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Nerdlicht früher: Schach, Lesetagebuch und kaputte Fenster

Auf meinem haben sich seit 2007 etliche Artikel angesammelt. Wie ich finde, kann man ein paar davon immer noch gut lesen. Grund genug für eine unregelmäßige -Rubrik.

Vor fünf Jahren habe ich das Erstlingswerk1 meines guten alten Kumpels Ace Kaiser rezensiert,2 vor zehn Jahren bereits über meine -on-off-Beziehung berichtet3 und vor 15 Jahren kaputte Fensterscheiben aus meiner Heimatstadt dokumentiert.4

Aber lest selbst:

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  1. Müssten eigentlich fette Anführungszeichen drumrum. Es geht um sein erstes Buch bei einem „richtigen“ Verlag. Davor und danach hat er in etlichen Jahrzehnten auf anderen Wegen mehr Prosatext veröffentlicht, als so mancher Bestsellerautor.[]
  2. Inzwischen gibt es übrigens schon längst einen zweiten Teil des Romans. Liegt zu meiner Schande noch immer ungelesen auf meinem Nachttisch. Diesen Sommer ist er fällig.[]
  3. Es ist kompliziert.[]
  4. Keine Sorge: Inzwischen sind sie längst wieder heile.[]

Die Woche: durchwachsen

Eine Woche, so durchwachsen wie die aktuelle Witterung und in weiten Teilen recht ereignislos. Lohnt es sich überhaupt, darüber zu berichten? Naja, ein paar erwähnenswerte Dinge habe ich immerhin konsumiert.

Serienfortschritt

Bei meinem Rewatch der großartigen -Serie lasse ich mich nicht stressen. Ein, zwei Folgen bin ich in Staffel zwei vorangekommen und genieße das erste Zusammentreffen mit der Pegasus, das für ordentlich Stunk sorgt.1 Auch im wiederholten Durchgang bleibt es eine ganz wunderbare und spannende Serie.

Außerdem hatte ich endlich Gelegenheit, in die animierte -Kurzgeschichtenseite Tales of the Underworld reinzuschauen. Die ersten Folgen über das weitere Schicksal von Asajj Ventress haben mir gut gefallen und ich schließe mich der Fantheorie an, dass der Bengel der von Jude Law gespielte Typ aus Skeleton Crew ist.

Filme nachholen

Ansonsten habe ich meine U-Bahn-Pendelzeit genutzt, um ein paar Filme der letzten Jahre nachzuholen. Schon vor einer Weile hatte ich mich an Chappie und Tron: Ares versucht, musste aber beides vorerst abbrechen. Denn doll sind die beiden nicht. Ähnlich geht es mir gerade mit dem Neuaufguss der Nackten Kanone. Die „besten“ Gags hatte man bereits im Trailer gesehen, der Rest ist eher unterwältigend.

Überraschend okay ist hingegen The Running Man. Ich hatte damals in der Schule2 die Romanvorlage gelesen und erst danach die olle Schwarzenegger-Verfilmung gesehen. Erstere habe ich in durchaus postivier Erinnerung – letztere ist bekanntermaßen gruselig trashig und hat kaum etwas mit der Vorlage zu tun. Das macht diese Neuverfilmung tatsächlich deutlich besser.3  Dass die New Dollars das Konterfei von Arnie zieren, finde ich immerhin ziemlich lustig.

Das Netflix-Filmchen House of Dynamite kann man schließlich auch gut gucken. Aus mehreren Perspektiven wird offenkundig ziemlich akkurat erzählt, wie die höchste Ebene der USA reagiert, wenn eine Atomrakete auf sie zufliegt. Die gesamte Handlung erstreckt sich lediglich über 20/30 Minuten von der Entdeckung der Rakete bis unmittelbar vor ihrem Einschlag in Chicago und wird dann dreimal hintereinander mit unterschiedlichem Fokus durchgespielt. Sehr dicht, sehr spannend.

