Schlagwort: Fantasy

Lesetagebuch: Was machen eigentlich Clever & Smart

Ein bisschen was hab ich tatsächlich geschafft – und mir einen Comic gekauft, den ich nicht lesen kann. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

Clever & Smart: Ich verstehe kein Wort Spanisch – dennoch konnte ich an dem Stapel mit Mortadelo y Filemon Comics nicht vorbeigehen und musste den ersten Band aus der Coleccion Olé (offenbar die drölfzigste Auflage alter Klassiker) sogar mitnehmen.
Als Kind und Jugendlicher habe ich Clever und Smart natürlich geliebt – auch wenn ich nur eine Handvoll Alben mein Eigen nannte. Ehrlicherweise wiederholt sich das Handlungsschema immer wieder: Die beiden schusseligen Agenten und Hauptfiguren müssen irgendwelche absurden Aufträge ihres Chefs Mr. L (bzw. Senor Super) ausführen (meist gilt es, die bekloppten Erfindungen von Dr. Bakterius zu testen), was stets in comichaft grotesk brutalen Unfällen und Verletzungen etlicher Beteiligter endet.
Der Schwerpunkt liegt also ohnehin mehr auf den detailverliebten Zeichnungen als auf dem, was in den Sprechblasen steht. So konnte ich dieses Comicalbum dennoch genießen und mich herrlich beömmeln.

Das Lange Utopia: Mit Freuden habe ich am Ende dieses Romans festgestellt, dass er doch nicht der letzte aus der Lange-Erde-Reihe ist, die Terry Pratchett und Stephen Baxter kongenial miteinander erdacht und erschaffen haben. Dazu weiter unten mehr.
Auch dieser Band hat mir wieder gut gefallen – wie immer vor allem wegen der einfallsreich dargestellten Welt. Bekanntlich besteht die Lange Erde aus unendlich vielen menschenleeren Parallel-Erden, deren Unterschiede zu unserer Originalwelt stets auf mehr oder weniger ausgeprägt anderen erdgeschichtlichen Entwicklungen basieren.
In diesem Band sind mir tatsächlich auch mal ein paar Plot-Elemente in angenehmer Erinnerung geblieben. Die beiden Haupthandlungsstränge drehen sich einmal um die Historie der “natürlichen Wechsler” (die meisten Menschen benötigen nämlich ein Gerät, um zwischen den Welten zu springen) – hier war wohl vorwiegend Pratchett zu Gange.
Im anderen Handlungsstrang durfte Baxter sich mit fiesen Von-Neumann-Maschinen-Borg-Insekten austoben, die es abzuwehren galt.
Das ganze endet mit einem durchaus spannenden Cliffhanger, was meine Freude über über die zu erwartende Fortsetzung noch einmal steigert.

Monsters Unleashed: Das hat Spaß gemacht. Keine komplizierten innerfraktionellen Zwistigkeiten zwischen den Helden. Keine überraschenden Seitenwechseleien. Keine Tode und Wiederauferstehungen.
Einfach ein Haufen riesiger Monster, der auf der Erde erscheint und von unseren Marvel-Superhelden umgeboxt werden muss. Ja, das ist sehr geradlinig. Ja, das ist stark von Pacific Rim inspiriert. Egal! Monsters Unleashed hat richtig Bock gebracht.

Siege: Ich hab da noch immer gut 400 ungelesene Marvel-Comic-Hefte auf meinem Comixology-Account rumliegen. Vor ein paar Jahren bekam man ja jede Nummer 1 aller Serien geschenkt. Ich lade mir davon immer mal wieder ein paar aufs Endgerät. Zuletzt ein paar Sachen aus der Siege-Storyline, als sich Asgard mitten in Amerika befand, Norman Osborn Chef der Avengers war und als solcher Asgard belagerte. Echt ne coole Nummer, die ich mir eigentlich noch mal in Gänze – am Besten ab seiner Machtübernahme – reindrehen sollte.

Secret Empire: Auch für lau gibt’s gerade das aktuelle Free Comic Book Day Heft zum Marvel-Event Secret Empire, in dem sich Captain America himself auf einmal als fieser Hydra-Agent outet. So dämlich das im ersten Moment klingt – die Nummer scheint gar nicht so schlecht zu sein. Dieser kurze Einblick hat mir auf jeden Fall gut gefallen.

Aktueller Lesestoff

Beren und Luthien: Der folgende Satz fällt mir ein wenig schwer – aber ich bin ein bisschen enttäuscht von diesem Buch. Denn es ist wider meine Erwartung dann doch “nur” eine erneut kommentierte Sammlung der aus Silmarillion, Vergessene Geschichten und Co. bekannten Texte zur Legende von Beren und Luthien.
Ich hatte ja mehr auf einen extrapolierten “neuen” Prosatext gehofft, so wie Christopher Tolkien es schon bei den Kindern Hurins gemacht hat.
Trotzdem liest sich das Originalmaterial des Großmeisters natürlich ganz herrlich und die Aufbereitung mit Sohnemanns Kommentaren und den neuen Illustrationen ist wunderbar.

Die Drei Sonnen: Dank Lesezwinger darf/muss ich mich mit diesem wunderbaren chinesischen Science-Fiction-Roman befassen. Ob und und inwieweit er meine gestellte Aufgabe erfüllt, werde ich nach Ende der Lektüre in einem gesonderten Artikel ausführen.
Er gefällt mir auf jeden Fall von der ersten Seite an sehr gut. Das erste Kapitel schildert Ereignisse der Kulturrevolution, wonach die Handlung in die nahe Zukunft springt, in der sich die Hauptfiguren mit bislang noch unsichtbaren Gegnern auseinandersetzen müssen, die offenbar die Gesetze der Physik außer Kraft setzen können. Das alles ist sehr spannend und fesselnd geschrieben. Bislang großartig.

X-Men – Sauron: Einstweilen kein Lesefortschritt bei dem Marvel-Hachette-Klassiker.

Was als nächstes?

Mehr Marvel: Wie oben bereits erwähnt, liegen noch etliche ungelesene Nummer-Eins-Hefte aus dem Hause Marvel ungelesen in meinem Comixology-Account rum. Wie ebenfalls oben erwähnt, werde ich mir da als nächstes mal alles zu Dark Reign, The List und was es sonst noch so aus der “Regierungszeit” von Norman Osborn gibt zu Gemüte führen.

