Autor: Herr Kowski

Lesetagebuch: Halunken, Elfen, Langstrümpfe, Superhelden, Ritter und Kaiser

Aus- beziehungsweise angelesen wurden: „Dunkle Halunken“, Band 2 der „Elfen“, „Pippi Langstrumpf“, massig Marvel-DC-Crossover-Zeugs, die „Knights of the Old Republic“ Comics und „Für den Kaiser“

Dunkle Halunken / Dodger

Es war mal wieder mit ach und krach – aber ich hab’s dann doch zum Ende hin relativ flott durchgekriegt, das neueste Nicht-Scheibenwelt-Buch von Terry Pratchett. Und wie ich schon in meinem letzten Tagebucheintrag anmerkte, wäre bei diesem Buch der Hinweis „Kein Scheibenweltroman“ durchaus angebracht gewesen. Ersetze „London“ per suchen/ersetzen durch „Ankh-Morpork“ und die ein oder andere historische Figur durch Scheibenwelt-Prominenz – es wäre kein Unterschied festzustellen gewesen. Das macht „Dunkle Halunken“ wohlgemerkt nicht zu einem schlechten Buch. Es war im Gegenteil recht pratchettesque kurzweilig. Aber irgendwie fehlte der entscheidende Kick, mit dem „Eine Insel“ beispielsweise aufwarten konnte. Der bei Pratchett übliche charmante Underdog-Schurke mit dem goldenen Herz stolpert in weltumspannende Verwicklungen, löst sie auf pragmatische und grundmoralische Unterschicht-Art – und stolpert dabei die soziale Leiter nach oben. Das macht Spaß zu lesen – ist aber von vorn bis hinten vorhersagbar. Leider kommt auch wieder Pratchetts Schwäche zum tragen: Er kann hervorragend zwielichtige – aber eigentlich „gute“ – Charaktere beschreiben. Bei Bösewichten scheitert er aber grundsätzlich. Die bleiben auch hier blass und eindimensional. Das mag man als Beispiel für die Banalität des Bösen werten – ohne charismatischen Gegenspieler kommen allerdings die wenigsten guten Geschichten aus.

Elfen 2

Auch wenn mich Band 1 der Elfen-Comics nicht ganz so überzeugte, hielt (und halte) ich an dem Entschluss fest, die Sammlung komplett zu machen. Sind ja auch nur sechs Bände. Und siehe da: In Band 2 steigert sich das ganze schon. Da mir der noch bessere Band 3 dank GCT ja längst vorliegt, blicke ich sehr zuversichtlich auf das kommende. Auf den ersten Blick wirkt „Die Ehre der Waldelfen“ auch recht klassisch – aber so mag ich es ja durchaus. Menschen kloppen sich mit Orks (die wiederum von anderen Menschen als Söldner angeheuert wurden), drohen zu unterliegen und wollen als letzte Hoffnung die Waldelfen an ein uraltes Bündnis erinnern. Natürlich kommt alles etwas anders, als man zunächst denkt – dennoch wird man gegen Ende mit einem schönen Fantasy-Schlachtengemälde belohnt. Macht Spaß!

Pippi Langstrumpf

Unser Töchterlein (5) ist – selbstverständlich – ein großer Pippi-Langstrumpf-Fan. Bislang hat sie die Geschichten mit ihr aber nur in Form der klassischen Filme von 69/70 und der Zeichentrickserie aus den 90ern rezipiert. Zur Zeit lese ich ihr zum Einschlafen erstmals das „Original“ (beziehungsweise die deutsche Übersetzung aus den 60ern in einer Buchausgabe aus den 80ern) vor. Immer zwei Kapitel pro Abend – in dieser Woche werden wir damit (das heißt mit allen drei Teilen/Büchern) durch sein. Auch für mich ist es das erste Mal, dass ich die Buchvorlage lese. Und ich muss sagen, es macht mir – selbstverständlich – viel Freude. Auf den Inhalt braucht man ja nicht groß eingehen. Es hat mich aber schon etwas überrascht, dass viele für „original“ gehaltene Elemente erst spätere Erfindungen der Filme sind. So haben die Polizisten und das Pferd ursprünglich gar keine Namen – und das Fräulein Prysselius wird in der Buchvorlage mit keinem Wort erwähnt. Auch fehlen hier völlig alle magischen Elemente wie die Kristallkugel und das fliegende Fahrrad. Abgesehen von Pippis übermenschlicher Kraft geht in dieser Welt alles mit rechten Dingen zu. Es ist mir an dieser Stelle außerdem ein Bedürfnis, die (zu Recht) längst vergessene ehemalige Familienministerin Kristina Schröder in einem Punkt (und nur in diesem!) in Schutz zu nehmen. Denn genau wie sie habe ich beim Vorlesen das N-Wort ausgelassen. Ich habe die Debatte vor zwei Jahren ein wenig verfolgt – sie wurde ja ergänzt durch das Gejaule über die Neuauflagen, aus denen dieses Wort komplett rausgestrichen wurde. Mir hat kein Argument eingeleuchtet, warum es ein Gewinn für Sprache, Tradition oder sonstwas sein soll, dieses Wort beizubehalten. Ich für meinen Teil weigere mich, es zu nutzen, weil es beleidigend und abwertend ist – und sehe auch nicht den Sinn darin, einem fünfjährigen Kind im Zuge einer Unterhaltungs-Gute-Nacht-Geschichte Rassismus zu erklären. Das geschieht an anderer Stelle.

Marvel-DC-Crossover

Recht leichten Herzens habe ich mich dazu entschlossen, die beiden deutschsprachigen Marvel-DC-Crossover-Reihen aus den End-90ern von Dino und Marvel Deutschland auch über die Amalgam-Access-Kiste hinaus zu sammeln. Ich bin in der Angelegenheit seit einigen Wochen auf den einschlägigen Online-Marktplätzen tätig und lasse meine Sammlung stetig wachsen. Was sich in diesen beiden Reihen so Crossover nennt, meint nicht immer Zusammenkünfte über die Verlage hinweg. So findet man dort auch schöne interne Crossover beispielsweise mit Deadpool und dem Punisher oder mit Flash und Green Lantern, die allesamt sehr kurzweilig sind. Darüber hinaus tauchen aber auch ein paar Sachen mit dritten Verlagen wie Image auf. Da ich gerade da große Lücken habe, bin ich sehr gespannt auf die entsprechenden Hefte. Ich werde berichten.

KotOR

Die Star-Wars-Comics aus dem Hause Dino/Panini sammle ich schon seit geraumer Zeit und habe das gesteckte Ziel, alle Sonder- und Essentials-Bände komplett zu kriegen längst erreicht – abgesehen von den Neuerscheinungen, die zumindest bei den Sonderbänden alle Vierteljahre zwei Monate (Danke, Florian!) hinzukommen. Doch sammeln ist das eine – lesen das andere. Und so habe ich die neun Sammelbände zu „Knights of the Old Republic“ bereits seit geraumer Zeit ungelesen in der Schublade liegen und mache mich nun endlich daran den lang gehegten Vorsatz, sie in einem Rutsch zu lesen, umzusetzen. Das Warten hat sich durchaus gelohnt. Die Story um den unschuldig des Mordes bezichtigten Padawan, der auf seiner Flucht etliche Abenteuer erlebt – und alles vor dem Hintergrund des Mandalorianischen Krieges – macht echt Laune.

Für den Kaiser

Auf dem Kindle liegt zur Zeit einer der SF-Romane meines alten Kumpels Ace Kaiser an. Der gute ist ja ein Freund recht klassischer Military-SF und so gemahnt die Story doch sehr an Honor Harrington & Co. Das kann durchaus als Lob verstanden werden – so man sowas mag. Ich habe die Lektüre des ersten Honor-Bandes ja unlängst abgebrochen – dennoch bleibe ich dem alten Ace vorerst treu. Er schreibt ja durchaus kurzweilig – und auch wenn die Raumschlachten mir zu nah an Seeschlachten sind und ich Feudalismus im Weltraum langsam etwas über hab. Etwas schwierig war das Beziehungsdreieck, das Ace gleich zu Beginn möglichst seifenoperhaft zwischen drei Haupt-Charakteren einführt – um es dann gleich aufzulösen, ehe der Roman richtig losgeht. Hätte gedacht, dass man sowas als Dauerkonflikt die ganze Story über schwelen lässt – aber vielleicht kommt da ja noch was. Die Handlung beginnt sich jetzt auch durchaus spannend zu entwickeln – daher bleibe ich erst einmal bei der Stange.

