Perry Rhodan Kartanin Band 1: Flucht zur Erde

Letzte Woche startete die diesjährige #PerryRhodan Miniserie. In zwölf Heften, die alle zwei Wochen erscheinen, wird darin eine abgeschlossene und eigenständige Geschichte aus dem Perryversum erzählt. Ideal für mich, der ich aktuell zu wenig Zeit für die wöchentliche Erstauflage habe und dennoch ein wenig Perry genießen möchte.

Die meisten Miniserien, die ich bislang gelesen habe, haben mir gut gefallen. Diesmal ist erneut Michael Marcus Thurner als Chefautor am Start. Die zwölf Hefte laufen unter dem Titel Kartanin, ein katzenähnliches Alienvolk, von dem in der Haupthandlung lange nicht mehr die Rede war. Heft eins stammt ebenfalls aus MMTs Feder. Ob mich seine “Flucht zur Erde” begeistern und zum Weiterlesen der Miniserie animieren kann, erfahrt ihr nach der

WARNUNG VOR DEM SPOILER

Zusammenfassung: Rückkehr der Katzenmenschen

Wir befinden uns im Zeitsprung zwischen den Perry-Rhodan-Heften 3299 und 3300, also knapp 4000 Jahre in unserer Zukunft, in einer Zeit, in der es in der Milchstraße und auf der Erde halbwegs friedlich zugeht. Unser unsterblicher Titelheld Perry bekleidet aktuell keine offiziellen Ämter, als Privatmann arbeitet er quasi ehrenamtlich mit seiner Organisation San an einem Langzeitplan zur Errichtung eines Galaxienbunds.

Das spielt in der Geschichte aber nur am Rande eine Rolle und ist lediglich ihr Ausgangspunkt. Gleich zu Beginn erreicht Rhodan die Nachricht, dass eine alte Bekannte überraschend im Sonnensystem aufgetaucht ist, nämlich die ebenfalls unsterbliche Kartanin Dao-Lin-H’ay, von der er seit etlichen Jahrhunderten nichts mehr gehört hatte. Er – und auch die Lesendenschaft – wähnt sie in der fernen Galaxis Hangay, wo der Großteil der Kartanin beheimatet ist. Nun aber rast sie in einem schwer beschädigten Raumschiff direkt auf die Erde zu, verfolgt von einem weiteren unablässig feuernden offenkundig feindlichen Schiff.

Es gelingt der irdischen Raumflotte im letzten Moment, den Verfolger abzuschießen, dennoch stürzen beide Raumschiffe auf der Erde ab. Das Schiff der Kartanin in Galicien, das Schiff der Verfolger in Anatolien. Dao-Lin-H’ay verlangt ausdrücklich nach Rhodan – sonst kennt sie ja auch niemanden auf der Erde – und eröffnet ihm Folgendes: Sie lebt schon länger nicht mehr in Hangay, sondern in der Kleingalaxis Ursa Minor, wo sie mit einigen Gleichgesinnten ein neues Sternenreich gegründet hat. Dort wurden sie und andere ansässige Völker vor kurzem von Symbionten angegriffen, die sich wie eine Infektion ausbreiten und die befallenen Opfer übernehmen. Somit sind ihre bärenartigen Verfolger an sich auch friedliebend und harmlos. Es sind die Symbionten – der Beschreibung nach wohl eher Parasiten, aber im Text wird der andere Begriff benutzt –, die sie zu den bösen Taten antreiben.

Also gilt es zuvorderst, die Absturzstelle der Bärenartigen zu sichern und eine Ausbreitung der Symbionteninfektion auf der Erde zu verhindern. Dafür zieht Rhodan die ehemalige Agentin Suyemi Taeb hinzu, die inzwischen als Privatermittlerin arbeitet und aus nicht näher erläuterten Gründen ein Backup der KI-Person Aurelia Bina in ihrem Schädel hat. Tatsächlich gibt es überlebende infizierte Bären, die sogleich lokale Opfer finden. Durch beherztes Eingreifen der Heldinnen und Helden können die Neuinfizierten jedoch gestellt werden – zumindest jene, von denen man weiß.

Dao-Lins eigentlicher Wunsch ist aber, dass Perry mit ihr nach Ursa Minor kommt, um dort mit ihr vor Ort die Bedrohung zu bekämpfen. Damit stößt sie bei ihm naheliegenderweise auf taube Ohren, bis sie ihm eröffnet – ich erinnere noch einmal an meine SPOILERWARNUNG –, dass auch sein lang verschollener Sohn Kantiran in der Kleingalaxis weilt und von der Infektion bedroht oder sogar betroffen ist.

Somit endet Band eins der Miniserie mit Rhodans Zusage, sobald wie möglich gemeinsam aufzubrechen. Ach ja, ein alter Haluter, Nachfahre des legendären Fancan Teik, kommt übrigens auch mit.

Fazit: Angriff des Killerschnupfens

Seit die Kartanin damals in den 1300er Bänden erstmals aufgetaucht sind, zählen sie zu meinen absoluten Lieblings-Aliens der PR-Serie. Entsprechend war meine Vorfreude groß, dass sie mit dieser Miniserie nach ewig langer Abwesenheit wieder auftauchen sollten. Für ihre größte Heldin Dao-Lin-H’ay gilt dies ganz besonders.

Dass in der unvermeidlichen – aber durchaus gelungenen – Auftakt-Actionszene erst einmal ein neuer Haluter eingeführt wird, finde ich gar nicht schlimm. Im Gegenteil: der Nachfahre von Fancan Teik spielt im weiteren Verlauf des Romans zwar noch keine Rolle, dürfte aber ein Highlight der Miniserie werden. Haluter gehen bekanntlich immer.

Dann aber haben Dao-Lin und ihre Kartanin ihren Auftritt – mit einer Horde besessener Teddybären im Schlepptau. Als Freund halbwegs realistischer Himmelsmechanik haben mich die Ankunft der beiden Raumschiffe im Solsystem und ihr Absturz auf der Erde nicht sonderlich überzeugt. Dass offenbar erst das Lektorat daran erinnern musste, dass das Solsystem von einem undurchdringlichen Schutzschirm umgeben wird – der entsprechende Satz wirkt jedenfalls ziemlich eingeschoben –, macht die Szene noch merkwürdiger. Ich soll es mir also so vorstellen, dass beide Schiffe artig am Terranova-Schirm gewartet haben, dort anstandslos eingelassen wurden – um dann innerhalb der Neptunbahn wild um sich zu ballern? Und so rasen sie dann quer durchs Sonnensystem mit sehr zielgerichtetem Kurs auf die Erde. Hoffen wir mal, dass so bald keine Terminale Kolonne vorbeikommt.

Die zentrale Bedrohung der Miniserie stellt sich als Bodysnatcher-Szenario mit starken Pandemie-Vibes heraus: Virenartige Wesen, die Intelligenzwesen infizieren, um sie zu übernehmen. Da es auf der zukünftigen Erde offenbar weder Einreisebeschränkungen für unbekannte bewaffnete Raumschiffe, noch grundlegende Quarantäneregeln gibt, fällt es ihnen relativ leicht, gleich erste Opfer zu finden. Ist jetzt nicht mein allerliebstes #ScienceFiction-Thema – was zugegeben Geschmackssache ist –, die Umsetzung hat mich aber auch nicht allzu sehr vom Hocker gehauen.

Der eigentliche Cliffhanger, das Namedropping von Perrys Sohn Kantiran, der ebenfalls seit etlichen hundert Heften nicht mehr aufgetaucht ist, hat mich jetzt leider auch nicht so berührt. Das liegt aber daran, dass ich damals mit seinem Auftauchen in Heft 2200 gerade für längere Zeit aus der Serienlektüre ausgestiegen bin. Ist also auch eher mein Problem, als das des Romans.

