Kategorie: Die Woche

Die Woche: Auf die Ohren

So kann ich mit Freude verkünden, dass es sehr bald wieder eine neue -Folge der Eskapedia geben wird. Mein guter Freund Robert und ich haben diese Woche eine sehr schöne Aufnahme gemacht, die ich nur noch schneiden muss. Freut euch drauf!

Mehr oder weniger neue Podcasts

Grundsätzlich bin ich eher ein Freund von sehr kurzen Episoden, die man schnell nebenher weglauschen kann. Daher habe ich mit großer Freude diesen -Podcast entdeckt, der allerdings schon seit über einem Jahr im Äther ist. Zwar werden da im Grunde nur die Ardapedia-Artikel vorgelesen, ist dennoch sehr hörenswert.

Einschlafen in Tolkiens Welt – Gutenachtgeschichten aus der Ardapedia

Drei Fragezeichen und zehn SF-Serien

Ich bin dieser Tage auf einen sehr interessanten dreiteiligen Blogartikel von Marina aka DarkFairy gestoßen. Sie geht darin der Frage nach, wie problematisch die allseits beliebte Buch- und Hörspielreihe Die drei ??? in Sachen Frauenbild und Umgang mit marginalisierten Gruppen ist. Sie schreibt dabei wohlgemerkt aus der Perspektive des Fans, was den Beitrag noch einmal besonders lesenswert macht. Hat mir gut gefallen.

Die drei ??? und ihre Probleme

Und schließlich hat der gute Volker erneut einen Aufruf für seinen Selbstgesprächler-Podcast gestartet. Man möge ihm die zehn liebsten und/oder besten -Serien nennen, damit er in einer kommenden Sendung das ultimative Ranking vorstellen und diskutieren kann. Mich hat er dabei mit einem Spezialauftrag versehen, dem ich selbstverständlich alsbald an dieser Stelle nachkommen werde.

Die Woche: Mette in Singapur

Seid nachsichtig mit mir, ein bisschen Werbung für mein wird in der nächsten Zeit oft mit dabei sein. Ich gelobe, es stets zu dosieren.

Metteverkäufe

Es trudeln langsam erste Reaktionen von Käufer:innen und Leser:innen ein. Ein Büchlein mit dem Abenteuer der kleinen hat sogar schon den Erdball halb umrundet und wird gerade in Singapur gelesen. Freut mich sehr.

Mastodongeplauder

Über Sinn, Zweck und Zukunft der wellenförmig gehypten -Alternative bin ich mir noch immer nicht final schlüssig. In dieser Woche ist mir allerdings aufgefallen, wie kommunikativ es dort hin und wieder zugehen kann.1

In einem gar nicht so geplanten Direktvergleich konnte ich feststellen, dass bei nahezu gleichlautendem Trööt und Tweet, ersterer deutlich mehr Resonanz erzeugt hat als letzterer. Und zwar Resonanz in Form einer kleinen entspannten Unterhaltung, bei der es wohlgemerkt nicht um das Medium ging. Es besteht also weiterhin Hoffnung.

Picardgemecker

Inhalt besagter Kommunikation war mein Hadern mit der dritten und Qseidank letzten Staffel von Star Trek: Picard. Ich bin durchaus ein bisschen neidisch auf alle, die die Serie und ihren Staffelauftakt dermaßen feiern können – unter anderem ist man bei Robots & Dragons voll des Lobes. Eigentlich falle ich auch genau in die Zielgruppe, schließlich bin ich mit TNG aufgewachsen, meine Enterprise ist die D und mein Captain ist Picard.

Aber ich kann mich für diese müde Nostalgie-Selbstreferenz-Nummer schlicht nicht mehr begeistern. Vielleicht kommt sie für mich einfach zehn Jahre zu spät. ist mit Lower Decks, Strange New Worlds, Prodigy und ja auch mit DISCO heute so viel besser als das.

Doch ich gönne euch allen die Freude daran – und werde selbst natürlich auch weiterschauen. Ein bisschen was2 konnte ich den ersten Staffeln durchaus abgewinnen, womöglich wird es ja noch.

Terrania-Trilogie

Bei unser aller Lieblings-Raketenheftchenserie scheint es gerade so, als wolle der gute Michael Marcus Thurner den reichlich verkorksten Auftakt des -Fragmentezyklus im Alleingang retten. Wie bereits mehrfach berichtet, will mir die Metahandlung ab Heft 3200 nicht so recht zusagen. Dabei – und das sei zum wiederholten Male ausdrücklich betont – gefallen mir die Einzelhefte durchaus gut.

MMT gelingt erstmals beides. Seine drei Hefte ab Band 3208 überzeugen mit einem einfallsreichen Alienvolk, ein wenig KI-Philosophie und etwas Perry-Rhodan-Historie sowie einer spannenden, hervorragend geschriebenen Story.3 So muss es sein!

RdG-Sammelband

Schließlich wurde Anfang der Woche drüben bei World of Cosmos der erste Sammelband der seit 1996 erscheinenden Perry-Rhodan-Fanromanreihe Rätsel der Galaxien veröffentlicht. Die fünf ersten Romane, mit denen die Odyssee des Raumschiffs ARIGA damals begann, liegen nun in komplett überarbeiteter und erstmals digitalisierter Form vor. Schaut’s euch an! Ich kann die -Lektüre sehr empfehlen.

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  1. Leider funktioniert das mit dem Einbetten der Trööts noch nicht zufriedenstellend.[]
  2. aber nicht viel[]
  3. Leichte Abstriche in der Logik. Dass nur zwei mäßig kompetente Agenten in einer Bedrohung im Zentrum des Sternenstaats ermitteln, die sogar die komplette Regierungschef-Riege in mehreren Meetings beschäftigt, will mir nicht so recht einleuchten. Aber ich will nicht kleinlich sein.[]

Die Woche: der Countdown läuft wieder

Da habe ich letzte Woche gestaunt, als mein Top-10-SF-Filme-Artikel seine Kreise in der Blogosphäre1 gezogen hat. Sowohl John von Johns Casa als auch Melli von MEvil haben das Thema aufgegriffen und einem – eigentlich gar nicht beabsichtigten – Blogstöckchen gleich weitergeführt. Hat mich außerordentlich gefreut und ich empfehle sehr, bei den beiden reinzulesen, da auch sie jeweils eine sehr interessante Filmauswahl am Start haben.

Listicle-Erfolg und seine Folgen

Und was machen wir daraus? Nun, zum einen scheint es so, dass dieser kleine Reichweitenerfolg auf einen Trööt bei zurückgeht. Das kann also doch was. Zum anderen erfreuen sich Listicles offenbar ungebrochen großer Beliebtheit – welch glücklicher Zufall, dass ich davon gerade ein paar in der Pipeline habe. Ich müsste die entsprechenden Blogposts nur endlich einmal zu Ende schreiben.

Lauscht dem Selbstgesprächler!

Unter anderem stehen noch meine Ausführungen zu den fünf besten Filmen und Serien 2022 aus, die der alljährlich abfragt. Via hatte ich mein Votum bereits abgegeben, weswegen es auch schon in die erste der beiden -Episoden einfließen konnte. Dringende Lauschempfehlung:

Selbstgespräche im Zwiegespräch 028 – Teil 1: „Terraforming Mordor“ Die Top 5 der besten/liebsten Serien 2022

Mettemerch

Nachdem der Countdown unterbrochen – oder zumindest verlängert – werden musste, läuft es nun wieder in Sachen „Mette vom Mond“. Wir haben einen vorzeigbaren Druck und können just in diesen Tagen mit der ersten Versandwelle starten.

