Schlagwort: Superman

Superman

Immer wenn es in der Vergangenheit um Superheldencomics ging, wurde ich nicht müde zu betonen, dass ich die Geschichten und Figuren aus dem Hause jenen des Mitbewerbers ein wenig vorzöge – mit der einzigen Ausnahme , der ja generell der coolste sei. hingegen erklärte ich in seiner klassischen Version stets für langweilig und bevorzugte ihn in einer „umgedrehten“ Variante wie beispielsweise in der Injustice-Reihe1 – oder wenn er aus welchen Gründen auch immer von Batman auf die Mütze bekam.

Das hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt.

Die sind beide gut

Inzwischen will ich Marvel und DC gar nicht mehr gegeneinander aufwiegen.2 In beiden Universen gibt es spannende Figuren und in beiden können wunderbare Geschichten erzählt werden – manchmal sogar in beiden zusammen.

Insgesamt habe ich halt deutlich mehr aus dem Haus der Ideen gelesen und kenne mich dort ein wenig besser aus. Bei DC habe ich mich aber auch schon immer wohlgefühlt und das ausdrücklich nicht nur beim dunklen Ritter und seiner Bat-Familie. Und in letzter Zeit reizen mich eben zunehmend die ganz klassischen Geschichten des Kryptoniers und seiner Anverwandten.

Der Martha-Zwischenfall

Irgendwann hatte ich von all der Düsternis schlicht die Nase voll. Spätestens 2016, als das Batman-verkloppt-Superman-Motiv in der unsäglichen „Martha-Szene“ aus Batman v Superman seinen Tiefpunkt erreichte, war das Thema für mich ausgelutscht.

Ich konnte dem DCEU und dem Snyderverse durchaus hier und da was abgewinnen – aber ab da stand mir wieder mehr der Sinn nach Optimismus, Zuversicht und Hoffnung. Also legte ich Injustice und Co. beiseite und wandte mich dem guten alten Big Blue Boyscout in seiner ursprünglichen Form zu.

Mehr Hoffnung wagen

Daher kam mir die filmische Neuauflage von James Gunn im letzten Jahr auch sehr gelegen. Diese durchweg positive und idealistische – und von mir aus auch ein wenig naive – Interpretation des idealtypischen Helden hat mir ausnehmend gut gefallen. Und natürlich rettet er das Eichhörnchen!

Nennt mich altersmilde, aber das sind genau die Geschichten, die ich gerade lesen will. Von jemandem, der mit Güte, Hoffnung und Zuversicht den Übeln dieser Welt begegnet und dabei all seine absurd große Macht so behutsam und dosiert wie möglich einsetzt, weil der Zweck eben nicht die Mittel rechtfertigt. Womöglich habe ich die Figur des Superman in den Jahrzehnten zuvor auch einfach nicht richtig verstanden – wobei ich mich erinnere, dass ich ihn als ganz kleiner Junge auch immer cool fand.

So oder so, ich erinnere mich in diesen Tagen wieder gern an jene , die diesen guten alten Superman in Szene setzen und führe mir all jene zu Gemüte, die mir noch fehlen könnten.

Gelesen und für gut befunden

Schon vor vielen Jahren habe ich mit großem Genuss den Klassiker aus dem Jahr 2003 Superman: Red Son beziehungsweise Genosse Superman von Mark Millar verschlungen, in dem die Geschichte einer Parallelwelt erzählt wird, in der die Raumkapsel mit dem kleinen Kal-El nicht in Kansas, sondern in der frühen Sowjetunion landet. Ein bisschen geht das natürlich auch in Richtung „böser Superman“ – aber eben nicht ganz. Denn auch in dieser Variante ist er im Grunde seines Herzens rechtschaffen, was sich spätestens am Ende der Geschichte offenbart.

Ähnlich lange her ist meine Lektüre von Kingdom Come aus dem Jahr 1996 mit den beeindruckenden fotorealistischen Zeichnungen von Alex Ross. Inzwischen mag ich den sehr textlastigen Stil nicht mehr allzu gern, aber der Epos über die gealterten DC-Heldinnen und Helden, die sich einer neuen Generation gnadenloser Superhelden stellen muss, zählt natürlich ebenso zu den Klassikern.

