Kategorie: Bingetagebuch

Die zehn besten Science-Fiction-Serien

Anfang des Jahres präsentierte ich an dieser Stelle meine ultimativen Top 10 der besten Science-Fiction-Filme aller Zeiten. Es war die schriftliche Ausführung meines Beitrags als Gast der schon jetzt legendären Podcast-Sendung des zu diesem Thema.

Es ist ein No-Brainer, dasselbe noch einmal zum Thema -Serien zu veranstalten. Die entsprechende Umfrage hat der gute Volker bereits vor einiger Zeit gestartet, die dazugehörige Sendung ist ebenfalls längst im Äther. Hier klicken und lauschen:

Selbstgespräche im Zwiegespräch 030 – „Die erste Staffel war okay“ Die Top 10 der besten/liebsten Science Fiction Serien

Mein Ranking ist in diese Sendung eingeflossen. Doch ich schulde euch noch eine ausführliche Darstellung in Blogform.

Was macht eine SF-Serie gut?

Ich weiß, ich wiederhole mich damit. Ganz kurz möchte ich dennoch noch einmal das leidige Definitionsthema anschneiden.1

An dieser Stelle nur soviel: Bei „guter“ Science-Fiction ist es mir wichtig, dass die SF-Themen nicht nur schmückendes Beiwerk sind, sondern auch in der Handlung thematisiert werden. Verkürzt ausgedrückt: Mit Raumschiffen rumzufliegen reicht nicht, wenn die Raumfahrt selbst nicht das Thema ist.

Gleichzeitig bin ich jederzeit bereit, bei diesem Anspruch Abstriche zu machen, wenn mich Charaktere und Handlung begeistern können. Konsequent inkonsequent wie immer.

Hier nun endlich meine zehn besten und liebsten Science-Fiction-TV-Serien:

1. Battlestar Galactica (2003-2009)

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Hierbei lasse ich nicht lange mit mir diskutieren: die Neuauflage von ist die beste Science-Fiction-Serie aller Zeiten. Meine diesbezügliche Begeisterung habe ich schon oft kundgetan, zunächst in einem sehr ausführlichen Bingetagebuch: Battlestar Galactica, später habe ich mich sogar zu einer Rechtfertigung des vermeintlich verkorksten Serienfinales hinreißen lassen.

So oder so, allein das Finale der dritten Staffel – eines der besten Staffelenden aller Zeiten – rechtfertigt den Spitzenplatz in dieser Liste. So say we all!

2. The Expanse (2015-2022)

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Ich würde mal behaupten, dass The Expanse die mit Abstand SFigste Serie in dieser Liste ist. In nahezu allen Settings wird Raumfahrt mehr wie Seefahrt oder Atmosphärenflug dargestellt – hier nicht. Hier treiben wir tatsächlich durch die unfassbare Leere des Alls, es werden ballistische Flugbahnen, Brems- und Beschleunigungsmanöver beachtet und man bekommt einen Eindruck, was die tatsächlichen Herausforderungen des Raumflugs sind, ohne dass man sich dämliche Hyperstürme2 ausdenken muss.

Die dargestellte Zukunftstechnologie verzichtet sogar auf künstliche Gravitation – außer natürlich durch Beschleunigung und Rotation – und FTL-Flug, zumindest was die irdische Technologie angeht. Schließlich wird das auftauchende außerirdische Element derart fremdartig dargestellt, dass auch dieses als „echte“ Science-Fiction durchgehen kann.

Bei all dieser Lobhudelei mag es verwundern, dass ich zwei Anläufe brauchte, um diese Serie ins Herz zu schließen. Das lag vor allem daran, dass ich in der ersten Staffel mit keiner der Hauptfiguren warmwurde. Ich hatte vor einiger Zeit versucht, dies in einem Artikel zur ersten Staffel The Expanse in Worte zu fassen.

Als ich dann aber endlich in die zweite Staffel vorgedrungen war, hatte es mich gepackt und nicht mehr losgelassen.

3. Star Trek: Deep Space Nine (1993-1999)

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Auch wenn ich die neuen -Serien sehr schätze,3 bleibt Deep Space Nine für alle Zeiten meine absolute Lieblings-Trek-Serie. Ein bisschen steht sie daher stellvertretend für das ganze Franchise in dieser Liste, das soll ihre alleinstehende Bedeutung jedoch keinesfalls schmälern.

Vor drei Jahren hatte ich DS9 zuletzt noch einmal komplett durchgeguckt und ließ mich in der damaligen Serien-Jahresrückschau zu folgenden Worten hinreißen:

Von Folge eins an gelingt es Deep Space Nine all seine Stärken auszuspielen. Und das sind vor allem die hervorragend ausgearbeiteten Charaktere und ihr Beziehungsgeflecht. Auch wenn das Dominion in der ersten Staffel nur ein Gerücht ist, sind die Geschichten bereits hier hochspannend, einfallsreich und interessant. Und dann gelingt es der Serie auch noch, sich von Staffel zu Staffel zu steigern. Ganz großes Fernsehen!

Dem wäre nichts hinzuzufügen, wenn man nicht noch ein paar Worte zum Science-Fiction-Gehalt von DS9 im Speziellen und Trek im Allgemeinen verlieren müsste.

Denn sind wir mal ehrlich: Auch wenn vor allem in Einzelfolgen meistens sehr gut und akkurat mit SF-Themen umgegangen wird, erinnert das gesamte Setting oft mehr an Seefahrer-Abenteuer des 19./20. Jahrhunderts: Raumschiffe begegnen sich überwiegend in zwei Dimensionen und die meisten Außerirdischen sind Klischeeabziehbilder „fremder Völker“, wie sie sich der Eurozentriker vor 100 Jahren vorgestellt hat.

Das soll kein Vorwurf sein. Einerseits ist es den Anforderungen des Mediums geschuldet, andererseits macht es den Charme des Universums aus und folgt – genau wie die esoterischen Elemente4 – der Tradition der SF der 50er und 60er Jahre, der Star Trek verhaftet ist. Es gehört zur ganzen Wahrheit aber dazu, dass es mit der SF bei Trek auch nicht immer so weit her ist.5

Es zeigt aber auch, dass man es mit der reinen Lehre nicht so ernst nehmen darf. Allem voran sollen uns gute Geschichten erzählt werden und das leistet Star Trek seit 1966 ganz vorzüglich. Den einsamen Höhepunkt bildet dabei bis heute Deep Space Nine.

4. Rick and Morty (seit 2013)

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Zugegeben, man muss zunächst einmal mit dem derben und zynischen Humor klarkommen, der bei Rick and Morty allgegenwärtig ist. Wenn das passt wird man jedoch feststellen, dass in den absurden Episoden oft sehr einfallsreiche SF-Ideen verarbeitet und konsequent zu Ende gedacht werden.

So wüsste ich kaum eine andere Serie, bei der das Parallelwelt-Thema dermaßen intensiv behandelt wird. Wie wir spätestens seit Staffel sechs wissen, waren der Rat der Ricks und Evil Morty erst der Anfang.

Ich kann es jedenfalls kaum erwarten zu erfahren, wie es mit dem Rick-Oberschurken weitergeht.