Da trifft es sich gut, dass diese Woche auch eine frische -Merch-Lieferung eingetroffen ist. Man will ja unter anderem für die Leipziger Buchmesse vorbereitet sein.2

Fragmente überzeugen nicht

Ich habe mir fest vorgenommen, nie mehr ein meckernder Fan von irgendwas zu sein. Entweder gefallen mir die Dinge oder ich konsumiere sie halt nicht. Leider macht es mir meine liebste Raketenheftchenserie gerade etwas schwer, diesem Schwur treu zu bleiben.

Ich will versuchen, mein aktuelles Befinden ohne Meckerei in Worte zu fassen und nehme mir dabei den guten Chris zum Vorbild, dem es wohl ähnlich geht. Dennoch gelingt es ihm im entsprechenden Absatz in seinem Januar-Lese-Rückblick3 warme Worte zu finden. So will ich es auch halten.

Daher vorab: Die einzelnen Perry-Rhodan-Hefte ab Band 3200 haben mir allesamt sehr gut gefallen, da sie jeder für sich gut und spannend geschrieben sind. Ich werde nicht müde zu betonen, dass die aktuelle Autor:innen-Riege ganz hervorragend ist.

Allerdings hadere ich mit der Metahandlung. Auch nach sieben/acht Heften weiß mich der übergreifende Handlungsbogen nicht zu begeistern. Ich mache das4 an vier Punkten fest.

1. Warum das Ganze? – Das Hauptproblem ist klar. Die Expedition der Galaktiker in die ferne Galaxis Gruelfin ist angegriffen und gekidnappt worden. Hauptmotivation der Held:innen ist, das riesige Raumschiff MAGELLAN und seine Besatzung zu befreien. Die Notwendigkeit und der Handlungsdruck für diese Expedition ist mir als Leser jedoch noch überhaupt nicht nahegebracht worden. Ich hatte das schon direkt nach Band 3200 im WoC ausgeführt. Auch sieben Hefte später hat sich daran noch nichts geändert. Jetzt haben sie die Rettung fast vollzogen, warum es danach noch nötig ist weiter nach dem ES-Fragment zu suchen, anstatt diesen ungastlichen Ort einfach in Richtung Heimat zu verlassen, wird mir hoffentlich noch erläutert.

2. Unnötige TOS-Vibes – Ich weiß, die Cappins sind ein klassisches Alienvolk der Perry-Rhodan-Serie und ihre Menschenähnlichkeit ist ausreichend begründet.5 Aber ein Setting mit Aliens, die de facto mit Menschen identisch sind und lediglich eine Allegorie für fremdartige Kulturen darstellen, erinnert mich unnötig stark an die originale -Serie, die das Motiv nun wirklich abschließend auserzählt hat.6

3. Eindimensionale Bösewichte – Hier wird es nun endgültig subjektiv, aber diese Schönheitswahn-Diktatur der Panjasen finde ich reichlich einfallslos.

4. Kaum Science-Fiction-Themen – In meinem oben verlinkten SF-Filme-Post habe ich ausgeführt, dass gute nicht nur in einem entsprechenden Zukunfts-Raumfahrt-Setting spielen, sondern auch SF-Themen behandeln sollte. Auf das Perryversum übertragen kommen zudem noch Zusammenhänge der speziellen Kosmologie infrage. Doch beides ist im Fragmente-Zyklus bislang Fehlanzeige. Es wird nicht einmal die Chance ergriffen, in das Transhumanismus-Thema einzusteigen, das bei den Panjasen angedeutet wird.

Tja, nun habe ich doch mehr gemeckert, als ich eigentlich wollte. Ich freue mich jedenfalls sehr, dass die Handlungsebene nun in die Milchstraße zurückwechselt – und dann auch noch mit einem Trippelband von MMT. Das wird gut!

Serienkonsumbericht

Da der Selbstgesprächler auch nächstes Jahr nach den besten Serien der vergangenen zwölf Monate fragen wird, will ich das Berichtswesen schleunigst wieder aufnehmen. Man vergisst doch so schnell.

Community: Außer Konkurrenz, da bald 15 Jahre alt. Von der Serie wird mir schon seit langem vorgeschwärmt und das Netz ist voll von Memes daraus, die ich endlich einmal einordnen können möchte. Daher läuft aktuell mein erster Durchlauf dieser wunderbaren Show voller Humor und Popkulturanspielungen. Und das sehr rasant, denn sie ist extrem kurzweilig und unterhaltsam. Fast ein bisschen Big Bang Theory oder IT Crowd wie es hätte sein sollen.

The Flash: Ich wurde gewarnt. Meine einstige Lieblings-Guilty-Pleasure-Soap-Serie wird spätestens seit dem Crisis-Crossover in der Mitte von Staffel sechs zusehends schlechter. Naja, eigentlich ging es schon nach Staffel vier bergab, die Crisis war noch mal ein kleines Aufbäumen. Da nach Staffel neun nun endgültig Schluss sein soll, will ich es aber auch durchziehen. Aktuell stecke ich in Staffel sieben und leide sehr. Selbst das seifenopernhafte kriegen sie nicht mehr hin.7

The Last of us: Ich hab’s nicht so mit Zombies. Und Videospiele sind auch nicht so meins. Aber: Alter, ist das eine gute Serie! Allein die dritte Folge! Die landet schon jetzt sicher in den Top fünf 2023.

Shrinking: Wieso fangen die coolen Serien beim Apfelfernsehen eigentlich alle mit „S“ an? Egal. Diese Story über den therapiebedürftigen Therapeuten, der einen auf „Vigilanten-Psychiater“ macht ist einfach großartig.

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  1. Ja, die gibt es  offensichtlich noch![]
  2. Nächste Woche startet der Ticketvorverkauf![]
  3. Der im Übrigen der helle Wahnsinn ist. Chris ist ein absolutes Lesetier![]
  4. wie so oft[]
  5. Im Grunde sind sie die Kree des Perryversums.[]
  6. und ihm Gegensatz zu einer literarischen Serie auch auf die FX-Möglichkeiten ihrer Zeit und ihres Mediums Rücksicht nehmen musste[]
  7. Sagte ich nicht irgendwas von nicht mehr meckern?[]

Die Woche: Auf ins Jahr 2023!

Für einen Blick zurück soll selbstredend auch Zeit sein. Zunächst – um dem Titel der Rubrik gerecht zu werden – auf die beiden ersten Wochen des neuen Jahres.

Winterruhe beendet

Dank einiger Resturlaubstage konnte ich die Weihnachtsferien auf die erste Kalenderwoche ausdehnen. Mein Jahr begann streng genommen also erst am Montag. Das gab Raum für etwas Müßiggang und das Abarbeiten des über die Festtage angewachsenen Lesestapels.

Mangas statt Raketenheftchen

Unter anderem hat der Weihnachtsmann zu meiner großen Freude den Sammelschuber mit den ersten zwölf -Mangas gebracht. Das passt hervorragend zu meinem Plan, diese lange von mir verschmähte1 Kunstform endlich gebührend zu würdigen. Und auf selbstironische Piraten-Fantasy habe ich ohnehin gerade große Lust.

Aktuell stecke ich in Band neun und bin von den Abenteuern des herrlich unbekümmerten und naiven Ruffy,2 der unbedingt Piratenkönig werden will, schwer begeistert. Inzwischen hat er eine kleine Crew und sogar ein Schiff zusammengesammelt, erste Kämpfe bestanden und kann so langsam mit der Suche nach dem legendären titelgebenden Piratenschatz loslegen.3 Ganz wunderbar!

Die Manga-Serie läuft offenbar seit den späten 90er Jahren  ununterbrochen und unverdrossen immer weiter. Ich habe also noch einiges vor mir. Mein kurzer Schreck, dass es aktuell gut 1070 Teile gibt, hat sich wieder etwas gelegt. Ich habe schnell begriffen, dass damit die Kapitel gemeint sind, von denen immer ungefähr zehn in einem Band stecken.

