Sommerzeit ist Urlaubszeit, diesmal haben wir diesen Jahresabschnitt mit einem kleinen Trip nach Berlin eingeläutet. Es gab etwas Rock’n’Roll, etwas Shopping und Sightseeing – und es wurden1#Comics gekauft. Ein Rückblick.
System of a Down im Olympiastation
Die armenische Schwermetall-Combo aus den US of A gehört zu unseren erklärten Lieblingsbands. Mit großer Freude hatten wir daher zur Kenntnis genommen, dass sie nach langer Zeit wieder in Europa auf Tour gehen. Für uns am nächsten gelegen war der Auftrittsort in Berlin. Und da die Bundeshauptstadt immer eine Reise wert ist, haben wir flugs die Karten geordert – und obendrauf noch zwei, drei Nächte in unserer Lieblings-Unterkunft gebucht.
Serj Tankian & Co. haben alle Erwartungen erfüllt und das Olympiastadion buchstäblich angezündet – obwohl sie seit längerem gar keine neue Scheibe mehr rausgebracht haben.
Ich war tatsächlich zum ersten Mal in dieser Spielstätte und konnte mich ihrer historischen Bedeutung durchaus nicht entziehen. Der schöne Gedanke, dass hier Jesse Owens einst seine Goldmedaillen errungen hat, überstrahlt jedoch alles andere.
Er ist leider hinter einer Paywall verborgen, dennoch sei auf den Konzertbericht aus der Berliner Morgenpost hingewiesen.2 Ich finde ihn zwar streckenweise arg schwülstig formuliert, dennoch fängt er den Abend recht gut ein.
Und natürlich habe ich erneut Studien in Sachen Mosh Pit Science vorgenommen und per Bewegtbild dokumentiert.
Erfolgreichster Reel aller Zeiten
Das entsprechende Video ist drüben bei #Instagram mein erfolgreichster Reel aller Zeiten. Hier – lässt sich besser einbetten – dasselbe Filmchen bei #Bluesky:3
Klar zu erkennen: Alle Moshpits drehen sich gegen den Uhrzeigersinn.
Der Bevölkerung
Dank des anschließenden Kurzurlaubs konnten wir noch ein wenig klassisches Sightseeing betreiben. Unter anderem ging es in den Bundestag – für mich sogar zum ersten Mal. Kann ich sehr empfehlen, auch wenn wir nur die kleine Tour hoch in die Kuppel gemacht haben. Die online-Anmeldung ist ganz unkompliziert. Naja, und dann ist man zum gebuchten Zeitpunkt vor Ort, passiert die Sicherheitsschleuse und rein geht’s.
Ist das von Künstler eigentlich so gedacht, dass „Der Bevölkerung“ langsam zuwächst?
Sushi und Druckerzeugnisse
Essen muss der Mensch selbstredend auch. Unter anderem haben wir die japanische Lokalität Ishin in der Mittelstraße besucht, die auf den ersten Blick etwas mensahaft daherkommt, was ich aber sehr charmant finde. Zudem ist das Essen hervorragend und durchaus erschwinglich.
Für die geistige Nahrung ging es dann schräg gegenüber zu Dussmann, wo ich einen nennenswerten Teil meiner diesjährigen Urlaubslektüre entdeckt habe.
Urlaubslektüre
Aber nicht nur dort. Bei einem Straßenhändler konnte ich ein paar alte Mosaik-Heftchen ergattern und zwar die drei ersten aus dem Jahre 1982, was rein zufällig – darauf hatte ich gar nicht geachtet – die direkte Fortsetzung des recht frisch erschienenen Sammelbandes ist, in dem erstmals der Erzschurke Don Ferrando seinen Auftritt hatte.4
Ansonsten muss man in Berlin natürlich Captain-Berlin-Comics erwerben. Durch den #GratisComicTag kenne ich bereits einige Hefte der durchaus gelungenen Superhelden-Parodie, habe aber noch große Lücken. Da kam mir der Supersammelband sehr gelegen.