Der Lange Kosmos: Voraussichtlich im November erscheint der tatsächlich letzte Band des von mir sehr geschätzten Lange-Erde-Epos. Nach recht oberflächlicher Recherche meinerseits scheint es wohl so zu sein, dass Terry Pratchett bis auf ein paar Ideen gar nichts mehr zum Langen Kosmos beitragen konnte und Stephen Baxter den Abschluss der Reihe allein verfassen musste.

Lesetagebuch: Gratis Comic Tag 2017

Gratis Comics in Großbuchhandlung

Darüber, wem dieser alljährliche Feiertag der Neunten Kunst eigentlich nützt (Spoiler: den Verlagen), will ich mich an dieser Stelle gar nicht mehr groß auslassen. Das habe ich vor ein paar Jahren schon einmal erschöpfend getan und möchte nur hinzufügen: Dass mittlerweile immer mehr Filialen von Großbuchhandelsketten wie Thalia & Co. daran teilnehmen, finde ich irgendwie befremdlich. Mit dem sprichwörtlichen local comic book store, den es hier eigentlich zu fördern gilt, hat das nicht mehr viel zu tun.

Mein Comicheft-Sextett

Von den 30 #Comics, die in diesem Jahr beim #GratisComicTag zur Auswahl standen, hat meine geliebte Familie die sechs vielversprechendsten ausgesucht. Und hier meine Meinung zu den Heften:

Panini: DC-Comics – Rebirth

Ich hatte eigentlich gehofft, dass Panini sich hier gebessert hat – leider fällt der Superhelden-Monopolist aber wieder in alte Schemata zurück und liefert kaum mehr als eine Leseprobe ab. Enthalten sind drei Auftakt-Geschichten zur aktuellen Rebirth-Geschichte, in der das DC-Universum anscheinend mal wieder neugestartet wird (ich bin schon zu lange raus, um das richtig beurteilen zu können). Die Harley-Quinn-Kiste mit dem Deadpool-Klon ist dämlich und die Superman-Story mit seinem Sohn immerhin interessant. Wonder Woman hingegen könnte mich tatsächlich zum Wiedereinstieg bei DC bewegen. Ihr wurde in diesem Heft auch eine Zusatz-Geschichte spendiert, um den Leseprobe-Charakter etwas zu kaschieren. Ihre Suche nach einem Phoenix-Ei ist eine sehr gelungene Kurzgeschichte.

Panini: Marvel-Comics – Spider-Man

Der Auftakt zum neuen Spider-Man-Klon-Gedöns hat mich erst einmal nicht so berührt, ich will hier aber nicht voreilig urteilen. Spider-Island fand ich ja durchaus nett. Die abgeschlossene Kurzgeschichte mit dem Geier ist großartig. Er sitzt im Knast und soll einem ekligen Typen zur Flucht verhelfen. Er hat aber die Rechnung ohne den Geier gemacht. Schließlich ist noch der Auftakt zu “Spidey” enthalten. Offenbar eine neue Reihe, in der die Geschichte unseres Netzschwingers noch mal kindgerecht von vorne erzählt wird. Könnte was für Töchterlein sein.

Cross Cult: Predator vs. Judge Dredd vs. Aliens

Ein Predator landet auf Judge Dredds Erde und hat – wie sollte es anders sein – etwas Alien-DNA dabei. Leider gerät er dabei in die Fänge eines durchgeknallten Mutanten-Wissenschaftlers. Aber der Judge ist zum Glück schon auf dem Weg. Ich mag so Crossover-Zeugs. Ob ich aber mehr als diesen ersten Band jemals lesen werde, steht noch in den Sternen.

Egmont Ehapa: 65 Jahre Daniel Düsentrieb

Dem Ingenieur ist nichts zu schwör! Definitiv das Highlight dieser Sammlung – zumal ich die beiden enthaltenen Barks-Geschichten aus #Entenhausen noch nicht kannte.

Dani Books: Monster Allergy Episode 1 – Das Haus der Monster

Keine Ahnung, ob Urban #Fantasy hier wirklich der korrekte Begriff ist. Die Geschichte spielt jedenfalls in einer Welt ähnlich der unseren mit ein paar übersinnlichen Ergänzungen. Die Handlung ist recht klassisch, aber nicht minder spannend. Ein Mädchen zieht in eine neue Nachbarschaft und freundet sich schnell mit einem etwas merkwürdigen Jungen an – der zufällig mit Monstern und Geistern reden kann. Das ganze ist sehr witzig und gut gezeichnet.

Kult Comics: Professor van Dusen findet den Ring des Polykrates

Die Zeichnungen sind echt klasse. Im Stile frankobelgischer Alben brauchen sie sich nicht hinter Marsupilami, Asterix und Co. zu verstecken. Die Storys sind leider eher schlicht. Die Titelgeschichte ist eine einfache Sherlock-Holmes- bzw. Agatha-Christie-Adaption mit einem unfehlbaren Privatermittler, etwas dusseligem Gehilfen und nur mäßig kompetenter Polizei. Die zweite Geschichte spielt bei den Pfadfindern und enthält allzu harmlose Witzchen in diesem Umfeld.

Lesetagebuch: Marvel, Donald und Goodwin (der russische Oz)

Gerade ausgelesen

Spider-Man – Marvel Team-Up: Dieser Marvel-Klassiker hat mir mal nicht so doll gefallen. Die antiken Spidey-Team-Ups waren sehr auf Kloppereien ohne viel Handlung fokussiert. Ist nicht so meins. Ein bisschen um was gehen sollte es schon. Immerhin bekam ich mal eine frühe Carol Danvers zu sehen (das Origin der aktuellen Captain Marvel hab ich noch nicht so ganz auf dem Schirm).

Warlock Teil 1: Ganz anders dagegen dieses klassische Bombast-Weltraum-Epos, in dem der kosmische Überheld Warlock gegen sein durchgedrehtes zukünftiges Ich namens Magus antreten muss. Herrlich abgedreht und psychodelisch – 70er halt. Nebenbei enthält es auch das tatsächliche Origin von Gamora. Hat mir rundum gut gefallen.

Aktueller Lesestoff

Windjäger: Das Steam-Fantasy-Werk von Jim Butcher ruht weiterhin auf meinem Kindle – obwohl sich die ersten Kapitel sehr gut gelesen haben. Ich greif zur Zeit einfach lieber zu Comics.

Der Zauberer der Smaragdenstadt: Die russische Nacherzählung des Zauberers von Oz macht viel Spaß. Ich habe das Original jetzt nicht mehr so präsent, aber die Unterschiede beschränken sich wohl auf die Namen und Bezeichnungen (Dorothy heißt hier beispielsweise Elli und Oz heißt Goodwin beziehungsweise Goodwins Land) sowie einige wenige Handlungsdetails. Ist auf jeden Fall eine sehr schöne Zu-Bett-geh-Geschichte für Töchterlein. Und ich find’s auch sehr gut.