Neues aus dem Perryversum und Altes aus Entenhausen

Den ersten Teil des aktuellen -Doppelbands von Wim Vandemaan habe ich Anfang der Woche ausgelesen und fand ihn ganz okay. Ich liebe den einfallsreichen und immer leicht verschrobenen Stil des einstigen Exposé-Autors – glaube aber, dass er nur dann so richtig zur Geltung kommt, wenn er minimalst an Notwendigkeiten der Metahandlung gebunden ist. Sprich: nur ein voll von der Leine gelassener Vandemaan bringt’s.

In Heft 3382 „Operation Geisterflotte“ ist die Leine etwas kürzer, da er die Reise der titelgebenden Flotte vom galaktischen Zentrum zur Erde beschreiben muss. Leider sieht das PR-Lore vor, Raumfahrt nicht als Raumfahrt, sondern mit Luft- und Seefahrt-Allegorien zu beschreiben, weswegen hier allüberall Hyperstürme toben und sich mehrdimensionale Strudel auftun. Mag ich nicht so gern. Zum Glück würzt Vandemaan diese „Suppe“ ausreichend mit skurrilen eigenen Ideen von wunderlichen Weltraumnomaden bis hin zu einem kosmischen Sammler, der verschärft an den Collector aus und MCU erinnert – aber gut geklaut ist bekanntlich besser, als schlecht ausgedacht.

Im Folgeband 3383 „Brennpunkt TERRANOVA“ – da bin ich noch am Anfang – baut er gleich scheinbar zusammenhanglos eine hübsche Episode aus einem Paralleluniversum ein. Geht für meinen Geschmack also gut los.

Diese Woche erschien zudem eine neue Ausgabe der Edition. In dieser Softcover-Reihe werden bekanntlich alle Entengeschichten von Carl Barks in der Übersetzung von Erika Fuchs erneut veröffentlicht. Band 98 enthält etliche muntere Dagobert-Geschichten, von denen ich einige tatsächlich noch nicht kannte – oder schlicht vergessen hatte.

Raketenmärchen auf der Zielgeraden?

Auf der Seite des wunderbaren @Rpunkt kann man weiterhin die winzigen Schrittchen beobachten, in denen ich mit meinen Raketenmärchen vorankomme. Nach aktueller Planung habe ich gerade das vorletzte am Wickel, ehe die Anthologie voll ist. Ich peile mal ganz vorsichtig den September als den Monat an, in dem das erste Manuskript an ausgesuchte Testleser raus kann.

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  1. „I’m getting my men.“[]
  2. Kein Spaß! Ich weiß aber nicht mehr, ob’s im Deutsch- oder Englischunterricht war.[]
  3. was nun auch nicht schwer ist[]

Die Woche: Eckchen

Außer, dass ich hin und wieder ein paar Tornados am Himmel gesehen und mich in die 80er Jahre zurückversetzt gefühlt habe, war dies eine recht ereignisarme Woche. Naja, unsere Urlaubszeit geht auch erst im nächsten Monat los und man muss ja auch ausreichend Kapazitäten für seine Lektüre und den Seriengenuss haben.1

Um die Ecke gedacht

In der vergangenen Woche – ich habe berichtet – waren in der New-York-Times-Spiele-App für sieben Tage die Kreuzworträtsel als Werbeaktion freigeschaltet worden. Sonst sind sie hinter der Paywall. War ein ziemlicher Zeitfresser, aber egal.

In dem Zusammenhang habe ich mich an mein einstiges Lieblings-Kreuzworträtsel aus dem Zeit-Magazin erinnert: „Um die Ecke gedacht“. Das könnte ich mir auch als Online-Variante vorstellen. Eine schnelle Recherche hat ergeben, dass die Zeit zwar keine Spiele-App anbietet aber immerhin einige Rätsel und Games auf ihrer Website anbietet, einige davon erwartungsgemäß hinter einer Paywall.

Darunter auch „Um die Ecke gedacht“ – zumindest wird man nach ein paar gelösten Wörtern nach dem Abo gefragt. Frei zur Verfügung steht aber das Eckchen. Die kleinere Version des Rätsels erscheint immer am Montag und bietet kurzen Knobelspaß für zwischendurch.

