Auf meinem #Blog haben sich seit 2007 etliche Artikel angesammelt. Wie ich finde, kann man ein paar davon immer noch gut lesen. Grund genug für eine unregelmäßige #Retro-Rubrik.
Vor fünf Jahren habe ich an für mich eher unüblichen Dingen wie Laufen und Videospielen versucht,1 vor zehn Jahren habe ich eine fantastische Anthologie aus deutschen Landen gelesen und rezensiert2 und vor 15 Jahren die besten Bibliotheken des Multiversums empfohlen.3
Ein #Abecedarium ist eine muntere alphabetisch sortierte Auflistung von Begriffen – im Grunde ein kleines Lexikon, das sich nicht allzu ernst nehmen muss. Wie geschaffen für eine #Blog-Rubrik. Lest und bestaunt also das Große Nerdlicht-Abecedarium!
Diesmal zum Buchstaben I wie
Ijon Tichy
Ende der 90er Jahre streckte ich erstmals meine Fühler ins #ScienceFiction-Fandom aus und wurde dort schnell heimisch – komplett mit Clubmitgliedschaft, Fanzine-Mitarbeit, Conbesuchen und allem Schickimuck. Damals war es in diesen Kreisen üblich, sich ein Pseudonym aus seinem bevorzugten SF-Werk zu wählen. Da musste ich nicht lange überlegen und so war ich fürderhin als Ijon Tichy bekannt und unterwegs.
Schon damals war ich glühender Fan des polnischen SF-Autors Stanisław Lem. Die manchmal etwas schusselige Hauptfigur seiner Sterntagebücher hatte es mir dabei besonders angetan. Denn Ijon Tichy ist trotz seiner gelegentlichen Tollpatschigkeit ein durchaus kompetenter Raumfahrer, Wissenschaftler und Abenteurer, ein – ich zitiere mich selbst – „Münchhausen oder Candide des Kosmos, dessen Geschichten zwar wie absurde Lügengeschichten anmuten, die aber fast immer ernste kultur- und gesellschaftskritische und tief philosophische Themen ansprechen.“
Ja, ich mag den Knaben auch heute noch, was ich zuletzt in der Podcast-Episode 11 der #Eskapedia ausgeführt habe.
Instagram
Übermäßig begeistert war ich von #Instagram glaube ich noch nie, bin aber seit 2012 recht kontinuierlich dabei. Kurzzeitige Versuche, hier wesentlich aktiver zu werden, sind immer schnell wieder eingeschlafen. Inzwischen nutze ich die Plattform eigentlich nur noch als Ablageort für Urlaubsfotos und schaue mir dort überwiegend Webcartoons an. Natürlich bin ich auch hier als HerrKowski zu finden.
Iron Blogger Hamburg
So lange es Blogs gibt, gibt es auch Projekte, die das Blogwesen fördern und zusammenzuführen möchten. Aktuell steht hier der UberBloggr Webring an der Spitze der Bewegung. In den Zehnerjahren gab es die Iron Blogger. Die Idee war damals regional organisiert und so wurde ich mit meiner Seite im Jahre 2013 Mitglied der Iron Blogger Hamburg.
Die Idee des Projekts war, dass sich angemeldete Blogs verpflichten, einmal die Woche einen Artikel zu posten – oder ansonsten eine „Strafe“ zu zahlen. Der milde Geldbetrag wurde von allen „straffällig“ gewordenen Teilnehmenden gesammelt und einmal im Monat für einen guten Zweck gespendet. Fand ich damals durchaus motivierend und obwohl ich ein, zwei Mal löhnen musste, blieb ich den eisernen Bloggenden bis zu ihrer Auflösung ein paar Jahre1 später treu.
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Sommerzeit ist Urlaubszeit, diesmal haben wir diesen Jahresabschnitt mit einem kleinen Trip nach Berlin eingeläutet. Es gab etwas Rock’n’Roll, etwas Shopping und Sightseeing – und es wurden1#Comics gekauft. Ein Rückblick.
System of a Down im Olympiastation
Die armenische Schwermetall-Combo aus den US of A gehört zu unseren erklärten Lieblingsbands. Mit großer Freude hatten wir daher zur Kenntnis genommen, dass sie nach langer Zeit wieder in Europa auf Tour gehen. Für uns am nächsten gelegen war der Auftrittsort in Berlin. Und da die Bundeshauptstadt immer eine Reise wert ist, haben wir flugs die Karten geordert – und obendrauf noch zwei, drei Nächte in unserer Lieblings-Unterkunft gebucht.
Serj Tankian & Co. haben alle Erwartungen erfüllt und das Olympiastadion buchstäblich angezündet – obwohl sie seit längerem gar keine neue Scheibe mehr rausgebracht haben.
Ich war tatsächlich zum ersten Mal in dieser Spielstätte und konnte mich ihrer historischen Bedeutung durchaus nicht entziehen. Der schöne Gedanke, dass hier Jesse Owens einst seine Goldmedaillen errungen hat, überstrahlt jedoch alles andere.