Lego Space Exo Suit: Rückkehr des Weltraum-Klassikers in grün und gut gerüstet

Ein ExoSuit oder Exoskellett ist ein beliebtes mechanisches und dramaturgisches Hilfsmittel aus zahlreichen -Geschichten und -Filmen. So setzt sich die Heldin Ellen Ripley im Showdown des zweiten Alien-Films (1986) in einen solchen Roboter-Anzug, um der Alien-Queen gebührend das Fell zu gerben.

Die -Version eines solchen Geräts stellt das titelgebende Kernmodell des siebten Lego-Ideas-Sets dar. Es kommt angemessen futuristisch-funktional daher und ist trotz teils filigraner Details sehr stabil und gut bespielbar.

Ihm zur Seite stehen eine putzige aber schwer bewaffnete Robot-Schildkröte, eine Plattform mit zwei Tonnen – der Exo Suit muss ja auch was zum Tragen haben – und die beiden Astronauten Yve und Pete in ihren grünen Raumanzügen.

Die eine oder der andere puristische Nostalgiker mag hier die Nase rümpfen. Denn grün waren die klassischen Lego-Astronauten doch nun wirklich nicht – wenn auch das vertraute Lego-Weltraum-Zeichen auf ihren Körpern prangt. Doch auch dieser Farbwechsel ist nur konsequent, kamen doch auch damals mit jeder neuen Set-Reihe neue Farben hinzu.

Exkurs: Weltraum-Nostalgie

Wer sich heute in seinen 30ern oder 40ern befindet und seine Begeisterung aus Kindertagen für Lego zum einen und das fantastische Genre zum anderen bewahrt hat, der wird womöglich mit wohligem Schauer an die ersten Lego-Weltraum-Sets denken, die ab 1978 Wohn- und Kinderzimmer in weit, weit entfernte Galaxien verwandelt hat, die nie ein Mensch zuvor gesehen hatte.

Die eine oder der andere wird vielleicht noch ein Raumschiff oder Mondauto aus diesen Tagen sein eigen nennen – oder wenigstens einen weißen, roten, gelben, schwarzen oder blauen Lego-Astronauten. Die Wahrheit ist: Da draußen gibt es etliche Lego-Classic-Space-Begeisterte, denen nicht zuletzt mit der blaubehelmten Figur des Benny im „The Lego Movie“ Rechnung getragen wurde.

Neo Classic Space: Der Weltraum lebt

Ein solcher Lego-Weltraum-Enthusiast ist auch Peter Reid. Ihm reichte es jedoch nicht, die alten Klassiker zu sammeln und in Ehren zu halten – nein, er baute einfach immer weiter. Dabei entwickelte er nicht nur immer modernere Modelle, sondern erdachte sich auch einen Hintergrundkosmos, den er in seinem Buch „Lego Space: Building the Future“ beschreibt.

Es war nur eine Frage der Zeit bis eines seiner Modelle die nötige Unterstützung bei Lego Ideas und die höheren Weihen eines offiziellen Sets erhielt. Damit nicht genug, erhielt es sogar ein beeindruckendes Trailer-Video, das die Astronauten Yve und Pete nebst Schildkröten-Drohne und ExoSuit perfekt in Szene setzt.

Schon der Zusammenbau des Exo-Suit-Sets mit der Artikelnummer 21109 macht großen Spaß – das Set besteht aus 321 Teilen und ist aktuell im Lego Online Shop für 34,99 Euro gelistet. Gerade hinter den filigranen Details stecken sehr schöne Ideen, die bis auf ein, zwei Ausnahmen am Ende trotzdem ein sehr stabiles Spielzeug ergeben. Und es macht Lust auf mehr. Lego wäre eventuell nicht schlecht beraten, der Geschichte von Yve und Pete eine Fortsetzung zu gönnen.

ANMERKUNG: Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf dem einstigen Nachrichtenportal , das bedauernswerterweise vor einiger Zeit seinen Betrieb eingestellt hat.

Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere – Trailer ohne Gänsehaut

Die ersten Bewegtbilder aus dem Abschluss der zur Trilogie aufgeblähten -Verfilmung können selbst mich kritiklosen Fanboy (noch) nicht ganz packen. Aber bevor ich euch noch weiter beeinflusse schaut erst mal selbst zwecks Eigenurteilsbildung:

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Verhaltene Reaktionen

Da der gestern schon überall rumging, habt ihr ihn sicher eh schon gesehen. Die diversen einschlägigen Seiten und Meinungsführer haben eher verhalten bis kritisch auf den Trailer des „Defining Chapters“ reagiert. Man macht es vereinzelt daran fest, dass die Spezialeffekte wohl noch nicht ganz fertig seien, so dass man für den nächsten Trailer durchaus noch auf mehr hoffen könne. Aber auch wenn ich sehr auf mächtig viel Rummsbumms im dritten setze und hoffe, hätte ich mir doch ebenso den ein oder anderen wohligen Schauer gewünscht, der in einem ersten Trailer auch ohne besondere Spezialeffekte rüberzubringen wäre. Den Trailern zu den ersten beiden Filmen ist dies gelungen – diesem hier irgendwie nicht.

Ein Film zu viel?

Jaja, zwei Filme hätten’s auch getan. Das Thema hatten wir ja schon. Dennoch glaube ich nicht, dass das das Kernproblem ist – oder wäre. Man kann den vorhandenen Stoff durchaus in drei Filme ausdehnen, wenn man das denn möchte.

Zu weit vom Buch zu nah an den anderen Filmen?

Neben dem fehlenden (oder versemmelten: „Waaaarrr“) Gänsehautmoment nerven mich eigentlich nur zwei Dinge: Wieso muss Galadriel da wieder rumrennen – und was soll das mit der Musik?

Zu Galadriel: Ja, ich weiß, was das soll. Cate Blanchet hat einen Vertrag und sie spielt die Rolle ja auch gut. Und Legolas und Tauriel tauchen im Buch ja auch nicht auf. Aber mit den anderen beiden kann ich noch gut leben – schließlich ist Legolas Thranduils Sohn und es wäre eher merkwürdig, wenn er da nicht rumspringen würde, und ein paar mehr weibliche Charaktere tun der Geschichte unwidersprochen gut. Galadriel ist aber eine uralte Noldor, die sich überhaupt nicht mehr um die Geschehnisse außerhalb Lothloriens schert. Was macht die da?

Zur Musik: Warum ist der Trailer mit einer Neuinterpretation von (Edit: Ron weist zu recht darauf hin, dass es keine Neuinterpretation ist.) Pippins Lied unterlegt? Es ist ein Hobbit-Lied, das er für Denethor gesungen hat – ein Lied, das „nicht für große Hallen gedacht“ war. Das hat außerhalb der großartigen Gänsehaut-Szene, in der es gesungen wird, nichts zu suchen.

Beides ist symptomatisch für den offenkundigen Zwang Jacksons, die Hobbit-Filme in Handlung, Bildsprache und sonstigem so eng wie möglich an die Ring-Filme zu binden. Schon im zweiten Teil hat das ohne Not dafür gesorgt, dass einige Szenen nur wie ein schwacher Abklatsch ähnlicher Szenen aus der Ring-Trilogie wirkten – dabei hat der Hobbit so viele eigene Schlüsselszenen zu bieten, die man zu eigenständigen Gänsehautmomenten ausbauen kann.

Die Hoffnung bleibt

Genug gemeckert. Da obige Forderung im bisherigen Material ausreichend oft erfüllt wird, bleibe ich guter Hoffnung, dass der Abschluss der Hobbit-Trilogie der erwartbare Kracher wird – und meine Nackenhärchen noch genug Gelegenheit bekommen, sich aufzurichten. Ich meine, habt ihr die Zwergenkavallerie auf den Widdern gesehen?

Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 30/2014

Fandom & Nerdtum

Drei Typen machen -Geräusche nach. Lustig.

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  • Bei Reddit wird mal wieder alles konsequent zu Ende gedacht. Zum Beispiel, was man alles mit einem Lichtschwert und der Macht anstellen kann.

