Schlagwort: PerryRhodan

Nerdlicht früher: Space Shuttle und Dampf Punk

Auf meinem haben sich seit 2007 etliche Artikel angesammelt. Wie ich finde, kann man ein paar davon immer noch gut lesen. Grund genug für eine unregelmäßige -Rubrik.

Vor fünf Jahren habe ich zum wiederholten Male ein -Raumschiff zusammengebaut. Vor zehn Jahren habe ich regelmäßig Webfundstücke gesammelt. Und vor 15 Jahren habe ich nach dem Urvater von geforscht.

Aber lest selbst:

Perry Rhodan Band 3368 „Zwischen fremden Sternen“ von Leo Lukas

Mir ist danach, wieder ein bisschen bei der -Erstauflage mitzulesen.1 Mit Blick auf die anstehenden Veröffentlichungen hatte ich Band 3369 für einen guten Wiedereinstieg gehalten – das beste Fandom der Welt riet mir jedoch, es schon mit dem Heft davor zu versuchen. Und wie immer hatten die Raketenheftbekloppten recht.

Was bisher geschah: Mausbiber gesucht

Seit meiner letzten PR-Lektüre sind ziemlich genau zehn Wochen und somit Hefte vergangen.2 Als ich die Handlung verlassen hatte, ging es gerade darum in der Milchstraße fieser Von-Neumann-Maschinen Herr zu werden und denjenigen in die Finger zu kriegen, der sie entfesselt hat. Währenddessen suchte Reginald Bull in intergalaktischen Weiten nach einem seiner besten Freunde, dem verschollenen Mausbiber Gucky.

Allein deswegen hat sich Band 3368 als perfekter Wiedereinstieg erwiesen, da in diesem Heft … Na! An dieser Stelle besser erst einmal eine

WARNUNG VOR DEM SPOILER

Zusammenfassung: Familienidyll vs. Rebellenromantik

In zwei Handlungsebenen wird zum einen erzählt, wie Reginald Bull und die sogenannte Legende3 in einem Risikoeinsatz dem verschollenen Sternwürfel mit Gucky darin auf die Spur kommen wollen. Zum anderen erfahren wir, wie es dem Mausbiber dort all die Jahre ergangen ist – und wie ihm schließlich doch Flucht und Heimreise gelingen.

Und zwar lebt Gucky in dieser Zeit zunächst versteckt mit seiner kleinen angenommenen Familie im Sternwürfel, da er dort als Staatsfeind Nummer eins gesucht wird. Trotz der Bedrohung sind diese Jahre recht idyllisch, er kann mit der Artgenossin und ihrem Nachwuchs ein beschauliches Leben führen. Erst als eine örtliche Widerstandszelle Kontakt zu ihm aufnimmt, greift er wieder ins Geschehen ein. Im Zuge der darauffolgenden Agententätigkeit gelingt ihm schließlich die Flucht aus dem Sternwürfel – und seine süße kleine Familie kommt mit ihm.

Diesen Handlungsstrang spricht Gucky selbst als Bericht auf einen Datenträger, den er just dort hinterlässt, wo Bully und die Legende ihn später am Ende ihres Einsatzes finden. Ende gut, alles gut.

Fazit: Zurück im Spiel

Kurz gesagt: Der Band hat mir richtig gut gefallen. Lukas‘ Humor und Flapsigkeit sind genau richtig dosiert, Gucky kommt souverän und kompetent rüber und ist trotzdem angemessen lustig. Gleiches gilt für das Duo Bully und Legende, die sich in munteren Dialogen die Bälle zuspielen – und doch ihren Einsatz mit Ernst und Professionalität durchziehen.

Wie die beiden Handlungsebenen zusammengeführt werden, ohne dass sich die jeweiligen Haupt-Protagonisten begegnen, ist geschickt gelöst. Die Lektüre hat rundum Spaß gemacht. Und wenn ich richtig aufgepasst habe, wird Guckys Name nicht ein einziges Mal komplett genannt, oder? Witziger Einfall!

Zu meiner Freude ist der Mausbiber damit zurück im Spiel – und ich als Leser einstweilen auch. Das soll mir alles in allem vier von fünf Sternen wert sein. ****°

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  1. ihr wisst ja: die ewige On-off-Beziehung[]
  2. Im Gegensatz zu einigen anderen Lesenden hat mir der Vandemaan-Doppelband im Übrigen sehr gut gefallen.[]
  3. Das uralte mechanische Fraktalwesen aus dem oben verlinkten Vandemaan-Doppelband steckt mittlerweile in einem sterblichen biologischen Körper. Wollte es so.[]

Leseprobe: Der Jungfernflug der GOOD LUCK

Im Rahmen der -FanEdition erschien 2024 mein -Heftroman „Der Jungfernflug der GOOD LUCK“. Das Abenteuer spielt in der Frühzeit der Serie und beginnt mit einer Szene aus Sicht der damaligen Schurken, der wespenartigen Vecorat. In dieser präsentiere ich die ersten Absätze meiner Geschichte – womöglich nicht nur für Rhodan-Fans von Interesse.

Aber lest selbst!

Wurzeln: zwischen den Sternen, August 1972

Das Gedankenkonzert der Vecoratflotte erzeugte ein leises Summen. Hier zwischen den Sternen war man zwar ungestört vor den disharmonischen Gedanken anderer Wesen, dennoch war die Grundstimmung deprimiert, beschämt und hoffnungslos. Die Invasion der vermeintlich primitiven Erde war gescheitert. Sie waren besiegt und vertrieben worden. In einem höhnischen Akt der Gnade hatten Perry Rhodan und seine Terraner die Besiegten unversehrt abziehen lassen. Man nahm sie nicht als Bedrohung wahr, nur als Störenfried, der sich nie wieder blicken lassen durfte.

Die Flotte hatte sich mitten im Leerraum gesammelt, Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Milchstraße war in den letzten Jahrhunderten und Jahrtausenden ein immer unfreundlicherer Ort für die Vecorat geworden. Nicht einmal hier in ihrem Randgebiet konnten sie noch Fuß fassen. Von anderen Flotten war längst nichts mehr zu spüren. Falls noch andere Vecorat existierten, mussten sie Hunderte Lichtjahre entfernt sein, viel zu weit, um ihre Gedanken zu erspüren.

