Schlagwort: Aborea

Das Große Nerdlicht-Abecedarium: A

Ein ist eine muntere alphabetisch sortierte Auflistung von Begriffen – im Grunde ein kleines Lexikon, das sich nicht allzu ernst nehmen muss. Wie geschaffen für eine -Rubrik. Lest und bestaunt also das Große Nerdlicht-Abecedarium!

Diesmal zum Buchstaben A wie

Aborea

Das Tischrollenspiel vom 13Mann-Verlag hat im Jahre 2011 das Licht der Welt erblickt. Aufgrund meiner damals noch sehr ausgeprägten -Begeisterung habe ich die Box sogleich erworben – gespielt habe ich es freilich erst sieben Jahre später.

Abrafaxe, die

Die Geschichten der drei zeitreisenden Abenteurer Abrax, Brabax und Califax erscheinen bereits seit den 70er Jahren im Comicmagazin Mosaik, das wiederum schon seit den 50ern am Start ist – zunächst mit den Vorgängern der , den Digedags. Die einstige DDR-Heftreihe hat recht nahtlos die Wiedervereinigung überdauert und dürfte damit inzwischen die am längsten laufende noch existierende Comicreihe des Landes sein.

Trotz Westbiografie lese ich diese Abenteuer seit einigen Jahren sehr gern und zwar mit wachsender Regelmäßigkeit und Begeisterung. Die Geschichten sind stets spannend, einfalls- und lehrreich und zudem hervorragend gezeichnet. Inzwischen zähle ich sogar zum illustren Kreise der Abonnenten.

Ace Kaisers Blog

Mein guter alter Kumpel Ace Kaiser startete seine Seite im Jahre 2008, seitdem hat sie ihren festen Platz in meiner Blogroll. Anno 2017 bedachte ich sie im Rahmen meiner BlogCommentChallenge mit zehn Kommentaren. Leider berichtet er in letzter Zeit fast nur noch über die aktuellen Zugriffszahlen auf seine Geschichten. Die sind selbstverständlich allesamt sehr lesenswert – ich vermisse dennoch seine anderen Artikel.

ActivityPub

Das WordPress-Plugin ActivityPub sorgt dafür, dass dieses Blog Bestandteil des ist. Es funktioniert tatsächlich sehr einfach: Installieren, Aktivieren – und schon könnt ihr auch euer Blog bei und Co. finden. Na gut, ein paar Einstellungen muss man schon vornehmen, ist aber alles sehr schlicht und selbsterklärend gehalten. Und ich finde, es lohnt sich. die Reichweite und vor allem Interaktion haben sich seither merklich gesteigert. Und schließlich sollten wir alle ins Fediverse gehen.

AFOL

Das Kürzel AFOL steht für „Adult Fan of “. Tja, damit bin wohl ich gemeint. Schuldig im Sinne der Anklage. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Allgemeine Altpapiersammlung (AAPS)

Zwischen den Jahren 2012 und 2015 rief der wunderbare Herr Owley die Blogosphäre alljährlich zur Allgemeinen Altpapiersammlung – kurz – auf. Im Rahmen der Aktion sollten stets zehn eigene Blogartikel aufgelistet werden, die in dem betreffenden Jahr zu wenig oder gar keine Aufmerksamkeit erhalten haben. Ich mochte die Aktion und war wie viele andere immer dabei.

Ab 2016 fehlten dem Herrn Owley Zeit und Muße, die Aktion fortzuführen. Da ich immer recht eifrig dabei war, bot er mir an, sie zu übernehmen. Das tat ich gern – und fuhr sie sogleich gegen die Wand. Meinem Aufruf folgte kaum jemand und so fand die AAPS nach fünf Jahren ihr Ende. Aufgrund kaputter Links und aus anderen Gründen habe ich die entsprechenden Beiträge inzwischen von meinem Blog entfernt.1 Lediglich mein Rückblick auf das Jahr 2016 im Zuge meines zehnjährigen Blogjubiläums zeugt noch von dieser kurzen Ära.

Ab diesem Jahr nehme ich die Rubrik aber wieder ins Programm auf. Ob nun jemand mitmacht oder nicht – im November präsentiere ich euch fürderhin alljährlich meine Altpapiersammlung.