Damit die Rätselerfolge unabhängig von Cookies und über Endgeräte hinweg gespeichert werden können, kann man sich sogar einen kostenlosen Account machen. Allerdings scheint das nicht so richtig zu funktionieren. Zumindest hat mein Login beim Eckchen keinen sichtbaren Effekt. Aber das tut dem Rätselspaß keinen wesentlichen Abbruch.

Kein Rick & Morty für mich

Meine Freude darüber, dass die ersten Folgen der neunten Staffel Rick & Morty endlich verfügbar sind, verwandelte sich schnell in leichten Ärger darüber, dass man sie in der Prime-Video-App nicht runterladen kann. Dabei hätte ich die Staffel sehr gern beim Pendeln in der U-Bahn geschaut. Bis Staffel acht hat HBO Max offenbar kein Problem damit – die neuen Folgen darf man aber nur direkt streamen. Scheint irgendeine Schikane für jene zu sein, die ein HBO-Max-Sub-Abo bei Prime abgeschlossen haben. Wäre ich bloß bei WOW geblieben …

Die Pegasus naht und die Spinne krabbelt in schwarz-weiß

Pff, dann gucke ich halt weiter. Bei meinem Rewatch bin ich in Staffel zwei gerade bei der Doppelfolge angelangt, in der sich alle wieder vertragen und im Grab der Athene einen ersten ernsthaften Hinweis finden, wie die Erde zu erreichen wäre. Was bedeutet, dass ich nur noch wenige Folgen vom Erscheinen der Pegasus entfernt bin. Ich freu mich.

Bereits am Wochenende habe ich Spider Noir fertig geschaut, selbstverständlich in schwarz-weiß.2 Die in den 30er Jahren angesiedelte Spider-Man-Variation mit Nicolas Cage als gealtertem Wandkrabbler, der sich als abgehalfterter Detektiv über Wasser hält, hat mir gut gefallen. Mit einer angemessenen Prise Selbstironie hat das Setting gut funktioniert. Und ich musste automatisch wieder an die eine Community-Folge denken, in der Abed an der Frage verzweifelt, ob Nick Cage ein genialer Schauspieler oder eine Knallcharge ist.

Leseausflüge in die Prärie und in Stahlhöhlen

Im Supermarkt habe ich mal wieder nach einem Lucky-Luke-Band gegriffen, den ich noch nicht kannte. Auf diese Weise fülle ich schon seit geraumer Zeit meine lückenhafte Sammlung auf. Diesmal war es „Der Kaiser von Amerika“, ein klassischer Band aus der Goscinny-Ära, der erneut viel Freude macht. Das Album ist mir auch deswegen ins Auge gefallen, da in der kürzlich erschienenen Real-Serie darauf Bezug genommen wird. Zu der werde ich mich in einem kommenden Lucky-Luke-Artikel etwas ausführlicher äußern.3 Aber damit warte ich noch mindestens, bis ich den Hommage-Band von Flix in den Händen halte.

Noch ganz am Anfang stehe ich bei „Die Stahlhöhlen“ von Isaac Asimov. Der -Roman wird heute als vierter Band der Foundation-Reihe geführt, die ich gerade durcharbeite. In dieser Reihe ist es der erste vollständige Roman, die drei Vorgänger waren allesamt Kurzgeschichtensammlungen. Die Geschichte beginnt wie ein klassischer Cop-Film. Es gab einen Mord und der Polizist muss sich mit einem exotischen ungeliebten Partner – in diesem Fall ein Roboter – zusammentun und den Fall lösen. Bin gespannt.

Meine ewige -on-off-Beziehung steht ab dieser Woche mal wieder auf „on“. Mein verschrobener Lieblingsautor Wim Vandemaan ist mit einem Doppelband am Start. Da bin ich dabei.