Und dann wäre da noch die Ex-Agentin Suyemi Taeb. An sich eine sehr interessante Figur, auch wenn ich mich frage, was aus ihrer halbarkonidischen Herkunft und ihrem Extrasinn geworden ist, der durch ein KI-Backup ersetzt worden ist. An ihr macht sich jedoch ein grundsätzliches Problem fest, dass ich in letzter Zeit immer öfter mit PR habe. Wieso wird bei einem solchen Ereignis, das eindeutig in staatliche Verantwortung fällt und für das es Heerscharen von Expertinnen und Experten sowie festgelegte Abläufe geben müsste, eine einzelne Privatagentin rekrutiert, die das quasi im Alleingang regeln muss? Zeit für einen Exkurs.

Exkurs: Warum Perry-Rhodan-Abenteuer auf der Erde nicht funktionieren

Der ungebrochene Erfolg der Perry-Rhodan-Serie basiert vor allem darauf, dass sie eine sehr gesunde, flexible und wiedererkennbare DNA entwickelt hat. Das heißt, dass die Romane verschiedenen wiederkehrenden Schemata folgen und dabei im besten Fall die Waage zwischen Vertrautheit und Spannung halten können.

Ein zentrales Schema ist dabei der Fokus auf einen Helden, eine Heldin oder eine kleine Gruppe Protagonisten, die sich in unbekannter oder gar feindlicher Umgebung behaupten müssen. Ressourcen und Verbündete sind also stets begrenzt und es ist einiges an Geschick und Glück vonnöten, um am Ende erfolgreich aus der Nummer rauszukommen.

Dieses Schema ergibt in vertrauter “heimatlicher” Umgebung jedoch nur wenig Sinn und dürfte bei Romanen auf der Erde eigentlich keine Anwendung finden. Fast zu jeder Handlungszeit ist die Erde Mittelpunkt eines fortschrittlichen prosperierenden Staatengebildes, dem alle Ressourcen zur Verfügung stehen. Irdische Heldinnen und Helden müssten jederzeit auf diese Ressourcen zugreifen können – oder einfach nur den Notruf wählen. Abenteuer, die in diesem Umfeld spielen, müssten einem ganz anderen Schema folgen und eher als Polit-Thriller daherkommen. Ob das wiederum in die DNA der Serie passt, wäre zu überlegen. So funktioniert es für mich jedenfalls nicht.

Es liegt nicht an dir, Perry, es liegt an mir

Ihr seht schon, so richtig gut hat mir dieser Roman nicht gefallen. Und irgendwie merke ich selbst, dass ich wieder in eine Phase geraten bin, in der ich mit meiner Lieblings-SF-Serie hadere. Vermutlich gehört das auch irgendwie dazu. Müssen wir beide durch, Perry. Es kommen auch wieder bessere Tage.

Fundsache: Die interaktive Asterix-Zeitleiste

Wann genau haben eigentlich die Abenteuer von Asterix und Obelix stattgefunden? Naja, im Jahre 50 vor Christus, ist doch klar, so ist es am Anfang jedes #Comics zu lesen. Für um und bei 40 dieser Abenteuer, teils inklusive langer Reisen, wird das eine Jahr dann aber ein bisschen eng, oder?

Asterix-Fachleute haben sich selbstredend schon länger mit dieser Frage befasst. Ein sehr schönes Ergebnis solcher Überlegungen ist die

interaktive Zeitleiste des deutschen Asterix Archivs.

Eingerahmt von zwei zwingenden historischen Endpunkten – nämlich Cäsars Sieg über Vercingetorix und Cäsars Ermordung – werden hier alle Abenteuer so gut es geht und sehr gekonnt einsortiert. Dass man damit schnell an gewisse Grenzen stößt, liegt in der Natur der Sache, schließlich ist historische Akkuratesse ein eher nachgeordneter Anspruch der Asterix-Alben. Und das ist auch gut so. Diese Grenzen und andere Erwägungen werden bei Comedix aber sehr gut und einleuchtend hergeleitet, insgesamt eine enorm spannende Lektüre.

Newsletterabonniergeräusch

Überhaupt ist das @Asterix_Archiv eine lohnende Anlaufstelle bei allen Fragen um unsere Lieblings-Gallier. Folgt ihm also auf allen Kanälen oder abonniert den monatlichen #Newsletter! Da ich aktuell ein großer Fan dieses Informationskanals bin, habe ich mich gleich mal beim Comedix-Newsletter angemeldet.

Lucky Luke und Ritter Roland

Die Frage nach dem Zeitablauf stellt sich natürlich auch bei anderen mehr oder weniger historischen Bildergeschichten. Bei dem Reread der Lieblingscomics meiner Kindheit vor zehn Jahren – Ritter Roland, warum nur? – war das bereits Thema. Kürzlich erst las ich im Vorwort eines Lucky-Luke-Albums ähnliche Erwägungen, wonach der Amerikanische Bürgerkrieg als ungefährer historischer Ankerpunkt dienen und dass aus den Kindheitsabenteuern sogar ein konkretes Geburtsjahr für Luke abgeleitet werden kann. Allerdings geht auch das hinten und vorne nicht auf, da einige Erwachsenen-Geschichten sogar davor spielen müssten.

Mehr als ein amüsantes Gedankenspiel soll dies alles daher auch nicht sein. Dergleichen bereitet mir aber hin und wieder großen Genuss. Unabhängig davon erfreue ich mich weiterhin unbeschwert an den wunderbaren Geschichten.

Zum Stand der Schreibdinge Q1/2025

Das erste Quartal des Jahres neigt sich seinem Ende entgegen, höchste Zeit, um über meinen Stand der #Schreibdinge zu berichten. Aus Gründen1 hat sich seit Ende des #NaNoWriMo nicht allzu viel getan – seit dieser Woche kann ich aber wieder fleißig in die Tasten hauen.

Go on Dorgon!

Daher komme ich aktuell gut mit meinem #PerryRhodan-Fanfiction-Roman für die Serie Dorgon voran. Im Juni will und muss ich das Manuskript des mir überantworteten Bands 130 fertig haben. Zum einen habe ich es dem Expokraten versprochen – zum anderen liegen noch etliche andere Ideen und Fragmente brach, für die es mir wieder in den Fingern juckt. Das soll jetzt keineswegs heißen, dass der Dorgonroman eine Last für mich wäre. Das Gegenteil ist der Fall. Sowohl der Handlungsstrang mit einem gewissen Mausbiber als Hauptfigur als auch jener über raubeinige Weltraumpiraten bereiten mir sehr große Freude. Ich bin zuversichtlich, hier bald ein fertiges Manuskript vorlegen zu können.2

Aktuelle Veröffentlichungen

Wer wissen möchte, was bei meinem Geschreibsel generell so rauskommt, ist herzlich eingeladen, die folgenden aktuellen Werke zu ordern:

Was warten muss

Freunde meiner Raketenmärchen und meiner Fortsetzungs-Fanfiction Old Man Rhodan muss ich leider weiterhin vertrösten. Frühestens in der zweiten Jahreshälfte kann ich damit wieder weitermachen. Ich freue mich aber schon darauf, diese – und andere – Projekte fortzuführen.

––––––––––––
  1. Arbeit Arbeit[]
  2. Das dann natürlich noch etliche Lektoratsschleifen drehen muss – aber das ist ein anderes Thema.[]

Made in Europe

Vermutlich wird es Zeit, sich für die ganzen digitalen Tools, Plattformen und Anwendungen, die wir alle so gerne nutzen, nach europäischen Alternativen umzuschauen.

Als überzeugter Transatlantiker und Befürworter der Westanbindung Europas beobachte auch ich mit großer Sorge, was da gerade in den US of A vor sich geht. Umso mehr, da ich in den letzten Jahren ein ziemliches Faible für dieses Land entwickelt habe. Ich hoffe inständig, dass die Menschen dort sich das nicht mehr lange gefallen lassen und alsbald von ihrem Freiheits- und Widerstands-Willen Gebrauch machen.

