Ja, die beliebte TV-Serie hat in den Jahrzehnten ihrer Existenz eine ganze Menge an Personal angesammelt. Grund genug also für Lego, erneut eine Sammelserie in Gelb rauszuhauen. Man traute sich jedoch nicht, auf die titelgebende Familie zu verzichten – Marge, Homer, Bart, Lisa und Maggie sind also erneut dabei, wenn auch in anderen Versionen. Marge, Homer und Lisa haben sich in Schale geworfen, Maggie wurde Haushund Knecht Ruprecht zur Seite gestellt und Bart ist in seiner Bartman-Verkleidung dabei. Durchaus eine gute Lösung. Ebenfalls doppelt übrigens Barts bester Freund Milhouse – hier aber in seinem Fallout-Boy-Kostüm.
Neuzugänge
Somit bleiben zehn Tütchen für komplett neue Figuren – und die haben es durchaus in sich. Top-Favorit ist sicher der Comic-Book-Guy, den man schon in der ersten Serie schmerzlich vermisste. Mr. Smithers und Marges Schwestern sind natürlich gesetzt. Mit dem großartigen Hans Maulwurf ist sogar einer der heimlicheren Stars der Simpsons vertreten. Kenner der Gelben Familie wissen, dass die TV-Serie aber noch Möglichkeiten für etliche weitere Tütchen böte – für meinen Geschmack wäre nun aber eine Futurama-Sonder-Serie dran.
Wie ich bereits schrob, hat mich zuletzt der Lego Space Bot auf Twitter dazu inspiriert, meine alte Legokiste vom Dachboden zu holen und die Weltraum-Sets von damals zu rekonstruieren. Praktischerweise twittert der Bot die Modelle stets mit der offiziellen Nummer und Bezeichnung, was die Recherche nach den Bauanleitungen sehr erleichtert. Ich wurde dann schnell bei Peeron fündig, wo es sowohl eine ausführliche Inventarliste als auch die original Bauanleitung des Star Fleet Voyagers gibt.
Die Zeichen der Zeit
Nach ein paar Jahrzehnten können auch die unverwüstlichen Steine aus Dänemark etwas Patina ansetzen. Man empfiehlt, die Steine in einen Kissenbezug zu packen und bei 30° ein Weilchen in der Waschmaschine rotieren zu lassen. Das bringt ein bisschen was – der Gilb bleibt aber für die Ewigkeit.
Legohaufen vor und nach dem Waschgang
Kindheitserinnerung (fast) komplett
Tatsächlich habe ich bis auf eines alle Teile wiederfinden und das gute Stück wiederherstellen können – womit es wohl erstmals seit 30 Jahren wieder in voller Pracht dasteht. Ich muss gut sechs Jahre alt gewesen sein, als ich dieses Raumschiff zum Geburtstag oder zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Wenn ich mich recht entsinne, haben mir meine Eltern noch beim Zusammenbauen geholfen. Auf jeden Fall hatten sie es, als ich schon eingeschlafen war, an einem Bindfaden an die Kinderzimmerdecke gehängt, wo ich es beim Aufwachen am nächsten Morgen gleich sehen konnte.
Wieder intakt: Mein erstes Lego-Raumschiff
Naja, damit begann auf jeden Fall meine Lego-Weltraum-Begeisterung und sollte nie völlig zu Ende sein. Schon bald begann ich damit, die vorgefertigten Modelle auseinanderzunehmen und eigene Kreationen zu entwerfen, sodass diese Teile tatsächlich über Jahrzehnte nicht mehr in ihrer angedachten Konstellation zusammenkamen. Insofern ganz erfreulich, dass tatsächlich nur ein Teil verschütt gegangen ist.
