Schlagwort: DC

Ein paar Comics vom Gratis Comic Tag 2024

21 #Comics gab es beim diesjährigen #GratisComicTag zu ergattern. Aus Gründen wurden es bei mir diesmal nur drei – im Geiste kommen immerhin zwei hinzu, die ich bereits zuvor käuflich erworben und gelesen hatte.

Meine Skepsis über die Beschränkung auf eine Zielgruppe unter 12 Jahren hatte ich schon im Vorfeld geäußert. Sie wurde zu gleichen Teilen bestätigt und widerlegt.

Gigantischer Favorit

Der Band “Die Giganten” hat mir große Freude bereitet. Zum einen halte ich Riesen für sträflich vernachlässigte und unterrepräsentierte #Fantasy-Wesen. Zum anderen ist die Geschichte der jungen Erin, die eine besondere magische Verbindung zu einem der titelgebenden Giganten entwickelt, ganz wunderbar gelungen.

Erin hat bei einem tragischen Unfall ihre Eltern verloren und lebt nun bei Onkel, Tante und Cousin auf dem Land. Dort kann sie ihre fast magische Begabung im Umgang mit Pflanzen ausleben. Bei einsamen Streifzügen durch die Natur entdeckt sie einen freundlichen Riesen, mit dem sie auf wundersame Weise verbunden scheint. Doch leider sind auch finstere Kräfte dem Giganten auf der Spur.

Das Abenteuer ist der Auftakt einer Reihe. In jedem Band wird die Geschichte eines weiteren Riesen und eines mit ihm verbundenen Kindes erzählt, die im Finale schließlich zusammenlaufen. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, die Reihe weiterzulesen.

Superheldenfehlgriff

Etwas enttäuscht war ich hingegen von den beiden Superheldenheftchen aus den Häusern #Marvel und #DC. Zu denen greife ich beim GCT stets ohne groß nachzudenken in der Hoffnung, einen kleinen Einblick in die aktuelle Handlung des jeweiligen Haupt-Comicuniversums zu erhaschen. Ein bisschen will man ja über die Ereignisse auf Earth 616 und Earth Prime1 auf dem Laufenden bleiben. Durch die oben erwähnte Zielgruppenfokussierung blieb mir dieser Einblick diesmal jedoch verwehrt.

Im Marvel-Heft gab es kindgerechte Einstiegscomics in die Welt der beiden Spider-Men Peter Parker und Miles Morales, sowie eine spaßige Variation über eine Dreier-WG der beiden mit Venom. Alles durchaus amüsant und gut gemacht – die Originstory der beiden großartigsten Wandkrabbler aller Zeiten zum tausendsten Mal zu lesen, ist dennoch etwas ermüdend.

Bei DC ganz ähnlich: Hier werden harmlose kleine Abenteuer der Bat-Familie und ihrer Lieblingsschurken erzählt. Etwas flotter kommen die Teen-Titans-Geschichten im Stile der Zeichentrickserie daher.

Der kleine Perry war schon da

Selbstverständlich wäre der kleine Perry meine erste Wahl gewesen – hätte ich ihn nicht bereits vor langer Zeit käuflich erworben, gelesen und allüberall begeistert gelobt – unter anderen drüben im #WoC: “Der kleine Perry – das Geheimnis des Wanderplaneten” von Olaf Brill und Michael Vogt

Von dieser Neuinterpretation der #PerryRhodan-Abenteuer mit einem Titelhelden im Kindesalter bin ich in höchstem Maße begeistert und freue mich sehr auf den zweiten Band, der gerade in Arbeit ist.

90 Jahre Donald Fauntleroy Duck

Schließlich kann ich als alter Donaldist natürlich an keinem Druckerzeugnis vorbeigehen, das meine Lieblingsente feiert. Daher nenne ich die Sonderausgaben des Lustigen Taschenbuchs zu Donalds 90. Geburtstag längst mein eigen. Ich gestehe frei heraus, dass mir die italienischen Geschichten aus #Entenhausen sehr gut gefallen – obwohl sie nicht zum Barks-Rosa-Kanon zählen. Zumal sich die europäische Autorenschaft ebenfalls sehr wohl des Quellenmaterials bewusst ist. So gibt es im zweiten Band der LTB-Sonderedition eine wunderbare Geschichte, in der Donalds alter Freund Peter Pig aus seinem ersten Film “The Wise Little Hen” von 1934 dabei ist.

Details folgen auf der Tonspur

Alles weitere werden Robert und ich alsbald ausführlichst in der nächsten #Podcast-Ausgabe der #Eskapedia besprechen. Haltet eure Empfangsgeräte bereit!

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  1. oder wie das bei DC aktuell heißt[]

Das Beste aus dem Hause DC-Comics

Erneut stellt Volker1 für die Datengrundlage einer kommenden Sendung ein paar Fragen in den virtuellen Raum. Diesmal geht es um das Comicuniversum von Batman, Superman und Co.

Bekanntlich ziehe ich das Haus der Ideen2 vor. Dennoch kann ich auch dem Mitbewerber viel abgewinnen und sehe mich mit ausreichender Kompetenz gesegnet, die Fragen zu beantworten.

Wie immer ist das Ganze ein prima Aufhänger für einen Blogpost, in dem ich meine knappe Twitter-Antwort etwas ausführen kann. Beginnen wir also mit Frage eins.

Meine Top 5 der besten/liebsten DC-Filme

Das mit den Filmen bekommt das MCU bekanntlich deutlich besser hin. DC ist allerdings schon sehr viel länger im Filmgeschäft tätig – und hat sich mit seinen aktuellen Produktionen auch wieder mehr als gefangen. Ausreichend Material also, um gute bis sehr gute Filme zu identifizieren und eine Top-5-Liste3 zu befüllen.

1. Wonder Woman (2017) – Was soll ich sagen? Bester Film! Alles richtig gemacht.

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2. The Dark Knight (2008) – Nach einem kürzlichen Rewatch habe ich festgestellt, dass sich meine einstige Begeisterung für diesen Film nicht mehr ganz reproduzieren lässt. Zu seiner Zeit war er aber mit das Beste, was wir in Sachen Superhelden-Zeugs hatten. Und er hat den besten Joker.

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3. Aquaman (2018) – Auch hier kein Grund zum Meckern: Großartige Hauptfigur, interessantes Szenario, runde Geschichte.

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4. Batman Returns (1992) – Hier gilt in noch höherem Maße, was ich für den zweiten Nolan-Batman oben angemerkt habe. Mit Blick auf den Trailer glaube ich kaum, dass mich der Film heute noch begeistern könnte.4 Aber damals war er mein absoluter Liebling.

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5. Shazam (2019) – Dieser Film hat schlicht und einfach Spaß gemacht. Auf die Art und Weise hat das DCEU5 eine echte Zukunft.

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Meine Top 5 der besten/liebsten DC-TV-Serien

In Sachen TV-Serien hatte ich schon öfter betont, dass ich hier den Vorteil bei DC sehe. Keine der Marvel-Serien konnte mich bislang überzeugen – bei DC waren es allerdings bereits einige. Auch wenn ich längst nicht in alle reingeschaut habe.

1. The Flash – Ja, es ist schnulzig, es ist trashig, es ist seifenoperig – aber The Flash ist aktuell meine absolute Lieblings-Superheldenserie.6 Bei allen Plot- und Logiklöchern macht sie in Sachen Charakter-Chemie einfach alles richtig. Inzwischen habe ich Staffel fünf konsumiert, freue mich darauf, dass die sechste erschwinglich streambar wird und hoffe, dass es noch etliche geben wird.

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2. Batman: The Animated Series – Diese Serie aus den 90ern kann man gar nicht hoch genug einschätzen, hat sie doch der Legende des Dunklen Ritters etliche Figuren und Handlungselemente hinzugefügt. Mir hat sie damals vom Stil und von den Geschichten her sehr gut gefallen – und ich glaube, das meiste davon würde auch heute noch gut funktionieren.

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3. Legends of Tomorrow – Die Ursprungsserie des DC-Arrowverse7 hat mich tatsächlich nie so gepackt. Ihr zweiter (?) Spinoff nach “The Flash” (siehe oben) jedoch umso mehr. Von den Legends of Tomorrow habe ich bislang zwar nur die erste Staffel gesehen, das trashig-unlogische Zeitreise-Chaos hat mir aber extrem gut gefallen. Das muss ich alsbald unbedingt mal weitergucken.

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4. Superman: The Animated Series – Hm. An das Intro kann ich mich überhaupt nicht mehr erinnern. Ich bin auch sicher, dass diese Serie nie ganz an das Batman-Pendant (siehe oben) herankam. Aber sie hatte auch etliche gute Folgen – will mir mein Gedächtnis zumindest weismachen.

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5. Batwoman – Als dritte Arrowverse-Serie, die würdig ist, in meine Top-5-Liste aufgenommen zu werden, gesellt sich Batwoman hinzu. Ich find’s durchaus schade, dass Ruby Rose den Fledermausmantel wieder abgelegt hat. Mal schauen, was in Staffel zwei draus wird.

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Meine Top 5 der besten/liebsten DC-Charaktere

An ikonischen und interessanten Figuren mangelt es DC wahrlich nicht. Dennoch habe ich mich ab Platz drei durchaus schwer getan.

1. Bruce Wayne / Batman – Den guten Bruce auf Platz eins zu setzen hat ehrlich gesagt fast nur noch nostalgische Gründe. Ja, Batman ist cool. Ja, er ist als8 einziger normaler Mensch unter all den Superwesen etwas ganz besonderes – vor allem, wenn er trotzdem gegen sie bestehen kann.

Mittlerweile finde ich seine Rolle des düsteren Einzelkämpfers für die Gerechtigkeit aber mächtig ausgelutscht. Wenn es mich einstmals fasziniert hat, dass er sogar erfolgreich gegen Superman selbst antritt, finde ich dieses Motiv mittlerweile nur noch ermüdend. Spätestens in der unsäglichen Martha-Szene haben sie diese Idee dermaßen totgeritten – ich hoffe, sie lassen es damit endgültig gut sein.9

Bezeichnend vielleicht, dass meine liebste Batman-Version der letzten Jahre der Lego-Batman ist, der all diese Düsterheit so herrlich auf die Schippe nimmt.

2. Diana von Themyscira / Wonder Woman – Eigentlich gehört diese Dame auf Platz eins. Einer der ältesten Superhelden überhaupt ist nämlich eine Frau – und dabei kein Imitat oder Sidekick eines männlichen Pendants. Wonder Woman steht für sich allein,10 ist niemandem untergeordnet – und nicht einmal Batman weiß ein Mittel, sie zu überwinden.

Hinzu kommt der griechisch-mythologische Hintergrund – und hin und wieder ein unsichtbares Flugzeug. Was will man mehr?

3. Barbara Gordon / Batgirl – Auch wenn die gute Barbara sowohl vor als auch während ihrer Oracle-Zeit11 zu glänzen wusste, mag ich vor allem die Burnside-Version mit dem neuen Kostüm aus der New-52-Ära. Die coole blitzgescheite Informatikstudentin, die eigenständig in Gothams Hipster-Stadtteil12 unterwegs ist, macht mächtig Laune.

4. Green Lantern – Dem aufmerksamen Beobachter wird aufgefallen sein, dass ich hier keinen Klarnamen angegeben habe. Das liegt daran, dass ich keine spezifische Green Lantern – also etwa Hal Jordan, John Stewart oder Kyle Rayner – meine, sondern vielmehr den Superhelden und seine Fähigkeiten an sich.

Das kosmische Helden-Korps, das mit purer Willenskraft durchs All reisen und dort für Recht und Ordnung sorgen kann, hat es mir angetan.

5. Oliver Queen / Green Arrow – Ich beende diese Teil-Liste mit einem Verlegenheitseintrag. Hier ist zudem ausdrücklich nicht der Oliver Queen aus der TV-Serie gemeint, der mir doch zu arg als Batman-Klon daherkommt (düster und so). Generell ist auch die Comicversion sehr nah am Dunklen Ritter dran (tagsüber stinkreicher Konzernchef, nachts Superheld ohne Superkräfte) – was mir in den wenigen Comics, die ich mit ihm gelesen habe, aber immer gefallen hat, ist seine Revoluzzer-Ader, die vor allem in Elseworld-Geschichten zum Tragen kommt, wenn Superman und/oder Batman mal wieder die Seiten wechseln.