Bis es soweit ist, empfiehlt es sich aber wohl, einen Blick auf die folgenden beiden Listen zu werfen – zumal sich die großen US-Tech-Anbieter entschieden haben, dem aktuellen Irrweg willig zu folgen.

Was machen wir daraus?

Ich bin ganz ehrlich: Ich werde nun weder komplett aus der Google-Welt aussteigen, noch werde ich sofort mein Office-Abo kündigen. Als Android– und PC-User steckt man da ja eh drin. Und um in die Linux-Welt einzutauchen, fehlt mir – noch – jeder Nerv.

Mittelfristig könnte ich mir aber schon einen Wechsel zu Libre Office vorstellen – und Nextcloud, das ich aus beruflichem Umfeld gut kenne, könnte durchaus auch was für meine privaten Zwecke sein.

Mit dem ganzen Meta-Zeugs möchte ich am liebsten gar nichts mehr zu tun haben. Ich hatte bei meinem Threads-Exit bereits angemerkt, dass es aus Gründen nicht so leicht ist. In jedem Fall werde ich die European-Alternatives-Liste regelmäßig konsultieren, ob es endlich einen brauchbaren Insta-Ersatz gibt – denn Pixelfed überzeugt mich noch nicht so recht.

Wunderbarer Webcomic: “Mutter und Tochter” von Katharina Greve

Ich hatte in meinem Newsletter1 darauf hingewiesen: Die großartigen Vater-und-Sohn-Comics von Erich Ohser sind kürzlich 90 Jahre alt geworden. Bereits vor vielen Jahren hatte ich den Klassiker und eine damals aktuelle Neuinterpretation in meinem Lesetagebuch gelobhudelt.

Vor ein paar Wochen ist frisch zum Jubiläum eine neue Hommage erschienen, die man sich frei zugänglich als Webcomic anschauen kann. Jede Woche veröffentlicht Katharina Greve auf ihrer Website eine neue Folge von:

Meine Geschichten von Mutter und Tochter

Ich empfehle dringend, diese Seite zu bookmarken, in den RSS-Reader zu packen oder Katharina Greve bei Instagram zu folgen.2 Ebenso empfehlenswert ist ein Blick in das Interview, das sie Lars von Törne beim Tagesspiegel gegeben hat. Darin erfährt man auch mehr über weitere #Comics aus ihrer Feder – und wie man sie für ihre wunderbare Arbeit unterstützen kann.3

––––––––––––
  1. Jetzt abonnieren![]
  2. oder alles auf einmal[]
  3. zum Beispiel mit einer Spende auf ihrer oben verlinkten Seite[]

Der Nerdlicht-Newsletter kommt!

Es ist soweit. Nach reiflicher Überlegung, Planung und Vorbereitung wird am 1. März 2025 die erste Ausgabe des neuen Nerdlicht-Newsletters versendet.

Die WOLKENKUCKUCKSHEIMER QUARTALSPOST soll eine eigenständige Ergänzung meines Blogs sein. Alle drei Monate1 gibt es auf diesem Wege exklusive eskapistische Gedanken, Webfundstücke2 und Terminhinweise – und natürlich auch einen kleinen Rückblick auf mein bloggerisches Schaffen. Letzteres wird aber nur einen geringen Anteil einnehmen, versprochen.

Darüber hinaus wird stets eine kleine literarische Leseprobe aus meiner Feder enthalten sein. Ich hoffe also, der #Newsletter könnte für die eine oder den anderen interessant sein. Falls dem so sein sollte …

Jetzt abonnieren!

Abonniert jetzt die WOLKENKUCKUCKSHEIMER QUARTALSPOST und seid ab der ersten Ausgabe beim neuen Nerdlicht-Newsletter dabei!

WOLKENKUCKUCKSHEIMER QUARTALSPOST – Der Nerdlicht-Newsletter

Danksagung

Bei der Gelegenheit besonderen Dank an meinen Lieblings-Verleger @Rpunkt, der mir bei der Planung und Erstellung viele gute Hinweise gegeben hat, sowie an den guten @benedikt_io, dessen Beispiel mich motiviert hat, meine Newsletter-Pläne endlich umzusetzen.

––––––––––––
  1. wenn ich es denn durchhalte[]
  2. durchaus als Reminiszenz an meine eskapistischen Linklisten – die Älteren werden sich erinnern[]

Blogfragen

Im aktuellen #Newsletter des UberBlogr-Webrings weist Thomas Gigold auf eine kleine Blogparade hin, die unlängst über den Großen Teich geschwappt ist und nun hierzulande ihre Runde macht. Die deutschsprachige Version hat Tommi auf seinem #Blog Jansens Pott unter dem Titel #Blogfragen losgetreten. Da simmer natürlich dabei!

Meine Antworten auf die Bloggerfragen

Warum hast Du ursprünglich mit dem Bloggen angefangen?

Es begab sich im Jahre 2007, dass ich dieses Blog als zeitgemäßere Form des guten alten Egozines startete. Als fantastikbegeisterter Nerd hatte und habe ich seit jeher das Bedürfnis, mich über meine Interessen auszutauschen. Da die Blütezeit der klassischen gedruckten Fanzines seinem Ende entgegenstrebte, schien mir ein Blog ein guter Weg zu sein, dieses Bedürfnis zu kanalisieren – damals noch unter dem etwas sperrigen Namen “Schreiberlings Egozine”.

Welche Plattform nutzt Du für Deinen Blog und warum hast Du Dich dafür entschieden?

Ich nutze seit 2012 eine selbstgehostete #WordPress-Installation. Die Wahl fiel damals nahezu automatisch auf das verbreitetste Blog-CMS und ich habe sie seither nie bereut. Ab diesem Zeitpunkt heißt diese Veranstaltung “Nerdlicht”. Das #Egozine ist immerhin im Untertitel erhalten geblieben.

Hast Du schon auf anderen Plattformen gebloggt?

Ja. Mein Blog startete ursprünglich auf einer Plattform namens ShoutR, die aber längst nicht mehr existiert. Schon im ersten Jahr bin ich auf Googles Blogspot beziehungsweise Blogger gewechselt, bis ich dann 2012 den Umzug ins digitale Eigenheim vollzogen habe.

Wie schreibst Du Deine Blogposts? Nutzt Du ein lokales Bearbeitungstool oder eine Panel/Dashboard-Funktion Deines Blogs?

Das ist sehr unterschiedlich, je nachdem, was im aktuellen Schreib-Zeitfenster (siehe unten) gerade zur Verfügung steht. Erste Entwürfe schreibe ich gern lokal vor, am Rechner meist im schlichten TXT-Editor, unterwegs auf dem Smartphone in der Notizen-App. Ab einem gewissen Punkt kopiere ich den Entwurf zu WordPress rüber und werkel weiter an dem Artikel, bis er irgendwann reif für die Veröffentlichung ist. Seit einiger Zeit nutze ich auf dem Smartphone auch gern die WordPress-App, die vielleicht nicht perfekt – aber doch erstaunlich gut – funktioniert.

Wann fühlst Du Dich am meisten inspiriert zu schreiben?

Da die Zeit immer knapp ist, nutze ich jedes sich bietende Fenster, sei es beim Pendeln in der U-Bahn oder abends vor dem Einschlafen.

Veröffentlichst Du Deine Texte sofort oder lässt Du sie erst eine Weile als Entwurf liegen?

Wie zwei Fragen zuvor erklärt, schreibe ich einen Artikel in den seltensten Fällen in einem Rutsch runter. Wenn er dann in meinen Augen fertig ist, veröffentliche ich ihn aber meist sofort. Artikel auf Halde gibt es bei mir so gut wie nie.

Über welche Themen schreibst Du generell?

