Autor: Herr Kowski

Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 37/2018

Bücher & Lesen

Gesang & Geräusch

Man mag von Queen halten, was man will. Das ist einfach ein großartiges Stück. Egal auf welchem Instrument.

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Kino & Film

  • Wer den Han-Solo-Film gesehen hat, ist von dieser Cameo-Szene, die es unter anderem bei Robots & Dragons zu sehen gibt, vermutlich weniger überrascht.
  • io9 zeigt uns einen ersten Trailer des Films Captive State. Da geht’s wohl um die Welt nach der Unterwerfung durch Außerirdische. Interessant.

Lauschen & Labern

  • Schick! Das Ausgespielt-Team hat seine Sommerpause beendet und geht mit einer neuen Nachrichtensendung an den Start.

Lego & Minifiguren

  • Diese Woche haben der Bricknerd, die Brothers Brick und Geeks are Sexy MOCs für uns. Und zwar einen sehr gelungenen Stormbreaker von Brickatecture, Thors neuer Hammer aus Avengers: Infinity War, den Knight Industries Two Thousand von thewdarren und ein komplettes und funktionierendes Siedler von Catan Spielbrett von The Humble Bricksmith.
  • Weiteres wie immer drüben bei Zusammengebaut in der wöchentlichen LegoLinkListe.

Staunen & Wundern

Wenn der Mond irgendwann mal den Zuschlag für die Olympiade erhält, muss der Herr Bolt aber noch etwas üben.

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Tolkien & Mittelerde

Wissenschaft & Visionen

Wohin expandiert das Universum eigentlich? Die Frage – nebst Antwort – ist im Prinzip nichts neues. Das mit den -Gehirn-Universen fand ich jetzt aber etwas merkwürdig. Sollen damit simulierte Universen gemeint sein? Matrioshka-Brain und so?

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Lesetagebuch: zwischen Entenhausen und Rom

Gerade ausgelesen

Superheldinnen und Prinzen: Töchterlein hat mir einen ihrer ausgeliehen. Batgirl: Willkommen in Burnside stammt meines Wissens noch aus der -Ära, stellt aber einen weiteren kleinen Neustart für diesen Charakter dar. Barbara Gordon zieht nämlich zu Beginn der Story in ein hippes Studentenviertel von Gotham, um sich dort neuen Herausforderungen zu stellen – sowohl in ihrem „echten“ Leben als Studentin als auch als Superheldin. Als letztere muss sie sich gleich ein neues Kostüm besorgen, da ihr altes Zeugs komplett verbrannt ist. Die Geschichte ist sehr erfrischend, spannend und auch rund, da sich am Schluss alles recht clever zusammenfügt und einen schön abgeschlossenen Band ergibt. Letzteres gilt für Spider-Gwen: Dunkle Bestimmung nicht ganz. Der Sammelband ist der fünfte und letzte einer Reihe, die die Hintergründe der Gwen Stacy aus der Parallelwelt Erde 65 beleuchtet. Aber auch für sich genommen macht der Band durchaus Spaß, da Erde 65 mit ihrem leicht verdrehten Personal (unter anderem ist Matt Murdock hier der Kingpin) ein interessanter Ort ist. Den Rückflug hat er mir jedenfalls angenehm verkürzen können. Für den Hinflug hat das Inhumans: Erben der Macht übernommen. Der abgeschlossene Band beleuchtet die Jugendzeit der Inhuman-Prinzen Black Bolt und Maximus und gibt den Inhumans erneut etwas Historie und Tiefe.

futu.re: Endlich geschafft! Ich habe das dystopische Machwerk bezwungen und es hat mir nicht so gut gefallen.

Reiten wir! Riesig gefallen hat mir hingegen diese Anthologie mit Western-Geschichten aus dem Karl-May-Universum, das mir damit überhaupt erstmals näher gebracht wurde. Auf meine alten Tage habe ich sogar den Entschluss gefasst, mir endlich den ein oder anderen Originaltext zu Gemüte zu führen.

Liebesgrüße aus Neuschwabenland: Man könnte dieser formidablen Parodie auf gewisse Verschwörungstheorien natürlich ankreiden, im Grunde nur eine – durchaus muntere – Kurzgeschichte zu enthalten, die mit den Bürotweets des Autors aufgefüllt wurde. Allerdings sind diese Tweets sehr lustig. Auch Teil 2 von Alex Jahnkes Neuschwabenland-Saga hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen.