Und noch ein Raketenmärchen

Außerdem war ich für meine Verhältnisse in dieser Woche recht fleißig an der Tastatur. Immerhin habe ich ein weiteres Raketenmärchen für meine geplante Anthologie fertiggestellt. Die erste Fassung des kompletten Manuskripts ist jetzt nur noch eine Frage von … ähm … Monaten. 4

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  1. Falls sich jemand wundert: Nein, Fußball war noch nie mein Thema.[]
  2. Hat das wirklich irgendwer in Farbe geschaut?[]
  3. Schonmal als Notiz an mich: Böser Kontinuitätsfehler in der Serie! Im Album ist bereits Grant US-Präsident, in der Serie, die definitiv danach spielt, ist es noch Lincoln.[]
  4. Drückt mir die Daumen![]

Die Woche: Hobbyzeitfenster

Ich hatte es bereits im Vorwort meines letzten Newsletters beklagt:1 Meine Hobby-Zeitfenster sind leider eine arg begrenzte Ressource. Daraus, dass ich im Mai stolze acht Blogposts2 veröffentlicht habe, folgt automatisch, dass ich nicht eine Silbe Prosa in die Tasten tippen konnte. Und dabei wollte ich doch in diesem Jahr endlich wieder ein veröffentlichbares Manuskript fertig kriegen. Das muss im Juni wieder anders werden.

Rubriken-Reaktivierung

Das heißt jetzt nicht, dass ich nun gar nicht mehr bloggen werde. Ein wenig bündeln kann ich die angedachten Artikel aber schon. Als erstes breche ich mein Vorhaben ab, alle aktuell gelesenen -Hefte einzeln zu verbloggen. Ohnehin hänge ich damit etliche Wochen zurück.

Im Rahmen meiner hiermit reaktivierten Tagebuch-Rubrik Die Woche werde ich allwöchentlich ein, zwei Worte zu meiner Lektüre und dem sonstigen Medienkonsum verlieren – und was eventuell noch so anlag.

Kreuzworträtsel aus New York

In Sachen Hobbyzeitfenster war es in dieser Woche nicht besonders hilfreich, dass die New York Times ihre Kreuzworträtsel hinter der Paywall hervorgeholt hat. Wie viele andere nutze ich die entsprechende App bereits seit Jahren und hab mich dort auch angemeldet – bezahlen will ich für die Rätsel und Spiele aber nicht. Immerhin sind Wordle, Strands und ein paar andere frei verfügbar. Für das Mini-Kreuzworträtsel galt das bis vor kurzem auch. Hat mich damals doll geärgert, als sie das kostenpflichtig gestellt haben.

Noch bis Sonntag kann man die drei – Mini, Midi und das große – kostenlos spielen. Wer dann angefixt ist, muss wohl oder übel das Abo abschließen. Seid also gewarnt!

Wohlgemerkt: das sind natürlich Um-die-Ecke-gedacht-Kreuzworträtsel. Ich mochte die damals im Zeit-Magazin immer sehr. BTW: Warum hat die Zeit eigentlich keine Spiele-App?

Gelesen

Auch wenn meine Lektüre schon etliche Wochen zurückliegt, fasse ich schnell mal die letzten von mir konsumierten Perry-Raketenheftchen zusammen. Zuletzt hatte ich etwas kleinlich an dem hervorragenden PR 3371 „Das Duell“ herumgemäkelt, hier nun die sechs Folgebände im Schnelldurchlauf:

Perry Rhodan Band 3372 „Familienbande“ von Robert Corvus – Der eigentliche Grund, warum ich mit Heft 3368 wieder in die Erstauflagenlektüre eingestiegen bin, sind die beiden letzten Romane, die Robert Corvus als Teamautor für die Serie beigesteuert hat. Die wollte ich unbedingt lesen – und dies ist der erste davon. Auch wenn ich längst nicht alle seine Sachen perfekt finde, mag ich seine Schreibe ziemlich gern und schätze seinen ganz eigenen Ansatz für die Serie sehr. Anderen mag die „Gefechtsweste“ auf die Nerven gegangen sein – mir haben seine Infanterie-Szenen immer gut gefallen. Die spielen in diesem Band aber gar keine Rolle. Vielmehr erlebt der Mausbiber Gucky in einem Koma-Traum die Vorgeschichte der Triade und somit den Ursprung seines eigenen Volkes. Habe ich als sehr stimmungsvoll in Erinnerung, was mir vier Sterne wert gewesen ist. ****°