5. Cowboy Bebop (1998-2000)

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Auch über 6 habe ich mich vor einigen Jahren ausführlich geäußert. Dem ist kaum etwas hinzuzufügen. Man erlaube mir daher, mich selbst zu zitieren:

Die Menschheit hat das Sonnensystem besiedelt und etliche Planeten und Monde bewohnbar gemacht – beziehungsweise bewohnbare Städte und Oasen darauf errichtet. […] Entsprechend befinden wir uns in einer Zukunft mit rasenden Raumschiffen und glitzernden Raumstationen – aber auch mit teils sehr abgeranzten Kolonialstädten – wie geschaffen für einen humorigen Western-Noir-Mix. […] Wie jede wirklich gute Story lebt auch diese Serie von den gelungenen Charakteren und ihrem Zusammenspiel. […] Sie sind natürlich allesamt recht klischeebeladene Archetypen mit geheimnisvoller Vergangenheit, das macht sie aber nicht minder interessant und unterhaltsam.

6. Futurama (seit 1999)

Am Silvesterabend 1999 fällt der unbedarfte New Yorker Pizzabote Philip J. Fry vermeintlich aus Zufall in eine Kryokammer und wird für 1.000 Jahre eingefroren. Der Rest ist Geschichte.

Die Mutter aller modernen7 humoristischen animierten Science-Fiction-Serien darf natürlich nicht fehlen. Futurama hat Rick and Morty,8 Solar Opposites, Final Space und Lower Decks mindestens den Weg bereitet – und ist seit kurzem nach erneuter längerer Pause sogar wieder mit frischen Folgen am Start.

Im Gegensatz zu Rick and Morty9 liegt hier der Schwerpunkt mehr auf der Parodie klassischer SF-Themen, als auf der eigenständigen Behandlung derselben. Die Serie quillt daher über vor Anspielungen auf alles, was irgendwann einmal mit dem Label SF belegt worden ist – darunter auch sehr anspruchsvolle Dinge wie die Werke meines geliebten Stanisław Lem.

Das heißt aber nicht, dass SF-Themen gar nicht behandelt würden. Allein der akkurate Umgang mit Zeitreiselogik in etlichen Folgen ist geradezu beispiellos.

Und schließlich habe ich die Planet-Express-Crew sehr ins Herz geschlossen. Zoidberg ist der Beste.

7. Star Wars: The Mandalorian (seit 2019)

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ist und keine Science-Fiction! Ja, im Grunde habt ihr ja Recht. In der weit, weit entfernten Galaxie sind die SF-Elemente lediglich schmückendes Beiwerk und nur ganz selten ernsthaftes Thema der Handlung.

Das ist beim Mandalorianer kaum anders. Wenn überhaupt müsste man an dieser Stelle Andor nennen, da sich diese Serie darum bemüht, dem Universum eine etwas „realitätsnähere“ Komponente hinzuzufügen. Dennoch bleibe ich dabei: Mando soll es sein.

Bei dieser Serie schlagen Dramaturgie und Charaktere eindeutig die Erfüllung aller SF-Kriterien. Die Vater-Sohn-Geschichte zwischen dem traumatisierten Kopfgeldjäger und dem Wunderbaby hat mich von Beginn an gepackt. Inzwischen braucht Grogu nur über den Bildschirm zu wackeln und ich schmelze dahin.

Zudem begeistern mich die aktuellen Star-Wars-Serien damit – und dabei spielt Mando eine Vorreiterrolle –, dass sie Lücken in der epischen Geschichte dieses Universums füllen und ihm neues hinzufügen. Wenn im Hintergrund Snoke-Prototypen in Klontanks zu sehen sind und das weitere Schicksal von Luke und Ahsoka beschrieben wird, bin ich einfach dabei.

8. Foundation (seit 2021)

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So richtig bin ich mit Foundation auch in der zweiten Staffel noch nicht warm geworden. Es läuft nun alles etwas runder10 – aber es bleibt dabei, dass eigentlich nur die Handlungsebene mit dem Klon-Imperator richtig gut ist. Witzigerweise ist das genau der Teil, der zur Asimovschen Vorlage hinzugedichtet wurde.

Erneut handelt es sich um ein Szenario, das ohne Außerirdische auskommt.11 Man sieht ein wenig KI,12 Raumfahrt13 und Transhumanismus,14 das Kernthema dieser Serie stellt jedoch eine ziemlich einmalige Ausnahme dar: die fiktional weitergedachte Wissenschaft ist hier nämlich eine Geisteswissenschaft.

Auch wenn die sogenannte „Psychohistorik“ in der Serie eher wie prophetische Magie dargestellt wird, ist der Gedanke durchaus interessant: Was wäre, wenn wir dank sehr genauer und umfangreicher Daten und mithilfe enormer Rechenleistung ein dermaßen exaktes Modell der Gesellschaft erstellen könnten, dass es als eigenständige Simulation weiterlaufen und somit die zukünftige Entwicklung der Menschheit vorhersagen kann?

Wie realistisch das ist, müsste gesondert und sehr ausführlich diskutiert werden – aber das gilt letztlich für jedes Science-Fiction-Thema. Es wäre mindestens eine Datengrundlage Orwellschen Ausmaßes vonnöten – und auch dann bliebe die Gesellschaft ein komplexes und chaotisches System, das ähnlich schwer vorherzusagen ist, wie das Wetter in einer Woche.

Völlig abwegig ist der Gedanke dennoch nicht – und die Serie befasst sich durchaus mit den Grenzen dieser Idee. So heißt es ganz zu Anfang, dass dies nur angesichts der gewaltigen Größe der menschlichen Gesellschaft funktioniere. Immerhin sprechen wir von einem Sternenreich, dass sich weit über die Galaxis erstreckt. Die Bevölkerungszahl geht mindestens in die Billionen. Jetzt in der zweiten Staffel wird thematisiert, dass das Wissen um die Vorhersage, selbige beeinflusst. Das ist schon alles – im Rahmen der Möglichkeiten einer TV-Serie – durchdacht. Und vor allem spannend.

9. Babylon 5 (1993-1998)

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Gleich vorab: Ich habe Babylon 5 nie komplett gesehen. Nach den ersten zwei, drei Staffeln habe ich arge Lücken, die ich irgendwann einmal durch einen großen Rewatch zu füllen gedenke. But not today.

Deswegen vermutlich meine niedrige Einsortierung. Nennt sie gern ungerecht, wie alles hier ist auch sie komplett subjektiv. Ich will an dieser Stelle nicht das B5-versus-DS9-Fass aufmachen.8 Ich bin der Meinung, dass man beide Serien genießen und unabhängig voneinander schätzen kann.15

Das Setting dieser Serie gefällt mir außerordentlich – vor allem die Darstellung der Raumfahrttechnologie der Menschen. Die Starfurys zählen bis heute zu meinen absoluten Lieblingsraumschiffen.16 Das Thema künstliche Gravitation durch Rotation wird oft und gern in Szene gesetzt. Ich mag das.

Dass auch hier die Aliens im Grunde allesamt Menschen mit leichten gesellschaftlichen Spleens sind, ist geschenkt. Auch der starke esoterische Anteil mit Psikräften etc. hat mich nie ernsthaft gestört. Dafür sind das Psi-Corps und die epische Gut-gegen-Böse-Metahandlung mit den Schatten und den Vorlonen einfach zu cool.

Doch, je länger ich darüber nachdenke, muss ich den Rewatch alsbald ernsthaft einplanen.

10. Galaxy Rangers (1986)

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Na, wer kann sich noch an die Galaxy Rangers erinnern? Ich selbst tatsächlich auch nur noch blass. Man könnte die Erinnerung im Übrigen sofort auffrischen, da die komplette Serie frei bei YouTube verfügbar ist. Wenn man denn Zeit und Muße dafür hätte.