Entenhausen Edition: Und dann gab’s mal wieder Nachschub für meine stetig wachsende Sammlung der Barks-Fuchs-Komplettedition aus dem Hause Ehapa. Frisch herein kamen die Ausgaben 19 und 20. In ersterem muss sich der arme Donald unter anderem mit dem penetranten Glückspilz Gustav herumschlagen. Interessant aber auch eine kleine Geschichte mit Oma und Daisy Duck, die sich mit Hilfe zweier Mäuse aus Cinderella (?) gegen Kater Karlo durchsetzen müssen. Ja, auch sowas hat der gute Carl Barks gemacht.

Was als nächstes?

Hawkeye vs Deadpool: Im Stil der großartigen Hawkeye-Miniserie “Mein Leben als Waffe” und “Mein Leben als Held” kam noch ein “Hawkeye vs. Deadpool” Anhängsel raus. Das gab’s jetzt günstig bei Comixology. Mal schauen, ob das was taucht.

Lesetagebuch: Marvel-Klassiker

Dennoch hatte ich endlich etwas Zeit mein rumliegendes Prosawerk wieder anzufassen – und Töchterlein kriegt gerade einen amerikanischen Klassiker im russischen Original vorgelesen. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

Nie mehr Spider-Man: Diesen großen Klassiker aus Spideys früheren Jahren musste ich schon lange mal nachholen. Teile davon waren ja sogar Vorlage für den zweiten Spider-Man Film. Das Spidey-Sein wächst Peter Parker langsam über den Kopf. Privat- und Superheldenleben lassen sich immer schwerer unter einen Hut bringen. Und dann nervt die Hetzkampagne des Daily Bugle auch noch gewaltig. All das treibt Peter dazu, alles hinzuschmeißen. Doch nicht für lange, wie wir alle wissen.

Hulk – im Herzen des Atoms: Die großartige Planet-Hulk-Geschichte kennt ihr ja sicher alle. Wusstet ihr aber, dass der Hulk lange zuvor schon mal ein ganz ähnliches Drama erleben musste? Dass er sich verliebte – und diese Liebe in höchst tragischer Weise wieder verlor? Mir war das jedenfalls neu.

Aktueller Lesestoff

Spider-Man – Marvel Team-Up: In diesem Marvel-Hachette-Klassiker-Sammelband tut sich der gute Spidey mit diversen anderen Helden zusammen, um diversen Schurken den Hintern zu versohlen. Scheint nur wenig anspruchsvoll – aber dadurch nicht minder kurzweilig zu sein.

Windjäger: Zwischen zwei Marvel-Sammelbänden hab ich mal ein paar Seiten dieses Steam-Fantasy-Werks mit Luftschiffen und sprechenden Katzen weitergelesen. Bleibt sehr unterhaltsam und spannend. Wird Zeit, dass ich da mal richtig eintauche.

Der Zauberer der Smaragdenstadt: Den Zauberer von Oz kann man ja nur im klingonischen, äh, russischen Original richtig genießen. Im Ernst: in den 30er Jahren hat der russische Autor Alexander Melentjewitsch Wolkow die Oz-Geschichte einfach mal nacherzählt und dann in etlichen Bänden fortgeschrieben. Vor allem in der DDR haben sich diese Bücher später wohl großer Beliebtheit erfreut. Und so ist Der Zauberer der Smaragdenstadt grad die aktuelle Zu-Bett-geh-Lektüre für Töchterlein.

Was als nächstes?

Invincible: Bei Comixology gab’s die Sammelbände dieses Image-Comics-Klassikers wieder im Angebot. Beim letzten Mal hatte ich mir ja Volume 1 geschnappt und durchaus für gut befunden. Jetzt ist Volume 2 an der Reihe.

Lesetagebuch: Blutroter Stahl

In einem “Lesetagebuch Spezial” widme ich mich ausschließlich dieser Sammlung von Kurzgeschichten aus dem Sword-and-Sorcery-Genre, für die Prometheus etliche Indy-Autoren zusammentrommeln konnte. Einige der Geschichten haben mir sehr gut gefallen – doch Qualität und Gesamteindruck sind durchaus durchwachsen. Aber lest selbst.

Disclaimer

Um gleich in einem Punkte Transparenz walten zu lassen: Mir wurde die eBook-Version dieses Buches dankenswerterweise kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich gelobe hiermit feierlich, dass dies keinen Einfluss auf mein schonungsloses Urteil hat.

Gesamteindruck

Schon der Titel ist bombastisch – und der Untertitel setzt noch einen drauf: “Sword&Sorcery-Geschichten für brachiale Helden”. Entsprechend blickt dem Betrachter vom Einband ein grimmiger Krieger entgegen, dessen Breitschwert schon etliche Blutfontänen verursacht haben dürfte. Die Erwartungshaltung ist daher klipp und klar: Hier geht’s mächtig zur Sache. Man darf sich auf ordentliche Kloppereien à la Conan freuen – mal blutig ernst, vielleicht auch mal humorig überzogen, mit Sicherheit aber stets kurzweilig und unterhaltend. Und das hochwertige Titelbild lässt hoffen, dass Prometheus keine Mühen gescheut hat, professionelle Künstler für sein Projekt zu gewinnen.

Eine Hoffnung, die sich beim ersten Durchblättern jedoch ein wenig relativiert. Durch die unterschiedliche Qualität der Innenillustrationen, die – wie sich beim Lesen später herausstellt – auch nur zum Teil direkten Bezug zu den Geschichten haben, hat das Werk streckenweise doch eher etwas Fanzine-haftes.

Sinn und Zweck der rudimentären Vorstellung der Autoren und Zeichner am Ende des Buches erschließen sich auch nur bedingt. Man hätte sich schon ein, zwei Sätze zu jeder Person gewünscht – stattdessen findet man nur Links auf die Internetseiten und Facebookprofile. Wenn überhaupt. Die kriegt man durch eine schnelle Google-Suche des jeweiligen Namens auch selbst raus. Hätte man sich redaktionell mehr Mühe geben – oder das ganze sparen können.

Aber genug des oberflächlichen Gemeckers, denn entscheidend sind bei einer Kurzgeschichten-Anthologie selbstredend die Kurzgeschichten selbst.