Nach einiger Zeit setzte sich im Gedankenkonzert die Frage nach einem neuen Ziel durch. Die Flotte hatte bis hierhin überlebt, sich zwischen den Sternen treiben zu lassen, war keine Option. Trotz ersetzte die Hoffnungslosigkeit.

Ein Schiff hielt sich bei der Entscheidungsfindung zurück. Von hier kam nur ein vages Gedankenrauschen. Das war Absicht, denn man wollte der Flotte gegenüber, die technischen Probleme verbergen, mit denen man zu kämpfen hatte.

Im Zuge der Kampfhandlungen und aus Gründen des Verschleißes hatte die Energieversorgung starken Schaden genommen. Mit Bordmitteln waren diese Schäden nur notdürftig zu beheben. Genauer gesagt, gelang es ihnen nur, die Katastrophe immer wieder ein Stück hinauszuschieben.

Hier draußen zwischen den Sternen war selbstlose Solidarität für eine heimatlose Flotte keine Überlebensstrategie. Unter den Vecorat galt es als ungeschriebenes Gesetz, das Überleben der Mehrheit nicht durch die Rettung einer Minderheit zu gefährden, wenn die Ressourcen derart begrenzt waren und kein Rückzugsort zur Verfügung stand. Aus diesem Grund hatte man auf dem fraglichen Raumschiff beschlossen, sich zurückzuhalten und das Beste zu hoffen.

Als man sich auf einen vielversprechenden Zielstern in einigen Hundert Lichtjahren Entfernung geeinigt hatte, beschleunigte auch dieses Schiff auf Sprunggeschwindigkeit. Falls man es schaffte, das Ziel zu erreichen, und dort einen sicheren Hafen fand, konnte man mit der Hilfe der Flotte rechnen. Falls nicht, hatte man es wenigstens versucht.

*

Die Ortungsoffizierin erkannte auf den ersten Blick, dass sie es nicht geschafft hatten. Ihre Bildschirme zeigten eine blaue Riesensonne in einem guten Lichtjahr Entfernung. Es war definitiv nicht der Zielstern, den die Flotte angesteuert hatte. Die Sternbilder hatten sich kaum verändert, daher war die Sache klar. Der Reaktor hatte dem Transitionstriebwerk nur einen Bruchteil der angeforderten Energie liefern können. Sie waren maximal zehn, zwanzig Lichtjahre gesprungen und in den Normalraum zurückgefallen.

Sie blendete das panische Geschrei des Gedankenkonzerts aus. Der missglückte Sprung hatte die Energieversorgung endgültig überfordert. Detonationen erschütterten das Schiff, kurz darauf fiel ein System nach dem anderen aus. Es wurde schlagartig dunkel, die künstliche Schwerkraft setzte aus. Wenn das Schiff nicht vorher vollständig explodierte, konnte sie nur darauf wetten, ob die Kälte oder die kosmische Strahlung sie als Erstes umbrachte. Sie und die befruchteten Eier in ihrem Körper.

Vielleicht war es Überlebenstrotz, mütterlicher Instinkt oder schlicht die Neugierde, ob sie es schaffen würde. In aller Ruhe stieß sie sich von ihrer Ortungsstation ab und schwebte zum Ausgang der Zentrale. Die übrigen Offiziere hatten sich aus Todesangst instinktiv in Starre versetzt oder waren hinausgestürmt, als die Schwerkraft noch funktioniert hatte.

Der Korridor, der direkt zu den Rettungskapseln führte, war völlig zerfetzt und zusammengeschmolzen. Eine explodierte Energieleitung hatte ihn unpassierbar gemacht – und vermutlich zahlreiche Vecorat in den Tod gerissen.

Sie wählte einen anderen Gang und erreichte schließlich eine noch intakte Fluchtkapsel. Auf ihrem Weg war sie keinem lebenden Vecorat begegnet, wobei einige der reglos in den Gängen schwebenden Körper auch in Starre gewesen sein konnten.

In ihren Gedanken war nur noch das kaum wahrnehmbare Summen erstarrter Artgenossen zu vernehmen. Es schien, als läge die Zukunft ihres Schwarms jetzt allein in ihren Händen, sofern sie das Glück hatten, dass dieser Stern von einem lebensfreundlichen Planeten umkreist wurde.

Die Anzeigen der Fluchtkapsel gaben ihr Hoffnung. Mindestens drei Planeten lagen in der habitablen Zone und sandten ein elektromagnetisches Spektrum aus, das auf eine präkosmische Kultur schließen ließ. Das Hyperspektrum war bis auf natürliche Emissionen still. Das war prinzipiell ein gutes Zeichen – auch wenn das Beispiel der Erde zeigte, dass man sich davon nicht in Sicherheit wiegen lassen durfte.

Sie hatte keine Wahl und startete die Kapsel keinen Moment zu früh. Das Schiff, in dem sie ihr ganzes bisheriges Leben verbracht hatte, verging hinter ihr in einem sonnenhellen Glutball, der in einem Jahr den Astronomen auf jenen Welten einige Rätsel aufgeben dürfte, falls es dort welche gab.

Sie setzte einen Kurs auf den achten Planeten, der ihr als vielversprechendstes Ziel erschien. Um unentdeckt zu bleiben, wählte sie eine Bahn, die kaum Kurskorrekturen ihrer Kapsel erforderte und somit bei zufälliger Entdeckung als die eines natürlichen Objekts durchgehen konnte. Da sie ohnehin über wenig Energieressourcen verfügte, war anderes kaum möglich. Durch diesen Kurs würde sie zwischen zwanzig und dreißig Jahren unterwegs sein, eine Zeit, die sie und ihre Brut problemlos unbeschadet in Starre überdauern konnten.


Interessiert, wie es weitergeht? Dann flugs bestellen: Perry Rhodan FanEdition Band 25: „Der Jungfernflug der GOOD LUCK“

Das Große Nerdlicht-Abecedarium: G

Ein ist eine muntere alphabetisch sortierte Auflistung von Begriffen – im Grunde ein kleines Lexikon, das sich nicht allzu ernst nehmen muss. Wie geschaffen für eine -Rubrik. Lest und bestaunt also das Große Nerdlicht-Abecedarium!

Diesmal zum Buchstaben G wie

Galaktische Söldner, die

Es begab sich in den letzten Monden der 90er Jahre, dass die -Redaktion mit der FanEdition eine halb-professionelle neue Romanheftreihe ins Leben rief, in der sich ambitionierte Autorinnen und Autoren aus dem Hobby- und Fanbereich im Perryversum ausprobieren durften. Und wer hat damals den ersten Band geschrieben? Ganz genau! Meiner einer!