„Supergirl: The World“ ist nach der Superman-Variante die nächste Sammlung kurzer Comicgeschichten von internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Naturgemäß ist dergleichen meist von durchwachsener Qualität, im großen und ganzen hat mir der Band aber gut gefallen.
Der neue Lucky-Luke-Hommage-Band stammt erneut aus Deutschland, lässt die Grimm-Brüder auftreten und spielt sehr schön mit dem Märchen-Thema. Dazu alsbald mal in einem ausführlicheren Lucky-Luke-Artikel mehr.
Und endlich habe ich mir den zweiten Band der wunderbaren Drei-Fragezeichen-Interpretationen zugelegt, in denen die Geschichte von Justus Jonas & Co. im Jugend- und Erwachsenenalter weitergesponnen werden. Sehr empfehlenswert.
Hm, eigentlich wollte ich hier einen weiteren Bluesky-Post mit einem Foto meiner Comic-Käufe einbetten. Wird aber nicht angezeigt. Tja, dann halt nicht.[↑]
Nicht böse sein, aber ich mag den Sommer und freue mich daher, dass er diese Woche sowohl kalendarisch als auch fühlbar begonnen hat. Zu den kleinen Freuden dieser Tage zählt auch, dass im Nachbars-Ahorn gerade eine Amsel ihren Nachwuchs aufzieht und man alle paar Minuten hören kann, wie die kleinen Pieper gefüttert werden. Allerliebst!
Alte und neue Serien
Mit der dritten Staffel der #Fantasy-Serie House of Dragons streamt endlich wieder was neues auf meinen Bildschirm. Und ich bin von der ersten Folge sehr angetan. Geht gleich ordentlich zur Sache, so soll es sein. Und dann ist auch noch die neue Avatar-Staffel komplett am Start. Ich freu mich!
#BattlestarGalactica macht mir ebenso ungebrochen Freude, auch wenn ich meinen Rewatch der besten #ScienceFiction-Serie weiterhin ruhig angehe. Ich stecke noch immer in der zweiten Staffel und habe gerade den Zweiteiler um das Resurrection-Schiff der Zylonen und die Pegasus durch. Verdammt spannend! Dabei muss ich gestehen, dass ich die Blackbird total vergessen hatte. Erstaunlich, dass das Ding sogar einen FTL-Drive bekommen hat, obwohl die Vipers ja ohne auskommen müssen. Wird in dem Wiki-Eintrag aber ganz gut erklärt. Schönes Schiff!
Was wir zurücklassen
Ich bin ja grad dabei, in der U-Bahn beim Pendeln mehr oder weniger alte Filme nachzuholen. Darunter war diese Woche endlich auch die Deep-Space-Nine-Doku What We Left Behind. Mann ist die gut!
Dass die Dokumentation der besten #StarTrek-Serie aller Zeiten selbst auch nicht ganz so schlecht ist, darf man natürlich erwarten – aber die hier ist noch mal außerordentlich gut. Allein der Pitch der hypothetischen achten Staffel – wie gern hätte ich die gesehen! Und hätten die das nicht in der einen Starfleet-Academy-Folge aufgreifen und kanonisieren können?
Hat mich auf jeden Fall wieder voll in meine DS9-Begeisterung reingezogen. Rewatch incoming, würde ich sagen.
Meine Begeisterung für die Abenteuer der Olsenbande hat mit dem „Genuss“ des mir bis dato unbekannten letzten Films Der (wirklich) allerletzte Streich der Olsenbande hingegen arg gelitten. Auch wenn der Wikiartikel aufzeigt, unter welch dramatischen Rahmenbedingungen der Film gedreht worden ist.
Kein W Social für mich
Aus Neugier und irgendwie auch aus purer Gewohnheit hatte ich mich für W Social angemeldet, das supertolle neue europäische Soziale Netzwerk, das jetzt endlich alles richtig machen will – allerdings mit Registrierung per Perso und solchen Scherzen. Diesen einen Punkt will ich jetzt gar nicht mal bewerten, darauf hätte ich mich aufgrund besagter Neugier sogar eingelassen.