Im weitesten Sinne über eskapistisches Zeugs, also fantastische Literatur, #Comics, Serien und Filme – alles, was man so unter “Popkultur” zusammenfasst. Hinzu kommen hin und wieder populärwissenschaftliche Themen, Technik, Netzwelt und Reisen. Ganz konkret liegen meine Schwerpunkte zurzeit bei der Romanheftserie #PerryRhodan, bei #StarTrek, #StarWars oder  #Lego. Diese Schwerpunktsetzung unterliegt aber einem steten Wandel, wer weiß also, was mir in den kommenden Monaten oder Jahren alles in den Fokus rückt. Mein eigenes literarisches Schaffen hat und wird selbstredend immer einen bedeutenden Platz auf meiner Seite einnehmen.

Für wen schreibst Du?

An erster Stelle für mich selbst. Das Schreiben macht mir Spaß, also nutze ich jede Gelegenheit, in die Tasten zu hauen. Eine gewisse Tagebuchfunktion erfüllt mein Blog ebenfalls für mich, indem ich hier Gedanken, Erinnerungen und Webfundstücke dokumentiere. Darüber hinaus versuche ich mit meinen Artikeln einen kleinen Mehrwert für Gleichgesinnte da draußen zu schaffen, die guten Willens sind. Denn Eskapismus ist für alle da.

Was ist Dein Lieblingsbeitrag auf Deinem Blog?

Die sind alle gut. Aber Spaß beiseite, das zu beantworten ist fast unmöglich. Mit Blick auf das vergangene Jahr würde ich vermutlich den Artikel zur Mosh-Pit-Science an erste Stelle setzen, dicht gefolgt von meinen #Duschgedanken und der Auflistung meiner Lieblingsraumschiffe.

Hast Du schon Blogpausen eingelegt oder Blogs ganz aufgegeben?

Es gibt immer mal wieder längere Pausen, die manchmal Wochen oder gar Monate andauern können. Zu Urlaubszeiten blogge ich oft gar nicht – oder wenn es bei der Arbeit etwas stressiger zugeht. In letzter Zeit bin ich aber recht regelmäßig dabei. 2011 hatte ich eine kurze Anwandlung, mich als Regionalblogger zu versuchen. Nach nur wenigen Wochen stellte ich den Versuch jedoch wieder ein. Die dabei entstandenen Artikel finden sich noch unter dem Hashtag #Ulze.

Was empfiehlst Du Menschen, die mit dem Bloggen anfangen wollen?

Zu aller erst: Einfach machen! Ob nun auf einer Plattform wie Blogger oder WordPress oder auf der eigenen Domain – zunächst einmal muss man einfach loslegen und in die Tasten hauen. Darüber hinaus gilt auch hier der grundsätzliche Rat an alle, die schreiben wollen: Viel lesen! Wer Romane schreiben will, sollte viele Romane lesen, wer journalistisch schreiben will, sollte viel Zeitung lesen – und wer bloggen will, sollte viele andere Blogs lesen. Und schließlich sollte man früh anfangen, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen. Viel verlinken, bei anderen Blogs kommentieren oder sich auf anderen Kanälen austauschen. Gibt ziemlich viele nette Leute da draußen.

Hast Du Zukunftspläne für Deinen Blog? Vielleicht ein Redesign, ein Wechsel der Plattform oder neue Features?

Dergleichen kommt mir meistens spontan in den Sinn. Im Moment bin ich aber mit allem recht zufrieden, so dass eine größere Neuerung in nächster Zeit nicht zu erwarten ist. Es kann höchstens sein, dass es sich lohnt, sich bei meinem noch nicht – aber vielleicht bald – existierenden Newsletter anzumelden.

Der beste Lesestoff 2024

Im Großen und Ganzen stand das Lektürejahr 2024 so wie seine Vorgänger überwiegend im Zeichen der Romanheftserie #PerryRhodan, der Mangareihe #OnePiece und der #Entenhausen-Edition. Hinzu kamen diesmal ein wenig Lucky Luke und ein paar Sachbücher. Das meiste davon habe ich brav bei Goodreads dokumentiert.1

Im Gegensatz zu meiner Film– und meiner Serienrückschau, verzichte ich hier auf ein komplex hergeleitetes Ranking.2 Stattdessen picke ich lediglich je ein Beispiel pro Lesestoff-Kategorie heraus, das mir besonders in Erinnerung geblieben ist.

Best of Five Worlds

Manga: Baders Kirschbaum (One Piece 17) von Eiichirō Oda – Ich bin recht spät zu dieser Party hinzugestoßen. Seit etwa zwei Jahren genieße ich diese absurde Piraten-Fantasy-Saga jedoch mit großer Freude und ganzem Herzen. Was für ein herrlich schräger Spaß! Meine Begeisterung für die erste One-Piece-Sammelbox hatte ich dazumal etwas ausgeführt. 2024 war dann die zweite Box dran, deren Highlight für mich der erste Auftritt des “Rentiermenschen” und späteren Schiffsarztes der Flying Lamb beziehungsweise Going Merry war. Vor allem Choppers Hintergrundgeschichte und seine Entscheidungsfindung, mit den Piraten mitzugehen, haben mir sehr gefallen.

Comic: Im Reich der 42 Welten (Der Kleine Perry Band 2) von Olaf Brill und Michael Vogt – Die wunderbare Neuinterpretation der guten alten Perry-Rhodan-Serie in Kindercomicform geht in die zweite Runde. Es gelingt dem Autoren-Zeichner-Duo hervorragend, die Versatzstücke der Originalhandlung zu durchmischen und neu zusammenzusetzen, so dass eine neue eigenständige Geschichte entsteht, die ihren Ursprung nicht verleugnet. Und wie jedes gute Kinderbuch ist es für kindliche und erwachsene Lesende gleichermaßen ein Genuss. Band 1 des #Comics hatte ich einst drüben im #WoC gelobhudelt: “Der kleine Perry – das Geheimnis des Wanderplaneten” von Olaf Brill und Michael Vogt

Roman: Das Einhörnchen, das Rückwärts leben wollte von Walter Moers – Streng genommen ist das jüngste #Zamonien-Buch weniger ein Roman denn eine Kurzgeschichtensammlung. Als großer Freund des Moers’schen Gesamtwerks hat es mir dennoch gefallen, was ich in meiner Einhörnchen-Rezension etwas ausgeführt habe.

Raketenheft: Unter dem Himmel von Gatas (Perry Rhodan Band 3297) von Andreas Eschbach – Wenn #ScienceFiction-Starautor Andreas Eschbach für seine Lieblingsromanheftserie zum Griffel greift, kommt meist etwas gutes raus. So auch in diesem Jahr bei seinem traditionellen Gastroman, der von mir eine kleine Lobhudelung und Höchstwertung erhalten hat.

Sachbuch: Mehr Zuversicht wagen von Carsten Brosda – Dieser gesellschaftspolitische Rundumblick ist eine sehr erfrischende Lektüre in diesen allzu pessimistischen Tagen. Man muss allerdings aushalten, dass der Autor Sozialdemokrat ist – immerhin Kultursenator der Freien und Hansestadt Hamburg – und eine entsprechende Perspektive einnimmt. Für einen Amtsträger auf dem Ticket der Partei geht er aber äußerst kritisch mit seinem Laden um, was letztlich auch wieder gute sozialdemokratische Tradition ist. Seine These ist, dass es die progressiven Kräfte der westlichen Demokratien – allen voran die deutsche Sozialdemokratie – verlernt hätten, ihre oftmals gar nicht mal so schlechten Ideen und Maßnahmen mit einer zuversichtlichen perspektivischen Geschichte zu verknüpfen und umgekehrt ihre Politik aus einer solchen zuversichtlichen Erzählung abzuleiten. Vor allem wenn es darum geht, wie eine solche Erzählung aussehen könnte, nimmt er etliche kulturelle Anleihen, meist Songs von Bruce Springsteen oder Danger Dan. Er verhehlt dabei nicht, dass einiges im Argen liegt – und zwar nicht bloß kommunikativ. Dennoch empfiehlt er, die Dinge künftig mit einer zuversichtlichen konkreten Zukunftsvision anzugehen, um dem allgemeinen runterziehenden Gemecker, das auch zu nix führt, etwas entgegenzusetzen. Kann ich empfehlen!