Ob ich mich auch an den dazugehörigen mache, weiß ich noch nicht, zumal es den zur Zeit bei keinem meiner aktuellen Streaming-Abos gibt. Allerdings rückt offenbar die Netflix-Live-Action-Serie immer näher. Da schaue ich natürlich rein.

Dieser neue Fokus ließ leider die andere große Fortsetzungsgeschichte etwas ins Hintertreffen geraten. Bei meiner Lieblings-Raketenheftchenserie liege ich inzwischen einen Roman hinter der Erstauflage zurück. Und das obwohl ich meine anfängliche Skepsis gegenüber dem neuen Fragmente-Zyklus abbaue.

Das ist erneut vor allem den sehr guten Einzelromanen und der vorbildlichen Leistung der Autoren4 zu verdanken. Mit dem Setting der Metahandlung werde ich hingegen nur sehr langsam warm. An meiner Einschätzung in „World of Cosmos“ Nr. 114 zu Heft 3200 hat sich bislang kaum etwas geändert. Das Szenario mit den absolut menschengleichen Aliens mit ihrer Schönheitswahn-Diktatur klingt für mich unverändert mehr nach einer TOS-Folge denn nach zeitgemäßer . Aber wenn ich hier noch einmal mein versöhnliches Fazit aus dem Artikel zitieren darf:5

„Womöglich befinden wir uns einfach in einer Ära, in der uns hervorragende Einzelromane geboten werden, die vor dem Hintergrund einer eher mäßigen – oder schlicht nicht ganz so wichtigen – Metahandlung spielen. Damit kann ich hervorragend leben.“

Erster Podcast-Gastauftritt

Um den Jahreswechsel bat Chris vom um O-Töne für die 50. Sondersendung von Stardust ruft Terra. In diesem bemerkenswertesten -Projekt des vergangenen Jahres wird Folge für Folge je ein klassisches Perry-Rhodan-Heft ab Band 1 besprochen. Es sollte also um das legendäre Heft 50 gehen, in dem Atlan seinen ersten Auftritt hat. Da konnte ich natürlich nicht an mich halten.

Leider gehen mit mir gern ein wenig die Pferde durch, wenn ich mich allein vor ein Mikro setze. Es ist daher ein wenig umfangreicher geworden. Das tut der Qualität der gesamten Sendung zum Glück keinen Abbruch.6 Lauscht also gern mal rein.

Stardust ruft Terra Nr. 50 – Der Einsame der Zeit

Schweres Mastodon und Facebook Lite

Zum leidigen Social-Media-Thema wollte ich mich an sich noch einmal gesondert äußern. Ein paar Sätze zu meinen bisherigen Aktivitäten will ich hier dennoch verlieren.

Zunächst habe ich meinen Mastodon-Account auf eine passendere Instanz umgezogen. So richtig erkenne ich den Mehrwert des ollen Mammuts noch nicht, aber ich bleibe guten Willens. Mal schauen, was auf literatur.social so geht.

Meine Anmeldung bei post.news war hingegen wohl gänzlich überflüssig. Sieht nett aus da – so lange aber noch halbwegs funktioniert braucht es einen solchen Klon nicht. Naja, ist noch in der Beta-Phase und wer weiß, was da noch kommt.

Die bittere Wahrheit ist vermutlich, dass man sich sein Soziales Medium altersgerecht wählen sollte. Für TikTok und Snapchat bin ich einfach nicht mehr in der Zielgruppe. Instagram geht so gerade noch. Aber sind wir ehrlich, so langsam muss ich wohl ins Facebook-Altersheim. Dankeswerterweise bietet Meta mit Facebook Lite eine etwas schmalere Version der App an, die noch halbwegs erträglich ist.7

Wie gesagt, dazu vielleicht an dieser Stelle in Bälde mehr.

Das war 2022

Ein Highlight des vergangenen Jahrs war die Wiederaufnahme der Reisetätigkeit nach der pandemiebedingten Pause. Nach einem Frühlingstripp zu den Dinosauriern in Berlin ging es im Sommer endlich und erstmals über den großen Teich. Was für ein ! Was für ein Erlebnis!

Immerhin war ich 2022 an drei Podcastsendungen beteiligt. Die Eskapedia ging mit Folge 16 zum Gratis Comic Tag 2022 einmal auf Sendung, einmal war ich beim Terranischen Kongress vom Weltendieb zu Gast und einmal hatte ich die Ehre, mit Volker und Fabs die zehn besten Science-Fiction-Filme zu küren.8

Erstmals seit sehr langer Zeit habe in diesem Jahr ein bisschen was veröffentlichen können. Immerhin hat sich die Perry Rhodan Fanzentrale gleich in zwei ihrer Publikationen erbarmt, je eine Fanfiction von mir aufzunehmen. Somit war ich 2022 sowohl im Tribut Projekt – 60 Jahre Perry Rhodan als auch im Conbuch zu den 4. Perry-Rhodan-Tagen in Braunschweig mit je einer Story vertreten.

Was uns nahtlos zum zweiten Höhepunkt des Jahres 2022 führt: Der Fertigstellung meines ersten eigenen richtigen Buches, komplett mit ISBN und allem Schiggimugg. Ich konnte den beinahe schon perfekten Probedruck meines Kinderbuchs Mette vom Mond in den Händen halten.

Und wir wollen nicht unterschlagen, dass das gute alte Fanzine World of Cosmos seit 2022 in neuem Gewand erstrahlt, woran auch ich einen kleinen Anteil hatte.

Das wird 2023

Und wo 2022 aufgehört hat, geht es im neuen Jahr natürlich nahtlos weiter. Sicherlich mit dem guten Vorsatz, Qualität und Quantität zu erhöhen.9 In jedem Fall aber werden weiter Serien und Filme geguckt,10 Bücher und Comics gelesen,11 Prosatexte und Blogposts geschrieben und viele Worte in diverse Podcastmikros gesprochen.

Vor allem aber wird dies Mettes Jahr. Anfang Februar ist es soweit und unser Baby tritt in die Welt hinaus. Das wird richtig spannend! In dem Zuge steht auch ein Besuch der Leipziger Buchmesse an,12 auf den wir uns schon sehr freuen. Ohnehin hätte ich wieder richtig Bock ein paar Veranstaltungen in persona zu besuchen.13 Daher würde ich mal sagen: Wir sehen uns!

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  1. warum auch immer[]
  2. im angelsächsischen Raum als „Luffy“ transkribiert[]
  3. Den er – so viel habe ich schon mitbekommen – wohl nie finden wird.[]
  4. Bislang haben nur die Herren zur Feder gegriffen, aber wir sind ja auch erst bei Heft 3204.[]
  5. Klar darf ich. Ist ja mein Blog hier.[]
  6. Mein Beitrag kommt erst ganz am Schluss.[]
  7. Ihr findet mich dort unter meinem Klarnamen, wenn ihr mögt. Den Account habe ich aus beruflichen Gründen – Seitenadmin – schon lange, in letzter Zeit bespiele ich ihn wieder vermehrt mit privatem Zeugs.[]
  8. Dazu schulde ich euch auch noch einen ausführlicheren Blogartikel.[]
  9. Was man sich halt immer so vornimmt.[]
  10. und das nicht zu knapp[]
  11. vor allem Raketenheftchen und Fantasypiratenmangas[]
  12. „nur“ als einfacher Besucher zwar, aber immerhin[]
  13. Cons, weitere Messen und so Zeugs[]

Die Woche: Dezemberendspurt

Das auslaufende Jahr gibt sich noch einmal richtig Mühe, mich mit Material für die Tagebuchbloggerei zu versorgen. Höchste Zeit also für einen Wocheneintrag.

Mette vom Mond: jetzt vorbestellen!