Meine Top 5 der besten/liebsten DC-Comics

Das Wichtigste zuletzt: Die Comics selbst. Hier habe ich natürlich inzwischen dermaßen viel gelesen, dass eine solche Auswahl arg schwierig wird. Ganz spontan ohne viel Nachdenken kam folgende Liste zustande. Erstaunlich, dass ich gar keinen reinen Batman-Comic mehr dabei habe.13

1. Genosse Superman / Red Son – Kal-El ist immer dann eine großartige Figur, wenn seine Macht und seine Fähigkeiten konsequent zuende gedacht werden. Dies gelingt in den meisten Fällen nur in den Elseworld-Geschichten, in denen die Restriktionen der Original-Handlung nicht gelten müssen.

So in dem legendären Band “Red Son”, der von der schlichten Prämisse ausgeht, dass Baby-Superman einen halben Tag später die Erde erreicht und dadurch nicht in Kansas, sondern in der Sowjetunion landet.

Dadurch wird natürlich alles anders, Kal-El ist nun ein tapferer Sowjet-Bürger, der Stalin nach seinem Tod sogar als Staatsoberhaupt beerbt. Das alles ist sehr klug, spannend, einfallsreich und konsequent zuende erzählt.

2. Gotham Central – Wie ergeht es eigentlich den ganz normalen Menschen in einer Welt voller Superhelden und Superschurken – beispielsweise den regulären Polizistinnen und Polizisten in Gothams Innenstadt?

Dieser Frage geht diese abgeschlossene Serie sehr “realitätsnah” auf den Grund.

3. Animal Man (New 52) – Zu Recht eine der am höchsten gelobten Serien der New-52-Ära. Unter anderem habe ich hier und hier ein paar Worte darüber verloren.

4. Injustice: Gods Among Us – Ähnlich wie in “Red Son” (siehe oben) wird auch in dieser Serie etwas konsequenter auserzählt, was ein Superman so alles kann, wenn man ihn von der Leine lässt – beziehungsweise er sich selbst. Die Injustice-Comics basieren ursprünglich auf dem gleichnamigen Videospiel, spannen aber ein recht einfallsreiches Alternativ-Universum auf, das damit beginnt, dass der Joker Superman dermaßen auf die Palme bringt, dass er kurzerhand den Joker im Affekt tötet und danach beschließt, das Böse ein für alle mal restlos vom Antlitz der Erde zu tilgen. Rigoros und konsequent.

Dabei gleitet er natürlich bald in diktatorische Gefilde ab, wird aber lang von vielen Mithelden begleitet, da sie das hehre Ziel einer utopischen Welt durchaus teilen. Und selbstverständlich schart sich der Widerstand mal wieder um Batman, der Staffel für Staffel vergeblich versucht mit anderen Mitteln14 Supermans immer drastischer werdende Herrschaft zu beenden.

5. Wonder Woman (New 52) – In diesem “Run” wurde die gute Diana erneut eng an ihre griechisch-mythologischen Wurzeln herangeführt. Es geht darin um ihre Herkunft und ihr Erbe und sie muss sich vor allem mit der olympischen Götterwelt herumschlagen, die im DC-Universum natürlich sehr real unterwegs ist.

Grundplot ist, dass der olle Zeus spurlos verschwunden ist und die übrigen Olympier beginnen, um den vakanten Thron zu intrigieren. Bis ein bis dato unbekannter Erstgeborener des Göttervaters auftaucht, der besagten Thron auf sehr rubuste Weise für sich beansprucht. Aber da hat Wonder Woman auch noch ein Wörtchen mitzureden.

Vorfreude auf den Podcast

Soweit mein Beitrag zu des Selbstgesprächlers Podcast-Recherche. Inzwischen ist das Ergebnis seiner Bemühungen in den Aether gewandert. Lauschet also:

Selbstgespräche im Zwiegespräch 018 – Das Beste/Liebste aus dem Universum von DC – Teil 1

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  1. Dessen wunderbarer Podcast in jeden Podcatcher gehört. Aktuell zieht er den Dialog vor und produziert überwiegend die Selbstgespräche im Zwiegespräch.[]
  2. Marvel[]
  3. Eigentlich will ich ja gerade eine TopVier-Kategorie in meinem Blog etablieren. Für Volker mache ich aber selbstverständlich eine Ausnahme.[]
  4. Über nostalgische Verklärung hinaus.[]
  5. Oder wie die offizielle Abkürzung des aktuellen DC-Filmuniversums lauten mag.[]
  6. Dabei fand ich die Figur in den Comics immer total doof.[]
  7. “Arrow”[]
  8. fast[]
  9. Interessanterweise wird Batman im Arrowverse tunlichst gemieden und für verschollen erklärt. Ein wenig Abwesenheit tut der Figur sicherlich mal ganz gut.[]
  10. “Wonder Man” wurde Jahre später erst erdacht – und dann auch noch beim Konkurrenzverlag.[]
  11. Wir erinnern uns: Der Joker schoss sie im legendären “Killing Joke” in den Rollstuhl. Bekanntlich sind Rückgratverletzungen im DC-Universum jedoch über kurz oder lang heilbar.[]
  12. Oder war’s ein Vorort?[]
  13. Selbst in Gotham Central kommt er nur sehr am Rande – ich glaube sogar nur in ein, zwei Panels – vor.[]
  14. Schurken, Magie, Götter, Parallelwelten[]

Bingetagebuch: Legends of Tomorrow

Es ist kompliziert: Superhelden-TV-Serien und ich

Eigentlich mag ich die Marvel-Comic-Superhelden ja viel lieber als die Kollegen bei DC, was sich größtenteils auch auf Bewegtbild-Medien überträgt. Auf der Kinoleinwand ist das auch ne klare Sache – die MCU-Filme und der grandiose Spider-Verse-Film und sogar viele X-Men-Sachen sind für mich nicht zu toppen (allerdings: Wonder Woman ist großartig und Aquaman hab ich noch nicht gesehen).

Bei TV-Serien verhält es sich komischerweise ganz anders. Obwohl offiziell zum MCU gehörig, habe ich Daredevil, SHIELD und sogar Agent Carter recht früh wieder abgebrochen. The Defenders war die einzige Staffel, die ich mit Mühe komplett geguckt habe. Ich fand sie allesamt unfassbar langweilig und schleppend erzählt.

Und dann kam The Flash. Obwohl er in meinen Augen immer einer der inkonsequentesten Comichelden war – ich meine, er läuft mit Lichtgeschwindigkeit! –, der fast noch absurder überpowert ist, als sein Kumpel Superman, gefiel mir seine Serie aus dem Hause CW von Anfang an erstaunlich gut. Meine Hoffnung, dass dies auch für die Schwesterserien gelten möge, hat sich allerdings zunächst nicht erfüllt. Sowohl Arrow als auch Supergirl wussten mich nicht zu packen. Beide hab ich nach ein paar Folgen wieder abgebrochen.

Legenden der Zukunft

Ganz wollte ich besagte Hoffnung aber nicht aufgeben, dass es im Arrowverse, wie dieses gemeinsame Serien-Universum genannt wird, doch noch etwas für mich gibt. Also hab ich mir die erste Staffel der Legends of Tomorrow bei einem meiner beiden Streaminganbieter aufs Handy gezogen und mir damit die tagtägliche U-Bahn-Pendelei versüßt.

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Schurkenjagd durch die Jahrhunderte

Die Handlung ist eigentlich recht schnell erzählt und so schlicht, dass es nicht mal einer Spoilerwarnung bedarf: Ein so genannter Time Master namens Rip Hunter rekrutiert eine Truppe Helden, Anti-Helden und Schurken, um mit ihnen den unsterblichen Schurken Vandal Savage zu bekämpfen, der in ferner Zukunft die Weltherrschaft an sich reißt.

Mit dem Zeitschiff Waverider hopsen die Heldinnen und Helden dann 16 Folgen lang vor und zurück durch die Jahrhunderte. Savage treibt seit der Zeit der Pharaonen sein Unwesen, weswegen es etliche Zeitpunkte gibt, an dem man seinen Aufstieg zur weltweiten Terrorherrschaft beenden könnte. Natürlich gelingt es Folge um Folge nicht, Savage zu stoppen – auch weil selbstredend noch weitere Fraktionen, unglückliche Zufälle und persönliche Befangenheiten im Spiel sind.

Dieser erste große Handlungsstrang – soviel sei verraten – findet in Staffel 1 seinen Abschluss. Hätte die Serie keine Verlängerung erfahren, wären die geneigten Zuschauenden wenigstens mit einem befriedigenden Ende entlassen worden. Tatsächlich aber geht es munter weiter und der interessante Cliffhanger wird erfolgreich aufgegriffen. Ich bleibe dran.

Zeitreise Trash

Allerdings nicht unbedingt wegen des SF-Hintergrunds. Bei Zeitreisegeschichten habe ich eigentlich recht hohe Ansprüche, die hier ehrlich gesagt nicht mal im Ansatz erfüllt werden. Die Möglichkeiten und Konsequenzen einer Zeitreise werden fast gar nicht angetastet. Alle interessanteren hirnverknotenden Gedankenspiele werden von vornherein durch dramaturgische Postulate (geht nicht weil geht nicht) unterbunden, jede Zeit kann nur einmal besucht werden, wodurch sie nur zu exotischen Orten verkommen, die nacheinander bereist werden. Dabei folgt dies nicht einmal einer nachvollziehbaren Logik – denn wenn es dramaturgisch erforderlich ist, gehen einige Dinge dann doch. Die hier dargestellte Form der (dramaturgischen) Zeitreise ist also nicht nur langweilig sondern sie folgt auch keiner inneren Logik.

Wunderbare Seifenoper

Erneut sind es hier allerdings das Zusammenspiel und die Entwicklung der dargestellten Charaktere, die mich begeistern. Die Dynamik zwischen den Figuren mag oft klischeehaft sein, ist aber immer auf Spannung und treibt die Handlung voran. Überhaupt ist alles sehr witzig, rasant und flott erzählt, niemals langweilig und gespickt mit den notwendigen popkulturellen Referenzen von Star Trek und Wars bis zu Zurück in die Zukunft. Ich find’s großartig und freue mich auf Staffel zwo.

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Bingetagebuch: The Flash

Gerade habe ich Staffel vier durchgebinged und bin erneut auf unerklärliche Weise begeistert.

Die Evil-Speedster sind aus

Ein Grund, weswegen ich die vierte Staffel wieder deutlich besser fand als den Vorgänger, mag sein, dass sie erstmals auf einen bösen Speedster als Gegenspieler von Flash verzichtet hat. Nach dem Reverse-Flash in Staffel eins, Zoom in Staffel zwei und Savitar in Staffel drei wäre das Motiv nun aber auch endgültig ausgelutscht gewesen. (Ja, ich weiß, dass sie in Staffel fünf Godspeed an den Start schicken – egal.)

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Stattdessen bekommt es der Blitzmann (so hieß der Gute in alten deutschen Comicübersetzungen wohl tatsächlich mal) mit einem superintelligenten Superschurken zu tun, den ich DC-Noob erst für eine Braniac-Variante gehalten hatte, die sich aber als die Arrowverse-Version des Thinker herausgestellt hat. Aus Sicherheitsgründen folgt zunächst eine

WARNUNG VOR DEM SPOILER!

Schlaukopf will Menschheit neustarten

Die Handlung gestaltet sich grob wie folgt: Nachdem Barry Allen am Ende der dritten Staffel aus Gründen in die Speedforce gegangen war, muss das restliche Team Flash einstweilen ohne ihn klarkommen. Das klappt einstweilen ganz gut – Wally West ist ja auch recht flink zu Fuß. Als sie aber einen mysteriösen Samurai-Roboter nicht überwinden können, der zudem explizit nach der Anwesenheit Flashs verlangt, heckt man einen Plan aus, den Titelhelden wieder zurückzuholen.

Das gelingt mit etwas Mühe auch, der Samuroid wird relativ leicht besiegt und man sieht sich plötzlich mit neuen in der Stadt auftauchenden Metas konfrontiert, die meist Ärger machen. Hinter all dem steckt besagter Thinker, der den sich langsam entfaltenden Masterplan verfolgt, die “Erleuchtung” der Menschheit herbeizuführen – nichts Geringeres, als die “Löschung” der Gehirne aller Menschen auf dem Planeten. Seiner Meinung nach ist dies der einzige Weg, um den vermeintlichen Irrweg, auf dem sich die Zivilisation befindet, zu beenden und noch mal von Neuem zu beginnen.