Lücken füllen
Ich muss meine Kiste noch mal ganz genau durchsieben – aber ich bin nach tagelangem Wühlen ziemlich sicher, dass die zweite Tür des Containers futsch ist. Ein kurzer Blick bei Pick a Brick lässt mich vermuten, dass dieser Rahmen nebst Fensterläden so nicht mehr hergestellt wird. Da werde ich alsbald mal tiefer in die Recherche einsteigen müssen – falls sich das Ding nicht doch noch anfindet.
Ansonsten werde ich alsbald wieder die Waschmaschine anschmeißen und die nächste Ladung klassischer Lego-Weltraum-Steinchen ihrer ursprünglichen Bestimmung zuführen.
Ich richte mich endlich wieder bei Goodreads ein und befasse mich aktuell mit der Raumfahrt in echt sowie in #Lego.
Zurück zu Goodreads
Vor ein paar Jahren hatte ich ja mal so meine Probleme mit dem Platzhirsch unter den Online-Bücherregalen – die sind seit der Übernahme durch Amazon aber längst Geschichte. Dennoch war ich danach immer zu träge, meinen Datensatz von dem muckeligen aber schwergängigen Reliwa wieder zurückzumigrieren. Nun habe ich mir aber ein Herz gefasst und unterrichte ab sofort wieder über dieses Medium über meinen aktuellen Lesestand. Guckt Ihr hier!
Weltraumbücher
Auf der U-Bahn-Fahrt von und zur Arbeit verkonsumiere ich gerade parallel zwei Bücher, die sich um die reale beziehungsweise fiktive Eroberung des Weltalls drehen.
Was würde ein Astronaut tun?
Da wäre zum einen „Anleitung zur Schwerelosigkeit“ von unserem Lieblingsastronauten Chris Hadfield, der in seinem Buch nicht nur seinen Weg zu den Sternen und zurück beschreibt – sondern daraus noch einen kleinen Ratgeber für alle Lebenslagen strickt. Stets nach dem Leitsatz „Was würde ein Astronaut tun?“
Da stecke ich noch in der ersten Hälfte, kann aber schon sagen, dass mir der „Astronauten #Sachbuch-Teil“ sehr gut gefällt und der „Ratgeber-Teil“ für mich jetzt nicht unbedingt so notwendig scheint. Dabei ist die Grundidee durchaus nett, die Art und Weise, wie ein Astronaut an die Dinge herangehen muss, auch auf das alltägliche Leben zu übertragen. Bislang kriegt es der allseits sympathische Hadfield auch geradeso noch hin, nicht allzu selbstbeweihräuchernd zu wirken.
Verstehen wir uns nicht falsch: er IST einfach einer der coolsten Macker auf diesem Planeten (und in dessen Orbit) – aber das muss man ja nicht auch noch selbst in sein Buch schreiben. Aber wie gesagt, damit hält er sich ausreichend zurück – und was soll er auch machen. Die Beschreibungen seiner Ausbildung und Raumflüge ist sehr interessant und spannend. Jedem #Weltraum-Fan zu empfehlen.
Was würde eine Lego-Minifigur tun?
Gerade durch bin ich mit dem Bildband von Peter Reid, in dem der Exo-Suit-Baumeister die klassischen Lego-Weltraum-Modelle ab 1978 hochleben lässt. Wie auch auf seinem Flickr-Account zu bewundern ist, nimmt Reid die alten Modelle als Vorlage für wesentlich komplexere Kreationen, die eine wahre Augenweide sind. Doch damit nicht genug, präsentiert er in „Lego Space: Building the Future“ nicht nur diese Modelle sondern bettet sie zudem in eine zukünftige Geschichte der Eroberung des Weltalls durch die Menschen ein. Dabei hangelt er sich geschickt an den tatsächlichen Lego-Modellreihen wie Ice-Planet, Space Police und sogar Blacktron entlang und fügt sie sehr stimmig in seine Gesamthistorie ein. Dabei kommt eine zuweilen etwas #StarWars-esque Geschichte heraus, was das Gesamtwerk aber nicht minder großartig macht. Abgerundet wird alles durch ausgewählte Bauanleitungen einiger „einfacherer“ Modelle am Ende eines jeden Kapitels. Ein Muss für jeden Lego-Weltraum-Enthusiasten!
