Schlagwort: ScienceFiction

TopVier Dinge, die mir an Star Trek Discovery gefallen haben

Das war’s. Vergangene Woche habe ich die letzte Folge der letzten Staffel Discovery gesehen. Damit geht ein geradezu absurd umstrittenes Stück #StarTrek zu Ende.

Nicht perfekt aber auch nicht hassenswert

Ja, die Serie war nicht perfekt und nimmt in meiner ewigen Rangliste aller Star-Trek-Erzeugnisse keinen der obersten Ränge ein. Den grotesken Hass, den Disco erfahren musste – bis hin zu der schwachsinnigen Behauptung, dass dies kein “echtes Star Trek” sei1 –, habe ich aber nie nachvollziehen können. Ich habe Discovery immer gerne geschaut und konnte mich in allen Staffeln an den vielen guten Geschichten und Einfällen erfreuen.

Die letzte Folge war in ihrer Uneinheitlichkeit durchaus symptomatisch für die ganze Serie, James Whitbrook hat das bei io9/gizmodo2 gut in Worte gefasst.

Gelungene Charaktere und Science-Fiction

Wenn ich auf alle fünf Disco-Staffeln zurückblicke, fallen mir viele Dinge ein, an die ich gern zurückdenke. Da sind einmal die vielen wunderbaren Figuren, deren Schicksal ich mit großer Anteilnahme verfolgt habe: Tilly, Stamets, Lorca, Reno, Rayner, um nur ein paar zu nennen.3 Es gab auch immer wieder schöne #ScienceFiction-Einfälle, wie zum Beispiel den “realistischen” First Contact am Ende der vierten Staffel.

Die vier besten Disco-Dinge

Meine #TopVier in Sachen Star Trek Discovery sind:

1. Saru und die Kelpianer – Der Alien-Sidekick ist oft das Highlight einer Science-Fiction-Geschichte. Im Falle des XO – und kurzzeitigen Captains – der Discovery gilt das ganz besonders. Mit den Kelpianern stellt Disco ein hochinteressantes neues Sternenvolk vor, das sich hinter Vulkaniern, Klingonen und Co. ganz und gar nicht verstecken muss. Im Gegenteil. Repräsentiert durch die großartige Figur des Saru stellt dieses Volk eine enorme Bereicherung für das gesamte Star-Trek-Universum dar.

2. Pike und Spock – Ähnlich wie TNG die Ehre gebührt, mit dem Spin-off DS9 die beste Star-Trek-Serie aller Zeiten ermöglicht zu haben, ist es Discos Verdienst, Quell der zweitbesten Star-Trek-Serie aller Zeiten zu sein: Strange New Worlds.4 Der Auftritt und der Handlungsstrang von Pike und Spock und einer erneuten Inkarnation der Original-Enterprise in der zweiten Disco-Staffel zählt zu den Highlights aller Trek-Epochen überhaupt. Einen besseren Pike hat es nie gegeben. Ist fast die nullte SNW-Staffel, wenn man so will.

3. Neues aus dem Spiegeluniversum – Sagt, was ihr wollt, ich mag das Spiegeluniversum. Natürlich ergibt es überhaupt keinen Sinn, dass in einer Parallelwelt, die sich quasi in der Antike vom Prime-Universum abgezweigt hat, exakt dieselben Leute rumlaufen und nahezu exakt dieselben Positionen einnehmen. Trotzdem sind mir die Mirror-Episoden aus allen Star-Trek-Serien mit die liebsten – so auch bei Discovery. Endlich haben wir die Spitze des Terranischen Imperiums kennengelernt.5 Und wie großartig ist bitte das Flaggschiff der Imperatorin? Für mich definitiv einer der Höhepunkte der Show und ein Glanzlicht für das Trek-Universum.

4. Die Wiederbelebung von Star Trek – Auch hier drängt sich der Vergleich mit TNG6 auf: Disco hat Star Trek zurück auf den heimischen Bildschirm gebracht – wo es ursprünglich hingehört. Als der Pilot 2017 Premiere hatte, war es zwölf Jahre her, dass mit dem unsäglichen ENT-Finale7 zuletzt Trek über die Mattscheibe geflimmert ist.8 Ohne Disco also kein SNW, kein Lower Decks, kein Prodigy und auch kein Picard. Jene, die einen solchen ersten Schritt wagen, müssen stets besonderen Mut aufbringen. Und Mut hat Disco definitiv bewiesen, es wurden Dinge gewagt und ausprobiert, um das Universum wiederzubeleben und voranzubringen. Genau das macht Star Trek aus: To boldly go!