Die Grundidee ist geradezu klassische SF: Irgendwann17 in naher Zukunft landen freundliche Außerirdische auf der Erde und teilen bereitwillig ihre FTL-Technologie mit uns. Selbstredend lauert draußen zwischen den Sternen der ein oder andere Unhold, der von den titelgebenden Galaxy Rangers bekämpft werden muss. Und es tummeln sich zahlreiche Aliens, Roboter und rasende Raumschiffe, dass es eine Freude ist.

In meiner nostalgisch verklärten Rückschau reiht sich diese amerikanische Animationsserie nahtlos bei den japanischen Vorbildern Captain Future und Saber Rider ein – was einst wohl auch die Absicht gewesen ist. Ich meine, dass in vielen Folgen bei aller -esquen Action und der etwas aufdringlichen Western-Attitüde einige durchaus brauchbare Science-Fiction-Elemente zu entdecken sind. Damals™ habe ich die Serie jedenfalls gern geguckt.

––––––––––––
  1. Für eine ausführlichere Behandlung schaue man in meinen oben verlinkten SF-Filme-Artikel.[]
  2. I’m looking at you, Perry Rhodan![]
  3. außer Picard[]
  4. Telepathie etc.[]
  5. Mit den Warpgeschwindigkeiten, Entfernungen und Reisezeiten will ich gar nicht erst anfangen, das geht alles hinten und vorne nicht auf.[]
  6. Im Gegensatz zur Mehrheit fand ich die Realverfilmung ganz okay, der Anime ist aber besser, darum geht’s hier nur um den.[]
  7. Vergessen wir die Jetsons nicht![]
  8. siehe oben[][]
  9. erneut: siehe oben[]
  10. in Staffel eins erschienen mir viele handwerkliche Dinge wie Dramaturgie, Schauspiel und Schnitt an einigen Stellen etwas holprig[]
  11. Hatte ich das oben bei BSG erwähnt?[]
  12. eigentlich nur eine[]
  13. Wie hübsch sind bitte die imperialen Schiffe?[]
  14. besagter Klon-Imperator[]
  15. so, wie man Star Wars UND Star Trek mögen und mit Playmobil UND Lego spielen kann[]
  16. Mein Artikel zu diesem Thema lässt schon viel zu lange auf sich warten.[]
  17. Ziemlich genau in 100 Jahren von 1986 aus gesehen – ich weiß allerdings nicht mehr, ob das die Handlungszeit oder das Ankunftsjahr der Aliens ist.[]

Bingetagebuch: Picard

Diese lose Sammlung meiner Überlegungen dient vor allem der Vorbereitung einer mit Spannung erwarteten Podcast-Aufnahme, in der Robert, Andres und ich ein für alle Mal klären wollen, was an dieser Serie mehr – und was weniger gelungen war.

Warum die Mühe? Nun, eine solche Serie wurde von uns dreien – und vermutlich von vielen Star-Trek-Fans unserer Generation – lang erhofft. Ihre Ankündigung hatten wir damals mit großer Begeisterung aufgenommen, schließlich hatte uns TNG in unserer Jugend lange Zeit begleitet und geprägt. Aber wie das mit der Nostalgie immer so ist – sie ist zumindest kein Selbstläufer.

Schon nach Staffel eins hatten wir uns intensiv mit Picard und unserem Hadern damit auseinandergesetzt, ich hatte das damals bereits in einem Blogpost zusammengefasst. Nun soll das große Gesamtfazit folgen. Hier meine ersten Stichpunkte dazu. Wie immer mit einer ausdrücklichen

WARNUNG VOR DEM SPOILER

Was gut war

Star Trek geht weiter: Grundsätzlich hat mich gefreut, dass die Entwicklungen im Star-Trek-Universum nach Voyager und Nemesis endlich weitererzählt werden. So schön ich ENT, DISCO und die Kelvin-Filme finde1 – immer nur und ausschließlich auf die Anfangszeit zurückzugreifen, ist doch auch nichts. Die Lücke zwischen der Vernichtung der Scimitar und dem Burn will endlich gefüllt werden. Lower Decks und Prodigy machen das aktuell ganz hervorragend. Dass sich Picard hier einreiht, hat mich von Anfang an begeistert – zumal gleich zu Beginn auch die Prime-Universe-Ereignisse aus dem Star-Trek-Reboot von 2009 kanonisiert wurden.2 Picard verspricht also, dass wir endlich erfahren, wie es weitergeht – was mich gleich zum nächsten positiven Punkt bringt.

Die Ausgangssituation: Der Punkt, an dem wir Jean-Luc Picard und das Star-Trek-Universum zu Beginn der Serie antreffen, ist für mich noch immer reizvoll. Es wird auf dem aufgebaut, was wir aus der Zukunftsvision der letzten TNG-Folge erwarten, wie bereits erwähnt mit dem verknüpft, was in JJ Abrams Star Trek festgelegt wurde, und man darf hoffen, dass darauf aufgebaut wird. Mit dem Trauma um Datas Opfertod in Nemesis hat Picard einiges zu knabbern, für ausreichend Motivation ist also auch gesorgt. Der KI-Plot fügt etwas halbwegs neues hinzu, was diese Gemengelage noch einmal befeuern kann. Mit am besten gefällt mir allerdings das Start-Ensemble, das dem etwas pötterigen ehemaligen Sternenflottenadmiral ein romulanisches Ex-Agenten-Ehepaar als Haushälter zur Seite stellt. Eine Schande, dass dieses Potential schon nach zwei Folgen so mutwillig ins Klo gespült wurde. Aber halt! Ich bin noch bei den positiven Dingen, dazu also später mehr. Die Sache mit den interessanten Ausgangssituationen zieht sich durchaus durch die ganze Serie. So finde ich, dass der Beginn der zweiten Staffel durchaus Potential hat, gleiches gilt für einige Voraussetzungen in Staffel drei. Doch zurück zu Picards Haushälterehepaar und somit zum nächsten positiven Punkt.

Ein paar gelungene Charaktere: Meine absoluten Favoriten der ersten Staffel sind besagte Eheleute, die romulanischen Ex-Agenten Laris und Zhaban – allerdings ausdrücklich nur in der Darstellung der beiden ersten Folgen. Wie später mit ihnen verfahren wurde, hat mir überhaupt nicht gefallen – doch dazu gleich mehr. In Staffel zwei hat mir vor allem die junge Guinan sehr zugesagt.3 Mein Favorit in Staffel drei ist natürlich Captain Shaw, unter den „alten Zöppen“ ist Worf für mich der gelungenste.

Das Finale: Der Schluss der Serie hat mich nach viel Quälerei – dazu kommen wir jetzt gleich – wieder halbwegs versöhnt. Das Wiederaufleben der guten alten Zeit ist – auch wenn ich so etwas eigentlich immer skeptisch sehe – nett. Viel interessanter sind der Ausblick und die Anknüpfungsmöglichkeiten für kommende Geschichten, die am Ende der Serie zurückgelassen werden. Ob das unbedingt in einer eigenen Serie erzählt werden muss, sei dahingestellt. Aber wenn die Enterprise G irgendwann einmal bei Prodigy oder Lower Decks durchs Bild schippert, würde mir das durchaus ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.

