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Lesetagebuch: Superhelden-Comics

Gerade ausgelesen

Stormwatch: Ja, ich lese hin und wieder auch Sachen von DC. Selten, aber es kommt vor. Bevor wir uns also meinem Marvel-Stapel zuwenden kurz ein paar Worte zu dieser Serie aus dem Jahr 2011. Ich habe damals den DC-Neustart unter dem Label New52 recht intensiv verfolgt und war meinem Ziel, von den meisten zu dem Zeitpunkt neugestarteten Serien wenigstens das erste Heft zu lesen, durchaus recht nahe gekommen. Kürzlich habe ich den Batman-Run von damals komplett nachgeholt – und mich daran erinnert, welche Serien ich außerdem noch mal vertiefen wollte.

Darunter war auch Stormwatch. Gemeinsam mit dem späteren Authority war das ursprünglich eine eigene Superhelden-Kiste, die DC sich im Zuge von New52 ins Boot geholt hat. Da ich das Original einstmals sehr mochte, war ich auch auf die eingegliederte Version sehr gespannt. Ich hatte das damals bei meiner Rezi für Heft 1 etwas ausgeführt. Meinen Plan, diese – mittlerweile abgeschlossene – Serie komplett nachzuholen, habe ich nach dem ersten Sammelband hiermit erst einmal gestoppt. Merkwürdigerweise sind nur die ersten und die letzten sechs Hefte in solchen Sammelbänden zusammengefasst, was bedeutet, dass ich die Hefte dazwischen einzeln erstehen müsste. Da mich Volume 1 jetzt nicht restlos begeistert hat, werde ich damit vermutlich noch etwas warten. Dabei ist die Geschichte selbst durchaus okay. Irgendeine fiese kosmische Bedrohung bahnt sich an, der sich – aus welchem Grund auch immer – nur Stormwatch stellen kann, da die Justice League und das Lantern Corps wohl gerade Mittag machen. Und da offenbart sich auch das Problem dieser Eingliederung. Stormwatch bleibt ein Fremdkörper im DC-Universum – zumal etliche Figuren als Parodie oder Allegorie gedacht waren. Batman und Superman im selben Universum wie den Midnighter und Apollo zu haben ist schon merkwürdig. Und dieser Dorn am Kinn vom Midnighter ist auch dämlich. Aber gut. Ich werde das irgendwann wieder aufnehmen, denn ein wenig gespannt, wie das alles ausgeht, bleibe ich doch.

Howard the Duck: Diese Ente zählt zu den abgefahrensten und witzigsten Figuren des Marvel-Universums. Man möge sich von der trashigen 80er-Jahre-Verfilmung nicht täuschen lassen. Sowohl Howards erster klassischer Auftritt aus den 70er Jahren als auch sein letzter Run von 2015/16 haben mir sehr gefallen. Nachdem ich schon vor einiger Zeit den ersten Sammelband genossen habe, in dem Howard sehr kosmische Abenteuer bestreitet, habe ich mir jetzt das Prequel What the Duck gegönnt, in dem es noch etwas irdischer zugeht. Howard verdingt sich als Privatschnüffler und rasselt dabei mit She-Hulk, Spider-Man, Tante May, Doctor Strange und diversen Skrull aneinander. Sehr amüsant!

Guardians of the Galaxy: Mein guter alter Kumpel @myrkvid wies mich unlängst darauf hin, dass ich ja mal dringend ältere Guardians-Comics lesen müsse, da diese die aktuelleren Serien deutlich in den Schatten stellen würden. Und was soll ich euch sagen? Er hat Recht! Die großartige Cancerverse-Schose hatte ich schon vor einer Weile mit Begeisterung gelesen. Jetzt hatte ich mir die unmittelbare Vorgeschichte War of Kings zu Gemüte geführt und war sehr angetan. Darin spielt unter anderem Adam Warlock eine zentrale Rolle, in der er an seine klassische Jim-Starlin-Storyline anknüpft und erneut seinen inneren Konflikt mit seiner bösen zukünftigen Identität des Magus auslebt. Dagegen fiel die neuere Handlungsebene Cosmic Avengers etwas ab. Schlecht war die auch nicht, mit Tony Stark und Agent Venom im Team und ein paar Reminiszenzen an besagte Cancerverse-Handlung war das alles schon recht munter – aber eben nicht so rund und spannend wie die älteren Geschichten.

Battle Scars: Bei der Marvel-Hachette-Sammelreihe bin ich auch ein wenig weitergekommen und habe den Band Battle Scars gelesen, der eine durchaus gelungene Umsetzung crossmedialer Ideen darstellt. In dieser Geschichte werden nämlich die MCU-Version von Nick Fury und der in den Filmen erfundene Agent Coulson hoch offiziell in das 616-Universum eingeführt. Und ich muss sagen: In diesem Fall funktioniert das tatsächlich mal und stellt eine schöne Bereicherung des klassischen Comic-Universums dar.

Marvel-Superhelden-Sammlung: Nach langem Zögern hab ich nun auch mit der „roten“ Hachette-Sammelserie angefangen. Band 1 stellt die Avengers vor. Unvermeidlicherdings ist natürlich wieder die allererste Geschichte enthalten – insofern schon eine Dopplung zur „schwarzen“ Hachette-Reihe. Die folgende Ultron-Geschichte war mir allerdings noch nicht bekannt und hat mir gut gefallen. Hier werde ich also wohl auch längerfristig investieren müssen.

Aktueller Lesestoff

Captain Marvel: Ich mag diese Figur ja in fast all ihren Inkarnationen ziemlich gerne. Die Serien, in denen Carol Danvers unter diesem Namen unterwegs ist, habe ich fast alle gelesen – und sie haben mir ausnahmslos gut gefallen. Selbst beim ansonsten eher missglückten Civil War 2 war ich auf ihrer Seite. #TeamCarol

Von ihrer aktuellen Serie, die unmittelbar danach startete, bin ich bislang (ich stecke im ersten Sammelband) aber eher enttäuscht. Das ganze ist stinklangweilig und verschenkt das Potential dieser Figur. Sie ist ein kosmischer Superman-Level-Held und wird hier in eine winzige kammerspielartige Handlung gezwängt, die nicht mal gut ist. Und was soll dieser Quark mit ihrer TV-Show? Mittlerweile ist die Serie wohl auch schon wieder eingestellt – beziehungsweise 2017 mit dem Untertitel Dark Origins neu gestartet worden.