Ich weiß, damit bin ich euch schon auf allen Kanälen auf den Brenner gegangen. Da müsst ihr jetzt aber durch. Wie bereits berichtet hat mein „Mette vom Mond“ die letzte Korrekturschleife hinter sich gebracht. In diesem Moment schnaufen Tag und Nacht die Druckerpressen, um die erste Auflage des Abenteuers der kleinen rechtzeitig zum Erscheinungstermin am 1. Januar fertigzustellen. EDIT: Es wird nun doch erst Anfang Februar.

Das Buch kann schon jetzt direkt beim Literarischen Lloyd – dem Verlag für Besonderes – vorbestellt werden:

„Mette vom Mond“ von Finn Mühlenkamp

NaNoWriMo: mäßig erfolgreich

Am Mittwoch endete mit dem Monat November auch der parallel stattfindende .1 Ich hatte mich wie schon im Vorjahr erneut an einer -Fanfiction versucht, wie berichtet unter dem vielsagenden Titel Old Man Rhodan. Dieses Mal bin ich mit dem Ergebnis nur mäßig zufrieden, auch wenn ich immerhin zwei meiner drei Ziele erreichen konnte. So habe ich jeden Tag wenigstens ein paar Worte zu Papier gebracht und bin mit einem immerhin fünfstelligen Wordcount durchs Ziel gegangen. Meinen Nano-Rekord vom letzten Jahr konnte ich allerdings leider nicht einstellen.

Auch inhaltlich hadere ich ein wenig mit dem Ergebnis. Die Story kommt selbst nach zehntausend Worten nicht so richtig in die Gänge, für eine Bewerbung als Perry Rhodan Fanedition reicht es dieses Mal mit Sicherheit nicht.2 Zumindest nicht in diesem Zustand. Einer meiner hoch geschätzten Testlesenden würde vermutlich wieder – zu recht! – anmerken, dass es mehr ein Exposé denn ein Roman geworden ist. Naja, immerhin habe ich damit ausgiebig Dialoge üben können.

World of Cosmos: gutes altes Fanzine in neuem Gewande

Damals, als ich noch ein junger -Fan war, habe ich oft und fleißig in unserem Club-Fanzine veröffentlicht, das in vertrauter Regelmäßigkeit gedruckt, geheftet und unter die Leute gebracht worden war. Den Club gibt es heute nicht mehr, das Fanzine erscheint allerdings unverdrossen weiter, wenn auch seit ein paar Jahren als PDF.

Nun steht ein erneuter Relaunch an – und ich mische dabei wieder fleißig mit. Es ist mir eine Freude und Ehre, dass ich unserem guten alten World of Cosmos eine neue digitale Heimat verpassen durfte. Und einen Twitter-Account hab ich gleich noch obendrauf gepackt.

Twitter: lohnt sich das noch?

Hier drängt sich natürlich gleich die Frage auf, ob und wenn ja wie lange das mit überhaupt noch gut geht. Meine Sorge besteht dabei weniger darin, ob der Laden von einem größeren oder kleineren Idioten angeführt wird, sondern ob mein bisheriges Lieblings-Soziales-Netzwerk so umgestaltet wird, dass es für mich nicht mehr sinnvoll benutzbar ist.

Da diese Sorge zwischenzeitlich durchaus gewachsen ist, habe ich gelegentlich wieder etwas häufiger bei reingeschaut, und sogar angefangen, hin und wieder etwas bei Facebook zu posten.3

Bislang ist jedoch weder der große Stecker gezogen worden, noch sieht meine Twitter-Timeline in irgendeiner Weise anders aus, als vor einem Jahr, weshalb im Grunde noch immer gilt, was ich Ende April zu dieser causa schrob.

Perry Rhodan auf der Zielgeraden

Ich lese gerade den Perry-Rhodan-Band 3198 und bin damit up to date, das Heft konnte wie üblich am Donnerstag auf die digitalen Lesegeräte geladen werden und ist seit heute im Handel erhältlich. Der Chaotarchen-Zyklus befindet sich somit seit ein paar Heften mitten im Endspurt. Und das merkt man den Romanen an, es werden keine Nebenhandlungspfade mehr beschritten, die Metahandlung wird stramm vorangetrieben, die Heldinnen und Helden in Position gebracht, um die Bedrohung für die Milchstraße wie üblich in letzter Sekunde abzuwenden – oder wenigstens in erträgliche Bahnen zu lenken.

Das liest sich einerseits sehr kurzweilig und spannend, gerade die letzten paar Hefte habe ich ziemlich flott weggeatmet. Andererseits gerät die Handlung der einzelnen Hefte dadurch einen Hauch zu gradlinig. Auch in diesem Zyklus waren es meist die alleinstehenden  von der Metahandlung losgelösten Hefte, die mich besonders begeistert haben. Ich baue hier allerdings sehr auf den finalen Band 3199 in der nächsten Woche, den niemand geringeres als Andreas Eschbach verfasst hat. Ich werde berichten – unter anderem auch im nächsten WoC (siehe oben).

Die Rückkehr des Legoadventskalenders

Nach einigen Jahren der Abstinenz habe ich wieder zum -Adventskalender gegriffen. Allerdings diesmal nicht jener mit der -Lizenz, die habe ich nämlich inzwischen ziemlich über.4 Zu meiner großen Freude gibt’s in diesem Jahr jedoch was neues, nämlich den Adventskalender zum Weihnachtsspecial der Guardians of the Galaxy. Wie großartig! Falls ihr das noch nicht gesehen haben solltet, unbedingt gucken!

Pixeliges Telefon

Und schließlich habe ich mir im Zuge des Black-Friday-Gedönses ein neues Mobiltelefon gegönnt. Nach Jahren treuer Motorola-Nutzung bin ich nun endlich beim Pixel gelandet, mir reicht da aber vollauf die „einfache“ 6a-Version. Dabei war ich mit den Motorola-Dingern eigentlich immer ganz zufrieden, vor allem was das Preis-Leistungs-Verhältnis anging. Richtig nervig ist allerdings, dass sie in einigen Versionen gern mal den Kompass weglassen, was dazu führt dass man etliche Astronomie-Apps gar nicht nutzen kann. Dieses Leid ist für mich nun endlich wieder vorbei.

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  1. National Novel Writing Month, aber das wisst ihr ja[]
  2. Da fällt mir ein, dass ich bei der PRFZ längst mal nachfragen wollte, was nun eigentlich aus meiner Einsendung von vor einem Jahr geworden ist.[]
  3. Wobei das mehr mit der Erschließung von Kinderbuchkäuferschichten zu tun hat, ich geb’s zu.[]
  4. Also, nicht falsch verstehen. Star Wars und Lego Star Wars werde ich vermutlich nie über haben. Die entsprechenden Adventskalender wurden mit den Jahren aber schon immer einfallsloser.[]

Die Woche: Kinderbuch, Fanzine und Newsletter

In dieser Woche1 kamen ein paar Dinge in Bewegung. Einige davon erwartbar, andere überraschend. Dass ich seit Jahren an der Veröffentlichung eines Kinderbuches werkele, ist kein Geheimnis. Dass ich mich künftig mehr für ein altehrwürdiges Fanzine engagiere, wusste ich bis vor Kurzem auch nicht. Aber wieso jetzt ?

Mette vom Mond

Das wichtigste zuerst. In dieser Woche wurde der nächste Meilenstein in Sachen Kinderbuch gesetzt. Die Illustrationen aus der Feder des wunderbaren Sina Loriani sind fertig. Das bedeutet, dass nun die Druckvorlage finalisiert und ein erster Probedruck angegangen werden kann. Sollte es terminlich etwa doch für das Weihnachtsgeschäft reichen? Die Spannung steigt und zerreißt mich – in Gestalt meines Autorenpseudonyms Finn Mühlenkamp – geradezu.