Was schlecht war

Das miese Preis-Leistungs-Verhältnis: Ich glaube, das Grundproblem dieser Serie ist das zu geringe Budget beziehungsweise der adäquate Einsatz desselben. Dabei rede ich gar nicht mal von den Effekten, den Rolltreppen und den Ikealampen. Ja, die ewig schlechte Beleuchtung und diese besch***ene Bar, in der jede zweite Szene spielt, ist auch mir auf die Nerven gegangen. Aber all das hätte ich anstandslos ertragen, wenn das vorhandene Geld vor allem in gute Drehbücher und eine vernünftige Regie gesteckt worden wäre. Zum Ausgleich hätte es gern nur halb so viele Episoden geben dürfen. Das hätte dem Ganzen mit Sicherheit sehr gutgetan und uns wäre womöglich die vollkommen wirre Handlung der zweiten Staffel erspart geblieben. Zumindest einer der folgenden Punkte, ist meiner Ansicht nach eine direkte Folge daraus.

Die furchtbare Charakterentwicklung: Diese Serie hat ein untrügliches Gespür dafür, jede halbwegs interessante Figur kaputtzuschreiben – oder sie gleich von Anfang an grottig zu konstruieren. Laris und Zhaban sind das Paradebeispiel für ersteres. Die interessanteste Konstellation der gesamten Serie wird nach Folge zwei einfach weggelassen, in Staffel zwei ist Zhaban dann einfach mal offscreen verstorben – und Laris wird zu einem weirden Loveinterest für Picard konstruiert. Von Tallinn wollen wir gar nicht erst anfangen. Ist irgendwo mal erklärt worden, warum die wie Laris aussieht? Furchtbar! Brent Spiners unsägliche Figur in Staffel zwei steht idealtypisch für die von Anfang an verkorksten Figuren. Was für ein hanebüchener Unsinn!

Die „düstere“ Föderation: Was sollte diese ständige Raucherei? Kam das wenige Geld für die Produktion von der Tabakindustrie? Was ist aus der utopischen Föderation geworden? Und selbst wenn man einen leichten Niedergang darstellen will, muss das unbedingt durch Suff und Drogenkonsum geschehen? In diese Kerbe schlägt meiner Meinung nach auch der unsägliche Umgang mit der psychischen Erkrankung von Picards Mutter in Staffel zwei. Und hier käme nicht einmal ein angenommener Niedergang der Föderationsutopie zum tragen, da Picards Kindheit lange vor den Borg und dem Dominionkrieg lag. Um es noch einmal auszusprechen: In einer Zeit, in der man mit einer Pille Nieren nachwachsen lassen kann, muss man in einem Vorort der Föderationshauptstadt eine psychisch erkrankte Person nicht in ihr Zimmer einsperren. So ein Schwachsinn!

Fazit

Um mich nicht in Rage zu schreiben, breche ich die Auflistung der nicht so positiven Punkte hier einmal ab. Ich hätte mich sonst zu sehr in einzelnen Plotpunkten festgebissen, das ist eher was für die Tonspur.

Außerdem gibt es da draußen sehr viele, denen die Serie schlicht und einfach gefallen hat. Und ich möchte nicht der Miesepeter sein, der allen anderen den Genuss verdirbt. Mir hat’s halt nicht so gefallen – ich freue mich aber für alle, bei denen es anders war. Und schließlich gibt es auch für mich gerade eine Vielzahl hervorragender neuer Star-Trek-Shows, die mich begeistern können: DISCO, Lower Decks, Strange New Worlds, Prodigy – das ist alles ganz wunderbar und darin hat Picard alles recht der Welt respektiert zu werden.

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  1. ja, ich stehe dazu[]
  2. Wir erinnern uns: eine Supernova vernichtet Romulus, Spock versucht, zu helfen, landet jedoch mit dem Forschungsschiff in der Vergangenheit, der etwas verwirrte Romulaner Nero folgt ihm … ach, guckt einfach den Film.[]
  3. aus der sie ruhig auch mehr hätten machen können[]

Bingetagebuch: Saul geht nicht mehr ran

Serien gucken sich nicht von alleine. Da muss man schon dranbleiben. Daher ein kleines Update zu meinem aktuellen Serienkonsum. Meine derweil geschauten Filme gibt’s wie immer drüben bei Letterboxd.

Da ich mindestens bei Better Call Saul und Rings of Power ein bisschen konkreter werde folgt eine

WARNUNG VOR DEM SPOILER

Gerade fertiggeguckt

Better Call Saul – Eine Ära geht zu Ende. Nach sechs Staffeln endet nicht nur diese Serie, sondern der gesamte Breaking-Bad-Kosmos. Wir erinnern uns: Von 2008 bis 2013 wurde in fünf Staffeln die Geschichte des Chemielehrers Walter White und seines Wandels zum Drogenbaron erzählt. Zwei Jahre später startete als Spin-off die Prequelserie um den dubiosen Anwalt Saul Goodman, der Walter mehr oder weniger hilfreich zur Seite stand. Zusammen mit dem TV-Film El Camino entstand so ein veritables Serienuniversum, das über zehn Jahre Bestand hatte.

Better Call Saul hat zumindest in Sachen Staffelzahl seine Mutterserie überholt. Ob man das auch inhaltlich sagen kann, lasse ich offen. Dafür ist meine Erinnerung an Breaking Bad auch zu sehr verblasst. Gefallen hat mir die Geschichte des kleinen zwielichtigen Anwalts jedenfalls außerordentlich. Aber gilt das auch für das Ende?

Serienenden sind immer so eine Sache. Breaking Bad gehört da sicher zu den guten Beispielen.1 Und auch bei Saul bin ich ganz zufrieden. Zumal man – um endlich ein wenig in die Handlung einzusteigen – große Sorge um Kim Wexler haben musste, die in der Mutterserie mit keinem Wort erwähnt wurde.2 Zum Glück stellte sich die Sorge als unbegründet heraus. Kim – eine der interessantesten Figuren der Serie – überlebt nicht nur, sie kann sich sogar dem Sog der Intrigen und Gaunereien entziehen, an denen sie gemeinsam mit Saul so viel Freude gehabt hat. Während er sich schlussendlich ebenfalls seiner Verantwortung stellt, kann sie ihm reinen Gewissens in der letzten Szene von außerhalb des Gefängniszauns zum Abschied winken.

Ohne jetzt allzu tief in die Handlung einzutauchen, war mir aber nicht ganz klar, ob und wenn ja wie Sauls Offenbarungseid sie am Ende vor der Zivilklage bewahrt hat. Schwebt da ganz am Schluss also noch das Damoklesschwert des finanziellen Ruins über ihr oder nicht? So oder so, sehr gute Serie.

Gravity Falls – Ich dachte, ich hole endlich einmal diesen bislang versäumten Zeichentrick-Kinderserien-Klassiker nach, von dem alle immer so schwärmen. Und siehe: Sie schwärmen zu Recht! Ganz wunderbar und mit zwei Staffeln3 viel zu kurz.

I am Groot – Im August spendierte Disney uns fünf animierte Kurzfilmchen mit unser aller Lieblings-Baum. Im letzten kommt sogar Rocket vor. Süß!

Sandman – Meinen Ich-finde-Neil-Gaiman-zwar-gut-aber-nicht-so-überragend-wie-ihr-alle-Disclaimer lass ich ab jetzt einfach weg, okay? Jedenfalls habe ich die Sandman-Comic dazumal recht gern gelesen und mich durchaus auf die Serienadaption gefreut. Tatsächlich hat sie mir dann auch sehr gut gefallen. Stark zusammengefasst geht es darum, dass der Gott des Traums etwa 100 Jahre lang von einem Hobby-Zauberer und dessen Nachfahren beschworen und gebannt wird. Als er schließlich entkommen kann, muss er sein Traumreich wieder in Ordnung bringen und ein paar ausgebüxte Alpträume einfangen.