Amalgam Comics

In den Jahrzehnten ihres Bestehens ist es schon häufiger vorgekommen, dass sich die Superhelden der konkurrierenden Verlage und in Crossovergeschichten begegnen, bekämpfen und/oder gemeinsame Abenteuer erleben. Am intensivsten – und für mich am prägendsten – ist das vermutlich in den 90er Jahren im Rahmen der Marvel vs. DC Reihe und den daraus resultierenden Amalgam durchgespielt worden. Wie der Name schon andeutet, ist die Besonderheit, dass die beiden Superheldenuniversen und ihre Protagonisten miteinander verschmelzen. Ein paar der Hefte hatte ich damals und sie sind mir immer in guter Erinnerung geblieben.

Umso größer war anno 2014 meine Freude, als ich sie auf dem Tisch eines einschlägigen Händlers wiederentdeckte. Ich nahm dies zum Anlass, meine Sammlung zu komplettieren, um die großartigen Geschichten um Super Soldier, Dark Claw und Spider-Boy erneut – und diesmal in voller Gänze – genießen zu können.

Anders Norén

Anders Norén ist ein Entwickler aus Schweden, der unter anderem sehr schöne -Themes bastelt und kostenfrei zur Verfügung stellt. Darunter das von mir genutzte Lingonberry.

An der Ulze

Im Jahre 2011 hatte ich mir ganz kurz in den Kopf gesetzt, es als Regionalblogger zu versuchen. Das Ganze sollte unter dem Titel „An der “ laufen. Aus nostalgischen Gründen habe ich einen Artikel aus dieser Zeit behalten.2

Andres Radio

Die Sendung Andres Radio genießt unter Kennern längst Legendenstatus. Einst im Freien Radio Kassel beheimatet, wurde sie nach dem Umzug ihres Anchormans einmal im Monat in Hamburgs Bürger:innensender TIDE.radio ausgestrahlt. Ich hatte einige Male die Freude und die Ehre, bei Andres Radio zu Gast zu sein. Inzwischen pausiert das Format leider – gut informierte Kreise wissen aber zu berichten, dass Andres an einem spannenden Nachfolge-Konzept werkelt.3

Anime

Die Kunstform habe ich viel zu lange sträflich vernachlässigt. Was aber den Vorteil hat, dass ich viele Perlen daraus noch entdecken kann. Inzwischen habe ich unter anderem die meisten Ghibli-Sachen, Cowboy Bebop und Vinland Saga nachgeholt. Ich freue mich auf mehr – nicht zuletzt wegen der oft großartigen Titelsongs.

Asterix

Von klein auf zählen die Abenteuer des listigen Galliers zu meinen absoluten Lieblingscomics. Auch als derart treuer Fan kommt man nicht umhin, die Abenteuer mindestens in drei Phasen zu unterteilen: die GoscinnyUderzo-Phase, die Uderzo-Phase und die FerriConradCarro-Phase.4 Und natürlich – sorry: latürnich – war unter Goscinny alles am besten. Ich finde aber, dass gerade die aktuellen Alben wieder sehr lesenswert sind – und sooo schlecht fand ich die reinen Uderzo-Geschichten auch nie. Im Übrigen solltet ihr euch alle mal die interaktive Asterix-Zeitleiste des deutschen Asterix-Archivs anschauen.

Astronomie

So lange ich denken kann, bin ich von den Sternen fasziniert. Die entsprechenden Was-ist-Was-Bücher waren stets meine Lieblingslektüre und ich habe begeistert durch das Teleskop geschielt, das mir meine Eltern geschenkt haben. Viel mehr als gelegentliche hobbymäßige ist es bei mir zwar nie geworden – dennoch hält die Faszination bis heute an. So lausche ich regelmäßig den einschlägigen Podcasts und orientiere mich mit praktischen Apps am Nachthimmel. Seit meinem 50. Geburtstag ist auch wieder ein Teleskop am Start.