Der Heftroman ist inzwischen längst vergriffen, ihr könnt ihn euch bei Interesse aber gern hier als PDF1 herunterladen: Perry Rhodan FanEdition Band 1: Die Galaktischen Söldner.

Auch wenn ich noch einige Folgeabenteuer der Söldnertruppe geplant – aber nie geschrieben – hatte, steht das -Abenteuer durchaus für sich allein und kann auch gut ohne großes Rhodan-Wissen gelesen werden.

Generation X

Ich halte nicht allzu viel von dieser Generationeneinteilung. Meiner bescheidenen Meinung nach ist das Verhalten der jeweiligen Großeltern-, Eltern- und Kindergenerationen zueinander seit Anbeginn der Menschheit nahezu identisch. Andere demografische Umstände2 halte ich für wesentlich prägender als das konkrete Geburtsjahrzehnt.

Sei es wie es sei, dieser ungebrochen beliebten Einteilung folgend gehöre ich zur Generation X. Und was macht das mit mir? Naheliegenderweise habe ich dadurch einen gewissen Hang zu Musik, Filmen, Serien und weiteren popkulturellen Erzeugnissen aus der Zeit meiner Kindheit und Jugend. Ich lehne es aber ab, alles aus dieser Ära nostalgisch zu überhöhen. Auch damals gab’s ganz viel Mist – und vieles ist heute besser.

Interessant finde ich in der laufenden Diskussion, dass die Generation X weitgehend ausgenommen wird. Es ist immer von Boomern und Gen Z die Rede, hin und wieder auch von den Millennials – aber meine Truppe wird weitgehend in Ruhe gelassen.3

Goetheblick

Von Geburt an habe ich in meinem linken Auge eine starke Fehlsichtigkeit, die am ehesten einer Weitsichtigkeit entspricht. Das rechte ist soweit in Ordnung, außer dass es in meiner Jugend eine normale Kurzsichtigkeit entwickelt hat. Irgendwann hat mir mal ein Augenarzt eröffnet, dass man so etwas – ein Auge weitsichtig, das andere kurzsichtig – den nennt. Der olle Geheimrat hatte wohl ein ähnliches Leiden.

Das hat mich schwer beeindruckt, weswegen ich es oft und gern zum Gesprächsthema gemacht habe. Unter anderem auch bei der allerersten Unterhaltung, die ich mit meinem alten Freund und Kupferstecher Andres geführt habe. Dabei hat sich nämlich ergeben, dass auch er diese augenärztliche Besonderheit hat. So etwas verbindet.4

Seit über zehn Jahren versprechen wir uns daher: Sollten wir irgendwann einmal einen gemeinsamen machen wird er Goetheblick heißen. Rein aus Testzwecken hatte ich 2015 zwei Solo-Sendungen aufgenommen: Lauschet dem Goetheblick!

Goodreads

Als alte Leseratte dokumentiere und tracke ich gern meinen Lesestoff, wie man das heute so macht in aller Öffentlichkeit vulgo online. Die Plattform meiner Wahl ist schon seit längerem Goodreads.5 Schaut dort gern vorbei, falls ihr mal schauen wollt, was ich so lese.

Gratis Comic Tag

Der Free Comic Book Day ist in den US of A schon lange eine Institution. 2010 wurde der auch im deutschsprachigen Raum eingeführt. Seit dem ersten GCT war ich jahrelang recht regelmäßig am Start wenn am Hochfest der Neunten Kunst in die einschlägigen Läden geströmt wurde, um für umme abzugreifen.

Es war ursprünglich auch der Sinn des ganzen, den Fachhandel zu fördern und die Lesendenschaft in die lokalen Comicläden zu locken. So richtig hat das vermutlich nie geklappt, eigentlicher Nutznießer sind selbstverständlich die Verlage.

Was die sich allerdings dabei gedacht haben, diese ehrwürdige Veranstaltung seit 2024 nur noch für die Zielgruppe „Kids & Teens“ auszurichten, will mir bis heute nicht einleuchten.


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  1. Transparenzhinweis: es liegt bei Google Drive[]
  2. Geschlecht, Geburtsort und so Sachen[]
  3. oder schlicht den Boomern zugerechnet, was das ganze „System“ auch wieder über den Haufen wirft[]
  4. neben der gemeinsamen Begeisterung für Lego, Star Trek, Fernreisen und Cheeseburger[]
  5. tatsächlich sogar lange bevor das große böse A sie übernommen hat[]

Nerdlicht früher: Teekannen, Olympos und ein Schreibwettbewerb

Auf meinem haben sich seit 2007 etliche Artikel angesammelt. Wie ich finde, kann man ein paar davon immer noch gut lesen. Grund genug für eine unregelmäßige -Rubrik.

Vor fünf Jahren habe ich fleißig mein allwöchentliches Blogtagebuch1 befüllt. Unter anderem beklagte ich damals das Ende meiner geliebten Teekanne2 und werkelte schon in dieser Zeit an meinen Raketenmärchen herum.3 Vor zehn Jahren habe ich regelmäßig Lesetagebuch geführt.4 Darin ging’s dann meist – aber nicht nur – um . Und vor 15 Jahren habe ich allen Ernstes einen -Schreibwettbewerb losgetreten, um das 50-jährige Jubiläum der größten -Serie der Welt zu ehren.5

Aber lest selbst:

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  1. somit eher ein Wochenbuch – aber wie heißt es bei Loriot so schön: „Apfel Helene gibt es gar nicht“[]
  2. inzwischen habe ich mich übrigens für das beschriebene Designermodell entschieden, das tatsächlich fast gar nicht pütschert[]
  3. die in diesem Jahr aber wirklich endlich „fertig“ werden – echt jetzt[]
  4. auch nicht täglich[]
  5. hey, das heißt ja, dass Perry Rhodan dieses Jahr 65 wird[]

So – oder ganz anders – wird 2026

Auch ich starte mit hehren Vorsätzen und Plänen ins neue Jahr, die meisten davon eher privater Natur. Aber selbstredend sind auch etliche eskapistische darunter, die ich hier gern mit euch teile.