Soweit ich das noch weiß, hält sich die Adaption dabei recht eng an die Comicvorlage und wird ihr in allem sehr gerecht. Die Darstellendenriege – vor allem Dream selbst – ist durch die Bank großartig. Die Erzählweise findet einen guten Mittelweg aus Metahandlung und Einzelgeschichten. Schade nur, dass Robert Smith keinen Gastauftritt hat.

Solar Opposites – Diese Rick-and-Morty-mit-anderen-Mitteln-Serie4 hat nun auch schon ihre dritte Staffel absolviert. Nicht die schlechteste, wie ich finde.5 Mein Favorit war auch dieses Mal wieder die Nebenhandlung in der „Wand“, dem großen Terrarium im Kinderzimmer der Alien-Kinder, in dem sie die unfreiwillig geschrumpften Menschen aufbewahren. Obwohl, die finale Folge, in der die Alien-Familie ihren chaotischen Lebenswandel über Bord wirft und ein Spießerleben aufnimmt, um dem pubertierenden Pupa eine geregelte Existenz zu ermöglichen, ist überragend.

Aktuell auf dem Bildschirm

Agents of S.H.I.E.L.D. – Stimmt es eigentlich, dass der aktuelle Ghost Rider aus den Comics hier in der vierten SHIELD-Staffel seinen Ursprung hatte? Hier ist der alte Hitzkopf nämlich auch mit einem Musclecar anstelle einer Harley unterwegs. SHIELD bleibt jedenfalls die einzige Prä-MCU-Serie, der ich einigermaßen treu bleibe, auch wenn ich oft große Pausen zwischen den Folgen und Staffeln einlege.

Cobra Kai – Juhu! Endlich eine neue Staffel der Karate-Saga. Selbst in der fünften Runde ist sie noch lange nicht auserzählt, was vor allem dem großartigen Chozen zu verdanken ist – und der Tatsache, dass die 80er-Jahre-Nostalgie mit angemessener Selbstironie zelebriert wird. Macht unverändert Spaß.

Die Ringe der Macht – Die beiden ersten Folgen der Serienadaption des Zweiten Zeitalters von Mittelerde hatte ich bereits ausführlicher besprochen. Auch die dritte hat mir gut gefallen, ich meine sogar, dass die Serie von Folge zu Folge zulegt. Galadriel und der geheimnisvolle Schiffbrüchige sind erwartungsgemäß in Numenor gelandet,6 Nicht-mehr-ganz-Olorin-aber-auch-noch-nicht-ganz-Gandalf freundet sich mit den Proto-Hobbits an und unser neuer Lieblings-Elb kloppt sich mehr oder weniger erfolglos mit Orks ehe er vor niemand geringeren als Sauron geschleift wird.

An der Stelle gebe ich frei und offen zu, mich arg verspekuliert zu haben. Oben genannter Schiffbrüchiger ist natürlich nicht Sauron – auch wenn sein Interesse an Schmiedearbeiten sehr verdächtig war. Aber wie sollte er auch? Kanonisch landet der Bösewicht schließlich erst viel später auf der Insel, da er erst einmal seine Basis in Mordor aufbauen und sich bei den Elben einschleimen muss, ehe die Numenorer ihn gefangen nehmen.

Sieht man mal von Galadriels und Gandalfs Rollen ab, ist mein innerer Tolkien-Leser jetzt eigentlich ganz zufrieden. Sauron ist da, wo er sein soll, und vielleicht ist es sogar ganz sinnig, Galadriel von Mittelerde fernzuhalten, die ihn ja gleich erkennen würde. Und bis Gandalf lernt, zwei Sätze geradeaus zu sprechen, vergehen vielleicht doch noch 1.000 Jahre.

Duck Tales – Endlich! Die dritte – und leider letzte – Staffel der Entenhausen-Neuauflage ist bei DisneyPlus erhältlich. Großartig!

House of the Dragon – Eigentlich hatte ich irgendwie mit dem Game-of-Thrones-Universum abgeschlossen. Ausdrücklich nicht, weil mir die letzte Staffel nicht gefallen hätte. Das war nämlich nicht der Fall.7 Dennoch schien die Angelegenheit irgendwie durch zu sein. So verschwand sie ziemlich schnell aus dem popkulturellen Kollektivbewusstsein, das sie zuvor so lange beherrscht hatte. Und auch von den zahlreichen geplanten Spin-off-Serien war schnell keine Rede mehr.

Entsprechend überrascht war ich, dass es auf einmal doch eine neue Serie geben sollte, die etwa 200 Jahre vor GoT spielt und sich um das Schicksal der Targaryens dreht, als sie noch ein paar Drachen hatten. Fast noch größer war meine Überraschung darüber, dass ich recht flott wieder in diese Welt hineingefunden habe. Tatsächlich gefällt mir die Darstellung des heraufziehenden Erbfolgekriegs ziemlich gut. Darf weitergehen.

Lower Decks – Auch meine zweit- oder drittliebste Trek-Serie8 geht in eine neue Runde. In Staffel drei muss erst einmal der vorangegangene Cliffhanger aufgelöst werden, was natürlich in gewohnt abgedrehter Form geschieht. Bin gespannt auf mehr.

She Hulk – Das neue MCU-Serienjuwel weiß mich wie all seine Vorgänger zu begeistern. Was mich unter anderem freut: Im Gegensatz zum Beispiel zu Moon Knight – der auch großartig war – ist diese Serie wieder sehr deutlich in das „umliegende“ MCU eingebettet. Am Besten ist aber Jen Walters selbst, die hoffentlich noch eine große Rolle in künftigen Projekten spielen wird.

Westworld – Nach längerer Pause haben wir mit der vierten Staffel weitergemacht, die leider weiterhin nicht an die Qualität der zweiten herankommt. In Folge fünf heißt es nun endgültig: Der Spieß ist umgedreht, die Maschinen kontrollieren die Menschen und spielen mit ihnen. Tja. Da hatte die Serie zwei Staffeln zuvor das KI-Thema schon weiter und besser am Wickel gehabt. Naja, nun will man auch wissen, wie es ausgeht.

Was als nächstes?

See – Zugelegt habe ich mir den Apfel-Streamingdienst wegen Foundation, geblieben bin ich wegen Severance.9 Durchaus sehenswert10 ist dort jedoch auch See – Reich der Blinden. Die Endzeit-Dystopie im Fantasygewand mit Jason Momoa geht in seine dritte und finale (?) Staffel. Vermutlich werden die ersten sehenden Kinder seit Generationen die Dinge endgültig wieder zum Guten wenden können. Bin durchaus gespannt drauf.

Star Wars: Andor – Eine der großen Überraschungsperlen im Star-Wars-Universum war bekanntlich der Einzelfilm Rogue One. Eine der Hauptfiguren, der Titelgebende Andor, erhält nun seine Vorgeschichte11 in Serienform verpasst. Der Trailer ist bereits sehr vielversprechend und scheint das Erfolgsrezept von Rogue One fortzusetzen.