Ausgespielt

– der (nicht nur) Rollenspielpodcast war einst ein strahlender Stern am -Himmel. Von 2008 bis 2022 wurde hier in wechselnder Besetzung über allerlei nerdiges Zeug geplaudert, wie der Untertitel andeutet mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Pen&Paper-Rollenspiel. Bis 2015 war auch ich stolzes Mitglied im Ausgespielt-Team, habe mich dann aber aus Termingründen absentiert. Im Übrigen können alle Ausgespielt-Folgen noch immer gelauscht werden.


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  1. Bloghygiene. So wichtig.[]
  2. und sogar vier Jahre später nachgefasst[]
  3. April April! Oder doch nicht?[]
  4. Sollte man den Wechsel der Autorenschaft von Ferri auf Carro unterteilen? Ich bin mir noch nicht sicher.[]

Rollenspiel Reloaded: Spielbericht Aborea Teil 4

Erneut ging es hinab in die Gewölbe unter der Stadt Padova im Lande Trion auf der -Welt . Doch erst einmal gab’s Erfahrungspunkte – danach giert doch jeder -Enthusiast.

Gnome-Wizard-Powergaming

Da spiele ich schon einen Zauberer, dann muss auch ordentlich Feuerkraft her. Also wurden alle Erfahrungspunkte (beziehungsweise die Lernpunkte, die man kriegt, wenn man dank der neuen Erfahrungspunkte eine Stufe aufsteigt) in die entsprechenden Fertigkeiten gesteckt. Auf der Elementarzauber-Liste kletterte ich auf die Position fünf und kann nun zusätzlich Blitze schleudern und eine Elementarwand hochziehen. Schick!

Knallharter Rätsel-Dungeon

Bei der Bewältigung des diesmal anstehenden Dungeons nützte mir das allerdings nix. Wie ich berichtete, galt es ja, den geheimen Unterschlupf des Meisterdiebes Raban zu erkunden, den ich im Keller seiner Villa entdeckte. Und dort hatte er keine fiesen Monster sondern umso fiesere Rätsel untergebracht, die uns das Leben schwer machten – denen mit einem Feuerball aber nicht beizukommen war.

Wer geht abends schwimmen?

Wie es sich für einen Gentleman-Meisterdieb gehört, hat auch Raban seinen Unterschlupf so gesichert, dass ein ihm ebenbürtiger Held in der Lage wäre, unbeschadet einzudringen. Die erste Hürde hatten wir mit der magischen Rabenstatue in seiner Villa bereits überwunden. Im Keller folgte zunächst ein Fallgitter mit einem trickreichen Öffnungsmechanismus, den wir nach etwas Geschiebe und Gedrücke tatsächlich erfolgreich entriegeln und betätigen konnten. Doch dann kam es dicke. Denn im nächsten Raum stand ein Podest mit einer Inschrift, die ein Rätsel enthielt, das wir partout nicht lösen konnten. Ich verzichte an dieser Stelle mal darauf, es aus dem Gedächtnis niederzuschreiben – wie ich auch darauf verzichte, es zu googeln. So sehr es mir in den Fingern juckt. Hätten wir es gelöst, es hätte sich vermutlich eine Geheimtür geöffnet, deren Geheimnis wir wohl nie erfahren werden. Doch der Raum hatte noch einen weiteren Ausgang, weswegen unser Abenteuer hier glücklicherweise nicht endete.

Minesweeper

Die meisten Räume waren frei zugänglich – beziehungsweise war der Zugang durch die Künste unseres Halbling-Diebes Baldoin leicht zu verschaffen. Dort gab es Trainingsräume, Labore, Waffen- und Speisekammern, wie es sich für eine ordentliche Bathöhle – äh, ich meine natürlich Rabenhöhle – gehört. Ein geheimer Ausgang in die Kanalisation war durch Fallen und Geheimtüren gesichert – und ein weiterer Raum durch ein erneutes Rätsel. Dieses war jedoch eher mechanischer Natur und erinnerte ein wenig an Minesweeper. Auf einer Art Schachbrettmuster waren Zahlen von Null bis Drei willkürlich verteilt und es galt eine Gliederkette in bestimmter Art und Weise um die kleinen Zahnräder an den jeweiligen Ecken der Schachbrettfelder zu spannen. Der Minesweeper-Ansatz war korrekt – allerdings bezog ich dies erst auf die Anzahl der Zahnräder, was irgendwie nicht aufging. Erneut musste Baldoin ran, der erkannte, dass es um die Kanten der Schachfelder ging. Er löste das Rätsel und die Tür ging auf.