Als 2011 das komplette DC-Universum unter dem Titel – mal wieder – resettet wurde, habe ich eine ganze Menge der damals gestarteten Serien an- oder sogar durchgelesen. Darunter auch die diversen Superman-Reihen. Besonders interessant fand ich den Anfang von Action Comics, in dem die ersten Gehversuche des jungen Clark Kent in Metropolis beschrieben wurden.

In den letzten Monaten habe ich dann einen ganzen Schwung älterer und neuerer Supes-Stories durchgeschmökert und zwar: Superman for All Seasons beziehungsweise Superman: Ein Held fürs ganze Jahr von Jeph Loeb aus dem Jahr 1998, All-Star Superman von Grant Morrison aus den 2000er Jahren, Superman Up in the Sky beziehungsweise Superman: Jenseits der Erde von Tom King aus dem Jahr 2020, Superman: The World von 2025 mit Geschichten von Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt, darunter auch unser Flix und schließlich Supergirl: Woman of Tomorrow beziehungsweise Supergirl: Die Frau von morgen von Tom King, was ja die Vorlage des gleichnamigen Films werden soll.

Haben mir allesamt viel Spaß gemacht und sind unbedingt zu empfehlen.

Weiterlesen – mit Bitte um Empfehlungen

Aber dabei will ich es nicht belassen. Ich brauche mehr. Die einschlägigen Listen der „besten Superman Comics“ führen neben den oben genannten noch folgende auf:

Superman Unchained aus der New52-Ära, Trinity mit Batsie und Wonder Woman von Matt Wagner,  Was wurde aus dem Mann von Morgen? beziehungsweise Whatever Happened to the Man of Tomorrow? und/oder For the Man Who Has Everything von Allan Moore, Superman: Erde Eins von JMS oder What’s so Funny about Truth, Justice & the American Way?

Was meint ihr? Können die was? Was fehlt noch auf der Liste? Von Allan Moore mal abgesehen, will ich eigentlich auch nicht über die 90er hinaus gehen. Und was ist mit ganz neuen Ansätzen wie Absolute Superman? Oder geht das nicht wieder in die olle Grimmig-und-Düster-Richtung?

Bin gespannt auf eure Tipps.

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  1. Basierend auf einem Videospiel wird in den begleitenden Comics die Geschichte eines Superman erzählt, der nach einem schweren Schicksalsschlag zum bösen Diktator der Erde wird.[]
  2. Immerhin habe ich auch immer problemlos mit Playmobil UND Lego gespielt.[]

Meine fünf liebsten Filme 2025

Ihr kennt das Spiel. Alljährlich ruft der @slbstgsprchlr dazu auf, ihm die fünf besten Filme des Jahres zu nennen, damit er auf fundierter Grundlage dazu in seinem sprechen kann. Da bin ich wie immer gern dabei.

Ich muss – wie eigentlich jedes Jahr – einschränkend anmerken, dass ich nur sehr wenige Filme gesehen habe, die Volkers strengen aber gerechten Anforderungen genügen. Sie müssen nämlich nicht nur im Berichtszeitraum erstmals geschaut worden sein, sondern auch aus dem betreffenden Jahr stammen. Mit Blick auf meinen Letterboxd-Account sieht man sogleich, dass dies nicht sonderlich viele sind – zudem haben mich die wenigsten davon nennenswert vom Hocker gehauen.

Sei es, wie es sei, hier sind meine fünf liebsten Filme des Jahres 2025:

Platz 1 – Mickey 17

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Zugegeben, diese Klon-Geschichte ist reichlich skurril geraten. Dennoch muss ich gestehen, dass mir der etwas schrägere Ansatz, dieses klassische -Thema anzugehen, ziemlich gut gefallen hat. Denn trotz aller Albernheiten kommen die etwas tiefgründigeren Aspekte dieser Angelegenheit nicht zu kurz. Existenzielle Fragen nach Identität und Bewusstsein werden durchaus angemessen behandelt. Zudem sind die Aliens schön fremdartig und Ruffalos Trump-Parodie kann sich durchaus sehen lassen.

