Autor: Herr Kowski

Rollenspiel Reloaded: Spielbericht Aborea Teil 2

Zum zweiten Mal stürzten sich meine Gefährten und ich in ein -Abenteuer auf der -Welt . Gegeben wurde diesmal ein klassischer Dungeon Crawl mit fiesem Cliffhanger.

Was bisher geschah

Wir verließen unsere Helden Ildefons, Baldoin und Troc beim letzten Mal in einem verlassenen Tempel, der bekanntlich mittlerweile der Diebesgilde Die Graue Hand als Unterschlupf dient – ich hatte berichtet. Dort standen sie kurz davor, mit ihrem Gefangenen in die tieferen Gewölbe des Tempels vorzudringen, wo sie das Diebesgut der Gilde zu finden hofften – und vor allem das entwendete Objekt ihres Auftraggebers.

Dungeon Crawl

Und dann wurde es – erwartungs- und wunschgemäß – klassisch. Unter dem Tempel erstreckte sich nämlich ein kleines Kellergewölbe (ein „Level 1 Dungeon“ sozusagen), das erkundet werden wollte. Darin fand sich alles, was das Herz begehrte: Fallen, Fundsachen und Kleinganoven, denen man die Hose anzünden konnte. Von letzterem machte mein Gnom-Zauberer mit seinem Stufe-Zwei-Elementarzauber weidlich Gebrauch, bis das Mana alle war. Und schließlich war auch das Zielobjekt unserer Helden zu finden: die silberne Schatulle mit dem Opal, der ihrem Auftraggeber gemopst worden war.

Fieser Cliffhanger

Zwar galt es noch diverse aufgebrachte Ganoven und eine besonders gemeine Falle zu überwinden und den Ausgang aus der arg verwinkelten Kanalisation zu finden – aber schließlich gelang es Ildefons, Baldoin und Troc wohlbehalten ihrem Auftraggeber gegenüberzutreten und ihm seine Silberschatulle nebst Inhalt zu überreichen. Man überlegte sich schon im Geiste, wofür man die versprochenen vier Goldmünzen ausgeben würde (Baldoin wünscht sich doch so sehr einen Degen), als der Opal in den Händen seines Besitzers auf einmal zu Staub zerfiel.

Irgendwas stimmt hier ganz und gar nicht! Doch schon bald werden wir im Würfel & Zucker dem Rätsel auf die Schliche kommen – sonst dreht uns besagter Auftraggeber vermutlich den Hals um.

Weiter geht’s im Spielbericht Aborea Teil 3

Lesetagebuch: Neues bei den Captains Phasma und Marvel

Gerade ausgelesen

Captain Phasma: Irgendjemand hat einmal die These aufgestellt, dass Phasma die Boba Fett der neuen Trilogie sei – ein erfolgloser und fast sogar schusseliger Nebencharakter, der bei den Fans Kultstatus genießt. Ist nicht ganz von der Hand zu weisen, wenn man die Performance der beiden in ihren jeweiligen Filmauftritten bedenkt (ich sage nur Müllschlucker und Sarlacc). Seinen Badass-Status hat Boba auch eher in Nebenprodukten wie Romanen, Comics und TV-Serienfolgen ausleben können – ähnliches ist für Phasma angedacht, deren Name bereits ein Romancover ziert – und der eben auch eine Comic-Miniserie spendiert wurde. Darin wird erläutert, wie sie nach Episode VII besagtem Müllschlucker entkam und warum ihr in Episode VIII niemand nachgesehen hat, die Schutzschilde der Starkiller Base deaktiviert zu haben. Die Geschichte ist durchaus nett erzählt – bleibt aber belanglos genug, um für das Verständnis der Geschichten der Filme nicht erforderlich sein zu müssen. Mehr noch als bei Boba wirkt mir Phasmas Kultstatus manchmal etwas bemüht. Sie ist nun einmal nicht Brienne.

Darth Vader – Dark Lord of th Sith: Um so begeisterter war ich vom ersten Sammelband der neuen Darth-Vader-Reihe, die direkt am Ende von Episode III einsetzt. Darin wird die deutlich relevantere Geschichte erzählt, wie Vader kurz nach seiner „Rettung“ durch den Imperator und dem Erhalt seiner Rüstung loszieht, um sich ein neues Lichtschwert zu organisieren. Nach Sith-Art muss er das Schwert einem Jedi im Kampf abnehmen und den Kristall darin korrumpieren. Nach der Order 66 ist die Zahl potentieller Gegner bekanntlich deutlich geschrumpft, doch es gelingt Vader natürlich einen zurückgezogenen Jedi aufzuspüren, dem er sich stellen muss. Wie das wohl ausgegangen sein mag?

Captain Marvel: Der zweite und abschließende Sammelband der Mighty-Captain-Marvel-Serie hat mir schon deutlich besser gefallen. Nach dem extrem schwachen Volume 1 geht es hier endlich zur Sache, als sich Carol Danvers und Alpha Flight im Erdorbit auf einmal zwischen zwei Fronten wiederfinden. Bekanntlich ist Carol seit einiger Zeit auf einer Orbitalstation offiziell für die Verteidigung der Erde vor außerirdischer Bedrohung zuständig. Die Invasion der außerirdischen Chitauri ist daher genau ihr Ding. Leider stellt sich just in diesem Augenblick heraus, dass Captain America auf einmal ein Bösewicht ist – Secret Empire ist das Stichwort. Der begnügt sich immerhin damit, die Erde in ein undurchdringliches Schutzfeld zu hüllen und Alpha Flight damit auszusperren. Außer den Guardians of the Galaxy steht ihr also kaum jemand zur Seite, als die Chitauri in hellen Scharen herbeiströmen. Nicht zuletzt dank der Hilfe dreier plietscher Kadetten gelingt es schließlich, die bösen Aliens abzuwehren und den Schutzschild um die Erde zu knacken. Wie es Captain America dann an den Kragen geht (und er wieder lieb wird) erzählt allerdings eine andere Serie.

Howard the Duck: Marvels beliebtester (weil einziger) sprechender Erpel stolpert auch in seinem zweiten und abschließenden Sammelband weitestgehend unfreiwillig durch etliche absurde Abenteuer. Dabei wird die selbstironische Metaebene vielleicht manchmal etwas zu stark strapaziert, wenn die Autoren der Geschichte sich selbst auftreten lassen. Dennoch bleibt das ganze sehr amüsant und kurzweilig. Diesen Ausflug in die etwas abgedrehteren Regionen des Marvel-Universums, in denen es sich nicht allzu ernst nimmt, kann ich durchaus empfehlen.