Die Geschichten

Der Prometheus-Verlag hat für diese Anthologie zahlreiche Indy-Autoren gewinnen können. Und wer sich in der Szene ein wenig auskennt, dem wird der ein oder andere Name auch ein Begriff sein. Und schon die ersten Geschichten zeigen: Hier werden die Erwartungen schon deutlich besser erfüllt. In meist recht klassischen Fantasy-Szenarien bekommen es mehr oder weniger unerschrockene Helden mit diversen Ungeheuern oder sonstigen Fieslingen zu tun, die unter Einsatz von Schwertern und Äxten überwunden werden müssen. Das macht größtenteils viel Laune – auch wenn die Qualität der einzelnen Geschichten großen Schwankungen unterworfen ist.

Sicherlich: vieles ist Geschmackssache – aber hier und da wäre ein strenges stilistisches Lektorat vielleicht angebracht gewesen. Und den zwei, drei Ausreißern nach unten stehen mindestens ebenso viele Perlen gegenüber, die durch einen etwas anderen Stil, einen spannenden Plot oder den Bruch der klassischen Fantasy-Klischees herausragen.

Als positive Beispiele seien hier die dritte und vierte Geschichte hervorgehoben. In “Das Geheimnis des Stahls” reduzieren Judith & Christian Vogt einen ganzen Heldenepos im Stile einer Sagenerzählung auf nur wenige Seiten. Das hat mir sehr gut gefallen. Gleich die nächste Geschichte von Thorsten Küper mit dem etwas sperrigen Titel “Finde Frieden unter den geborstenen Monden” begeistert durch ein spannendes Psychoduell zweier scheinbar ungleicher Gegner mit einer durchaus überraschenden Pointe. So muss eine gute Kurzgeschichte sein.

Von den wenigen Ausfällen abgesehen, bieten alle Geschichten die erhoffte Unterhaltung mit klassischer Fantasy-Kost.

Fazit

Für knapp fünf Euro für das eBook und knapp 15 Euro für das Taschenbuch bekommt man eine ganze Menge solider bis herausragender Fantasy-Kost geboten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis kann also optimaler kaum sein. Für Freunde klassischer Sword-and-Sorcery-Geschichten ist das Buch auf jeden Fall einen Blick wert – für Freunde der Indy-Autoren-Szene umso mehr.

Buchdetails

Blutroter StahlAndré Skora, Ingo Schulze, Michael Quay (Hrsg.):
Blutroter Stahl, Sword&Sorcery-Geschichten für brachiale Helden

Prometheus Verlag, Duisburg 2016

Lesetagebuch: Urlaubslektüre 2016

Längst nicht alles, was ich mir vorgenommen hatte, dennoch gibt es einiges zu berichten: von der Scheibenwelt, von dampfenden Luftschiffen und aus diversen Comic-Universen – aber lest selbst.

Diesmal stelle ich besser mal eine SPOILERWARNUNG voran, vor allem was die Scheibenwelt (“Krone des Schäfers”) betrifft.

Gerade ausgelesen

Blutroter Stahl: Aus Gründen habe ich das Bedürfnis, mich hierzu noch mal ausführlicher in einem gesonderten Artikel zu äußern. Als kurzes Fazit an dieser Stelle nur so viel: diese Anthologie bietet klassische Fantasy-Kurzgeschichten recht unterschiedlicher Qualität. Einige Perlen stecken drin – unterhaltsam und flott zu lesen ist fast alles. Die Innenillustrationen sind okay, ragen aber nur selten über Fanzine-Niveau heraus und haben nicht immer erkennbaren Bezug zu den jeweiligen Geschichten. Das schmälert vielleicht den Gesamteindruck ein wenig, darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass man eine Menge kurzweiliger Fantasy-Lektüre geboten bekommt.

Die Krone des Schäfers: Nun ist es endgültig soweit. Ich habe meinen letzten Scheibenwelt-Roman beendet. Ich werden nun nichts neues mehr aus dieser faszinierenden Welt zu lesen bekommen. Dabei ist das Buch ein durchaus würdiger Abschluss der epischen Erzählung vom Rücken der Schildkröte. Im Zentrum der Handlung steht die Junghexe Tiffany Weh aus dem Kreideland, deren Romane mit Abstand das Highlight der neueren Handlungsstränge darstellen. Denn während vor allem in den letzten Ankh-Morpork-Romanen die dort liebgewonnenen Hauptfiguren mehr und mehr zu Abziehbildern ihrer selbst verblasst sind, sprühte in den Tiff-Romanen noch bis zuletzt der Zauber, den Pratchetts Opus Magnum immer ausgemacht hat. Gleichzeitig ist “Die Krone des Schäfers” ein Lancre-Roman mit den dortigen Hexen – und setzt für diesen Handlungsstrang einen bedeutenden Schlusspunkt. Denn wir werden schon auf den ersten Seiten Zeuge des Todes von Oma Wetterwachs, eine Szene, die mich sehr berührt hat. Esmeralda Wetterwachs war immer Pratchetts Beste. Die Handlung selbst greift dann auch auf die Glanzzeit der Lancre-Hexen zurück, die Elfen fangen nämlich wieder an zu nerven und drohen in die diesseitige Welt vorzudringen. Die Abwehr gelingt natürlich mit vereinten Kräften – auch weil sich auf der Scheibenwelt inzwischen viel verändert hat und Magie und Zauber im Zeitalter der Eisenbahn auf dem Rückmarsch sind. Und so verlassen wir diese Welt recht wohlgeordnet: der Wandel und die Modernisierung – die ja schon immer ein Kernthema der Romane waren – sind endgültig nicht mehr umkehrbar, eine neue Generation hat das Ruder übernommen und widmet sich den anstehenden Problemen, die es natürlich immer geben wird. So hätte es auch weitergehen können – nur hat Terry Pratchetts Tochter bekanntermaßen längst verkündet, dass sie den weitergereichten Staffelstab ihres Vaters nicht aufnehmen wird. Und vielleicht ist das auch ganz gut so.