––––––––––––
  1. was immer das heißen mag[]
  2. oder wie das jetzt bei denen heißt[]
  3. die wichtigsten kommen gleich im Ranking[]
  4. Oder der drittbesten? Lower Decks ist auch ein heißer Kandidat für Rang zwo. Egal.[]
  5. BTW: War die Imperatorin jetzt eigentlich die unmittelbare Vorgängerin von Spock? Nee, da müsste mindestens noch eine Person zwischen gewesen sein, oder?[]
  6. ob ihr wollt oder nicht[]
  7. Das ist nie passiert und war nur Rikers Fanfiction![]
  8. Wenn man TAS mitrechnet, waren es bei TNG 13 Jahre[]

Sonderbare Sonnensysteme

Kennt ihr eigentlich das wunderbare planetplanet-Blog von Sean Raymond? Ich bin vor ein paar Jahren darüber gestolpert und erfreue mich seither an den gleichermaßen informativen wie fantastischen #Weltraum-Artikeln. Sean ist nämlich waschechter Astrophysiker mit einem Hang zur #ScienceFiction. Daher ist es ihm eine Freude, fiktive Sonnensysteme vom Firefly-Verse bis hin zu absurd scheinenden Konstellationen mit einer Million Erden wissenschaftlich akkurat1 darzustellen. Müsst ihr euch angucken!

planetplanet by Sean Raymond

––––––––––––
  1. soweit ich das als interessierter Laie beurteilen kann[]

Lesung: Mette vom Mond bei den 5. Perry Rhodan Tagen in Braunschweig

Was haben #PerryRhodan und #Mette gemeinsam? Richtig, beide sind sie zum Mond geflogen und ihre jeweilige Pioniertat wurde in Prosaform verewigt.1 Grund genug für mich, meinen liebsten Raketenheftchenhelden und meine #Kinderbuch-Heldin einmal zusammenzubringen.

1. September: Mette-vom-Mond-Lesung in Braunschweig

Im Rahmen der 5. Perry Rhodan Tage veranstalte ich erstmals eine Lesung mit meinem Kinderbuch und zwar am Sonntag, dem 1. September, um 10:00 Uhr. Veranstaltungsort – sowohl meiner Lesung als auch des gesamten Cons2 – ist das Jugendzentrum Mühle in Braunschweig.

Endlich wieder Con-Luft schnuppern

Darüber hinaus freue ich mich darauf, buchstäblich nach Jahrzehnten endlich wieder einmal eine Perry-Rhodan-Veranstaltung zu besuchen, dort alte Bekannte3 zu treffen und mit Gleichgesinnten zu plaudern.

Mette vom Mond

Wer schon jetzt Interesse an meinem #ScienceFiction-Märchen für kleine und große Mondreisende hat, darf gerne einen Blick in die Mette-vom-Mond-Leseprobe werfen – dort sind auch zwei der wunderbaren Illustrationen von Sina Loriani zu bewundern – oder bestellt das Kinderbuch gleich direkt beim Verlag: Mette vom Mond.

So oder so, ich hoffe, wir sehen uns bei den 5. Perry Rhodan Tagen in Braunschweig – und jetzt schaut euch an, was sie mir bei der PRFZ4 für eine wunderhübsche VIP-Karte gebastelt haben.

––––––––––––
  1. eine sogar von mir[]
  2. ja, bei Perry Rhodan immer “der” Con[]
  3. und mindestens einen guten alten Freund[]
  4. Perry Rhodan Fan Zentrale[]

Neu aufgelegt: “Rätsel der Galaxien” Sonderband 4

Was wäre die #PerryRhodan-Serie ohne ihre Fans? Doofe rhetorische Frage, ich weiß. Was ich sagen will: Die Fans dieser #ScienceFiction-Heftchen waren seit jeher besonders treu und fleißig und haben in den über 60 Jahren einiges an Fanfiction produziert – bis hin zu richtigen Fanromanserien, die eigene Geschichten aus dem Perryversum forterzählen.

Einige davon laufen sogar heute noch, am bekanntesten dürfte Dorgon aus dem Hause PROC sein. Als alter #WoC-Schwarzlochgalaktiker1 schlägt mein Herz aber vor allem für die seit 1996 – wenn auch unregelmäßig – erscheinende Reihe Rätsel der Galaxien.