Was als nächstes?

Marvel: Aus dem Haus der Ideen sind erneut ein paar ComiXology-Schnäppchen auf meinem Tablet gelandet. Und zwar Squirrel Girl, Groot, Rocket & Groot sowie der zweite (und abschließende?) Sammelband Howard the Duck. Meinen riesigen Stapel ungelesener Hachette-Sammelbände muss ich auch endlich weiter abarbeiten.

DC: Hier möchte ich wie gesagt noch einiges von dem New52-Zeug nachholen. Unter anderem Action Comics, Wonder Woman, Justice League, Justice League Dark, Animal Man, Swamp Thing und den ganzen Green-Lantern-Kram.

Rollenspiel Reloaded: Spielbericht Aborea Teil 1

Endlich habe ich wieder die Würfel geworfen und mich mit zwei Gefährten in ein -Abenteuer gestürzt. Gegeben wurde klassische in den heiligen Hallen des Würfel und Zucker.

Würfel und Zucker: perfekte Location für einen kurzweiligen Spieleabend

Hiermit stimme ich offiziell in die Lobeshymnen auf das Hamburger Brettspielecafé ein. Wie berichtet war ich anlässlich meiner Rückkehr an den Rollenspieltisch erstmals in diesem Etablissement im Eilbecker Weg zu Gast. Es ist sehr gemütlich, perfekt ausgestattet, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sehr nett und freundlich. Mit der kompletten Fritz-Palette, ausgesuchten Craft-Bieren und schmackhaften Snacks lässt das kulinarische Angebot keine Wünsche offen. Wer noch nicht da war, sollte dies umgehend nachholen – und dann regelmäßig wiederholen. Ich werde es jedenfalls so handhaben.

Aborea: klassische Fantasy-Welt und angenehmes Spielsystem

Nun hatte ich mir das Aborea-Grundregelwerk schon vor Jahren zugelegt und durchgelesen – gespielt hatte ich es bis dato jedoch noch nie. Jetzt aber kann ich meinen Eindrücken von damals auch ein paar Worte zum Spielerlebnis hinzufügen. Die Vorlage Rolemaster kenne ich ehrlich gesagt nicht – daher weiß ich nicht, wie viele etwaige Besonderheiten dieses Systems in der verschlankten -Version verloren gegangen sein mögen. Mir gefallen schlanke Regelwerke generell immer sehr, da ich mich lieber auf das Rollenspiel konzentriere anstatt in irgendwelchen Listen nachzuschlagen, welchen Schaden denn jetzt mein Rückhand-Hieb auf den rechten Unterarm meines Gegners macht. Proben werden stets mit einem W10-Wurf plus etwaigen Bonus gegen eine Schwierigkeit absolviert und auch das Kampfsystem ist angenehm schlank. Gefällt mir sehr gut.

Was unseren Helden widerfahren ist

Meinen Gnom-Zauberer Troc hatte ich bereits vorgestellt. Ihm zur Seite stehen der Halbling-Dieb Baldoin und der Menschen-Krieger Ildefons. Alle drei Helden kennen sich zu Beginn des Abenteuers bereits, Troc und Baldoin aus der Jugend, Ildefons ist als Wächter des Trödelladens von Fandel angestellt (wird hinter dem obigen Link alles erläutert). Unser Spielleiter hat die hiermit begonnene Kampagne in der Stadt Padova verortet, die er entsprechend der Anforderungen seiner Rahmenhandlung etwas angepasst hat. Ohnehin schickte er uns auf ein komplett selbsterdachtes Abenteuer, durch das er uns sehr kompetent und kurzweilig führte. Folgendes geschah:

Eines Tages kam Baldoin in Fandels Laden – allerdings ohne einen Kunden dabei zu haben. Dies ist eigentlich seine Aufgabe, denn der magiedurchtränkte Laden kann nur von den Kundigen gefunden werden. Er winkte Ildefons und Troc zu sich und berichtete ihnen von einem Fremden, der ihn in der Taverne angesprochen habe (Klassiker!). Sein Herr sei bestohlen worden und er sei auf der Suche nach Leuten, die ihm diskret bei der Wiederbeschaffung des entwendeten Objekts helfen könnten.

Natürlich machten sich unsere Helden persönlich auf und begannen die übliche Ermittlungsarbeit. Schlechtes Würfeln – vor allem von mir – hinderte sie eine Weile daran, mit dem einzigen echten Hinweis etwas anfangen zu können. Schließlich hatte der Spielleiter ein Einsehen und ließ einen NSC das Beweisstück entschlüsseln, sodass die Abenteurer-Neulinge endlich die Spur zur Grauen Hand entdeckten, einer auch unter Gaunern wenig angesehenen Diebesgilde, die sich in einem verlassenen Tempel verschanzt hatten. Dort kam es dann auch schon zum Cliffhanger des Abends, als unsere Helden in den Tempel eindrangen und eine erste kleine Rangelei mit einem der Diebe vollzogen. Als nächstes soll es in den Keller gehen, wo angeblich die Beute lagert. Doch das ist eine Geschichte für einen anderen Abend.

Fazit: stimmungsvoller Wiedereinstieg ins klassische Rollenspiel

Auch wenn die Heldentruppe an ihrem ersten Abend vielleicht noch nicht allzu viel erreicht hat, war es dennoch ein sehr stimmungsvoller und somit erfolgreicher Wiedereinstieg ins klassische Fantasy-Rollenspiel, der allen Beteiligten sehr gefallen hat. Wie es sich für einen ersten Akt gehört, haben sich die Charaktere erst einmal beschnuppern und den Ort ihres Wirkens erkunden können. Durch die sehr farbigen und detailfreudigen Schilderungen des Spielleiters und die Spielfreude aller Beteiligten ist dies sehr gut gelungen. Doch, hat Spaß gemacht – und wird zeitnah fortgesetzt. Ich werde berichten.