World of Cosmos

Mein guter alter Science-Fiction-Club aus alten Tagen existiert im eigentlichen Sinn zwar schon lange nicht mehr, das von ihm herausgegebene Fanzine World of Cosmos erscheint aber unverdrossen weiter – hin und wieder sogar mit meiner zaghaften Mitwirkung. Zumindest bin ich in der Ausgabe 113 mit einer Story vertreten.2 In klassischer Printform erscheint das WoC, wie es liebevoll abgekürzt wird, seit Ausgabe 100 nicht mehr. Man kann es sich seither als PDF herunterladen. So auch die aktuelle Ausgabe:

World of Cosmos Ausgabe 113

In der letzten Woche entwickelte sich unter den verbliebenen Schreiberlingen eine Diskussion über die Zukunft des Fanzines und die Gestaltung kommender Ausgaben. Der in Fandomkreisen durchaus noch vorhandene Ruf3 sollte sich doch erhalten oder gar auffrischen lassen. Man darf also gespannt sein, was noch kommt.

Newsletter vom Nerdlicht

In dem Zusammenhang dachte ich unter anderem an einen Newsletter. Hat man heutzutage ja wieder hier und da. Um zu testen, ob und wie dergleichen zum Beispiel für ein Fanzine geeignet sein könnte, habe ich mir ein entsprechendes WordPress-Plugin installiert. Ein wenig habe ich bereits damit herumexperimentiert, könnte aber durchaus noch ein paar Erfahrungswerte brauchen. Falls also jemand Lust hat, an dem Betatest teilzuhaben, tragt euch gerne mit eurer Mailadresse ein4 und seid auf den ein oder anderen Test-Newsletter gefasst:

Jetzt abonnieren: Der Nerdlicht Newsletter!

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  1. und bereits in jener davor, um der Wahrheit die Ehre zu geben[]
  2. ein gewisses Raketenmärchen[]
  3. Immerhin wird das Fanzine mit gewisser Regelmäßigkeit in der „Perry-Rhodan-Fanszene“ erwähnt.[]
  4. andere Daten frage ich nicht ab und betreibe diesen Testlauf auch sonst so datensparsam wie irgend möglich[]

Die Woche: Erste Pläne für 23

Wir tragen uns gerade mit dem Gedanken, 2023 endlich wieder Conventions, Buchmessen und ähnliche Veranstaltungen zu besuchen. Neben der bereits wieder aufgenommenen Reisetätigkeit, fehlt mir dergleichen inzwischen auch. Spätestens seit ich die Perry-Rhodan-Tage Braunschweig nur aus digitaler Ferne verfolgen konnte.

Auf nach Leipzig

Konkret in den Blick genommen haben wir zunächst die Leipziger Buchmesse vom 27. bis 30. April 2023, die durch die parallel stattfindende Schwesterveranstaltung Manga-Comic-Con besonderes attraktiv für uns ist.

Zudem liegt die Wahrscheinlichkeit nahezu bei eins, dass wir als Finn Mühlenkamp mit einem gewissen unter dem Arm vor Ort sein werden. Überlegungen und Planungen, dass der Literarische Lloyd komplett in voller Menschenstärke antanzt, sind bereits im Gange.

Zum Stand der Schreibdinge

Erneut erlaube ich mir, die Formulierung des hoch geschätzten Wortwerken zu verwenden.1

Neben unzähligen Konzepten, groben Ideen und Romananfängen, die jeweils um wenige Worte und Sätze angewachsen sind, ist es mir immerhin gelungen, ein weiteres Raketenmärchen fertigzustellen – was eine entsprechende Anthologie zu meinem wahrscheinlichsten Nachfolgeprojekt für macht.2

Bei aller Vorfreude auf die immer näher rückende Veröffentlichung von „Mette vom Mond“ möchte ich nicht unterschlagen, dass in diesem Jahr bereits zwei Textlein von mir auf gedrucktem Papier erschienen sind. Ich glaube, das habe ich an dieser Stelle noch gar nicht angemessen verkündet. Und zwar hat sich die PRFZ gleich in zwei ihrer Publikationen erbarmt, je eine Fanfiction von mir aufzunehmen. Zumindest eine davon kann – und sollte – käuflich erworben werden. Die andere gab’s glaube ich nur auf der dazugehörigen Veranstaltung. Verlinkt habe ich auf jeden Fall beide, ebenso meine enthaltenen Geschichten zur allgemeinen Erbauung:

Gesprochene und geplante Podcasts

Vor kurzem hatte ich die Freude und Ehre, beim Terranischen Kongress des Weltendiebs zu Gast zu sein. Unter anderem plauderte ich in diesem über -Comics und wie ich durch sie im Grundschulalter meinen Weg ins Perryversum fand. Lauschet!

Der Terranische Kongress: Memento

Nicht geringer sind Freude und Ehre, dass ich in die Planungen zur nächsten Aufnahme des Selbstgesprächlers involviert bin. Es wird um nicht weniger als die zehn besten -Filme gehen. Seine entsprechende Hörer:innen-Befragung ist zwar schon etwas länger im Netz, darf aber gern weiterhin beantwortet werden.

Perry Rhodan Lesezwischenstand

Der aktuelle Perry-Rhodan-Zyklus schwenkt nun endgültig auf die Zielgerade ein. Da ich mich zu weit im Leserückstand wähnte, musste ich erneut ein paar Heftchen überspringen. Zum Glück hatte ich bereits aufgeschnappt, dass Heft 3186 einen Höhepunkt des Zyklus darstellt – wenn nicht gar der ganzen Serie. Und wahrhaftig! Alraska aus der Feder von Marc A. Herren ist ein Knaller! Ganz großes Kino! Ich will an dieser Stelle nur wenige Worte darüber verlieren, diese allein erfordern jedoch schnell noch eine

WARNUNG VOR DEM SPOILER

Als alter3 Freund des Spiegeluniversums eines anderen Science-Fiction-Universums war ich immer auch vom Anti-Universum der 600er Perry-Rhodan-Hefte fasziniert.4 Ich gebe zu, die Idee war nicht sonderlich einfallsreich umgesetzt, ich weiß auch, dass die Episode deshalb relativ schnell abgehakt und der Mantel des Schweigens darüber geworfen wurde. Es hieß später meist, dass es sich nur um ein Scheinuniversum von ANTI-ES gehandelt habe.

Zu unser aller Glück hat Herren das anders gesehen, das Anti-Universum mal eben aus der Versenkung geholt und in nur 60 Seiten zu komplex strahlendem Leben erweckt. Soweit ich das überblicke, ist es das erste Mal seit bald 50 Jahren, dass es in der Serie überhaupt wieder erwähnt wird, oder? Das Heft ist jedenfalls großartig und bringt kurz vor Zyklusende meine zuletzt im April aktualisierte Top-5-Liste noch einmal ordentlich durcheinander. So sieht sie jetzt aus:

  1. „Ein Kastellan für Apsuhol“ von Michelle Stern (3112)
  2. „Alraska“ von Marc A. Herren (3186)
  3. „Haus der Maghane“ von Wim Vandemaan (3168)
  4. „Lloyd und das Chaofaktum“ von Michael Marcus Thurner (3164)
  5. „Die herrlichste Stadt aller Zeiten“ / „Die Zukunft ist eine Falle“ von Kai Hirdt (3159 & 3160)

Jedem Rhodan-Kenner dürfte sofort auffallen, dass sich fast alle Platzierungen zentral um Handlungselemente aus der fernen Vergangenheit der Serie drehen. Das sei bitte nicht als dumpfe Nostalgie missverstanden. Die epische Länge, Tiefe und Breite ist für mich schon immer ein elementarer Bestandteil des Perry-Rhodan-Kosmos – und jener, der mich am meisten begeistert.