Ist aber eh egal, denn als es diese Woche losgehen sollte, hat der Registrierungsvorgang bei mir schlicht nicht gefunzt. Und da habe ich schlagartig die Lust verloren. Tja. Dann halt nicht. Wäre eh nur eine weitere #Bluesky-Instanz geworden.
Perrypause
Nach dem Wim-Vandemaan-Doppelband, der mir recht gut gefallen hat, lege ich hiermit erneut eine kleine #PerryRhodan-Pause ein. Spätestens zum anstehenden Zykluswechsel bin ich wieder dabei – außer Vandemaan sollte vorher noch mal dran kommen. Den mag ich gerade irgendwie.
Bis dahin widme mich wieder den Asimov’schen Stahlhöhlen und schaue mal, was noch so auf meinem Nachttisch rumliegt. Von dem Westerboer könnte ich mal wieder was lesen – oder von Ace Kaiser.
Letztes Märchen
Ich glaube es selbst kaum, aber ich komme bei meinem angedachten nächsten Buchprojekt richtig gut voran. Also für meine Verhältnisse zumindest. In dieser Woche bin ich glücklich zum letzten Raketenmärchen vorgedrungen, das die geplante Anthologie vollmachen soll. Verfolgt meinen Fortschritt weiterhin auf der Seite schreibmonat.de.
Neuzugang in meiner #Games-Routine: Bereits vor einem Monat hat der wunderbare Dr. Christian Scharun – unter anderem kongenialer #Podcast-Partner des nicht minder wunderbaren @fMRI_guy – drüben bei #Bluesky auf das Flaggenratespiel Flagle hingewiesen.
Als alter Hobby-Vexillologe1 ist das natürlich genau mein Ding. Seitdem rate ich Tag für Tag tapfer die Flagge des Tages – und finde sie oft sogar raus. Falls ihr auch möchtet:
In dem Zusammenhang: In einer Nerds-at-Work-Folge2 sagte Christian, dass die Flagge von Mauritius seine Lieblingsflagge sei. Eine sehr nachvollziehbare Wahl, wie ich finde. Auch wenn sie die heraldischen Regeln nicht ganz beachtet,3 ist die schlichte Tetrakolore4 wirklich sehr hübsch, einfach gehalten und trotzdem unverwechselbar.
Das hat mich daran erinnert, dass ich als Kind immer die griechische Flagge am schönsten fand – obwohl ich bis heute die da war. Einfach aus ästhetischen Gründen. Und ihr so?
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„Fahnen und Flaggen“ war immer eines meiner liebsten Was-Ist-Was-Bücher[↑]
über meinen „neuen“ Lieblingspodcast – nach den Sternengeschichten versteht sich – berichte ich alsbald noch einmal gesondert[↑]
Ein #Abecedarium ist eine muntere alphabetisch sortierte Auflistung von Begriffen – im Grunde ein kleines Lexikon, das sich nicht allzu ernst nehmen muss. Wie geschaffen für eine #Blog-Rubrik. Lest und bestaunt also das Große Nerdlicht-Abecedarium!
Diesmal zum Buchstaben B wie
Batman
In den großen weiten Welten der Superheldengeschichten ziehe ich in der Regel die #Comics aus dem Hause #Marvel jenen von #DC vor. Ein wenig zumindest, in Wahrheit mag ich sie alle beide.1
Eine Sonderstellung unter den Helden über alle Verlage und Universen hinweg hatte bei mir immer #Batman. Was ihn interessant macht, ist zum einen seine Sonderstellung als einfacher Mensch, der sich trotzdem unter den gottgleichen DC-Helden behaupten – und sie im Notfall sogar besiegen – kann. Und dann war es die endgültige Entwicklung der Figur und seines Umfelds hin zu einem ernsten, brutalen und – vermeintlich – realistischen Ton in und ab den 90ern, die ich damals reizvoll fand.
Inzwischen muss ich gestehen, dass ich viele der seither replizierten Handlungsmotive etwas über habe. Ein- vielleicht zweimal war es ja ganz witzig, dass er in einem Zweikampf gegen #Superman bestehen oder sogar gewinnen kann. Aber spätestens seit dem unsäglichen „Martha-Moment“ gehört das abgehakt.