Die alten #RdG-Hefte – ein paar davon stammen sogar aus meiner Feder – werden aktuell nach und nach in Sammelbänden digitalisiert und neu aufgelegt. Ganz frisch erschienen ist der vierte Sammelband mit den Heften 16 bis 20 – die Nummer 18 kann ich ganz besonders empfehlen. Lest mal rein:

Rätsel der Galaxien – Sammelband 4

––––––––––––
  1. Unser SF-Club hörte damals auf den klangvollen Namen “Black Hole Galaxie” – nur echt mit “ie”. Existiert so zwar nicht mehr – seine Publikationen wie das fantastische Fanzine “World of Cosmos” überdauern aber bis heute.[]

Perry Rhodan Androiden – erstes Viertel

Just habe ich den dritten Band der aktuellen #PerryRhodan Miniserie “Androiden”1 und somit das erste Viertel der zwölfbändigen Reihe ausgelesen. Und ich muss sagen, die Geschichte gefällt mir richtig gut. Die Charaktere und ihre Chemie haben Feuer, der Plot ist spannend und das Setting ist einfallsreich. Vor allem letzteres spricht mich sehr an, da mein aktuell liebstes #ScienceFiction-Thema künstliche Intelligenz im Mittelpunkt steht.

KI bei PR

Künstliche Intelligenz ist das Spannendste, womit sich die Science-Fiction zur Zeit befassen kann und sollte. Das tut die Perry-Rhodan-Serie natürlich bereits seit 1961 – allerdings oft sehr uneinheitlich. Umso erfreuter bin ich, dass das Thema im Mittelpunkt der neuen Miniserie steht. Mit der KI-Person Aurelia Bina spielt zudem eine der spannendsten Figuren der aktuellen Serienhandlung eine tragende Rolle. Mit dem KI-Volk der – ACHTUNG SPOILER! – Androgyn-Roboter wird auf eine sehr interessante Idee der früheren Serie zurückgegriffen. Erfrischenderweise mal eine Idee, die nicht aus den ersten zwei-, dreihundert Heften stammt.

Auf dem künstlichen Auge blind

Um eine Sache drücken sich die Miniserie und die PR-Serie als ganzes aber weiterhin herum. Man gewinnt beim Lesen stets den Eindruck, als wären Status und Stellung künstlicher Intelligenzen in der beschriebenen Gesellschaft noch völlig ungeklärt, als würde es künstliche Intelligenzen erst seit relativ kurzer Zeit geben. Tatsächlich aber wird eine Welt beschrieben, in der Roboter schon seit Jahrtausenden – oder sogar seit Jahrzehntausenden, wenn man die Arkoniden, Tefroder, Akonen etc. einbezieht – eine absolute Normalität sind. So fühlt es sich oft aber leider nicht an.

Wobei es stark von der oder dem Schreibenden abhängt, wie das Thema geschildert wird. Einige Autor:innen legen großen Wert darauf, den Unterschied zwischen Robotern und “echten” biologischen Lebewesen zu betonen – andere lassen diese Grenze lieber etwas verschwimmen. Das mag zum einen daran liegen, dass das Perryversum schon immer einen Hauch esoterisch und pseudo-magisch ist2 mit PSI-Kräften, Vitalenergie und sogar einer Seele,3 die “echtes” Leben zweifelsfrei definierbar macht. Zum anderen war es auch nie Anspruch der Serie, tiefgründige Social-Fiction zu betreiben. Es ist und bleibt ein hervorragendes Weltraum-Action-Epos und das ist auch gut so.

Positronisches Konkordat

Dennoch wünsche ich mir, dass irgendwann einmal vernünftig festgelegt wird, wie die Gesellschaft bei PR formal mit ihren künstlichen Mitgliedern umgeht. Wie genau ist denn jetzt der Status von Aurelia Bina im Gegensatz zu einem TARA-Kampfroboter von der Stange? Hat sie volle Bürgerrechte? Aktives und passives Wahlrecht? Kriegt sie ein Gehalt, mit Arbeits- und Tarifvertrag? Oder ist sie letztlich Staatseigentum? Und auf welcher Grundlage ist das bei dem TARA anders? Tatsächlich gibt es hin und wieder Ansätze in der Serie, das zu klären. Zuletzt in den 3050er-Bänden, als der Zentralrechner der Menschheit NATHAN mit dem Positronischen Konkordat nach 3000 Jahren Existenz endlich seine Freiheitsrechte hat festschreiben lassen. Ich mochte das.