Wie in einer derartigen Serie üblich, gelingt es den Helden erst ganz zum Schluss, ganz knapp vor der Umsetzung des bösen Plans, selbigen zu vereiteln, den Schurken zu überwinden und den Tag zu retten. Wie bei den Arrowverse-Serien aus dem Hause CW üblich, gibt es mittendrin ein eigenständiges Crossover-Event, in dem die Helden aus den Geschwisterserien Arrow, The Flash, Legends of Tomorrow und Supergirl gemeinsam gegen eine Bedrohung antreten müssen – diesmal die von Nazis beherrschte Parallelwelt Erde X, die man mit vereinten Kräften von dem Gesocks befreien kann.

Gelungener Schurke, witzige Nebenfiguren

Nicht nur weil er mal kein Speedster ist – der Oberschurke dieser Staffel ist ziemlich gelungen. Man mag sich da ein wenig an Thanos orientiert haben (zu Anspielungen und Referenzen gleich noch mehr) – aber warum auch nicht? Ähnlich wie beim Mad Titan aus dem MCU-Blockbuster treiben auch den Thinker vermeintlich hehre Motive an, die mit ziemlich rabiaten Methoden die Rettung der Menschheit wenn nicht allen Seins zum Ziel haben. Seine Zielstrebigkeit und Kompromisslosigkeit sind (im Rahmen dieser Serie) glaubhaft und spannend dargestellt. Seine über die Folgen hin wachsende Macht setzt er in den letzten Folgen herrlich konsequent ein. Ja, das haben sie bei Thanos abgeguckt.

Die Screentime einer meiner Lieblings-Nebenfiguren – Kid Flash aka Wally West – wurde leider arg zurückgefahren. Was natürlich daran liegt, dass er jetzt bei den Legends of Tomorrow rumspringt. Dafür wird in dieser Staffel aber der großartige Elongated Man (der DC-Noob in mir dachte erst, das ist Plastic Man, das sind aber zwei verschiedene Figuren) eingeführt, der dem Team Flash als weiterer Superheld zur Seite steht. Wiederkehrende Gastauftritte von Danny Trejo und der wunderbaren Katee Sackhoff runden das Angebot ab – natürlich neben dem bewährten Cast um Iris, Joe, Wally, Caitlin, Cisco, Harry, Cecile und Barry.

Anspielungen am laufenden Meter

Die oben erwähnte Thanos-Parallele ist sicher keine Anspielung im eigentlichen Sinne. Davon hat diese Serie dennoch einige zu bieten. Und damit meine ich nicht nur die üblichen Nerd-Referenzen, die Cisco immer einstreut.

An wenigstens einer Stelle ist eine Hommage an die beste Speedster-Szene aller Zeiten zu finden – nämlich die berühmte Quicksilver-Szene aus X-Men Days of Future Past.

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In ganz ähnlicher Weise schaltet Flash ein, zwei Mal Gegenspieler mit Schusswaffen aus und lenkt Projektile ab.

Rick & Morty erhalten gebührende Ehrerbietung, als mit dem Rat der Wells (Harrison Wells zieht seine Doppelgänger aus einigen Parallelwelten zu Rate) auf den Rat der Ricks angespielt wird. Und im Showdown im Bewusstsein des Thinkers macht dieser einen auf Agent Smith und versucht Flash und den Elongated Man mit der schieren Masse seiner selbst zu überwinden. Selbstredend vergeblich.

Und das sind nur die Anspielungen, die mir aufgefallen und im Gedächtnis geblieben sind. Ich mag sowas.

Und was ist daran jetzt gut?

Das allein reicht aber nicht für meine anhaltende Begeisterung, die mich auch durch die ersten drei Staffeln getragen hat. Denn eigentlich bin ich wie gesagt gar nicht mal so der DC-Comics-Fan. Wenn man ganz ehrlich ist, sind Handlung und Effekte streckenweise schon ganz schön trashig und an vielen Stellen bis an die Schmerzgrenze absurd unlogisch und inkonsequent.

Tatsache ist, dass es in dieser Serie nie um Superkräfte, Parallelwelten, Zeitreisen und die Rettung der Welt geht. Das ist eigentlich nur schmückendes Beiwerk. Die eigentliche Handlung der vierten Staffel dreht sich nicht um die Überwindung des Thinkers, sondern um die sich entwickelnde Freundschaft von Barry Allen (Flash) und Ralph Dibney (Elongated Man). Es geht darum, wie sich Iris in ihrer Führungsrolle im Team Flash zurechtfindet, wie Cisco und Gypsy mit ihrer Fernbeziehung klarkommen (oder auch nicht), wie Harry zu seiner Tochter findet und dabei unter anderem mit Suchtverhalten und Demenz zu kämpfen hat und wie die Familie von Cecile und Joe Zuwachs bekommt. Alles dreht sich immer um die Charaktere, ihre alltäglich-menschlichen Probleme, ihre Beziehungen zueinander und die Entwicklung derselben.

Ja, ich weiß, es gibt eine Bezeichnung für solche Geschichten: Seifenoper. Aber ich stehe dazu. The Flash ist meine Seifenoper und ich freu mich drauf, wenn mein Streaminganbieter irgendwann Staffel fünf im Angebot hat.

Wie geht’s weiter?

Bis es soweit ist, geht erfahrungsgemäß noch etwas Zeit ins Land. Der Cliffhanger hat ja schon in Aussicht gestellt, dass die Tochter von Iris und Barry aus der Zukunft den Plot bestimmen wird. Ich bin gespannt.

Bis dahin werde ich mich mal näher mit Legends of Tomorrow auseinandersetzen. Die beiden anderen CW-Serien Arrow und Supergirl haben mich ja nicht so gepackt – bei den Legends haben mir die ersten Folgen aber ziemlich gut gefallen. Da bleibe ich erst einmal dran.

Lesetagebuch: Perry Rhodan naht

Gerade ausgelesen

Perry Rhodan: Um der Wahrheit die Ehre zu geben – ich habe bereits einen Blick in die aktuelle Erstauflage der größten Science-Fiction-Serie der Welt riskiert. Zum einen, weil besagter Jubiläumsband (siehe unten) naht, zum anderen, weil Band 2994 aus der Feder von Wim Vandemaan stammt. Das ist nämlich einer von den Guten. Und tatsächlich bietet dieses Heft eine gute SF-Story, die durchaus für sich allein funktioniert und mir dennoch schon mal einen kleinen Einblick in die aktuelle Meta-Handlung gegeben hat. Geboten wird die Geschichte einer lebenden KI-Stadt, deren Beschreibung wohl nicht von ungefähr an die Lem-Geschichten Solaris und Der Unbesiegbare erinnert. Hat mir gefallen.

New 52: Hiermit erkläre ich meine DC-Comics-Phase erst einmal für beendet. Auch wenn mir die beiden letzten New-52-Serien meines Superhelden-Lesemarathons durchaus gut gefallen und Lust auf mehr gemacht haben.

Überraschenderweise gilt dies sogar für Lobo. Die Neuauflage des galaktischen Kopfgeldjägers war damals besonders umstritten, weil der ikonische Rockerpräsident in eine vermeintlich modernere Version verwandelt worden war. Mehr noch: Die klassische Version wurde sogar offiziell um die Ecke gebracht und für einen Scharlatan erklärt. Aber was soll ich sagen: der neue Lobo, seine Hintergrundgeschichte und seine Abenteuer sind gar nicht mal so schlecht. Tatsächlich hat mir das kurzweilige Weltraum-Gemetzel richtig gut gefallen. Es war gut in das DC-Universum eingebettet inklusive kurzer Konfrontation mit Superman und enger Verknüpfung mit der Green-Lantern-Storyline.
Auf diesen ganzen Handlungskomplex (inklusive der andersfarbigen Laternen) hätte ich im Übrigen durchaus auch noch mal Lust – aber ein anderes Mal.

Den Höhepunkt dieser Ära habe ich mir jedoch noch gegönnt, nämlich den mir bis dato völlig unbekannten Animal Man. Schon damals hieß es an vielen Stellen, dass dies die Beste New-52-Serie sei – und sie ist wirklich ziemlich gut. Nein, sie ist fantastisch, obwohl – oder weil – sie sich fast komplett aus der DC-Metahandlung raushält und im Grunde so tut, als würde es Superman oder die Justice League gar nicht geben. Die Geschichte spannt ein großartiges Fantasy-Szenario auf, in dem es drei magische Reiche des Lebens gibt: The Red, The Green und The Rot, die sich eigentlich stets die Waage halten – hin und wieder aber um die Vorherrschaft ringen. Jedes dieser Reiche führt seine Avatare ins Feld. Besagter Animal Man muss sich gemeinsam mit seiner Familie diesem Konflikt stellen. Diese Verknüpfung aus Übersinnlichem und Alltagsproblemen lässt das Ganze fast wie eine Marvel-Superheldengeschichte wirken. Vielleicht gefiel sie mir deshalb so gut.

Star Wars: Glaubt mir! Die Star-Wars-Comics sind allesamt richtig gut. Aktuell bin ich bei zwei Serien am Ball. Die schurkische Archäologin Dr. Aphra, einstmals Sidekick von Vader persönlich, brilliert schon länger in ihrer eigenen Geschichte. Zuletzt hat sie sich aus den Klauen ihres mörderischen Droiden befreien können, der sich kurzerhand zum Herren aufgeschwungen hatte. Darth Vader selbst setzt seine Serie natürlich auch ohne sie fort. Aktuell wird erzählt, wie er sich zu Beginn des Imperiums behaupten und die aus der TV-Serie Rebels bekannten Inquisitoren trainieren muss. Aus Rebels ist auch der imperiale Admiral Thrawn bekannt – zumindest seine aktuelle Kanon-Inkarnation. Diese Figur stammt eigentlich aus dem Erweiterten Universum der Prä-Disney-Ära und war dort kurz nach der Vernichtung des zweiten Todessterns Hauptwidersacher der Helden um Leia, Luke und Han. Thrawn war bei den Fans schon immer derart beliebt, dass er leicht verändert im neuen Kanon seine Wiederauferstehung erlebte. Die Comicminiserie erzählt seinen Aufstieg zum Admiral. Hin und wieder mag ich solche geradlinigen Entwicklungsgeschichten unfehlbarer Charaktere ja.

Aether & Empire: Wie so viele finde ich Steampunk-Ästhetik und entsprechende Szenarien ja immer sehr reizvoll – finde aber nur ganz selten richtig gute Geschichten damit. Mit dem abgeschlossenen Comic-Band Aether & Empire hat mir endlich mal was gefallen. Erzählt wird die Geschichte einer Reise zum Mars. Das militärische Aetherschiff ist auf einer Rettungsmission und soll einer vorangegangenen verschollenen Expedition nachforschen. So weit so klischeehaft. Auch sonst ist der Band natürlich mit den üblichen Tropes und Motiven vollgepackt, bleibt dabei aber trotzdem spannend und unterhaltsam. Doch, das war gut.

Galactica: Mein BSG-Hangover-Blues ist nun langsam abgeklungen. In seinen letzten Zügen habe ich versucht, die Leere nach dem Serienende mit Comics zu füllen, was durchaus hier und da gelang. Zuletzt war die Miniserie BSG vs BSG an der Reihe, in der das unvermeidliche Szenario beschrieben wird, dass die klassische Galactica auf ihre Reboot-Inkarnation trifft. Das Ergebnis ist – abgesehen von den mittelmäßigen Zeichnungen – gar nicht mal so furchtbar, wie man erwartet hätte. Damit ist es jetzt aber auch gut.

Entenhausen-Edition: Erneut möchte ich jedem diese formidable Carl-Barks-Erika-Fuchs-Donald-Duck-Komplettedition wärmstens ans Herz legen. Für sehr faires Geld erhält man nach und nach alle Donald-Geschichten aus der Feder des Meisters und in der Übersetzung der Meisterin. Zuletzt gab es in Band 53 eine längere Geschichte um eine Mumie, die ich noch nicht kannte. Sehr lohnenswert.

Karl Gabel: Mit großer Begeisterung habe ich Karl Gabels sämtliche Weltraumabenteuer gelesen. Die Komplettausgabe der alten SF-Comicstrips aus der DDR hatte mir der formidable HerrRPunkt zum Geschenk gemacht, um meine diesbezügliche Wissenslücke zu schließen. Als alter Wessi (siehe unten) hatte ich zuvor davon natürlich noch nie gehört. Da die Geschichten aus den 50ern beziehungsweise 70ern stammen, sind sie leider nicht ganz frei vom Herrenwitz dieser Zeit, behandeln aber durchaus interessante damals gängige SF-Themen, was mich die ein oder andere Parallele zu Perry Rhodan erahnen ließ.