Ja, schlechte Verfilmungen gelten nicht und nach dem #New52-Run habe ich Batmans originäre Abenteuer auch nur noch sporadisch verfolgt. Dennoch bleibt mein Gefühl, dass die Figur inzwischen ein wenig auserzählt ist.2
Interessanterweise gilt das weniger für das Universum, das um ihn herum gestrickt wurde. Batman-Geschichten ohne Batman haben für mich unverändert großen Reiz, seien es die Gotham-Central-Comics über den Alltag in einem „normalen“ Polizeirevier oder zuletzt die TV-Serie über den Pinguin.
Battlestar Galactica
Seit ich die Neuauflage des guten alten Kampfsterns Galactica mit einiger Verspätung konsumiert habe, ist #BattlestarGalactica meine liebste #ScienceFiction-Serie überhaupt. Meine diesbezügliche Begeisterung habe ich schon oft kundgetan, zunächst in einem sehr ausführlichen Bingetagebuch: Battlestar Galactica, später habe ich mich sogar zu einer Rechtfertigung des vermeintlich verkorksten Serienfinales hinreißen lassen. So say we all!
Bingetagebuch
Für die mehr oder weniger regelmäßigen Berichte über meinen zunehmenden Serienkonsum habe ich 2017 die Blogrubrik Bingetagebuch eingerichtet.3 Zunächst befüllte ich sie überwiegend mit Sammelartikeln über meinen aktuellen Streamingstand, ging dann aber mehr und mehr zu Einzelartikeln über konkrete Serien über. Regelmäßige vom #slbstgsprchlr inspirierte Best-of-Listen runden das Angebot ab.
Blog
Um gleich die wichtigste Frage zu klären: der oder das Blog? Da es sich ursprünglich um eine Abkürzung von „Weblogbuch“ handelt, tendiere ich zum sächlichen Artikel und gebe mir Mühe, diesen auch durchgehend zu verwenden. In meinem allerersten Post Anno 2007 vergleiche ich dieses Medium mit den guten alten Egozines, weswegen dieser Begriff auch unverändert seinen Platz im Untertitel meines Auftritts hat.
Seitdem ist meine Freude ungebrochen, hier meine ungeordneten Gedanken zu allerlei Zeugs kundzutun. Dabei bin ich mir für keine vermeintlich überkommene Tradition zu schade und nehme regelmäßig diverse Aktionen, Paraden, Stöckchen und Challenges mit.
Auch das Entdecken, Lesen und Verlinken anderer Blogs ist meine Lieblingsbeschäftigung im Netz. Auch wenn ich sonst nicht so zu übertriebener Nostalgie neige, ist mir diese traditionellere Form des Internets dann doch am liebsten.
Blog Comment Challenge (BCC)
Zum zehnjährigen Jubiläum meines Blogs hatte ich mir eine kleine Aktion überlegt und zwar die Blog Comment Challenge 2017 beziehungsweise #BCC17. Darin hatte ich mich selbst dazu herausgefordert, über den Zeitraum von zehn Wochen insgesamt zehn Blogs mit je zehn Kommentaren zu beglücken.
Hat damals ganz gut funktioniert – heute sind leider nur noch vier dieser Blogs im Netz zu finden, weswegen ich auch nur vier der entsprechenden Artikel behalten habe.
Könnte man eigentlich mal wieder machen, oder?
Blogger/Blogspot
In den ersten fünf Jahren fand man dieses Blog auf Googles Plattform Blogger beziehungsweise Blogspot, wie sie ursprünglich hieß. Damals noch unter dem etwas sperrigen Titel Schreiberlings Egozine.
Ich habe Blogger in recht guter Erinnerung – tatsächlich weiß ich aber kaum noch, wie das da funktioniert hat. Für den Einstieg und den Anfang war ein solches Rundum-Wohlfühl-Paket jedenfalls ziemlich hilfreich. Den Umzug auf den eigenen Server mit eigener #WordPress-Installation habe ich jedoch nie bereut.