Abgebrochen / aussortiert

nix

Kein Fortschritt / noch nicht angefangen

For all Mankind | Lego Star Wars: The Freemaker Adventures | Star Wars: Rebels | Star Wars: Resistance | The Expanse | Star Wars: The Bad Batch| Star Wars: Visions

––––––––––––
  1. neben Sopranos und Six Feet Under würde ich sagen[]
  2. Klar, sie war erst für Saul erfunden worden. Umso mehr galt es, ihr Verschwinden zu erklären.[]
  3. plus ein paar Kurzfilmchen[]
  4. Hey, diese Bindestrich-Wortungetüme sind voll cool![]
  5. tatsächlich sind die alle gut[]
  6. Oder sagt man „auf Numenor“? Ist schließlich eine Insel. Dasselbe Problem wie Island, will ich meinen.[]
  7. Aber das ist ein ganz anderes Thema.[]
  8. enges Rennen mit Strange New Worlds[]
  9. Wann geht das eigentlich endlich weiter?[]
  10. pun not intended[]
  11. hinterher geht ja nicht mehr[]

Bingetagebuch: Die Ringe der Macht

Spaß beiseite! Findet die Serie gut oder schlecht, lobt sie in höchsten Tönen oder verdammt sie in die tiefsten Höllen. Jede Meinung ist so legitim wie die andere,1 hier ist meine.

Gut gemacht und kurzweilig

Kurz: Mir gefällt’s bislang. Wie angesichts des hohen Budgets zu erwarten, ist die Serie aufwändig produziert, liefert beeindruckende Bilder, einen guten Cast und – zugegeben zunächst nur angedeutet – eine spannende Geschichte.

Ich teile nicht ganz die weit verbreitete Auffassung, dass zumindest in der ersten Folge nichts passieren würde. Gerade der – aus meiner Sicht allzu kurze – Rückblick ins Erste Zeitalter am Anfang und Galadriels Handlungsbogen haben mich angenehm unterhalten. Ich gebe zu, dass es mit der zweiten Folge dann deutlich flotter wird, beide in einem Rutsch zu gucken war daher sicher nicht von Nachteil. Doch zunächst unterbrechen wir besser für eine

WARNUNG VOR DEM SPOILER

Auch wenn es Mühe kostet:2 Lässt man alles Vorwissen einstweilen beiseite, entfaltet sich vor dem Publikum schon in den beiden ersten Folgen eine epische Geschichte mit interessanten Charakteren: Die Kriegerin, die das sprichwörtliche Paradies ausschlägt, um ihre Heimat vor einer Bedrohung zu verteidigen, an die bislang nur sie selbst glaubt. Der kluge Diplomat, der die Geschicke aus dem Hintergrund zu lenken versucht – und das sogar mit guten Absichten. Das unvermeidliche tragische Liebespaar, das sich im Spannungsfeld von Pflicht und Liebe einer Bedrohung stellen muss. Und schließlich die unerschrockenen kleinen Leute, die ungewollt aber reinen Herzens in die größten und bedeutendsten Abenteuer dieser Welt stolpern.

Wie schon bei der Hobbit-Verfilmung stimmt mich eine handwerklich gut gemachte Darbietung erst einmal milde. Lange lässt sich besagtes Vorwissen aber nicht zurückhalten – und wenn etwas auf der Grundlage des Tolkien-Legendariums erscheint, muss es sich daran selbstredend auch messen lassen.

Der innere Tolkien-Leser

Eben jener hat auch mitgeschaut und einiges dazu zu sagen. Gehen wir die Folgen einfach mal durch.3

Folge eins beginnt wie gesagt mit einem Rückblick auf das Erste Zeitalter.4 Die kleine Galadriel tollt in Valinor umher, dem Reich der Götter. Und wir bekommen sogleich die beiden Bäume in ihrer vollen Pracht zu sehen. Alles Licht kommt in dieser Zeit von ihnen, Sonne und Mond existieren noch nicht. Damit hatten sie mich eigentlich schon gekriegt, denn die Darstellung des sonnenhell strahlenden Laurelin fand ich sehr gelungen.

Galadriel stellt ihren älteren Bruder Finrod als besondere Bezugsperson vor – sie erzählt die Vorgeschichte aus dem Off, wie es seit den Herr-der-Ringe-Filmen Tradition ist. An dieser Stelle werden Feanor und die Silmaril noch mit keinem Wort erwähnt. Galadriel beschränkt sich bei ihrer Zusammenfassung auf die Untat des ersten Dunklen Lords Morgoth, der die Bäume zerstört und Valinor in Richtung Mittelerde verlässt. Da die drei Steine im Zweiten Zeitalter,5 in dem die Serie angesiedelt ist, keine Rolle mehr spielen, finde ich okay, sie hier wegzulassen, auch wenn ich es mir natürlich anders gewünscht hätte – aber dazu weiter unten mehr.

Als Motivation, warum „die Elben“ – tatsächlich waren es nur die Noldor – dem Dunklen Lord gefolgt sind, gibt Galadriel lediglich an, dass sie ihn bekämpfen und für seine Untat bestrafen wollen. Dabei übergeht sie geflissentlich den Brudermord an den Teleri und Mandos‘ Fluch, was aber in Ordnung ist, da all dies eng mit den Silmaril und den Ereignissen des Ersten Zeitalters zusammenhängt, die hier wie gesagt kein Thema sind. Außerdem darf man einer Noldo ruhig zugestehen, dass sie diesen Schandfleck ihres Stammes in einer Zusammenfassung einfach mal vergisst zu erwähnen. Dergleichen ist im echten Leben schließlich auch üblich. Dabei sei an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt, dass Galadriel nicht daran beteiligt war und immer in Opposition zu Feanor stand.

Die Jahrhunderte voller Kriege und Abenteuer in Mittelerde – genaugenommen im später versunkenen Land Beleriand –, die schließlich im Sieg über Morgoth enden, werden ebenfalls sehr straff zusammengefasst. Man gewinnt den Eindruck, dass es nur eine große Schlacht war,6 in der Galadriels Bruder Finrod sein Leben ließ.7 Auch hier gilt: Das geht in Ordnung. Daraus dann Galadriels Motivation zu begründen ist auch okay. Wenn das alles ist, was ich auf absehbare Zeit aus dem Ersten Zeitalter zu sehen kriegen soll, will ich es zufrieden sein.

Schließlich ist der Dunkle Lord besiegt, allerdings konnte sein wichtigster Gefolgsmann – ein gewisser Sauron – entkommen. Zumindest wurde er seither nicht mehr gesehen. Damit springen wir in die Handlungsgegenwart. Galadriel will auch Jahrhunderte nach dem Sieg nicht daran glauben, dass keine Bedrohung mehr von ihm ausgeht und durchsucht die unwirtlichsten Ecken Mittelerdes nach ihm. Bis auf ein paar vage Hinweise findet sie jedoch nichts und muss so mit leeren Händen zu ihrem König Gil-Galad und seinem Berater Elrond zurückkehren. Da sie in der nun lang andauernden Friedenszeit ein wenig anstrengend für den König wird, beschließt man, sie nach Valinor zu schicken.

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Spätestens hier trennt sich die Serienadaption stärker von der Vorlage. Galadriel müsste zu der Zeit längst Celeborn an ihrer Seite haben und eher als Fürstin denn als Kriegerin unterwegs sein. Sie als wehrhafte Kämpferin und einsame Mahnerin vor Sauron darzustellen ist dennoch akkurat und wird ihr gerecht. Das ist auch bei Tolkien ihre Rolle im Zweiten Zeitalter.8

Von ihrer Beinahe-Verschickung nach Valinor ist in den Originaltexten freilich keine Rede, ich kann mit diesen Ausschmückungen aber gut leben – sogar mit ihrem Ansinnen, am Ende der ersten Folge einfach durch den „Atlantik“ zurück nach Mittelerde zu schwimmen. Sie ist eine Noldo der ersten Tage, sowas können die.