Platz 2 – The Fantastic Four: First Steps

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Selbst ein kritikloser Fanboy wie ich musste in diesem Jahr zugeben, dass die Qualität der MCU-Filme arg nachgelassen hat. Vor allem der Nummer mit dem roten Hulk hat man ansehen können, dass nicht mehr allzu viel Kohle in die Streifen gesteckt wird. Der Neustart der Fantastischen Vier ist die einzige halbwegs rühmliche Ausnahme. Da ich Marvels First Family sehr mag und ich mich sehr über ihren Einstieg ins MCU freue, sehe ich ihren ersten Schritten die leichten inhaltlichen Schwächen gerne nach. Setting und Figuren haben mir außerordentlich gefallen, ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie sie es in Doomsday krachen lassen werden.

Platz 3 – Frankenstein

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Bei Direct-to-Streaming-Filmen1 bin ich meistens skeptisch. Selbst bei großem Staraufgebot geraten diese Produktionen meist etwas schwachbrüstig. Ausnahmen gibt’s aber immer wieder – so auch im Falle dieses Klassik-Horror-Krachers von Meister del Toro. Die aktuellste Adaption des Shelley’schen Werks ist hervorragend gelungen.

Platz 4 – Thunderbolts*

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Wie bereits bei den FF geschrieben, merkt man den meisten aktuellen -Filmen einen vermuteten Sparkurs an. Das gilt leider auch bei den Thunderbolts. Immerhin kommt das Antihelden-Team sehr rasant und humorvoll daher und liefert dem MCU einen sehr interessanten Zugang. Jedoch fehlt dem Film die gewisse epische Größe. Dennoch hat er mir Spaß gemacht. Und auch hier gilt: Ich baue darauf, dass Yelena, Sentry und Co. bei Doomsday glänzen werden.

Platz 5 – The Electric State

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Noch so ein Streaming-Film. Hier gelingt es den Figuren und dem KI-Thema, dem ich in der Fiktion durchaus zugetan bin,2 gerade so, die vorhersagbare Handlung auszugleichen. Doch, hat Spaß gemacht.

Und was ist mit Superman?

Wie gesagt: Ich habe etliche Filme aus dem Jahr 2025 noch gar nicht gesehen. Bei vielen davon bin ich sicher oder habe mir sagen lassen, dass sie hervorragend und teils sogar besser sind als die genannten. Darunter sind vermutlich mindestens der neue -Film und „One Battle After Another“. Hole ich alle noch nach, versprochen.

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  1. Nennt man das so?[]
  2. in der Realität nicht so[]

Das Große Nerdlicht-Abecedarium: D

Ein #Abecedarium ist eine muntere alphabetisch sortierte Auflistung von Begriffen – im Grunde ein kleines Lexikon, das sich nicht allzu ernst nehmen muss. Wie geschaffen für eine #Blog-Rubrik. Lest und bestaunt also das Große Nerdlicht-Abecedarium!

Diesmal zum Buchstaben D wie

Datenschutz

Erinnert ihr euch noch, wie die nahende Teile der Blogosphäre in Aufruhr versetzt hat? Wie so oft, war alles nur halb so wild. Dennoch haben wir jetzt alle brav eine Erklärung zum Datenschutz auf unseren Seiten.

DC Comics

ist einer der beiden großen amerikanischen Superhelden-Comicverlage – und zwar der mit Superman, und Wonder Woman. Wie ich stets betone, ziehe ich den Mitbewerber ein kleines Bisschen vor – um dann anzufügen, dass ich eigentlich beide mag.

Denn bei DC1 gibt’s immerhin Batman, der – wenn ich ihn inzwischen auch ein wenig für auserzählt halte – ja wohl der coolste von allen ist. Doch auch die mythologischen Abenteuer von Wonder Woman, die Weltraumepen mit den Lanterns und die magischen Geschichten aus dem Dunstkreis der Justice League Dark haben mich schon immer fasziniert.

Und selbst wenn ich zwischenzeitlich immer mal wieder mit ihm gehadert habe – allen voran fliegt der gute alte , dessen ich gerade wieder für mich entdecke.