Groot: Dieses abgeschlossene Soloabenteuer des baumigen Weltraumhelden kommt ähnlich humorig daher – verzichtet aber ganz auf die oben beschriebene Metaebene. Hinzu kommen durchaus ernste, rührige und sogar kanonisch relevante Elemente, die diese Geschichte sehr gekonnt abrunden. So erfahren wir, warum Groot dereinst von den anderen Groots von Planet X verbannt worden war und wie er zum ersten Mal auf Rocket Raccoon traf. Ein kurzes Treffen mit dem Silver Surfer und eine Party bei den X-Men geben all dem zusätzliche Würze.

Ghost Rider – Hölle auf Rädern: Den christlich-mythologischen Teil des Marvel-Universums kenne ich ehrlich gesagt nur oberflächlich. Dem guten Ghost Rider bin ich in der Vergangenheit daher eher selten begegnet – unter anderem in seiner Nicolas-Cage-Inkarnation. Dieser Hachette-Sammelband widmet sich nun einer der moderneren Versionen des Rächerdämons, der erstmals nicht auf zwei sondern auf vier Rädern unterwegs ist. Dieser neue Ghost Rider schwingt sich nicht auf eine Harley sondern klemmt sich hinter das Steuer eines Musclecars. Wie ich mir habe sagen lassen, ist diese Ghost-Rider-Version auch in der S.H.I.E.L.D.-TV-Serie unterwegs. Wie auch immer: Der Band enthält die Origin-Geschichte dieses Riders, der im kalifornischen Highschool-Gangster-Straßenrennen-Umfeld klarkommen muss. Ist ganz okay.

Aktueller Lesestoff

Rocket Raccoon and Groot: Dieser Sammelband beginnt mit den klassischen Geschichten, in denen Groot beziehungsweise Rocket zum jeweils ersten Mal auftreten – wobei wir in Groots Fall ja wissen, dass dieser fiese erste Groot (zudem mit einem etwas umfangreicheren Wortschatz gesegnet) ein anderer Groot von Planet X war. Diese Geschichte kannte ich ohnehin schon. Rockets erster Auftritt im Rahmen einer Hulk-Geschichte der 80er Jahre war mir hingegen neu. Ich stecke gerade mitten in der bizarren Geschichte auf dem Planeten Halfworld, auf den es Hulk kurzzeitig verschlagen hat, der die Heimatwelt des allseits beliebten Waschbären ist – und dessen Herkunft somit alles andere als Rätselhaft ist. Spannend.

Wonder Woman: Einem Wonder-Woman-Sale bei Comixology sei dank bin ich bei meinem Vorhaben, einige New-52-Serien nachzuholen, wieder einen Schritt weitergekommen. Auf meinem Tablet ruht nun der komplette Wonder Woman Run von 2011 bis 2016. Zwar habe ich die ersten beiden Sammelbände dieser Serie schon mal gelesen, wiederhole die Lektüre aber mit großer Freude, ehe ich in die mir noch unbekannten Gefilde dieses Epos‘ vordringe (bin gerade am Anfang von Volume 2). Erneut bin ich begeistert von der mythologischen Erzählung von Zeus‘ Verschwinden und den Nachfolgekämpfen seiner göttlichen Geschwister und Nachkommen – und bin gespannt zu erfahren, wie diese Sage ausgehen mag. Mittendrin steckt natürlich Diana von Themyscira aka Wonder Woman, die gleich zu Beginn erfährt, dass sie in Wahrheit eine Halbgöttin und Tochter eines sehr potenten Vaters ist. Ich finde die Darstellung der griechischen Mythologie in modernem Umfeld hier besonders gut gelungen – auch wenn die DC-Version des Pantheons hier und da etwas anders ausfällt, als man es vom ollen Schwab kennt. Aber das tut einer guten Geschichte nicht den geringsten Abbruch.

futu.re: Durch diesen Glukhovsky quäle ich mich weiter schleppend voran und kann gar nicht viel neues sagen. Man erfährt noch ein wenig über das durchaus faszinierende Szenario, wie es dazu kam, dass die Menschheit unsterblich wurde – und dass scheinbar nicht alle Regionen der Erde von diesem Segen profitieren. Die Handlung kommt nur wenig voran. Nachdem die unsympathische Hauptfigur ihren ersten Geheimauftrag vergeigt hat insistiert der geheimnisvolle supermächtige Auftraggeber, dass er das bitteschön schnell in Ordnung bringen möge. Oder so.

Kaisers Ahnen: Weiterhin werfe ich hin und wieder einen Blick in die Werke von Ace Kaisers Vorfahren.

Was als nächstes?

Der Herr der Ringe: Kürzlich habe ich mit großer Freude erfahren, dass es neben dem wunderbaren Hobbit-Comic auch eine Herr-der-Ringe-Bildergeschichte gibt. Sie basiert wohl auf der alten Zeichentrickverfilmung, wurde mir aber wärmstens ans Herz gelegt.

Kein Fortschritt / noch nicht angefangen

Sven Regener: Magical Mystery | Sven Regener: Wiener Straße | Alexander Jahnke (Hg.): Reiten wir! | Klaus Frick: Das blutende Land | Douglas Adams: Der elektrische Mönch | Douglas Adams: Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele | Douglas Adams: Lachs im Zweifel | Terry Pratchett und Stephen Baxter: Der Lange Kosmos | Paolo Bacigalupi: Biokrieg | Atlas der Scheibenwelt | Dream Police | Star Wars: Dr. Aphra | Star Wars: Thrawn | Star Wars: DJ | Entenhausen Edition 47 & 48 | Perry Rhodan Comic 5 & 6 | Squirrel Girl beats up the Marvel Universe

Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 9/2018

Bücher & Lesen

  • Pratchetts grandiose -Romane sind schon öfter in TV-Film-Form ins Bewegtbild übertragen worden – meist nur mäßig gelungen. Nun soll es eine Scheibenwelt-TV-Serie geben, wie io9 berichtet. Sind wir mal gespannt.

Daddeln & Zocken

  • Wem im Büro etwas langweilig sein sollte, für den hat das Kraftfuttermischwerk einen kurzweiligen Zeitvertreib gefunden: Das leicht suchterzeugende Browsergame Squarus. Viel Spaß!

Kino & Film

  • Ich weiß gar nicht, was immer alle haben. Was denn für Probleme bei Warcraft? Ich fand den gut. Sieht man bei Robots & Dragons aber auch so.

Lauschen und Labern

Lego & Minifiguren

Staunen & Wundern

Sehr schöne Nacherzählung der guten alten Thor-Utgartloki-Story. In etwas abgewandelter Form wird die ja auch in dem ollen Zeichentrickfilm Walhalla aus den 80ern abgehandelt.

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TV & Serien

Es gibt ja bald eine neue Karate-Kid-Serie mit den alten Darstellern. Weiß gar nicht, warum ich das so interessant finde. Irgendwie hat die Idee aber was – zumal das ganz wohl irgendwie auf den Kopf gestellt wird.