Harry Potter: Wie hier und da schon einmal angemerkt, hole ich mit 20 Jahren Verspätung die Lektüre der ursprünglichen Wizarding-World-Romane von J.K. Rowling nach. Harry Potter und der Stein der Weisen habe ich in Rekordzeit verschlungen und bin schwer begeistert.

Entenhausen: Zum einen habe ich die Bände 50 und 51 der Carl-Barks-Komplettreihe Entenhausen Edition gelesen – und bin erneut hoch erfreut, dass ich etliche -Geschichten des Großmeisters noch gar nicht kannte. Zum anderen habe ich mit großer Begeisterung einen Komplettband der formidablen Serie Onkel Dagobert, sein Leben, seine Milliarden von Don Rosa entdeckt, erworben und weggeatmet. Ich weiß gar nicht, ob Rosa unter Donaldisten eher umstritten oder geschätzt wird – ich jedenfalls halte ihn für einen würdigen Barks-Nachfolger und mag seine Forterzählungen des Originalwerks sehr.

Star Trek: Mehr aus Zufall bin ich kürzlich über die großartige -Comic-Anthologie Waypoint gestolpert. Darin enthalten ist eine Handvoll sehr einfallsreicher abgeschlossener Geschichten aus allen Epochen des Star-Trek-Universums (außer Discovery und Kelvin). Gleich die erste Geschichte zeigt uns eine zukünftige Enterprise E unter Captain Geordi La Forge mit einer (Brücken-) Mannschaft aus lauter Data-Hologrammen. Selbiger hat sich nämlich vor einer Weile in den Bordcomputer hochgeladen und IST jetzt quasi die Enterprise. Großartige Idee und großartige Geschichte. Von dem Szenario hätte ich gern mehr erfahren – was für einige der Geschichten gilt.

Aktueller Lesestoff

Action Comics: Diese Superman-Serie aus der New52-Ära ist spätestens ab dem dritten Sammelband reichlich durchwachsen. Durchaus gute abgeschlossene Einzelgeschichten wechseln sich mit Fragmenten größerer Handlungsbögen ab, die offenbar Hauptsächlich in anderen Serien stattfinden. Da immer wieder der Fokus auf Kal-Els Jugend und Origin gerichtet wird, macht mir die Serie im Großen und Ganzen aber schon Freude.

Dr. Aphra: Diese Dame und ihre Entourage stellen einen der besten Einfälle in den -Comics seit der Disney-Übernahme dar. Die leicht schurkisch angehauchte Archäologin begann ihre Karriere als Sidekick von niemand geringerem als Darth Vader. Als dieser schließlich die Nase voll von ihr hatte, schmiss er sie am Ende seiner Serie kurzerhand aus der Luftschleuse. Aphra hat dergleichen zum Glück vorhergesehen, entsprechende Vorkehrungen getroffen und macht nun in ihrer eigenen Serie die weit entfernte Galaxis unsicher. Wir befinden uns in der Ära zwischen Episode IV und V und für eine clevere Archäologin mit gesundem Sinn für den eigenen Vorteil ergeben sich eine Menge Möglichkeiten. Vor allem wenn man einen Wookie-Kopfgeldjäger und zwei wahnsinnige Killer-Droiden an seiner Seite hat.

Das Blutende Land: Klaus N. Frick, seines Zeichens -Chefredakteur ist ein unheimlich netter Kerl und fähiger Redakteur. Aber kann er auch Romane schreiben? -Romane gar? Mit Das Blutende Land hat er sich daran versucht und ich teste seine Bemühungen gerade. Handwerklich ist das ganze schon mal – erwartungsgemäß – einwandfrei. Es entwickelt sich eine recht klassische Fantasy-Geschichte mit einem heraufziehenden Krieg und halb verborgener Magie. Die Protagonisten, die in den ersten Kapiteln vorgestellt werden, wirken mir zu Beginn noch etwas blass und es mag mich noch nicht so recht packen. Aber es nimmt langsam Fahrt auf. Mal sehen, was noch kommt.

Hieroglyph: Da ich die ewigen Dystopien langsam ein wenig über habe, folgte ich dem Rat des guten Myrkvid und besorgte mir die Anthologie Hieroglyph – Stories and Visions for a Better Future. Die erste Geschichte hat mir gleich sehr gut gefallen. Niemand geringeres als Neal Stephenson beschreibt darin den Bau eines 20 km hohen Turmes im Süden der USA. So einen hätte ich gern.