Dorgon

Zu den Besonderheiten des -Fandoms zählt sein aktives Fanfiction-Wesen, das zudem sehr wohlwollend von Verlag und Redaktion geduldet und oft sogar gefördert wird. Daher entstehen schon seit Jahrzehnten unzählige Perry-Rhodan-Geschichten und Romane aus der Feder kreativer Fans, bis hin zu ganzen Romanserien.

Eine davon ist Dorgon,2 die seit 1999 unverdrossen beim Perry Rhodan Online Club erscheint. Ich muss gestehen, bis auf ein paar Zusammenfassungen und wenige Kurzgeschichten nie etwas aus dieser Perry-Parallelwelt gelesen zu haben. Trotzdem habe ich Mitte 2024 eine Kurzgeschichte beigesteuert und ein Jahr später sogar meinen eigenen Roman für die Serie fertiggestellt. Band 130 dürfte irgendwann im Laufe des Jahres 2026 erscheinen. Ich werde berichten.

Douglas Adams

Der 2001 verstorbene Douglas Adams zählt zu den fantastischen Autoren, die mich am meisten geprägt haben. Das ist für einen Nerd meiner Generation sicher nichts besonderes – die Anhalter– und die Dirk-Gently-Romane dürften in jeder Gen-X-Bibliothek Standard sein.

Dennoch: Es wird kaum ein Buch beziehungsweise eine Buchreihe geben, die ich öfter gelesen habe, als den Anhalter – nicht umsonst sah ich mich kurz nach Adams‘ viel zu frühem Tod genötigt, ihn mit einer kleinen Story (ACHTUNG! Link zu Google Drive!) zu ehren.

Über sein Schaffen als spaßiger -Autor hinaus war er ein kluger Beobachter der technischen und gesellschaftlichen Entwicklung. Von ihm stammen so treffende Sätze wie:

„1. Alles, was es schon gibt, wenn du auf die Welt kommst, ist normal und üblich und gehört zum selbstverständlichen Funktionieren der Welt dazu.

2. Alles, was zwischen deinem 15. und 35. Lebensjahr erfunden wird, ist neu, aufregend und revolutionär und kann dir vielleicht zu einer beruflichen Laufbahn verhelfen.

3. Alles, was nach deinem 35. Lebensjahr erfunden wird, richtet sich gegen die natürliche Ordnung der Dinge.“

Duschgedanken

Im Jahr 2024 hatten sich in meinem Kopf und in diversen Notizen ein paar angesammelt, die ich dringend einmal ausformulieren musste. Um mich selbst zu zitieren:

Schnapsideen, Fantheorien, unausgegorene Pläne und unbrauchbare Story-Konzepte produziert mein Gehirn noch und nöcher – oft und gern vor dem Einschlafen oder unter der sprichwörtlichen Dusche. Vor einer Weile habe ich angefangen, diese stichwortartig zu dokumentieren. Inzwischen ist genug zusammengekommen, dass es für eine wöchentliche Blogrubrik reichen könnte.

Insgesamt sieben – beziehungsweise acht, da im ersten Post gleich zwei stecken – habe ich in dieser ersten Staffel zusammengetragen. Falls ihr reinschauen mögt: Duschgedanken zum WochenendeWie viele Spocks gibt es?Entenhausen in echtKinderkulturBücher-RemakesFiktive BundesländerSuper Grand Slam

Inzwischen haben sich wieder genug neue Ideen angesammelt, dass bald eine zweite Staffel folgen könnte.


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  1. Das Kürzel steht übrigens für Detective Comics, wie eine der ersten Reihen des Verlags hieß, in der auch Batman das Licht der Welt erblickte. Der volle Name des Verlags lautet also Detective Comics Comics.[]
  2. Erst 2024 habe ich bei einem Con gelernt, dass man „Dorgon“ gedehnt auf der zweiten Silbe betont, also „Dorgohn“. Ich hatte bis dahin immer auf der ersten Silbe betont: „Dorrgon“.[]

Das Große Nerdlicht-Abecedarium: B

Ein ist eine muntere alphabetisch sortierte Auflistung von Begriffen – im Grunde ein kleines Lexikon, das sich nicht allzu ernst nehmen muss. Wie geschaffen für eine -Rubrik. Lest und bestaunt also das Große Nerdlicht-Abecedarium!