Perry Rhodan Band 3373 „Die Triade“ von Michelle Stern – In diesem Band wird die Geschichte der Triade und somit der ersten Mausbiber weitererzählt. Trotz seiner kosmischen Tragweite für das gesamte PR-Lore hat er mich irgendwie nicht vollends gepackt. Leider ist meine Erinnerung inzwischen etwas verblasst. Nach Abschluss der Lektüre war er mir jedenfalls nur drei Sterne wert. ***°°

Perry Rhodan Band 3374 „Der Fehler im Gehorsam“ von Oliver Fröhlich – Ich wollte ja eigentlich nicht mehr über die Darstellung von Gesellschaft in der PR-Serie meckern. Aber in einem ausführlicheren Artikel zu diesem Heft hätte ich es getan. Diese Knastgeschichte hätte in einen Mafiafilm aus dem 20. Jahrhundert gepasst – oder meinetwegen in ein Setting wie bei Guardians of the Galaxy. Aber in der ursprünglich als Utopie gedachten Zukunftsgesellschaft der PR-Serie? Ich weiß ja nicht. Muss ja jetzt auch nicht das Spa-Resort-Gefängnis sein, aus dem sie damals bei Voyager Tom Paris geholt haben. Aber Schlägereien in der Knast-Kantine? Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ich weiß ja nicht. Immerhin war das Heft spannend geschrieben. Drei Sterne gab’s also. ***°°

Perry Rhodan Band 3375 „Hetzjagd durch die Milchstraße“ von Robert Corvus – Mit diesem Heft verlässt der gute Robert also das Stammautorenteam. Durchaus ein Verlust, wie ich finde. Die titelgebende Hetzjagd hat er schön in Szene gesetzt. In mir hat sich der Eindruck verfangen, dass er die Größe und Vielfalt des Perryversums sehr gut dargestellt hat. Die kurze Etappe auf der STELLARIS war ein besonderer kleiner Crossover-Gruß an die Kurzgeschichten-Nebenserie. Erinnert mich daran, dass ich unbedingt bald mal den zweiten STELLARIS-Sammelband lesen muss. Aber ich schweife ab. Für Corvus‘ vorerst letzten PR-Band gab’s von mir vier Sterne. ****°

Perry Rhodan Band 3376 „Weltraumgeboren“ von Wim Vandemaan – Ich gehöre da vermutlich einer Minderheit an, aber ich bin großer Fan von Vandemaans verschroben-humorigen PR-Romanen. Auch dieser sprühte wieder vor Einfallsreichtum und absurd-fremdartigem Weltenbau. Seine Figuren füllen niemals nur eine direkte Handlungsfunktion aus, sondern tragen selbst zum fantastischen Flair bei. All dies trifft wieder für dieses Heft zu und beschert ihm vier Sterne von mir. ****°

Perry Rhodan Band 3377 „Die Legatische Prüfung“ von Olaf Brill – Dieser Band wirft endlich ein erstes Schlaglicht auf die bislang aus dem Dunkeln agierenden Hinterleute der aktuellen Schurken. Es verschlägt das angehende Neumitglied der Schurkentruppe aus der Milchstraße in die ferne Galaxie Hangay. Ein heldenhaftes Agentenpaar ist ihm auf den Fersen. Beide erfahren sie die Geschichte eines Legaten – Mitglied jener Truppe, die mindestens seit Heft 3300 ihre finsteren Fäden ziehen. Die Motive bleiben weiterhin im Trüben, spannend geschrieben ist die Lebensgeschichte aber durchaus. Drei Sterne von mir. ***°°

An der Stelle – ist auch schon wieder vier Wochen her – habe ich erst einmal eine kleine PR-Pause eingelegt, die ich mit Band 3382 wieder zu beenden gedenke. Das Heft erscheint nächste Woche, ist erneut von Wim Vandemaan – und sogar Auftakt zu einem Doppelband von meinem aktuell liebsten PR-Schreiberling.