Vielleicht gibt’s irgendwann eine große Perry-Rhodan-KI-Chronik, die dieses Thema für das Perryversum beginnend mit Meech Hannigan4 aufrollt. Ich würd’s lesen.

Genug gemeckert!

Aber das alles nur nebenbei. Lest alle die Perry Rhodan Miniserie Androiden! Sie ist sehr gut!

––––––––––––
  1. Funfact: Die Serie sollte ursprünglich “Droiden” heißen – bis die Rechtsabteilung von Bauer davon Wind bekommen hat.[]
  2. kein Vorwurf, kann man über Star Trek genauso sagen[]
  3. Jaja, ÜBSEF-Konstante, ich weiß, voll wissenschaftlich![]
  4. Den mochte ich soooo gerne! Mein Lieblings-Roboter noch vor Data.[]

Buchtipp zum Welttag des Buches

Ist nicht jeder Tag Welttag des Buches – oder sollte es zumindest sein?

Ich wüsste da jedenfalls ein ganz besonderes #Kinderbuch für euch: mein #ScienceFiction-Märchen “Mette vom Mond” mit den wunderbaren Illustrationen von Sina Loriani. Werft bei Interesse gern einen Blick in die Leseprobe.

Leseprobe: Mette vom Mond

Und falls euch die Mondfahrt von #Mette gefällt, erwerbt das Büchlein direkt beim Verlag und lasst es euch versandkostenfrei zusenden.1

Jetzt bestellen: Mette vom Mond

––––––––––––
  1. Oder ihr ordert es beim lokalen Buchhandel eures Vertrauens oder gar beim großen bösen A.[]

Perry Rhodan Fangeplauder

Ich liebe es, über #PerryRhodan zu quatschen und freue mich ungemein, dass es immer noch zahlreiche Verrückte wie mich gibt, die diese Begeisterung teilen. Drüben beim #Weltendieb gibt’s einen ganzen Haufen davon1 und dort habe ich gestern einen interessanten Take zur Frühzeit des Solaren Imperiums entdeckt:

Auf den zweiten Blick: Das frühe Solare Imperium

Um es gleich zu sagen: Ich teile die Grundthese von Oliver nicht, dass die ersten Autoren der Serie2 missverstanden seien. Denn selbstverständlich waren sie Kinder ihrer Zeit und haben das Setting der Handlung und das Worldbuilding nach ihren Vorstellungen und Prägungen gestaltet. Darüber kann und muss man diskutieren und es ist wichtig, die alten Texte in diesen Kontext zu stellen, wenn man sie heute genießen will. Das wird beim Weltendieb #Podcast im übrigen stets sehr vorbildlich gemacht.

Watsonian Perspective

Ich halte es aber für genauso legitim, eine Perspektive aus der inneren Logik der Serienhandlung einzunehmen, um die Besonderheiten des Weltenbaus zu erklären. Das schließt die andere, äußere Perspektive aber ausdrücklich nicht aus und widerspricht ihr auch nicht.

Tatsächlich habe ich großen Spaß daran, aus dieser inneren Perspektive – im englischen nennt man das wohl “Watsonian Perspective”3 – zu diskutieren und fabulieren.

Demokratisches Imperium?

Ich nehme mir schon länger vor, etwas ausführlicher über den Imperiumsbegriff in der #ScienceFiction im Allgemeinen und bei Perry Rhodan im Speziellen zu sinnieren – sowohl aus der inneren als auch der äußeren Perspektive. Olivers Artikel wäre der ideale Aufhänger für einen entsprechenden Antwort-Text. Wenn man doch nur die Zeit und Muße hätte.

So bleibt mir bis auf Weiteres nur, auf meine bisherigen Gedankenansätze zu verweisen und mich selbst zu zitieren. Zum einen wäre da mein etwas längerer Kommentar zu Stardust ruft Terra Nr. 50:

“Die These, dass er [der Imperiumsbegriff] zumindest in der Popkultur erst seit Star Wars negativ besetzt ist, ist nicht von der Hand zu weisen. Ich würde – ohne größere Recherche – behaupten, dass er in der SF der 60er-Jahre die durchaus übliche und erst einmal neutrale Bezeichnung für ein (menschliches) Sternenreich war. Bei Dune leben sie in einem Imperium, Asimov benutzt den Begriff und die Liste ließe sich sicher ewig weiterführen. Der Wandel zur negativen Besetzung setzt in der (amerikanischen) SF aber vermutlich nur wenig später ein. 1967 stellte Star Trek erstmals der rechtschaffenen Föderation das schurkische Terranische Imperium aus dem Spiegeluniversum gegenüber.