Aktueller Lesestoff

Scherben: Wie bei Anthologien unterschiedlicher Autoren zu erwarten, gefällt mir natürlich nicht jede Story aus dieser Sammlung aus dem Hause Fantasyguide gleich gut – es sind aber viele gute dabei. Etwas überflüssig finde ich nur, dass einigen Autoren zugestanden wurde, ihren Geschichten noch ausführliche erklärende Worte beizufügen. Entweder sprechen Geschichten für sich – oder eben nicht. Die Information, ob es aus dem ein oder anderen fiktiven Kosmos noch weitere Geschichten gibt, hätte man auch getrost in einen Anhang ans Ende packen können.

Mosaik: Na, wer kennt noch die Digedags und die Abrafaxe? Ich als alter Wessi eher nicht so. Ich bin aber gerade dabei, das zu ändern. Was für unsereinen nämlich Micky-Maus-Hefte oder Asterix-Comics waren, waren in der DDR die Mosaik-Hefte. Und diesen Schatz hebe ich nun, beginnend mit einem TaschenMosaik. In dieser Reihe werden die alten Digedags-Comics neu aufgelegt. Besagte Helden hat es in Band sechs gerade ins antike Rom verschlagen, wo sie Abenteuer erleben, die sich hinter denen des beliebten Galliers nicht zu verstecken brauchen. Es folgt ein großer Mosaik-Sammelband neueren Datums, in dem es die Abrafaxe mit der Reformation im Allgemeinen und Luther im Speziellen zu tun haben. Ich bin gespannt.

Harry Potter: Weit vorgedrungen bin ich beim dritten Band Der Gefangene von Askaban noch nicht. Harry hat gerade mal seine Tour mit dem Fahrenden Ritter hinter sich und bummelt durch die Winkelgasse. Bekanntlich lese ich die Bücher gerade zum ersten Mal. Trotz Kenntnis der Filme ist die Lektüre ein unverändert großer Genuss.

Der Lange Kosmos: Auch bei dem letzten Band des Parallelwelt-Epos von Terry Pratchett und Stephen Baxter bin ich ein wenig voran gekommen. Es ist ja gar nicht mal die Handlung, die mir in dieser Buchreihe so gefällt, als vielmehr die einfallsreiche Beschreibung der etlichen Erd-Variationen. So ist eine der Hauptfiguren gerade auf einer entfernten Parallelerde auf einer riesigen lebenden Insel unterwegs. Ich mag sowas.

Was als nächstes?

Marvel: Nachdem ich hier etwas ausgesetzt und meinen Fokus leicht auf die Konkurrenzprodukte von DC-Comics gelegt habe (siehe oben), investiere ich grad wieder in die (schwarzen) Marvel-Comic-Sammelbände von Hachette. Mit Freuden nehme ich zur Kenntnis, dass diese Reihe offenbar ad infinitum fortgesetzt und mit relativ neuen Sachen, wie der Vision-Miniserie, Ms. Marvel, Miles Morales und dem neuen Secret-Wars-Ereignis aufgefüllt wird.

Fear Agent: Zu meinem Erstaunen gibt es offenbar einen vierten Band der großartigen Pulp-SF-Comicreihe Fear Agent, die ich nach dem recht endgültigen dritten Band abgeschlossen wähnte. Als es ihn kürzlich bei Comixology im Angebot gab, musste ich zuschlagen.

Perry Rhodan: Und schließlich rückt das große Jubiläum einer der letzten großen alten Heftromanserien immer näher. Seit September 1961 ist unverdrossen Woche für Woche ein neues Heft mit den Abenteuern des unsterblichen Weltraumhelden erschienen, in wenigen Tagen erscheint Band 3000. Auch wenn ich seit mindestens 800 Heften nicht mehr regelmäßiger Leser bin, bin ich durchaus gespannt. Mit Blick auf die Autorenliste werde ich vermutlich sogar schon mit Heft 2998 einsteigen und mindestens bis 3003 durchhalten. Kann man sich übrigens ganz bequem Woche für Woche aufs Kindle ziehen – wobei ich den 3000er selbst vermutlich in klassischer Printform haben muss.

Kein Fortschritt / noch nicht angefangen

Sven Regener: Magical Mystery | Sven Regener: Wiener Straße | Douglas Adams: Der elektrische Mönch | Douglas Adams: Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele | Douglas Adams: Lachs im Zweifel | JMS: Dream Police | Star Wars: DJ | Perry Rhodan Comic 5 & 6 | Luis Bermejo: Der Herr der Ringe | Stephen Hawking | Karl May | Star Trek: Enterprise | Judith Vogt: Roma Nova | Tommy Krappweis: Mara und der Feuerbringer | Hans Rosling: Factfulness | Steven Pinker: Gewalt | J.R.R. Tolkien: Der Fall von Gondolin | Eis und Dampf | Liu Cixin: Der dunkle Wald | Claudya Schmidt: Myre | Klaus N. Frick: Das Blutende Land | Ed Finn, Kathryn Cramer et al.: Hieroglyph | Paolo Bagicalupi: Biokrieg | Michael Moorcock: Elric von Melniboné | Andreas Eschbach: Perry Rhodan | Torben Kuhlmann: Lindbergh | Torben Kuhlmann: Armstrong | Torben Kuhlmann: Edison | Rory Lucey: Jonesy | Walter Moers: Der Bücherdrache

Lesetagebuch: Spider-Men

Gerade ausgelesen

Justice League Dark: Puh, So langsam habe ich die geballte DC-New-52-Ladung über. Wobei diese Superheldencomicserie aus besagter Ära zwischen 2011 und 2016 durchaus gelungen war. Gegen Ende wurde es jedoch zunehmend wirr und gigantomanisch. Die magiebegabten Helden um Zatana und John Constantine mussten nichts geringeres leisten, als das komplette Multiversum vor der Nicht-Existenz zu bewahren. Büschen doll vielleicht. Ich hatte mir ja vorgenommen, die wichtigsten New-52-Sachen nachzulesen. Ein paar habe ich noch vor der Brust – aber ein kleines Päuschen ist wohl langsam angebracht.

Weihnachten auf der Lindwurmfeste: Das war nett. In dem relativ dünnen Bändchen beschreibt Walter Moers die weihnachtsähnlichen Riten, Sitten und Gebräuche auf der zamonischen Lindwurmfeste. Darin lässt er seine aktuelle Lieblingsfigur Hildegunst von Mythenmetz in Briefform gewohnt wortspielerisch und einfallsreich die fantastischen und doch vertrauten Absurditäten der Festtage schildern. Wie gewohnt ist auch dieses Fantasy-Werk aus dem Zamonien-Kosmos reich illustriert, erneut von Lydia Rode und dem Meister höchstselbst. Die quälende Wartezeit bis zum hoffentlich baldigen Erscheinen des Bücherdrachen wurde damit kurzweilig überbrückt. Die kleine Leseprobe am Ende des Bändchens facht die Vorfreude zusätzlich an.

Black Panther: Das erste Heft von Rise of the Black Panther gab’s unlängst für lau bei Comixology. Hier wird neu aufbereitet die Origin-Geschichte des aktuellen Königs von Wakanda in gewohnt hochwertiger Marvel-Comic-Qualität zum Besten gegeben, beginnend mit T’Challas Großvater und Vater. Ersterer trifft auf Captain America und zweiterer muss sich erstmals mit Ulysses Claw auseinandersetzen. Lesenswert!

Spider-Men: Und nun zu unserem Lieblings-Netzschwinger aus der Nachbarschaft – und allen seinen Inkarnationen und Spinnen-Freunden. Nachdem ich am Wochenende den großartigen Film Into the Spiderverse im Kino gesehen habe, ist meine Liebe zu Marvels Spinnenleuten neu entbrannt – allen voran Miles Morales, der wirklich eine großartig ausgearbeitete Figur ist. Aber auch Spider-Gwen, Spider-Woman und alle anderen im näheren und weiteren Umfeld sind fantastisch. Daher habe ich sowohl bei Spider-Men als auch Spider-Men 2 zugeschlagen und die beiden Miniserien in kürzester Zeit weggeatmet.
In beiden Serien treffen Peter Parker und Miles Morales aufeinander und müssen sich gemeinsam irgendwelchen Schurken stellen. Wobei diese Auseinandersetzung wie so oft nur Beiwerk ist. Tatsächlich geht es um die inneren Konflikte der beiden Hauptfiguren, ihre Verluste und den Versuch des älteren Peter, dem jüngeren Miles den ein oder anderen Verlust zu ersparen. Das Zusammenspiel der Charaktere ist die Hauptsache und weiß zu begeistern.

Die erste Miniserie spielt noch vor der Verschmelzung aller Universen im Zuge der Secret-Wars-Ereignisse. Peter gerät durch einen interdimensionalen Riss in das Ultimate-Universum und trifft erstmals mit Miles zusammen. Die Tatsache, dass der Peter Parker dieses Universums bereits verstorben ist, lässt unseren Original-Peter natürlich nicht kalt. Dennoch rauft er sich schnell mit seinem hiesigen Nachfolger zusammen und beide retten sie den Tag. Ganz am Ende bleibt die Frage offen, ob es denn auch in dem uns bekannten Original-Universum (oder Erde 616, wie der Fachmann sagt) einen Miles Morales gibt.

Diese Frage steht in Teil zwei im Mittelpunkt und wird von mir an dieser Stelle natürlich nicht gespoilert. Wir befinden uns mittlerweile in der Zeit nach der Verschmelzung beider Universen. Miles und Peter sind nun gemeinsam in derselben Welt unterwegs. Vielmehr kann ich dazu gar nicht sagen, ohne mein Versprechen, nicht zu spoilern zu brechen. Etwas verwirrt hat mich nur die Erkenntnis gegen Ende, dass es nun wohl doch wieder etliche Paralleluniversen gibt – obwohl ich die oben erwähnten Secret-Wars-Ereignisse immer so verstanden hatte, dass dies nun nicht mehr der Fall sei. Wie auch immer, beide Miniserien sind großartig und unbedingt empfehlenswert.

Aktueller Lesestoff

Lobo: Auch wenn ich oben schrob, dass ich DC erst einmal wieder über habe, gebe ich mir vor dem entsprechenden Päuschen schnell noch mal den Emo-Hipster-Lobo aus der New-52-Ära. Das war ja mit die kontroverseste Veränderung dieser Epoche, als der klassische 80er/90er Jahre Rockerpräsident einer vermeintlich modernen Inkarnation seiner selbst Platz machen musste. Tatsächlich beginnt die Serie sogar damit, dass der neue Lobo den alten abmurkst und zur Kopie erklärt, während er der einzig echte sei. Und natürlich ist auch er ein unverwüstlicher Weltraum-Kopfgeldjäger. Mal sehen, was da noch kommt.

Was als nächstes?

Alles von Spider-Man: Dank meiner oben angedeuteten neuentfachten Zuneigung zu Marvels Spinnenleuten erkläre ich hiermit 2019 zum Spider-Man-Jahr. Auch wenn ich mit Spider-Island, Spiderverse, einigen Einblicken in Leben und Wirken von Spider-Gwen und Miles Morales durchaus einiges gelesen habe, gilt es noch eine ganze Menge Lücken zu füllen. Empfehlungen werden gern entgegengenommen.

Kein Fortschritt / noch nicht angefangen

Sven Regener: Magical Mystery | Sven Regener: Wiener Straße | Douglas Adams: Der elektrische Mönch | Douglas Adams: Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele | Douglas Adams: Lachs im Zweifel | JMS: Dream Police | Star Wars: Thrawn | Star Wars: DJ | Perry Rhodan Comic 5 & 6 | Luis Bermejo: Der Herr der Ringe | Stephen Hawking | Karl May | Star Trek: Enterprise | Judith Vogt: Roma Nova | Tommy Krappweis: Mara und der Feuerbringer | Hans Rosling: Factfulness | Steven Pinker: Gewalt | J.R.R. Tolkien: Der Fall von Gondolin | Eis und Dampf | Liu Cixin: Der dunkle Wald | Claudya Schmidt: Myre | Star Wars: Dr. Aphra | Klaus N. Frick: Das Blutende Land | Ed Finn, Kathryn Cramer et al.: Hieroglyph | Terry Pratchett & Stephen Baxter: Der Lange Kosmos | Paolo Bagicalupi: Biokrieg | Michael Moorcock: Elric von Melinboné | Andreas Eschbach: Perry Rhodan | Animal Man | Swamp Thing | Torben Kuhlmann: Lindbergh | Torben Kuhlmann: Armstrong | Torben Kuhlmann: Edison | Rory Lucey: Jonesy | Aether & Empire | Harry Potter und der Gefangene von Askaban | Walter Moers: Der Bücherdrache | Fantasyguide präsentiert: Scherben | Karl Gabels sämtliche Weltraumabenteuer

Lesetagebuch: Neues aus Zamonien

Es gibt unter anderem alte Comics und Neues aus Zamonien. Aber lest selbst!