Er ist leider hinter einer Paywall verborgen, dennoch sei auf den Konzertbericht aus der Berliner Morgenpost hingewiesen.2 Ich finde ihn zwar streckenweise arg schwülstig formuliert, dennoch fängt er den Abend recht gut ein.
Und natürlich habe ich erneut Studien in Sachen Mosh Pit Science vorgenommen und per Bewegtbild dokumentiert.
Erfolgreichster Reel aller Zeiten
Das entsprechende Video ist drüben bei #Instagram mein erfolgreichster Reel aller Zeiten. Hier – lässt sich besser einbetten – dasselbe Filmchen bei #Bluesky:3
Klar zu erkennen: Alle Moshpits drehen sich gegen den Uhrzeigersinn.
Der Bevölkerung
Dank des anschließenden Kurzurlaubs konnten wir noch ein wenig klassisches Sightseeing betreiben. Unter anderem ging es in den Bundestag – für mich sogar zum ersten Mal. Kann ich sehr empfehlen, auch wenn wir nur die kleine Tour hoch in die Kuppel gemacht haben. Die online-Anmeldung ist ganz unkompliziert. Naja, und dann ist man zum gebuchten Zeitpunkt vor Ort, passiert die Sicherheitsschleuse und rein geht’s.
Ist das von Künstler eigentlich so gedacht, dass „Der Bevölkerung“ langsam zuwächst?
Sushi und Druckerzeugnisse
Essen muss der Mensch selbstredend auch. Unter anderem haben wir die japanische Lokalität Ishin in der Mittelstraße besucht, die auf den ersten Blick etwas mensahaft daherkommt, was ich aber sehr charmant finde. Zudem ist das Essen hervorragend und durchaus erschwinglich.
Für die geistige Nahrung ging es dann schräg gegenüber zu Dussmann, wo ich einen nennenswerten Teil meiner diesjährigen Urlaubslektüre entdeckt habe.
Urlaubslektüre
Aber nicht nur dort. Bei einem Straßenhändler konnte ich ein paar alte Mosaik-Heftchen ergattern und zwar die drei ersten aus dem Jahre 1982, was rein zufällig – darauf hatte ich gar nicht geachtet – die direkte Fortsetzung des recht frisch erschienenen Sammelbandes ist, in dem erstmals der Erzschurke Don Ferrando seinen Auftritt hatte.4
Ansonsten muss man in Berlin natürlich Captain-Berlin-Comics erwerben. Durch den #GratisComicTag kenne ich bereits einige Hefte der durchaus gelungenen Superhelden-Parodie, habe aber noch große Lücken. Da kam mir der Supersammelband sehr gelegen.
„Supergirl: The World“ ist nach der Superman-Variante die nächste Sammlung kurzer Comicgeschichten von internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Naturgemäß ist dergleichen meist von durchwachsener Qualität, im großen und ganzen hat mir der Band aber gut gefallen.
Der neue Lucky-Luke-Hommage-Band stammt erneut aus Deutschland, lässt die Grimm-Brüder auftreten und spielt sehr schön mit dem Märchen-Thema. Dazu alsbald mal in einem ausführlicheren Lucky-Luke-Artikel mehr.
Und endlich habe ich mir den zweiten Band der wunderbaren Drei-Fragezeichen-Interpretationen zugelegt, in denen die Geschichte von Justus Jonas & Co. im Jugend- und Erwachsenenalter weitergesponnen werden. Sehr empfehlenswert.
Hm, eigentlich wollte ich hier einen weiteren Bluesky-Post mit einem Foto meiner Comic-Käufe einbetten. Wird aber nicht angezeigt. Tja, dann halt nicht.[↑]
Auf meinem #Blog haben sich seit 2007 etliche Artikel angesammelt. Wie ich finde, kann man ein paar davon immer noch gut lesen. Grund genug für eine unregelmäßige #Retro-Rubrik.
Vor fünf Jahren habe ich das Erstlingswerk1 meines guten alten Kumpels Ace Kaiser rezensiert,2 vor zehn Jahren bereits über meine #PerryRhodan-on-off-Beziehung berichtet3 und vor 15 Jahren kaputte Fensterscheiben aus meiner Heimatstadt dokumentiert.4
Müssten eigentlich fette Anführungszeichen drumrum. Es geht um sein erstes Buch bei einem „richtigen“ Verlag. Davor und danach hat er in etlichen Jahrzehnten auf anderen Wegen mehr Prosatext veröffentlicht, als so mancher Bestsellerautor.[↑]
Inzwischen gibt es übrigens schon längst einen zweiten Teil des Romans. Liegt zu meiner Schande noch immer ungelesen auf meinem Nachttisch. Diesen Sommer ist er fällig.[↑]
Auf meinem #Blog haben sich seit 2007 etliche Artikel angesammelt. Wie ich finde, kann man ein paar davon immer noch gut lesen. Grund genug für eine unregelmäßige #Retro-Rubrik.
Vor fünf Jahren habe ich über Fanfiction und #PerryRhodan sinniert, vor zehn Jahren mit meiner #Lego-Disney-Minifiguren-Komplettsammlung angegeben und mich vor 15 Jahren über alle #Scheibenwelt-Kalender gefreut.