Dies und das

Um gleich mit dem unrealistischsten zu beginnen: Ich will es mal wieder mit dem Zeichnen versuchen. In meiner Jugend habe ich mich eine Zeitlang für einen ganz passablen Kitzler gehalten, was sogar zu ein paar Comics aus meiner Feder führte. Aber ohne regelmäßige Übung wird das bekanntlich nix. Nun möchte ich, nachdem der Griffel jahrzehntelang geruht hat, die Übung wieder aufnehmen. Mal schauen, ob die ein oder andere Skizze dabei herauskommt, einen Zeichenblock habe ich mir immerhin schon mal zurechtgelegt.

Nachdem ich fast ein Jahr lang ferngeblieben bin, will ich dieser Plattform 2026 eine letzte Chance geben. Richtig gefehlt hat sie mir zwar nicht. Aber wer weiß, falls man mal wieder ein unter die Leute bringen will, hilft’s vielleicht.

Bloggen

Im Großen und Ganzen bleibt hier alles beim Alten, ich werde weiterhin unregelmäßig über meine aktuelle Lektüre, meinen Serienkonsum und weiteres eskapistisches Zeugs berichten.

Mein bislang nur mäßig erfolgreiches -Experiment setze ich ebenfalls unverdrossen fort. Mehr noch, ich will es in diesem Jahr sogar mit einem monatlichen Erscheinungsrhythmus versuchen. Allerdings werde ich mich dann weitestgehend auf meine eskapistische Linkliste beschränken.

Dafür werde ich die Leseproben meiner literarischen Gehversuche als unregelmäßige Rubrik ins verlagern.

Schließlich ist mir aufgefallen, dass die Anbindung meines Blogs ans vor zwei Jahren etwas zu halbherzig war. Bislang spüle ich mithilfe des Plugins ActivityPub lediglich meine Posts wie ein Bot in und Co. Da geht noch mehr. Im Laufe des Jahres will ich mich damit befassen, diese Seite weiter einzubinden, um damit auch anderen Accounts folgen und besser interagieren zu können.

Lesen

In Sachen Lektüre werde ich mich nicht durch irgendwelche Pläne einschränken. Was mir vor die Nase kommt, wird weggelesen. Ein, zwei Vorhaben gibt’s natürlich schon. So arbeite ich mich gerade durch den Roboter- und Foundation-Epos von Isaac Asimov und stehe dabei noch recht am Anfang. Außerdem habe ich den inzwischen vierten -Sammelschuber am Wickel. Bei lese ich aktuell nur sporadisch in die Erstauflage rein, was sich aber jederzeit wieder ändern kann.

Schreiben

Da ich mich unverdrossen für einen Autor halte, soll auch in diesem Jahr wieder ordentlich in die Tasten gehauen werden. Da aktuell keine „Auftragsarbeit“ ansteht, kann ich mich endlich voll und ganz meinen Raketenmärchen widmen – falls mir nicht spontan irgendwas anderes in den Sinn kommt.

Veröffentlichen

Nach einem Jahr Pause wird man 2026 wieder etwas Veröffentlichtes von mir lesen können. Und zwar erscheint im Laufe der nächsten zwölf Monate Band 130 der Perry-Rhodan-Fanromanserie Dorgon aus meiner Feder.

Ein etwas sportlicherer Plan ist, besagte Raketenmärchen – wenn sie denn geschrieben sind – in diesem Jahr in einer Anthologie zusammenzufassen und die Veröffentlichung immerhin vorzubereiten. Mal schauen, wie weit ich damit komme.

Podcasten

Und schließlich werde ich mich in diesem Jahr nach langer Pause wieder einmal vors Mikrofon setzen. @Rpunkt und ich starten in wenigen Wochen eine neue Staffel unseres gemeinsamen Podcasts . Bleibt auf Empfang!

Auf ins Jahr 2026!

Ansonsten werden natürlich etliche Podcasts gehört, Filme und Serien geschaut, -Sets zusammengebaut und es wird sicher auch die ein oder andere Reise unternommen. Ich werde berichten.

Lesetagebuch: Perry Rhodan 3356 und 3357

Liebes Lesetagebuch, über die Weihnachtstage habe ich mit einiger Begeisterung den -Doppelband 3356 und 3357 von Wim Vandemaan gelesen.

Sehr interessant, wie weit gefächert die Bewertungen drüben bei Goodreads ausgefallen sind, von vernichtendem einem bis hin zu euphorischen fünf Sternen.

Mir waren beide Hefte immerhin je vier Sterne wert. Aber ich mag seine Schreibe einfach, vor allem, wenn ihm das Exposé viel Freiheit und seine Fabulierlust von der Kette lässt.

In diesem Fall kam dabei geistreiche Social-Fiction in einem Tee-Trinker-Idyll heraus. Vor allem mit letzterem hatte er mich natürlich. Aber auch die Maschinenevolution des Technogewölks hat mich wohlig an -Großmeister Stanislaw Lem erinnert.

Als Ex-Expokrat und Gelehrter des Rhodan-Lore bettet Vandemaan auch stets alles gekonnt in die jahrtausendealte Historie dieses fiktiven Universums ein – nur an zwei Stellen schien mir dies etwas lückenhaft.

So hätte man während Reginald Bulls vermeintlicher Nahtoderfahrung gern darauf hinweisen können, dass der arme Kerl schon einmal die arkonidische Infinite Todesstrafe erdulden musste.

Und dann schien mir die Behauptung, dass man zum ersten Mal Zeuge einer Maschinenevolution geworden sei, auch etwas gewagt. Zum einen sollte das Lektorat die Formulierung „zum ersten Mal“ ohnehin pauschal streichen. Nach über 3300 Heften ist mit Sicherheit jeder SF-Trope mindestens einmal in der Serie vorgekommen.

Und ausgerechnet bei diesem bin ich mir sogar ziemlich sicher, dass ihn Vandemaan höchstselbst in den End-2900er Heften schon einmal benutzt hat. Aber da mag mich meine Erinnerung auch trüben.

So oder so, der Ausflug in Vandemaans etwas bizarrere Gefilde des Perryversums hat mir wieder viel Freude bereitet.