Diesmal zum Buchstaben B wie

Batman

In den großen weiten Welten der Superheldengeschichten ziehe ich in der Regel die aus dem Hause jenen von vor. Ein wenig zumindest, in Wahrheit mag ich sie alle beide.1

Eine Sonderstellung unter den Helden über alle Verlage und Universen hinweg hatte bei mir immer . Was ihn interessant macht, ist zum einen seine Sonderstellung als einfacher Mensch, der sich trotzdem unter den gottgleichen DC-Helden behaupten – und sie im Notfall sogar besiegen – kann. Und dann war es die endgültige Entwicklung der Figur und seines Umfelds hin zu einem ernsten, brutalen und – vermeintlich – realistischen Ton in und ab den 90ern, die ich damals reizvoll fand.

Inzwischen muss ich gestehen, dass ich viele der seither replizierten Handlungsmotive etwas über habe. Ein- vielleicht zweimal war es ja ganz witzig, dass er in einem Zweikampf gegen bestehen oder sogar gewinnen kann. Aber spätestens seit dem unsäglichen „Martha-Moment“ gehört das abgehakt.

Ja, schlechte Verfilmungen gelten nicht und nach dem -Run habe ich Batmans originäre Abenteuer auch nur noch sporadisch verfolgt. Dennoch bleibt mein Gefühl, dass die Figur inzwischen ein wenig auserzählt ist.2

Interessanterweise gilt das weniger für das Universum, das um ihn herum gestrickt wurde. Batman-Geschichten ohne Batman haben für mich unverändert großen Reiz, seien es die Gotham-Central-Comics über den Alltag in einem „normalen“ Polizeirevier oder zuletzt die TV-Serie über den Pinguin.

Battlestar Galactica

Seit ich die Neuauflage des guten alten Kampfsterns Galactica mit einiger Verspätung konsumiert habe, ist meine liebste -Serie überhaupt. Meine diesbezügliche Begeisterung habe ich schon oft kundgetan, zunächst in einem sehr ausführlichen Bingetagebuch: Battlestar Galactica, später habe ich mich sogar zu einer Rechtfertigung des vermeintlich verkorksten Serienfinales hinreißen lassen. So say we all!

Bingetagebuch

Für die mehr oder weniger regelmäßigen Berichte über meinen zunehmenden Serienkonsum habe ich 2017 die Blogrubrik Bingetagebuch eingerichtet.3 Zunächst befüllte ich sie überwiegend mit Sammelartikeln über meinen aktuellen Streamingstand, ging dann aber mehr und mehr zu Einzelartikeln über konkrete Serien über. Regelmäßige vom inspirierte Best-of-Listen runden das Angebot ab.

Blog

Um gleich die wichtigste Frage zu klären: der oder das Blog? Da es sich ursprünglich um eine Abkürzung von „Weblogbuch“ handelt, tendiere ich zum sächlichen Artikel und gebe mir Mühe, diesen auch durchgehend zu verwenden. In meinem allerersten Post Anno 2007 vergleiche ich dieses Medium mit den guten alten Egozines, weswegen dieser Begriff auch unverändert seinen Platz im Untertitel meines Auftritts hat.

Seitdem ist meine Freude ungebrochen, hier meine ungeordneten Gedanken zu allerlei Zeugs kundzutun. Dabei bin ich mir für keine vermeintlich überkommene Tradition zu schade und nehme regelmäßig diverse Aktionen, Paraden, Stöckchen und Challenges mit.

Auch das Entdecken, Lesen und Verlinken anderer Blogs ist meine Lieblingsbeschäftigung im Netz. Auch wenn ich sonst nicht so zu übertriebener Nostalgie neige, ist mir diese traditionellere Form des Internets dann doch am liebsten.