Gerade ausgelesen

Werner: Als norddeutsches Kind der 80er bin ich natürlich Werner-Leser der ersten Stunde. Über die ersten Bände aus dem Semmel Verlach habe ich mich damals herrlichst beömmelt. Auch wenn dem guten Brösel eigentlich schon nach Band vier aufgrund des wachsenden Erfolgs die persönlichen Alltagsgeschichten als Vorlage ausgingen, blieb ich seinem Werk durchaus noch eine Weile treu. Irgendwann habe ich es dann aber doch aus den Augen verloren und war durchaus überrascht, als er dieses Jahr noch mal mit einem Rennen und einem neuen Buch an den Start ging. Werner – Wat Nu!? habe ich mit großer nostalgischer Freude allerdings ohne großer Erwartungen auf meinem Geburtstagsgabentisch vorgefunden. Und, nun ja, ohne den Nostalgie-Anteil funktioniert das alles nicht mehr so recht. Es wird viel Werbung für das Rennen gemacht (das nun wohl ein jährliches Motorsport- und Rockfestival werden soll), an alte Zeiten erinnert und mit dem fortgeschrittenen Alter des Zeichners und der Alter-Ego-Hauptfigur kokettiert.

Aktueller Lesestoff

Justice League Dark: Bei dieser Superheldencomicserie aus dem Hause DC liege ich in den letzten Zügen – beziehungsweise stecke ich im letzten Sammelband. Ich bleibe bei meinem Urteil, dass diese Serie zum Besten der New-52-Ära zählt. Der mystisch-magische Teil des DC-Universums und die dazugehörigen Heldinnen und Helden von Zatana und John Constantine bis zu Frankensteins Monster sind sehr einfallsreich und spannend. Gegen Ende wird die Handlung zwar arg gigantomanisch abstrus, bleibt jedoch hervorragend erzählt und gezeichnet. Bin gespannt, wie es ausgeht – und ob der rote Faden noch mal zur serienübergreifenden Meta-Handlung dieser Epoche zurückkehrt.

Scherben: Sehr lesenswerte Fantastik-Anthologie aus der Reihe Fantasyguide präsentiert. Zugelegt habe ich sie mir eigentlich nur wegen der enthaltenen Geschichte vom Wortwerken. Aber schon die ersten Storys haben mir ausnehmend gut gefallen. Los geht’s mit einer klassischen Fantasygeschichte mit gelungenem Zeitreisetwist. Und selbst die beiden folgenden unvermeidlichen Dystopien sind sehr kurzweilig. Unbedingte Leseempfehlung!

Karl Gabel: Ihr kennt Karl Gabel nicht? Ging mir bis vor kurzem auch so. Seit mir aber der großartige Herr R Punkt Karl Gabels sämtliche Weltraumabenteuer zum Geschenk machte, kann ich diese Wissenslücke endlich schließen. Der Band enthält klassische Science-Fiction-Strips aus der DDR der 80er Jahre. Großartiges Zeug, das humortechnisch zwar eher in den 50ern zu stecken scheint (leider inklusive gepflegtem Herrenwitz), wissenschaftlich aber erstaunlich akkurat daherkommt – zumindest, was Schwerelosigkeit und Bewegung in derselben angeht.

Weihnachten auf der Lindwurmfeste: Endlich wieder nach Zamonien! Ehe im nächsten Jahr wieder ein richtiger Buchhaim-Roman an den Start geht (siehe unten), erfreut uns Walter Moers mit dem kurzen aber reich illustrierten Briefwechsel des zamonischen Großschriftstellers Hildegunst von Mythenmetz zum Thema Weihnachten – beziehungsweise Hamoulimepp, wie es auf der Lindwurmfeste heißt. Gewohnt amüsant werden zamonisch überdreht weihnachtliche Bräuche auseinandergenommen – unser guter Hildegunst schätzt dieses Fest nämlich nicht sonderlich. Erneut stammen die wunderbaren Illustrationen nicht nur von Moers selbst sondern auch von Lydia Rode.

Was als nächstes?

Spider-Men: Entgegen meiner letztmaligen Anmerkung habe ich mir nun doch den kompletten Sammelband der Spider-Men-Miniserie zugelegt, in dem Peter Parker erstmals auf Miles Morales trifft. Und obendrauf gab es gleich noch die zweite Runde dieser Zusammenkunft. Ein Comixology-Sale machte es mal wieder möglich.

Black Panther: Für lau gab es sogar das erste Heft der Reihe Rise of the Black Panther. Bin gespannt.

Der Bücherdrache: Und auf diesen lang ersehnten neuen Buchhaim-Roman lässt Walter Moers uns ja schon länger warten – bis Ende März müssen wir noch. Kann es kaum erwarten.

Kein Fortschritt / noch nicht angefangen

Sven Regener: Magical Mystery | Sven Regener: Wiener Straße | Douglas Adams: Der elektrische Mönch | Douglas Adams: Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele | Douglas Adams: Lachs im Zweifel | JMS: Dream Police | Star Wars: Thrawn | Star Wars: DJ | Perry Rhodan Comic 5 & 6 | Luis Bermejo: Der Herr der Ringe | Stephen Hawking | Karl May | Star Trek: Enterprise | Judith Vogt: Roma Nova | Tommy Krappweis: Mara und der Feuerbringer | Hans Rosling: Factfulness | Steven Pinker: Gewalt | J.R.R. Tolkien: Der Fall von Gondolin | Eis und Dampf | Liu Cixin: Der dunkle Wald | Claudya Schmidt: Myre | Star Wars: Dr. Aphra | Klaus N. Frick: Das Blutende Land | Ed Finn, Kathryn Cramer et al.: Hieroglyph | Terry Pratchett & Stephen Baxter: Der Lange Kosmos | Paolo Bagicalupi: Biokrieg | Michael Moorcock: Elric von Melinboné | Andreas Eschbach: Perry Rhodan | Animal Man | Swamp Thing | Lobo | Torben Kuhlmann: Lindbergh | Torben Kuhlmann: Armstrong | Torben Kuhlmann: Edison | Rory Lucey: Jonesy | Aether & Empire | Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Lesetagebuch: ein Tablet voller Comics

Das ist dem Fortschritt bei den Dingen, die man aktuell so auf Kindle, Tablet und Nachttisch hat, natürlich nicht sonderlich förderlich. Aber lest selbst!

Gerade ausgelesen

Valerian: Diesen frankobelgischen Bildergeschichten-SF-Klassiker kannte ich bislang nur dem Namen nach. Schon lange umkreise ich in den einschlägigen Fachgeschäften die entsprechende Komplettausgabe, konnte mich – auch angesichts des stolzen Preises – aber nie zum Erwerb überwinden. Nachdem mir die Verfilmung durchaus gut gefallen hat, wurden die Kreise schon enger. Als es kürzlich bei Comixology eines der Alben für lau gab, schlug ich ohne Zögern zu. Valerian und die Stadt der tosenden Wasser hat mir ziemlich gut gefallen – überraschte mich allerdings damit, meine Erwartungen so gar nicht zu erfüllen. Seelisch war ich auf eine bombastische Space-Opera eingestellt – bekam aber einem Zeitreise-Thriller, in dem der Held aus ferner Zukunft einen diktatorischen Schurken in eine postapokaliptische Ära kurz nach unserer Gegenwart verfolgt. Die Story war dadurch nicht minder spannend und großartig. Zumal diese nahe Zukunft aus Sicht des Autors aus meiner aktuellen Leser-Sicht bereits in der Vergangenheit liegt. Haupt-Handlungsort ist nämlich das überflutete New York Ende des 20. Jahrhunderts. Charaktere, Zeichnungen und das gesamte SF-Szenario haben mir dabei so gut gefallen, dass besagte Kreise nun nochmals enger geworden sind.

Saga: Ein kleiner Lesemarathon hat mich bei diesem großartigen Space-Fantasy-Werk aus dem Hause Image endlich wieder auf Stand gebracht. Bis an das dramatische Ende des neunten Sammelbandes bin ich somit vorgedrungen und wie ich kürzlich gelesen habe wird die Geschichte nach Volume 10 wohl vorerst ihren Abschluss finden. Leserschaft und Kritik überschlagen sich ja bekanntermaßen mit ihrem Lob – und ich kann mich dem nur anschließen. Das ist ein ganz großartiges Stück Weltraum-Fantasy, das das Zeug zum zeitlosen Klassiker hat.

Attack on Titan: Mangas lasse ich viel zu oft links liegen. Nicht erst seit meiner Blame! Lektüre weiß ich, welche Perlen ich mir dadurch vorenthalte. Nun schwärmte man im Paperback-Podcast unlängst von ganzem Herzen von dieser Riesen-Zombie-Kiste, weswegen ich mir bei Comixology einfach mal eine umsonstene Attack on Titan Anthologie runtergeladen habe. Ohne das Universum und das ganze drumherum zu kennen, konnte ich ehrlich gesagt nur wenig damit anfangen – zumal ich den Zombie-Aspekt des Ganzen schon lange über habe. Dennoch: Irgendwie hat das was und irgendwann werde ich mich da mal um einen brauchbaren Einstieg bemühen.

Teemännchen: Eigentlich höre ich ja keine Hörbücher. Bei Heinz Strunk mache ich aber gern mal eine Ausnahme. Ähnlich wie bei Helge Schneider, müssen seine Texte eigentlich zwingend vom Autoren vorgelesen werden, um sich voll entfalten zu können. Also konsumierte ich die Kurzgeschichtensammlung “Das Teemännchen” ausnahmsweise mal akustisch. Die teils absurden, teils gnadenlos realistischen Alltagsepisoden schwanken zwischen so lala und grandios. Oftmals zündet der vertraute Strunk-Humor und provoziert vom Schmunzeln bis schallendem Lachen so manche humoristische Gefühlsregung. Wie so oft bei Strunk geht es fast in jeder Geschichte um das Scheitern – und immer häufiger um das Älterwerden. Genau mein Thema also.

Fear Agent: Was für ein großartiges Stück Pulp-Science-Fiction! Auf Empfehlung der 3 Frauen N Comics habe ich mir diese abgeschlossene Comic-Serie gegönnt und es keinen Augenblick lang bereut. In bester Flash-Gordon-Manier düst der Held in seiner rasenden Rakete durchs All und räumt mit Strahlenpistole und Düsenrucksack unter fiesen Aliens auf. Hinter dieser munteren Groschenroman-Fassade verbirgt sich aber eine durchaus dramatische Metahandlung und Charakterentwicklung. Diverse Zeitreisen und verborgene Schurkenpläne würzen das alles nochmals mit Spannung, Action und Einfallsreichtum. Äh, Moment mal, da soll es noch einen vierten Sammelband zu geben? Nach den drei ersten war das Ende doch relativ endgültig. Ich bin gespannt.

Entenhausen Edition: Juhu! Ausgabe 52 der Carl-Barks-Komplett-Edition beantwortet endlich die quälende Frage, wie komplett sie tatsächlich ausfallen wird. Bis dato hatte ich nämlich befürchtet, dass man hier “nur” die kürzeren Episoden aus der Feder des Großmeisters finden wird und nicht die albenfüllenden längeren Geschichten. Diese Sorge war völlig unberechtigt, denn Band 52 enthält erstmals eine einzige längere Geschichte – und zwar eine ganz frühe, in der Donald und seine Neffen es mit keinem Geringeren als Kater Karlo zu tun kriegen. Sehr amüsant! Sehr lesenswert!

Battlestar Galactica: Nachdem ich unlängst (mit 15-jähriger Verspätung) die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten zu Ende geschaut hatte, musste ich mit gewissen Entzugserscheinungen umgehen. Auf meiner Suche nach BSG-Nachschub stieß ich auf eine abgeschlossene BSG-Comicreihe, die ungefähr in der Mitte der zweiten Staffel angesiedelt ist, sowie auf eine Steampunk-Variation, die allerdings mehr auf der klassischen Serie basiert – durchaus aber Elemente des Reboots enthält. Beide sind zwar nur mittelmäßig gezeichnet, überraschen aber mit durchaus spannenden oder wenigstens amüsanten Geschichten. So stößt die Flotte der Galactica in der erstgenannten Serie unter anderem auf eine Flotte “alter” Zylonen, die den Menschen noch treu sind. Sehr spannend.