Mein eskapistisches Jahr 2025

Hiermit schließe ich mein Bloggerjahr mit dem obligatorischen Jahresrückblick. Was war 2025 in Sachen Lektüre, Serienkonsum, Klemmbausteinzusammenbau etc. so los? Ich fasse zusammen:

Gebloggt

Wenn ich richtig gezählt habe, gab’s dieses Jahr 54 Artikel auf meinem . Das heißt, ich habe knapp mehr als wöchentlich gebloggt. Immerhin. Zudem habe ich wie geplant in jedem Quartal mein -Experiment WOLKENKUCKUCKSHEIMER QUARTALSPOST versendet. Mit dem ist eine neue Rubrik hinzugekommen. Mein Versuch, die Jahresend-Blogparade wiederzubeleben, wollte nicht so recht zünden – ich nerv euch ab jetzt trotzdem jedes Jahr damit.

Gelesen

Einen weitgehend vollständigen Überblick über meine Jahreslektüre gibt’s drüben bei Goodreads. Das meiste davon sind – wie so oft – -Hefte und -Mangas. Bei unser aller Lieblings-Raketenheftchenserie habe ich recht unregelmäßig die aktuelle Erstauflage mitgelesen. Für Band 3347 hatte ich sogar etwas Lob übrig. Bei dem allseits beliebten Gummi-Piraten hatte ich den dritten Sammelschuber mit der Sky-Island-Geschichte am Wickel. Wie immer großartig.

Den neuen -Band nahm ich zum Anlass, meine Sammlung wieder herzustellen und alle Abenteuer des kleinen Galliers erneut durchzuschmökern. Ähnliches mache ich sporadisch mit Lucky Luke. Und schließlich habe ich mich endlich für ein Abo des besten deutschsprachigen Comicmagazins Mosaik entschieden. Die der flattern seit diesem Jahr allmonatlich in meinen Briefkasten.

Ansonsten gab’s einiges an -Prosa, darunter die Bobiverse-Romane, die 1984-Neuerzählung Julia, die komplette Odyssee-Saga und I Robot.

Meine Lieblings-Lektüre in diesem Jahr war aber unbestreitbar Qwert von Walter Moers.

Geschrieben

Für meine Verhältnisse war ich an der Tastatur in diesem Jahr durchaus fleißig und habe meine ein wenig voranbringen können. Großen Anteil daran hat sicherlich der . Die Schreib-Challenge-Plattform des wunderbaren @Rpunkt hat die Lücke des dahingeschiedenen gefüllt und mich motiviert, einige meiner Schreibprojekte anzugehen, von denen im kommenden Jahr eventuell zu lesen sein wird.

Bereits zuvor konnte ich in diesem Jahr das Wörtchen „Ende“ unter meinen Roman für die Perry-Rhodan-Fanfiction-Serie Dorgon setzen, der ebenfalls im kommenden Jahr erscheinen sollte. Ich werde berichten.

Gelauscht

Mein liebster ist und bleibt auch in diesem Jahr „Sternengeschichten“ von Florian Freistetter, dicht gefolgt von meiner Neuentdeckung Nerds at Work von und mit Christian Scharun und @fMRI_guy. FTW!

Geschaut

Ich habe in den letzten 12 Monaten dermaßen viele Serien gebinged, dass selbst die oberflächlichste Zusammenfassung hier jeden Rahmen sprengen würde. Dass müsste noch mal in einen eigenen Blogpost ausgelagert werden. Ich baue da sehr auf die alljährliche Umfrage des @slbstgsprchlr

Bei meinem Anfang des Jahres angedachten Battlestar-Galactica-Rewatch bin ich immerhin bis zum Ende der ersten Staffel und etwa zur Hälfte des Spinoffs Caprica vorgedrungen.

Bei Filmen hinke ich ja immer etwas hinterher. Bei den jahresaktuellen Streifen war „Mickey 17“ mein Favorit, bei den erstmals geschauten älteren Filmen der französische Animationsfilm „Mars Express“.

Gebaut

Mein liebstes -Set in diesem Jahr ist definitiv der Gameboy. Gleich dahinter rangiert die Going Merry – beziehungsweise „Flying Lamb“, wie das One-Piece-Piratenschiff „auf deutsch“ heißt.

Gereist

In diesem Jahr gelernt: sowohl Dublin als auch Menorca sind ganz wundervolle Reiseziele.

Kommt gut rüber

So weit, so unspektakulär. Ich wünsche allen ganz wundervolle Fest- und Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr! Make it so!

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Allgemeine Altpapiersammlung 2025 (die Beiträge)

Anfang der Woche rief ich zur Allgemeinem Altpapiersammlung 2025 auf. Hier nun meine , meine zehn verschmähten Blogposts des Jahres.

Nicht einen einzigen Kommentar gab es für …

Zeigt her euer Altpapier!

Wie sieht’s bei euch aus? Welche eurer Blogposts haben in diesem Jahr zu wenig Liebe erfahren? Packt eure Liste der verschmähten Artikel gern in die Kommentare.

Das Große Nerdlicht-Abecedarium: E

Ein ist eine muntere alphabetisch sortierte Auflistung von Begriffen – im Grunde ein kleines Lexikon, das sich nicht allzu ernst nehmen muss. Wie geschaffen für eine -Rubrik. Lest und bestaunt also das Große Nerdlicht-Abecedarium!

Diesmal zum Buchstaben E wie

Eay

Was technische Dinge angeht, bin ich ja mehr so der Anwender – höchstens ein interessierter Laie. Und auch um Endgeräte mit dem Apfel hintendrauf mache ich eher einen Bogen. Dennoch bin ich begeisterter Folger und Leser der diversen Web- und Social-Media-Auftritte von Stefan Grund, der dort überall als @eay unterwegs ist. Sein Blog eay.cc betreibt er seit 2003, da solltet ihr dringend regelmäßig reinschauen, wenn ihr euch für Technik-, Netz- und Nerdkrams interessiert. Sehr lesenswert.1

eBook

Ich habe mich schnell für das elektronische Lesen begeistern können und kaufe schon seit Langem nur noch sehr wenige Schrifterzeugnisse in Papierform. Das haptische oder gar olfaktorische Erlebnis dicker Bücher hat mir nie sonderlich gefehlt. Tatsächlich finde ich die Lektüre großer Schwarten sogar reichlich umständlich. Vor allem auf Reisen ist es ein Segen, tausende oder gar zehntausende Buchseiten in einem schmalen Reader mit sich zu führen.

Einzig bei Illustrationen – vor allem, wenn sie farbig sind – gerät das E-Paper noch an seine Grenzen. Für , Bildbände und reich illustrierte Romane2 muss ich daher weiterhin Bäume fällen lassen.