Spätestens durch Peter Reids wunderbaren Exo Suit wurde mir meine Begeisterung für die klassischen #Lego-Weltraum-Modelle aus den frühen 80ern wieder in Erinnerung gerufen. Naja, tatsächlich war diese stets ungebrochen und erhielt durch Pete – und natürlich Benny – lediglich etwas neuen Schwung. Grund genug, meine olle Legokiste endlich vom Boden zu holen.
Staubig im Weltall
Meine #Weltraum-Modelle von damals sind von mir natürlich längst mehrfach auseinander- und umgebaut worden – und haben vom Zahn der Zeit eine ordentliche Schicht Staub und sonstige Ablagerungen abbekommen. Den letzten Stand habe ich unlängst in anderem Zusammenhang ja schon einmal präsentiert. In dieser Form ruhen diese Raumschiffe aber schon wieder seit zwei Jahren auf einem Bett unzähliger Einzelsteine auf dem Dachboden. Ein erster Schritt wird also die Reinigung sein.
Und dann – so mein Plan – möchte ich die alten Modelle mal wieder zum Leben erwecken. Letzten Ausschlag zu dieser Idee hat der Twitter-Bot @legospacebot gegeben, der tagtäglich automatisch ein Classic-Space-Modell nach dem anderen twittert. Ebenfalls sehr inspirierend: das Video von Jangbricks, der alle Modelle von 1978 bis 1988 zusammengesammelt hat.
Das Ziel ist also klar – ich werde vom Fortgang meiner #LCSR-Bemühungen berichten.
Building the Future
Und dann? Nun, in welche Richtung das dann geht, weiß ich schlicht noch nicht. Packt mich die Sammelwut und ich kaufe die fehlenden Modelle bei eBay und Co. nach? Oder demontiere ich schließlich doch wieder alles und baue zusammen mit Töchterlein eigene Sachen – vielleicht endlich das Riesenraumschiff, das ich mir schon seit Kindestagen erträume.
Inspiration dazu könnte man sich erneut vom großartigen Peter Reid holen, dessen Buch „Lego Space: Building the Future“ ich mir endlich mal zugelegt habe. Denn er ist nicht nur der Erfinder des Exo Suits sondern auch einer der produktivsten Lego-Bastler, der mit seinen „Neo Classic Space“ Modellen die gute alte Lego-Weltraum-Ära in Ehren hält. Sehr empfehlenswert!
Herausragendste Figur dieser Sammlung ist diesmal gar nicht so nerdig: Der Typ im Hot-Dog-Kostüm ist einfach großartig. Als alter Säbelschwinger habe ich mich vor allem auch über den Fechter sehr gefreut. Die Samurai- und die Zyklopen-Dame, der Außerirdische, der Space-Ranger, der Ork, der Hexenmeister, der ägyptische Krieger und der König dürfen ebenfalls in keiner geekigen Sammlung fehlen.
Disco is back
Wie schon länger üblich erhalten einige vergangene Figuren ihr weibliches Pendant. Das gilt in dieser Serie schon für die beiden oben genannten Damen und wird noch durch eine Disco-Lady und eine Archäologin ergänzt. Erwähnenswert ist noch das Mädchen im Einhorn-Kostüm.
Was fehlt
Ich bin ich mit meiner Sammlung schon sehr zufrieden – aber nun könnte sie auch gern komplett sein.
Sie präsentiert sich wieder klassisch mit „eigenen“ Kreationen. Es ist viel gutes dabei – und ich nenne zur Zeit 14 Stück mein Eigen.