Raban hilf!

Dort fand sich dann Rabans Heiligtum: Sein Schreibzimmer sowie der Trophäenraum mit den liebsten Errungenschaften seiner Raubzüge. Und darunter endlich auch der Opal, den wir von Anfang an für unseren mysteriösen Auftraggeber beschaffen sollten. Das Abenteuer wäre damit quasi gelöst – müssten wir nicht befürchten, dass die diebischen Schurken den Opal gleich wieder an sich bringen. Doch auch da konnten wir neue Spuren entdecken. Rabans Aufzeichnungen deuten nämlich darauf hin, dass auch er jenen Schurken bereits auf der Schliche war – was ihn wohl endgültig zu einem Batman-Robin-Hood-Hybriden macht, mit dem wir uns verbünden sollten. Selbstverständlich sind die Notizen kryptisch genug, dass uns noch einiges an Ermittlungsarbeit bevorsteht – aber wir wähnen uns nun doch auf der Zielgeraden. Ich werde berichten.

Rollenspiel Reloaded: Spielbericht Aborea Teil 3

Das -Abenteuer in der -Welt hält uns unverändert in seinem Bann.

Was bisher geschah

Bei meinem letzten Bericht verließen wir unsere drei Helden – den Menschenkrieger Ildefons, den Halblingdieb Baldoin und den Gnomzauberer Troc – als sie vor zwei Spielsitzungen ihrem Auftraggeber den ersehnten McGuffin übergaben – und dieser sich als Fälschung herausstellte. Welch fieser Cliffhanger!

Noch ne Chance

Doch Auftraggeber und Spielleiter hatten ein Einsehen und ließen Gnade walten. So erhielten wir eine weitere Chance, das Objekt der Begierde zu finden und zu übergeben – diesmal freilich das echte. Doch erst einmal gab’s Erfahrungspunkte.

Klassische Rollenspielfreuden

Ich muss gestehen, dass mir dieser klassische Spielmechanismus durchaus Freude bereitet hat. Eine weitere Bestätigung unserer ursprünglichen Entscheidung, es mal sehr traditionell anzugehen. Mit dem entsprechenden WoW-Sound im Kopf gab es einen Levelup und genug Punkte, um ein bisschen was zu steigern – in meinem Fall kann ich nun endlich Feuerbälle werfen. Hinzu kam, dass wir meinen Zauberstab, den ich die ganze Zeit schon mit mir rumschleppe, endlich auch regeltechnisch eingebunden haben – sowohl der SL als auch ich selbst hatten das schlicht vergessen. Zu meinen drei Stufen Elementarzauber gesellt sich der einstufige freie Zauber „Blenden“.

Wilde Spekulationen

Doch all dies kam zunächst gar nicht zum Einsatz.  Erst einmal ergingen wir uns in recht munteren – aber fruchtlosen – Spekulationen darüber, wie der doppelte Diebstahl des Opals denn zu erklären sei. Dabei entwarfen wir zur diebischen Freude des Spielleiters immer wildere Gedankenkonstrukte darüber, wer denn hinter dieser mehrschichtigen Täuschung stecken mochte. War es doch der Diener des Auftraggebers? Oder zog der Auftraggeber selbst gar einen hochkomplexen undurchsichtigen Mega-Coup ab? Allein: Ohne Beweise nützt alles Spekulieren nichts. Also galt es, die Orte unseres bisherigen Wirkens nochmals abzuklappern – und eventuell den ein oder anderen NSC zu befragen.

Munteres Improvisationstheater

Und auch der Rest dieses ersten der beiden Abende hörte nur wenig Würfelgeklapper – stattdessen aber eine Menge munteres Schauspiel. Die Graue Hand – oder die Reste davon –, erwiesen sich bei unserer Rückkehr als erstaunlich kooperativ. Sie hatten offenbar keine Lust mehr, eine Diebesgilde zu sein. Bereitwillig gaben sie uns Auskunft, was tatsächlich unseren Verdacht gegen besagten Hausdiener erhärtete. Den Auftrag zum Diebstahl des Opals hatte ganz offensichtlich ein Insider gegeben. Weitere Spuren deuteten jedoch darauf hin, dass hinter dem erneuten Diebstahl des Opals aus der Obhut der Hand eine dritte Partei steckt. Und zwar Raben-Man, äh, Raban.