Ob und wie sehr das mit einem generellen (politisch-historischen) Bedeutungswandel einherging, diskutieren wir aber besser ein andermal. […]

Warum heißt Perrys Staatengebilde jetzt so? Rein sachlich erfüllt es mindestens zwei Eigenschaften eines Imperiums: Es ist ein Vielvölkerstaat (aus menschlicher Sicht) und es ist auf Expansion angelegt. Für die PR-Autoren der 60er Jahre (wir müssen hier wieder einordnen) also eine völlig legitime und in der SF dieser Zeit auch übliche Bezeichnung.

In meinem Kopfkanon kommt jedoch noch folgende In-Universe-Erklärung hinzu. In Heft 13 beschwert sich Thora, dass Perry für seine Scharade gegenüber den Topsidern den arkonidischen Titel “Administrator” verwendet. Daraus schließe ich, dass sich auch im späteren Menschenstaat zumindest die Begriffe am arkonidischen Vorbild orientieren – somit auch der Imperiums-Begriff. Tatsächlich gehe ich davon aus, dass der offizielle Name nie “Solares Imperium” oder “Solar (Solarian?) Empire”, sondern “Sol’Tussan” war.”

In unserem fantastischen Fanzine “World of Cosmos” – kurz: #WoC – habe ich zudem in Rahmen meiner Perry-Rhodan-Fantheorien ausgeführt:

“Ich gehe zum Beispiel davon aus, dass die Gesellschaft und politische Landschaft der geeinten Menschheit kurz nach Gründung des Imperiums noch nicht sonderlich homogen waren. In “Perry Rhodan: Das größte Abenteuer” wird zum Beispiel Fidel Castro als Vertreter des Bundestaats Kuba erwähnt – wie demokratisch der an dieses Mandat gekommen ist, lasse ich mal dahingestellt. In den ersten 50 Jahren ist die Regierung des Solaren Imperiums daher möglicherweise wie die Europäische Kommission heute bestimmt worden, nämlich nach Absprache der Vertreterinnen und Vertreter der Bundesstaaten.”

––––––––––––
  1. Manchmal lassen sie mich sogar als Gast mitmachen.[]
  2. ja, das waren nur Kerle[]
  3. Nach Dr. Watson, der bekanntlich als Ich-Erzähler von Holmes’ Abenteuern berichtet.[]

Buchfundstück: Flächenland

Mein Buchladenfundstück in diesem Urlaub: “Flächenland” von Edwin A. Abbott, ein wahrer Klassiker der #ScienceFiction-Literatur aus dem 19. Jahrhundert. Auszüge daraus kenne ich schon lange aus diversen Wissenschaftsbüchern meiner Kindheit. Ich glaube, es waren die Dinger von Rudolf Kippenhahn. Kennt die noch jemand? Die sind großartig! Wie auch immer, jetzt habe ich “Flächenland” endlich einmal komplett vorliegen. Bin gespannt.

3 Body Problem

Heute habe ich endlich die erste und bislang einzige Staffel der neuen Science-Fiction-Serie 3 Body Problem fertiggeguckt. Als großer Freund der Buchvorlage Die drei Sonnen von Liu Cixin war ich – wie in solchen Fällen üblich – zuvor gespannt und skeptisch gleichermaßen. Die Skepsis war allerdings unbegründet.

Gute und nicht so gute Änderungen

Ja, die Gegenwartshandlung wird unnötigerweise nach London versetzt und auch darüber hinaus werden sich einige Freiheiten bei der Adaption erlaubt. Von der – vorsichtig formuliert – Europäisierung abgesehen, waren die meisten Änderungen aber nicht zum Schaden. Der Fairness halber muss man bei ersterem zudem zugestehen, dass die Vorgeschichte während der chinesischen Kulturrevolution komplett erhalten bleibt und der Cast recht divers mit leichtem Schwerpunkt auf asiatischen Darsteller:innen ist.

Die aus meiner Sicht positiven Änderungen betreffen vor allem die Charaktere und ihre Interaktionen, die mir im Buch manchmal etwas zu eindimensional geraten waren. Etwas schwächer auf der Brust ist die Netflix-Version, wenn es um wissenschaftliche Akkuratesse geht. Da bleibt einiges zu oberflächlich auf der Strecke, was ich aber dem Erzählformat zugestehen will.