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Wissenschaft & Visionen

versucht uns wieder einmal das mit der String-Theorie zu erklären.

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Würfel & Spielbretter

Großartige Geschichte: Ein -Rollenspiel-Spielleiter berichtet von einer Spielsitzung, in der ein betagtes britisches Pärchen, das auf aktive Kampferfahrung im WK2 zurückblicken konnte, mit überragender Taktik in kürzester Zeit sein Abenteuer gerockt hat. Das Video ist wohl schon ein paar Jahre alt. Ich kannte es aber noch nicht.

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Ich mag nicht mehr „nerdlicht“ heißen

[Raider-Twix-Scherz hier einfügen]

Um es kurz zu machen: Im Grunde ändert sich gar nichts – oder kaum etwas. Ich habe sowohl meinen Twitter- als auch meinen Instagram-Account in @HerrKowski umbenannt – und gleichzeitig einen neuen @nerdlicht-Twitteraccount eingerichtet, auf dem lediglich ein Blogpost-Feed läuft und dessen Hauptzweck ist, die alten oder automatisierten Mentions nicht ins Leere laufen zu lassen. Die URL des Blogs bleibt auf absehbare Zeit unangetastet, ich benenne ihn auch nicht um und reduziere höchstens die Präsenz des Namens.

nerdlicht no more

Und warum das ganze? Tja … kann ich gar nicht so richtig sagen. Ich bin des Namens schlicht ein wenig überdrüssig. Das mag an der allgemeinen inflationären Nutzung des Nerd-Begriffs liegen – selbst als Nerdlicht bin ich ja nicht mehr alleine. Beim NerdLich mag noch das „T“ fehlen. Die Jungs und Mädels von Das Nerdlicht in Kiel sind dann aber auf exakt den gleichen – zugegeben naheliegenden – Namen gekommen.

Nun möchte ich weder meinem vermeintlichen Avantgarde-Status hinterherweinen noch es an Nerd- bzw. Geekpride missen lassen. Aber der Name ist für mich mit der Zeit einfach immer witzloser geworden. Wie dereinst bei den Be Sharps: klingt im ersten Moment total witzig – was bei öfterem Hören aber rapide abnimmt.

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Langer Rede: Ich identifiziere mich mit diesem Namen einfach nicht mehr so sehr, weswegen er ein wenig in den Hintergrund treten wird.

Herr Kowski? Dein Ernst?

Und das soll jetzt ein besserer Name sein? Naja, ich wollte mit dem neuen Spitznamen etwas näher an meine Person ran, ohne die „Anonymität“ vollständig aufzugeben. Und @HerrKowski war als einziges sowohl bei Twitter als auch bei Instagram noch frei. Letzteres ist der eigentliche Grund für diese Namenswahl.

nochn nickname

Und so füge ich meinem bunten Strauß an Fandom- und Online- und sonstigen Spitznamen einen weiteren hinzu. Was mich daran erinnert, dass ich mich einst im SF- und Perry-Rhodan-Fandom mal Ijon Tichy nannte. Lang ist’s her …

Jetzt also Vero (Edit: #DeleteVero)

Na, wer kann sich noch an Ello erinnern? Oder Path? Oder GooglePlus? Oder Diaspora? In diese illustre Gruppe reiht sich nun auch Vero ein. Anscheinend der neue „heiße Shyce“ in Sachen Social Media. Ich hab mich da jetzt auch mal angemeldet – und wieder abgemeldet.

Edit: Kritik wird laut

Da mittlerweile ein wenig Kritik vor allem an den Hinterleuten dieser Plattform laut wird, möchte ich meinen Beitrag mal ein wenig ergänzen. Beim allseits beliebten und gewohnt kritischen Heise beschränkt sich die Kritik noch auf überlastete Server und den Zwang, eine Telefonnummer angeben zu müssen (was bei Twitter mittlerweile ja auch Pflicht ist). Bei Twitter macht aber gerade ein Thread die Runde, der die Hinterleute etwas auseinandernimmt. Die Herkunft der Entwickler zu kritisieren halte ich dabei für eher fragwürdig (daher verlinke ich den Thread hier auch nicht) – dass der Gründer in der Vergangenheit gelinde gesagt nicht ganz sauber mit Mitarbeitern umgegangen ist, finde ich da schon schwerwiegender. Bei stern.de werden die Hintergründe etwas näher beleuchtet. Die Titanic hat das Wesentliche auch noch mal zusammengefasst.

Nur mobil – nur Zeugs teilen – nur an ausgewählte Follower

Auf den ersten Blick ist das alles durchaus schick und durchdacht. Vero funktioniert ausschließlich mobil. Man kann dort keine reinen Texte posten sondern nur in Verbindung mit Medien – aber nicht wie bei Instagram nur Bilder und Videos sondern auch Links, Kinofilme, TV-Serien, Bücher und Musik. Es wird also Funktionalität von Goodreads und ähnlichem integriert, was ich grundsätzlich für eine nette Idee halte. Als weiteres Feature fällt auf, dass man relativ bequem bei jedem Post einstellen kann, an welchen Verteilerkreis selbiger geht – wobei „öffentlich“ anscheinend keine Option ist. Man bleibt also einigermaßen unter sich und behält – so das Versprechen – die Kontrolle über seine Inhalte. Eine Share-Funktion scheint es ebenfalls nicht zu geben.

Da simmer dabei!

Ich guck mir sowas ja immer ganz gerne an, habe mich also angemeldet und bin dort momentan sogar unter meinem Klarnamen zu finden (was nicht zwingend erforderlich ist – die Telefonnummer wollen sie aber wissen). Ich habe auch schon das ein oder andere testweise gepostet. Wer mir da also folgen mag. Nur zu! Im Gegensatz zu Snapchat, das ich nie geschnallt habe (zu alt), hat sich mir hier alles recht intuitiv erschlossen. Die App ist durchaus schick und würde es Twitter und Instagram nicht geben könnte ich mir gut vorstellen, nur noch damit sozial zu netzwerken.

Edit: und schon wieder wech

Inzwischen hab ich den ganzen Rotz auch wieder gelöscht. Auch wegen oben genannter Kritik. Auch, weil es – was man noch hätte nachvollziehen können – nur mittel performant ist. Vor allem aber, weil es eigentlich keinen Mehrwert bringt. Also hieß es bei mir schon wieder #DeleteVero. Kleiner Tipp noch aus dem Hause Giga: So löscht man seinen Vero-Account.

Das nächste Instagram oder das nächste Ello?