Marvel-Comics: Comixology veranstaltet ja regelmäßig verlockende Sales – und immer wenn ich den Fehler mache, da reinzuschauen, muss ich unweigerlich zuschlagen. So geschehen bei neusten Serien von Howard the Duck und den Guardians of the Galaxy, wo es jeweils die ersten Sammelbände reduziert gab. Die Ente Howard ist ja ein Sonderfall unter den Marvel-Helden, seine Geschichten sind meist weniger ernst zu nehmen. Seit er in den 70ern erstmals auftauchte, kurze Zeit später sogar für das Präsidentenamt kandidierte (und nachdem Disney seinen Frieden mit ihm gemacht hat), mischt er immer mal wieder sporadisch im Marvel-Universum mit. In diesem herrlich absurden Abenteuer wird es schnell sehr kosmisch und er trifft neben dem Silver Surfer und Galactus auch auf die Galactic Guardians in ihrer aktuellen Konstallation. Die müssen in ihrer neusten Serie zunächst mal ohne Peter Quill auskommen, der gerade das Erbe seines Vaters als Imperator von Spartax angetreten hat. Seinen Platz hat die X-Woman Kitty Pride eingenommen begleitet von Rocket Racoon, Groot, Drax, Venom (Flash Tompson) und dem Ding. Aber keine Sorge, Peter und Gamora stoßen auch bald zu ihnen und es rumst wieder gewaltig. Beides hat mich sehr gut unterhalten, sodass ich zeitnah mehr davon lesen muss.

Warlock Teil 2: Ja, auch Marvel – in diesem Fall aber im Rahmen der Hachette-Sammelserie erschienen. Adam Warlock war auch immer so ein klassischer Marvel-Held, den ich bislang kaum kannte. Und erneut bin ich überrascht, wie kurzweilig auch die älteren Sachen oft sind. Warlock ist ähnlich wie der erste Captain Marvel ein sehr kosmischer Held, der eher selten auf der Erde weilt und meist durch die Weiten des Alls fliegt, um dort galaktische Bedrohungen abzuwenden. Dabei geht es oft um nicht weniger als erlöschende Sterne oder das Zerreißen des Raumzeitgefüges. Und meist steckt auch hier Thanos hinter den meisten Schurkereien. Macht Spaß und ich hoffe, alsbald auch den ersten Teil günstig ergattern zu können.

Comixology-Umsonst-Comics: Hin und wieder kriegt man bei Comixology auch mal was geschenkt. So kann man zur Zeit den vierten Teil der “World of Warcraft: Legion” Reihe für lau abgreifen. Hier geht es diesmal um die Menschen und ihren ersten (?) Kontakt mit der Dämonen-Legion. Außerdem gibt’s “Avengers: Alliance”, eine Videospiel-Adaption, in der die Rächer zusammen mit den Guardians außerirdische Invasoren abwehren müssen. Dieses Superman/Batman Crossover ist auch recht lesenswert. “Overwatch” hingegen hat mich nur mäßig mitgerissen. Hier geht’s um ein retro-futuristisches Western-Szenario, in dem ein einsamer Fremder den brutalen Überfall auf einen Zug vereiteln muss.

Aktueller Lesestoff

Windjäger: In diesem Steampunk- oder meinetwegen Aether-Fantasy-Werk von Jim Butcher stecke ich immer noch recht am Anfang. Grad wurde eine sehr spannende Auseinandersetzung zwischen ein paar Luftschiffen geschildert. Macht Spaß!

Fantastic Spider-Man: Und wieder gab’s ein paar Angebote bei Comixology, die ich nicht ablehnen konnte. Darunter diese Spidey-Episode von 2012, in der unser Netzschwinger als Nachfolger für den zeitweise (?) verstorbenen Johnny Storm Mitglied der Fantastic Four wird – die sich in diesen Tagen aber Future Foundation nennen. Ich mag die F4 und ihre Geschichten (vor allem die “neueren”) ganz gern – und mit Spidey im Boot (beziehungsweise im Fantastycar) machen sie besonders viel Laune. Die Geschichte geht zunächst mal recht klassisch unspektakulär los und legt den Fokus auf kleine meist gelungene Gags. Mal schauen, wohin sich das entwickelt.

Was als nächstes?

Astrid Lindgren: Beim Besuch dieses Astrid-Lindgren-Parks in Stockholm bin ich mir meiner Schande bewusst geworden, längst noch nicht alles aus ihrer Feder zu kennen. Hatte gar nicht mehr so präsent, wie fantasyesque da etliches daherkommt. Da muss ich noch mal tiefer einsteigen. Irgendwann.

Marvel-Comics: Wo die herkommen, gibt’s natürlich noch mehr. Zum einen werde ich alsbald in weitere Geschichten von Howard sowie den Galactic Guardians investieren müssen. Bei letzteren hat es mir nicht nur die aktuelle Serie angetan – auch die runs von 2013 und 2008 muss ich unbedingt haben. In dem Zusammenhang muss ich dem neuen Weltraum-Venom noch mal einen genaueren Blick widmen. Im Guardians-Team war er mir ein wenig zu blass, mal schauen, was er in seiner eigenen Serie so kann. Die Alpha-Flight-Schose von Captain Marvel wollte ich auch schon längst mal gelesen haben. Und schließlich gab’s im letzten Comixology-Sale noch AvX, Secret Wars 2, Spider-Island und Spiderverse. Musste ich zugreifen. Nützt ja nix.

Das lange Utopia: Und schließlich habe ich mit Freuden gesehen, dass in ein paar Monaten der vierte Band der Lange-Erde-Reihe von Stephen Baxter und Terry Pratchett auf deutsch erscheint. Gleich mal aufm Kindle vorbestellt.

Lesetagebuch: Wir sehen uns dann bei Band 3000

Unlesbares wird gnadenlos aussortiert (sorry Perry), anderes schnell abgearbeitet und die mobilen Endgeräte mit ordentlicher Ferienlektüre gefüllt. Aber lest selbst.

Abgebrochen

Die ParaFrakt-Konferenz: Gut, das war’s auch schon wieder. Mit Perry-Rhodan-Band 2859 erkläre ich meine Rückkehr in die Stammleserschaft meiner einstigen Lieblings-SF-Serie offiziell für beendet. So begeistert ich von einigen der neueren Autoren auch war – es reichte nicht aus, dass ich mich erneut durch schlechte Hefte quäle, um hin und wieder auf die ein oder andere Perle zu stoßen. Auch wenn ich Uwe Anton als einen der besseren Autoren von damals in Erinnerung hatte – es ist einfach unfassbar langweilig, wenn er Absatz- und Seitenweise Exposédaten oder Charakterisierungen der Protagonisten runterrattert, anstatt diese in der Handlung darzustellen. Für sowas ist mir meine Zeit zu kostbar – und es gibt da draußen viel zu viel deutlich besseres, das gelesen werden will.