Blog Comment Challenge (BCC)

Zum zehnjährigen Jubiläum meines Blogs hatte ich mir eine kleine Aktion überlegt und zwar die Blog Comment Challenge 2017 beziehungsweise . Darin hatte ich mich selbst dazu herausgefordert, über den Zeitraum von zehn Wochen insgesamt zehn Blogs mit je zehn Kommentaren zu beglücken.

Hat damals ganz gut funktioniert – heute sind leider nur noch vier dieser Blogs im Netz zu finden, weswegen ich auch nur vier der entsprechenden Artikel behalten habe.

Könnte man eigentlich mal wieder machen, oder?

Blogger/Blogspot

In den ersten fünf Jahren fand man dieses Blog auf Googles Plattform Blogger beziehungsweise Blogspot, wie sie ursprünglich hieß. Damals noch unter dem etwas sperrigen Titel Schreiberlings Egozine.

Ich habe Blogger in recht guter Erinnerung – tatsächlich weiß ich aber kaum noch, wie das da funktioniert hat. Für den Einstieg und den Anfang war ein solches Rundum-Wohlfühl-Paket jedenfalls ziemlich hilfreich. Den Umzug auf den eigenen Server mit eigener -Installation habe ich jedoch nie bereut.

Blogroll

Wie es sich für ein traditionsbewusstes Blog gehört, habe ich natürlich auch eine Blogroll, auf der ich jene Seiten verlinke, die ich gern regelmäßig lese. Müsste dringend mal aktualisiert und erweitert werden. Aber man kommt ja immer zu nix.

Bluesky

Seit meine einstige Lieblings-Social-Media-Plattform endgültig dem Bösen anheimgefallen ist, tummele ich mich neben Mastodon gern bei . Der Microblogging-Hoffnungsträger scheint mir inzwischen ganz gut etabliert zu sein und macht mir zumindest einigen Spaß. Mal schauen, wie lange das hält. Auch hier heiße ich übrigens HerrKowski.


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  1. Und die anderen natürlich auch: Invincible, The Boys, Umbrella Academy, die wenigen Sachen von Image, die ich kenne und so weiter und so fort[]
  2. Was mich natürlich nicht daran hindert, immer mal wieder zu einem Batman-Sammelband zu greifen.[]
  3. und später einige ältere Artikel zum Thema nachverschlagwortet[]

Duschgedanken zum Wochenende

Schnapsideen, Fantheorien, unausgegorene Pläne und unbrauchbare Story-Konzepte produziert mein Gehirn noch und nöcher – oft und gern vor dem Einschlafen oder unter der sprichwörtlichen Dusche. Vor einer Weile habe ich angefangen, diese stichwortartig zu dokumentieren. Inzwischen ist genug zusammengekommen, dass es für eine wöchentliche Blogrubrik reichen könnte.

Starten wir also die erste Runde der mit zwei älteren Beispielen. Das eine besteht im Grunde nur aus einem Wort, das andere ist ein ausformulierter Gedanke. Zusammen bilden sie die Endpunkte des Spektrums, das diese Rubrik abbilden wird.

Heavy Metal

Damals™, als noch Twitter hieß und ein schöner Ort für schöne Gedanken war, postete ich einmal sinngemäß:

„Andere haben großartige Ideen beim Duschen – bei mir reicht es nur für den Namen einer skandinavischen Heavy-Metal-Band: Ørwyrm“

Lotta Lang

Wesentlich ausführlicher ist ein Gedanke, den ich vor ein paar Jahren gemeinsam mit meiner Tochter entwickelt und dann bei Reddit im Sub r/FanTheories ausformuliert habe, nämlich, dass Pippi Langstrumpf in Wahrheit die heimliche Enkelin von sei. Dort habe ich die These in englisch ausgeführt, hier nun die deutsche Übersetzung:

Vor einiger Zeit hatten meine Tochter und ich einen einfachen Gedanken: Pippi und ihr Vater Efraim sind superstark – daher müssen sie Kryptonier sein.

Die Fakten:

Pippi verfügt über übermenschliche Kraft und ist unverwundbar. In zwei Fällen – wie ich zugeben muss nur in den 60er-Jahre-Verfilmungen, nicht in den Büchern – scheint sie schweben oder gar fliegen zu können. So segelt sie einmal aus einem Fenster im dritten Stock mit einem Regenschirm zu Boden, ein anderes Mal fährt sie über dem Boden schwebend ein Fahrrad ohne Räder.