Schachmatt bei den Lese-Challenges

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich mir sehr selbstbewusst zwei Leseherausforderungen auferlegt, die ich nun kleinmütig relativieren muss. Von den 75 angedachten Büchern meiner Goodreads-Reading-Challenge blieben immerhin 65 – somit zumindest theoretisch genug für Kaisus großartige Idee einer Schachbrett-Challenge – allein, es fehlte mir die Muße, die Titelbilder nach hell und dunkel zu wählen und zu sortieren. Für mich heißt es also Schachmatt in Sachen Lese-Challenges. Daher habe ich bei Goodreads diesmal auch nur bescheidene 50 angegeben.

Dieses Jahr wird alles anders

Das ist allein schon deswegen realistischer, da ich in diesem Jahr bei der Perry-Rhodan-Erstauflage überwiegend pausieren möchte. Wohlgemerkt nicht aus Qualitätsgründen. Auch wenn mich die ersten Hefte des neuen Zyklus nicht so gepackt haben, sind sie hervorragend geschrieben. Ich will meine knappe Lesezeit einfach endlich mal für andere Science-Fiction- und #Fantasy-Romane nutzen, wie ich es mir schon buchstäblich seit Jahren vornehme.

Angedacht sind unter anderem die Bobbiverse-Romane von Dennis E. Taylor, zudem liegt die Erdsee-Komplettausgabe von Ursula K. Le Guin seit ewigen Zeiten ungelesen in meinem Regal.

Ganz ohne Rhodan wird es in diesem Jahr natürlich auch nicht laufen. Die diesjährige Miniserie “Kartanin” werde ich mir auf jeden Fall anschauen – und vielleicht blättere ich ab und an in ein paar älteren Heften.

Der aktuelle Lesestand auf einer Seite

Um den Stand meiner aktuellen Lektüre zu dokumentieren,3 klaue ich hiermit die gute Idee von @booknapping_de und präsentiere ab sofort meinen Lesestand auf dieser neuen Seite:

Lesestatus – Überblick über meine aktuell abgeschlossene, laufende und geplante Lektüre

––––––––––––
  1. ausgerechnet die Entenhausen-Edition ist dort nicht verzeichnet – und ich war zu faul, die Alben selber anzulegen[]
  2. Zumal der gute slbstgsprchlr hierzu gar keine Abfrage macht und ich seine strengen aber gerechten Kriterien gar nicht erfüllen muss.[]
  3. zusätzlich zu Goodreads – aber eigentlich will man ja weg von all diesen Plattformen[]

Tablet oder eBook-Reader – womit soll ich künftig lesen?

Mein eBook-Reader ist nach etlichen Jahren treuer Dienste nunmehr etwas schwach auf der Brust. So wird er zunehmend langsam und hängt sich immer öfter auf. Es hilft also nichts, über kurz oder lang muss ein neues Gerät her. Aber welches?

Das Nachfolgemodell

Um es gleich zu gestehen, ich bin eBook-mäßig in der Welt des großen bösen A unterwegs und lese auf einem alten #Kindle Paperwhite.1 Damit war ich all die Jahre immer sehr zufrieden. Daher wäre es ein Nobrainer, schlicht das aktuelle Nachfolgemodell zu erwerben.2

Nun verhält es sich aber so, dass ich gern wieder häufiger auf digitalem Wege #Comics lesen würde. Früher™, als es noch #Comixology gab – beziehungsweise noch früher, als ich das Google Nexus 10 Tablet mein Eigen nannte3 – habe ich das sehr gerne getan. Kindle hat immerhin die Panel-weise Darstellungsform von Comixology übernommen. Das habe ich ein, zwei Mal auf dem Telefon ausprobiert – aber es ist einfach nicht dasselbe. Ich bräuchte also auch hierfür ein neues Endgerät.

Bunt wäre besser

Ein Kandidat wäre das Kindle Colorsoft,4 der eBook-Reader mit Farbdisplay. Da bin ich aber sehr unsicher, ob das Teil was taugt. Ist das dann wirklich farbiges E-Paper? Ich dachte, das gibt’s noch gar nicht. Und könnte das Teil Comics in der oben beschriebenen Art und Weise anzeigen?

Oder gar ein Tablet?

Falls das letztlich auch nur ein klassisches Display hat, könnte ich gleich zu einem Tablet greifen und die Kindle-App draufpacken. Als eingeschworener Android müsste ich eigentlich das Pixel Tablet nehmen, das aktuell aber nur bedingt erhältlich ist – und wohl bald durch ein Nachfolgemodell ersetzt wird.5

Aber selbst ich muss gestehen, dass nur ein Hersteller das mit den Tablets wirklich drauf hat – und das ist nun mal der olle Apfel. Das iPad Mini finde ich – auch mit Blick auf das schnuckelige 8-Zoll-Display – ziemlich reizvoll.

Was meint ihr?

Aber wofür soll ich mich nun entscheiden? Vielleicht habt ihr ja eine Idee. Ich fasse die Optionen daher noch einmal zusammen:

  1. Kauf Dir das neue Kindle Paperwhite und lies Deine Comics gefälligst auf Papier, wie es sich gehört!
  2. Das Kindle Colorsoft ist gar nicht mal so schlecht. Kann man super Comics drauf lesen. Kauf Dir das!
  3. Das Pixel Tablet 2 wird richtig gut! Kommt auch bald, das Warten lohnt sich.
  4. Es hilft nix, Du musst Dir das iPad Mini holen. Dann kannst Du in der U-Bahn auch endlich Apple+ gucken.
  5. Das ist doch alles Müll! Kauf Dir lieber [eigenen Vorschlag hier einfügen].
––––––––––––
  1. Wer es genau wissen möchte: 6. Generation.[]
  2. Das wäre dann das Paperwhite der 12. Generation. BTW: Was macht die “Signature Edition” eigentlich für einen Unterschied? Lediglich mehr Speicherplatz oder noch was anderes?[]
  3. das gar nicht mal so schlecht war[]
  4. das scheint es ausschließlich in der Signature-Version zu geben[]
  5. Erzählen die das nicht auch schon seit Jahren?[]

Die besten Serien 2024

Nachdem ich in Sachen Filme bereits Volkers Ruf gefolgt bin und ausführlich hergeleitet habe, welche fünf Kinoknaller denn meine liebsten des vergangenen Jahres waren, sind nun die Serien dran. Auch hier verlangt der #slbstgsprchlr traditionell unser aller Top Fünf, um in seinem #Podcast auf angemessener Datengrundlage die besten der besten küren zu können. Die schnelle Antwort habe ich bei #Bluesky gegeben:

Hier klicken, um den Inhalt von bsky.app anzuzeigen

Bei den Serien ziemlich #StarTrek-lastig – aber was will man machen. Die absurd ausführliche Antwort jetzt hier im Blog:

Meine liebsten Serien und Staffeln des letzten Jahres

Auch hier gilt es zunächst jene Serien und Staffeln herauszufiltern, die gar nicht im Betrachtungszeitraum erschienen sind. Da ich zu einigen, die dadurch rausfallen, dennoch ein paar Worte sagen möchte, präsentiere ich zunächst die Komplettliste aller weggebingter Serien in alphabetischer Reihenfolge.