Blogroll
Wie es sich für ein traditionsbewusstes Blog gehört, habe ich natürlich auch eine Blogroll, auf der ich jene Seiten verlinke, die ich gern regelmäßig lese. Müsste dringend mal aktualisiert und erweitert werden. Aber man kommt ja immer zu nix.
Bluesky
Seit meine einstige Lieblings-Social-Media-Plattform #Twitter endgültig dem Bösen anheimgefallen ist, tummele ich mich neben Mastodon gern bei #Bluesky. Der Microblogging-Hoffnungsträger scheint mir inzwischen ganz gut etabliert zu sein und macht mir zumindest einigen Spaß. Mal schauen, wie lange das hält. Auch hier heiße ich übrigens HerrKowski.
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Und die anderen natürlich auch: Invincible, The Boys, Umbrella Academy, die wenigen Sachen von Image, die ich kenne und so weiter und so fort[↑]
Was mich natürlich nicht daran hindert, immer mal wieder zu einem Batman-Sammelband zu greifen.[↑]
und später einige ältere Artikel zum Thema nachverschlagwortet[↑]
Nachdem ich in Sachen Filme bereits Volkers Ruf gefolgt bin und ausführlich hergeleitet habe, welche fünf Kinoknaller denn meine liebsten des vergangenen Jahres waren, sind nun die Serien dran. Auch hier verlangt der #slbstgsprchlr traditionell unser aller Top Fünf, um in seinem #Podcast auf angemessener Datengrundlage die besten der besten küren zu können. Die schnelle Antwort habe ich bei #Bluesky gegeben:
Bei den Serien ziemlich #StarTrek-lastig – aber was will man machen. Die absurd ausführliche Antwort jetzt hier im Blog:
Meine liebsten Serien und Staffeln des letzten Jahres
Auch hier gilt es zunächst jene Serien und Staffeln herauszufiltern, die gar nicht im Betrachtungszeitraum erschienen sind. Da ich zu einigen, die dadurch rausfallen, dennoch ein paar Worte sagen möchte, präsentiere ich zunächst die Komplettliste aller weggebingter Serien in alphabetischer Reihenfolge.
Very Longlist
3 Body Problem | Agatha All Along | American Born Chinese | American Crime Story | Avatar: Der Herr der Elemente | Band of Brothers | Becoming Karl Lagerfeld | Before | Bluey | Cobra Kai | Der Untergang des Hauses Usher | Dexter: Original Sin | Dune: Prophecy | Echo | Fallout | Futurama | Gyeongseong Creature | Halo | House of the Dragon | Hundert Jahre Einsamkeit | Infiltration | Inside Job | Invincible | Kaos | Last Exit Schinkenstraße | Lego Star Wars: Rebuild the Galaxy | Masters of the Air | Masters of the Universe: Revolution | Monarch: Legacy of Monsters | Peacemaker | Pixar Bricktoons | Rick and Morty: The Anime | Secret Level | Shogun | Squid Game | Shrinking | Solar Opposites | Star Trek: Discovery | Star Trek: Lower Decks | Star Trek: Prodigy | Star Trek: Strange New Worlds | Star Wars: Die Abenteuer der jungen Jedi | Star Wars: Skeleton Crew | Star Wars: The Acolyte | Terminator Zero | The Boys | The Boys: Diabolical | The Continental | The Day of the Jackal | The Gentlemen | The Lord of the Rings: The Rings of Power | The Pacific | The Penguin | The Umbrella Academy | Those About to Die | Viktor Bringt’s | X-Men ’97
Auch wenn ich die meisten Serien gut fand, die hier rausfallen, weil sie vor 2024 veröffentlicht wurden, will ich nur drei davon herauspicken, um sie näher zu betrachten.