Zwei Spuren – aber kein Opal

Nach einer herzerweichenden Beichte meines Gnomenzauberers vor seinem Lehrmeister, einer zum Glück nur fast gescheiterten Beschattung des Hausdieners und einem hoffentlich nicht allzu unvorteilhaften Informationsdeal mit einem weiteren NSC hatten wir schließlich zwei handfeste Spuren sowie noch ausreichend Zeit, einer davon nachzugehen. Denn es sollte einen völlig verarmten einstigen Händler geben, der den wahren Namen von Raban kennt und den man in einem verfallenen Haus in einer Slumgegend finden konnte. So schloss der Abend mit einer wunderbaren schauspielerischen Leistung unseres Spielleiters, mit der er uns diesen bedauernswerten NSC präsentierte – und schließlich die Identität des Meisterdiebes Raban enthüllte.

Auf zur Rabenhöhle!

An diesem Punkte trennten sich unsere Wege für gut einen Monat, bis es bei der nächsten Sitzung galt, eben jenen Meisterdieb aufzuspüren und gegebenenfalls seinerseits um den Opal zu erleichtern. Mittlerweile hatten wir seinen echten Namen, der auf einen Kleinadeligen hindeutete, sowie ein paar Hinweise darauf, dass er seine Gaunereien mehr aus Spaß an der Freud, denn aus überzeugtem Gangstertum betrieb. Nun hatten wir weder ein Adelsverzeichnis noch ein Einwohnermeldeamt zur Verfügung also musste ein anderer Plan her.

Kleider machen Leute

Und was der Hauptmann von Köpenick konnte, können drei Fantasy-Abenteurer schon lange. Also studierte unser Krieger kurzerhand die Rolle eines Kleinadeligen ein, der von einer weiten Reise zurückgekehrt war und sich bei einem Schneider schnell neu einkleiden musste. Der eigentliche Plan sah vor, sich mit diesem Gewand, das wir natürlich nicht zu bezahlen gedachten, beim Herzog einzuschleichen und da nach Raban zu fragen. Glücklicherweise wusste aber schon der Schneider den entscheidenden Hinweis zu geben. Auf einem Umweg über Rabans Arbeitsstätte – er betreibt eine kleine Reederei – gelangten wir endlich zu seiner kleinen Villa. In der just in diesem Moment ein Kampf stattfand.

Häuserkampf und Beamtenbestechung

Kurzerhand verschafften wir uns Zutritt und sahen den Hausherrn in verzweifeltem Duell mit einem Einbrecher. Beide waren geübte Kämpfer und schenkten sich nichts. Selbstredend stürzten wir uns ins Getümmel und ergriffen für Raban Partei. Nach hartem Ringen gelang es uns, den Angreifer zu vertreiben – doch auch der Hausherr verdünnisierte sich in Rabengestalt. Zu allem Übel stand dann auch noch die Stadtwache vor der Tür und war nicht davon abzubringen, uns für die Einbrecher zu halten. Baldoin nahm daraufhin die Beine in die Hand, Ildefons blieb kaum etwas als ein tiefer Griff in den Geldbeutel – und euer guter Freund Troc verbarg sich gekonnt im innern der Villa, die er schließlich für sich alleine hatte.

Auf dem Schlauch

Man sollte meinen, dass es für meinen Gnomenzauberer nun ein Leichtes war, alle Geheimnisse der Rabanschen Behausung zu entschlüsseln. Allerdings war der Abend schon spät und ich hatte mich mitten auf den metaphorischen Schlauch gestellt. Zwar entdeckte ich ziemlich bald die Rabenstatue in einem Kaminzimmer, drückte aber ewig lang erfolglos daran herum, ohne den geheimen Zugang zur vermuteten Rabenhöhle zu entdecken. Es war dann nicht unbedingt mein eigener Geistesblitz, doch mal meine magischen Sinne danach auszustrecken. Und siehe: Das war natürlich die Lösung. Die Berührung einer Rabenfeder aus Rabans Mantel reichte aus. Mitten im Kaminzimmer öffnete sich ein Zugang in die Tiefe.