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  1. sein stillschweigendes Einverständnis voraussetzend[]
  2. Das wechselt aber quasi wöchentlich.[]
  3. und vermutlich einziger[]
  4. Über fünf Jahre nach der TOS-Folge „Mirror, Mirror“ – dieses Mal war Trek wirklich zuerst.[]

Die Woche: Jetlag

Gibt es New York? Ja, gibt es und Miami übrigens auch. Nach gut 47 Jahren auf diesem Planeten habe ich mir endlich einmal angeschaut, was sich auf der anderen Seite des Atlantiks befindet. Auf meinen SoMe-Kanälen und drüben bei Zusammengebaut habe ich bereits ein wenig über den berichtet, eventuell plaudere ich in den nächsten Tagen auch an dieser Stelle etwas ausführlicher darüber. Es war jedenfalls sehr schön – und so ein Jetlag ist nach zwei, drei Tagen auch vorbei.1 Dennoch hat er den Auftakt dieser Woche und das Wiedereinfinden in den Alltag ein wenig beeinflusst.

Urlaubslektüre

In besagtem Urlaub habe ich meinen -Lesefluss unterbrochen, um endlich einmal „Tyll“ von Daniel Kehlmann und den – nicht mehr ganz so – neuen Roman von Sven Regener „Glitterschnitter“ zu schmökern. Es war mir erwartungsgemäß eine Freude und auch hierüber folgen eventuell ein paar Zeilen zu gegebener Zeit.

Jetzt wird es aber höchste Zeit, bei den Raketenheftchen wieder aufzuholen. Ein Stress ist das immer.2

Seriennachschub

Wie zu erwarten war, hat sich in den letzten Wochen einiges an neuen Serien (-Folgen) angesammelt. So gilt es, das Finale von Better Call Saul nachzuholen und die vierte Westworld-Staffel zu gucken. Bisher haben wir aber nur Ich bin Groot geschafft3, mit She Hulk begonnen4 und ich habe aus einer Laune heraus mit Gravity Falls angefangen5. Zu unser aller Freude steht in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten etliches weiteres neues Zeugs in den Startlöchern.

Kinderbuch

Und schließlich wurde ich in dieser Woche mit den fertigen Innenillustrationen für mein überrascht. Die tatsächliche Veröffentlichung – voraussichtlich Ende des Jahres – rückt damit immer näher. Ich bin mächtig aufgeregt – und werde selbstredend ausführlich berichten.

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  1. Jedenfalls der in östliche Richtung, in die westliche war’s eigentlich schon am nächsten Tag wieder gut.[]
  2. Zumal ich jetzt auch noch mit dem Space-Odyssee-Komplettband angefangen habe – und Comics gibt’s ja auch noch.[]
  3. süß[]
  4. grandios[]
  5. wird vermutlich höchste Zeit[]

Die Woche: Gratis Comics und geschützte Daten

Aus aktuellem Anlass beim geschätzten Kollegen Robert sah ich mich in dieser Woche genötigt, erneut die -Konformität meiner Seite zu überprüfen. Wesentlich angenehmer war da die gemeinsame -Aufnahme zum mit besagtem Kollegen.

Mal wieder der Datenschutz

Obengenannte Gründe ließen mich zunächst überprüfen, ob die Google-Fonts auf meiner Seite tatsächlich vollständig ausgesperrt sind,1 wie es mein entsprechendes Plugin Remove Google Fonts References verspricht. Das ist zum Glück unverändert der Fall. Da es bei der Nutzung anderer -Konfigurationen2 jedoch dazu kommen kann, dass im DNS-Prefetch-Teil3 trotzdem noch auf Google-Fonts zurückgegriffen wird, ist in einem solchen Fall das Plugin OMGF effektiver.

Bei der Gelegenheit ist mir eingefallen, dass ich längst nach einem Plugin gesucht haben wollte, das die Einbettung von Drittinhalten wie Videos, Tweets und so weiter etwas datenschutzkonformer gestaltet. Bisher hatte ich nur eines, das auf YouTube-Videos spezialisiert ist. Ergebnis meiner Suche ist Embed Privacy, das hier jetzt aktiv ist. Robert empfiehlt in diesem Zusammenhang Real Cookie Banner, das noch ein paar Fliegen mehr mit einer Klappe erwischt.

Meinen DSGVO-Artikel von 2018 habe ich in dem Zuge ebenfalls auf den aktuellen Stand gebracht.

Die Eskapedia ist wieder da

Wesentlich erfreulicher ist die Tatsache, dass Robert und ich uns endlich wieder vor die Mikros gesetzt haben. Nach gut einem halben Jahr Pause4 wird es in Bälde eine neue Folge der Eskapedia geben. Wir plaudern darin über unsere Favoriten vom diesjährigen Gratis Comic Tag und stellen jeder noch einen weiteren aktuellen Lieblingscomic vor. Achtet also auf eure Podcatcher und abonniert – falls noch nicht geschehen – die !

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  1. Wie man das überprüft, beschreibt Robert in seinem Post. Link siehe oben. Bei Chrome isses STRG+U.[]
  2. Ob das am Theme oder an anderen Rahmenbedingungen liegt, hat sich mir nicht ganz erschlossen.[]
  3. Fragt mich jetzt nicht, was das genau ist und bewirkt. Ich bin Arzt und kein Programmierer. Auch gelogen! Natürlich bin ich kein Arzt.[]
  4. Man kommt halt zu nix.[]

Die Woche: Podcasts und Roboter

Roboter haben natürlich Vorrang, zunächst also dazu.

Neue Robotermärchen

Diese Woche trudelte das brandneue Comicalbum Ein seltsamer Tag – Die transuniverselle Eisenbahn und andere Robotermärchen von Olaf Brill und Michael Vogt bei mir ein. Ich muss gestehen, dass ich das Magazin phantastisch! schon seit sehr vielen Jahren nicht mehr lese, daher kannte ich die wunderbaren gezeichneten Roboterkurzgeschichten bislang nicht. In dieser neuen Komplettausgabe sind die durchaus eine Offenbarung für mich.

Zunächst einmal sind die Zeichnungen großartig: hoch professionell, sehr einfallsreich, wunderbar detailliert. Die Geschichten selbst sind teils herrlich skurril und absurd und immer märchenhaft fantastisch mit einem ordentlichen Schuss anspruchsvoller . Die Kunst, all dies in kürzesten Episoden zu vermitteln, ist hier perfektioniert. Höchstwertung!1

Ein etwas älterer Roboterfilm

Witzigerweise hat mich die Lektüre daran erinnert, dass ich immer schon einmal den Animationsfilm „Robots“ von 2005 sehen wollte. Ist mir damals irgendwie durchgerutscht. Hiermit dank Streamingdienst endlich nachgeholt und für sehenswert befunden. Kann ich empfehlen.

500 Sternengeschichten

Ich lobhudele meinen Lieblingspodcast Sternengeschichten bekanntlich bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Mit einem Hauch Verspätung habe ich Anfang der Woche der 500. Jubiläumsepisode zum Thema Neue Astronomie gelauscht, wie immer ein sehr hörenswertes und unterhaltsames Stück Wissenschaftsvermittlung.

Doch nicht nur das, Florian Freistetter hat sich zur Feier des Tages in einer Sonderfolge von Holger Klein interviewen lassen und offenbart darin einige interessante Hintergründe zu seinem Wirken als führender -Podcaster. Auch hierzu eine dringende Lauschempfehlung. Am Besten abonniert ihr die Sendung und hört jeden Freitag die neue Folge.

13 Perry Rhodan Hefte

ACHTUNG: Ab hier wird’s extrem Perry-Rhodan-nerdig. Wem das zu dolle ist, der darf hier gern aussteigen, was anderes kommt danach auch nicht mehr.

Außerdem habe ich endlich einmal in eine Sendung aus der Weltendieb-Sonderreihe Stardust ruft Terra vom guten Chris reingehört. Darin bespricht er seit Anfang des Jahres pro Sendung je ein -Heft beginnend mit Band eins von 1961.