Gesang & Geräusch

Sehr schicke Version der GoT-Musik (die drölftausendste)

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Kino & Film

Ich glaube ja, das ist gar kein X-Wing. Die Flügel sind viel zu schmal.

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Lego & Minifiguren

Sehr schicker Belagerungsturm – mit Geheimnis

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  • Kleine Hommage an die erste Mondlandung vor 45 Jahren bei Brothers Brick.
  • Noch bis Ende Juli kann man an dem Neo-Classic-Space-Wettbewerb von Brickset mitmachen – oder sich einfach die schicken Einsendungen anschauen.

Staunen & Wundern

  • Also, ich sehe da immer nur den Pazifik – aber vermutlich schau ich immer zur selben Tageszeit auf das Echtzeit-Gif der Erde beim Kraftfuttermischwerk.

TV & Serien

Doch, ich glaub die Serie wird ganz schick.

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Wissenschaft & Visionen

Ich find die 8-Bit-Philosophen-Reihe ja oft nur so mittel. Descartes ist aber ganz gut.

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Würfel & Spielbretter

Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 29/2014

Bücher & Lesen

Vergessen, worum es beim Wüstenplaneten ging? Diese Thug Notes rufen es wieder in Erinnerung:

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Daddeln & Zocken

Juhu! Die Besatzung der Nostromo ist wieder da!

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Fandom & Nerdtum

Keine Ahnung, wieso man bei io9 diesen uralten Fanfilm wieder auspackt – aber schick isser ja auch.

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  • Och, Futurama sieht „in echt“ auch ziemlich schick aus. (via io9)

Gesang & Geräusch

Heavy-Metal-Vader und seine Schießbude. Hammer!

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  • io9 hat den ultimativen Rap-Battle zwischen Donatello, Michelangelo, Leonardo und Raphael und … Donatello, Michelangelo, Leonardo und Raphael am Start.
  • Unter den 100 prominentesten Basslines ist nix von Led Zeppelin? Gibsjagarnich (via Kraftfuttermischwerk)

Internet & Online-Szene

  • Smileys nennt man jetzt also Emojis? Verrückt! (via Kraftfuttermischwerk)

Kino & Film

Alle Affenfilme mal vernünftig auf die Reihe gebracht

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Lego & Minifiguren

LOL & ROFL

Für einen guten Zweck kriegen sich Jon Stewart und Stephen Colbert schon mal in die Haare – naja, und für Star Wars.

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Tolkien & Mittelerde

Nochmal: Sie sind nicht böse, weil sie hässlich sind – sie sind hässlich, weil sie böse sind! Trotzdem lustig.

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Wissenschaft & Visionen

Hierzu bitte „I’m Forever Blowing Bubbles“ von den Clark Sisters spielen. (Moira versteht die Anspielung.)

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Lesetagebuch: Fraktale Elfen, Dunkle Halunken und Kloppe im Weltall

Kürzlich an- beziehungsweise ausgelesen habe ich: „Fraktal“, den aktuellen „Sillage“-Band, die antiken -Bände 650 und 700, „Dunkle Halunken“, Band 1 der „Elfen“ und den ersten „Honor Harrington“.

„Fraktal“ von Hannu Rajaniemi

Jetzt, da ich diese Zeilen schreibe, ist es schon wieder etwas her, dass ich den zweiten Rajaniemi-Band ausgelesen habe – und wie bei mir so üblich ist die Erinnerung an die Details der Handlung bereits verblasst. Ich erinnere mich aber, die Lektüre sehr genossen zu haben. Diesmal meine ich sogar der teils wirren Handlung besser gefolgt zu sein, als beim ersten Band. Ich mag ja Rajaniemis Art, Begriffe fast nie zu erklären und so zu tun, als stamme der Leser aus derselben abgedrehten Zukunft, die da beschrieben wird. Denn tatsächlich denkt man sich irgendwann rein und taucht in diese Welt ein. Hat natürlich auch den Vorteil, dass er bei der Beschreibung vieler technischer Vorgänge vage bleiben kann – aber in Jetztzeit-Romanen käme ja auch niemand auf die Idee, die genaue Funktionsweise von Mobiltelefonen oder dem Internet zu erklären.

Wie auch immer: Außerdem mag ich die abgedrehte und ohne selbstauferlegte Beschränkungen konsequent weitergedachte Zukunftsvision in „Quantum“ und „Fraktal“. Während andere gern versucht, die Zukunft zu sehr an heutige Gegebenheiten anzugleichen – oder es gar zum Kern der Handlung machen, dass heutige Zustände wiederhergestellt werden –, hat Rajaniemi keine Scheu, die ganzen transhumanistischen Absurditäten konsequent zu Ende zu denken. Hochgeladene Super-Bewusstseine mit milliardenfachen Backup-Körpern treffen auf synchronisierte Schwarm-Gesellschaften und kämpfen um nichts Geringeres als die Vorherrschaft im Sonnensystem – und den Sieg über die Entropie. Großartig!

„Sillage“ Band 15: „Jagdrevier“ von Jean Davin Morvan und Philippe Buchet

Wie ich kürzlich bei Ausgespielt schon mal sagte: Meine Liebe zu dieser Comic-Serie verblasst mehr und mehr. Was mich ungebrochen bei der Stange hält ist der grandiose Zeichenstil. Ich liebe die ligne claire, die hier geradezu perfektioniert wird. Die dargestellten Raumschiffe, Aliens, technische Details und sogar die Klamotten sind derart einfallsreich und detailliert gezeichnet, dass es eine stete Freude ist. Leider lässt es handlungstechnisch immer mehr nach. Die ersten vier, fünf über die Menschenfrau Nävis, die sich – allein auf einer Dschungelwelt aufgewachsen – in einem interstellaren Raumschiffkonvoi zurechtfinden muss, sich dabei zur Superagentin entwickelt und immer mal wieder auf vage Hinweise über den Verbleib der Menschheit trifft, waren noch sehr spannend. Das rebellische Verhalten Nävis‘ war erfrischend und der dezent eingeflochtene Metaplot über ihre Suche nach anderen Menschen packend. Höhepunkt von Sillage bleibt in meinen Augen der grandiose Band 3 „Das Räderwerk“, in dem sie zum ersten Mal auf eine Spur der Menschen stößt.

Leider hat sich das alles irgendwie nicht sonderlich weiterentwickelt. Nävis ist immer noch die rebellische Moralapostelin, die gegen die nicht näher definierte Korruption des Staates Sillage ankämpft und der Spur der Menschheit nicht wesentlich weiter folgen konnte. Die Handlung der Einzelhefte bleibt meist schwach – so auch bei der 15, in der sie als Söldnerin für einen bösen Großwildjäger unterwegs ist, dessen hinterhältigem Treiben sie natürlich ein Ende setzt. Einzig der Cliffhanger weiß das Interesse des Lesers wieder etwas zu wecken – scheint es doch den eingeschlafenen Metaplot wieder etwas voran zu bringen.

„Perry Rhodan“ Band 650: „Der Bund der Sieben“ von William Voltz & Band 700: „Aphilie“ von Kurt Mahr

Das ist nun schon die zweite Gelegenheit, bei der ich mich frage, was ich früher immer an Willi Voltz gefunden habe. Die erste Gelegenheit war die Lektüre der ersten zweieinhalb Atlan-Hefte, wobei mir Nr. eins und Nr. zwei von K.H. Scheer überraschend gut gefallen haben – wogegen die Nr. drei von Voltz dermaßen abgefallen ist, dass ich ihn nach wenigen Seiten weggelegt hatte. Der Vergleich der Hefte 650 und 700 von 1974 beziehungsweise 1975 präsentiert mir meinen einstigen Lieblings-PR-Autor nun erneut als relativ schwachbrüstig. Der Auftakt zum Konzils-Zyklus aus seiner Feder hat kaum echte SF-Elemente, von social fiction ganz zu schweigen. Die Hauptfiguren handeln unglaublich dämlich – einfach mal die komplette Führungsriege der Unsterblichen mit den übermächtigen Eroberern mitfliegen lassen? Na klar! Selbst das Voltz-Special, die extrem fremdartige außerirdische Xisrapin kommt sehr blass daher.