Das ist jetzt natürlich die Zwei-Milliarden-Dollar-Frage: Geht Vero steil und verdrängt mittel- bis langfristig Instagram von seinem Thron? Oder darf es sich in ein paar Monaten zu Ello, Path, GooglePlus, Diaspora und Co. gesellen und in das Hospiz für total gut durchdachte aber erfolglose soziale Netzwerke einchecken. Auch wenn ich mich da gern überraschen lasse: Mein Tipp ist eher letzteres. Ja, Vero mag das bessere Instagram sein – aber es ist nur einen Hauch besser. Die Features, die es mehr hat, könnte Instagram recht flott nachbauen, falls sie sich als erfolgversprechend herausstellen. Skeptisch macht mich auch der Weg, wie ich drauf aufmerksam wurde: Nämlich durch mein bestehendes Netzwerk nicht mehr ganz so junger Online-Heinis. Wenn so etwas tatsächlich Zukunft haben soll, müsste ich erstmals durch meine Tochter davon hören. Daher halte ich es für wahrscheinlicher, dass es in fünf Jahren noch Jodel gibt – aber nicht mehr unbedingt Vero.

Aber vielleicht liege ich da auch falsch. Was meint ihr?

Lesetagebuch: Von Asterix bis Zamonien

Hier soll es um jene gehen, die sich weder um Capeträger noch um die weit entfernte Galaxis drehen. Aber lest selbst!

Gerade ausgelesen

Entenhausen Edition: Ich muss gestehen, dass die Lektüre von Band 46 aus dieser Reihe bereits so lange her ist, dass ich Details daraus gar nicht mehr wiedergeben kann. Daher an dieser Stelle nur eine ganz grundsätzliche Empfehlung für die Carl-Barks-Komplettausgabe mit allen „kürzeren“ -Geschichten aus der Feder des Meisters – und natürlich in der Übersetzung von Dr. Erika Fuchs. Lesebefehl nicht nur für eingefleischte Donaldisten.

Asterix in Italien: Ich finde, dass das neue Autoren-Zeichner-Duo seine Sache ziemlich gut macht. Nach den Pikten und Cäsars Papyrus liest sich auch diese Tour durch das antike Italien sehr kurzweilig und flott. Im Rahmen eines Wagenrennens lernen Asterix und Obelix die verschiedenen Regionen des Stiefels kennen, wobei natürlich kaum eine Anspielung und kein Klischee ausgelassen wird. In jedem Fall sind die neuen Geschichten eine deutliche Steigerung zu Uderzos Alleingängen der vorangegangenen Jahre. Ob sie aber an die Goscinny-Klassiker von Anno Tobak heranreichen (oder ob ich selbige nostalgisch überhöhe) muss ich beizeiten noch mal mit einem reread herausbekommen.

Die Stadt der Träumenden Bücher: Dieser -Comic-Doppelband aus deutschen Landen hat mich schlicht begeistert. Wenn eine durchaus grandiose Romanvorlage in die neunte Kunst transferiert wird, muss das Ergebnis ja nicht zwangsläufig ebenfalls gut sein. Hier ist dies aber der Fall. Was sicherlich damit zu tun hat, dass Walter Moers daselbst und Florian Biege sich unfassbar viel Mühe gegeben und Zeit genommen haben, um aus der Vorlage die beiden Bände Buchhaim und Die Katakomben zu zaubern. Hier darf man tatsächlich von graphic novel sprechen. Jedes Panel ist ein Gemälde und die Heldenreise des unbedarften angehenden zamonischen Dichterfürsten Hildegunst von Mythenmetz in die buchimistischen Tiefen der literarischen Metropole Buchhaim und zurück wird gekonnt verdichtet und höchst stimmungsvoll visualisiert. Großartig!

Aktueller Lesestoff

nix

Was als nächstes?

Entenhausen Edition: Mit Entsetzen habe ich festgestellt, bei dieser grandiosen Reihe (siehe oben) schon zwei Ausgaben im Rückstand zu sein. Die Nummern 47 und 48 müssen zeitnah erworben und konsumiert werden.

Perry Rhodan: Und auch hier habe ich gepennt. Vor einiger Zeit hatte Cross Cult den erneuten Versuch gestartet, den guten alten wieder einmal ins Comicformat zu übertragen. Das Ergebnis ist ehrlich gesagt nur mäßig. Wie es ausgeht, will ich aber trotzdem wissen. Hier fehlen mir noch die Hefte fünf und sechs.

Lesetagebuch: Superhelden-Comics

Gerade ausgelesen

Stormwatch: Ja, ich lese hin und wieder auch Sachen von DC. Selten, aber es kommt vor. Bevor wir uns also meinem Marvel-Stapel zuwenden kurz ein paar Worte zu dieser Serie aus dem Jahr 2011. Ich habe damals den DC-Neustart unter dem Label New52 recht intensiv verfolgt und war meinem Ziel, von den meisten zu dem Zeitpunkt neugestarteten Serien wenigstens das erste Heft zu lesen, durchaus recht nahe gekommen. Kürzlich habe ich den Batman-Run von damals komplett nachgeholt – und mich daran erinnert, welche Serien ich außerdem noch mal vertiefen wollte.

Darunter war auch Stormwatch. Gemeinsam mit dem späteren Authority war das ursprünglich eine eigene Superhelden-Kiste, die DC sich im Zuge von New52 ins Boot geholt hat. Da ich das Original einstmals sehr mochte, war ich auch auf die eingegliederte Version sehr gespannt. Ich hatte das damals bei meiner Rezi für Heft 1 etwas ausgeführt. Meinen Plan, diese – mittlerweile abgeschlossene – Serie komplett nachzuholen, habe ich nach dem ersten Sammelband hiermit erst einmal gestoppt. Merkwürdigerweise sind nur die ersten und die letzten sechs Hefte in solchen Sammelbänden zusammengefasst, was bedeutet, dass ich die Hefte dazwischen einzeln erstehen müsste. Da mich Volume 1 jetzt nicht restlos begeistert hat, werde ich damit vermutlich noch etwas warten. Dabei ist die Geschichte selbst durchaus okay. Irgendeine fiese kosmische Bedrohung bahnt sich an, der sich – aus welchem Grund auch immer – nur Stormwatch stellen kann, da die Justice League und das Lantern Corps wohl gerade Mittag machen. Und da offenbart sich auch das Problem dieser Eingliederung. Stormwatch bleibt ein Fremdkörper im DC-Universum – zumal etliche Figuren als Parodie oder Allegorie gedacht waren. Batman und Superman im selben Universum wie den Midnighter und Apollo zu haben ist schon merkwürdig. Und dieser Dorn am Kinn vom Midnighter ist auch dämlich. Aber gut. Ich werde das irgendwann wieder aufnehmen, denn ein wenig gespannt, wie das alles ausgeht, bleibe ich doch.