Weiter geht’s im Spielbericht Aborea Teil 2

Lesetagebuch: Star-Wars-Comics

Die – zudem kanonischen – Bildergeschichten gefallen mir allesamt ausnehmend gut. Dank eines ComiXology-Sales konnte ich hier kürzlich etwas aufholen. Aber lest selbst!

Gerade ausgelesen

Darth Maul – Son of Dathomir: Palpatines erster Schüler hat bekanntlich erst durch seine Auftritte in den TV-Serien etwas an Profil gewonnen. Entsprechend wird er immer gern als Protagonist in den Comics genommen. Diese Miniserie stammt meines Wissens gerade noch aus der Dark-Horse-Zeit, hat aber dennoch einen nachträglichen Kanon-Stempel erhalten. Erzählt wird eine Fortführung/Ergänzung der Ereignisse der Clonewars-Serie (da bin ich noch nicht so weit vorgedrungen und kann gar nicht sagen, wo das da genau hinpasst), die Mauls Herkunft und die Pläne der „Hexen“ von Dathomir etwas näher beleuchtet. Das liest sich durchaus kurzweilig und trägt ebenfalls dazu bei Darth Maul facettenreicher wahrzunehmen.

Star Wars: Die Hauptserie ist immer noch zwischen Episode IV und V angesiedelt und erzählt nach dem Ende des Vader-Down-Crossovers eher kurze in sich abgeschlossene Episoden, die mal mehr mal weniger spannende Abenteuer unserer Helden schildern. Hin und wieder wird auf Obi Wans Exil auf Tatooine zurückgeblendet (Luke blättert immer noch in Kenobis Tagebuch, das er zuvor gefunden hat) und mit dem Stormtrooper-Scar-Squad werden durchaus interessante wiederkehrende Gegenspieler eingeführt, die mal etwas individualisiertere und fittere Sturmtruppler darstellen, denen sogar eine nachvollziehbare Motivation zugestanden wird. Besonders nett: Einer von denen rennt mit einem erbeuteten Lichtschwert rum und ist somit eine nette Anspielung auf verworfene Konzeptzeichnungen für den ersten Film. Hier habe ich gerade den sechsten Sammelband durch, in dem R2D2 im Alleingang seinen goldenen Kumpel aus den Fängen des Imperiums rettet.

Darth Vader: Diese Serie hat mit dem vierten Sammelband ihren Abschluss gefunden. Damit ist die Geschichte zu Ende erzählt, wie Vader nach der Zerstörung des ersten Todessterns herausfindet, dass der dafür verantwortliche junge Pilot sein Sohn Luke ist – und wie er nach seinem Versagen das Vertrauen des Imperators zurückgewinnt. Das hat mir alles sehr gut gefallen, da hier eine Menge relevantes Zeug drin ist, das klug einige Logiklücken aufgreift und teilweise sogar füllt.

Han Solo: Wie vor ihm schon Leia, Lando und Chewbacca hat auch unser aller Lieblingsschmuggler seine eigene abgeschlossene Comic-Serie erhalten. Die war durchaus kurzweilig zu lesen – hat bei mir aber tatsächlich keinen nennenswerten Eindruck geschweige denn eine bleibende Erinnerung hinterlassen. Der gute Han muss/darf für die Rebellion an einem Weltraumrennen teilnehmen, was natürlich nur Tarnung für eine geheime Geheimmission ist.

Poe Dameron: Auch die Charaktere und Ereignisse der neuen Trilogie erhalten ihre Comic-Umsetzung beziehungsweise -Erweiterung. Poe Dameron darf sogar mit eigener fortlaufender Serie am Start sein, die vor Episode VII angesiedelt ist und seine Abenteuer im Dienste der Resistance schildert. Das ganze ist eine recht gelungene Mischung aus eigenständigen Geschichten und einer zarten Prequel-Storyline über die Suche nach Lor San Tekka und somit nach Luke Skywalker, die im Erwachen der Macht ihr vorläufiges Ende fand. Besonders gefällt mir an den Comics, wie die politische Lage in der Galaxis dargestellt wird. Ich habe die Prequel-Romane nicht gelesen (und habe es auch nicht vor), daher schnalle ich das fragile Kalte-Kriegs-Duldungs-Verhältnis zwischen Republik und First Order erst jetzt so richtig. Doch, ist interessant. Mit Abschluss des dritten Sammelbandes bin ich auch einigermaßen auf dem aktuellen Stand.

Aktueller Lesestoff

nix

Was als nächstes?

Vader, Aphra und Thrawn: Natürlich blieb der beliebteste Star-Wars-Charakter nicht lange ohne eigene Serie. Mit Darth Vader – Dark Lord of the Sith ist der gute Anakin gleich mit einem neuen Titel am Start. Damit nicht genug erhielt die beliebte in der ersten Vader-Serie eingeführte Doctor Aphra ihren eigenen Spin-off. Ebenfalls in der Ära des Imperiums – wenn auch ein wenig früher – angesiedelt ist die Miniserie um Admiral Thrawn. Die Figur kenne ich noch aus dem Prä-Disney-EU-Kanon. Die neue Inkarnation in der Rebels-TV-Serie habe ich noch nicht bewundern können. Wird Zeit, dass ich da aufhole.

Phasma und DJ: Auch in der aktuellen Ära gibt es etliche Figuren, die eine eigene Serie zugestanden bekommen. So haben sowohl Captain Phasma als auch DJ ihre Oneshots erhalten. Ich bin gespannt.

Rollenspiel Reloaded: Auf nach Aborea!

Nach Jahren der Abstinenz kehre ich wieder an den -Tisch zurück. Gegeben wird , denn ganz klassische soll’s zum Wiedereinstieg werden. Mein Gnom-Zauberer steht bereit.