Edieh

Auch der Webauftritt von @docron hat stets einen festen Platz in meiner Blogroll. Nicht nur, weil er ein feiner Kerl ist, mit dem ich so manchen Würfel geschubst und etliche Worte ins Mikro geplaudert habe, sondern auch und vor allem, weil edieh.de die zuverlässigste, aktuellste und umfassendste Informationsquelle für Trailer, Serien und Filme ist.

Und falls ihr nicht von selbst drauf kommt, ganz unten im Footer seines Blogs findet ihr die Bedeutung des Namens erklärt.

Egozine

Als ich 2007 den Bums hier gestartet habe, habe ich Blogs für mich als digitale Version des guten alten Egozines interpretiert. Um aus meinem allerersten Post zu zitieren:

Dereinst tippten einige eifrige Fans in regelmäßigen Abständen ihre Gedanken zu ihrem bevorzugten Thema auf ein, zwei DIN A4-Seiten, vervielfältigten diese und schickten sie per Post an Freunde und andere Leute, die es nicht interessierte. Das Ganze nannte sich Egozine. Heute findet dergleichen im Internet statt und man nennt es Blog – das Prinzip bleibt jedoch dasselbe.

An der analogen Version habe ich mich im übrigen – leider – nie versucht. Diesen Auftritt hier nenne ich dennoch von Anfang an , zunächst „Schreiberlings Egozine“ und inzwischen – wenn auch nur noch im Untertitel – „Eskapistisches Egozine“.

Ehrenwerte Club der Erfolglosen Blogger, der

Bloggende hatten schon immer den Drang, sich in Ringen, Gruppen oder Clubs zusammenzuschließen, um gemeinsam (reichweiten-) stärker zu sein, als allein. Einer davon, bei dem ich die Ehre hatte, Mitglied zu sein, war der „Ehrenwerte Club der erfolglosen Blogger“. Dieser lose Zusammenschluss existierte in den Nuller- und Zehnerjahren und hatte durch recht einfache Mittel wie einen zentralen automatischen -Feed durchaus für eine leichte Reichweitenerhöhung seiner Mitglieder gesorgt. Nett wars.

Enpunkt

Eine weitere oft und gern von mir besuchte Seite ist das private Blog des -Chefredakteurs @Enpunkt. In seinem ENPUNKT-Tagebuch berichtet er regelmäßig über allerlei interessantes Zeugs, darunter viel zu Comics, und Krachmusik.

Entenhausen

Zu meinen liebsten fiktiven Städten des Multiversums zählt definitiv aka Duckburg. Von klein auf bin ich begeisterter Leser aller Geschichten und Abenteuer, die in dieser Metropole stattfinden oder dort ihren Ausgangspunkt haben. Dabei bevorzuge ich selbstredend die Berichte von Carl Barks und Don Rosa, werfe aber immer auch gern einen Blick in das eine oder andere Lustige Taschenbuch.

Enterprise

Die Enterprise wird bei uns allen in den persönlichen Listen der liebsten Raumschiffe ganz weit vorne stehen. Aber welche? Schließlich gibt es mindestens zehn,3 wenn man alle Refits und Parallelwelt-Versionen außer acht lässt.

In meiner Generation dürfte es meist die D sein, denn die Abenteuer der Next Generation um Captain Picard flimmerten just zu unserer Schulzeit über die Röhrenfernseher und prägten damit unser Bild vom mutigen Vorstoß zur final frontier. Und ich mag das Föderations-Flaggschiff dieser Epoche noch immer am liebsten: das elegante Colani-Design, das gemütliche Wohnzimmer-Interieur – einfach großartig.

Ich möchte keinesfalls unterschlagen, dass auch eine der unterschätzten -Serien4 zunächst unter dem schlichten Namen Enterprise gestartet ist. Ich habe die vier Staffeln erst lange nach der Erstveröffentlichung durchgebinged und dabei sehr lieb gewonnen.

It’s been a long road …

Eskapedia

Wie heißt es so schön? Wenn zwei Herren mittleren Alters plaudernd beisammensitzen, erscheint bald auf quasimagischem Wege ein Mikrofon zwischen ihnen und – schwupps! – haben sie einen . So geschah es @Rpunkt und mir vor einigen Jahren. Unter dem Namen produzierten wir zwischen 2019 und 2023 stolze 19 Episoden mit ehrlichen, entsetzlich eloquenten, eskapistischen Empfehlungen.

Dieser Tage gehen Gerüchte um, dass bereits ab Januar 2026 eine neue Staffel aufgenommen wird.

Eskapismus

Ich mag den Begriff „Eskapismus“ – beziehungsweise „Eskapist“ – um einiges lieber als Nerd oder Geek. Daher taucht er in meinen öffentlichen Auftritten auch wesentlich häufiger auf. Ähnlich wie letztere wird er von der Gesellschaft immer mal wieder negativ besetzt, meint aus meiner Sicht im Wortsinn aber etwas ausnehmend positives und menschliches. Es ist geradezu ein Menschenrecht, dem Alltag und der Realität mit den Mitteln der Fantasie und Kreativität entfliehen zu dürfen. Mehr noch ist es ein elementarer Wesenszug des Menschen, eine seiner exklusiven Fähigkeiten, dies zu können. Es sollte allen vergönnt und möglich sein, sich wenigstens hin und wieder kleinere oder größere Fluchten zu erlauben.

Eskapist, der

Es begab sich im Jahre 2013, dass der gute @Weltenkreuzer vorschlug, eine neue deutschsprachige Plattform beziehungsweise ein Blog oder Onlinemagazin ins Leben zu rufen, worauf zahlreiche Schreibende gemeinsam über fantastische und popkulturelle Dinge berichten und sinnieren sollten. Mit einigen anderen war ich sofort Feuer und Flamme. Der Name war schnell gefunden: „Der Eskapist“ sollte das Kind heißen – Domain und Twitter-Handle waren sogar noch frei.

Doch wie das oftmals so ist, trug die anfängliche Begeisterung nicht lang beziehungsweise wurde der tatsächliche Aufwand etwas unterschätzt. So musste das Projekt zu unser aller großem Bedauern bereits nach ein paar Monaten wieder zu Grabe getragen werden. Die zwei, drei Artikel, die ich dafür verfasst hatte, wurden in diesen Auftritt hier herübergerettet. Die eigens für den Eskapisten entwickelte Rubrik „Die Eskapistischen Links der Woche“ – siehe unten – habe ich noch etliche Jahre erfolgreich fortgeführt und lasse sie inzwischen im Rahmen meines Newsletters fortleben.