Harry Potter: Natürlich ging es nach dem Stein der Weisen nahtlos weiter. Mit ungebrochener Begeisterung schmökere ich mich nun durch Die Kammer des Schreckens. Trotz Kenntnis der Filme sind die Bücher ein großer Gewinn, gehen sie doch in vielen Details in interessante Tiefen – und machen deutlich, dass einige Dinge in Wirklichkeit doch ein wenig anders gelaufen sind. Wobei ich auch feststelle, dass die Verfilmungen sehr akkurat und genial sind.

Biokrieg: Dieses ebenfalls leicht dystopische Werk hat mir dereinst der Lesezwinger ans Herz gelegt. Auch wenn ich dieses Subgenre wie gesagt langsam nicht mehr so mag, ist Biokrieg von Paolo Bagicalupi sehr gut und spannend geschrieben. Das Ganze spielt dabei in Thailand und gibt aus meiner unwissenden Warte die beschriebenen Kulturen recht akkurat wider. Ohnehin scheint mir das alles auf sehr guter – auch wissenschaftlicher – Recherche zu basieren. Im Groben geht es wohl um eine Zukunft, in der die Ernährung der Menschheit dank fieser Pflanzen-Krankheiten nicht mehr allzu sicher gewährleistet ist und die Hoffnung auf der Gentechnik ruht, Nutzpflanzen zu produzieren, die verlässlich Kalorien liefern können. Ohnehin stecken ein paar gute Hard-SF-Ideen in der Geschichte. Doch, gefällt mir bislang ziemlich gut.

Der Lange Kosmos: Auch das Parallelwelt-Epos von Terry Pratchett und Stephen Baxter geht nun in seine letzte Runde. Ich hab die Lange-Erde-Bücher allesamt sehr gern gelesen. Gar nicht mal wegen der jeweiligen Handlung, die ich fast komplett wieder vergessen habe. Vielmehr hat mir die Lange Erde selbst als Welt und Ort enorm gefallen. Das haben die beiden echt gut ausgearbeitet und beschrieben.

Was als nächstes?

Roma Nova: Römer im Weltraum? Immer her damit! Wollte eh schon längst mal was von Judith Vogt lesen.

Mara und der Feuerbringer: Dass der Tommy Krappweis auch schreiben kann, heißt es ja schon länger. Dank der oben beschriebenen Western-Anthologie hab ich nun auch eine Ahnung davon, dass entsprechende Gerüchte wahr sein könnten. Sein Fantasy-Erstling (?) landet daher alsbald auf meinem Kindle.

Scherben: Die beste Geschichte dieser Anthologie aus der Reihe Fantasyguide präsentiert kenne ich zwar schon – dennoch werde ich sie mir zeitnah zulegen.

Kulturoptimismus: Ein, zwei mal hatte ich hier und da angedeutet, dass mir der ewige Kulturpessimismus ganz schön auf den Zeiger geht. Ich wollte schon längst mal einen entsprechenden Rant von mir gegeben haben – bräuchte da aber mal etwas Recherchebackground. Gewalt von Steven Pinker und Factfulness von Hans Rosling könnten mir da eventuell gute Dienste leisten.

Der Fall von Gondolin: Nach den Kindern Hurins und Beren und Luthien kommt nun schließlich Der Fall von Gondolin noch mal als eigenständiges Buch heraus. Das entsprach durchaus den Planungen von Meister , der immer vorhatte, diese drei Geschichten in Romane zu gießen. Bei den Kindern Hurins hatten Sohn und Enkel den – wie ich finde erfolgreichen – Versuch unternommen, aus den vorhandenen Notizen einen stimmigen Fließtext zu produzieren. Beren und Luthien hingegen war „nur“ eine komplette Editionsgeschichte der existierenden Originalfragmente, die man bereits aus Silmarillion, Vergessene Geschichten & Co. kannte. Ich würde mich freuen, wenn Gondolin wieder mehr in Richtung Kinder Hurins geht. Nun, ich werde es sehen.

Das Teemännchen: Nach dem grandiosen Goldenen Handschuh habe ich beim Halfpap’schen Werk einmal ausgesetzt. Jürgen war dermaßen schnell verfilmt worden, dass ich mit dem Lesen gar nicht hinterher kam. Das Teemännchen ist jetzt aber wieder fällig.

Black Bolt: Diese Black-Bolt-Serie soll ja auch ziemlich gut sein. Schau ich mir demnächst mal an.