Aborea das Tischrollenspiel aka „Rolemasterchen“

Aborea stellte vor etlichen Jahren den Versuch des 13Mann-Verlags dar, das altehrwürdige Pen-and-Paper-RPG wieder in einer einsteigerfreundlichen Box an den Mann und die Frau außerhalb des etablierten Fandoms zu bringen. Ich hatte mir besagte Box damals zugelegt und die enthaltenen Regelhefte sehr interessiert gelesen – gespielt hatte ich es allerdings nie. Das Versäumnis wird nun nachgeholt.

Auf ins Würfel und Zucker!

Dabei kann ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn ich werfe nicht nur erstmals seit langem wieder die Würfel – sondern kann endlich ein weiteres Versäumnis nachholen, nämlich dem Würfel & Zucker einen Besuch abstatten. Dort soll die erste Zusammenkunft meiner ersten Rollenspielgruppe seit Jahren stattfinden. Von diesem Café schwärmt seit seiner Eröffnung im letzten Jahr meine halbe Timeline. Auch der gute Ron hat drüben bei Edieh ein Loblied auf das Hamburger Brettspiel-Café gesungen.

Wer ist Troc?

Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt. Meinen Charakterbogen habe ich schon brav ausgefüllt, die beiden W10 liegen bereit – selbstverständlich auch die Backstory meines Charakters. Darf ich vorstellen? Troc, seines Zeichens Gnom-Zauberer:

Troc wächst in den Slums der Stadt auf. Seine Kindheit ist von Armut geprägt. Trotzdem bemüht sich seine Mutter Tua, ihn so gut wie möglich durchzubringen und von jeglichem Ärger fernzuhalten. Leider erkrankt sie schwer, als er noch nicht ganz ausgewachsen ist. Auf dem Sterbebett (kaum mehr als ein mit Lumpen gefüllter Sack) überreicht sie ihm eine Art Taschenuhr – angeblich ein Familienerbstück. Ob tatsächlich ein Vorfahr dieses Gerät konstruiert oder ob Tua es irgendwo stibitzt hat, kann Troc nicht mehr in Erfahrung bringen. Mit ihrem letzten Atemzug nimmt sie ihm das Versprechen ab, ein guter Junge zu bleiben.

Daran versucht er sich eine Weile – es fällt ihm aber immer schwerer, über die Runden zu kommen. Als er schließlich vor Hunger kaum schlafen kann, beschließt er, die Uhr zu versetzen.

Das führt ihn zum ersten Mal in Fandels Trödelladen. Fandel ist ein Elb – und sein Laden ist … speziell. Man kann hier für wenig Geld einfache Haushaltsgegenstände erwerben – aber im Gewühl des Ladens findet sich irgendwo auch der ein oder andere magische Gegenstand oder ein Gremlin. Viele Reisende, die hier einkaufen, finden den Laden oft kein zweites Mal wieder.

Fandel erkennt auf einen Blick Trocs magisches Potential – er selbst ist ein begabter Elementarmagier – und weigert sich, ihm die Taschenuhr abzukaufen.
Stattdessen bietet er ihm Arbeit in seinem Laden an, kleidet ihn ein, gibt ihm eine Kammer als Unterkunft.

In den nächsten zwei, drei Jahren hilft Troc im Laden aus, macht für Fandel Besorgungen, organisiert Waren und erledigt, was noch so anfällt. Nebenher unterrichtet Fandel ihn in den Künsten der Elementarmagie, worin Troc sich recht lehrreich zeigt.

Wenn man Troc heute in dem Laden oder auf Botengängen in der Stadt antrifft, macht er – für einen Gnom – einen recht selbstbewussten und adretten Eindruck. Er trägt Hose, Hemd, Weste und Gehrock wie ein einfacher aber ehrbarer Kaufmann. In der Weste trägt er die Taschenuhr und ein schmaler Gehstock rundet sein Erscheinungsbild ab. Dieser Gehstock ist natürlich sein Zauberstab, den Fandel im Laufe seiner Ausbildung für ihn angefertigt hat.

Der Spielleiter hat den Charakter dankenswerterweise so abgesegnet – beziehungsweise sind einige Aspekte im Dialog entstanden. Zu dem guten Troc werden sich noch ein Halbling-Dieb und ein Krieger gesellen. Zu dritt werden sie eine mir noch nicht näher bekannte kosmopilitische Stadt in der Welt Aboreas unsicher machen. Ich freue mich schon sehr auf Donnerstag – und werde berichten.

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Raketenbauen für Anfänger

Wer wie ich schon immer für die Raumfahrt geschwärmt hat, trägt sich sicher auch mit dem Gedanken, eigene Raketen zu bauen und zu starten. Nichts leichter als das! Sowohl virtuell als auch real gibt’s da einige Möglichkeiten.

Virtuelle Raumfahrtprogramme: Kerbal Space und Space Agency

Für ein ordentliches eigenes virtuelles Weltraumprogramm ist Kerbal Space natürlich die erste Wahl. Eine ausführliche Let’s-Play-Reihe darüber gibt’s beim Kollegen HHHamiller.

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Wer es ein paar Nummern kleiner mag und gern in der U-Bahn auf dem Handy die ein oder andere virtuelle Rakete in den Orbit schicken will, dem kann ich die App Space Agency ans Herz legen (Link führt zum Google Play Store, keine Ahnung, ob’s das auch bei diesem Apple-Zeugs gibt).

Echte Druckluft- und Feststoff-Raketen zum selberbauen

Aber richtig spannend wird’s doch erst, wenn man „in Echt“ eine Rakete abheben lässt. Ich erinnere mich noch ganz gut an ein Experiment im Physikunterricht. Eine innen hohle Plastik-Rakete mit Ventil unten dran wurde erst mit Luft „betankt“, die dann mittels einer einfachen Luftpumpe unter erhöhten Druck gesetzt wurde. Öffnet man das Ventil, schießt das Ding ein paar Meter in die Höhe. „Tankt“ man allerdings Wasser und setzt das dann unter Druck, ist deutlich mehr Wumms dahinter – und man wird nass. Keine Ahnung, ob man sowas irgendwo kaufen kann – das Raumfahrtprogramm von Töchterlein und mir begann vor gut einem Jahr aber ganz ähnlich.

