Mir ist danach, wieder ein bisschen bei der #PerryRhodan-Erstauflage mitzulesen.1 Mit Blick auf die anstehenden Veröffentlichungen hatte ich Band 3369 für einen guten Wiedereinstieg gehalten – das beste Fandom der Welt riet mir jedoch, es schon mit dem Heft davor zu versuchen. Und wie immer hatten die Raketenheftbekloppten recht.
Was bisher geschah: Mausbiber gesucht
Seit meiner letzten PR-Lektüre sind ziemlich genau zehn Wochen und somit Hefte vergangen.2 Als ich die Handlung verlassen hatte, ging es gerade darum in der Milchstraße fieser Von-Neumann-Maschinen Herr zu werden und denjenigen in die Finger zu kriegen, der sie entfesselt hat. Währenddessen suchte Reginald Bull in intergalaktischen Weiten nach einem seiner besten Freunde, dem verschollenen Mausbiber Gucky.
Allein deswegen hat sich Band 3368 als perfekter Wiedereinstieg erwiesen, da in diesem Heft … Na! An dieser Stelle besser erst einmal eine
WARNUNG VOR DEM SPOILER
Zusammenfassung: Familienidyll vs. Rebellenromantik
In zwei Handlungsebenen wird zum einen erzählt, wie Reginald Bull und die sogenannte Legende3 in einem Risikoeinsatz dem verschollenen Sternwürfel mit Gucky darin auf die Spur kommen wollen. Zum anderen erfahren wir, wie es dem Mausbiber dort all die Jahre ergangen ist – und wie ihm schließlich doch Flucht und Heimreise gelingen.
Und zwar lebt Gucky in dieser Zeit zunächst versteckt mit seiner kleinen angenommenen Familie im Sternwürfel, da er dort als Staatsfeind Nummer eins gesucht wird. Trotz der Bedrohung sind diese Jahre recht idyllisch, er kann mit der Artgenossin und ihrem Nachwuchs ein beschauliches Leben führen. Erst als eine örtliche Widerstandszelle Kontakt zu ihm aufnimmt, greift er wieder ins Geschehen ein. Im Zuge der darauffolgenden Agententätigkeit gelingt ihm schließlich die Flucht aus dem Sternwürfel – und seine süße kleine Familie kommt mit ihm.
Diesen Handlungsstrang spricht Gucky selbst als Bericht auf einen Datenträger, den er just dort hinterlässt, wo Bully und die Legende ihn später am Ende ihres Einsatzes finden. Ende gut, alles gut.
Fazit: Zurück im Spiel
Kurz gesagt: Der Band hat mir richtig gut gefallen. Lukas‘ Humor und Flapsigkeit sind genau richtig dosiert, Gucky kommt souverän und kompetent rüber und ist trotzdem angemessen lustig. Gleiches gilt für das Duo Bully und Legende, die sich in munteren Dialogen die Bälle zuspielen – und doch ihren Einsatz mit Ernst und Professionalität durchziehen.
Wie die beiden Handlungsebenen zusammengeführt werden, ohne dass sich die jeweiligen Haupt-Protagonisten begegnen, ist geschickt gelöst. Die Lektüre hat rundum Spaß gemacht. Und wenn ich richtig aufgepasst habe, wird Guckys Name nicht ein einziges Mal komplett genannt, oder? Witziger Einfall!
Zu meiner Freude ist der Mausbiber damit zurück im Spiel – und ich als Leser einstweilen auch. Das soll mir alles in allem vier von fünf Sternen wert sein. ****°
––––––––––––- ihr wisst ja: die ewige On-off-Beziehung[↑]
- Im Gegensatz zu einigen anderen Lesenden hat mir der Vandemaan-Doppelband im Übrigen sehr gut gefallen.[↑]
- Das uralte mechanische Fraktalwesen aus dem oben verlinkten Vandemaan-Doppelband steckt mittlerweile in einem sterblichen biologischen Körper. Wollte es so.[↑]
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