Von Athene bis Zauberer
Die Bandbreite ist wieder einmal groß – und ziemlich viel cooles Zeugs ist dabei. Mit der blondgelockten Athene und der Hungergames-ähnlichen Jägerin sind mindestens zwei sehr unklischeehaft weibliche Nerd-Figuren dabei. Ergänzt durch den Zauberer, den Mongolenkrieger, den Konsolenspieler, das Goth-Mädchen und den Heavy-Metal-Star lässt diese Serie das Geekherz wieder höher schlagen.
An Verpflegung ist gedacht
Sehr nett auch der Pizzabote, ohne den ein echtes Nerd-Leben kaum denkbar wäre. Aber auch sonst hat jede Figur etwas für sich – allerhöchstens der Baywatch-Lebensretter scheint ein Zugeständnis an den Mainstream zu sein.
Was fehlt?
Mit meiner Truppe um den Hightech-Bergmann (oder was das sein soll), kann ich für den Anfang schon recht zufrieden sein – aber das reicht selbstredend noch lange nicht.
Ihr kennt das sicher: Da sammelt man haufenweise Lego-Minifiguren an und weiß bald nicht mehr, wohin damit. Irgendwo schön drapieren, damit sie alle sehen können? Schön und gut – aber einstauben sollen sie auch nicht. Die Lösung hat – wie so oft – Ikea.
Das „Problem“: Zu viele Minifiguren
Bekanntermaßen sammle ich mit großer Begeisterung die Collectable Minifigures des besten Spielzeugherstellers der Welt. Da kommt nach und nach natürlich ganz schön was zusammen. Und ebenso natürlich möchte man seine Sammelerfolge auch gebührend präsentieren.
Staubiger Weg zur Lösung
Dass ein gewisses schwedisches Möbelhaus was passendes haben könnte, ist ein naheliegender Gedanke – und instinktiv galt mein erster Griff auch einem Objekt aus der Ribba-Serie. Doch das durchaus nette Mini-Regal (das sich offiziell „Bilderleiste“ nennt) hat vor allem den unleugbaren Nachteil, dass die Figürchen darauf früher oder später mächtig einstauben.
Staubige Sache: Minifiguren auf Miniregalen
Ab hinter Glas!
Es begab sich, dass ich bei Brickset.com erstmals auf die Möglichkeiten eines Ribba-Bilderrahmens aufmerksam wurde, der die großartige Eigenschaft hat, dass zwischen Rückwand und Frontscheibe ausreichend Abstand für Lego-Minifiguren ist. Wenn man nun nach Ribba Minifig Display googelt findet man eine Vielzahl Beispiele und Bauanleitungen für unterschiedlichste Umsetzungen mit eingebauten Legogerüsten, Grundplatten-Rückwänden oder hochwertigen Klebe-Varianten. Mein Ehrgeiz war gepackt – ich wollte natürlich, dass es so schick wie möglich aussieht. Also machte ich mich ans Werk.
Ribba: Der Rahmen der Wahl
Man nehme:
Einen Ribba-Bilderrahmen beliebiger Größe. Ich habe mich gleich für das 50×50 cm Modell entschieden. Erhältlich bei Ikea.
Einen weißen Papier-/Pappe-/Karton-Bogen mit mindestens denselben Maßen wie der Rahmen. Meine Wahl fiel auf einen 50×70 cm Bastelbogen mit einer Stärke von 300 g/m². Theoretisch ginge sicher auch dünneres Papier. Bei künftigen Versuchen würde ich aber eher zu noch dickerer Pappe tendieren. Erhältlich in jedem gut sortierten Schreibwarengeschäft.
Das Lego Teil Nr. 366001 (inverse „Dachziegel“ 45°) in weiß entsprechend der Anzahl der zu präsentierenden Minifiguren. Für den Bilderrahmen dieser Größe empfehle ich 48 Stück, angeordnet in sechs Reihen a acht Stück. Theoretisch bekommt man auch mehr unter – das sieht in meinen Augen aber nicht aus. Erhältlich via Pick a Brick oder im lokalen Lego-Laden.