Hm. Ob Nils die Domain noch immer besitzt …?

Eskapistische Links

Zu den erfolgreichsten und langlebigsten Rubriken meines Blogs zählen mit Sicherheit die „Eskapistischen Links der Woche“. Einstmals für den Eskapisten – siehe oben – entwickelt habe ich diese klassische Linkliste ab 2013 etliche Jahre lang tapfer Freitag für Freitag5 kuratiert und gepostet. Die letzte klassische Linkliste gab’s 2019, danach habe ich das Konzept etwas geändert und unter der Kategorie Fundsachen fortgeführt.

Doch mittlerweile kann man wie gesagt die guten alten Eskapistischen Links wieder genießen, indem man meinen abonniert.


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  1. Außerdem solltet ihr seine App „Yonks“ mal ausprobieren.[]
  2. vor allem aus dem Hause Moers[]
  3. die NX-01, die erste 1701 und ihre Nachfolgerinnen A, B, C, D, E, F, G und J – H und I wurden uns bislang noch nicht gezeigt[]
  4. quasi das Discovery der Nuller-Jahre[]
  5. mal mehr mal weniger regelmäßig[]

Perry Rhodan Band 3349 “Kampf um Luna” von Leo Lukas

Ältere -Fans wie ich erinnern sich sicherlich noch an die TNG-Doppelfolgen, bei denen oft folgendes Phänomen auftrat: Folge eins war unglaublich spannend und baute ein schier unlösbares Problem auf – und Folge zwei lieferte eine eher enttäuschende überhastete Auflösung.

Aber was hat das jetzt mit diesem -Heft von Leo Lukas zu tun, dem zweiten eines Doppelbandes und Abschlussroman des PHOENIX-Zyklus? Ihr erfahrt es eventuell nach der

WARNUNG VOR DEM SPOILER

Zusammenfassung: Schnell noch NATHAN retten

Nachdem im Heft zuvor das letzte brennende Nichts auf der Erde gelöscht werden konnte, muss nun noch sein Pendant auf dem Mond entfernt werden. Aber nicht nur das, es gilt außerdem, das im Nichts gefangene Bewusstsein des legendären Großrechners NATHAN zu extrahieren.

Für beide Zwecke müssen komplizierte Vorbereitungen getroffen werden. So muss der letzte Träger einer Schattenhand mit ausreichend Vitalenergie aufgeladen werden, um das Nichts löschen zu können, ohne dabei sein Leben zu lassen. Dafür muss ein Physiotron herbeigeschafft werden. Für NATHANs Rettung muss eine – in doppelter Hinsicht – überdimensionale Leitung konstruiert werden, mit der sein Bewusstsein auf die neue Hardware übertragen werden kann.

Vor allem ersteres will ein Schurke mit einem kleinen Spezialistenteam vereiteln. Sein Ziel ist – aus Motiven, die weitestgehend im Dunkeln bleiben – das brennende Nichts zu erhalten, damit es den Mond endgültig zerstört. Im buchstäblich letzten Moment fahren ihm die Heldinnen und Helden in die Parade. Die Schurken werden gestellt, die Vorbereitungen können erfolgreich abgeschlossen werden.

Der Erfolg der eigentlichen Mission wird allerdings nur knapp in der Rückschau erzählt: das brennende Nichts ist endgültig weg und NATHAN wieder da.

Fazit: Rettung im Rückblick

Vor allem dieser Hopplahopp-Abschluss lässt mich etwas ratlos zurück. Das hat dem Roman gelinde gesagt nicht gutgetan. Einer der Hauptkonflikte dieses Zyklus, die vermeintliche Vernichtung des mehrere tausend Jahre alten Maschinengottes der Menschheit, wird lapidar im Rückblick aufgelöst.

Stattdessen liegt der Fokus dieses Hefts auf dem fast perfekten Durchmarsch eines Schurkenteams, das immerhin aus sehr einfallsreichen und unterhaltsamen Figuren besteht. Es mag an meiner Leselücke liegen, aber die Motivation des Oberschurken war mir mal wieder viel zu vage. Frage an die PHOENIX-Experten: Sind die ominösen Legaten schon genauer beleuchtet worden? Haben die etwa was mit den Cairanern zu tun? Bei denen gab’s doch auch Legaten.

Und was mich immer ärgert: Wenn Gucky im Einsatz ist, ist jeder Hans und Franz mentalstabilisiert und jede öffentliche Toilette ist mit Parafallen ausgestattet, damit unser Lieblings-Omega-Level-Mutant – ups, falsches Universum – auch ja nicht seine Fähigkeiten voll ausspielen kann. Aber wenn es dem Autor gefällt, dass irgendwelche Kleinganoven ungestört in Hochsicherheitsbereiche vordringen können, dann ist Mentalstabilisierung auf einmal wieder zu gefährlich, um sie bei allen sicherheitsrelevanten Personen durchzuführen und Parafallen sind gerade aus.

Nee, der Band hat mir nicht gefallen. Tut mir leid. Drüben bei Goodreads konnte ich ihm sogar nur zwei von fünf Sternen geben. **°°°

Zyklus-Fazit: Hat der PHOENIX gezündet?

Es steht mir nur sehr bedingt zu, am Zyklusende auch auf den gesamten Handlungsabschnitt wertend zurückzublicken. Schließlich habe ich nur 11 von den insgesamt 50 Heften gelesen.

Ausgerechnet den größten Knaller habe ich dabei fast komplett übersprungen: Gucky ist endlich wieder auf Artgenossen getroffen – und diesmal scheint es sogar von einiger Dauer zu sein. Allein dafür gebührt dem Zyklus Lob. Dass es von nun an wieder Ilts im Perryversum gibt, ist das Verdienst der PHOENIX-Hefte.