Im direkten Vergleich ist der 700er von Kurt Mahr – man kann sich die Jubibände dank der Leseprobe-Funktion bei Amazon für lau aufs ziehen – zumindest auf den ersten Seiten um Welten spannender und SF-iger. Mit der Aphilie wagte man bei PR damals nämlich durchaus eine einschneidende Veränderung. Auf Erden herrscht in diesem Zyklus eine finstere lieblose Diktatur, die zwar stark an 1984, Fahrenheit 451 & Co. erinnert – aber eine erfrischende Abwechslung vom PR-Einerlei darstellt.

„Dunkle Halunken“ von Terry Pratchett

Hier stehe ich gerade am Anfang. „Dunkle Halunken“ ist das zweite neuere Buch aus des Meisters Feder, das nicht auf der spielt. Im Gegensatz zu „Eine Insel“ kann einem diese Tatsache im Laufe des Lesens aber immer mal wieder entfallen. Schauplatz der Handlung ist nämlich das victorianische London, das bekanntlich die kaum verhohlene Vorlage von Ankh-Morpork ist. Daher kostet es den scheibenwelterprobten Leser etwas Mühe, sich zu vergegenwärtigen, dass der zähflüssige Fluss, der da gerade beschrieben wird, nicht der Ankh, sondern die Themse sein soll. Zählflüssig gestaltet sich leider auch mein Lesefluss. Trotz vieler netter Ideen und dem gewohnt präzisen Blick für das soziale Umfeld, kommt die Handlung nicht in die Gänge. Der im Original auch titelgebende Held namens Dodger ist ein „Tosher“. Diese verdienen sich ihren Lebensunterhalt damit, dass sie die Kanalisation unterhalb Londons nach Brauchbarem durchsuchen, das sie verkaufen können. Damit lebt Dodger natürlich am unteren Rand der Gesellschaft – und kommt, als er eine junge offenbar adelige Frau vor üblen Peinigern rettet, unverhofft mit etwas höheren Schichten in Kontakt. Das ist durchaus kurzweilig beschrieben – wie man es von Pratchett gewohnt ist. Aber so richtig gepackt hat es mich bislang nicht – und das bin ich von Pratchett nun gar nicht gewohnt.

„Elfen“ Band 1: „Der Kristall der Blauelfen“ von Jean-Luc Istin und Kyko Duarte

Nachdem ich mit großer Begeisterung die Gratis-Comic-Tag-Ausgabe des dritten Elfen-Bandes gelesen hatte, stand der Entschluss fest: Die Serie muss ich komplett haben. So erwarb ich also die „Blauelfen“ und begann sogleich zu schmökern. Um es gleich zu sagen: So dolle wie der dritte war der erste Band dann doch nicht. Klar, es ist eine bewusst klassische -Welt – aber die Handlung ist mir dann doch ein wenig zu stark an tolkienschen Vorlagen orientiert. Letztlich geht es um ein uraltes gefährliches Artefakt und einen Erzschurken aus ferner Vergangenheit, die beide Ärger machen. Dennoch: Das alles ist sehr schick gezeichnet und hat nette Ideen – vor allem die Darstellung der Orks gefällt mir. Da die Reihe mit sechs Bänden abgeschlossen ist, werde ich ihr mit Sicherheit weiter treu bleiben. Und wer weiß: die Chancen, dass die restlichen Bände wieder so gut sind wie Band drei, sind durchaus gegeben.

„Honor Harrington“ Band 1: „On Basilisk Station“ von David Weber

Hierzu hab ich ehrlich gesagt nicht so viel zu sagen. Den ersten Band des Military-SF-Klassikers „On Basilisk Station“ gab’s im englischen Original unlängst für lau aufs Kindle. Über die ersten anderthalb Kapitel bin ich bislang nicht hinausgekommen. Ist glaub ich nicht so meins.

Lesetagebuch: DC vs. Marvel / Access von Amalgam-Comics

Na, wer von euch kann sich noch an die 90er erinnern, als wir unsere in D-Mark statt in Euro bezahlten und Panini noch Dino hieß? Zu jener Zeit geschah es, dass sich die verfeindeten Superhelden-Comicverlage und erneut zu einem gemeinsamen Crossover-Event zusammentaten. Das hatten sie in ihrer bewegten Vergangenheit schon öfter getan – dieses Mal war es aber durchaus etwas einzigartiges. Und es sollte das letzte große Ereignis dieser Art für lange Zeit bleiben.

Kleiner Nostalgie-Anfall

Wie komm ich da jetzt drauf? Nun, auf dem letzten Nordcon stöberte ich nichtsahnend in der Auslage eines Händlers, da sprangen mir einige Bände aus jener Reihe ins Auge, die ich noch nicht kannte. Denn damals hatte ich die ersten acht, neun Bände aus dem Hause Dino gesammelt und in durchaus angenehmer nostalgisch-verklärter Erinnerung behalten. Selbstredend musste ich gleich zuschlagen, zu Hause die alte Sammlung vom Boden holen – und damit beginnen, die noch bestehenden Lücken der Sammlung zu füllen.

Die Comics dieser Zeit

Dabei habe ich festgestellt, dass man die Comics von damals gar nicht sooo dolle verklären musste. Die waren schon verhältnismäßig gut und komplex. Es war die Zeit, in der der Hulk groß grün und schlau war (und sich zum Beispiel in der großartigen Maestro-Storyline mit seinem zukünftigen Ich auseinandersetzen musste). Die Zeit, in der Aquaman Vollbart trug und Superman eine Moschermatte (nachdem er kurz zuvor mal wieder von den Toten auferstanden war). Die Zeit, in der Peter Parker kein Spider-Man sondern nur ein Klon war (wurde natürlich später wieder rückgängig gemacht). Die Zeit, in der Wolverine ohne Adamantium auskommen musste. Also durchaus eine gute und spannende Zeit der Superhelden-Comics.

Vom Duell zur Verschmelzung

Zumindest zum Start der DC versus Marvel Reihe ist es mit Komplexität der Handlung allerdings erst einmal nicht so weit her: Aus einem nicht näher erläuterten Grund überlappen sich die beiden Universen und beginnen zu verschmelzen. Aus einem noch weniger erläuterten Grund müssen die Heldinnen und Helden beider Universen in einem Turnier gegeneinander antreten um ihr jeweiliges Universum zu retten. So kloppen sich also Thor und Shazam, Hulk und Superman, Batman und Captain America und so weiter und so fort. Der Ausgang einiger Duelle wurde per Leservotum entschieden, sodass am Ende Marvel mit einem knappen Vorsprung aus dem Rennen ging – allerdings ohne Folgen für die weitere Handlung. Denn die Universen verschmolzen nun komplett – und mit ihnen die Heldinnen und Helden.

Das Amalgam-Universum

Und jetzt wird’s erst richtig interessant. Denn es folgen etliche Hefte aus dem flugs aus der Taufe gehobenen fiktiven Comic-Verlag Amalgam Comics, bei dem so schillernde Helden auftreten wie: Super Soldier (Superman + Captain America), Dark Claw (Batman + Wolverine), Spider-Boy (Spider-Man + Superboy), Iron Lantern (Iron Man + Green Lantern) und viele mehr – wobei stets so getan wird, als blickten diese Helden schon auf hunderte von Heften an Handlung zurück. Das gelingt mal besser mal weniger gut – ist aber immer sehr kurzweilig. Nette Notiz am Rande: Bei Marvel hat das Amalgam-Universum eine offizielle Nummer (ja, die nummerieren ihre Paralleluniversen durch), nämlich Erde-9602 (wobei in einigen Quellen auch die Nummern 496, 692 oder 962 genannt werden). Auf DC-Seite wird es schlicht Amalgam Universe genannt. Aber auch die schönste Verschmelzung hat einmal ein Ende. Der eigens kreierte Held Access erhält in der abschließenden Miniserie gleichen Namens die Aufgabe, die Universen wieder auseinanderzufriemeln.

Was gibt’s alles und wie kommt man da heute ran?

Beides nicht so leicht zu beantworten. Im amerikanischen Original verhält es sich wie folgt:

  • Die erste Miniserie DC versus Marvel (beziehungsweise „Marvel versus DC„) besteht aus vier Bänden und erschien 1996 (wobei 1 und 4 von DC und 2 und 3 von Marvel herausgebracht wurden).
  • Es folgen vier Miniserien aus je sechs Heften, die im Amalgam-Universum spielen und abwechselnd von DC und Marvel herausgegeben wurden – die ersten beiden 1996, die letzten beiden 1997.
  • Schließlich gibt’s noch die je vierbändigen beiden Miniserien All Access (1996/1997), die zwischen der zweiten und dritten Amalgam-Welle erschien und Unlimited Access (1997), die den Abschluss von all dem bildet.