Auf ins Experimentarium!

Ernstgemeinter Tipp: Sollte es euch im mal nach Zingst verschlagen, stattet unbedingt dem Experimentarium einen Besuch ab. Und falls ihr etwas länger und mit Nachwuchs vor Ort seid, informiert euch über deren Programm. Dort gibt es nämlich an fast jedem Wochentag die Möglichkeit, in einem großen Werkraum diverse Dinge zu basteln.

Unter anderem auch Raketen. Im Herbst 2016 wagten wir uns zunächst nur an die einfache Luftdruck-Variante, eine schlichte Papier-Rakete über ein Blasrohr gestülpt. Die Höhe der Flugkurve hängt also von der eigenen Puste ab. Macht aber durchaus schon Laune.

Blasrohrrakete 3001

Geht ab: die Blasrohrrakete 3001

Im Jahr darauf mussten wir natürlich noch einen draufsetzen und wagten uns an die Konstruktion einer Feststoffrakete. Erneut wurde im Herbsturlaub im Experimentarium die Heißklebepistole geschwungen. Heraus kam dieses schöne Stück mit Treibsatz und eingebautem Fallschirm.

Feststoffrakete 3001

Burnin‘ down the meadow: die Feststoffrakete 3001

Denn das Ding soll nicht nur wie eine Silvesterrakete einmalig in die Höhe schießen sondern ist wiederverwendbar. Dank Fallschirm soll die Rakete sanft zu Boden gleiten, der dann ausgebrannte Treibsatz kann entfernt und durch einen neuen ersetzt werden. So die Theorie.

Modellbausätze für diese und andere Raketen sind übrigens bei der Firma Raketenmodellbau Klima erhältlich. Da kann man dann auch Zubehör, weitere Treibsätze und so weiter erstehen. Gibt bestimmt auch noch andere Anbieter (soll jetzt keine Werbung sein) – aber das hat man uns im Experimentarium halt hingelegt.

Für die Wissenschaft

Aber grau ist alle Theorie. Um die Weihnachtszeit war es endlich soweit. Auf einer abgelegenen Wiese wurde Starterlaubnis erteilt. Die Witterungsbedingungen waren akzeptabel – höchstens ein bisschen Wind. Der Countdown wurde gestartet.

Das Ding ging ab wie Schmidts sprichwörtliche Katze. Auch der Fallschirm hat sich wie vorgesehen geöffnet. Leider müssen wir die Rakete dennoch als Verlust abschreiben, da eine Windböe das langsam herabschwebende Modell erfasst und weit hinter ein nahegelegenes Wäldchen getragen hat, sodass wir den genauen Aufschlagspunkt nicht sehen konnten. Auch nach zwei, drei Tagen Suche war die Rakete nicht mehr aufzufinden. Aber für die müssen nun einmal Opfer gebracht werden. Das nächste Modell wird eventuell einen Peilsender an Bord haben.

Ad Astra

Die Profis zeigen hier noch einmal, wie es eigentlich aussehen soll.

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Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 3/2018

Kino & Film

Das sollen wohl die besten Filme im Jahr 2017 sein. Da hab ich noch etliches nachzuholen.

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  • Edge of Tomorrow habe ich beispielsweise auch erst kürzlich nachgeholt. Hat mir sehr gut gefallen – auch wenn der Schluss den ganzen einen Hauch entwertet hat. Dennoch freue ich mich über die Nachricht bei Robots & Dragons, wonach Teil 2 in der Mache ist.

Lauschen und Labern

  • Im dritten Teil seiner multidimensionalen Miniserie innerhalb der Sternengeschichten erklärt Florian Freistetter gewohnt anschaulich, wie das mit den hypothetischen sechs Zusatz-Dimensionen in der String-Theorie zu verstehen ist.

Lego & Minifiguren

  • Der Legonaut hat drüben bei Zusammengebaut die online-Lego-bastel-Plattform Mecabricks vorgestellt. Und ich brauch jetzt mindestens drei Wochen Urlaub.
  • Ein unfassbar großartiges Futurama-MOC haben die Brothers Brick entdeckt. Es ist aido k gelungen durch den Einsatz eines -Duplo-Teils das Planet-Express-Raumschiff wunderbar in Szene zu setzen.
  • Brickset stellt uns ein neues Set aus der Mighty-Micros-Reihe vor. Die sammel ich ohnehin, bin aber wegen der Umsetzung des Guardians-of-the-Galaxy-Raumschiffs besonders aus dem Häuschen.
  • Weiteres wie immer drüben bei Zusammengebaut in der wöchentlichen LegoLinkListe.

LOL & ROFL

Die klassische Heldenreise in zwei Minuten. Extrem lustig – und auf holländisch.

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Staunen & Wundern

Das Thema Pappe beziehungsweise cardboard scheint nicht auf Kinder beschränkt zu sein.

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TV & Serien

  • Der gute Björn Sülter hat zu der Discovery-Folge von dieser Woche natürlich auch noch ein paar Worte zu sagen. Sareks Beard ist das Stichwort.
  • Juhu! io9 sagt, es gibt bald eine zweite Staffel Cosmos mit Neil deGrasse Tyson!

Lesetagebuch: Von Ankh-Morpork bis Zamonien

So viel, dass ich das ganze in mehrere Folgen aufteile, beginnend mit den Prosawerken. Aber lest selbst!