Die Perrypause habe ich genutzt, um den Bicentennial Man auszulesen und mir den neuesten Bobiverse-Roman einzuverleiben – aktuell mein liebstes literarisches -Universum.3

Bobiverse 5 „Wir sind verschollen“ von Dennis E. Taylor – Ich bin etwas spät zu der Party gestoßen, zähle mich seit letztem Jahr aber zur begeisterten Lesendenschaft der Bobiverse-Romane. Die vier ersten Bände hatte ich in einem Rutsch weggelesen und alle im Überschwang mit Höchstwertungen versehen. Den fünften Band habe ich daher sehnsüchtig erwartet und nun in ähnlicher Geschwindigkeit durchgeatmet. Aber bin ich auch ähnlich begeistert? Fast. Die generellen Abstriche, die ich bereits in meiner hier verlinkten Lobeshymne der ersten Bände genannt habe,4 gelten in weiten Teilen immer noch, stören mich persönlich aber unverändert kaum. Einen Punktabzug muss ich diesmal dennoch machen, da mir die Handlung dieses Bands etwas zu zerfasert ist. Es fehlt das eine große Ding, dem die Hauptaufmerksamkeit gilt, so wie zuvor der Himmelsfluss oder die Bedrohung durch die Anderen. Die im letzten Band aufgebaute KI-Thematik wird eher halbherzig weitergeführt, die „Sternenflotte“ taucht praktisch gar nicht mehr auf – beziehungsweise wird eine etwas wirre Ursprungsgeschichte präsentiert – und das recht beeindruckende Wurmloch-Imperium scheint nur die Vorbereitung des nächsten großen Dings im Folgeband zu sein. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau.5 Die Einzelgeschichten sind allesamt sehr spannend und einfallsreich – aber es ist halt mehr eine Kurzgeschichtensammlung als ein Roman. Bleiben immer noch wohlverdiente vier Sterne. ****°

Geschrieben

Bislang hat mein Hobby-Zeitfenster-Umschichtungsplan ganz gut funktioniert. Stand jetzt habe ich in dieser Woche jeden Tag ein paar Worte zu meiner Raketenmärchen-Anthologie hinzufügen können, wie auf Schreibmonat, der Seite des wunderbaren @Rpunkt, nachgelesen werden kann. Mein Plan bleibt, in diesem Jahr die erste Rohfassung des Manuskripts fertig zu kriegen. Dann seid ihr als Testlesende dran. Merkt’s euch!

Geschaut

Im letzten Jahr habe ich einen -Rewatch begonnen, den ich sehr unregelmäßig aber mit großer Begeisterung fortführe. Inzwischen habe ich die Miniserie und die erste Staffel durch.

Als sie kurzzeitig auf einem der zahlreichen Streamingdienste verfügbar war,6 habe ich mich sogar an der Spinoff-Serie Caprica versucht. Die ersten paar Folgen, die ich gesehen habe, sind gar nicht mal so schlecht. Leider bin ich nicht mit ausreichend Elan dabeigeblieben, um die eine Staffel durchzukriegen, ehe der Streamingdienst sie wieder runtergenommen hat. Sagt ja auch was aus.

Inzwischen habe ich die ersten Folgen der zweiten BSG-Staffel am Wickel und bin ungebrochen begeistert. Ein Rewatch ist durchaus ein etwas anderes Erlebnis, wenn man die Schicksale kennt, die den Figuren noch blühen – (hust) Final Five (hust) – aber er macht mindestens genauso viel Spaß, wie beim ersten Mal. Ist einfach eine großartige Serie.

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  1. gern abonnieren[]
  2. und eine Eskapedia-Folge und zwei Zusammengebaut-Artikel[]
  3. Sorry, Perry![]
  4. sehr auf männliche Gen-X-Nerds zugeschnitten, allzu erd- und menschenähnliche Biologie und Kultur überall[]
  5. dafür bin ich berühmt[]
  6. ich glaube WOW[]

„The Bicentennial Man“ von Isaac Asimov

Langsam komme ich dahinter, warum Isaac Asimov als Großmeister der gilt.1 Nach Geliebter Roboter ist der dritte Band seiner Roboter- und Foundation-Reihe2 erneut eine Sammlung kurzer bis längerer Erzählungen mit dem titelgebenden Bicentennial Man3 als Kernstück.