Zu kriegen ist das mit etwas Mühe und Geduld über die üblichen Online-Händler. Leider hab ich’s bei nicht gefunden. Vor allem letzteres hielt mich davon ab, meine Lücken mit (digitalen) Original-Ausgaben zu füllen.

In der deutschen Übersetzung ist es etwas komplizierter – unter anderem weil die Lizenzrechte von Marvel und DC zu der Zeit nicht wie heute in einer Hand lagen. DC war bei Dino und Marvel bei Marvel Deutschland. Dennoch erschien der Großteil dieser Serie in Deutschland bei Dino. Hinzu kommt, dass sowohl Dino als auch Marvel Deutschland je eine eigene umfangreiche Crossover-Reihe gestartet hatten, in der die gesamte Amalgam-Access-Veranstaltung nur einen kleinen Anteil ausmacht. Und zwar so:

  • Dinos Reihe DC gegen Marvel (ab Band 17 nur noch „DC Crossover“) kommt auf stolze 38 Bände. Nur die Bände 1 bis 13 enthalten die Auftakt-Miniserie, die meisten Amalgam-Geschichten und die All-Access-Reihe (zu deutsch „Access der Wächter“). Bei Band 14 („Green Lantern gegen Silver Surfer“) bin ich nicht sicher, ob er dazu gehört oder nicht, da es immerhin eine kleine Anspielung auf Access darin gibt (die könnte aber auch nachträglich in der deutschen Übersetzung eingefügt worden sein). Zusätzlich gibt es noch einen Sonderband, in dem weitere Amalgam-Geschichten zusammengefasst sind.
  • Marvel Deutschlands Pendant heißt entsprechend Marvel DC Crossover (ab Band 11 nur noch „Marvel Crossover“) und umfasst insgesamt 33 Bände. Amalgam-Geschichten enthalten nur die Bände 2 bis 4, die Bände 8 bis 10 enthalten die Unlimited-Access-Reihe (zu deutsch: „Die Macht des Access“).

Sammlung Komplett

Hiermit (Stand 17.3.2015) kann ich verkünden: Ich hab sie alle! Die Sammlung ist komplett! In Sachen Amalgam hatte ich früh alles beisammen – da ich über den Amalgam-Komplex dann aber bald hinausgeschossen bin, juckte es mir natürlich in den Fingern, beide deutsche Reihen komplett zu machen. Was hiermit vollbracht ist. Wobei es natürlich am einfachsten gewesen wäre, wenn Panini – hat ja nun beide Lizenzen – einfach den ganzen Kram noch mal neu auflegt.

Lego Minifiguren Simpsons-Sonder-Serie

TV-Ikonen in gelb

Als zweites Special in der Reihe der Sammel-Minifiguren hat Lego die Simpsons am Start. Die Kooperation aus gelbem Plastik und gelbem Zeichentrick wurde zu Ehren des 20. Jubiläums der Simpsons geschlossen und führte bislang zu einer legofizierten Simpsons-Episode, zu einem Set mit dem Haus in der Evergreen Terrace und zu eben diesem Sammel-Set hier. Es enthält die (Kern-) Familie Simpson (Marges Mutter und Schwestern sowie Homers Mutter fehlen) sowie bekannte und beliebte Figuren aus ihrer Nachbarschaft, dem Arbeits-, Alltags- und Schulumfeld – und Itchy und Scratchy.

Meckern auf hohem Niveau

Ich will mich als alter Simpsons-Fan nun wirklich nicht beschweren – aber ich bleibe bei meiner Skepsis, ob die Herausgabe von einem Special nach dem anderen wirklich dem Sinn dieser Reihe entspricht. Klar, wäre jetzt ein Star-Wars-Special nett, gefolgt vom Herrn der Ringe, den Marvel- und DC-Superhelden und dem restlichen Lizenz-Kram – aber irgendwie ginge dann der Charme der „freien“ Figuren der ersten 11 Serien flöten. Den würde ich vermissen. Ärgerlich auch, dass der Anteil weiblicher Figuren in dieser Serie mit drei wieder erschreckend gesunken ist. Gerade das Simpsons-Universum hätte ja nun genug Tanten, Lehrerinnen und Schülerinnen für eine vernünftigere Quote parat gehabt. Und schließlich finde ich das Material der Köpfe komisch. Scheint mir nicht das Original-Lego-Zeugs zu sein. Wenn die mal nicht aus irgendwelchen Billig-Pressen stammen. Sonst find ich die Serie aber super!

Was fehlt?

Mr. Burns ist selbstredend noch ein Muss. Ich hätte hier aber nicht das geringste gegen ein komplettes Set. Doppelte habe ich aktuell tatsächlich gar keine – was daran liegt, dass ich bereits getauscht habe. Großer Dank noch mal an @Pinhead230280, dem ich Bart zu verdanken habe.

Legopedia?

Bei der Legopedia scheint der Elan übrigens auch mal wieder entschlafen zu sein. Der Artikel zu den Collectable Minifiguren endet mit der Lego-Film-Sonder-Serie. (Edit: Hier ist mittlerweile alles wieder auf dem neuesten Stand.)

Lesetagebuch: Gratis-Comic-Tag-Beute 2014

Am vergangenen Wochenende war erneut Gratis Comic Tag – und ich war zum Glück wieder mit von der Partie. Meine Beute war in diesem Jahr vergleichsweise mickrig – aber von hoher Qualität: zweimal Superhelden, einmal Sherlock Homes, einmal Jugend-SF und einmal klassische .

In diesem Jahr war ich mal bei einem anderen Händler als sonst, was vor allem entfernungstechnische Gründe hatte. Dabei habe ich aber festgestellt, dass das Büchereck Niendorf Nord eine hervorragende kleine Buchhandlung ist, die ich hiermit auf das wärmste empfehle.

Dort habe ich fünf abgreifen können, die mich an diesem fast alle ziemlich begeistert haben.

Marvel | Avengers: Infinity | Paninicomics

Zunächst mal ein lobendes Wort zu Panini. Vor zwei Jahren hatte ich mich tierisch darüber aufgeregt, dass der Verlag schlicht eine Leseprobe beigesteuert hat, die druckgleich auch anderweitig kostenlos verteilt wurde. Diesmal werden jedoch komplette Stories angeboten – so wie es sein soll. Der Auftakt des -Avengers-Events „Infinity“ kommt gewohnt gigantomanisch daher und geht mal wieder stark in Richtung SF, was bei Marvel ja nicht unüblich ist. Das ganze ist hervorragend gezeichnet und von Anfang an sehr spannend und komplex. Niemand geringeres als Erzschurke Thanos will (mal wieder) die Erde angreifen und rechnet sich diesmal (im Gegensatz zu den zahlreichen Malen davor – herrliche selbstironische Anspielung) tatsächlich Chancen aus, gegen das Heer der irdischen Superhelden bestehen zu können. Unter anderem unterstützen ihn dabei ziemlich fiese Alien-hafte Viecher. Wie gesagt sehr spannend – aber ob ich an der Stelle mal wieder bei Marvel einsteige, bezweifle ich dennoch.

DC | Forever Evil  | Paninicomics

Ja, ich weiß, die können auch anders – aber mit dem Auftakt zu diesem neuen Event zeigt sich in meinen Augen mal wieder, dass es bei oft einen Zacken trashiger zugeht als bei Marvel. Vor allem die Schurken kommen häufig eine Spur eindimensionaler daher. Die Grundidee dieses Heftes selbst finde ich dabei gar nicht mal so schlecht. Die Justice League hat es aus irgendwelchen Gründen zerlegt (war vermutlich Thema des vorangegangenen Events) und hat ein Machtvakuum hinterlassen, das nun wieder gefüllt werden will. Und wer bietet sich da an? Na klar! Ultraman, Supermans böses Pendant aus einem Paralleluniversum und seine Schar umgedrehter Antihelden … Wo die jetzt gerade herkommen (und warum sie sich nicht mit ihrer Erde zufriedengeben) bleibt erst einmal ungeklärt. Wie auch immer. Denn damit nicht genug, befreien sie auch gleich noch alle Superschurken, um mit ihnen die Weltherrschaft anzutreten. Wie man das als Schurke halt so macht. Klingt so erst einmal relativ plump – und ist leider auch so umgesetzt. Hat mir nicht so gut gefallen.