American Crime Story – Die erste Staffel der Crime-Drama-Serie aus dem Jahr 2016 dreht sich um den OJ-Simpson-Prozess und legt den Fokus klar auf die Abläufe im Gericht und gibt dem interessierten Laien einen guten Einblick in das amerikanische Rechtswesen. Da ich alt genug bin, kann ich mich noch recht gut an die damalige Berichterstattung erinnern, was einen zusätzlichen Reiz ausmacht. Besonders gelungen – neben den hervorragenden Darstellern – ist der Umgang mit der Schuldfrage. Die Serie betrachtet den Fall sehr offen von allen Seiten und betont völlig zu Recht die Rolle des Rassismus – aber auch der Frauenfeindlichkeit. Dennoch wird letztlich kein Zweifel daran gelassen, was wirklich passiert ist. Staffel zwei von 2018 befasst sich mit dem Versace-Mord und vor allem mit dem Killer und seiner Flucht vor und nach der Tat. Ist auch gut – aber hier bin ich irgendwo in der Mitte steckengeblieben. Die Gewaltorgie des Serienkillers finde ich nicht ganz so sehenswert. Entsprechend habe ich die dritte Monika-Lewinski-Staffel von 2021 noch gar nicht angefangen.
Band of Brothers – Diesen WK-Zwo-Klassiker von 2001 habe ich über 20 Jahre vor mir hergeschoben, jetzt war er endlich mal dran. Und ich muss sagen, das kann man immer noch sehr gut gucken – vielleicht sollte man das auch. Die Geschichte der amerikanischen Fallschirmjäger während der Invasion Europas und Deutschlands erweckt zumindest den Eindruck großer historischer Akkuratesse – und spannend ist sie obendrein. Verglichen mit den beiden Folgeserien The Pacific und Masters of the Air steht Band of Brothers für mich im Übrigen an erster Stelle. Das Marines-Drama im Pazifikkrieg versucht zwar redlich, die Entmenschlichung der japanischen Gegner zu thematisieren – so richtig wird das aber nur im direkten Vergleich mit dem europäischen Theater deutlich, der in der Serie fehlt. Die Airforce-Serie schließlich fand ich zwar technisch und schauspielerisch hervorragend – es liegt jedoch in der Natur der Sache, dass sich die Luftkampfeinsätze Folge für Folge sehr gleichen.
Bluey – Mein Nachwuchs ist längst aus dem Alter für Kinderserien rausgewachsen. Damals hatte ich die Freude Ben & Holly und My Little Pony mitschauen zu dürfen – und der Paw-Patrol-Kelch ist dankenswerterweise an uns vorübergegangen. Dennoch habe ich meine Begeisterung für Kindercontent nie ganz verloren. Gute Kinderbücher oder eben Kinderserien schaue ich mir ungebrochen gern an. Als ich hier und da aufschnappte, dass die australische Zeichentrickserie Bluey von 2018 ganz gut sein soll, dachte ich mir: Die schauste Dir mal an! Alter, ist die gut! Das ist ja wohl unabhängig von der Zielgruppe eine der besten Serien aller Zeiten!
Longlist
3 Body Problem | Agatha All Along | Avatar: Der Herr der Elemente | Becoming Karl Lagerfeld | Before | Cobra Kai | Dexter: Original Sin | Dune: Prophecy | Echo | Fallout | Futurama | Gyeongseong Creature | Halo | House of the Dragon | Hundert Jahre Einsamkeit | Invincible | Kaos | Lego Star Wars: Rebuild the Galaxy | Masters of the Air | Masters of the Universe: Revolution | Monarch: Legacy of Monsters | Pixar Bricktoons | Rick and Morty: The Anime | Secret Level | Shogun | Squid Game | Shrinking | Solar Opposites | Star Trek: Discovery | Star Trek: Lower Decks | Star Trek: Prodigy | Star Wars: Skeleton Crew | Star Wars: The Acolyte | Terminator Zero | The Boys | The Day of the Jackal | The Gentlemen | The Lord of the Rings: The Rings of Power | The Penguin | The Umbrella Academy | Those About to Die | Viktor Bringt’s | X-Men ’97
Aus der immer noch umfangreichen Liste fallen erneut ein paar raus, die ich unwürdig für meine Top Fünf halte. Bei dreien möchte ich es näher begründen.