Dieser Band hat mich mehr noch als die beiden Vorgänger begeistert – auch weil er an vielen Stellen die Weiterentwicklung Asimovs und seines Schaffens aufzeigt. Wieder drehen sich die meisten – jedoch nicht alle – Geschichten um Roboter, künstliche Intelligenz und die Auslotung ihrer Grenzen und Möglichkeiten.

Mehr Frauen

An den beiden vorangegangenen Büchern musste ich das allzu zeitgemäße Frauenbild kritisieren, das Asimov in einigen seiner Geschichten transportiert. Hier zeigt sich nun, dass der Knabe offenbar lernfähig war. Im Vorwort schreibt er sogar selbst, dass er durch Gespräche mit einer Bekannten auf die Idee kam, in einer Geschichte einen dezidiert weiblichen Roboter auftreten zu lassen. Doch auch in den anderen Erzählungen tauchen mit einem Mal deutlich mehr weibliche Protagonistinnen mit wesentlich dominanteren Rollen auf. Gefällt mir sehr gut.

Mehr Spannung und mehr Menschlichkeit

Ganz allgemein hatte ich den Eindruck, dass die Geschichten noch mal einen ganzen Zacken spannender und einfallsreicher geworden sind. Noch viel mehr als in den vorangegangenen Bänden bricht Asimov mit den Regeln seiner Welt und überrascht den Lesenden mit radikalen Wendungen und kolossalem Scheitern. So lässt er den wohlmeinend diktatorischen Großrechner Multivac sterben und verwischt mit der titelgebenden Geschichte endgültig die Grenze zwischen Mensch und Maschine.

Woran Data Jahrzehnte später letztendlich gescheitert ist, gelingt Andrew Martin in dieser genreprägenden Geschichte: als Roboter gebaut und in die Welt gesetzt darf er 200 Jahre später als von der Gesellschaft voll anerkannter Mensch in Frieden sterben.4

Mäßige Verfilmung

Wie es der Zufall so will, ist vor einigen Wochen die olle Verfilmung des 200-Jahre-Manns von 1999 bei Netflix aufgetaucht. Die Gelegenheit habe ich genutzt und mir das gute Stück noch einmal reingedreht. Naja.

Ein paar Szenen aus der Vorlage gibt der Film durchaus gut wieder – aber dass Andrews Wunsch ein Mensch zu sein darauf reduziert wird, dass er legal heiraten möchte, finde ich arg dämlich. Zumal es ganz schön creepy ist, dass der zu dem Zeitpunkt schon über 60-jährige Roboter-Mensch mit der nicht einmal halb so alten Enkelin von Little Miss5 anbandelt.

Meine Empfehlung daher: Lest unbedingt die Original-Story – aber den Film könnt ihr auslassen.

Als nächstes: SF-Krimi unter Tage

Weiter geht’s mit Die Stahlhöhlen, dem ersten kompletten Roman in dieser Reihe.

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  1. Ja, das wusste ich natürlich auch vorher schon. Aber es jetzt noch mal richtig bei der Originallektüre zu erleben, ist schon was anderes.[]
  2. die erst nachträglich so zusammengestellt wurde – ursprünglich sind das meiste nur lose zusammenhängende Einzelgeschichten[]
  3. In meiner Version wird der Titel mit „Der Zweihundertjährige“ übersetzt – manchmal steht aber auch „Der Zweihundert-Jahre-Mann“ auf dem Cover. Ich hätte ja die Formulierung „Der Zweihundert-Jahre-Mensch“ am besten gefunden, da es ja – ACHTUNG SPOILER – darum geht, dass der Roboter am Schluss als Mensch stirbt.[]
  4. Habe ich auch jetzt erst richtig erkannt, dass die unsägliche Sterbeszene von Data in der ersten Picard-Staffel ihr Vorbild bei Asimov hat. Leider nur sehr mäßig kopiert.[]
  5. Die für Andrew im Film selbst schon als Love-Interest dargestellt wird, was noch creepier ist, da er sie als kleines Kind kennengelernt hat. Im Buch hat er auch eine enge Bindung zu ihr – aber nicht so.[]

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