Schlüsselszenen und Cliffhanger

Für mich ist bei einer Buchverfilmung stets die angemessene Umsetzung der Schlüsselszenen entscheidend und das gelingt der Serie hervorragend. Um nur einige zu nennen: der Armee-Computer, die Passage durch den Panamakanal und die Auffaltung der Sophonen – alles ganz wunderbar dargestellt.

Die erste Staffel ragt ein wenig in das zweite Buch Der dunkle Wald hinein und lässt uns mit fiesen Cliffhangern zurück. Ich hoffe inständig, dass wir den Rest der Trisolaris-Trilogie bald zu sehen bekommen.

Noch ne Serie

Just heute habe ich erfahren – danke, Kaisu! – dass es seit 2023 zudem eine chinesische Serienverfilmung gibt, die den Kommentaren zufolge extrem werkgetreu sein soll. Die 30 Folgen kann man sich drüben bei viki.com reindrehen.

Mette vom Mond: Frühlings-Sonderaktion

Der Literarische Lloyd – Hausverlag des Pelipontalus und der Mondfahrerin #Mette – ist in Frühlingsstimmung. Wer jetzt mein #ScienceFiction-Märchen “Mette vom Mond” mit dem Kennwort “Briefmarken” bestellt, erhält ein hübsches kleines Geschenk gratis obendrauf.

Wie nochmal?

Ganz einfach! In den folgenden drei Schritten gelangt ihr an das Frühlings-Spezialangebot:

  1. Unter literarischer-lloyd.de “Mette vom Mond” bestellen (15,99 € / versandkostenfrei).
  2. Den Gutscheincode “Briefmarken” eingeben.
  3. Über Aufkleber und Buch freuen.

Briefmarken? Aufkleber?

Bei dem Geschenk handelt es sich um ein Sticker-Set mit wunderbaren Motiven von Verlagschef Robert höchstselbst. Im Rahmen des Animal-March hat er jeden Tag ein sehr putziges Tier in seinem unvergleichlichen Stil gezeichnet. Man schaue sich sein Komplettwerk idealerweise auf seinem Künstler-Instagram-Account The Seagull Gallery an. Mein Favorit ist übrigens das All-Paka.

All-Paka by Robert

Mit dem “All-Paka” eröffnete Robert den Animal-March.

Übrigens: Der oben beschriebene Bestellvorgang funktioniert nicht nur mit meinem #Kinderbuch, sondern auch mit dem Pelipontalus-Buch.

Was lesen wir denn dieses Jahr?

Ich habe dieser Frage bereits einen Absatz in meinem Jahreswechselpost gewidmet. Die mehr oder weniger vagen Vorstellungen wollen natürlich dokumentiert sein.

Goodreads-Reading Challenge

Den Klassiker unter den Leseherausforderungen bietet wie immer Goodreads an. In meiner 2024 Reading Challenge habe ich dieses Mal bescheidene 75 eingetragen.1 Bei 52 #PerryRhodan-Heften, mindestens 14 #OnePiece-Bänden und einer Handvoll Entenhausen-Editionen sollte das kein Problem sein.

Viel interessanter ist, ob ich meinem Anspruch gerecht werden kann, auch ein paar Dinge außerhalb der genannten Reihen zu lesen. Mir fehlen ja noch viel zu viele #ScienceFiction-Klassiker aus älteren und neueren Tagen, die ich mir endlich einmal einverleiben möchte: Die Bobiverse-Sachen von Dennis E. Taylor, Pantopia von Theresa Hannig, oder die Marstrilogie von Kim Stanley Robinson, um nur ein paar zu nennen.

Wie ich mich kenne, wird es maximal eines davon – wenn mir nicht wieder Walter Moers, Heinz Strunk und/oder Sven Regener mit neuen Werken dazwischengrätschen.2

Oder ich orientiere mich einfach an den Covern.

Schachbrett Challenge

Die gute Kaisu hatte da nämlich eine hervorragende Idee. In ihrem Blog LIFE4BOOKS stellt sie die Schachbrett Challenge 2024 vor. Die Idee ist amüsant und ganz nach meinem Geschmack: man fordert sich selbst heraus, über das Jahr ein Schachbrett mit gleichermaßen dunklen und hellen Buchcovern zu füllen. Stand jetzt sähe das bei mir ungefähr so aus:

Deutlicher Überhang bei den dunkeln Covern, würde ich sagen – was mich eventuell animiert, endlich mal meine alte FAZ-Comicsammlung zur Hand zu nehmen, die ich vor über zehn Jahren mühsam zusammengesammelt und seither nicht angerührt habe.