Bastel- oder Sekundenkleber. Ich habe mühselig recherchiert, womit man am besten Lego auf Pappe geklebt kriegt. Stinknormaler Bastelkleber tut’s wunderbar. Erhältlich in jedem Supermarkt.
Einen Bleistift. Kennt ihr.
Ein großes Lineal oder einen Zollstock. Is auch klar.
Zeuch zum an die Wand hängen (Hammer und Nägel oder Bohrer, Dübel, Schrauben). Erhältlich bei Eisen-Karl oder bei …
1. Rahmen auseinandernehmen und die Pappe auf der Rückwand befestigen. Ich habe mich dafür entschieden, die Pappe nicht zuzuschneiden, sondern sie umzuknicken und nur auf der Rückseite festzukleben. Kann aber auch direkt auf die Rückwand geklebt werden.
2. Klebestellen für die Steine markieren. Mit Bleistift und Lineal habe ich die Stellen markiert, auf denen später die Steine fixiert werden. Zunächst habe ich je 1 cm Rand abgemessen – 48 geht deutlich besser durch sechs und acht als 50, außerdem braucht das Abstand haltende Rahmenelement auch ein bisschen Platz. Jede Minifigur hat dann einen Bereich von 6 cm Breite und 8 cm Höhe für sich. Mit Hin- und Hergerechne hat sich für mich ergeben, dass ich in der Horizontalen die erste Markierung bei 4 cm (ab Außenrand) und alle folgenden alle 6 cm gemacht habe (die letzte hat dann natürlich wieder 4 cm Abstand zum Außenrand). In der Vertikalen hat die unterste Markierung 3 cm Abstand zum Außenrand, die weiteren folgen in je 8 cm Abstand und die letzte hat noch 7 cm Abstand zum Außenrand. In der Vertikalen sei es jedem überlassen, das ganze noch etwas nach unten zu verschieben – aber ich finde es so ganz schick.
3. „Dachziegel“-Steine festkleben. Das letzte Stück Fleißarbeit besteht daraus, jeden der „Dachziegel“-Steine auf der Rückseite mit einem dünnen (!) Film Bastelkleber zu versehen und mit den Noppen nach oben auf die Markierungen zu kleben. Erst ab der zweiten Reihe kam ich auf die Idee, das Passepartout als Schablone zu nutzen, damit die Steine auch ordentlich in Reih und Glied aufgeklebt sind. Wahlweise kann man auch ein Lineal oder so nehmen.
4. Minifiguren drapieren. Nun schnappe man sich 48 Minifiguren seiner Wahl und stelle sie auf die „Dachziegel“-Steine. Nur stellen, nicht kleben – man will sie ja auch wieder rausnehmen oder austauschen können. So man sie denn komplett hat, passen exakt drei Sammelserien in so einen Bilderrahmen. Da meine Sammlung längst noch nicht so weit ist, habe ich meine Bestände der ersten vier Serien darin untergebracht – und hatte sogar noch Platz für zwei blaue Jungs.
ACHTUNG: Für einige Figuren kann es dennoch zwischen Rückwand und Glasscheibe – je nach Accessoires – etwas eng werden. Einfach ausprobieren, ggf. an der Armhaltung werkeln, sonstwie improvisieren – oder im Zweifel auf die Figur verzichten.
5. Rahmen wieder zusammensetzen, an die Wand hängen und fertig. Dabei natürlich vorsichtig sein. Nichts ist ärgerlicher, als wenn das Bild hängt und einer Minifigur dann noch beispielsweise eine Fledermaus aus der Hand fällt.
Ein ExoSuit oder Exoskellett ist ein beliebtes mechanisches und dramaturgisches Hilfsmittel aus zahlreichen #ScienceFiction-Geschichten und -Filmen. So setzt sich die Heldin Ellen Ripley im Showdown des zweiten Alien-Films (1986) in einen solchen Roboter-Anzug, um der Alien-Queen gebührend das Fell zu gerben.