Very Longlist

3 Body Problem | Agatha All Along | American Born Chinese | American Crime Story | Avatar: Der Herr der Elemente | Band of Brothers | Becoming Karl Lagerfeld | Before | Bluey | Cobra Kai | Der Untergang des Hauses Usher | Dexter: Original Sin | Dune: Prophecy | Echo | Fallout | Futurama | Gyeongseong Creature | Halo | House of the Dragon | Hundert Jahre Einsamkeit | Infiltration | Inside Job | Invincible | Kaos | Last Exit Schinkenstraße | Lego Star Wars: Rebuild the Galaxy | Masters of the Air | Masters of the Universe: Revolution | Monarch: Legacy of Monsters | Peacemaker | Pixar Bricktoons | Rick and Morty: The Anime | Secret Level | Shogun | Squid Game | Shrinking | Solar Opposites | Star Trek: Discovery | Star Trek: Lower Decks | Star Trek: Prodigy | Star Trek: Strange New Worlds | Star Wars: Die Abenteuer der jungen Jedi | Star Wars: Skeleton Crew | Star Wars: The Acolyte | Terminator Zero | The Boys | The Boys: Diabolical | The Continental | The Day of the Jackal | The Gentlemen | The Lord of the Rings: The Rings of Power | The Pacific | The Penguin | The Umbrella Academy | Those About to Die | Viktor Bringt’s | X-Men ’97

Auch wenn ich die meisten Serien gut fand, die hier rausfallen, weil sie vor 2024 veröffentlicht wurden, will ich nur drei davon herauspicken, um sie näher zu betrachten.

American Crime Story – Die erste Staffel der Crime-Drama-Serie aus dem Jahr 2016 dreht sich um den OJ-Simpson-Prozess und legt den Fokus klar auf die Abläufe im Gericht und gibt dem interessierten Laien einen guten Einblick in das amerikanische Rechtswesen. Da ich alt genug bin, kann ich mich noch recht gut an die damalige Berichterstattung erinnern, was einen zusätzlichen Reiz ausmacht. Besonders gelungen – neben den hervorragenden Darstellern – ist der Umgang mit der Schuldfrage. Die Serie betrachtet den Fall sehr offen von allen Seiten und betont völlig zu Recht die Rolle des Rassismus – aber auch der Frauenfeindlichkeit. Dennoch wird letztlich kein Zweifel daran gelassen, was wirklich passiert ist. Staffel zwei von 2018 befasst sich mit dem Versace-Mord und vor allem mit dem Killer und seiner Flucht vor und nach der Tat. Ist auch gut – aber hier bin ich irgendwo in der Mitte steckengeblieben. Die Gewaltorgie des Serienkillers finde ich nicht ganz so sehenswert. Entsprechend habe ich die dritte Monika-Lewinski-Staffel von 2021 noch gar nicht angefangen.

Band of Brothers – Diesen WK-Zwo-Klassiker von 2001 habe ich über 20 Jahre vor mir hergeschoben, jetzt war er endlich mal dran. Und ich muss sagen, das kann man immer noch sehr gut gucken – vielleicht sollte man das auch. Die Geschichte der amerikanischen Fallschirmjäger während der Invasion Europas und Deutschlands erweckt zumindest den Eindruck großer historischer Akkuratesse – und spannend ist sie obendrein. Verglichen mit den beiden Folgeserien The Pacific und Masters of the Air steht Band of Brothers für mich im Übrigen an erster Stelle. Das Marines-Drama im Pazifikkrieg versucht zwar redlich, die Entmenschlichung der japanischen Gegner zu thematisieren – so richtig wird das aber nur im direkten Vergleich mit dem europäischen Theater deutlich, der in der Serie fehlt. Die Airforce-Serie schließlich fand ich zwar technisch und schauspielerisch hervorragend – es liegt jedoch in der Natur der Sache, dass sich die Luftkampfeinsätze Folge für Folge sehr gleichen.

Bluey – Mein Nachwuchs ist längst aus dem Alter für Kinderserien rausgewachsen. Damals hatte ich die Freude Ben & Holly und My Little Pony mitschauen zu dürfen – und der Paw-Patrol-Kelch ist dankenswerterweise an uns vorübergegangen. Dennoch habe ich meine Begeisterung für Kindercontent nie ganz verloren. Gute Kinderbücher oder eben Kinderserien schaue ich mir ungebrochen gern an. Als ich hier und da aufschnappte, dass die australische Zeichentrickserie Bluey von 2018 ganz gut sein soll, dachte ich mir: Die schauste Dir mal an! Alter, ist die gut! Das ist ja wohl unabhängig von der Zielgruppe eine der besten Serien aller Zeiten!

Longlist

3 Body Problem | Agatha All Along | Avatar: Der Herr der Elemente | Becoming Karl Lagerfeld | Before | Cobra Kai | Dexter: Original Sin | Dune: Prophecy | Echo | Fallout | Futurama | Gyeongseong Creature | Halo | House of the Dragon | Hundert Jahre Einsamkeit | Invincible | Kaos | Lego Star Wars: Rebuild the Galaxy | Masters of the Air | Masters of the Universe: Revolution | Monarch: Legacy of Monsters | Pixar Bricktoons | Rick and Morty: The Anime | Secret Level | Shogun | Squid Game | Shrinking | Solar Opposites | Star Trek: Discovery | Star Trek: Lower Decks | Star Trek: Prodigy | Star Wars: Skeleton Crew | Star Wars: The Acolyte | Terminator Zero | The Boys | The Day of the Jackal | The Gentlemen | The Lord of the Rings: The Rings of Power | The Penguin | The Umbrella Academy | Those About to Die | Viktor Bringt’s | X-Men ’97

Aus der immer noch umfangreichen Liste fallen erneut ein paar raus, die ich unwürdig für meine Top Fünf halte. Bei dreien möchte ich es näher begründen.

Futurama – Der Klassiker unter den animierten #ScienceFiction-Serien zählte lange Zeit zu meinen liebsten überhaupt. Inzwischen schaue ich sie aber fast nur noch aus nostalgischen Gründen weiter. Ich bilde mir ein, dass der Schwerpunkt früher™ etwas mehr auf “echten” SF-Themen lag. Das kommt mir in den neuen Staffeln etwas zu kurz. In diesem Punkt – aber auch in anderen – wurde die Serie längst von Rick and Morty und Solar Opposites überholt. Trotzdem verfolge ich das Schicksal von Leela, Fry und Co. immer noch gern.

Gyeongseong Creature – Die erste Staffel dieser koreanischen Monsterserie war super. Vor allem die Einbettung in das historische Setting am Ende des Zweiten Weltkriegs hat der Trash-Horror-Handlung einen interessanten Rahmen gegeben. Leider galt das für die zweite Staffel nicht mehr, die einen Sprung in die Jetztzeit vollzogen und die Monster in Vampire nach Art von Twilight, Underworld oder The Masquerade weiterentwickelt hat. Dadurch ging der pseudohistorische Charme und eigentlich der ganze Witz der Serie verloren.

Star Trek: Discovery – Um es gleich zu sagen: Ich mag Discovery. Ich habe es von Anfang an gemocht, habe jeder Staffel etwas abgewinnen können und habe vor allem die Charaktere sehr ins Herz geschlossen. Kurz nach Ende der fünften Staffel – und somit der Gesamtserie – hatte ich ein paar versöhnliche abschließende Worte zu Disco gefunden. Aber für meine Top Fünf reicht es dann doch nicht.

Shortlist

3 Body Problem | Agatha All Along | Avatar: Der Herr der Elemente | Becoming Karl Lagerfeld | Cobra Kai | Dexter: Original Sin | Dune: Prophecy | Echo | Fallout | House of the Dragon | Invincible | Kaos | Lego Star Wars: Rebuild the Galaxy | Masters of the Universe: Revolution | Monarch: Legacy of Monsters | Rick and Morty: The Anime | Secret Level | Shogun | Squid Game | Shrinking | Solar Opposites | Star Trek: Lower Decks | Star Trek: Prodigy | Star Wars: Skeleton Crew | Star Wars: The Acolyte | The Boys | The Day of the Jackal | The Penguin | The Umbrella Academy | X-Men ’97

Die schier unmöglich scheinende Aufgabe, hieraus die fünf liebsten und besten Serien zu wählen, kann eigentlich nur mithilfe von Willkür gelingen. Jede, die es nicht in meine Top Fünf geschafft hat, hätte ein paar lobende Worte verdient, es sollen aber erneut nur dero drei sein.