Gerade ausgelesen

Prinzessin Insomnia: Ich muss leider vielen Kritikern Recht geben. Das war jetzt nicht unbedingt der beste -Roman aus der Moers’schen beziehungsweise Mythenmetz’schen Feder. Aber richtiggehend schlecht ist das Buch jetzt wahrlich auch nicht. Äußerst wortspielerisch und ideenreich geleitet Walter Moers den geneigten Leser durch Gehirn und Gedankenwelt seiner Hauptfigur, der titelgebenden Prinzessin. Leider bleibt das ganze oft etwas handlungsarm und dadurch mühsam zu lesen – und die Anbindung an den Zamonien-Kosmos hätte vielleicht auch etwas deutlicher ausfallen können. Wenigstens eine winzige Parallele zu Blaubärs Wanderung durch den Bollogg-Kopf hätte ich nett gefunden. Die Illustrationen von Lydia Rode (gleichzeitig Alter-Ego der titelgebenden Prinzessin) sind hervorragend und runden das stimmungsvolle Werk bestens ab. Doch, das Buch war alles in allem nett – hinterlässt aber keinen bleibenden Eindruck. Ich hab tatsächlich schon wieder vergessen, wie genau es ausgegangen ist.

Der Scheibenwelt-Kalender 2018: Darüber hatte ich mich gefreut. Die Reihe der Scheibenwelt-Kalender wurde tatsächlich mit einem Band über die Hexen fortgesetzt (im Original isses das Discworld-Diary von 2016). Wie gewohnt bietet das Bändchen muntere Texte und großartige Illustrationen für einen Teilaspekt des -Kosmos‘. In diesem Falle die Hexenschaft aus Lancre, dem Kreideland und anderen Regionen. Von Oma Wetterwachs bis Tiffany Weh ist jede Hexe von Rang vertreten. Ein Muss für jeden Pratchett-Fan.

Aktueller Lesestoff

Futu.re: Mit diesem Stück tue ich mich ein wenig schwer. Aus mehreren Gründen. Metro 2033 vom selben Autor Dmitri Glukhovsky hatte ich damals ganz gern gelesen. Ich mochte seinen Stil, er hat die bizarre U-Bahn-Unterwelt sehr stimmungsvoll in Szene gesetzt, der Roman war durchweg spannend.

Das gelingt ihn mit diesem dystopischen Szenario zumindest auf den ersten Seiten nicht sonderlich gut. Dabei ist das Szenario durchaus interessant. Wir befinden uns in einer Zukunft, in der der Tod besiegt wurde. Zumindest in Europa muss niemand mehr altern und daran sterben, was zur Folge hat, dass sich der komplette Kontinent in eine einzige gigantische Stadt mit hunderten Milliarden (!) Einwohnern verwandelt hat. Leider beginnt die Handlung wenig spannend mit einem klischeehaften Raubein, das von einem klischeehaften Multimilliardär einen klischeehaften Geheimauftrag erhält. Was auch arg nervt: die Hauptfigur (besagtes Raubein) verhält und äußert sich an mehreren Stellen extrem homophob. Mag sein, dass er absichtlich unsympathisch dargestellt werden soll – anstrengend finde ich das aber schon.

Aber ich bleibe dran. Das Szenario ist wie gesagt interessant – und so langsam kommt auch die Handlung in Fahrt. Schließlich wurde mir der Roman im Zuge der letzten Lesezwinger-Runde angeraten. Ich habe also keine Wahl.

Kaisers Vorfahren: Auch unter den Vorfahren meines alten Kumpels Ace Kaiser finden sich fleißige Schreiberlinge. Die Lebenserinnerungen und Alltagsanekdoten liegen auf meinem Kindle und ich blättere hin und wieder rein.

Was als nächstes?

Atlas der Scheibenwelt: Und es gibt ein weiteres Begleitwerk für die wunderbare Scheibenwelt. Es nennt sich Vollsthändiger und unentbehrlicher Atlas der Scheibenwelt und steht hiermit auf meinem Einkaufs- beziehungsweise Wunschzettel. Muss ich haben!

Kein Fortschritt / noch nicht angefangen

Sven Regener: Magical Mystery | Sven Regener: Wiener Straße | Alexander Jahnke (Hg.): Reiten wir! | Klaus Frick: Das blutende Land | Douglas Adams: Der elektrische Mönch | Douglas Adams: Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele | Douglas Adams: Lachs im Zweifel | Terry Pratchett und Stephen Baxter: Der Lange Kosmos | Paolo Bacigalupi: Biokrieg

NaNoWriMo 2017 – glücklich gescheitert

Auch dieses Jahr habe ich mich der Herausforderung gestellt im November ein Romanfragment mit 50.000 Wörtern in die Tasten zu hauen. Und auch dieses Jahr bin ich daran gescheitert. Das aber mit großem Erfolg.

Tägliches Tippen

Mit schlappen 8.612 Wörtern bin ich auch dieses Jahr nicht annähernd an die beim NaNoWriMo geforderten 50.000 herangekommen. Dennoch war ich damit so erfolgreich wie noch nie und habe tatsächlich an jedem Tag mal mehr und mal weniger in die Tasten gehauen.

Dank an Wortwerken

Das habe ich vor allem dem guten Merlin Thomas aka Wortwerken zu verdanken, der mich recht spontan zu einem kleinen Schreib-Zweikampf aufgefordert hat. Und da seine Schreibgeschwindigkeit in etwa der meinen zu entsprechen scheint (oder er sie bewusst angeglichen hat), haben wir uns tatsächlich ganz gut gegenseitig motiviert und sind auf das Wort genau zugleich über die Ziellinie gestolpert. Was für ein Zufall! ;-)

Lesbares Ergebnis?

Die entscheidende Frage bleibt, ob auch was Verwertbares dabei herausgekommen ist. In meiner noch anhaltenden Euphorie will ich mal behaupten: Durchaus. Ich bin sogar derart zuversichtlich, dass ich mein Fragment an dieser Stelle der Öffentlichkeit preisgeben und es der schonungslosen Kritik potentieller Leser aussetzen will. Wenn es nicht komplett zerrissen wird, schreib ich das zu Ende. Irgendwann mal.