Die beiden komplett hinzugedichteten Handlungsstränge mit dem Elben-Menschen-Liebespaar und den Harfüßen lasse ich an dieser Stelle absichtlich aus. Nicht weil ich sie geringschätzen würde, sondern weil sie keine Vorlage haben, mit der man sie vergleichen könnte. Das finde ich im Übrigen besonders legitim, da es geradezu der Sinn einer solchen Adaption ist, die diversen Lücken mit unerzählten Geschichten zu füllen. Da bieten sich die Ursprünge der Hobbits an. Und die Frage, ob es auch im „einfachen Volk“ zu Beziehungen zwischen Elben und Menschen kam, ist mehr als berechtigt. Zumal in einem Dialog auf die beiden kanonischen Fälle9 angespielt wird.

Lediglich der Fund, den die Harfüße am Ende der ersten Folge machen, hat das Potential, eine von Tolkiens ursprünglichen Erzählungen umzudeuten. In dem Einschlagkrater eines Meteorits finden sie nämlich einen Mann vor, dessen Identität auch in Folge zwei noch nicht offenbart wurde – aber ziemlich offensichtlich ist.

Wie vermutlich alle, dachte auch ich im ersten Moment, dass dies wohl Sauron sein soll. Warum der aber vom Himmel plumpst, wo er doch die ganze Zeit in Mittelerde umherläuft, wäre sehr erklärungsbedürftig gewesen. Im Legendarium wird zudem beschrieben, dass sich Sauron in schöner Gestalt und unter falschem Namen bei den Elben einschmeichelt. Die beiden Harfüße betonen jedoch ausdrücklich, wie hässlich der Knabe sei, den sie da gefunden haben. Dass die Proto-Hobbits sich so rührend um ihn kümmern, lässt neben ein paar anderen Schlüsselreizen10 nur einen Schluss zu. Es handelt sich um niemand geringeren als Olorin aka Mithrandir aka Gandalf aka in den Osten gehe ich nicht. Wie die anderen Istari wurde er von den Göttern zur Unterstützung der Elben und Menschen nach Mittelerde geschickt. Allerdings war bei Tolkien nie die Rede davon, dass sie dafür ein Riesenkatapult verwendet haben.

Ein offener Widerspruch zur Vorlage ist aber: Gandalf wäre damit locker 1.000 Jahre zu früh dran, denn eigentlich kommen die Istari erst im dritten Zeitalter. Tja, da müssen wir wohl durch.

Aber wenn das nicht Sauron ist, dann vielleicht der Fremde, auf den Galadriel bei ihrem Iron-Man-Training stößt. Ein zwielichtiger Mensch aus dem Norden, wo der neue Dunkle Lord zuletzt vermutet wurde. Wäre aber erstaunlich, wenn sie gerade jetzt ihr Misstrauen verlieren und ihn ihn nicht erkennen würde – wie es bei Tolkien eigentlich vorgesehen ist. Naja, am Ende der zweiten Folge wurden die beiden von ihrem Floß gerettet – offenbar von Leuten aus Numenor, was bislang noch gar nicht erwähnt worden war. Höchste Zeit, denn eigentlich stehen diese Insel und ihre Bewohner doch im Mittelpunkt der Ereignisse des Zweiten Zeitalters.

Am amüsantesten in der zweiten Folge war jedoch Elronds Besuch bei den Zwergen von Khazad-Dum. Hier wäre auch aus Legendariumssicht wohl nur wenig zu beanstanden. Die Zwergenstadt existiert im Zweiten Zeitalter und man hat gute Beziehungen zu den Elben, das kommt alles hin. Und hey! Sie hat einen Backenbart. Schaut genauer hin!

Ich hoffe bloß inständig, dass sich der geheime Schatz der Zwerge, den sie am Ende der Folge begutachten, ohne ihn dem Publikum zu zeigen, nicht als Silmaril entpuppt. Die Dinger sind in Wasser, Himmel und Erde verschollen und gut. Aber vermutlich geht’s um Mithril oder einen Palantir oder so.

Gerade an der Stelle fiel mir aber eine Kleinigkeit auf, die mich tatsächlich an der Serie stört: Es fehlen die Reisen. Ein wesentlicher Bestandteil von Tolkiens Werk ist das Reisen, was auch die Größe und den Detailreichtum seiner Welt erlebbar macht. Das umzusetzen ist Peter Jackson mit seinen Filmen stets gut gelungen – auch bei den Hobbit-Filmen. Dieser Aspekt geht der Serie bislang komplett ab. Galadriels Rückkehr aus dem höchsten Norden, ihre Verschiffung in Richtung Valinor – alles nur einen Cut entfernt, als wäre es ein James-Bond-Film. Dass Elrond und Celebrimbor anscheinend nach einem kleinen Spaziergang um den Block vor den Toren Khazad-Dums stehen, hat das Problem auf die Spitze getrieben. Zumal Elrond dann auch noch sinngemäß sagt: „Och, geh mal wieder nach Hause, ich mach das hier allein.“ Die Serie versucht das Manko mit der eingeblendeten Karte abzumildern – aber das ist nicht dasselbe.

Was zu erwarten war

Einen großen Anteil an der Bewertung hat bei mir auch immer das Erwartungsmanagement. Klar hätte ich mir etwas ganz anderes gewünscht. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte das Ding Silmarillion geheißen und wir hätten die ganze Pracht und Herrlichkeit des Ersten Zeitalters zu sehen bekommen. Dass es das so nicht geben würde, war schon lange im Vorfeld klar, daher habe ich auch nichts in die Richtung zu hoffen gewagt.

Bei den bisherigen Tolkien-Verfilmungen habe ich mich immer besonders an den gelungenen adäquaten Umsetzungen vieler Buchszenen erfreut,11 habe die milden Änderungen, die oft schlicht dem Medium Film oder einer moderneren Erzählweise geschuldet sind, akzeptiert oder gar gutgeheißen12 – und habe die Kröten der in meinen Augen überflüssigen Abweichungen geschluckt.13

So werde ich es auch bei „Die Ringe der Macht“ handhaben. Wenn wir ein prächtiges Numenor gezeigt bekommen – und vielleicht sogar noch ein paar Rückblenden ins Erste Zeitalter –, will ich es zufrieden sein. Selbst wenn auch die anderen Istari viel zu früh per Götterkatapult übers Meer geschickt werden.

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  1. Ausgenommen natürlich rassistischer und frauenfeindlicher Bullshit, aber da sind wir uns ohnehin einig.[]
  2. und natürlich witzlos ist[]
  3. Ab jetzt wird so richtig gespoilert![]
  4. Ich hinterlege entscheidende Begriffe ab jetzt mit einem Link auf den entsprechenden Ardapedia-Artikel. Wer mit dem Legendarium nicht so vertraut ist, dem sei dieses elektronische Nachschlagewerk sehr empfohlen.[]
  5. Link weiter unten, hier passt er noch nicht.[]
  6. tatsächlich mindestens sechs[]
  7. Tatsächlich starb er an den Folgen eines Kampfes mit einem Werwolf.[]
  8. Jetzt mit Link, schaut euch den „wahren“ Ablauf des Zweiten Zeitalters an![]
  9. Beren und Luthien sowie Tuor und Idril[]
  10. Wie sich „der Fremde“ zum Beispiel mit den Glühwürmchen unterhält.[]
  11. Ich will mal nur für den umstrittenen Hobbit ein paar aufzählen: Die „Unexpected Party“ bei Bilbo, sein Rätselduell mit Gollum, der Spinnenkampf, …[]
  12. Kein Bombadil, Arwen statt Glorfindel, um das naheliegendste zu nennen[]
  13. Die verkorkste Begegnung mit Beorn und generell die unnötige Aufblähung des Hobbit in drei Filme.[]

Bingetagebuch: Kang versus Cthulhu

Erneut beschränke ich mich auf meinen Serienkonsum. Wer an meinen Fortschritten in Sachen Filme interessiert ist, möge einen Blick in meinen Letterboxd-Account werfen.