Pauls fantastische Abenteuer | Sprung in die Zukunft | Carlsen Comics

Paul ist ein ganz gewöhnlicher Jugendlicher, der mit Freunden Videospiele spielt, von seinem kleinen Bruder genervt und von seinen Eltern nicht verstanden wird.

Bis eines Tages zwei Herren in schwarzen Anzügen kommen und ihm und seinen Eltern eröffnen, dass er für ein geheimes Raumfahrt-Projekt auserwählt wurde. Man habe eine neue Antriebstechnologie entwickelt, die es ermögliche zu den Sternen zu fliegen. Entsprechend sei Alpha Centauri das Ziel dieser Mission – und Paul ist dabei.

Soweit der klassische Traum aller Nerd-Jugendlicher (ein Mädchen gleichen Alters ist auch mit von der Partie) – der sich nach einer kleinen unangenehmen Überraschung für Paul aber bald zu einem sehr unvorhersehbaren Abenteuer entwickelt.

Der Jugend-Comic entpuppt sich schnell als handfeste und gut gemachte – ganz in der Tradition des Mondflugs von Tim und Struppi. Hat mir sehr gut gefallen.

Sherlock Homes und das Necronomicon  | Splitter

Ich muss gestehen, ich kenne den guten Holmes nur aus der Schule und von den diversen Verfilmungen, die es durch die Jahrzehnte so gab. Mit Lovecrafts Werk bin ich da schon etwas vertrauter. Beides zu vermixen ist sicherlich auf den ersten Blick naheliegend – auf den zweiten aber auch etwas riskant. Ich zumindest habe Holmes und sein Universum immer als rein materialistisch-rational begriffen. Wenn mystische Dinge darin auftauchten, dann nur, um von Holmes‘ messerscharfem Verstand als Lug und Trug entlarvt zu werden. In Lovecrafts Welt hingegen ist das mystische unbestreitbar real, die Dinge sind oft unbegreifbar und unerklärbar und jeder menschliche Verstand, sei er auch noch so scharf, muss zwangsläufig am Erkennen der tatsächlichen Wahrheit scheitern, da sie durch die Ratio nicht zugänglich ist. Im Grunde also das exakte Gegenteil der Holmes’schen Welt. Dennoch gelingt der Mix erstaunlich gut – wenn auch der Lovecraft-Anteil deutlich dominiert und Holmes teilweise ein eher unbeteiligter Bestandteil darin zu sein scheint. Aber die Zeichnungen sind hervorragend und die Story baut sich spannend auf. Macht durchaus Lust auf mehr.

Elfen | Die Weißelfe mit der schwarzen Seele | Splitter

Ja, hier handelt es sich um ganz klassische Fantasy in Reinform. Daraus will dieser Comic auch von Anfang an keinen Hehl machen. Das Teil heißt „Elfen“ und meint es auch so. Drachen, Orks und Goblins runden das Szenario ab und scheinen direkt aus den einschlägigen (Online-) Rollenspielen entsprungen zu sein. Aber was soll’s? In diesem konsequent klassischen Szenario entspannt sich eine großartige Story, die die Unterschiede zwischen Mensch und Elfe – vor allem, was die Wahrnehmung von Zeit angeht – auf durchaus verblüffende Weise darstellt. Die Handlung ist schnell erzählt: Zwei Elfen durchziehen die Welt auf der Jagd nach einem Drachen und kreuzen dabei hin und wieder die Wege der Menschen – mit verhängnisvollen Konsequenzen. Das ganze erinnert ein klein wenig an die Hexer-Romane und ist wie gesagt großartig. Splitter ließ sich überhaupt nicht lumpen und präsentiert hiermit den kompletten dritten in sich abgeschlossenen Band der Elfen-Reihe, die ich mir sehr zeitnah komplett zulegen werde.

Weltverleumdungstag 2014

Hach, was waren das noch für Zeiten, als alles und jeder mit Lust und Laune verleumdet wurde. Es wurde verleumdet und diffamiert, dass es eine Freude war. Doch diese Zeiten sind anscheinend vorbei, denn der diesjährige Weltverleumdungstag war gelinde gesagt ein Schlag ins Wasser.

Früher Start – frühes Scheitern

Einem wackeren Helden der Verleumdung darf man jedenfalls keine Vorwürfe machen. Um drei Uhr nachts stellte sich @wortwerken den Wecker, um am diesjährigen 10. Mai der erste zu sein, der seine feierlichen Verleumdungen in den Twitter-Äther pustet. Doch er sollte nahezu der einzige bleiben. Kaum jemand stieg ein – und so verpuffte das einstmals stolze meme im digitalen Nirvana.

Es geht um die Wurst

Lag’s am #ESC? Wird der Weltverleumdungstag diese Krise überstehen? Fragen über Fragen. Keiner weiß es. Will es überhaupt jemand wissen?

Glorreiche Vergangenheit

2012 hatte die Weltverleumdungsliga den 10. Mai zu ihrem Festtag bestimmt, um den schlechten Leumund, den das Verleumden bis dato hatte, zu bekämpfen und die positiven Seiten des Verleumdens herauszustellen. Der Weltverleumdungstag 2012 war ein Triumph, der entsprechende Hashtag schrammte nur knapp am trending topic vorbei. 2013 der nächste Meilenstein, als der Weltverleumdungstag 2013 auch in den anglophonen Sprachraum überschwappte.

Und das soll nun alles vorbei sein?

TV-Serien: Was ich zuletzt geguckt habe

Im zweiten Teil meiner losen Reihe über die Erzeugnisse des serienproduzierenden Gewerbes liste ich diesmal jene auf, die ich in „jüngster“ Zeit komplett konsumiert habe – und auf die ein oder andere Art für erwähnenswert halte.

Stand: 16.5.2017 | Auch hier wieder die Beruhigung: Keine Spoiler zu befürchten.

Marco Polo

  • Erstveröffentlichung: 2014-2016
  • Anzahl Staffeln/Folgen: zwei Staffeln mit je 10 Folgen plus eine Special-Episode (eingestellt)
  • Worum geht’s: Lose basierend auf der historischen Vorlage werden die Abenteuer des jungen Marco Polo auf seiner Reise durch das Mongolische Reich des Kublai Khan beschrieben.
  • Wie isses: Sehr gut! Die Serie ist spannend und gut ausgestattet. Historische Autentizität darf man natürlich nicht erwarten – aber die soll ja schon bei Marco Polos tatsächlichem Bericht fraglich sein. Als Game of Thrones in der Mongolei des 13. Jahrhunderts kann man das aber gut gucken – und der Khan ist großartig.
  • Wiederguckbarkeit: Will ich nicht ausschließen – auch wenn der abrupte Abbruch nach Staffel zwei mich dann erneut traurig stimmen würde.
  • Link: Marco Polo bei Wikipedia

Unser Kosmos: Die Reise geht weiter

  • Erstveröffentlichung: 2014
  • Anzahl Staffeln/Folgen: eine Staffel mit 13 Folgen (abgeschlossen)
  • Worum geht’s: Der großartige Neil deGrasse Tyson setzt die wunderbare Wissenschaftsserie von 1980 von und mit Carl Sagan fort – natürlich mit den neuesten Erkenntnissen und ziemlich beeindruckenden Spezialeffekten auf der Höhe der Zeit. Wie schon bei der Vorlage wird in den 13 Folgen nicht weniger versucht, als einen kompletten Überblick über das naturwissenschaftliche Wissen der Welt zu geben – von der Entstehung des Lebens über den Aufbau der Materie bis zum Lauf der Sterne und Galaxien.
  • Wie isses: Großartig! Es bleibt natürlich nicht beim Versuch – der Überblick ist grandios. Zudem gelingt es der Serie und ihrem Host, die Faszination für die Wissenschaft zu vermitteln und Begeisterung zu wecken. Pflichtprogramm!
  • Wiederguckbarkeit: Sehr hoch. Ist in nicht allzu ferner Zukunft Pflichtprogramm für Töchterlein.
  • Link: Unser Kosmos bei Wikipedia