Aber erzählt selbst! Was packt ihr so auf eure Lesestapel?

––––––––––––
  1. Ich höre Chris vom Weltendieb laut durch den Aether lachen.[]
  2. vom Kehlmann könnte man eigentlich auch mal wieder was lesen[]

Auf ins Jahr 2024!

Und wieder haben wir eine Runde um unser Zentralgestirn absolviert, nutzen wir es traditionsgemäß für je einen kurzen Blick zurück und voraus. Für mich bedeutet dies vor allem einen Blick auf mein eskapistisches Schaffen und Konsumieren.

Schmökern und Schreiben

Was war: Man kann bekanntlich nie genug lesen.1 Ein bisschen was habe ich dennoch wegschmökern können: #Comics, Mangas, Romane, Sachbücher und Raketenhefte – was man halt so in die Finger kriegt.

In jeder dieser Kategorien möchte ich je ein Beispiel lobend hervorheben, auch wenn die Wahl hier nicht immer leicht fällt. Neben etlichen Werken aus #Entenhausen, ein wenig Asterix, Spirou und Lucky Luke ragt unter den Comics eindeutig Der kleine Perry hervor, dem ich drüben im fantastischen Fanzine #WoC eine Lobhudelei gewidmet habe. Mein Lieblingsmanga ist seit gut einem Jahr One Piece, wovon ich einen Schuber nach dem anderen verschlinge. Romanhighlight ist definitiv Die Insel der 1000 Leuchttürme von Walter Moers.2 Top-Sachbuch ist Foellig nerdiges Wissen von Jens Foell.3 Und die besten #PerryRhodan-Hefte des Jahres 2023 sind die Nummern 3208 bis 3210 von Michael Marcus Thurner, auch bekannt als die Terrania-Trilogie.

Was wird: So soll es im Grunde nahtlos weitergehen. Auch im anlaufenden Jahr wollen Raketenheftchen, Piratenmangas und Entenhausen-Editionen gelesen werden. Wie immer nehme ich mir vor, ein paar mehr oder weniger klassische #ScienceFiction-Romane zu lesen. Zum Beispiel wollte ich schon immer mal einen Blick in die Bobbyverse-Sachen werfen. Zu meiner großen Freude legt Meister Moers offenbar gleich ein weiteres Zamonien-Werk nach: “Das Einhörnchen, das Rückwärts leben wollte”. Klingt spannend.

Was war: Geschrieben wurde 2023 auch ein wenig. Vor allem aber wurde veröffentlicht. Hatte ich es erwähnt? Mein erstes richtiges Buch! Unter dem Pseudonym Finn Mühlenkamp hat mein #Kinderbuch Mette vom Mond das Licht der Welt erblickt. Solltet ihr es noch nicht käuflich erworben haben, bitte ich nun dringend darum.

Jetzt bestellen: “Mette vom Mond” von Finn Mühlenkamp

Damit nicht genug, habe ich an der Klaus-Frick-Geburtstags-Anthologie Das wüsste ich aber! einen bescheidenen4 Anteil.5 Und schließlich habe ich einigermaßen stetig an meiner Perry-Rhodan-Fanfiction Old Man Rhodan weitergeschrieben. Die bisherigen Kapitel erschienen nach und nach im fantastischen Fanzine World of Cosmos. Falls ihr also mal nachlesen wollt, wie es dem ollen Weltraumhelden nach Ablauf der 20.000-Jahresfrist ergehen könnte:

Was wird: Wie es an dieser Stelle weitergehen soll, ist noch recht offen. Schreibideen hätte ich en masse – allein es fehlt am zuverlässigen Zeitmanagement dafür. Selbstredend plane ich, Old Man Rhodan alsbald zu einem Abschluss zu bringen. Für einen anderen bislang unveröffentlichten Romantext hege die Hoffnung, dass es eventuell zu einer Veröffentlichung im Rahmen der Perry Rhodan Fanedition kommen könnte. Als größeres Schreibprojekt könnte ich mir vorstellen, mich dieses Jahr wieder intensiver mit meinem Raketenmärchen-Universum zu befassen. Da sprießen gerade einige Ideen, die der Umsetzung harren.

Was war: 28 Blogposts im letzten Jahr sind jetzt eher mau – zumal sich ein Großteil davon um ein gewisses Kinderbuch mit einer gewissen #Mette dreht. Der Rest sind überwiegend Listicles und der – kläglich gescheiterte – Versuch, eine wöchentliche Tagebuchblogrubrik zu etablieren. Da bleibt der gute Robert auf seinem Blog “Verwaltet” mein unerreichtes Vorbild.