Eis und Dampf: Ich mag Steampunk- und Steamfantasy-Szenarien, habe bislang aber kaum konkrete Geschichten gefunden, die mir auch zusagen. Die Eis und Dampf Sachen sollen ja sehr gut sein. Das schaue ich mir mal an.

Der Dunkle Wald: Den ersten Band von Liu Cixins -Trilogie habe ich vor gut einem Jahr mit großer Freude gelesen. Wird höchste Zeit für Band zwei.

Weihnachten auf der Lindwurmfeste: Zu Weihnachten gibt’s neues aus . Ich freu mich drauf.

Kein Fortschritt / noch nicht angefangen

Sven Regener: Magical Mystery | Sven Regener: Wiener Straße | Douglas Adams: Der elektrische Mönch | Douglas Adams: Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele | Douglas Adams: Lachs im Zweifel | JMS: Dream Police | Star Wars: Thrawn | Star Wars: DJ | Perry Rhodan Comic 5 & 6 | Luis Bermejo: Der Herr der Ringe | Stephen Hawking | Karl May | Justice League | Justice League Dark | Star Trek: Enterprise

Montagsfrage: Ich hör nix

Ich höre zwar (fast) nie Hörbücher, will mich aber dennoch kurz zur heutigen Montagsfrage äußern. Sie lautet: „Ist Hörbuch-Hören für dich mit ’klassischem’ Lesen gleichzusetzen? Oder ist beides für dich grundverschieden?“

Wer nicht hören will muss lesen

Ich tendiere zu letzterem – vermutlich auch, weil ich nicht so der akustische Mensch bin. Ich hab’s lieber still – und les dann was. Da ich zudem fast gar nicht multitaskingfähig bin, müsste ich mich beim Hörbuchhören voll aufs Lauschen konzentrieren, um überhaupt alles mitzubekommen.

Die Gelegenheiten, bei denen ich dann doch zum Hörbuch gegriffen habe, lassen sich entsprechend an einer Hand abzählen. Eine davon war während der Elternzeit, in der ich öfters dem Format von NDR Kultur Am Morgen vorgelesen gelauscht habe. Unter anderem habe ich da die Atemschaukel gehört. Das war schön. Ganz selten habe ich im Auto mal die Gelegenheit das Gegenstück Am Abend vorgelesen mitzubekommen. Das nehme ich dann durchaus auch gerne mit.

Generell ziehe ich das Lesen aber vor.

Bingetagebuch: Battlestar Galactica

Ich lege mich fest: aus den Jahren 2003 bis 2009 ist eine der besten -Serien überhaupt. Dabei habe ich sie noch nicht mal ganz durch. Dennoch ist es Zeit für eine kleine Lobhudelung.

Neue Kampfsterne fliegen gut

Mir geht es hier wie gesagt um die Neuauflage der Serie aus dem Jahr 2003. Die Originalserie aus den 70ern erfuhr in jenem Jahr ein Remake, das hoch gelobt wurde und sich erfolgreich über vier Staffeln und diverse Miniserien, Webserien, Einzelfilme und eine kurze Spin-off-Serie erstreckte. Ich habe das damals zwar mitbekommen und auch kurz mal reingeschaut – bin aber aus unerfindlichen Gründen nicht hängengeblieben. Ein sträfliches Versäumnis, das ich gerade nachhole. Wenn man also – wie ich – Battlestar Galactica heutzutage schauen möchte, kann man zu DVD- und Blueray-Boxen greifen oder1 bei einem der allseits beliebten Streamingdienste bingen.2 Dies also wäre das komplette Werk:3