Futurama – Der Klassiker unter den animierten #ScienceFiction-Serien zählte lange Zeit zu meinen liebsten überhaupt. Inzwischen schaue ich sie aber fast nur noch aus nostalgischen Gründen weiter. Ich bilde mir ein, dass der Schwerpunkt früher™ etwas mehr auf „echten“ SF-Themen lag. Das kommt mir in den neuen Staffeln etwas zu kurz. In diesem Punkt – aber auch in anderen – wurde die Serie längst von Rick and Morty und Solar Opposites überholt. Trotzdem verfolge ich das Schicksal von Leela, Fry und Co. immer noch gern.
Gyeongseong Creature – Die erste Staffel dieser koreanischen Monsterserie war super. Vor allem die Einbettung in das historische Setting am Ende des Zweiten Weltkriegs hat der Trash-Horror-Handlung einen interessanten Rahmen gegeben. Leider galt das für die zweite Staffel nicht mehr, die einen Sprung in die Jetztzeit vollzogen und die Monster in Vampire nach Art von Twilight, Underworld oder The Masquerade weiterentwickelt hat. Dadurch ging der pseudohistorische Charme und eigentlich der ganze Witz der Serie verloren.
Star Trek: Discovery – Um es gleich zu sagen: Ich mag Discovery. Ich habe es von Anfang an gemocht, habe jeder Staffel etwas abgewinnen können und habe vor allem die Charaktere sehr ins Herz geschlossen. Kurz nach Ende der fünften Staffel – und somit der Gesamtserie – hatte ich ein paar versöhnliche abschließende Worte zu Disco gefunden. Aber für meine Top Fünf reicht es dann doch nicht.
Shortlist
3 Body Problem | Agatha All Along | Avatar: Der Herr der Elemente | Becoming Karl Lagerfeld | Cobra Kai | Dexter: Original Sin | Dune: Prophecy | Echo | Fallout | House of the Dragon | Invincible | Kaos | Lego Star Wars: Rebuild the Galaxy | Masters of the Universe: Revolution | Monarch: Legacy of Monsters | Rick and Morty: The Anime | Secret Level | Shogun | Squid Game | Shrinking | Solar Opposites | Star Trek: Lower Decks | Star Trek: Prodigy | Star Wars: Skeleton Crew | Star Wars: The Acolyte | The Boys | The Day of the Jackal | The Penguin | The Umbrella Academy | X-Men ’97
Die schier unmöglich scheinende Aufgabe, hieraus die fünf liebsten und besten Serien zu wählen, kann eigentlich nur mithilfe von Willkür gelingen. Jede, die es nicht in meine Top Fünf geschafft hat, hätte ein paar lobende Worte verdient, es sollen aber erneut nur dero drei sein.
Rick and Morty: The Anime – Generell zählt Rick and Morty zu meinen liebsten SF-Serien überhaupt. Auch die losgelöste Staffel im Anime-Stil ist ganz große Science-Fiction eingebettet in eine komplexe Zeitreise- und Parallelwelten-Story. Vielleicht streckenweise etwas zu komplex, zumindest habe ich hin und wieder mal den Faden verloren. Der oberzynische Humor schien mir hier etwas zurückgefahren, was aber nicht zum Schaden war. Gute Staffel!
Secret Level – Die Macher der Anthologie-Serie Love Death + Robots haben das Prinzip animierter Einzelgeschichten in das Genre Videospiele übertragen und in 15 Episoden je eine Geschichte aus der Welt eines Games erzählt. Hat mir großen Spaß gemacht.
X-Men ’97 – Bei Nostalgiegeschichten bin ich zunächst immer skeptisch. Die Wiederbelebung dieser #Marvel-Zeichentrickserie aus den 90ern ist allerdings sehr gut gelungen. Streckenweise wurde zwar ein bisschen zu sehr an die hölzernen Dialoge und den preisgünstigen Animationsstil von damals erinnert – das konnte die großartige Story und das Spiel der hervorragenden Figuren aber nicht im geringsten schmälern. So macht Nostalgie Spaß. Gerne mehr davon!