Was wird: Ich weiß noch nicht. Auf jeden Fall will ich auf meinem Blog wieder etwas mehr pfostieren. Auch um das dramatische Ende des Microbloggingwesens auszugleichen.

Lauschen und Labern

Was war: Durchgehend regelmäßig gelauscht wurde wie immer den Sternengeschichten, dem Gedankenspiele-Podcast und Feelings von Kurt Krömer.6 Es bleibt aber auch in diesem Jahr dabei, dass ich mehr Stunden in den Äther hineinspreche als aus ihm heraushöre.

Was wird: Wenn ihr mir jetzt nicht den Hammer-Podcast empfehlt, wird sich an meinem Hörverhalten 2024 nicht groß was ändern.

Was war: Im letzten Jahr habe ich an sage und schreibe sieben #Podcast-Episoden mitgewirkt, als da wären:

Was wird: Tja, mal schauen, wer mich so einlädt. Ansonsten sollte es mindestens wieder zwei, drei, vier, #Eskapedia-Episoden dieses Jahr geben.

Film und Fernsehen

Was war: Um der Frage des Selbstgesprächlers nach den liebsten Filmen und Serien des Jahres nicht vorzugreifen, fasse ich mich kurz. Mein Lieblingsfilm 2023 ist Oppenheimer, meine Lieblingsserie The Last of Us.7

Was wird: Ich lass mich überraschen.

Dies und Das

Was war: Auch 2023 waren wir wieder in der Weltgeschichte unterwegs, unter anderem hat mir Leipzig besonders gut gefallen. Außerdem hatte ich die Bürde und Ehre, die 118. Ausgabe unseres fantastischen Fanzines World of Cosmos als alleiniger Aushilfsredax zu betreuen. Und schließlich hat das vergangene Jahr das endgültige Ende unserer einstigen Lieblings-Social-Media-Plattform Twitter gesehen. Dadurch hat Mastodon eine Renaissance erfahren und #Bluesky hat sich als Ersatz angeboten. Das lang erwartete Threads ist bislang eine herbe Enttäuschung.

Was wird: Unterwegs sein wollen wir 2024 selbstredend auch. Die Pläne sind noch nicht festgezurrt, aber es könnte eventuell wieder über den großen Teich gehen. Und dann sollte ich mich endlich wieder einmal im Perry-Rhodan-Fandom blicken lassen. Die Perry-Rhodan-Tage in Braunschweig wären dafür ein heißer Kandidat. In Sachen Social-Media-Zukunft ist meine Zuversicht etwas gedämpfter. Bislang sehe ich keinen adäquaten Ersatz für #Twitter-als-es-noch-gut-war, der einen nutzbaren Nachrichtenticker, eine heimelige Special-Interest-Plauderecke und einen bescheidenen Reichweitenbooster für das eigene kreative Zeugs miteinander vereint. Aber vielleicht ist die Zeit für so etwas einfach vorbei und wir sollten uns auf unsere Blogs, Podcasts und angeschlossene Discordserver zurückziehen. Oder sollte ich es mal mit einem Newsletter versuchen?

Aber vermutlich kommt ohnehin wieder alles ganz anders. Auf das unentdeckte Land!8

––––––––––––
  1. Grüße an Chris vom Weltendieb gehen raus![]
  2. Dazu müssen wir noch eine Eskapedia-Sendung aufnehmen, Robert![]
  3. auch aber nicht nur wegen der großartigen Illustrationen des wunderbaren Sina Loriani[]
  4. Es ist eine ziemlich wirre Story, die im Grunde nur von popkulturellen Anspielungen zusammengehalten wird. Zum Glück sind die anderen vertretenen Geschichten wesentlich besser.[]
  5. mit “und andere” bin ich gemeint[]
  6. Wobei ich da immer die Folgen auslasse, bei denen ich den Talkgast nicht kenne.[]
  7. dicht gefolgt von One Piece, Succession, und Rick and Morty[]
  8. Die Zukunft![]

© 2007-2024 by nerdlicht.net | Kontakt | Impressum | Datenschutz | Ich woanders: Eskapedia; World of Cosmos; Zusammengebaut; Instagram; Mastodon; Bluesky; Threads; Goodreads | Jetzt bestellen: "Mette vom Mond" von Finn Mühlenkamp | Theme von Anders Norén