Howard the Duck: Diese Ente zählt zu den abgefahrensten und witzigsten Figuren des Marvel-Universums. Man möge sich von der trashigen 80er-Jahre-Verfilmung nicht täuschen lassen. Sowohl Howards erster klassischer Auftritt aus den 70er Jahren als auch sein letzter Run von 2015/16 haben mir sehr gefallen. Nachdem ich schon vor einiger Zeit den ersten Sammelband genossen habe, in dem Howard sehr kosmische Abenteuer bestreitet, habe ich mir jetzt das Prequel What the Duck gegönnt, in dem es noch etwas irdischer zugeht. Howard verdingt sich als Privatschnüffler und rasselt dabei mit She-Hulk, Spider-Man, Tante May, Doctor Strange und diversen Skrull aneinander. Sehr amüsant!

Guardians of the Galaxy: Mein guter alter Kumpel @myrkvid wies mich unlängst darauf hin, dass ich ja mal dringend ältere Guardians-Comics lesen müsse, da diese die aktuelleren Serien deutlich in den Schatten stellen würden. Und was soll ich euch sagen? Er hat Recht! Die großartige Cancerverse-Schose hatte ich schon vor einer Weile mit Begeisterung gelesen. Jetzt hatte ich mir die unmittelbare Vorgeschichte War of Kings zu Gemüte geführt und war sehr angetan. Darin spielt unter anderem Adam Warlock eine zentrale Rolle, in der er an seine klassische Jim-Starlin-Storyline anknüpft und erneut seinen inneren Konflikt mit seiner bösen zukünftigen Identität des Magus auslebt. Dagegen fiel die neuere Handlungsebene Cosmic Avengers etwas ab. Schlecht war die auch nicht, mit Tony Stark und Agent Venom im Team und ein paar Reminiszenzen an besagte Cancerverse-Handlung war das alles schon recht munter – aber eben nicht so rund und spannend wie die älteren Geschichten.

Battle Scars: Bei der Marvel-Hachette-Sammelreihe bin ich auch ein wenig weitergekommen und habe den Band Battle Scars gelesen, der eine durchaus gelungene Umsetzung crossmedialer Ideen darstellt. In dieser Geschichte werden nämlich die MCU-Version von Nick Fury und der in den Filmen erfundene Agent Coulson hoch offiziell in das 616-Universum eingeführt. Und ich muss sagen: In diesem Fall funktioniert das tatsächlich mal und stellt eine schöne Bereicherung des klassischen Comic-Universums dar.

Marvel-Superhelden-Sammlung: Nach langem Zögern hab ich nun auch mit der „roten“ Hachette-Sammelserie angefangen. Band 1 stellt die Avengers vor. Unvermeidlicherdings ist natürlich wieder die allererste Geschichte enthalten – insofern schon eine Dopplung zur „schwarzen“ Hachette-Reihe. Die folgende Ultron-Geschichte war mir allerdings noch nicht bekannt und hat mir gut gefallen. Hier werde ich also wohl auch längerfristig investieren müssen.

Aktueller Lesestoff

Captain Marvel: Ich mag diese Figur ja in fast all ihren Inkarnationen ziemlich gerne. Die Serien, in denen Carol Danvers unter diesem Namen unterwegs ist, habe ich fast alle gelesen – und sie haben mir ausnahmslos gut gefallen. Selbst beim ansonsten eher missglückten Civil War 2 war ich auf ihrer Seite. #TeamCarol

Von ihrer aktuellen Serie, die unmittelbar danach startete, bin ich bislang (ich stecke im ersten Sammelband) aber eher enttäuscht. Das ganze ist stinklangweilig und verschenkt das Potential dieser Figur. Sie ist ein kosmischer Superman-Level-Held und wird hier in eine winzige kammerspielartige Handlung gezwängt, die nicht mal gut ist. Und was soll dieser Quark mit ihrer TV-Show? Mittlerweile ist die Serie wohl auch schon wieder eingestellt – beziehungsweise 2017 mit dem Untertitel Dark Origins neu gestartet worden.

Was als nächstes?

Marvel: Aus dem Haus der Ideen sind erneut ein paar ComiXology-Schnäppchen auf meinem Tablet gelandet. Und zwar Squirrel Girl, Groot, Rocket & Groot sowie der zweite (und abschließende?) Sammelband Howard the Duck. Meinen riesigen Stapel ungelesener Hachette-Sammelbände muss ich auch endlich weiter abarbeiten.

DC: Hier möchte ich wie gesagt noch einiges von dem New52-Zeug nachholen. Unter anderem Action Comics, Wonder Woman, Justice League, Justice League Dark, Animal Man, Swamp Thing und den ganzen Green-Lantern-Kram.

Rollenspiel Reloaded: Spielbericht Aborea Teil 1

Endlich habe ich wieder die Würfel geworfen und mich mit zwei Gefährten in ein -Abenteuer gestürzt. Gegeben wurde klassische in den heiligen Hallen des Würfel und Zucker.

Würfel und Zucker: perfekte Location für einen kurzweiligen Spieleabend

Hiermit stimme ich offiziell in die Lobeshymnen auf das Hamburger Brettspielecafé ein. Wie berichtet war ich anlässlich meiner Rückkehr an den Rollenspieltisch erstmals in diesem Etablissement im Eilbecker Weg zu Gast. Es ist sehr gemütlich, perfekt ausgestattet, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sehr nett und freundlich. Mit der kompletten Fritz-Palette, ausgesuchten Craft-Bieren und schmackhaften Snacks lässt das kulinarische Angebot keine Wünsche offen. Wer noch nicht da war, sollte dies umgehend nachholen – und dann regelmäßig wiederholen. Ich werde es jedenfalls so handhaben.

Aborea: klassische Fantasy-Welt und angenehmes Spielsystem

Nun hatte ich mir das Aborea-Grundregelwerk schon vor Jahren zugelegt und durchgelesen – gespielt hatte ich es bis dato jedoch noch nie. Jetzt aber kann ich meinen Eindrücken von damals auch ein paar Worte zum Spielerlebnis hinzufügen. Die Vorlage Rolemaster kenne ich ehrlich gesagt nicht – daher weiß ich nicht, wie viele etwaige Besonderheiten dieses Systems in der verschlankten -Version verloren gegangen sein mögen. Mir gefallen schlanke Regelwerke generell immer sehr, da ich mich lieber auf das Rollenspiel konzentriere anstatt in irgendwelchen Listen nachzuschlagen, welchen Schaden denn jetzt mein Rückhand-Hieb auf den rechten Unterarm meines Gegners macht. Proben werden stets mit einem W10-Wurf plus etwaigen Bonus gegen eine Schwierigkeit absolviert und auch das Kampfsystem ist angenehm schlank. Gefällt mir sehr gut.