Gerade ausgelesen

Star Wars Masters 14: Wie zu erwarten war auch diese Episode der Dark-Times-Storyline unter dem Titel Feuerträger großartig. Hier steht der eigentliche Hauptheld Dass Jennir übrigens mal nicht im Fokus. Er wird nur in ein, zwei Sprechblasen am Rande erwähnt. Hier geht es vielmehr um das Schicksal des Jedi-Meisters K’Kruhk, der mit einigen Jünglingen auf der Flucht vor dem Imperium ist. Darth Vader kommt ihm in einer Parallelhandlung bei seiner Jagd auf die letzten Jedi gefährlich nahe – allerdings ohne es selbst zu ahnen. Denn die Jedi haben in den Reihen des Imperiums noch vereinzelte Freunde – Offiziere, die einst zu Republik-Zeiten an ihrer Seite gekämpft haben. Das alles gibt eine sehr dramatische und spannende Handlung, die schließlich doch zu einem hoffnungsvollen Ende führt. Aber dies sind natürlich alles nur Legenden.

World of Warcraft – Legion: Auch Band 3 dieser kostenlosen WoW-Comic-Reihe liest sich flott weg. Das ganze ist offenbar die Vorgeschichte zur nächsten Erweiterung des beliebten MMORPG. Auch wenn ich mich dort vor gut zehn Jahren zum letzten Mal eingeloggt habe, bin ich dem Universum durchaus noch wohlwollend verbunden. Die kurzen Episoden beschreiben, wie sich die einzelnen Völker auf die Rückkehr der Legion (oder geht es um den ersten Angriff damals? ich steck da nicht mehr so drin) vorbereiten. Nach Zwergen und Nachtelfen sind nun die Tauren und Trolle dran.

Atlas der fiktiven Orte: Streng genommen ist das Buch eine Mogelpackung, denn von einem Atlas kann eigentlich keine Rede sein. Ja, es werden fiktive Orte vorgestellt und den jeweiligen Kapiteln sind auch kartenähnliche Illustrationen beigefügt – aber zumindest ich hätte mir ein akkurates Kartenwerk gewünscht und es auch erwartet. Nichtsdestotrotz hat der Foliant einige schöne Mußestunden bereitet und mir Welten nahegebracht, die ich bislang nicht erkundet habe. Entscheidender Minuspunkt sind aber leider die eklatanten Fehler in den Tolkien-Kapiteln. Der Autor hat so offensichtlich keine Ahnung von den Regionen Mittelerdes – und dann auch noch so fehlerhaft recherchiert, dass es einem die Fußnägel hochklappt. Das hat mir den Genuss bei der Lektüre endgültig verleidet, sodass ich letztlich von einem Kauf sogar abraten muss.

Entenhausen Edition: Wie angekündigt habe ich Jagd und Sammlung dieser Barks-Fuchs-Komplett-Edition in Angriff genommen und damit brav bei den ersten beiden Bänden begonnen. Die Entenhausen Edition bringt die Werke des Großmeisters in chronologischer Reihenfolge, so konnte ich die ersten noch sehr klassisch gezeichneten Donald-Geschichten genießen, die aber bereits mit sehr ausgefeiltem Humor begeistern. Es ist eine wahre Freude.

Aktueller Lesestoff

Blutroter Stahl: Bei dieser Fantasy-Anthologie nähere ich mich auch langsam dem Ende. Die einzelnen Geschichten bleiben durchwachsen – einige sind gut, andere mehr so mittel. Alles in allem macht die Lektüre aber Spaß. Ich werde mich final noch mal ausführlicher dazu äußern.

Windjäger: Dieses Steam-Fantasy-Wasauchimmer-Werk des Dresden-Files-Autors habe ich letzte Woche nicht angerührt. Was aber nicht aus Geringschätzung geschehen ist – vielmehr möchte ich es mir für meinen Urlaub aufsparen. Die ersten Absätze waren durchaus vielversprechend.

Die Krone des Schäfers: Die Handlung des letzten Scheibenwelt-Romans schwenkt nach Lancre um, direkt zu Oma Wetterwachs. Was muss ich noch sagen? Herrlich!

Was als nächstes?

Perry Rhodan: Watt? Doch nicht aufhören? Naja, man geht ja nie so ganz. Spätestens in Band 3000 – der erscheint in knapp drei Jahren – schau ich mit Sicherheit wieder rein. Aber jetzt ist erst einmal Urlaub und ich verschmökere, was ich so auf Kindle und Comixology-Tablet habe. Ich werde berichten.

Lesetagebuch: ein letzter Besuch auf der Scheibenwelt und viele Comics

Aber auch in Sachen Prosa geht es munter weiter – unter anderem zum letzten Mal auf der Scheibenwelt. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

Die Zwerge: Doch, hat mir gut gefallen. Ist recht klassische Fantasy – aber das mag ich ja hin und wieder. Die Zeichnungen sind ziemlich gut (geht in Deutschland also auch) und ich bin gespannt, wie es weiter geht. An der Serie bleib ich also dran.

Donald Duck Entenhausen Edition 38: Für einen alten Donaldisten wie mich ist es eine Schande, dass ich keine Barks-Fuchs-Komplettsammlung im Haus habe. Dem wird mit der Entenhausen Edition ab sofort Abhilfe geschaffen.

Aktueller Lesestoff

Atlas der fiktiven Orte: Arbeite mich hier durch die letzten Kapitel, in denen immerhin so interessante Orte wie Springfield vorgestellt werden. Bewertendes gibt’s dann, wenn ich durch bin.

Blutroter Stahl: Nach ein paar Durchhängern war die achte Geschichte dieser Fantasy-Anthologie wieder ganz gut.

Die ParaFrakt-Konferenz: Der Perry-Rhodan-Band 2859 geht schon etwas flotter los und ist ob seiner offensichtlichen Relevanz für die Metahandlung auch gleich recht spannend. Leider hat Uwe Anton wohl immer noch die Unart älterer PR-Autoren, für die Handlung unwichtige Details zu beschreiben. Ist mir doch völlig Wurst, welche exakte Länge das Raumschiff hat, das da gerade im Hintergrund vorbeifliegt. Erzähl mir, was passiert!

Die Krone des Schäfers: Nun ist es wirklich soweit. Ein letztes Mal geht es für mich auf die Scheibenwelt. Diesen letzten Roman des Meisters lese ich nun zum ersten Mal. Da die Junghexe Tiffany Weh im Mittelpunkt der Handlung steht, geht es hier wieder etwas magischer und märchenhafter zu. Schön!

Windjäger: Bin noch auf den ersten Seiten dieses Steam-Fantasy-Romans – fängt aber schon mal interessant an. Eine magisch (?) begabte junge Dame aus gutem Hause rebelliert ein wenig gegen ihre Mutter. Bin gespannt, wie es weitergeht.