Waiting for the Dungeon

Als armer kleiner Gnom traue ich mich natürlich nicht alleine da rein. Die Erkundung unseres Level-2-Dungeons ist daher eine Aufgabe für die nächste Sitzung. Ich werde berichten.

Weiter geht’s im Spielbericht Aborea Teil 4.

Rollenspiel Reloaded: Spielbericht Aborea Teil 2

Zum zweiten Mal stürzten sich meine Gefährten und ich in ein -Abenteuer auf der -Welt . Gegeben wurde diesmal ein klassischer Dungeon Crawl mit fiesem Cliffhanger.

Was bisher geschah

Wir verließen unsere Helden Ildefons, Baldoin und Troc beim letzten Mal in einem verlassenen Tempel, der bekanntlich mittlerweile der Diebesgilde Die Graue Hand als Unterschlupf dient – ich hatte berichtet. Dort standen sie kurz davor, mit ihrem Gefangenen in die tieferen Gewölbe des Tempels vorzudringen, wo sie das Diebesgut der Gilde zu finden hofften – und vor allem das entwendete Objekt ihres Auftraggebers.

Dungeon Crawl

Und dann wurde es – erwartungs- und wunschgemäß – klassisch. Unter dem Tempel erstreckte sich nämlich ein kleines Kellergewölbe (ein „Level 1 Dungeon“ sozusagen), das erkundet werden wollte. Darin fand sich alles, was das Herz begehrte: Fallen, Fundsachen und Kleinganoven, denen man die Hose anzünden konnte. Von letzterem machte mein Gnom-Zauberer mit seinem Stufe-Zwei-Elementarzauber weidlich Gebrauch, bis das Mana alle war. Und schließlich war auch das Zielobjekt unserer Helden zu finden: die silberne Schatulle mit dem Opal, der ihrem Auftraggeber gemopst worden war.

Fieser Cliffhanger

Zwar galt es noch diverse aufgebrachte Ganoven und eine besonders gemeine Falle zu überwinden und den Ausgang aus der arg verwinkelten Kanalisation zu finden – aber schließlich gelang es Ildefons, Baldoin und Troc wohlbehalten ihrem Auftraggeber gegenüberzutreten und ihm seine Silberschatulle nebst Inhalt zu überreichen. Man überlegte sich schon im Geiste, wofür man die versprochenen vier Goldmünzen ausgeben würde (Baldoin wünscht sich doch so sehr einen Degen), als der Opal in den Händen seines Besitzers auf einmal zu Staub zerfiel.

Irgendwas stimmt hier ganz und gar nicht! Doch schon bald werden wir im Würfel & Zucker dem Rätsel auf die Schliche kommen – sonst dreht uns besagter Auftraggeber vermutlich den Hals um.

Weiter geht’s im Spielbericht Aborea Teil 3

Rollenspiel Reloaded: Spielbericht Aborea Teil 1

Endlich habe ich wieder die Würfel geworfen und mich mit zwei Gefährten in ein -Abenteuer gestürzt. Gegeben wurde klassische in den heiligen Hallen des Würfel und Zucker.

Würfel und Zucker: perfekte Location für einen kurzweiligen Spieleabend

Hiermit stimme ich offiziell in die Lobeshymnen auf das Hamburger Brettspielecafé ein. Wie berichtet war ich anlässlich meiner Rückkehr an den Rollenspieltisch erstmals in diesem Etablissement im Eilbecker Weg zu Gast. Es ist sehr gemütlich, perfekt ausgestattet, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sehr nett und freundlich. Mit der kompletten Fritz-Palette, ausgesuchten Craft-Bieren und schmackhaften Snacks lässt das kulinarische Angebot keine Wünsche offen. Wer noch nicht da war, sollte dies umgehend nachholen – und dann regelmäßig wiederholen. Ich werde es jedenfalls so handhaben.