  • Battlestar Galactica die Miniserie / der Pilotfilm (2003) – Ich habe den zweiteiligen Pilotfilm (2 x 90 Minuten) vor ein paar Jahren gestreamt, dort scheint es ihn einer schnellen Recherche zufolge aber nicht mehr zu geben. Hilft also nix – DVD/Blueray kaufen!
  • Battlestar Galactica: Staffel 1 (2004) – Die 13 Folgen der ersten Staffel (je 45 Minuten) kann man aktuell für schmales Geld streamen oder auf silbernen Scheiben erwerben.
  • Battlestar Galactica: Staffel 2 (2005) – Die zweite Staffel hat stolze 20 Folgen (Verfügbarkeit siehe oben).
  • Battlestar Galactica: The Resistance (2006) – Die aus zehn fünfminütigen Webisodes bestehende Winz-Serie ist bei keinem mir bekannten Streamingdienst zu finden, vermutlich aber in der ein oder anderen DVD-Komplettbox enthalten. Eventuell lohnt es sich, den Titel in die YouTube-Suche einzugeben.
  • Battlestar Galactica: Staffel 3 (2006) – Ebenfalls 20 Folgen, ebenfalls bei besagtem Streamingdienst sowie auf Siberscheiben erhältlich.
  • Battlestar Galactica: Razor / Auf Messers Schneide (2007) – Dieser separate knapp 90-minütige Fernsehfilm ist bei meinem Streamingdienst im Paket mit der vierten Staffel erhältlich (obwohl er eigentlich eine Rückblende auf Ereignisse der zweiten Staffel darstellt). Mag sein, dass dies auch schon in der entsprechenden Staffelbox der Fall war.
  • Battlestar Galactica: Razor Flashbacks (2007) – Diese sieben nur wenige Minuten langen Webisodes sind abermals nirgends zu finden. Außer vielleicht bei YouTube.
  • Battlestar Galactica: Staffel 4 (2008) – Die letzte Staffel besteht (je nach Zählweise) erneut aus 20 Episoden. Mein Streamingdienst teilt die Abschlussepisode in zwei Folgen auf und packt wie gesagt noch den Einzelfilm Razor als Doppelfolge an den Anfang, sodass man hier auf 23 Folgen kommt. Vermutlich wird das in den DVD-Boxen für den deutschen Markt ähnlich gehandhabt.
  • Battlestar Galactica: The Face of the Enemy (2008) – Erneut ein paar Webisodes. Diesmal zehn Episoden mit je fünf Minuten Länge. Nach denen hab ich mich noch nicht auf die Suche gemacht.
  • Battlestar Galactica: The Plan / der Plan (2009) – Ein weiterer Prequel-TV-Film. Den gibt’s separat zum Streamen. Und natürlich auf Silberscheibe.
  • Caprica (2010) – Die Spin-off-Serie ist nach nur einer Staffel mit 18 Episoden eingestellt worden. Ersten Recherchen zufolge kann man die wohl nirgends streamen. Mal schauen, ob ich da irgendwann zur DVD-Box greife.
  • Battlestar Galactica: Blood & Chrome (2012/2013) – Diese Prequel-Film war wohl ursprünglich als Pilot für eine Spin-off-Serie gedacht, wurde dann zunächst als erneute Web-Serie veröffentlicht und schließlich als nacheditierter Film herausgebracht. Danach habe ich auch noch nicht gesucht.

Das ist jetzt wohlgemerkt die erscheinungs-chronologische Reihenfolge und nicht zwingend die einzuhaltende Guck-Reihenfolge. Ich empfehle dringend, mit der Miniserie zu beginnen, um dann die vier Staffeln zu schauen. The Resistance sollte man schon zwischen Staffel zwei und drei einschieben, da es sich dort handlungs-chronologisch einfügt – wenn man denn möchte. Man kann es aber auch weglassen. Razor steckt wie gesagt meist im Paket der vierten Staffel mit drin. Alle Einzelfilme und weiteren Webserien sind Rückblenden, die man sich auch im Anschluss reindrehen oder weglassen kann. Und Caprica ist halt eine Prequel-Serie.

Wehe, wehe, wehe! Wenn ich auf das Ende sehe!

Aktuell habe ich davon die ersten drei Staffeln inklusive der ersten Webserie The Resistance sowie den TV-Film Razor gesehen. In die Razor Flashbacks habe ich ein wenig reinschauen können, die stellen aber ohnehin nur eine geringfügig ausführlichere Version einer Szene des TV-Films dar. Vor allem nach dem Finale der dritten Staffel ist meine Begeisterung auf einem absoluten Höhepunkt, sodass ich von meinem Vorsatz, alles Material aus diesem Universum aufsaugen zu müssen, aktuell nicht abzubringen bin.

Allerdings ist mir wohlbekannt, dass die vierte Staffel und vor allem das Ende der Serie unter den Fans gelinde gesagt umstritten sind. Ich bin daher schon selbst sehr gespannt, wie ich das Finale empfinden und ob es gar meine aktuell hohe Meinung von der Serie relativieren wird.

EDIT: Lange nach meinem Abschluss der Serie habe ich sogar mit dem BSG-Ende meinen Frieden machen können.