Wie die Venus zu ihrem Monde kam

Und nun ohne weitere Rede zu meinem Romanfragment. Lest rein und sagt, wie ihr’s findet:

Wie die Venus zu ihrem Monde kam

Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 44/2017

Bücher & Lesen

  • Schick! Die neue Phantastik-Bestenliste für den Monat November ist da. Und wieder habe ich nur ein Buch davon gelesen (offenbar sogar dasselbe wie letzten Monat).

Comics & Graphic Novels

  • Ich mag Webcomics. Der gute Ace Kaiser offenbar auch. Er hat ein paar empfehlenswerte für uns aufgelistet.

Fandom & Nerdtum

Immer wieder gern genommen: Eine schicke grafische Aufdröselung der verschiedenen Zeitreiseformen.

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Kino & Film

Luke betritt nach langer Zeit wieder den Falken. Hui, das wird gut! Kann’s kaum erwarten.

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  • Geeks are Sexy hat ein Video von Looper gefunden, in dem ein paar SF-Filme aufgelistet werden, die mehr Beachtung verdient hätten. Immerhin zwei davon hab ich gesehen und kann das Votum hier nur bestätigen. In die anderen werde ich sicher auch noch mal reinschauen. Irgendwann.
  • Robots & Dragons berichtet, dass die Geschichte von X-23 aka Laura auch auf der Leinwand fortgesetzt werden könnte. Na, das will ich doch schwer hoffen!

Lauschen und Labern

Lego & Minifiguren

TV & Serien

Wissenschaft & Visionen

Was genau könnte es für uns und die Gesellschaft bedeuten, wenn wir das Altern aufhalten können? Ich finde, man sollte es drauf ankommen lassen.

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10 Jahre nerdlicht.net – Auf die nächsten zehn!

Genau an diesem Tage vor zehn Jahren – soweit das heute noch zu rekonstruieren ist – habe ich mit der Bloggerei begonnen. Zehn Jahre, die mir durchaus viel Freude bereitet haben. Doch was mögen die nächsten zehn bereithalten?

Blick zurück

In den letzten Monaten habe ich voll nostalgischer Wehmut in der Vergangenheit geschwelgt und zu jedem meiner bisherigen Blogger-Jahre ein paar erbauliche Worte verloren.

Blick nach vorn

Doch was ist mit den Jahren, die da noch kommen mögen?

  • Alte und neue Rubriken: Linklisten, Lesetagebuch und Bingetagebuch werden mir sicher auf absehbare Zeit Laune machen. Daher werden diese Rubriken euch und mir auf jeden Fall noch etliche Jahre erhalten bleiben. Ich könnte mir vorstellen, demnächst auch mal wieder auf die mehr oder weniger lustige Liste zurückzugreifen. Ein Blog-Klassiker, den ich lange Zeit sträflich vernachlässigt habe. Zudem hätte meine Blog Comment Challenge, die ich zur Feier meines Zehnjährigen gerade abhalte, durchaus auch das Zeug zur regelmäßigen Aktion. Mal gucken. Ob ich irgendwann sogar unter mal wieder aus der Region blogge, will ich  nicht völlig ausschließen. Und auch wenn sie nicht auf meinem Mist gewachsen sind, werde ich meinen bescheidenen Beitrag dazu leisten, dass der und der alljährliche auch in zehn Jahren noch in aller Munde sind. Ich bedaure nur, dass ich der AAPS den Todesstoß verpasst habe. Ansonsten bin ich grundsätzlich immer für Stöckchen, Challenges und Blogparaden aller Art zu haben – wer weiß, was mir da in den nächsten Jahren noch so über den Weg läuft oder in den Sinn kommt.
  • Rubriken sind nicht alles: Mir stünde aber auch mal wieder der Sinn nach „ganz normalen“ Blogartikeln – also ganz ab von irgendwelchen Listen oder Tagebüchern. Schon seit Jahren schiebe ich zum Beispiel meinen ultimativen Trinkhorn-Test vor mir her – oder einen Rückblick auf das zeichnerische Schaffen meiner Jugend. Oder ich berichte mal wieder von Erlebnissen oder sinniere über irgendwelche mehr oder weniger wichtige Themen. Vielleicht äußere ich sogar mal eine Meinung. Im Ernst: Wer weiß, wohin mich das ganze hier thematisch in den nächsten zehn Jahren noch treibt. Vielleicht ist das irgendwann eher ein Reiseblog oder mein Nachwuchs übernimmt irgendwann den Laden.
  • Schreibkram: Was mich ja nie so ganz losgelassen hat, ist der feste Wunsch und Vorsatz endlich mal wieder mehr zu schreiben. Also fantastische Romane und so Zeugs. Unter Geschriebenes findet sich ja schon jetzt alles, was ich vor längerer oder kürzerer Zeit zu Papier gebracht habe – und seit 2012 nehme ich unverdrossen erfolglos am teil. Irgendwas schlummert da noch in mir, das raus will. Ich muss nur noch das richtige Mittel finden, um mich mal ordentlich und dauerhaft zu motivieren. Vielleicht in Form eines Blogromans? Oder eines gemeinsamen Briefromans mit ein paar Mitstreitern? Irgendwas lass ich mir da mal einfallen.
  • Goetheblick: Und schließlich gibt’s da seit etwa fünf Jahren ja noch die Überlegung, gemeinsam mit Andres unter dem Namen in die Gefilde des Podcastens zurückzukehren. Nach einigen Testläufen in vergangenen Jahren geht das jetzt sicher bald los.
  • Und sonst so: Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Pläne und gute Vorsätze haben ja meist nur wenig damit zu tun, was am Ende wirklich herauskommt. Lassen wir uns einfach überraschen.

Auf die nächsten zehn!

NaNoWriMo 2017 – keine Chance, aber ich nutze sie

Tempi Passati?