Aborea: klassische Fantasy-Welt und angenehmes Spielsystem

Nun hatte ich mir das Aborea-Grundregelwerk schon vor Jahren zugelegt und durchgelesen – gespielt hatte ich es bis dato jedoch noch nie. Jetzt aber kann ich meinen Eindrücken von damals auch ein paar Worte zum Spielerlebnis hinzufügen. Die Vorlage Rolemaster kenne ich ehrlich gesagt nicht – daher weiß ich nicht, wie viele etwaige Besonderheiten dieses Systems in der verschlankten -Version verloren gegangen sein mögen. Mir gefallen schlanke Regelwerke generell immer sehr, da ich mich lieber auf das Rollenspiel konzentriere anstatt in irgendwelchen Listen nachzuschlagen, welchen Schaden denn jetzt mein Rückhand-Hieb auf den rechten Unterarm meines Gegners macht. Proben werden stets mit einem W10-Wurf plus etwaigen Bonus gegen eine Schwierigkeit absolviert und auch das Kampfsystem ist angenehm schlank. Gefällt mir sehr gut.

Was unseren Helden widerfahren ist

Meinen Gnom-Zauberer Troc hatte ich bereits vorgestellt. Ihm zur Seite stehen der Halbling-Dieb Baldoin und der Menschen-Krieger Ildefons. Alle drei Helden kennen sich zu Beginn des Abenteuers bereits, Troc und Baldoin aus der Jugend, Ildefons ist als Wächter des Trödelladens von Fandel angestellt (wird hinter dem obigen Link alles erläutert). Unser Spielleiter hat die hiermit begonnene Kampagne in der Stadt Padova verortet, die er entsprechend der Anforderungen seiner Rahmenhandlung etwas angepasst hat. Ohnehin schickte er uns auf ein komplett selbsterdachtes Abenteuer, durch das er uns sehr kompetent und kurzweilig führte. Folgendes geschah:

Eines Tages kam Baldoin in Fandels Laden – allerdings ohne einen Kunden dabei zu haben. Dies ist eigentlich seine Aufgabe, denn der magiedurchtränkte Laden kann nur von den Kundigen gefunden werden. Er winkte Ildefons und Troc zu sich und berichtete ihnen von einem Fremden, der ihn in der Taverne angesprochen habe (Klassiker!). Sein Herr sei bestohlen worden und er sei auf der Suche nach Leuten, die ihm diskret bei der Wiederbeschaffung des entwendeten Objekts helfen könnten.

Natürlich machten sich unsere Helden persönlich auf und begannen die übliche Ermittlungsarbeit. Schlechtes Würfeln – vor allem von mir – hinderte sie eine Weile daran, mit dem einzigen echten Hinweis etwas anfangen zu können. Schließlich hatte der Spielleiter ein Einsehen und ließ einen NSC das Beweisstück entschlüsseln, sodass die Abenteurer-Neulinge endlich die Spur zur Grauen Hand entdeckten, einer auch unter Gaunern wenig angesehenen Diebesgilde, die sich in einem verlassenen Tempel verschanzt hatten. Dort kam es dann auch schon zum Cliffhanger des Abends, als unsere Helden in den Tempel eindrangen und eine erste kleine Rangelei mit einem der Diebe vollzogen. Als nächstes soll es in den Keller gehen, wo angeblich die Beute lagert. Doch das ist eine Geschichte für einen anderen Abend.

Fazit: stimmungsvoller Wiedereinstieg ins klassische Rollenspiel

Auch wenn die Heldentruppe an ihrem ersten Abend vielleicht noch nicht allzu viel erreicht hat, war es dennoch ein sehr stimmungsvoller und somit erfolgreicher Wiedereinstieg ins klassische Fantasy-Rollenspiel, der allen Beteiligten sehr gefallen hat. Wie es sich für einen ersten Akt gehört, haben sich die Charaktere erst einmal beschnuppern und den Ort ihres Wirkens erkunden können. Durch die sehr farbigen und detailfreudigen Schilderungen des Spielleiters und die Spielfreude aller Beteiligten ist dies sehr gut gelungen. Doch, hat Spaß gemacht – und wird zeitnah fortgesetzt. Ich werde berichten.

Weiter geht’s im Spielbericht Aborea Teil 2

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