Justice League: Das Hauptteam des DC-Superheldenuniversums bekam in der New-52-Ära natürlich auch die wichtigste Serie dieser Phase verpasst. So wirkt sie auch wie der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Metahandlung aller Serien dieser Ära, die auf alles Bezug nimmt und die ganz große kosmische Geschichte des DC-Universums erzählt. Hier treffen die Haupthelden der Justice League auf ihre bösen Pendants aus der Parallelwelt Erde Drei und hier müssen sie sich mit Darkseid persönlich auseinandersetzen. Erwartungsgemäß zählt diese Serie auch zu meinen bisherigen Favoriten.

Harry Potter: Auch die Kammer des Schreckens hat mir erwartungsgemäß sehr gut gefallen. Obwohl ich die Handlung von den Filmen her bereits kenne, wissen mich die Bücher, die ich hiermit erstmals lese, zu begeistern. Macht auch Spaß, die kleinen Details zu entdecken, in denen sie sich von den Filmen unterscheiden. Dobbys Socke zum Beispiel.

Starlight: Dieses Schmuckstück der Neunten Kunst lag schon länger auf meiner Comixology-Wunschliste. Wie so oft war es einer der regelmäßigen Sales, der mich endlich hat zuschlagen lassen. Ähnlich wie Fear Agent und ein bisschen auch wie Saga (siehe oben) wird hier das Pulp-SF-Thema aufgegriffen – und das mag ich ja besonders gerne. In diesem Fall ist der Clou aber, dass die Buck-Rogers-Inkarnation bereits in die Jahre gekommen ist und seinen Lebensabend auf der Erde verbringt – wo man ihm seine Abenteuergeschichten nicht mehr so recht glauben will. Es kommt dann aber wie es kommen muss: Eines Tages landet eine Rakete in seinem Garten mit einem Jungen an Bord, der den Helden aus alten Tagen um Hilfe bittet, seinen Heimatplaneten zu retten. Selbstredend zwängt sich unser Held ein letztes Mal in seinen Raumanzug und tritt ein paar Hintern. Großartig!

Spider-Men: Nachdem ein gewisser Comic-Podcast mein Interesse an dieser Miniserie geweckt hat, in der – lange vor dem Spider-Verse und Secret Wars – die beiden Spider-Men Peter Parker und Miles Morales aufeinandertreffen, habe ich das erste Heft mit durchaus großem Genuss gelesen. Darin verschlägt es Peter Parker in das damals noch existierende Ultimate-Universum, in dem sein Pendant bereits gestorben ist und die Rolle des Spider-Man an Miles Morales weitergegangen ist. Durchaus gelungen – aber ich habe mich noch nicht dazu durchringen können, die Miniserie weiterzulesen – beziehungsweise mir den Sammelband zuzulegen.

Injustice: Ich mag die DC-Superheldencomics ja am liebsten, wenn sie ihre eingetretenen Pfade verlassen und in Elseworld-Geschichten die Dinge etwas anders und konsequenter erzählen. Als mein liebstes Beispiel nenne ich da gern Red Son beziehungsweise Genosse Superman, worin der kleine Kal-El halt nicht in Kansas sondern irgendwo in der sowjetischen Ukraine gelandet ist – mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Direkt danach kommt aber schon Injustice – Gods Among Us, das eigentlich auf einem Videospiel basiert und von der Grundidee ausgeht, dass Superman – nachdem der Joker seine schwangere Frau Lois getötet und Metropolis genuked hat – die Faxen dicke hat und kurzerhand die Weltherrschaft übernimmt. Die Idee ist dabei nicht neu. Erstmals habe ich sie in einer Folge der Animated-Superman-Serie umgesetzt gesehen. Hier wird sie aber in mehreren “Staffeln” konsequenz zu Ende gedacht. Das Ganze ist in “Jahre” unterteilt und ich habe gerade Year Five ausgelesen, in dem der endgültige Showdown zwischen Supermans Regime und Batmans Resistance ansteht. Nachdem weder das Green Lantern Corps, Magie oder gar die Götter in der Lage waren, Superman zu stürzen, sollen es nun Parallelwelten richten.

Black Bolt: Aber mein Lieblings-Superhelden-Kosmos ist und bleibt einfach Marvel. Irgendwo habe ich mal den vermutlich uralten Satz gelesen, dass es bei DC um Superhelden geht, die versuchen Menschen zu sein – während es bei Marvel um Menschen geht, die versuchen Superhelden zu sein. Ich mag den Satz und finde ihn in dieser unglaublich großartigen Miniserie um den (einstigen) König der Inhumans Black Bolt erneut eindrucksvoll bestätigt. Aus der Not heraus, erklären zu müssen, warum der übermächtige Herrscher der Inhumans nicht vor Ort war, als der böse Captain America (was macht der eigentlich mittlerweile?) sein Schreckensregime in Secret Empire errichtete (und wieder verlor), steckten die Autoren ihn kurzerhand in ein kosmisches Gefängnis, dem er im Verlauf dieser Serie mühselig entfliehen musste. Dabei wird er – eines Großteils seiner Kräfte beraubt – erzählerisch auf seinen menschlichen Kern reduziert und muss sich vor allem mit inneren Dämonen herumschlagen. Geradezu großartig aber sein erzwungenes Teamup mit dem Superschurken Absorbing Man, der hier eine Charaktertiefe erhält, die so Manchem Helden in Jahrzehnten seiner Existenz nicht zugestanden wird. Und genau das macht dann doch Marvel aus. Ganz große Erzählkunst. Das Ganze ist verbunden mit einem hervorragenden teils experimentellem Zeichenstil. Alles in allem eine der besten Marvel-Miniserien überhaupt.

Aktueller Lesestoff

Justice League Dark: Den New52-Run aus dem Hause DC mag ich wie gesagt ganz gern. Aktuell hole ich die mystische Serie um die Justice League Dark aus dieser Ära nach. In diesem Team und dieser Serie versammelt sich der magisch-mystische Teil des DC-Superhelden-Kosmos’ von Zatana über Deadman bis John Constantine. Das ist für sich allein genommen schon sehr spannend, man merkt aber schon ab dem ersten Panel, dass sich DC mit dieser Serie besondere Mühe gegeben hat. Zudem ist die Metahandlung an vielen Stellen eng mit den Geschehnissen um die original Justice League (siehe oben) verknüpft, was auch diese Serie in den Kern der gesamten DC-Ära rückt. Die Geschichten funktionieren jedoch auch perfekt alleine und machen deutlich, wie reich die magische Welt bei DC gestaltet ist. Die Zeichnungen sind zudem hervorragend und allen Charakteren wird ein angemessener interessanter Hintergrund verpasst. Selbst Figuren, von denen ich zuvor nie gehört hatte, wirken von Beginn an spannend und vielschichtig. Ein weiteres Highlight der New52-Kiste.

Harry Potter: Hier ist nun der Gefangene von Askaban an der Reihe. Ich bin noch ganz am Anfang, macht aber schon viel Spaß.

Scherben: Fantastische Kurzgeschichten lese ich hin und wieder sehr gern. Auch wenn ich eine daraus schon kenne, führe ich mir jetzt mit großer Vorfreude diese Anthologie aus der Reihe Fantasyguide präsentiert zu Gemüte.

Was als nächstes?

Elric von Melniboné: Ich glaube, ich habe vor etlichen Jahrzehnten mal in die ein oder andere Taschenbuchausgabe dieses Klassikers von Michael Moorcock reingeschaut. Viel hängengeblieben ist bei mir da aber nicht. In letzter Zeit stoße ich immer mal wieder auf Anspielungen auf diesen ikonischen Helden, was mich dazu drängt, die Erinnerung wieder aufzufrischen.

Torben Kuhlmann: Die Bilderbücher dieses Herrn umkreise ich bei Buchladenbesuchen schon länger. Mittlerweile sind es dero drei und in allen geht es um Mäuse, die reale Abenteuerreisen der Menschheit nachempfinden. In Lindbergh baut sich eine Maus ein Flugzeug, in Armstrong ist es eine Mondrakete und in Edison geht es auf Tauchfahrt. Die Geschichten sind stets hervorragend gezeichnet und scheinen ihren jeweiligen Gegenstand mit großer wissenschaftlicher Akkuratesse anzugehen – bleiben dabei aber sehr kindgerecht. Oh … und Maulwurfstadt sieht auch ganz wunderbar aus. Genau das richtige für mich, äh, ich meine für Töchterlein. Ich denke, ich habe da gerade eine Geschenkidee.

New 52: Hier muss es natürlich weitergehen. 2011 hieß es ja, dass Animal Man die beste Serie dieser Ära sei. Der erste Sammelband hatte mir damals auch sehr gut gefallen – nun ist endlich der komplette Run dran. Dann darf natürlich Swamp Thing nicht fehlen. Und aus einer Laune heraus habe ich mir auch mal die kurze Lobo-Serie aus dieser Zeit aufs Tablet gezogen. Ich werde berichten.

Perry Rhodan: Nächstes Jahr steht bekanntlich der Jubiband 3000 an. Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich da mal wieder in die größte Science-Fiction-Serie der Welt reinlesen werde. Der nun angekündigte außer der Reihe erscheinende Extra-Roman von Andreas Eschbach, der der Serie ja schon immer freundschaftlich verbunden war, scheint mir auch einen Blick wert zu sein. Ganz früher mochte ich den Eschbach nämlich auch mal ganz gerne.

Jonesy: Gerade trudelt eine weitere Empfehlung aus einem Podcast herein. Drei Frauen n Comics empfiehlt unter anderem diese Bildergeschichte, die den ersten Alien-Film aus Sicht der Katze Jonesy erzählt. Großartige Idee und offenbar auch großartig umgesetzt.

Dampfraumschiffe: Ebenfalls stets “gefährlich” ist ein Blick auf die aktuellen Comixology-Sales. Hier verleitete mich just unter anderem das Steampunk-Werk Aether & Empire zum kostenpflichtigen Klick. Ich bin mit diesem Genre trotz grundsätzlichen Interesses ja noch nie so warm geworden. Mal schauen, was das hier wird.

Kein Fortschritt / noch nicht angefangen

Sven Regener: Magical Mystery | Sven Regener: Wiener Straße | Douglas Adams: Der elektrische Mönch | Douglas Adams: Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele | Douglas Adams: Lachs im Zweifel | JMS: Dream Police | Star Wars: Thrawn | Star Wars: DJ | Perry Rhodan Comic 5 & 6 | Luis Bermejo: Der Herr der Ringe | Stephen Hawking | Karl May | Star Trek: Enterprise | Judith Vogt: Roma Nova | Tommy Krappweis: Mara und der Feuerbringer | Hans Rosling: Factfulness | Steven Pinker: Gewalt | J.R.R. Tolkien: Der Fall von Gondolin | Eis und Dampf | Liu Cixin: Der dunkle Wald | Walter Moers: Weihnachten auf der Lindwurmfeste | Claudya Schmidt: Myre | Star Wars: Dr. Aphra | Klaus N. Frick: Das Blutende Land | Ed Finn, Kathryn Cramer et al.: Hieroglyph | Terry Pratchett & Stephen Baxter: Der Lange Kosmos | Paolo Bagicalupi: Biokrieg

Lesetagebuch: drei Supermen, zwei Spider-Men

Gerade ausgelesen

Action Comics: Ihr hattet natürlich alle Recht. Die New52-Superman-Serie war gelinde gesagt durchwachsen. Dabei fand ich den Anfang mit dem jungen Superman, der gerade nach Metropolis gekommen ist, noch sehr gelungen. Nachher schien es mir aber nur noch eine Hilfsserie für die großen Plots der anderen New52-Serien zu sein. Dabei stecken durchaus immer mal wieder interessante Einzelideen drin. Aber das Hauptproblem bleibt: Es vermittelt nicht den Eindruck, eine eigenständige Serie mit exklusiver Handlung zu sein, wie das bei Batman und Wonder Woman in dieser Ära der Fall war. Den Ausblick auf die Rebirth-Ära mit den drei Supermen (ein “normaler”, ein leuchtender und einer mit Kind) fand ich übrigens ziemlich abschreckend. Das werde ich mit ziemlicher Sicherheit nie lesen.

Aktueller Lesestoff

Dr. Aphra: Auch der zweite Comic-Sammelband über die leicht schurkische Archäologin aus dem Star-Wars-Universum wusste zu begeistern. Nicht nur, weil ihr ehemaliger Boss Darth Vader einen kurzen Auftritt hat. Neben den witzigen und spannenden Geschichten begeistern auch die naturgemäßen Ausflüge in die ferne Vergangenheit (Archäologie halt), die nun ja allesamt kanonisch sind – wie alle Comics der Disney-Ära.