Gerade fertiggeguckt

Lovecraft Country – Den Rassismus des titelgebenden Neu-England-Horror-Autors selbst zum zentralen Thema zu machen ist nur einer der großartigen Aspekte dieser Serie. Das Heldinnen- und Helden-Team stürzt sich in den zehn Folgen in Abenteuer, die direkt vom Call-of-Cthulhu-Spieltisch stammen könnten, gilt es doch Kultisten das Handwerk zu legen, Dungeons zu erkunden und uralte mythische Rätsel zu lösen. Zusammen ergäbe die Handlung eine hervorragende Rollenspiel-Kampagne.1 Auch wenn die übersinnlichen Dinge für „echten“ Lovecraft’schen Horror vielleicht einen Hauch zu beherrschbar daherkommen, sprühen sie doch vor fantastischem Einfallsreichtum. Allein deswegen ist die Serie ein Fest für jeden SF- und Fantasyfan. Wie bei jeder wirklich guten Serie ist das alles aber nur Beiwerk. Denn in Wahrheit geht es um die Charaktere selbst, die sich unter den widrigsten Umständen entwickeln, zusammenraufen und eine Familie bilden. Und ich fiebere nun noch mehr den weiteren Auftritten von Jonathan Majors im MCU entgegen. Kang wird die Hütte rocken!

Ms Marvel – Die Serie lebt natürlich vor allem von ihrer wunderbaren Hauptfigur und ihrer Darstellerin: die beste Kamala Khan, die das MCU haben kann. Zuletzt kamen ihre Fähigkeiten auch wunderbar Comic-akkurat daher. Kann es kaum erwarten, sie auf der großen Leinwand zu sehen. Embiggen!

Bel Air – Bis zum Staffelfinale eine sehr gute moderne – und ernstere – Adaption des 90er-Klassikers. Carltons radikaler Wandel vom eifersüchtigen Rivalen zu Wills2 größtem Fürsprecher ist mir am Ende etwas zu hastig geraten. Und ich bin ein bisschen enttäuscht, dass der „original“ Will Smith kein Cameo hatte. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Eine zweite Staffel würde mich freuen.

The Boys – Was soll ich sagen? Ich mag die herrlich übertriebene Brutalität und den ordinären „Realismus“ dieser Superheldenparodie, bei der am Schluss alle kriegen, was sie verdienen. Allerdings ist auch nach Staffel drei noch lange nicht Schluss.

Invincible – Diese Zeichentrickserie geht dasselbe Thema einen Hauch gesitteter an, allerdings nur, was das Ordinäre angeht. In Sachen Brutalität steht sie The Boys nur wenig nach. Ich kannte die Geschichte von Invincible und seinem Superman-Dad Omni-Man schon aus der Comicvorlage. Die zwei oder drei ersten Sammelbände hatte ich glaube ich gelesen, ist aber schon über fünf Jahre her. Die Serie folgt der Originalhandlung meiner blassen Erinnerung nach recht genau, fasst aber hier und da einige Dinge zusammen. Inzwischen bin ich dank der ersten Serienstaffel aber handlungsmäßig schon weiter, weswegen ich das Schicksal dieser Erde in diesem Medium weiterverfolgen werde. Ich hoffe, es geht bald weiter.

The Umbrella Academy – Und noch eine Superhelden-Variation, Parodie trifft es hier nicht ganz, auch wenn der Humor einen hohen Stellenwert hat. Wie in jeder Staffel muss auch in dieser der unvermeidlich scheinende Weltuntergang abgewendet werden, wie immer in aller letzter Sekunde. Dass man sich als Folge der vorangegangenen Ereignisse in einer Parallelwelt befindet, macht die Dinge nicht einfacher. Und doch gelingt es natürlich – wieder mit einem durchaus überraschenden Twist, der gespannt auf die hoffentlich folgende Fortsetzung macht. Ich habe die Figuren inzwischen sehr liebgewonnen und würde es bedauern, von ihnen keine Abenteuer mehr sehen zu können.

Stranger Things – Das Finale der vierten Staffel dieses 80er-Nostalgiefests war wieder einmal der Knaller: witzig, spannend und voller ikonischer Szenen. Die diversen needle-drops dieser Staffel sind bekanntlich schon jetzt legendär.3 Allerdings ist die Darstellendenriege, was die Jugendlichen angeht, nun wirklich langsam reif für einen Zeitsprung. Wurde der nicht für die kommende Staffel versprochen? Bei aller Begeisterung ist die Aussicht, dass nach der fünften Schluss sein wird, ganz beruhigend. Totreiten sollte man dieses Pferdchen nicht.

Aktuell auf dem Bildschirm

Westworld – Puh, ich hatte gehofft, dass die lahme dritte Staffel ein Ausreißer bleibt. Wir erinnern uns: Hat das KI-Epos in den beiden ersten Staffeln noch interessant mit erkenntnistheoretischen Gedanken gespielt und die Frage nach dem Leben und dem Bewusstsein an sich gestellt, verkam die Handlung danach zu einem kulturpessimistischen Revolutionsdrama. Leider macht Staffel vier genauso schwach weiter. Zumindest die beiden ersten Folgen sind eine zähe Quälerei, die dritte, als endlich Bernard wieder auftaucht, zieht immerhin die Spannung etwas an. Dennoch scheint es auf ein plumpes Menschen gegen Maschinen hinauszulaufen. Schade.

Better Call Saul – Nachdem uns das Breaking-Bad-Prequel mitten in der sechsten Staffel mit einem fiesen Cliffhanger zurückgelassen hat, geht’s endlich weiter. In den letzten Folgen wird nun der Anschluss zur Mutterserie hergestellt. Wenn man ignoriert, dass die Figuren inzwischen alle deutlich älter aussehen, als man sie aus Breaking Bad kennt, findet damit eine sehr gelungene Vorgeschichte ihren würdigen Abschluss. Hoffe ich.

Solar Opposites – Futurama-Clone kann ich gar nicht genug bekommen. Her mit der neuen Staffel!

Was als nächstes?

Das sehen wir dann nach dem Urlaub.

Abgebrochen / aussortiert

nix

Kein Fortschritt / noch nicht angefangen

Agents of S.H.I.E.L.D. | For all Mankind | Lego Star Wars: The Freemaker Adventures | Star Wars: Rebels | Star Wars: Resistance | The Expanse | Star Wars: The Bad Batch| Star Wars: Visions

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  1. Würde mich nicht wundern, wenn es sogar ein entsprechendes Buch gibt.[]
  2. Ja, die Hauptfigur heißt auch hier „Will Smith“.[]
  3. Auch wenn die Never-Ending-Story-Interpretation aus der dritten unerreicht bleibt.[]

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