit meiner letzten PR-Lektüre sind ziemlich genau zehn Wochen und somit Hefte vergangen.2 Als ich die Handlung verlassen hatte, ging es gerade darum in der Milchstraße fieser Von-Neumann-Maschinen Herr zu werden und denjenigen in die Finger zu kriegen, der sie entfesselt hat. Währenddessen suchte Reginald Bull in intergalaktischen Weiten nach einem seiner besten Freunde, dem verschollenen Mausbiber Gucky.

Allein deswegen hat sich Band 3368 als perfekter Wiedereinstieg erwiesen, da in diesem Heft … Na! An dieser Stelle besser erst einmal eine

WARNUNG VOR DEM SPOILER

Zusammenfassung: Familienidyll vs. Rebellenromantik

In zwei Handlungsebenen wird zum einen erzählt, wie Reginald Bull und die sogenannte Legende3 in einem Risikoeinsatz dem verschollenen Sternwürfel mit Gucky darin auf die Spur kommen wollen. Zum anderen erfahren wir, wie es dem Mausbiber dort all die Jahre ergangen ist – und wie ihm schließlich doch Flucht und Heimreise gelingen.

Und zwar lebt Gucky in dieser Zeit zunächst versteckt mit seiner kleinen angenommenen Familie im Sternwürfel, da er dort als Staatsfeind Nummer eins gesucht wird. Trotz der Bedrohung sind diese Jahre recht idyllisch, er kann mit der Artgenossin und ihrem Nachwuchs ein beschauliches Leben führen. Erst als eine örtliche Widerstandszelle Kontakt zu ihm aufnimmt, greift er wieder ins Geschehen ein. Im Zuge der darauffolgenden Agententätigkeit gelingt ihm schließlich die Flucht aus dem Sternwürfel – und seine süße kleine Familie kommt mit ihm.

Diesen Handlungsstrang spricht Gucky selbst als Bericht auf einen Datenträger, den er just dort hinterlässt, wo Bully und die Legende ihn später am Ende ihres Einsatzes finden. Ende gut, alles gut.

Fazit: Zurück im Spiel

Kurz gesagt: Der Band hat mir richtig gut gefallen. Lukas‘ Humor und Flapsigkeit sind genau richtig dosiert, Gucky kommt souverän und kompetent rüber und ist trotzdem angemessen lustig. Gleiches gilt für das Duo Bully und Legende, die sich in munteren Dialogen die Bälle zuspielen – und doch ihren Einsatz mit Ernst und Professionalität durchziehen.

Wie die beiden Handlungsebenen zusammengeführt werden, ohne dass sich die jeweiligen Haupt-Protagonisten begegnen, ist geschickt gelöst. Die Lektüre hat rundum Spaß gemacht. Und wenn ich richtig aufgepasst habe, wird Guckys Name nicht ein einziges Mal komplett genannt, oder? Witziger Einfall!

Zu meiner Freude ist der Mausbiber damit zurück im Spiel – und ich als Leser einstweilen auch. Das soll mir alles in allem vier von fünf Sternen wert sein. ****°

Weiter geht’s mit Band 3369 „Der Status quo“ von Ben Calvin Hary.

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  1. ihr wisst ja: die ewige On-off-Beziehung[]
  2. Im Gegensatz zu einigen anderen Lesenden hat mir der Vandemaan-Doppelband im Übrigen sehr gut gefallen.[]
  3. Das uralte mechanische Fraktalwesen aus dem oben verlinkten Vandemaan-Doppelband steckt mittlerweile in einem sterblichen biologischen Körper. Wollte es so.[]

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