Jetzt endlich: Meine fünf besten und liebsten Serien 2024
Platz 1 – Star Trek: Lower Decks – Hach was bin ich traurig, dass eine der besten Star-Trek-Serien aller Zeiten mit der fünften Staffel ihr Ende gefunden hat. Und was für ein großartiges Finale das war! Es ist dieser Serie gelungen, den Humor, der bei Star Trek immer schon präsent war, nur so weit hochzudrehen, dass stets genug Platz für gute SF-, Freundschafts- und Familiengeschichten und eine ganze Menge Trek-Lore war. Ich hoffe inständig, dass wir Teile der Cerritos-Crew irgendwann wieder zu sehen bekommen.
Platz 2 – Star Trek: Prodigy – Gleiches gilt für die Crew der Protostar beziehungsweise der Prodigy. Falls irgendwer noch Zweifel hatte, dass Star Trek nicht in animierter Form funktioniert – diese fantastische Serie hat sie sicherlich wie mit einem Disruptor-Schuss zerbröselt. Und was für ein unglaublich utopisches, hoffnungsvolles und im besten Sinne trekkiges Finale war das bitte? Durch die Anknüpfung an die fürchterliche Picard-Serie ist es Prodigy sogar fast gelungen, mich mit diesem verkorksten Nostalgiefest zu versöhnen.
Platz 3 – Monarch: Legacy of Monsters – Ich mag die Monsterverse-Filmchen durchaus ganz gern. Riesige Affen und Echsen, die Städte zertrampeln und sich gegenseitig verkloppen finde ich kurzweilig und unterhaltsam, ideal zum Hirnabschalten und Entspannen. Dass man in dem Setting aber auch eine unheimlich spannende auf Charaktere fokussierte Serie machen kann, hätte ich nicht gedacht. Tatsächlich hat Monarch die Latte dermaßen hochgelegt, dass kommende Filme es schwer haben werden, da noch ranzukommen.
Platz 4 – Dune: Prophecy – Wenn man ein wenig darüber nachdenkt, ist Weltraum-Feudalismus eigentlich ein ziemlich dämliches SF-Motiv. Trotzdem kann ich mich ungebrochen für Sternenimperien begeistern, für jenes in der Welt des Wüstenplaneten ganz besonders. Ich verliere mich unglaublich gern in der damit verbundenen epischen Breite und Tiefe, die sich über Jahrhunderte oder gar Jahrtausende erstreckt – und im besten Falle auch über unzählige Welten und Kulturen. Letzteres bietet die Dune-Serie zugegeben nicht, das gilt jedoch auch für den zugrundeliegenden ersten Roman der Reihe, der die Größe des Imperiums nur erahnen lässt und konkret nur an wenigen Orten spielt. Mich hat das teilweise geradezu kammerspielartige Setting der Serie jedenfalls nicht gestört. Der Aufstieg und das Wirken der Bene Gesserit im Imperium der Menschen relativ kurz nach dem Butlers Jihad und 10.000 Jahre vor der Geburt von Paul Atreides ist ein spannender Macht- und Polit-Thriller, der mir sehr gefallen hat. Die Serie hätte in meinem Ranking vermutlich einen höheren Platz errungen, wenn es ihr gelungen wäre, diesen zehntausendjährigen Abstand besser zu verdeutlichen. So hätte es auch zwei Wochen vor Dune Part One spielen können.
Platz 5 – Shrinking – Es muss nicht immer fantastisch sein. Gute Charaktere, spannende Konflikte, bewegende Themen – dann braucht es auch keine Raumschiffe oder Zauberer. Bei diesem Psychologen-Familien-Drama im kalifornischen Upperclass-Milieu gilt dies ganz besonders. Die Dialoge sind witzig und obwohl alle an der Oberfläche immer unerträglich nett zueinander sind, kracht es oftmals ganz gewaltig zwischen den gut durchdachten Figuren. Wann kommt die dritte Staffel?
Folgt Volker, erwartet seinen Podcast!
Und jetzt folgt alle dem @slbstgsprchlr und abonniert seinen Podcast! Denn bald könnt ihr seiner großen Film- und Serien-Rückblicksfolge lauschen.