Was unseren Helden widerfahren ist

Meinen Gnom-Zauberer Troc hatte ich bereits vorgestellt. Ihm zur Seite stehen der Halbling-Dieb Baldoin und der Menschen-Krieger Ildefons. Alle drei Helden kennen sich zu Beginn des Abenteuers bereits, Troc und Baldoin aus der Jugend, Ildefons ist als Wächter des Trödelladens von Fandel angestellt (wird hinter dem obigen Link alles erläutert). Unser Spielleiter hat die hiermit begonnene Kampagne in der Stadt Padova verortet, die er entsprechend der Anforderungen seiner Rahmenhandlung etwas angepasst hat. Ohnehin schickte er uns auf ein komplett selbsterdachtes Abenteuer, durch das er uns sehr kompetent und kurzweilig führte. Folgendes geschah:

Eines Tages kam Baldoin in Fandels Laden – allerdings ohne einen Kunden dabei zu haben. Dies ist eigentlich seine Aufgabe, denn der magiedurchtränkte Laden kann nur von den Kundigen gefunden werden. Er winkte Ildefons und Troc zu sich und berichtete ihnen von einem Fremden, der ihn in der Taverne angesprochen habe (Klassiker!). Sein Herr sei bestohlen worden und er sei auf der Suche nach Leuten, die ihm diskret bei der Wiederbeschaffung des entwendeten Objekts helfen könnten.

Natürlich machten sich unsere Helden persönlich auf und begannen die übliche Ermittlungsarbeit. Schlechtes Würfeln – vor allem von mir – hinderte sie eine Weile daran, mit dem einzigen echten Hinweis etwas anfangen zu können. Schließlich hatte der Spielleiter ein Einsehen und ließ einen NSC das Beweisstück entschlüsseln, sodass die Abenteurer-Neulinge endlich die Spur zur Grauen Hand entdeckten, einer auch unter Gaunern wenig angesehenen Diebesgilde, die sich in einem verlassenen Tempel verschanzt hatten. Dort kam es dann auch schon zum Cliffhanger des Abends, als unsere Helden in den Tempel eindrangen und eine erste kleine Rangelei mit einem der Diebe vollzogen. Als nächstes soll es in den Keller gehen, wo angeblich die Beute lagert. Doch das ist eine Geschichte für einen anderen Abend.

Fazit: stimmungsvoller Wiedereinstieg ins klassische Rollenspiel

Auch wenn die Heldentruppe an ihrem ersten Abend vielleicht noch nicht allzu viel erreicht hat, war es dennoch ein sehr stimmungsvoller und somit erfolgreicher Wiedereinstieg ins klassische Fantasy-Rollenspiel, der allen Beteiligten sehr gefallen hat. Wie es sich für einen ersten Akt gehört, haben sich die Charaktere erst einmal beschnuppern und den Ort ihres Wirkens erkunden können. Durch die sehr farbigen und detailfreudigen Schilderungen des Spielleiters und die Spielfreude aller Beteiligten ist dies sehr gut gelungen. Doch, hat Spaß gemacht – und wird zeitnah fortgesetzt. Ich werde berichten.

Weiter geht’s im Spielbericht Aborea Teil 2

Lesetagebuch: Star-Wars-Comics

Die – zudem kanonischen – Bildergeschichten gefallen mir allesamt ausnehmend gut. Dank eines ComiXology-Sales konnte ich hier kürzlich etwas aufholen. Aber lest selbst!

Gerade ausgelesen

Darth Maul – Son of Dathomir: Palpatines erster Schüler hat bekanntlich erst durch seine Auftritte in den TV-Serien etwas an Profil gewonnen. Entsprechend wird er immer gern als Protagonist in den Comics genommen. Diese Miniserie stammt meines Wissens gerade noch aus der Dark-Horse-Zeit, hat aber dennoch einen nachträglichen Kanon-Stempel erhalten. Erzählt wird eine Fortführung/Ergänzung der Ereignisse der Clonewars-Serie (da bin ich noch nicht so weit vorgedrungen und kann gar nicht sagen, wo das da genau hinpasst), die Mauls Herkunft und die Pläne der „Hexen“ von Dathomir etwas näher beleuchtet. Das liest sich durchaus kurzweilig und trägt ebenfalls dazu bei Darth Maul facettenreicher wahrzunehmen.

Star Wars: Die Hauptserie ist immer noch zwischen Episode IV und V angesiedelt und erzählt nach dem Ende des Vader-Down-Crossovers eher kurze in sich abgeschlossene Episoden, die mal mehr mal weniger spannende Abenteuer unserer Helden schildern. Hin und wieder wird auf Obi Wans Exil auf Tatooine zurückgeblendet (Luke blättert immer noch in Kenobis Tagebuch, das er zuvor gefunden hat) und mit dem Stormtrooper-Scar-Squad werden durchaus interessante wiederkehrende Gegenspieler eingeführt, die mal etwas individualisiertere und fittere Sturmtruppler darstellen, denen sogar eine nachvollziehbare Motivation zugestanden wird. Besonders nett: Einer von denen rennt mit einem erbeuteten Lichtschwert rum und ist somit eine nette Anspielung auf verworfene Konzeptzeichnungen für den ersten Film. Hier habe ich gerade den sechsten Sammelband durch, in dem R2D2 im Alleingang seinen goldenen Kumpel aus den Fängen des Imperiums rettet.

Darth Vader: Diese Serie hat mit dem vierten Sammelband ihren Abschluss gefunden. Damit ist die Geschichte zu Ende erzählt, wie Vader nach der Zerstörung des ersten Todessterns herausfindet, dass der dafür verantwortliche junge Pilot sein Sohn Luke ist – und wie er nach seinem Versagen das Vertrauen des Imperators zurückgewinnt. Das hat mir alles sehr gut gefallen, da hier eine Menge relevantes Zeug drin ist, das klug einige Logiklücken aufgreift und teilweise sogar füllt.

Han Solo: Wie vor ihm schon Leia, Lando und Chewbacca hat auch unser aller Lieblingsschmuggler seine eigene abgeschlossene Comic-Serie erhalten. Die war durchaus kurzweilig zu lesen – hat bei mir aber tatsächlich keinen nennenswerten Eindruck geschweige denn eine bleibende Erinnerung hinterlassen. Der gute Han muss/darf für die Rebellion an einem Weltraumrennen teilnehmen, was natürlich nur Tarnung für eine geheime Geheimmission ist.