Auch wenn meine Glanzzeit als Fan- und Hobby-Autor (2 Perry-Rhodan-Fanedition-Romane, Baby! In Worten: Zwei!) schon lange hinter mir liegt, auch wenn ich beim NaNoWriMo noch nie auch nur annähernd an die 50k herankam – ich werde es erneut wagen. Und zwar mit demselben Retro-SF-Raygun-Pulp-Projekt, das ich mir im letzten Jahr schon vorgenommen hatte. Diesmal allerdings mit neuem Titel und in komplett anderer Erzählform. Der Plot ist dabei für meine Verhältnisse ganz gut geplant, Hauptfiguren und Eckpunkte der Handlung und der Welt stehen – der Rest wird sich finden.

Inter Planetarum – oder wie die Venus zu ihrem Monde kam

Unter diesem Titel versuche ich mich erneut daran, die Geschichte einer bunt zusammengewürfelten Schicksalsgemeinschaft aus Marsianern, Venusiern, Menschen von der Erde und Robotern vom Mond zu erzählen, denen nichts geringeres als die Abwendung des Kriegs der vier Welten gelingen muss. Mein NaNoWriMo-Profil findet sich hier. Wer gern meine Schreibfortschritte verfolgen oder gar mein Writing-Buddy sein mag, sei herzlich eingeladen.

Hohe Hürde

Wie meine Chancen stehen? Mäßig. Selbst während meiner oben genannten Glanzzeit war ich nie der Schnellschreiber. Seit ich 2012 angefangen habe, beim NaNoWriMo mitzumachen, habe ich auch dort nur mittelprächtige Leistungen abgeliefert.

  • 2012 | Sol Invictus | Mein bisheriger Rekord mit sage und schreibe 7.000 Wörtern. | Was geworden? Ein unvollendetes Textfragment, das hier gelesen werden kann: Sol Invictus | Wird daraus noch was? Vermutlich nicht in absehbarer Zeit.
  • 2013 | Star Wars: Legion | Mit nicht mal 3.000 Wörtern eigentlich eine ziemliche Blamage. Dennoch bin ich mit dem Ding ganz zufrieden. | Was geworden? Durchaus. Mit meinem Fragment habe ich ein Gemeinschaftsprojekt mit meinem Kumpel Ace Kaiser losgetreten, das man hier nachlesen kann: Star Wars: Legion. | Wird daraus noch was? Ich wäre an der Reihe und habe den festen Vorsatz, das alsbald auch in Angriff zu nehmen.
  • 2014/2015 | war nix
  • 2016 | Konjunktion / Kinderbuch | Die 4.000 Wörter im letzten Jahr waren auch kein Ruhmesblatt. Zumal ich entgegen meinem sonstigen Vorgehen diesmal durchaus gewissenhaft geplottet habe. Streng genommen hatte ich zwei Projekte am Start. Neben dem Retro-SF-Pulp-Roman wollte ich auch mit meinem Kinderbuchprojekt vorankommen, an dem ich schon seit Jahren werkele. Ob das jetzt eher dienlich oder hinderlich war, sei dahingestellt. | Was geworden? Das Konjunktion-Fragment hat keinen vorzeigbaren Status erreicht. Das Kinderbuch ist durchaus weit vorangeschritten, bleibt aber bis auf weiteres geheim. | Wird daraus noch was? Ersteres wird wie gesagt ab 1.11. erneut in Angriff genommen. Dafür, dass Letzteres fertig wird, wird Töchterlein schon sorgen.

Na, dann hauen wir mal in die Tasten!

BCC 2017 Teil 7/10: Verwaltet – Legonaut – Parents in Crime

Im siebten Teil meiner BlogCommentChallenge löse ich endlich das Versprechen ein, das junge Familienblog Parents in Crime mit einer Kommentarflut zu beglücken. Dabei offenbare ich außerdem meine schwachen Englisch-skills. Robert hat aber noch mehr Blogs am Start.

Das Projekt Parents in Crime ist noch relativ jung – aber dadurch nicht minder interessant. Robert berichtet dort im Wechselspiel mit seiner Frau über den gemeinsamen Alltag als multilinguale und somit auch -kulturelle Familie. Aufgrund seines niedrigen Alters sind hier erst acht Posts zu finden. Da ich mir aber auferlegt habe, in jeder -Folge zehn Artikel zu kommentieren, bediene ich mich einfach an zwei weiteren Blogs des Herrn: Verwaltet und Legonaut.

Doch nun zu den zehn Kommentaren in umgekehrt chronologischer Reihenfolge – mein mäßiges Englisch unter den Parents-in-Crime-Artikeln bitte ich zu entschuldigen:

  1. Verwaltet | Kurzkritik: Pilotfilm zu Star Trek Discovery – Ich bin was die neue -Serie angeht deutlich kritikloser.
  2. Legonaut | Mein Sommerprojekt: FutureCity (Teil 3) – Für dieses wunderbare dekorative -MOC habe ich nur Worte des Lobes.
  3. A view on small kids and kindergarten – Hier wage ich zu widersprechen. Aber auch nur, weil unsere ganz persönlichen Erfahrungen eben anders waren.
  4. To be here or not to be there (untiteled) – War die Kindheit früher besser oder ist sie es heute? Einigen wir uns auf beides.
  5. Balance, where are you? – Sehr schöne Darstellung, wie eine junge Familie trotz spontaner Erkältungen nebst Umwerfung aller Pläne doch noch ihre Balance finden kann.
  6. Our kid speaks Klingon – Bilingual aufwachsende Kinder finde ich ein hochspannendes Thema. Ob das tatsächlich schon mal jemand mit Klingonisch versucht hat?
  7. A new beginning (2) – Die Autorin stellt sich vor und wir heißen sie willkommen.
  8. Cultural differences, part 1 – Sooo groß finde ich die meisten der dargestellten kulturellen Unterschiede jetzt gar nicht.
  9. New words – Da hätte ich mir mehr Details gewünscht. :)
  10. A new beginning und eine Hälfte des Autorenteams stellen sich vor.

Wie man sieht haben die  Parents in Crime seit August nichts mehr gepostet. Ich fände es schade, wenn es nicht mehr weiterginge. Vielleicht motivieren die beiden ja noch ein paar weitere Kommentare.

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