Das Blutende Land: In Klaus N. Fricks Fantsy-Debüt (?) wissen mich die Charaktere weiterhin nicht sonderlich zu begeistern. Dennoch lesen sich die ersten Kapitel ganz gut weg. Es entwickelt sich eine Handlung in einer klassischen Fantasywelt, in der die Magie anscheinend nur noch schwach vorhanden und fast vergessen ist. In den Randprovinzen eines größeren Reiches scheint es aber noch stärkere Magie zu geben – oder immerhin die Möglichkeit, diese zu wecken. Besagtes Reich geht offenbar mit Plänen schwanger, diese Ressourcen für sich zu reaktivieren. Wenn das mal gutgeht.

Hieroglyph: Die zweite Geschichte dieser Positiv-Utopien-Anthologie hat mir etwas weniger gefallen. Es ging um die Entwicklung eines Wirkstoffes, der die menschlichen Lernfähigkeiten enorm erhöht. An sich ein interessantes transhumanistisches Thema – in seiner erzählerischen Aufbereitung kam es mir aber etwas zu hippiehaft-naiv daher.

Harry Potter: In meinem Harry-Potter-Jubiläums-Firstread schmökere ich mich in ungebrochener Begeisterung durch die Kammer des Schreckens. Gerade sind Harrys Armknochen wieder nachgewachsen und sie brauen in Myrtes Toilette den Vielsafttrank zusammen. Herrlich!

Biokrieg: Die Welt, die sich in diesem gelungenen Dystopie-Roman entfaltet, wird immer spannender und interessanter. Gerade tauchte der erste künstlich erzeugte Mensch auf (offenbar die Dame vom Cover). Doch, das ganze ist sehr einfallsreich und durchdacht.

Der Lange Kosmos: Diese Romanreihe über die Lange Erde lebt in meinen Augen fast ausschließlich von ihrem gelungenen Weltenbau. Die Handlung dieses fünften und wohl letzten Romans ist erneut nachrangig und schnell erzählt: Auf allen Parallelerden geht ein Funkspruch ein, der offenbar aus Richtung Milchstraßenzentrum kommt und eine Einladung bislang unbekannter Außerirdischer darstellt. Die diversen Protagonisten sind gerade dabei zu klären, wie sie auf diesen Ruf reagieren wollen. Das eigentlich spannende sind aber wieder die einfallsreichen Örtlichkeiten wie der Backsteinmond oder die fremdartige Flora und Fauna der entfernteren Parallelerden.

Was als nächstes?

Valerian: In diesen frankobelgischen SF-Comic-Klassiker wollte ich ja längst reingelesen haben. Zumal ich die Verfilmung gar nicht so schlecht fand. Mit Freuden habe ich nun gesehen, dass es den ersten (?) Band The City of Shifting Waters bei Comixology für lau gab.

Saga: Bei diesem großartigen Fantasy-Epos bin ich auch schon wieder drei Sammelbände im Rückstand. Höchste Zeit, das aufzuholen.

Myre: Und dann höre ich ja gerade eine Menge Podcasts, die mir allesamt neuen Lesestoff ans Herz legen. Angefangen mit 3 Frauen n Comics, die mir die – bislang zweiteilige – Comicalbenreihe Myre aus der Feder von Claudya Schmidt schmackhaft gemacht haben. Wie angepriesen wirken auf den ersten Blick allein die Zeichnungen enorm beeindruckend.

Fear Agent: Derselbe Podcast empfiehlt Fear Agent, eine offenbar abgeschlossene Comicreihe über einen etwas raueren Pulp-Weltraumhelden. Ist bei Comixology auch grad leicht reduziert zu haben. Verlockend.

Spider-Men: Und die Jungs vom Paberback Podcast machen einem die Zähne in Sachen Spider-Men lang. Darin wird wohl recht gekonnt erzählt, wie der 616-Spider-Man Peter Parker erstmals auf den Ultimate-Spider-Man Miles Morales trifft – und zwar noch vor den Ereignissen der Secret Wars. Zum Glück konnte ich da Heft 1 gerade für lau bei Comixology ergattern.

Kein Fortschritt / noch nicht angefangen

Sven Regener: Magical Mystery | Sven Regener: Wiener Straße | Douglas Adams: Der elektrische Mönch | Douglas Adams: Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele | Douglas Adams: Lachs im Zweifel | JMS: Dream Police | Star Wars: Thrawn | Star Wars: DJ | Perry Rhodan Comic 5 & 6 | Luis Bermejo: Der Herr der Ringe | Stephen Hawking | Karl May | Justice League | Justice League Dark | Star Trek: Enterprise | Judith Vogt: Roma Nova | Tommy Krappweis: Mara und der Feuerbringer | Fantasyguide präsentiert: Scherben | Hans Rosling: Factfulness | Steven Pinker: Gewalt | Heinz Strunk: Das Teemännchen | J.R.R. Tolkien: Der Fall von Gondolin | Black Bolt | Eis und Dampf | Liu Cixin: Der dunkle Wald | Walter Moers: Weihnachten auf der Lindwurmfeste

Lesetagebuch: zwischen Entenhausen und Rom

Gerade ausgelesen

Superheldinnen und Prinzen: Töchterlein hat mir einen ihrer Comics ausgeliehen. Batgirl: Willkommen in Burnside stammt meines Wissens noch aus der New52-Ära, stellt aber einen weiteren kleinen Neustart für diesen Charakter dar. Barbara Gordon zieht nämlich zu Beginn der Story in ein hippes Studentenviertel von Gotham, um sich dort neuen Herausforderungen zu stellen – sowohl in ihrem “echten” Leben als Studentin als auch als Superheldin. Als letztere muss sie sich gleich ein neues Kostüm besorgen, da ihr altes Zeugs komplett verbrannt ist. Die Geschichte ist sehr erfrischend, spannend und auch rund, da sich am Schluss alles recht clever zusammenfügt und einen schön abgeschlossenen Band ergibt. Letzteres gilt für Spider-Gwen: Dunkle Bestimmung nicht ganz. Der Sammelband ist der fünfte und letzte einer Reihe, die die Hintergründe der Gwen Stacy aus der Parallelwelt Erde 65 beleuchtet. Aber auch für sich genommen macht der Band durchaus Spaß, da Erde 65 mit ihrem leicht verdrehten Personal (unter anderem ist Matt Murdock hier der Kingpin) ein interessanter Ort ist. Den Rückflug hat er mir jedenfalls angenehm verkürzen können. Für den Hinflug hat das Inhumans: Erben der Macht übernommen. Der abgeschlossene Band beleuchtet die Jugendzeit der Inhuman-Prinzen Black Bolt und Maximus und gibt den Inhumans erneut etwas Historie und Tiefe.

futu.re: Endlich geschafft! Ich habe das dystopische Machwerk bezwungen und es hat mir nicht so gut gefallen.

Reiten wir! Riesig gefallen hat mir hingegen diese Anthologie mit Western-Geschichten aus dem Karl-May-Universum, das mir damit überhaupt erstmals näher gebracht wurde. Auf meine alten Tage habe ich sogar den Entschluss gefasst, mir endlich den ein oder anderen Originaltext zu Gemüte zu führen.

Liebesgrüße aus Neuschwabenland: Man könnte dieser formidablen Parodie auf gewisse Verschwörungstheorien natürlich ankreiden, im Grunde nur eine – durchaus muntere – Kurzgeschichte zu enthalten, die mit den Bürotweets des Autors aufgefüllt wurde. Allerdings sind diese Tweets sehr lustig. Auch Teil 2 von Alex Jahnkes Neuschwabenland-Saga hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen.

Harry Potter: Wie hier und da schon einmal angemerkt, hole ich mit 20 Jahren Verspätung die Lektüre der ursprünglichen Wizarding-World-Romane von J.K. Rowling nach. Harry Potter und der Stein der Weisen habe ich in Rekordzeit verschlungen und bin schwer begeistert.

Entenhausen: Zum einen habe ich die Bände 50 und 51 der Carl-Barks-Komplettreihe Entenhausen Edition gelesen – und bin erneut hoch erfreut, dass ich etliche Geschichten des Großmeisters noch gar nicht kannte. Zum anderen habe ich mit großer Begeisterung einen Komplettband der formidablen Serie Onkel Dagobert, sein Leben, seine Milliarden von Don Rosa entdeckt, erworben und weggeatmet. Ich weiß gar nicht, ob Rosa unter Donaldisten eher umstritten oder geschätzt wird – ich jedenfalls halte ihn für einen würdigen Barks-Nachfolger und mag seine Forterzählungen des Originalwerks sehr.

Star Trek: Mehr aus Zufall bin ich kürzlich über die großartige Star-Trek-Comic-Anthologie Waypoint gestolpert. Darin enthalten ist eine Handvoll sehr einfallsreicher abgeschlossener Geschichten aus allen Epochen des Star-Trek-Universums (außer Discovery und Kelvin). Gleich die erste Geschichte zeigt uns eine zukünftige Enterprise E unter Captain Geordi La Forge mit einer (Brücken-) Mannschaft aus lauter Data-Hologrammen. Selbiger hat sich nämlich vor einer Weile in den Bordcomputer hochgeladen und IST jetzt quasi die Enterprise. Großartige Idee und großartige Geschichte. Von dem Szenario hätte ich gern mehr erfahren – was für einige der Geschichten gilt.

Aktueller Lesestoff

Action Comics: Diese Superman-Serie aus der New52-Ära ist spätestens ab dem dritten Sammelband reichlich durchwachsen. Durchaus gute abgeschlossene Einzelgeschichten wechseln sich mit Fragmenten größerer Handlungsbögen ab, die offenbar Hauptsächlich in anderen Serien stattfinden. Da immer wieder der Fokus auf Kal-Els Jugend und Origin gerichtet wird, macht mir die Serie im Großen und Ganzen aber schon Freude.

Dr. Aphra: Diese Dame und ihre Entourage stellen einen der besten Einfälle in den Star-Wars-Comics seit der Disney-Übernahme dar. Die leicht schurkisch angehauchte Archäologin begann ihre Karriere als Sidekick von niemand geringerem als Darth Vader. Als dieser schließlich die Nase voll von ihr hatte, schmiss er sie am Ende seiner Serie kurzerhand aus der Luftschleuse. Aphra hat dergleichen zum Glück vorhergesehen, entsprechende Vorkehrungen getroffen und macht nun in ihrer eigenen Serie die weit entfernte Galaxis unsicher. Wir befinden uns in der Ära zwischen Episode IV und V und für eine clevere Archäologin mit gesundem Sinn für den eigenen Vorteil ergeben sich eine Menge Möglichkeiten. Vor allem wenn man einen Wookie-Kopfgeldjäger und zwei wahnsinnige Killer-Droiden an seiner Seite hat.

Das Blutende Land: Klaus N. Frick, seines Zeichens Perry-Rhodan-Chefredakteur ist ein unheimlich netter Kerl und fähiger Redakteur. Aber kann er auch Romane schreiben? Fantasy-Romane gar? Mit Das Blutende Land hat er sich daran versucht und ich teste seine Bemühungen gerade. Handwerklich ist das ganze schon mal – erwartungsgemäß – einwandfrei. Es entwickelt sich eine recht klassische Fantasy-Geschichte mit einem heraufziehenden Krieg und halb verborgener Magie. Die Protagonisten, die in den ersten Kapiteln vorgestellt werden, wirken mir zu Beginn noch etwas blass und es mag mich noch nicht so recht packen. Aber es nimmt langsam Fahrt auf. Mal sehen, was noch kommt.

Hieroglyph: Da ich die ewigen Dystopien langsam ein wenig über habe, folgte ich dem Rat des guten @myrkvid und besorgte mir die Anthologie Hieroglyph – Stories and Visions for a Better Future. Die erste Geschichte hat mir gleich sehr gut gefallen. Niemand geringeres als Neal Stephenson beschreibt darin den Bau eines 20 km hohen Turmes im Süden der USA. So einen hätte ich gern.

Harry Potter: Natürlich ging es nach dem Stein der Weisen nahtlos weiter. Mit ungebrochener Begeisterung schmökere ich mich nun durch Die Kammer des Schreckens. Trotz Kenntnis der Filme sind die Bücher ein großer Gewinn, gehen sie doch in vielen Details in interessante Tiefen – und machen deutlich, dass einige Dinge in Wirklichkeit doch ein wenig anders gelaufen sind. Wobei ich auch feststelle, dass die Verfilmungen sehr akkurat und genial sind.