Poe Dameron: Auch die Charaktere und Ereignisse der neuen Trilogie erhalten ihre Comic-Umsetzung beziehungsweise -Erweiterung. Poe Dameron darf sogar mit eigener fortlaufender Serie am Start sein, die vor Episode VII angesiedelt ist und seine Abenteuer im Dienste der Resistance schildert. Das ganze ist eine recht gelungene Mischung aus eigenständigen Geschichten und einer zarten Prequel-Storyline über die Suche nach Lor San Tekka und somit nach Luke Skywalker, die im Erwachen der Macht ihr vorläufiges Ende fand. Besonders gefällt mir an den Comics, wie die politische Lage in der Galaxis dargestellt wird. Ich habe die Prequel-Romane nicht gelesen (und habe es auch nicht vor), daher schnalle ich das fragile Kalte-Kriegs-Duldungs-Verhältnis zwischen Republik und First Order erst jetzt so richtig. Doch, ist interessant. Mit Abschluss des dritten Sammelbandes bin ich auch einigermaßen auf dem aktuellen Stand.

Aktueller Lesestoff

nix

Was als nächstes?

Vader, Aphra und Thrawn: Natürlich blieb der beliebteste Star-Wars-Charakter nicht lange ohne eigene Serie. Mit Darth Vader – Dark Lord of the Sith ist der gute Anakin gleich mit einem neuen Titel am Start. Damit nicht genug erhielt die beliebte in der ersten Vader-Serie eingeführte Doctor Aphra ihren eigenen Spin-off. Ebenfalls in der Ära des Imperiums – wenn auch ein wenig früher – angesiedelt ist die Miniserie um Admiral Thrawn. Die Figur kenne ich noch aus dem Prä-Disney-EU-Kanon. Die neue Inkarnation in der Rebels-TV-Serie habe ich noch nicht bewundern können. Wird Zeit, dass ich da aufhole.

Phasma und DJ: Auch in der aktuellen Ära gibt es etliche Figuren, die eine eigene Serie zugestanden bekommen. So haben sowohl Captain Phasma als auch DJ ihre Oneshots erhalten. Ich bin gespannt.

Rollenspiel Reloaded: Auf nach Aborea!

Nach Jahren der Abstinenz kehre ich wieder an den -Tisch zurück. Gegeben wird , denn ganz klassische soll’s zum Wiedereinstieg werden. Mein Gnom-Zauberer steht bereit.

Aborea das Tischrollenspiel aka „Rolemasterchen“

Aborea stellte vor etlichen Jahren den Versuch des 13Mann-Verlags dar, das altehrwürdige Pen-and-Paper-RPG wieder in einer einsteigerfreundlichen Box an den Mann und die Frau außerhalb des etablierten Fandoms zu bringen. Ich hatte mir besagte Box damals zugelegt und die enthaltenen Regelhefte sehr interessiert gelesen – gespielt hatte ich es allerdings nie. Das Versäumnis wird nun nachgeholt.

Auf ins Würfel und Zucker!

Dabei kann ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn ich werfe nicht nur erstmals seit langem wieder die Würfel – sondern kann endlich ein weiteres Versäumnis nachholen, nämlich dem Würfel & Zucker einen Besuch abstatten. Dort soll die erste Zusammenkunft meiner ersten Rollenspielgruppe seit Jahren stattfinden. Von diesem Café schwärmt seit seiner Eröffnung im letzten Jahr meine halbe Timeline. Auch der gute Ron hat drüben bei Edieh ein Loblied auf das Hamburger Brettspiel-Café gesungen.

Wer ist Troc?

Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt. Meinen Charakterbogen habe ich schon brav ausgefüllt, die beiden W10 liegen bereit – selbstverständlich auch die Backstory meines Charakters. Darf ich vorstellen? Troc, seines Zeichens Gnom-Zauberer:

Troc wächst in den Slums der Stadt auf. Seine Kindheit ist von Armut geprägt. Trotzdem bemüht sich seine Mutter Tua, ihn so gut wie möglich durchzubringen und von jeglichem Ärger fernzuhalten. Leider erkrankt sie schwer, als er noch nicht ganz ausgewachsen ist. Auf dem Sterbebett (kaum mehr als ein mit Lumpen gefüllter Sack) überreicht sie ihm eine Art Taschenuhr – angeblich ein Familienerbstück. Ob tatsächlich ein Vorfahr dieses Gerät konstruiert oder ob Tua es irgendwo stibitzt hat, kann Troc nicht mehr in Erfahrung bringen. Mit ihrem letzten Atemzug nimmt sie ihm das Versprechen ab, ein guter Junge zu bleiben.

Daran versucht er sich eine Weile – es fällt ihm aber immer schwerer, über die Runden zu kommen. Als er schließlich vor Hunger kaum schlafen kann, beschließt er, die Uhr zu versetzen.

Das führt ihn zum ersten Mal in Fandels Trödelladen. Fandel ist ein Elb – und sein Laden ist … speziell. Man kann hier für wenig Geld einfache Haushaltsgegenstände erwerben – aber im Gewühl des Ladens findet sich irgendwo auch der ein oder andere magische Gegenstand oder ein Gremlin. Viele Reisende, die hier einkaufen, finden den Laden oft kein zweites Mal wieder.

Fandel erkennt auf einen Blick Trocs magisches Potential – er selbst ist ein begabter Elementarmagier – und weigert sich, ihm die Taschenuhr abzukaufen.
Stattdessen bietet er ihm Arbeit in seinem Laden an, kleidet ihn ein, gibt ihm eine Kammer als Unterkunft.

In den nächsten zwei, drei Jahren hilft Troc im Laden aus, macht für Fandel Besorgungen, organisiert Waren und erledigt, was noch so anfällt. Nebenher unterrichtet Fandel ihn in den Künsten der Elementarmagie, worin Troc sich recht lehrreich zeigt.

Wenn man Troc heute in dem Laden oder auf Botengängen in der Stadt antrifft, macht er – für einen Gnom – einen recht selbstbewussten und adretten Eindruck. Er trägt Hose, Hemd, Weste und Gehrock wie ein einfacher aber ehrbarer Kaufmann. In der Weste trägt er die Taschenuhr und ein schmaler Gehstock rundet sein Erscheinungsbild ab. Dieser Gehstock ist natürlich sein Zauberstab, den Fandel im Laufe seiner Ausbildung für ihn angefertigt hat.

Der Spielleiter hat den Charakter dankenswerterweise so abgesegnet – beziehungsweise sind einige Aspekte im Dialog entstanden. Zu dem guten Troc werden sich noch ein Halbling-Dieb und ein Krieger gesellen. Zu dritt werden sie eine mir noch nicht näher bekannte kosmopilitische Stadt in der Welt Aboreas unsicher machen. Ich freue mich schon sehr auf Donnerstag – und werde berichten.

Weiter geht’s im Spielbericht Aborea Teil 1

Raketenbauen für Anfänger

Wer wie ich schon immer für die Raumfahrt geschwärmt hat, trägt sich sicher auch mit dem Gedanken, eigene Raketen zu bauen und zu starten. Nichts leichter als das! Sowohl virtuell als auch real gibt’s da einige Möglichkeiten.