Die #Lego-Version eines solchen Geräts stellt das titelgebende Kernmodell des siebten Lego-Ideas-Sets dar. Es kommt angemessen futuristisch-funktional daher und ist trotz teils filigraner Details sehr stabil und gut bespielbar.
Ihm zur Seite stehen eine putzige aber schwer bewaffnete Robot-Schildkröte, eine Plattform mit zwei Tonnen – der Exo Suit muss ja auch was zum Tragen haben – und die beiden Astronauten Yve und Pete in ihren grünen Raumanzügen.
Die eine oder der andere puristische Nostalgiker mag hier die Nase rümpfen. Denn grün waren die klassischen Lego-Astronauten doch nun wirklich nicht – wenn auch das vertraute Lego-Weltraum-Zeichen auf ihren Körpern prangt. Doch auch dieser Farbwechsel ist nur konsequent, kamen doch auch damals mit jeder neuen Set-Reihe neue Farben hinzu.
Exkurs: Weltraum-Nostalgie
Wer sich heute in seinen 30ern oder 40ern befindet und seine Begeisterung aus Kindertagen für Lego zum einen und das fantastische Genre zum anderen bewahrt hat, der wird womöglich mit wohligem Schauer an die ersten Lego-Weltraum-Sets denken, die ab 1978 Wohn- und Kinderzimmer in weit, weit entfernte Galaxien verwandelt hat, die nie ein Mensch zuvor gesehen hatte.
Die eine oder der andere wird vielleicht noch ein Raumschiff oder Mondauto aus diesen Tagen sein eigen nennen – oder wenigstens einen weißen, roten, gelben, schwarzen oder blauen Lego-Astronauten. Die Wahrheit ist: Da draußen gibt es etliche Lego-Classic-Space-Begeisterte, denen nicht zuletzt mit der blaubehelmten Figur des Benny im „The Lego Movie“ Rechnung getragen wurde.
Neo Classic Space: Der Weltraum lebt
Ein solcher Lego-Weltraum-Enthusiast ist auch Peter Reid. Ihm reichte es jedoch nicht, die alten Klassiker zu sammeln und in Ehren zu halten – nein, er baute einfach immer weiter. Dabei entwickelte er nicht nur immer modernere Modelle, sondern erdachte sich auch einen Hintergrundkosmos, den er in seinem Buch „Lego Space: Building the Future“ beschreibt.
Es war nur eine Frage der Zeit bis eines seiner Modelle die nötige Unterstützung bei Lego Ideas und die höheren Weihen eines offiziellen Sets erhielt. Damit nicht genug, erhielt es sogar ein beeindruckendes Trailer-Video, das die Astronauten Yve und Pete nebst Schildkröten-Drohne und ExoSuit perfekt in Szene setzt.
Schon der Zusammenbau des Exo-Suit-Sets mit der Artikelnummer 21109 macht großen Spaß – das Set besteht aus 321 Teilen und ist aktuell im Lego Online Shop für 34,99 Euro gelistet. Gerade hinter den filigranen Details stecken sehr schöne Ideen, die bis auf ein, zwei Ausnahmen am Ende trotzdem ein sehr stabiles Spielzeug ergeben. Und es macht Lust auf mehr. Lego wäre eventuell nicht schlecht beraten, der Geschichte von Yve und Pete eine Fortsetzung zu gönnen.
ANMERKUNG: Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf dem einstigen Nachrichtenportal #Ukonio, das bedauernswerterweise vor einiger Zeit seinen Betrieb eingestellt hat.
io9 hat den ultimativen Rap-Battle zwischen Donatello, Michelangelo, Leonardo und Raphael und … Donatello, Michelangelo, Leonardo und Raphael am Start.