Da ich kürzlich – zufällig nahezu parallel zu ihm – das 13. Heft „Die Festung der sechs Monde“ gelesen hatte, lag es nahe, der entsprechenden Podcast-Episode zu lauschen. Chris formuliert darin ganz ähnliche Gedanken, wie ich sie nach der Lektüre hatte, was mich zum wiederholten Male dazu anregt, darüber zu sinnieren.

Den Inhalt des Hefts will ich an dieser Stelle gar nicht wiedergeben, man lausche dazu bei Interesse selbst der Sendung2 oder werfe einen Blick in die Perrypedia.

Das Problem, das sowohl Chris als auch ich mit dem Heft haben ist, dass es einerseits ein hervorragend geschriebenes und spannendes Stück Hard-SF ist – andererseits aber etliche moralisch sehr fragwürdige Handlungen mehrerer Hauptfiguren völlig unkommentiert und/oder konsequenzenlos stehen lässt.3

Da ich das Heft vor allem aus Fanfiction-Recherchegründen4 nachgelesen hatte, geht mir vor allem im Kopf herum, wie diese Probleme in universe womöglich gehandhabt wurden. In der Handlung selbst werden meiner nicht ganz inkompetenten Meinung nach jedenfalls nie mehr irgendwelche Konsequenzen geschildert.

Hier also ein kleiner Debattenbeitrag zu Chris‘ -Episode aus der Watsonian perspective.5

Wie also mag Rhodan vor allem mit Crests Kriegsverbrechen an den Topsidern umgegangen sein? Ich bin sicher,6 dass er ihn erst einmal beiseitegenommen und ihm in ruhigem aber bestimmten Ton erklärt hat, dass er ihm das genau einmal durchgehen lässt. „Das nächste Mal, ob Freund der Menschheit oder nicht, zerre ich Dich vor den Weltgerichtshof.“7

Und dann wurde die Angelegenheit – wie etliche Details dieser Mission – mit der höchsten Geheimhaltungsstufe versehen und in den tiefsten Archiven vergraben. Ohnehin war Rhodan zu diesem Zeitpunkt nur der Vertreter seiner Mikronation in der Wüste Gobi, was die ganze Sache noch heikler macht. Mit wem haben die Ferronen denn zum Beispiel ihr Handelsabkommen abgeschlossen? Aber das nur nebenbei. Vermutlich zählt es bis zur Handlungsgegenwart zu den großen Rätseln der Geschichtsschreibung, wo 1975 die topsidische Kriegsflotte abgeblieben ist.8

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  1. Ein bisschen nervt mich das allzu klassisch-klischeehafte Männlein-Weiblein-Verhältnis zwischen Maschinchen und Niemand. Und muss erstere wirklich derart plump sekundäre Geschlechtsmerkmale tragen? Das reicht aber nicht zum Punktabzug.[]
  2. sollte man eh tun[]
  3. Nur am Rande nennt Chris Rhodans „false-flag-operation“, mit der er nebenher die inner-ferronische Opposition diskreditiert und ans Messer liefert. Die ist mir fast am stärksten aufgestoßen.[]
  4. Ich werkel gerade an ein paar Geschichten, die etwa 50 Jahre nach besagter Hefthandlung spielen und sehr davon beeinflusst werden. Eine ist sogar schon fertig, die Form der Veröffentlichung ist aber noch offen beziehungsweise in Arbeit. Dazu ein andermal mehr.[]
  5. Gibt’s dafür eigentlich einen deutschen Begriff? „Watson’sche Perspektive“ habe ich jedenfalls noch nie irgendwo gehört.[]
  6. oder stelle es mir in meinem Kopfkanon so vor[]
  7. Den es zu dem Zeitpunkt noch nicht gab – aber Perry hatte dergleichen sicher bereits geplant.[]
  8. Zu den anderen offenen Fragen denke ich mir eventuell gerade etwas aus.[]

Die Woche: Neu bei Twitter

Finn Mühlenkamp hat den Goetheblick

Mein „experimenteller Zweitaccount“ goetheblick liegt schon seit einigen Jahren in der -Brache herum, ohne dass ich ernsthaft etwas damit anzufangen wüsste. Dennoch war mir das Handle immer zu schade, um es aufzugeben. Bezieht es sich doch auf meine Sehschwäche, die im Volksmund diesen Namen trägt.

Seit dem Versuch, unter diesem Begriff ein Solo-Podcast-Projekt zu etablieren, sind auch schon wieder etliche Jahre ins Land gegangen. Nach intensiver Beratung mit dem Multi-Twitter-Account-Experten Robert kam mir nun jedoch eine Idee, wie dem Account wieder Leben einzuhauchen wäre.

Er möge fürderhin der Archivierung und Verbreitung alter und neuer eskapistischer Webfundstücke dienen. Folgt bei Interesse also gern dem Goetheblick.

Gleiches gilt für meinen frisch ins Leben gerufenen Fünftaccount1 finnmühlenkamp, der just in dieser Woche das Licht der Welt erblickt hat. An anderer Stelle hatte ich bereits erläutert, wer sich hinter dem Pseudonym Finn Mühlenkamp verbirgt – nämlich ich – und wie es zustande gekommen ist.

Thema des Accounts ist natürlich mein unter diesem Namen erscheinendes „Mette vom Mond“ – und mal schauen, ob und was der gute Finn in Zukunft noch so im literarischen Köcher hat.

Wer also beim Entstehungsprozess des -Buchs auf dem Laufenden bleiben und sofort informiert werden möchte, wenn der Erscheinungstermin feststeht – wir hoffen doch alle, noch in diesem Jahr –, möge Finn Mühlenkamp bei Twitter folgen.

Perry – unser Mann im All

Mehr aus Zufall bin ich kürzlich wieder in Kontakt zu den Comics der Alligator Farm geraten. Sie setzten bekanntlich zwischen 2006 und 2013 die Tradition der Studio-Giolitti aus den 60er und 70er Jahren fort.2 Danach verschwand das Projekt etwas aus meinem Fokus und ich wähnte es beendet. Weit gefehlt.

Meine Frau und meine Tochter sind auf einer Comicveranstaltung in Hamburg über einen Alligator-Farm-Stand gestolpert, der das jüngste Perry-Hardcover-Album feilbot. Eben jenes haben sie nicht nur sofort für mich erworben, sondern auch noch eine von den anwesenden Künstlern Till Felix und Maikel Das handgezeichnete Widmung hinzufügen lassen.

Seitdem weiß ich, dass die Perry-Comics seit 2016 in großen Abständen – der aktuelle ist erst Band zwo – in diesem Hardcover-Format fortgesetzt werden. Wer weiß, womöglich plaudere ich demnächst einmal in irgendeinem darüber.

Go West!

Und schließlich verfestigt sich dieser Tage in mir langsam die Hoffnung und Überzeugung, dass es im dritten Anlauf nach zwei Jahren Aufschub nun doch endlich mit dem Sprung über den großen Teich und somit einem in den US of A klappen wird. Nur noch wenige Wochen und ich werde die ehedem formulierte Frage Gibt es New York? schlussendlich beantworten können.

Alles ist gebucht, ESTA erfolgreich beantragt, Unterlagen liegen alle vor. Drücken wir die Daumen – and cross the fingers!

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  1. Wer alle zusammenbekommt bitte einmal ganz laut BINGO! rufen.[]
  2. und wie ich eigentlich lieber verschweigen will, hatte ich daran einmal sogar eher unrühmlichen Anteil[]

Die Woche: Das Mastodon macht tröt

Wie bereits in der Woche zuvor ging es in diesen Tagen wieder etwas häufiger ins Büro. Das damit zwingend verbundene Pendeln öffnete ein lange verschlossenes Zeitfenster für den Medienkonsum. Ehe ich also zu dem ausgestorbenen Rüsseltier komme, zunächst ein paar1 Worte dazu.