Die Brücke

  • Erstveröffentlichung: seit 2011
  • Anzahl Staffeln/Folgen: drei Staffeln mit je zehn Episoden
  • Worum geht’s: Die titelgebende Öresundbrücke verbindet Kopenhagen mit Malmö und ist Schauplatz eines Verbrechens, das Auftakt zur gemeinsamen dänisch-schweidschen Ermittlungsarbeit zweier recht gegensätzlicher Polizisten ist.
  • Wie isses: Die Vorschusslorberen sind recht groß – und das zu Recht. Die Handlung ist sehr spannend und überraschend, die Charaktere sind herrlich schräg und gut durchdacht. Das alles ist hervorragend gespielt. Auch die dritte Staffel hat trotz neuer Zweitbesetzung begeistert und endet mit einem durchaus spannenden Cliffhanger. Bin gespannt, ob es irgendwann weitergeht.
  • Wiederguckbarkeit: Ausschließen will ich nichts – aber einmal reicht eigentlich.
  • Link: Die Brücke bei Wikipedia

Breaking Bad

  • Erstveröffentlichung: 2008-2013
  • Anzahl Staffeln/Folgen: fünf Staffeln mit je 13 Folgen (Staffel eins hat nur sieben Folgen, Staffel fünf hingegen 16 – abgeschlossen)
  • Worum geht’s: Der hochintelligente aber eher langweilige Chemielehrer Walter White aus New Mexico erhält die niederschmetternde Diagnose Lungenkrebs. Dank des eher mäßigen Gesundheitssystems in den USA (Obamacare war zu der Zeit noch kein Thema) stehen er und seine Familie dadurch vor unüberwindlichen finanziellen Herausforderungen. Als einziger Ausweg bietet sich Walter eine Karriere als Drogenproduzent an. Durch seine chemischen Kenntnisse gelingt es ihm, das beste Christal Meth auf dem Markt herzustellen.
  • Wie isses: Grandios! Das Thema Doppelleben wird hier noch mal einen ganzen Zacken konsequenter behandelt als bei Dexter. Der Vergleich wird den beiden Serien ansonsten aber nicht gerecht. Hier liegt der Schwerpunkt deutlich stärker auf der Entwicklung des Hauptcharakters und seines Umfeldes, bzw. der Auswirkungen seiner Taten. Das alles gepaart mit hervorragenden Schauspielern macht die Serie zu einer ganz großen und runden Erzählung.
  • Wiederguckbarkeit: Hoch! Diese Serie wird stets als ein ganz großer Klassiker in der kollektiven Erinnerung bleiben.
  • Links: Breaking Bad bei Wikipedia; Breaking-Bad-Wiki (englisch)

Dexter

  • Erstveröffentlichung: 2006-2013
  • Anzahl Staffeln/Folgen: acht Staffeln mit je 12 Episoden (abgeschlossen)
  • Worum geht’s: Dexter Morgan ist Blutspurenanalytiker bei der Mordkommission Miami – und in seiner Freizeit Serienmörder. Bei seinem „Hobby“ achtet er stets darauf, nur „böse Jungs“ (und Mädels) um die Ecke zu bringen – und selbstredend auch, vor aller Welt unerkannt zu bleiben. Das ist freilich nicht leicht und liefert Stoff für etliche spannende Staffeln.
  • Wie isses: Im Großen und Ganzen sehr gut. Auch wenn sich in ein, zwei Staffeln einige Handlungsstränge wiederholen, es meiner Meinung nach in der Mitte der Serie einen Hänger gibt und der Serien-Abschluss in Teilen enttäuscht, bleibt das Szenario durchgehend spannend. Leider flacht die Serie zum Ende hin wie gesagt etwas ab – und die Konstellationen zwischen den Nebencharakteren wechseln manchmal allzu willkürlich. Dennoch scheint man hier das richtige Maß zwischen Charakterentwicklung und Wiedererkennungswert gefunden zu haben. Ohnehin ist Dexter für mich eine sehr radikale Superhelden-Geschichte. Denn was anderes ist Dexter als ein konsequenter Ritter der Nacht, der die bösen Buben beseitigt und dabei eine Tarnidentität aufrecht erhalten muss.
  • Wiederguckbarkeit: Schwer zu sagen – vermutlich nicht nochmal komplett. Die erste Staffel aber ist eine in sich sehr runde und abgeschlossene grandiose Geschichte, die sicher mal wieder einen Blick wert ist.
  • Links: Dexter bei Wikipedia; Dexter-Wiki (englisch)

Heroes

  • Erstveröffentlichung: 2006-2010
  • Anzahl Staffeln/Folgen: vier Staffeln mit zwischen 11 und 25 Episoden (abgeschlossen – wurde 2016 mit Heroes Reborn fortgesetzt)
  • Worum geht’s: Um Superhelden. Viel mehr ist eigentlich nicht zu sagen – ach ja: Hier tragen sie keine Kostüme. OK, ein bisschen detaillierter vielleicht: Überall auf der Welt (naja, eigentlich nur in Japan und den USA … und in Indien) stellen mehr oder weniger einfache Menschen fest, dass sie übernatürliche Fähigkeiten besitzen. Selbstverständlich stellt sich heraus, dass sie alle ein verborgenes gemeinsames Schicksal teilen, das entweder auf die Vernichtung einer Millionenstadt hinausläuft – oder auf deren Rettung.
  • Wie isses: Die vorherrschende Meinung ist ja, dass die erste Staffel ziemlich gut – und der Rest Schrott sei. In der Tendenz stimme ich dem zu, möchte mit dem Rest der Serie aber nicht ganz so hart ins Gericht gehen. Ich zumindest hatte viele der Charaktere so ins Herz geschlossen, dass ich ihr Schicksal auch durch schwächere Plots gern weiter verfolgt habe. Aber: Vieles wiederholt sich, die Handlung wird zunehmend wirrer – und der Schluss ist schon ziemlich enttäuschend. Hätte es nur die erste in sich runde und abgeschlossene Staffel gegeben, hätte man die Serie wohl als herausragenden Meilenstein in Erinnerung behalten.
  • Wiederguckbarkeit: Die erste Staffel würd ich irgendwann glaub ich schon mal wieder sehen wollen.
  • Links: Heroes bei Wikipedia; Heroes-Wiki (englisch)

Rome

  • Erstveröffentlichung: 2005-2007
  • Anzahl Staffeln/Folgen: zwei Staffeln mit 12 bzw. 10 Episoden (abgeschlossen)
  • Worum geht’s: Die beiden Staffeln beschreiben die historischen Ereignisse ab 50 vor Christus im antiken Rom – also den Aufstieg und Fall Julius Cäsars sowie den darauffolgenden Aufstieg Augustus‘. Darin eingeflochten sind die fiktiven Erlebnisse zweier Legionäre, die selbst sogar auf historischen Personen basieren, die in Cäsars de bello gallico erwähnt werden.
  • Wie isses: Hervorragend! Es gelingt dieser Serie, die historische Vorlage einigermaßen akkurat darzustellen und recht gekonnt mit einer ausgedachten Handlung zu verzwirnen. Dabei bleibt es immer spannend.
  • Wiederguckbarkeit: Sehr hoch! Das guck ich definitiv irgendwann noch mal.
  • Links: Rome bei Wikipedia

Lost

  • Erstveröffentlichung: 2004-2010
  • Anzahl Staffeln/Folgen: sechs Staffeln mit zwischen 14 und 25 Episoden (abgeschlossen)
  • Worum geht’s: Alles beginnt mit einem Flugzeugabsturz auf einer Insel. Die Überlebenden finden sich in einer sehr rätselhaften Umgebung mit etlichen übernatürlichen Elementen wieder. Nach und nach versuchen die Protagonisten herauszubekommen, was hier vor sich geht – und wie sie die Insel wieder verlassen können. Diese Bemühungen strecken sich über sechs Staffeln.
  • Wie isses: Spätestens als sich zu den Anderen noch die anderen Anderen gesellten wurde vermutlich jedem klar, dass sich die Macher der Serie nie einen Kopf darüber gemacht haben, wie die zunehmend verwirrenden Verknüpfungen unter den Charakteren und die immer mystischeren Rätsel eigentlich aufzulösen sind. Das ist insofern schade, als dass der gebannte Zuschauer so über sechs Staffeln hinweg Zeuge wird, wie eine der vielversprechendsten Serien ihrer Zeit langsam aber sicher an die Wand gefahren wird. Denn rein handwerklich und was die meisten Charaktere angeht bleibt die Serie eigentlich durchgehend gut – nur ergibt irgendwann halt alles keinen Sinn mehr. Richtig schlimm wird’s aber erst in der letzten Staffel.
  • Wiederguckbarkeit: Dadurch, dass alle etwaigen Details aus den frühen Staffeln später keine Bedeutung haben bzw. diese erst später hingebogen wurde, braucht man sich das alles eigentlich kein zweites Mal anzuschauen.
  • Links: Lost bei Wikipedia; Lost-Wiki (englisch)