Auf meiner dünnen Datengrundlage meine ich noch ein paar weitere positive Entwicklungen feststellen zu können. So scheint mir Bullys Rückkehr in die Handlung sehr gelungen zu sein. Sein Auftritt in Band 3347 hat mir jedenfalls sehr gefallen, der Gute hat offenbar einiges an Charaktertiefe gewonnen . Ähnliches gilt für Sichu Dorksteiger, die in den 50 Heften anscheinend einen relevanten Entwicklungsbogen durchlaufen hat, beginnend mit ihrer einsetzenden Alterung und endend als Cyborg, der wenigstens teilweise aus Nanomaschinen besteht. Gibt der Figur einiges an Potential.

Einer der Gründe – wenn auch nicht der dominierende – für meine Leselücke war aber durchaus, dass mich die ersten Hefte nicht allzusehr vom Hocker gerissen haben. Das hat sich durch die Auflösungen in den letzten Heften auch nicht wesentlich gebessert. Wenn ich es richtig verstanden habe, basiert das Ausgangsszenario des Zyklus fast komplett auf dem absurden Zufall, dass die Oberschurkin Shrell bei ihrer Ankunft in der Milchstraße in die Fänge eines nicht minder schurkischen Rüstungskonzerns geraten ist, wie in Band 3345 beschrieben.

Aber wie gesagt, mit nur 11 gelesenen Heften kann ich mir kein allzu fundiertes Urteil erlauben. Ich bin gespannt auf den Jubiband 3350, der den nächsten Zyklus namens PEGASOS einläutet.

Perry Rhodan Band 3348 „Brennpunkt Neu-Atlantis“ von Leo Lukas

Finale! Der aktuelle Handlungsabschnitt der -Serie wird mit einem Doppelband abgeschlossen. Autor Leo Lukas ist Garant für schräge Figuren und Dialoge und einfallsreiche Szenen, ich mag das sehr. Mal schauen, ob das auch für den ersten seiner beiden PHOENIX-Abschlussbände zutrifft. Doch zunächst die

WARNUNG VOR DEM SPOILER

Zusammenfassung: I’ll be back on earth

Perry Rhodan hat die Reise durch das brennende Nichts überstanden und erscheint wohlbehalten – wenn auch unbekleidet – auf der Kunstinsel Neu-Atlantis, Standort der letzten auf der Erde verbliebenen Nichts-Kugel. Nach einer munteren Unterhaltung mit dem örtlichen Wachpersonal, in der mit Terminator-Anspielungen nicht gegeizt wird, erscheint Icho Tolot, nimmt Perry mit und weiht ihn in die aktuelle Lage ein.

Tolot war zuvor mit Cameron Rioz und Jasper Cole auf der Erde eingetroffen. Rioz ist nach seiner „Aufladung“ in einem Physiotron nun gewappnet, auch das zweite brennende Nichts auf der Erde zu entfernen – ohne dabei zu sterben. Unglücklicherweise hat er dafür einen Deal mit der Schurkin Celina Bogarde eingehen und ihr sowohl die Freiheit als auch seine Schattenhand versprechen müssen. Sie wird auf eigenen Wunsch auf einem besiedelten Kleinstplaneten im Kuipergürtel abgesetzt.

Rhodan ist bei der Mission gern dabei – ihn plagen jedoch noch weitere Sorgen. So sind während seiner Reise mehrere Monate vergangen und er hat keine Ahnung, wie es den Freunden und Gefährten in der Agolei inzwischen ergangen ist. Außerdem ist er bei seinem Transfer im brennenden Nichts offenbar dem dort gefangenen Bewusstsein des zerstörten Großrechners der Menschheit NATHAN begegnet. Daran kann er sich nicht mehr erinnern – als Gedächtnisstütze wurde ihm jedoch etwas von NATHANs Bioplasma mitgegeben. Es sieht so aus, als müsse Rhodan eine wesentliche Rolle bei der Wiederherstellung NATHANs spielen.

Bei beiden Problemen soll ihm ein Spezialisten-Team helfen, das Tolot eigens zusammengestellt hat.

Doch zunächst gilt es, das brennende Nichts in Neu-Atlantis zu löschen, was Cameron, Perry und Jasper mit gemeinsamer Anstrengung und gegen diverse Störversuche – darunter ein durch gezielte Fakenews aufgehetzter Mob – auch gelingt. Just in diesem Moment erscheint Celina vor Ort – ihren Weg dorthin hat eine weitere Handlungsebene beschrieben – und fordert die versprochene Schattenhand ein. Da diese nun allerdings Jasper gehört und der Deal ausdrücklich von Cameron geschlossen wurde, wird sie ihr verweigert.

Damit gibt es nur noch ein brennendes Nichts auf dem Mond und es gilt, NATHAN zu retten. Mal schauen, ob das im Folgeband gelingt.

Fazit: Nichts vernichtet

Lukas liefert erwartungsgemäß ab. Die skurrilen Dialoge starten gleich zu Beginn mit dem Geplänkel zwischen Perry und dem Wachmann und ziehen sich durch das gesamte Heft. Wobei mich brennend interessieren würde, wie der Film Terminator im Perryversum aussieht. Hat James Cameron die Arkoniden und die anstehende Einigung der Menschheit 1984 einfach ignoriert – oder irgendwie in seine Geschichte eingebaut? Hat er sich gar von den Ereignissen in New York zwei Jahre zuvor inspirieren lassen?1

Die Lektüre des Bands macht jedenfalls Laune. Die Dialoge bleiben das ganze Heft über amüsant, es werden herrlich schräge und einfallsreiche neue Figuren eingeführt. Ich hoffe – und bin sicher –, dass wir das Einsatzteam noch oft erleben werden.

Die Handlung ist einigermaßen stringent und bringt die noch offenen Fäden des Zyklus ordentlich auf die Zielgrade – bleibt dabei aber recht überraschungsfrei.

Dass mir die Darstellung von Gesellschaft in der Perry-Rhodan-Serie nicht gefällt, habe ich in der Vergangenheit oft genug ausgeführt, das lasse ich hier einfach mal. Nur soviel: anstatt Parallelen zu heutigen unschönen Phänomenen herzustellen, würde ich mir von einer -Serie einen positiv-utopischen Gegenentwurf wünschen. Zeigt doch mal, wie es in einer zukünftigen Gesellschaft, die Krieg, Hunger und Armut überwunden hat, gut und richtig laufen könnte.

Aber vielleicht kommt das ja alles noch im zweiten Teil des Doppelbandes. Bis hierhin gibt’s einstweilen drei von fünf Sternen. ***°°

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  1. Perry Rhodan Band  31 „Der Kaiser von New York“[]

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