Verpasste Filme

So konnte ich ein wenig mit meinem Plan vorankommen, den Stapel ungeguckter Filme abzubauen.

Zunächst war das Rache-Selbstjustiz-Drama John Wick an der Reihe.2 Hin und wieder mag ich derart stumpfe Baller-Unterhaltung. Viel darüber zu sagen gibt es naturgemäß nicht. Dem Death-Wish-Punisher-Schema folgend ballert sich der Held durch eine Schurkenriege, die ihm zu Anfang so böse mitgespielt hat. Merkwürdig nur, dass lediglich die Teile eins und drei dieser Filmreihe bei dem Flatrate-Streamingdienst meiner Wahl zur Verfügung stehen und man Teil zwei nur für Extra-Geld woanders gucken kann.

Deutlich anspruchsvoller hingegen The Green Knight. Die Adaption der klassischen Rittergeschichte hat mir außerordentlich gut gefallen. Auch wenn es die Vorlage – vor allem am Ende – sehr stark variiert, bleibt das streckenweise sehr ruhige und kryptische Fantasydrama großartig. Gerade weil fast gar nichts näher erklärt wird gibt der Film viel Raum zum Weiterspinnen und Fabulieren. Allein die Szene mit den Riesen finde ich klasse, obwohl sie kaum zur Handlung beiträgt. Selbige ist schnell erzählt: Gawein, der Neffe von König Artus3 begibt sich auf eine Abenteuerreise, an deren Ende ihn der sichere Tod erwartet. Selbstredend steht diese Reise für das Leben selbst und lässt den Helden daran wachsen. Ganz wunderbar!

Wieder in eine ganz andere Richtung geht Magical Mystery, die – soweit ich weiß – aktuellste Verfilmung der Lehmann-Verse-Romane4 von Sven Regener. Ich mag diesen Kosmos sehr gerne und habe die Romane allesamt5 mit großem Genuss gelesen.6 Auch die Verfilmungen, soweit ich sie mitbekommen habe,7 haben mich stets gut unterhalten. Eben diese über die „Rückkehr des Karl Schmidt“ fehlte mir bislang noch. Der irre Techno-Roadtrip ist eine sehr gelungene Umsetzung und wird der Buchvorlage erstaunlich gut gerecht. Die Darsteller sind natürlich großartig. Witzig im Übrigen, dass Detlev Buck zwar dabei ist, hier jedoch gerade nicht erneut den Karl Schmidt gibt. Charly Hübner macht das aber auch grandios. Die untertitelgebende Rückkehr der Hauptfigur aus der Drogen-WG in das Club-Party-Leben der späten8 90er Jahre wird sehr lustig aber auch mit dem angemessenen Ernst beschrieben. Ein bisschen Schade fand ich, dass die kurze Begegnung mit Frank Lehmann aus dem Buch nicht übernommen wurde. Das ist aber nur ein sehr kleiner Wermutstropfen.

Tröten im Walde

Nun also . Aus Gründen9 ist dieses soziale Medium aktuell das Online-Paradies, in das man pilgern soll. Ich probiere dergleichen immer gern aus und wundere mich daher über mich selbst, dass ich nicht längst schon einen Mastodon-Account hatte, schließlich gibt’s das schon eine ganze Weile.

Der gute Steffen Voß hat auf seinem sehr lesenswerten Blog Kaffeeringe bereits vor zwei Jahren Mastodon ausführlich vorgestellt und die Vorteile aufgezeigt, die die dezentrale -Variante aus seiner Sicht ausmachen. Und er hat durchaus Recht: Keine Werbung und eine wahrhaftig chronologische Timeline sind die offensichtlichsten Vorzüge von Mastodon. Nebenbei erfüllt das so genannte , wovon Mastodon ein Teil ist, den Traum einer plattformunabhängigen Social-Media-Welt, bei der es egal ist, ob man nun bei Diaspora, Friendica oder eben Mastodon ist. Nach dem klassischen Email-Prinzip kann man sich quer über die Plattformen hinweg folgen oder Nachrichten schreiben. So wie es hätte sein sollen.

Aber nicht sein wird. Denn es hilft mir nichts, wenn ich wechsele – die bei Twitter, Insta und Co. verbliebenen Kontakte aber doch nicht erreichen kann. Dieser Traum wird also ein solcher bleiben. Die Folge ist sogar eine Verkomplizierung, da schon Mastodon allein durch die dezentrale Multi-Server-Struktur arg defragmentiert ist. Zwar ist es möglich, sich über die verschiedenen Server hinweg zu vernetzen – aber nicht komplett hürdenlos.

So bekommt man Inhalte und Accounts von anderen Servern nicht so ohne weiteres angezeigt – beziehungsweise kann man nicht so ohne weiteres danach suchen. Die Android-App befindet sich zudem in einem sehr rudimentären Stadium, der Client „Tusky“ macht seine Sache auch nicht wesentlich besser. Und selbstverständlich will ich ein soziales Medium primär auf dem Smartphone nutzen können – und nicht im Browser auf einem Desktoprechner.

Langer Rede: Die beiden oben genannten Vorteile – Werbefreiheit und chronologische Timeline – reichen bei weitem nicht aus, die aus Usersicht10 unnötige Kompliziertheit einer Plattform auszugleichen, die ansonsten nahezu exakt wie Twitter ist.

Und so lange ich mir bei Twitter meine gemütliche Ecke einrichten und pflegen kann – kuratierte Timeline,11 „neueste Nachrichten“, Idioten blocken und niemals nicht auf die trending topics gucken – sehe ich keinen Grund für einen Wechsel. Und eine Spiegelung meines Twitterzeugs halte ich erst recht für sinnbefreit.

Es wird also so kommen, wie Kiki es auf ihrem Blog beschreibt: Es ist (erneut) nicht das Ende der Twitterwelt. Neue soziale Medien setzen sich dann durch, wenn sie von jungen Leuten12 genutzt werden. Und wenn sich die Hälfte der Posts dort um die Funktionen und die Vorteile des Mediums drehen, ist das auch kein gutes Zeichen.

Ähm … und natürlich findet ihr mich jetzt auch bei Mastodon: @HerrKowski@literatur.social

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  1. in Wahrheit wie immer ein paar mehr[]
  2. Wurde mir interessanterweise von einem ansonsten sehr pazifistisch veranlagten Freund empfohlen. Außerdem wollte ich die ganzen Memes endlich einordnen können.[]
  3. Wobei der König und viele andere „Promis“ gar nicht mit Namen genannt werden.[]
  4. Sagt man so? Ich sag einfach mal so![]
  5. Nur der neueste „Glitterschnitter“ fehlt mir noch, da ich es nicht einsehe, für eine eBook-Leselizenz den vollen Hardcoverpreis zu berappen. Die Preissenkung müsste aber bald erfolgen.[]
  6. Wie viele sind das jetzt eigentlich? „Herr Lehmann“, „Neue Vahr Süd“, „Der kleine Bruder“, „Magical Mystery“, „Wiener Straße“ und „Glitterschnitter“ – oder hab ich einen vergessen?[]
  7. „Herr Lehmann“, „Neue Vahr Süd“ und eben „Magical Mystery“, mehr war noch nicht, oder?[]
  8. Oder mittleren?[]
  9. böser Kapitalist kauft eine kapitalistisch organisierte Plattform[]
  10. und damit meine ich casual user – und nicht die mittelalte Online-Avantgarde, die ohnehin unter sich bleiben will – und ja, zu der ich mich ausdrücklich selbst zählen muss[]
  11. Ich folge seit Jahren Astronaut:innen und Astronom:innen, SF- und Fantasy-Autor:innen, Comicfans und guten Freund:innen und frage mich immer, wo dieses schreckliche Twitter sein soll, von dem ihr alle redet.[]
  12. und damit meine ich nicht „junggebliebene“ Mitt-30er … äh … Mitt-40er wie mich[]

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