Als zweites Special in der Reihe der Sammel-Minifiguren hat Lego die Simpsons am Start. Die Kooperation aus gelbem Plastik und gelbem Zeichentrick wurde zu Ehren des 20. Jubiläums der Simpsons geschlossen und führte bislang zu einer legofizierten Simpsons-Episode, zu einem Set mit dem Haus in der Evergreen Terrace und zu eben diesem Sammel-Set hier. Es enthält die (Kern-) Familie Simpson (Marges Mutter und Schwestern sowie Homers Mutter fehlen) sowie bekannte und beliebte Figuren aus ihrer Nachbarschaft, dem Arbeits-, Alltags- und Schulumfeld – und Itchy und Scratchy.
Meckern auf hohem Niveau
Ich will mich als alter Simpsons-Fan nun wirklich nicht beschweren – aber ich bleibe bei meiner Skepsis, ob die Herausgabe von einem Special nach dem anderen wirklich dem Sinn dieser Reihe entspricht. Klar, wäre jetzt ein Star-Wars-Special nett, gefolgt vom Herrn der Ringe, den Marvel- und DC-Superhelden und dem restlichen Lizenz-Kram – aber irgendwie ginge dann der Charme der „freien“ Figuren der ersten 11 Serien flöten. Den würde ich vermissen. Ärgerlich auch, dass der Anteil weiblicher Figuren in dieser Serie mit drei wieder erschreckend gesunken ist. Gerade das Simpsons-Universum hätte ja nun genug Tanten, Lehrerinnen und Schülerinnen für eine vernünftigere Quote parat gehabt. Und schließlich finde ich das Material der Köpfe komisch. Scheint mir nicht das Original-Lego-Zeugs zu sein. Wenn die mal nicht aus irgendwelchen Billig-Pressen stammen. Sonst find ich die Serie aber super!
Was fehlt?
Mr. Burns ist selbstredend noch ein Muss. Ich hätte hier aber nicht das geringste gegen ein komplettes Set. Doppelte habe ich aktuell tatsächlich gar keine – was daran liegt, dass ich bereits getauscht habe. Großer Dank noch mal an @Pinhead230280, dem ich Bart zu verdanken habe.
Legopedia?
Bei der Legopedia scheint der Elan übrigens auch mal wieder entschlafen zu sein. Der Artikel zu den Collectable Minifiguren endet mit der Lego-Film-Sonder-Serie. (Edit: Hier ist mittlerweile alles wieder auf dem neuesten Stand.)
Mit der zwölften dieser Serie präsentieren die beliebten Steckklötzchenhersteller ein Special: Alle sechzehn Sammelfiguren stammen aus dem weltweit (außer in Deutschland) mit großem Erfolg gestarteten #Lego-Film. Neben den Helden Wyldstyle und Emmet darf hier der Schurke President Business natürlich nicht fehlen. Seine Roboterschergen und zahlreiche Nebencharaktere des Streifens ergänzen die Truppe. Und ein Teller Nachos.
Specials in Serie?
Ob diese Ausnahme-Serie eine solche bleibt, ist dabei im Übrigen fraglich. Angeblich soll mit der nächsten Serie gleich ein Simpsons-Special folgen. Sollte die Ausnahme hier zur Regel werden und fürderhin nur noch Lizenzware die Sammeltütchen füllen, stellt sich eventuell die Frage, ob das noch dem Sinn der Sache entspricht. Hat es nicht gerade den Charme dieser Kollektion ausgemacht, dass sie ihre ganz eigene Welt entwickeln und entfalten konnte? Aber warten wir erst einmal ab. Die Begeisterung für den Film ist noch zu groß, als dass man hier meckern möchte.
Was fehlt?
Da man hierzulande noch stolze zwei Monate auf den Filmstart warten muss, erkenne ich gerade drei, vier #Minifigs aus den Trailern wieder. Daher kann ich die Frage, was ich noch unbedingt haben muss, zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht beantworten. Generell finde ich schade, dass der 80er-Jahre-Astronaut überhaupt gar nicht erst in die Sammlung aufgenommen wurde. DEN hätte ich haben müssen – andererseits ist meine Legokiste voll damit.