Virtuelle Raumfahrtprogramme: Kerbal Space und Space Agency

Für ein ordentliches eigenes virtuelles Weltraumprogramm ist Kerbal Space natürlich die erste Wahl. Eine ausführliche Let’s-Play-Reihe darüber gibt’s beim Kollegen HHHamiller.

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Wer es ein paar Nummern kleiner mag und gern in der U-Bahn auf dem Handy die ein oder andere virtuelle Rakete in den Orbit schicken will, dem kann ich die App Space Agency ans Herz legen (Link führt zum Google Play Store, keine Ahnung, ob’s das auch bei diesem Apple-Zeugs gibt).

Echte Druckluft- und Feststoff-Raketen zum selberbauen

Aber richtig spannend wird’s doch erst, wenn man „in Echt“ eine Rakete abheben lässt. Ich erinnere mich noch ganz gut an ein Experiment im Physikunterricht. Eine innen hohle Plastik-Rakete mit Ventil unten dran wurde erst mit Luft „betankt“, die dann mittels einer einfachen Luftpumpe unter erhöhten Druck gesetzt wurde. Öffnet man das Ventil, schießt das Ding ein paar Meter in die Höhe. „Tankt“ man allerdings Wasser und setzt das dann unter Druck, ist deutlich mehr Wumms dahinter – und man wird nass. Keine Ahnung, ob man sowas irgendwo kaufen kann – das Raumfahrtprogramm von Töchterlein und mir begann vor gut einem Jahr aber ganz ähnlich.

Auf ins Experimentarium!

Ernstgemeinter Tipp: Sollte es euch im mal nach Zingst verschlagen, stattet unbedingt dem Experimentarium einen Besuch ab. Und falls ihr etwas länger und mit Nachwuchs vor Ort seid, informiert euch über deren Programm. Dort gibt es nämlich an fast jedem Wochentag die Möglichkeit, in einem großen Werkraum diverse Dinge zu basteln.

Unter anderem auch Raketen. Im Herbst 2016 wagten wir uns zunächst nur an die einfache Luftdruck-Variante, eine schlichte Papier-Rakete über ein Blasrohr gestülpt. Die Höhe der Flugkurve hängt also von der eigenen Puste ab. Macht aber durchaus schon Laune.

Blasrohrrakete 3001

Geht ab: die Blasrohrrakete 3001

Im Jahr darauf mussten wir natürlich noch einen draufsetzen und wagten uns an die Konstruktion einer Feststoffrakete. Erneut wurde im Herbsturlaub im Experimentarium die Heißklebepistole geschwungen. Heraus kam dieses schöne Stück mit Treibsatz und eingebautem Fallschirm.

Feststoffrakete 3001

Burnin‘ down the meadow: die Feststoffrakete 3001

Denn das Ding soll nicht nur wie eine Silvesterrakete einmalig in die Höhe schießen sondern ist wiederverwendbar. Dank Fallschirm soll die Rakete sanft zu Boden gleiten, der dann ausgebrannte Treibsatz kann entfernt und durch einen neuen ersetzt werden. So die Theorie.

Modellbausätze für diese und andere Raketen sind übrigens bei der Firma Raketenmodellbau Klima erhältlich. Da kann man dann auch Zubehör, weitere Treibsätze und so weiter erstehen. Gibt bestimmt auch noch andere Anbieter (soll jetzt keine Werbung sein) – aber das hat man uns im Experimentarium halt hingelegt.

Für die Wissenschaft

Aber grau ist alle Theorie. Um die Weihnachtszeit war es endlich soweit. Auf einer abgelegenen Wiese wurde Starterlaubnis erteilt. Die Witterungsbedingungen waren akzeptabel – höchstens ein bisschen Wind. Der Countdown wurde gestartet.

Das Ding ging ab wie Schmidts sprichwörtliche Katze. Auch der Fallschirm hat sich wie vorgesehen geöffnet. Leider müssen wir die Rakete dennoch als Verlust abschreiben, da eine Windböe das langsam herabschwebende Modell erfasst und weit hinter ein nahegelegenes Wäldchen getragen hat, sodass wir den genauen Aufschlagspunkt nicht sehen konnten. Auch nach zwei, drei Tagen Suche war die Rakete nicht mehr aufzufinden. Aber für die müssen nun einmal Opfer gebracht werden. Das nächste Modell wird eventuell einen Peilsender an Bord haben.

Ad Astra

Die Profis zeigen hier noch einmal, wie es eigentlich aussehen soll.

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Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 3/2018

Kino & Film

Das sollen wohl die besten Filme im Jahr 2017 sein. Da hab ich noch etliches nachzuholen.

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  • Edge of Tomorrow habe ich beispielsweise auch erst kürzlich nachgeholt. Hat mir sehr gut gefallen – auch wenn der Schluss den ganzen einen Hauch entwertet hat. Dennoch freue ich mich über die Nachricht bei Robots & Dragons, wonach Teil 2 in der Mache ist.

Lauschen und Labern

  • Im dritten Teil seiner multidimensionalen Miniserie innerhalb der Sternengeschichten erklärt Florian Freistetter gewohnt anschaulich, wie das mit den hypothetischen sechs Zusatz-Dimensionen in der String-Theorie zu verstehen ist.

Lego & Minifiguren

  • Der Legonaut hat drüben bei Zusammengebaut die online-Lego-bastel-Plattform Mecabricks vorgestellt. Und ich brauch jetzt mindestens drei Wochen Urlaub.
  • Ein unfassbar großartiges Futurama-MOC haben die Brothers Brick entdeckt. Es ist aido k gelungen durch den Einsatz eines -Duplo-Teils das Planet-Express-Raumschiff wunderbar in Szene zu setzen.
  • Brickset stellt uns ein neues Set aus der Mighty-Micros-Reihe vor. Die sammel ich ohnehin, bin aber wegen der Umsetzung des Guardians-of-the-Galaxy-Raumschiffs besonders aus dem Häuschen.
  • Weiteres wie immer drüben bei Zusammengebaut in der wöchentlichen LegoLinkListe.

LOL & ROFL

Die klassische Heldenreise in zwei Minuten. Extrem lustig – und auf holländisch.

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Staunen & Wundern

Das Thema Pappe beziehungsweise cardboard scheint nicht auf Kinder beschränkt zu sein.

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TV & Serien

  • Der gute Björn Sülter hat zu der Discovery-Folge von dieser Woche natürlich auch noch ein paar Worte zu sagen. Sareks Beard ist das Stichwort.
  • Juhu! io9 sagt, es gibt bald eine zweite Staffel Cosmos mit Neil deGrasse Tyson!

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