Star Wars Masters 14: Wie zu erwarten, wird die Dark-Times-Storyline auch mit diesem Band hervorragend fortgesetzt. Sehr spannend, sehr dramatisch. Und wie wir seit kurzem wissen, können auch im neuen Kanon ja Legenden wahr werden.

Was als nächstes?

Marvel All New All Different: Na, das passt ja. Da hatte ich mir gerade vorgenommen, mal bei den ganz neuen Marvel-Serien einzusteigen, da gibt’s auch schon die ersten Sammelbände der laufenden Serien im Sonderangebot bei Comixology. Zunächst habe ich mal in Guardians of the Galaxy und Howard the Duck investiert. Bei den anderen Sachen bin ich mir noch unschlüssig. Avengers? Spider-Man? Oder gar Squirrel Girl? Besser, ich entscheide mich bald, wer weiß, wie lange das Angebot noch gilt.

Kanan – The Last Padawan: Was? Star-Wars-Comics gibt’s auch grad im Angebot? Dann muss ich mir die Kanan-Vorgeschichte wohl doch mal holen – auch wenn ich von “Rebels” bislang nur den Piloten gesehen hab.

World of Warcraft – Legion: Oh, von diesem umsonstenen WoW-Comic bei Comixology gibt’s auch schon ein drittes Heftchen. Gleich mal runterladen.

Entenhausen Edition: Hier geht es unverdrossen weiter. Band 1 und 2 sind in diesem Moment auf dem Postwege unterwegs zu mir.

Die Zwerge: Auch hier soll es weitergehen. Im September erscheint wohl Band 2: Der Thronanwärter. Ich bin gespannt.

Lesetagebuch: Von Asgard bis Latveria

Gerade ausgelesen

Thor – Geschichten aus Asgard: Marvel kann Fantasy – konnten die anscheinend schon immer. Dieser Classic-Band aus der Hachette-Sammelreihe hat mir besonders gut gefallen. Die sehr gelungene digitale grafische Überarbeitung tat dabei ihr Übriges.

Avengers – Kinderkreuzzug: Ursprung eines der interessantesten Handlungsbögen in der Marvel-Historie war ja das Austicken der Scarlet Witch. Bei den Rächern sorgte sie für den Heldenfall – bei den X-Men für House of M und no more mutants, in dessen Folge so großartige Serien, wie die X-Factor-Reihe um den Multiple-Man erschienen. Dieser Sammelband, in dessen Mittelpunkt die Young Avengers stehen, führt diesen Bogen in gewisser Hinsicht zu einem Abschluss. Die (vermeintlichen) Kinder der Scarlet Witch machen sich auf die Suche nach ihrer Mutter, marschieren dabei in Latveria ein und hetzen X-Men und Avengers aufeinander. Auch sehr schön: die Jungen Rächer sind ein erfrischend “diverses” Team, wie man es heutzutage gern nennt.

Aktueller Lesestoff

Der Linearraum-Dieb: Hier habe ich die Lektüre zaghaft wieder aufgenommen. Ich finde den Perry-Rhodan-Band 2855 mittlerweile ganz ok – er reißt mich aber auch nicht gerade vom Hocker. Mein Vorhaben, standhaft weiterzulesen, gerät ehrlich gesagt schon wieder ins Schwanken. Wenn mich der Folgeband ähnlich langweilt, erwäge ich, ein paar Hefte zu überspringen.

Atlas der fiktiven Orte: Liegt weiterhin ungelesen rum. Muss ich in einer Mußestunde mal wieder zu greifen.

Toller Dampf voraus: Ist weiterhin eine Freude zu lesen – die Handlung über die Einführung der Dampflok auf der Scheibenwelt rattert weiterhin unaufgeregt dahin.

Blutroter Stahl: Die Fantasy-Anthologie macht ebenfalls weiterhin Laune. Geschichte vier war bisher die beste.

Was als nächstes?

Windjäger: Auf dieses Buch bin ich zufällig bei Goodreads gestoßen. Ich habe die Dresden-Files-Sachen von Jim Butcher ja nie gelesen – aber viel Gutes darüber gehört. In diesem offenbar steampunkig angehauchten (und von der Dresden-Reihe unabhängigen) Werk werden einem Luftschiffe und sprechende Katzen versprochen. Da bin ich dabei!

Lesetagebuch: blutroter und dampfender Stahl in Asgard

Die unter Dampf gesetzte Scheibenwelt macht weiterhin Spaß, eine neue Fantasy-Anthologie macht ebenfalls Laune und Perry Rhodan ruht. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

nix

Aktueller Lesestoff

Der Linearraum-Dieb: Hier ist die Luft erst einmal raus. Ich habe den Perry-Rhodan-Band 2855 in der letzten Woche nicht angerührt.

Atlas der fiktiven Orte: Dieses Kartenwerk ist ja ohnehin eher was für Mußestunden. Davon gab’s in der Woche recht wenig. Also auch kein Fortschritt hier.

Toller Dampf voraus: Die Handlung rattert dahin wie eine gut geölte Dampflok. Recht gleichmäßig und unaufgeregt – aber trotzdem sehr angenehm und atmosphärisch. Macht ungebrochen Spaß.

Blutroter Stahl: Die Fantasy-Anthologie aus dem Hause Prometheus kommt – zumindest was die Innenillus angeht – zunächst mal etwas Fanzine-haft daher. Was natürlich noch nichts über die Qualität der Geschichten aussagt. Ich bin noch recht am Anfang – aber das Lesen macht durchaus Spaß. Zu Beginn scheint sich das Buch sogar von Kurzgeschichte zu Kurzgeschichte zu steigern.

Thor – Geschichten aus Asgard: Bei den Marvel-Klassikern bin ich ja bekanntlich oft skeptisch – und oft zeige ich mich dann doch überrascht, wie gut die alten Storys aus verflossenen Jahrzehnten manchmal waren. So auch hier. Schon damals hat man bei Marvel den guten Thor nicht nur in New York umherspringen lassen – er durfte auch Abenteuer in seiner mythischen Heimat Asgard erleben, die überraschend fantasievoll daherkommen. Damit nicht genug kommt in der Hachette-Reihe eine digital komplett überarbeitete Version der alten Hefte zum Einsatz. Die Zeichnungen von damals erstrahlen in beeindruckendem neuen Glanz, was die Lektüre zu einem zusätzlichen Genuss macht.

Was als nächstes?

Austrian Superheroes: Ihr habt schon richtig gelesen. Hier sind österreichische Superhelden gemeint – nicht etwa australische. Die Vorstellung dieses Comic-Projekts im neuen 3W6 Podcast hat sogleich mein Interesse geweckt. Das muss ich mir früher oder später mal genauer anschauen.