Star Wars: Clone Wars

  • Erstveröffentlichung: 2003-2005
  • Anzahl Staffeln/Folgen: drei Staffeln mit je zehn unterschiedlich langen Episoden (Staffel drei hat nur fünf Episoden – abgeschlossen)
  • Worum geht’s: Nicht zu verwechseln mit „The Clone Wars“! Hier soll es um die Zeichentrick-Serie gehen, die fünf Jahre vor der CGI-Serie an den Start ging, und die Ereignisse zwischen den Star Wars Episoden zwei und drei in Mini-Folgen von wenigen Minuten erzählt. Darunter sind durchaus auch „bedeutende“ Ereignisse, wie zum Beispiel die Entführung von Palpatine kurz vor Episode drei.
  • Wie isses: Mäßig … Nein, seien wir ehrlich, es ist schon ziemlich schlecht. Spätestens, wenn Yoda auf seiner Reitziege vorbeihoppelt, möchte man den Bildschirm mit Schmackes aus dem Fenster befördern. Ganz kleiner Lichtblick ist höchstens die Episode, in der Anakin sein Pendant zu Lukes „Höhlengleichnis“ auf Dagobah erlebt.
  • Wiederguckbarkeit: Och nö … lassma …
  • Links: Clone Wars bei Wikipedia

Firefly

  • Erstveröffentlichung: 2002 (Kinofilm 2005)
  • Anzahl Staffeln/Folgen: eine Staffel mit 14 Episoden + ein Kinofilm (abgeschlossen)
  • Worum geht’s: In mehr oder weniger ferner Zukunft hat sich die Menschheit (oder ein Teil davon) in einem Sonnensystem mit zahlreichen bewohnbaren Planeten breitgemacht. Etliche Generationen nach der Besiedelung herrschen dort einige politische Spannungen und ernsthafte Bedrohungen, die von der repressiven Allianz bis zu den Reaver-Kannibalen reichen. In diesem Spannungsfeld ist die Mannschaft der Serenity unterwegs, die sich mit Handel und Schmuggeleien über Wasser hält – und nebenher noch die diversen Geheimnisse dieses Universums auflöst.
  • Wie isses: Um es gleich zu sagen – ich halte diese Serie für maßlos überschätzt. Nein, sie ist tatsächlich nicht schlecht, die Charaktere sind gut, es gibt viele nette Ideen und im Prinzip ist das alles eine runde Sache. Aber die allgemeine überbordende Begeisterung im Geektum kann ich überhaupt nicht teilen. Allein die plumpen Western-Allegorien gehen mir dermaßen auf den Zeiger und sorgen so für mächtig Punktabzug in der Gesamtwertung.
  • Wiederguckbarkeit: Nö, muss nicht sein. Obwohl ich vielleicht irgendwann noch mal prüfen müsste, was ihr alle daran findet …
  • Links: Firefly bei Wikipedia; Firefly-Wiki (englisch)

Six Feet Under

  • Erstveröffentlichung: 2001-2005
  • Anzahl Staffeln/Folgen: fünf Staffeln mit je 12/13 Episoden (abgeschlossen)
  • Worum geht’s: Die Saga eines kalifornischen Bestattungsunternehmens in Familienbesitz. Die Serie beginnt mit dem Unfalltot des „Oberhaupts“ und der mehr oder weniger freiwilligen Übernahme des Betriebs durch die nächste Generation. In buddenbrookesker Weise wird hier die Entwicklung dieser Familie beschrieben – naturgemäß begleitet von etlichen Todesfällen.
  • Wie isses: Sehr gut. Man folgt der Entwicklung der mal mehr mal weniger durchgeknallten Charaktere bis zuletzt mit Spannung. Und auch diese Serie wartet mit einem bemerkenswert zufriedenstellenden Ende auf.
  • Wiederguckbarkeit: Angesichts der Komplexität der Handlung eigentlich recht hoch. Im Rückblick habe ich aber ein wenig das Gefühl, dass dieses amerikanische Sittengemälde der Jahrhundertwende ein bisschen zu sehr seiner Zeit verhaftet sein könnte. Mag eine falsche Einschätzung sein, aber obwohl ich die Serie damals sehr gern gesehen – und ich mittlerweile das meiste vergessen habe, reizt mich ein Griff ins DVD-Regal zur Zeit überhaupt nicht.
  • Links: Six Feet Under bei Wikipedia

Sopranos

  • Erstveröffentlichung: 1999-2007
  • Anzahl Staffeln/Folgen: sechs Staffeln mit je 13 Episoden (Staffel sechs hat 21 Episoden – abgeschlossen)
  • Worum geht’s: Das Alltagsleben einer ganz normalen Familie im New Jersey des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Ach ja … der Familienvater ist rein zufällig der lokale Mafia-Boss, der seit einiger Zeit zu allem Übel unter Panikattacken leidet.
  • Wie isses: Großartig! Eine der besten TV-Serien … überhaupt. Klar, man muss Mafia-Geschichten mögen. Aber darüber hinaus ist es einfach eine hervorragende unheimlich dichte und komplexe Charakterstudie, spannend, witzig, schockierend, mit wunderbaren Einzelplots und Nebenschauplätzen, die aber nie den großen roten Faden vernachlässigt – und dieser ist nicht mehr und nicht weniger als die Saga einer Familie und ihres … nun, da wollen wir nicht zu viel verraten. Dies ist außerdem eine der wenigen Serien, deren gelungener Abschluss ewig in Erinnerung bleibt.
  • Wiederguckbarkeit: Sehr hoch! Jederzeit und immer wieder! Kann mir jemand schnell die Komplettbox ausleihen? Nicht? Auf zu Media Markt!
  • Links: Sopranos bei Wikipedia; Sopranos-Wiki (englisch)

Bereits in dieser Reihe erschienen:

Lego Minifiguren Lego-Film-Sonder-Serie

Helden, Schurken und Nachos

Mit der zwölften dieser Serie präsentieren die beliebten Steckklötzchenhersteller ein Special: Alle sechzehn Sammelfiguren stammen aus dem weltweit (außer in Deutschland) mit großem Erfolg gestarteten -Film. Neben den Helden Wyldstyle und Emmet darf hier der Schurke President Business natürlich nicht fehlen. Seine Roboterschergen und zahlreiche Nebencharaktere des Streifens ergänzen die Truppe. Und ein Teller Nachos.

Specials in Serie?

Ob diese Ausnahme-Serie eine solche bleibt, ist dabei im Übrigen fraglich. Angeblich soll mit der nächsten Serie gleich ein Simpsons-Special folgen. Sollte die Ausnahme hier zur Regel werden und fürderhin nur noch Lizenzware die Sammeltütchen füllen, stellt sich eventuell die Frage, ob das noch dem Sinn der Sache entspricht. Hat es nicht gerade den Charme dieser Kollektion ausgemacht, dass sie ihre ganz eigene Welt entwickeln und entfalten konnte? Aber warten wir erst einmal ab. Die Begeisterung für den Film ist noch zu groß, als dass man hier meckern möchte.

Was fehlt?

Da man hierzulande noch stolze zwei Monate auf den Filmstart warten muss, erkenne ich gerade drei, vier aus den Trailern wieder. Daher kann ich die Frage, was ich noch unbedingt haben muss, zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht beantworten. Generell finde ich schade, dass der 80er-Jahre-Astronaut überhaupt gar nicht erst in die Sammlung aufgenommen wurde. DEN hätte ich haben müssen – andererseits ist meine Legokiste voll damit.

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