Rick and Morty: The Anime – Generell zählt Rick and Morty zu meinen liebsten SF-Serien überhaupt. Auch die losgelöste Staffel im Anime-Stil ist ganz große Science-Fiction eingebettet in eine komplexe Zeitreise- und Parallelwelten-Story. Vielleicht streckenweise etwas zu komplex, zumindest habe ich hin und wieder mal den Faden verloren. Der oberzynische Humor schien mir hier etwas zurückgefahren, was aber nicht zum Schaden war. Gute Staffel!

Secret Level – Die Macher der Anthologie-Serie Love Death + Robots haben das Prinzip animierter Einzelgeschichten in das Genre Videospiele übertragen und in 15 Episoden je eine Geschichte aus der Welt eines Games erzählt. Hat mir großen Spaß gemacht.

X-Men ’97 – Bei Nostalgiegeschichten bin ich zunächst immer skeptisch. Die Wiederbelebung dieser #Marvel-Zeichentrickserie aus den 90ern ist allerdings sehr gut gelungen. Streckenweise wurde zwar ein bisschen zu sehr an die hölzernen Dialoge und den preisgünstigen Animationsstil von damals erinnert – das konnte die großartige Story und das Spiel der hervorragenden Figuren aber nicht im geringsten schmälern. So macht Nostalgie Spaß. Gerne mehr davon!

Jetzt endlich: Meine fünf besten und liebsten Serien 2024

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Platz 1 – Star Trek: Lower Decks – Hach was bin ich traurig, dass eine der besten Star-Trek-Serien aller Zeiten mit der fünften Staffel ihr Ende gefunden hat. Und was für ein großartiges Finale das war! Es ist dieser Serie gelungen, den Humor, der bei Star Trek immer schon präsent war, nur so weit hochzudrehen, dass stets genug Platz für gute SF-, Freundschafts- und Familiengeschichten und eine ganze Menge Trek-Lore war. Ich hoffe inständig, dass wir Teile der Cerritos-Crew irgendwann wieder zu sehen bekommen.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Platz 2 – Star Trek: Prodigy – Gleiches gilt für die Crew der Protostar beziehungsweise der Prodigy. Falls irgendwer noch Zweifel hatte, dass Star Trek nicht in animierter Form funktioniert – diese fantastische Serie hat sie sicherlich wie mit einem Disruptor-Schuss zerbröselt. Und was für ein unglaublich utopisches, hoffnungsvolles und im besten Sinne trekkiges Finale war das bitte? Durch die Anknüpfung an die fürchterliche Picard-Serie ist es Prodigy sogar fast gelungen, mich mit diesem verkorksten Nostalgiefest zu versöhnen.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Platz 3 – Monarch: Legacy of Monsters – Ich mag die Monsterverse-Filmchen durchaus ganz gern. Riesige Affen und Echsen, die Städte zertrampeln und sich gegenseitig verkloppen finde ich kurzweilig und unterhaltsam, ideal zum Hirnabschalten und Entspannen. Dass man in dem Setting aber auch eine unheimlich spannende auf Charaktere fokussierte Serie machen kann, hätte ich nicht gedacht. Tatsächlich hat Monarch die Latte dermaßen hochgelegt, dass kommende Filme es schwer haben werden, da noch ranzukommen.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Platz 4 – Dune: Prophecy – Wenn man ein wenig darüber nachdenkt, ist Weltraum-Feudalismus eigentlich ein ziemlich dämliches SF-Motiv. Trotzdem kann ich mich ungebrochen für Sternenimperien begeistern, für jenes in der Welt des Wüstenplaneten ganz besonders. Ich verliere mich unglaublich gern in der damit verbundenen epischen Breite und Tiefe, die sich über Jahrhunderte oder gar Jahrtausende erstreckt – und im besten Falle auch über unzählige Welten und Kulturen. Letzteres bietet die Dune-Serie zugegeben nicht, das gilt jedoch auch für den zugrundeliegenden ersten Roman der Reihe, der die Größe des Imperiums nur erahnen lässt und konkret nur an wenigen Orten spielt. Mich hat das teilweise geradezu kammerspielartige Setting der Serie jedenfalls nicht gestört. Der Aufstieg und das Wirken der Bene Gesserit im Imperium der Menschen relativ kurz nach dem Butlers Jihad und 10.000 Jahre vor der Geburt von Paul Atreides ist ein spannender Macht- und Polit-Thriller, der mir sehr gefallen hat. Die Serie hätte in meinem Ranking vermutlich einen höheren Platz errungen, wenn es ihr gelungen wäre, diesen zehntausendjährigen Abstand besser zu verdeutlichen. So hätte es auch zwei Wochen vor Dune Part One spielen können.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Platz 5 – Shrinking – Es muss nicht immer fantastisch sein. Gute Charaktere, spannende Konflikte, bewegende Themen – dann braucht es auch keine Raumschiffe oder Zauberer. Bei diesem Psychologen-Familien-Drama im kalifornischen Upperclass-Milieu gilt dies ganz besonders. Die Dialoge sind witzig und obwohl alle an der Oberfläche immer unerträglich nett zueinander sind, kracht es oftmals ganz gewaltig zwischen den gut durchdachten Figuren. Wann kommt die dritte Staffel?

Folgt Volker, erwartet seinen Podcast!

Und jetzt folgt alle dem @slbstgsprchlr und abonniert seinen Podcast! Denn bald könnt ihr seiner großen Film- und Serien-Rückblicksfolge lauschen.

Perry Rhodan Band 3309: Die Schattenhand

Nach sechs Heften Pause habe ich wieder zur aktuellen Ausgabe der #PerryRhodan-Serie gegriffen. Expokrat Ben Calvin Hary hat diesen Roman verfasst und stellt erneut die neue Hauptfigur Cameron Rioz in den Mittelpunkt der Handlung. Ob ich die Rückkehr zur Erstauflagenlektüre gefeiert oder bedauert habe, erfahrt ihr nach der

WARNUNG VOR DEM SPOILER

Zusammenfassung: Cameron No Way Home

Der Roman beginnt mit einer zunächst vermeintlich losgelösten Szene, die einige Jahre vor dem Brennenden Nichts spielt. Beschrieben wird eine verzweifelte junge Frau, die auf das Dach eines Hochhauses klettert. Ehe sie eine Dummheit begehen kann, sieht sie auf ihrem mobilen Endgerät einen aufmunternden Post des jungen Cameron Rioz und entschließt sich, stattdessen mit ihren Eltern darüber zu sprechen, was sie quält.

Cameron und Bonnifer haben derweil in der aktuellen Handlungszeit das Brennende Nichts verlassen und ziehen durch die menschenleere Sperrzone in Terrania, welche die tödliche Kuppel umgibt. Es ist offenbar ein Jahr vergangen, sie können sich aber beide nicht daran erinnern, was sie in der Zwischenzeit erlebt haben – oder ob sie um dieses Jahr in der Zeit versetzt worden sind. Cameron ist ob der Ereignisse noch immer traumatisiert und zögert damit, sich bei den Behörden zu melden. Auch wenn ihn die Stimmen in seinem Kopf nicht mehr plagen, ist er nun durch die Schattenhand gezeichnet, die seine verlorene Hand ersetzt und aus demselben Material wie das Brennende Nichts zu bestehen scheint – ohne jedoch bei Berührung andere Materie aufzulösen.