Biokrieg: Dieses ebenfalls leicht dystopische Werk hat mir dereinst der Lesezwinger ans Herz gelegt. Auch wenn ich dieses Subgenre wie gesagt langsam nicht mehr so mag, ist Biokrieg von Paolo Bagicalupi sehr gut und spannend geschrieben. Das Ganze spielt dabei in Thailand und gibt aus meiner unwissenden Warte die beschriebenen Kulturen recht akkurat wider. Ohnehin scheint mir das alles auf sehr guter – auch wissenschaftlicher – Recherche zu basieren. Im Groben geht es wohl um eine Zukunft, in der die Ernährung der Menschheit dank fieser Pflanzen-Krankheiten nicht mehr allzu sicher gewährleistet ist und die Hoffnung auf der Gentechnik ruht, Nutzpflanzen zu produzieren, die verlässlich Kalorien liefern können. Ohnehin stecken ein paar gute Hard-SF-Ideen in der Geschichte. Doch, gefällt mir bislang ziemlich gut.

Der Lange Kosmos: Auch das Parallelwelt-Epos von Terry Pratchett und Stephen Baxter geht nun in seine letzte Runde. Ich hab die Lange-Erde-Bücher allesamt sehr gern gelesen. Gar nicht mal wegen der jeweiligen Handlung, die ich fast komplett wieder vergessen habe. Vielmehr hat mir die Lange Erde selbst als Welt und Ort enorm gefallen. Das haben die beiden echt gut ausgearbeitet und beschrieben.

Was als nächstes?

Roma Nova: Römer im Weltraum? Immer her damit! Wollte eh schon längst mal was von Judith Vogt lesen.

Mara und der Feuerbringer: Dass der Tommy Krappweis auch schreiben kann, heißt es ja schon länger. Dank der oben beschriebenen Western-Anthologie hab ich nun auch eine Ahnung davon, dass entsprechende Gerüchte wahr sein könnten. Sein Fantasy-Erstling (?) landet daher alsbald auf meinem Kindle.

Scherben: Die beste Geschichte dieser Anthologie aus der Reihe Fantasyguide präsentiert kenne ich zwar schon – dennoch werde ich sie mir zeitnah zulegen.

Kulturoptimismus: Ein, zwei mal hatte ich hier und da angedeutet, dass mir der ewige Kulturpessimismus ganz schön auf den Zeiger geht. Ich wollte schon längst mal einen entsprechenden Rant von mir gegeben haben – bräuchte da aber mal etwas Recherchebackground. Gewalt von Steven Pinker und Factfulness von Hans Rosling könnten mir da eventuell gute Dienste leisten.

Der Fall von Gondolin: Nach den Kindern Hurins und Beren und Luthien kommt nun schließlich Der Fall von Gondolin noch mal als eigenständiges Buch heraus. Das entsprach durchaus den Planungen Tolkiens, der immer vorhatte, diese drei Geschichten in Romane zu gießen. Bei den Kindern Hurins hatten Sohn und Enkel den – wie ich finde erfolgreichen – Versuch unternommen, aus den vorhandenen Notizen einen stimmigen Fließtext zu produzieren. Beren und Luthien hingegen war “nur” eine komplette Editionsgeschichte der existierenden Originalfragmente, die man bereits aus Silmarillion, Vergessene Geschichten & Co. kannte. Ich würde mich freuen, wenn Gondolin wieder mehr in Richtung Kinder Hurins geht. Nun, ich werde es sehen.

Das Teemännchen: Nach dem grandiosen Goldenen Handschuh habe ich beim Halfpap‘schen Werk einmal ausgesetzt. Jürgen war dermaßen schnell verfilmt worden, dass ich mit dem Lesen gar nicht hinterher kam. Das Teemännchen ist jetzt aber wieder fällig.

Black Bolt: Diese Black-Bolt-Serie soll ja auch ziemlich gut sein. Schau ich mir demnächst mal an.

Eis und Dampf: Ich mag Steampunk- und Steamfantasy-Szenarien, habe bislang aber kaum konkrete Geschichten gefunden, die mir auch zusagen. Die Eis und Dampf Sachen sollen ja sehr gut sein. Das schaue ich mir mal an.

Der Dunkle Wald: Den ersten Band von Liu Cixins SF-Trilogie habe ich vor gut einem Jahr mit großer Freude gelesen. Wird höchste Zeit für Band zwei.

Weihnachten auf der Lindwurmfeste: Zu Weihnachten gibt’s neues aus Zamonien. Ich freu mich drauf.

Kein Fortschritt / noch nicht angefangen

Sven Regener: Magical Mystery | Sven Regener: Wiener Straße | Douglas Adams: Der elektrische Mönch | Douglas Adams: Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele | Douglas Adams: Lachs im Zweifel | JMS: Dream Police | Star Wars: Thrawn | Star Wars: DJ | Perry Rhodan Comic 5 & 6 | Luis Bermejo: Der Herr der Ringe | Stephen Hawking | Karl May | Justice League | Justice League Dark | Star Trek: Enterprise

Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 30/2018

Bücher & Lesen

  • Heike Lindhold empfiehlt in einem sehr klugen und ausführlichen Artikel bei den Teilzeithelden das Buch Exit West von Mohsin Hamid. Dabei ordnet sie es sehr durchdacht in die Flüchtlingsthematik ein und webt einen kleinen Exkurs über die Möglichkeiten und Aufgaben phantastischer Literatur ein. Sehr lesenswert! Und das Buch landet umgehend auf meiner Wunschliste.
  • Eine gewisse Romanheftserie steuert gerade langsam aber sicher auf ein weiteres Jubiläum zu. Seit 1961 erscheint Woche für Woche unverdrossen ein neues Heft – und im Februar nächsten Jahres dann Perry Rhodan Band 3000. Chefredakteur Klaus N. Frick wagt schon mal einen vorsichtigen Ausblick – und ich gelobe hiermit, nach langer Abstinenz diesen Jubiläumsband käuflich zu erwerben und zu lesen.

Gesang & Geräusch

Wie großartig ist das denn? Alexander em-effing Gerst musiziert mit Kraftwerk direkt aus dem Orbit IN EINEM CAPTAIN FUTURE SHIRT!

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Kino & Film

Sehr interessante Abhandlung über Kung-Fu-Filme. Ich glaube, in einige Perlen dieser Kunst muss ich alsbald mal wieder reinschauen.

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  • Die San Diego Comic Con hat uns einen großen Schwung frischer Trailer beschert, die uns io9 und Robots & Dragons dankenswerterweise präsentieren. So gibt es den ersten Trailer zur Unbreakable/Split-Fortsetzung Glass, zur Mangaverfilmung Battle Angel Alita, zu den neuen DC-Filmen Aquaman und Shazam sowie einen neuen Ausblick auf Phantastische Tierwesen 2. Eine Komplettliste aller Comic-Con-Trailer hat der gute Edieh erstellt.
  • Aber ich glaube, der beste Film der nächsten Zeit wird Christopher Robin. Robots & Dragons haben einen neuen längeren Trailer am Start.

Lauschen & Labern

  • In seiner aktuellen Sendung jammert der Selbstgesprächler unter anderem ein wenig über das Älterwerden. Was will man machen?

Lego & Minifiguren

Gar nicht so schlecht die Idee: ein Lego-Teile-Aufsauger.

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  • Bei den Brothers Brick gab’s zuletzt ein leuchtendes Ninjaschwert von Sean Mayo und eine beeindruckende Star-Wars-Raumstation von Corry Lankford zu bewundern.
  • Der Bricknerd hat die gemütliche kleine Ecke einer Fantasy-Taverne von MarcelV am Start.
  • Weiteres wie immer drüben bei Zusammengebaut in der allwöchentlichen LegoLinkListe.

Staunen & Wundern

Nie wieder schiefe Krawattenknoten – endlich mal ein nützlicher Livehack!

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TV & Serien

Endlich ein erster Trailer der zweiten Discovery-Staffel. Das wird gut!

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  • Und auch in Sachen Serien kriegen wir dank der Comic Con eine Menge neues Bewegtbildmaterial zu sehen. Robots & Dragons war so nett und hat uns die neuen Trailer zu The Man in the High Castle, der Ducktales-Neuauflage und zu einer interessanten neuen SF-Serie namens Origin aufbereitet. Oder ihr schaut einfach in die Komplettliste aller Trailer bei Edieh rein.
  • Etwas später legte Robots & Dragons noch diesen ersten Trailer der neuen Mars-Serie The First obendrauf. Auch interessant.

Wissenschaft & Visionen

Großartige Geschichte! Da hat einer in den 80ern ein Fake-Perpetuum-Mobile gebaut und bis heute hat (fast) niemand herausbekommen, wie das Teil funktioniert.

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Würfel & Spielbretter

  • Ein gewisser Legonaut hat mir schließlich noch diesen interessanten Artikel bei The Voyager’s Workshop zukommen lassen, in dem ein stolzes Elternteil über die erste Rollenspielrunde mit seinen Kindern berichtet. Unter anderem kommt auch Lego zum Einsatz.

Lesetagebuch: Mit vollem Kindle in den Urlaub

Entsprechend habe ich mein Kindle vollgepackt und werde etliches aus der Kategorie noch nicht angefangen angehen. Aber lest selbst!

Gerade ausgelesen

Marvel-Hachette-Comic-Sammlung: Schon seit 2013 bin ich begeisterter Sammler dieser Marvel-Reihe und fülle mir damit all meine Lücken im Gesamtwerk des Hauses der Ideen – und diese Lücken sind gewaltig. Zuletzt hatte ich hier den Silver Surfer am Wickel, der in einer seiner neuesten Serien mit der Erdenfrau Dawn Greenwood im All unterwegs ist und herrlich absurde Abenteuer erlebt. In einem weiteren Band habe ich endlich die Origin-Geschichte des großartigen neuen Nova Sam Alexander nachlesen können. Die Welt der Avengers offenbarte mir einen Handlungsstrang der Rächer, den ich noch gar nicht kannte. Mit Ex Nihilo wird da ein recht interessanter Schurke vorgestellt, der mal eben den Mars terraformt hat und selbiges mit der Erde plant – nach vorheriger “Entlaubung” derselben versteht sich. SpiderIsland kannte ich zwar schon aus einem ComiXology-Sale, die Saga um die Seuche, die allen New Yorkern auf einmal Spinnenkräfte verpasst, ist aber jederzeit einen Reread wert. Schließlich habe ich mit Der Tag der Defenders und Avengers gegen Defenders die Klassiker um das Originalteam dieses Namens gelesen – bestehend aus Dr. Strange, Namor, dem Hulk, dem Silver Surfer und Valkyre. Großartige Geschichten – und der zweite der beiden Bände beinhaltet nichts geringeres als den ersten Vorläufer späterer Civil Wars.

Aktueller Lesestoff

futu.re: Jetzt, da die Helden dieses Dystopie-Schinkens von Dmitry Glukhovsky die Festung Europa verlassen haben, hoffe ich, dass die schleppende Geschichte noch mal ein wenig Fahrt aufnimmt. Ebenso hoffe ich, es im Urlaub endlich durchgelesen und vom Kindle zu bekommen.

Reiten wir! Die Karl-May-Anthologie hat hingegen ein höheres Lesetempo verdient. Sie ist nämlich sehr gut.

Action Comics: Bei der New52-Superman-Serie muss ich auch mal wieder Gas geben. Hoffentlich reichen die 14 Tage für all das.

Was als nächstes?

Neuschwabenland 2: Die wunderbare Antarktis-Verschwörungs-Parodie von Alex Jahnke aka @Cynx hat schon vor längerer Zeit einen zweiten Teil verpasst bekommen. Erst kürzlich habe ich mit Freuden entdeckt, dass es das auch für meinen eBook-Reader gibt. Also kommt auch Liebesgrüße aus Neuschwabendland mit in den Urlaub.

Kein Fortschritt / noch nicht angefangen

Sven Regener: Magical Mystery | Sven Regener: Wiener Straße | Klaus Frick: Das blutende Land | Douglas Adams: Der elektrische Mönch | Douglas Adams: Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele | Douglas Adams: Lachs im Zweifel | Terry Pratchett und Stephen Baxter: Der Lange Kosmos | Paolo Bacigalupi: Biokrieg | JMS: Dream Police | Star Wars: Dr. Aphra | Star Wars: Thrawn | Star Wars: DJ | Perry Rhodan Comic 5 & 6 | Luis Bermejo: Der Herr der Ringe | Stephen Hawking | Joanne K. Rowling: Harry Potter | Karl May | Ed Finn, Kathryn Cramer et al.: Hieroglyph | Justice League | Justice League Dark | Star Trek: Waypoint | Star Trek: Enterprise

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