Ihr Vater Efraim ist ebenfalls übermenschlich stark – jedoch ein kleines Bisschen weniger als seine Tochter. Zudem scheint es, dass er durch Nahrungsentzug – oder das Fehlen von Sonnenlicht? – seine Kräfte verliert. So lässt es sich jedenfalls im letzten der alten Filme beobachten, als er von den Piraten gefangen gehalten wird.

Pippis Mutter wird nie namentlich erwähnt, es wird lediglich gesagt, dass sie „im Himmel lebt“, was gemeinhin so interpretiert wird, dass sie verstorben ist.

Die Theorie:

Pippis Mutter ist Kryptonierin, Efraim Langstrumpf ist Halb-Kryptonier, was Pippi zur Drei-Viertel-Kryptonierin macht. Dies ist auch der Grund, warum sie stärker als ihr Vater ist. „Im Himmel leben“ könnte heißen, dass sie irgendwo weit draußen im All lebt. Auch im Schwedischen bezeichnet das Wort für Himmel sowohl das christliche Paradies als auch den tatsächlichen Himmel über uns. Dass ihr Name nie erwähnt wird, könnte dem Schutz ihrer Identität dienen.

Wer sind Efraims Eltern?

Bekanntlich lautet der Nachname von Efraim und Pippi „Langstrumpf“ – im schwedischen Original „Långstrump“. Und es war einmal eine junge Dame in Smalville mit Namen Lana Lang.

Aaalsooo … Vielleicht hatten der junge Clark Kent und die junge Lara Lang einen süßen kleinen Unfall. Neun Monate später wurde in aller Heimlichkeit ein kleiner Junge geboren, der den Namen Efraim erhielt. Um das uneheliche Kind zu verbergen, schickte es die Lang-Familie in ein schwedisches Waisenhaus – oder zu entfernten schwedischen Verwandten. Efraim wuchs zu einem ansehnlichen und starken Seemann heran. Eines Tages traf er eine junge kryptonische Dame, die unentdeckt auf der Erde lebte – vielleicht war sie aus der Phantomzone entkommen. Sie bekamen ein Mädchen, dass sie Pippi Viktualia Rollgardina und so weiter und so fort nannten. Aus Gründen musste die kryptonische Dame von der Erde fliehen – und da wären wir nun.

Aber … Wann?

Gut, es wird etwas eng auf dem Zeitstrahl – aber es besteht die Möglichkeit, dass das alles hinkommt.

Die ersten Abenteuer von Pippi Langstrumpf erschienen 1945. Pippi ist da neun Jahre alt, also ist sie 1936 geboren. Nehmen wir an, Efraim war damals ein junger Bursche von 18 Jahren, also wurde er 1918 geboren.

Action Comics Nummer 1 erschien 1938. Wir müssten den guten alten Kal-El bei seinem ersten Auftritt zwar zu einem End-Dreißiger machen, dann könnte er jedoch ein zwar sehr junger aber biologisch möglicher – und nicht allzu schräger – Großvater von Pippi sein. Nehmen wir an, dass seine Kapsel um das Jahr 1900 in Kansas aufgeschlagen ist, was dann auch Lana Langs Geburtsjahr wäre, dann kommt das alles hin.

Leuchtet ein, oder? Wie wir da jetzt noch den Seeräuber-Opa Fabian im Stammbaum unterbringen, muss ich mir aber noch überlegen. Tatsächlich könnte es übrigens sein, dass ich diese Idee – im Gegensatz zu der Metal-Band – wieder aufgreife. Es juckt mir zumindest in den Fingern, diese Pippi-Variante irgendwann einmal literarisch zu verwerten.

Wie es der Zufall so will bin ich kürzlich über eine Meldung beim NDR gestolpert, wonach es eine reale Vorlage für Efraim Langstrumpf gegeben haben könnte. Dazu gibt es in Hamburg gerade eine Ausstellung. Könnte man sich eventuell mal anschauen.

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