Die beiden werden bald von automatischen Systemen entdeckt, identifiziert und aufgespürt. Nicht nur von offiziellen Stellen, sondern auch mehr oder weniger zufällig von Camerons Fan Jasper, der den einstigen Trivid-Star in einer Übertragung aus dem Datennetz erkennt. Jasper ist jener junge Mann, der in Heft 3300 nach der Explosion auf dem Raumhafen von Cameron und Rhodan von einem Trümmerteil befreit wurde. Er beschließt, zu Cameron vorzudringen, da er überzeugt ist, dass er sich revanchieren und seinem Idol helfen muss.

Derweil werden Cameron und Bonnifer von Icho Tolot und einem Einsatztrupp aufgespürt und gebeten, sie zu begleiten. Bei der Gelegenheit offenbart sich, dass die Schattenhand auf die Nervosität seines Trägers reagiert und im Extremfall unkontrolliert enorm zerstörerische Energiestöße verschießt. Tolot muss Cameron kurzerhand betäuben und nimmt ihn mit in eine Forschungseinrichtung.

Dorthin dringt Jasper schließlich vor – überraschend unterstützt von seinem einflussreichen Vater, der ein hohes Tier in einem Rüstungskonzern ist. Der Leser erfährt, dass dieser Konzern sehr an Cameron und seiner Hand interessiert ist. Vatis Hilfe dient also vorrangig dem Ziel, an die titelgebende Schattenhand heranzukommen.

Nach einem Experiment direkt am Brennenden Nichts – und etwas Infodump über die Geschehnisse und Erkenntnisse des übersprungenen Jahres – eskaliert die Situation erneut. Dank einer kurzen Berührung mit dem Nichts verschießt die Hand diesmal nicht nur Energieimpulse, sondern pflanzt ein neues Brennendes Nichts an Ort und Stelle. Diesmal sterben sogar Menschen durch Camerons Schattenhand.

Gemeinsam mit Jasper flieht Cameron Hals über Kopf und ohne bestimmtes Ziel. Sie setzen sich in eine Regionalbahn Richtung Stadtzentrum. In einer bewegenden Szene offenbart Jasper, dass er die junge Frau aus der Eingangsszene war und dass dies der eigentliche Grund ist, aus dem er Cameron sein Leben verdankt.

Erneut endet die Flucht jäh. An einem Bahnhof werden sie von Einsatzkräften und einem Mob gestellt, letzterer hat von der letzten Eskalation Wind bekommen und will Cameron robust zur Rede stellen. Es kommt, wie es kommen muss. Wieder eröffnet die Schattenhand unkontrolliert das Feuer und fordert dabei Opfer – so wie es aussieht auch Jasper. Wieder nimmt Cameron die Beine in die Hand und bleibt auf der Flucht.

Fazit: Ein Glanzstück und Arthur C. Clarke

Allem voran: Jaspers Geschichte und die saustarke Szene im Regionalzug sind das Glanzstück dieses Romans. Allein dafür hat sich meine Rückkehr zur Erstauflagenlektüre gelohnt. Zudem bin ich sehr von Bens flottem und flüssigem Schreibstil angetan. Ich mag das sehr.

Geneigte Lesende werden ahnen, dass jetzt ein kleines “aber” kommt. Denn abseits dieses Glanzstücks fand ich den Roman eher durchschnittlich. Streckenweise fühlte ich mich in Band 3301 zurückversetzt, vor allem was die eigentliche Hauptfigur Cameron anging. Unverändert entflieht er seinem Schicksal und schreckt davor zurück, sich seiner Verantwortung zu stellen. Bei seinem coming of age scheint er noch nicht wesentlich vorangekommen zu sein. Aber gut, der Autor will den armen Jungen halt noch ein bisschen länger quälen, ehe er zum echten Helden aufsteigt. Das ist vollkommen legitim.

Zwei andere Dinge stören mich da mehr. Zum einen fühlt sich das alles überhaupt nicht nach “wir befinden uns 4000 Jahre in der Zukunft” an. Natürlich müssen heutige Lesende Bezugspunkte in der Handlung finden können, aber ein bisschen episch und fremdartig darf es im Perryversum doch auch zugehen. Macht das seinen Reiz nicht mit aus? Das einzige handlungsrelevante fantastische Element – besagte Schattenhand – kommt eher quasimagisch daher. Das lässt sich freilich mit einem beherzten Arthur-C-Clarke-Zitat aus der Welt schaffen. Aber sonst hätte das auch nächste Woche spielen können.

Zum anderen ist es erneut das alte Leiden der Perry-Rhodan-Serie: die Darstellung von Gesellschaft, Staat und Institutionen. Ich weiß, ich nerve damit, aber Einsatzkräfte, die mit Paralysatoren rumfuchteln ohne sie gezielt einzusetzen,1 ein Hillbilly-Lynchmob2 mitten in der kosmopolitischen Hauptstadt der Erde und ein krimineller Rüstungskonzern3 stören meinen Lesegenuss schon ein bisschen. Mal abgesehen von der fehlenden engen psychologischen Betreuung von Cameron Rioz. Es können doch nicht nur Jasper und die Lesendenschaft mitbekommen haben, dass der Junge schwer traumatisiert ist.

Aber vielleicht sind die LFG und ihre Vorgänger einfach seit Jahrhunderten korrupte failed states, die nur überdauern, weil die Unsterblichen hin und wieder die Kastanien aus dem Feuer holen. Okay, das war jetzt doch zu polemisch. Ich ziehe diese Bemerkung hiermit zurück und leite über auf ein

Versöhnliches Ende

Wie schon bei den drei ersten Bänden gilt: Der Roman ist handwerklich erste Sahne und ist mir gut und gerne drei von fünf Sternen wert. ***°°

Eines möchte ich an dieser Stelle betonen: Ich sehe in meiner Timeline,4 dass den meisten Lesenden dort der neue Zyklus sehr gefällt. Das freut mich außerordentlich und ich möchte nicht der eine Motzkopp sein, der euch den Genuss madig macht. Bislang hat es mich halt einfach nicht gepackt und ich versuche die Gründe hier – auch für mich – in Worte zu fassen. Ziemlich sicher war es auch ein Fehler, ausgerechnet den Michelle-Stern-Doppelband zu überspringen, der vermutlich sehr nach meinem Geschmack gewesen wäre. Langer Rede: Habt weiterhin viel Spaß an dem Zyklus. Ich werde immer mal wieder reinlesen – den Marc-A-Herren-Doppelband habe ich bereits am Wickel und bin sehr angetan – und gelobe, mein Gemaule stets so sachlich wie möglich zu formulieren.

––––––––––––
  1. Dass das Einsatzteam beim ersten Mal überrascht und überfordert reagiert, ist verständlich. Aber haben die keine Nachbesprechung gemacht und keine Lehren aus dem Einsatz gezogen? Beim zweiten und dann auch noch dritten Mal genauso unbeholfen zu handeln, wirkt bestürzend unprofessionell.[]
  2. Was ist das für eine Gesellschaft, in der eine Gruppe so unmittelbar zur Selbstjustiz als Mittel der Wahl greift? Ja, ich weiß, die sind vermutlich von dem Rüstungskonzern gedungen gewesen, was die Sache nicht besser macht.[]
  3. Bitte keine Neuauflage des unsäglichen Clubs der Lichtträger! Vermutlich sind das auch die Leute, die 50 Jahre lang mit Shrell kollaboriert haben. Aber warum eigentlich? Ist die terranische Gesellschaft denn überhaupt keine Utopie mehr?[]
  4. bei Bluesky, woanders bin ich fast nicht mehr unterwegs – ja, bei Mastodon natürlich auch, aber da sind nicht so viele Raketenheftbekloppte[]

< | UberBlogr Webring | >

© 2007-2025 by nerdlicht.net | Kontakt | Impressum | Datenschutz | Ich woanders: Eskapedia; World of Cosmos; Zusammengebaut; Mastodon; Bluesky; Goodreads | Jetzt bestellen: "Mette vom Mond" von Finn Mühlenkamp | Theme von Anders Norén