Lesetagebuch: Perry Rhodan schwächelt – Scheibenwelt zieht an

Im Ernst: der Scheibenweltroman macht ungebrochen Spaß, Perry Rhodan fällt nach dem Wechsel der Handlungsebene stark ab und Blutroter Stahl ist in der Pipeline. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

Der letzte Mensch: Grandios! In Perry Rhodan Band 2854 erzählt Oliver Fröhlich die äonenlange Lebensgeschichte des letzten Menschen und späteren Atopen. Spannend und eindringlich erzählt. So gut kann die gute alte Romanheftserie sein – und mit diesem (aus meiner Sicht) neuen Autor schafft sie das auch heute noch.

Aktueller Lesestoff

Der Linearraum-Dieb: Tja, ich wurde gewarnt. Die Milchstraßen-Handlungsebene, die ab Band 2855 wieder beleuchtet wird, sollte nach dem fantasievollen Feuerwerk in den “Jenzeitigen Landen” wieder schwächer sein. Und tatsächlich: Der Band wusste mich schon auf den ersten Seiten nicht zu packen, wodurch mein Lesetempo massiv ausgebremst wurde. Woran liegt’s? Vor allem daran, dass mir hier Charaktere präsentiert werden, deren Motivation und Konflikte vage bzw. uninteressant sind. Einer der Protagonisten ist also ein Gestaltwandler. Schön und gut. Aber warum tut er, was er da tut? Was treibt ihn an? Das nachvollziehbar darzustellen, damit steht und fällt jede Geschichte. Ich bleibe dran – und hoffe, dass die guten Romane 2850-2854 kein einmaliger Ausreißer nach oben waren.

Atlas der fiktiven Orte: Dieses Kartenwerk habe ich die Woche ungelesen liegen lassen.

Toller Dampf voraus: Ja, mein Freund Ace Kaiser hatte Recht. Der Roman macht Spaß und liest sich entsprechend flott weg. Plot und Thema sind unspektakulär und schnell erzählt: Es geht – wie so oft bei Pratchett – um Modernisierung und die Kräfte, die sich dagegen stemmen. Diesmal halt in Form der Eisenbahn. Aber wie ebenfalls oft bei Pratchett kommt es vielmehr auf die Atmosphäre an, in der die Geschichte erzählt wird. Und die macht wie gesagt viel Spaß.

Was als nächstes?

Spiegeljunge: Ich bleibe erst einmal tapfer und fasse auch Perry Rhodan Band 2856 ins Auge. Wird schon wieder werden. Interessantes Titelbild.

Marvel-Hachette-Sammlung: Langsam ist auch gut mit Comic-Entzug. Für Nachschub ist gesorgt. Demnächst trudeln die Sammelbände “Avengers: Kinderkreuzzug”, “Warlock Teil 2” und “Thor: Geschichten aus Asgard” bei mir ein. Bin gespannt.

Blutroter Stahl: Und dann wurde ich vom guten Ingo auf die Sword-and-Sorcery-Anthologie “Blutroter Stahl” hingewiesen, die nun als eBook auf meinen elektronischen Endgeräten liegt. Bin sehr gespannt, was die Fantasy-Kurzgeschichten können – und werde ausführlich berichten.

Lesetagebuch: Der Mond in der Halle und Dampf auf der Scheibenwelt

Dafür bleibe ich Perry Rhodan treu und erfreue mich an der letzten technologischen Revolution auf der Scheibenwelt. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

Perry Rhodan: Nun hab ich nicht zwingend den Ehrgeiz, den Erscheinungstermin der Erstauflage “einzuholen” (aktuell ist glaub ich gerade 2858 draußen). Dennoch konnte ich letzte Woche die beiden Hefte 2852 und 2853 wegschmökern. Ersterer aus der Feder von Leo Lukas hat mich ehrlich gesagt etwas enttäuscht – auch weil ich den Herren als einen der besseren Autoren zu meiner Zeit in Erinnerung habe. Der Cliffhanger hat mich hingegen wieder versöhnt, finden die Helden doch am Ende aller Zeiten (wo sie sich gerade aufhalten) nichts Geringeres als den Mond – inmitten einer gewaltigen Halle schwebend. Schon die zweite (durchaus legitime) Anhalter-Anspielung bzw. Hommage. Diesen Cliffhanger greift im Folgeband mit Oliver Fröhlich dann einer der für mich neuen Autoren auf und bestätigt mit seinem flotten Stil sogleich meine Vermutung, dass die heutige Autorengeneration ein bisschen mehr auf dem Kasten hat.

Aktueller Lesestoff

Der letzte Mensch: In Band 2854 setzt Oliver Fröhlich seine Handlung um die Erkundung des zukünftigen Mondes fort. Bin da noch am Anfang, es bleibt aber spannend und flott geschrieben.

Toller Dampf voraus: So, der Zug ist auf den Gleisen – beziehungsweise ist immerhin schon mal ein Investor gefunden. Ja, auch dieser Scheibenweltroman macht mir wieder viel Spaß – auch wenn es vielleicht nicht mehr so gelingt, in die Straßen Ankh-Morporks abzutauchen und sich in Pratchetts fantastischer Welt zu verlieren. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Geschichten und ihre Charaktere in den letzten Romanen etwas schematisch und dadurch arg vorhersehbar werden. Ein bisschen anstrengend finde ich auch die Zwergenterroristen-Allegorie auf die reale Welt. Aber das ist – wie immer bei Pratchett – jammern auf hohem Niveau. Die Begeisterung für Dampfkraft und Eisenbahnen wird sehr schön dargestellt.

Atlas der fiktiven Orte: Mein Ärger über die inhaltlich falschen Mittelerde-Kapitel verraucht langsam, also blättere ich wieder mit wachsender Freude in diesem Folianten. Vor allem auch, weil er mir aufzeigt, welche fiktiven Orte ich noch dringend lesenderweise besuchen muss.

Was als nächstes?

Die Unendliche Geschichte: Das ist so eine Lücke, die mir durch obiges Buch nochmals schmerzlich in Erinnerung gerufen wurde. Zwar habe ich damals vor Äonen den Film gesehen, kann mich daran aber kaum mehr so recht erinnern – und außerdem muss man das ja wohl mal gelesen haben.

Der Linearraum-Dieb: Und natürlich wird es auch mit Perry Rhodan Band 2855 weitergehen. Da schwenkt die Handlung augenscheinlich wieder in die Milchstraße um und der titelgebende Held kommt wohl höchstselbst wieder zum Einsatz. Bin gespannt, ob es da wieder abflacht.

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