Wie auch immer, ab hier gilt vorsichtshalber:

WARNUNG VOR DEM SPOILER

Was bisher geschah

Die Serie ist eine komplette Neuerzählung der Handlung der alten Serie, sie stellt also keine Fortsetzung dar. Es gibt ein paar Anspielungen auf die alte Optik, die Namen von Orten und Charakteren sind gleich, der Grundplot ist identisch, weicht in etlichen Details aber teils deutlich ab. Sehr zum Vorteil des Ganzen, so die einhellige Meinung, der ich mich vollumfänglich anschließe.

Die Menschheit lebt mehr oder weniger friedlich auf den zwölf Kolonien, zwölf bewohnbare Welten, die offenbar um vier Sonnen kreisen, die sich in relativer Nähe zueinander befinden. Man beherrscht die überlichtschnelle Raumfahrt, die Welten treiben regen Handel und Austausch miteinander und sind in einem allumfassenden Staatengebilde zusammengeschlossen. Vor einigen Jahrzehnten endete der Krieg mit den Zylonen, einer Rasse intelligenter Maschinen, die einst von den Menschen erschaffen wurde und sich dann gegen ihre Schöpfer erhoben hat. Seither besteht ein Waffenstillstand und seit 40 Jahren hat niemand in den Kolonien mehr einen Zylonen gesehen. Irgendwo am Rande des menschlichen Einflussbereiches schwebt eine Raumstation, zu der in regelmäßigen Abständen ein Gesandter der Kolonien reist, um Verhandlungen zu führen – von zylonischer Seite ist dort aber nie jemand erschienen. Bis jetzt.

Die Handlung setzt ein mit dem völlig überraschenden Angriff der Zylonen auf alle zwölf Kolonien. Es gelingt ihnen auf einen Schlag alle militärischen Kräfte der Menschen mit einem Virus lahmzulegen und die Planeten mit Atomwaffen zu bombardieren. Neben dem Überraschungsmoment kam ihnen auch der zunächst unbewusste Verrat des Wissenschaftlers Gaius Baltar zugute, der dem weiblichen Zylonenmodell Nummer Sechs die Zugangscodes zu den Verteidigungssystemen übergab. Zu dem Zeitpunkt wusste noch niemand, dass es menschenähnliche Zylonen überhaupt gibt. Der Angriff gipfelt in der fast vollständigen Auslöschung der Menschheit. Lediglich einer kleinen Flotte ziviler Raumschiffe und dem letzten verbliebenen Kampfstern Galactica gelingt die Flucht. Mit ungefähr 50.000 Überlebenden an Bord entkommt die Flotte der Vernichtung. Um die Moral an Bord aufrecht zu erhalten, behauptet der Kommandant der Galactica Adama, den Weg zu einem legendären Planeten zu kennen, von dem in alten religiösen Schriften die Rede ist: die Erde.

Es folgt über vier Staffeln hinweg die Schilderung der jahrelangen Reise und ständigen Flucht vor den Zylonen mit etlichen Hindernissen, Krisen, Rückblenden und überraschenden Wendungen, die ich hier im Einzelnen gar nicht alle wiedergeben möchte. In Staffel vier wird das Ziel schließlich auf die ein oder andere Weise erreicht und die Handlung kommt zu einem Abschluss, über dessen Qualität sich die Geister wie gesagt scheiden.

Der erste Eindruck trügt oft

Als ich vor bald 15 Jahren zum ersten Mal einen Blick in diese Serie warf, gab es ein paar Punkte, die mich abgeschreckt und vom Weiterschauen abgehalten haben. Auch wenn ich als Kind etliches davon gesehen habe, war ich kein überbordend großer Fan der Originalserie. Dennoch störte mich ein wenig die Darstellung der menschlichen Kultur der zwölf Kolonien im Reboot. In der alten Serie war alles sehr auf Pseudoantike gemacht, was ich angenehm fremdartig empfand. Im Reboot hingegen rennen alle mit Klamotten des 20./21. Jahrhunderts herum und Gesellschafts- und Regierungsform sind sehr nah an die USA angelehnt. Das fand ich damals irgendwie doof.

Und dann ging mir die Wackelkamera ziemlich auf den Senkel. Was heute kaum mehr auffällt, weil es fast schon standard ist, war damals noch relativ neu. Bei „Lost“ hatte ich es noch ertragen, dass die Kamera stets und ständig schaukelte, als würde ein Amateur das gerade ungefiltert dokumentieren. Zu der Absturz-Robinson-Geschichte passte der Found-Footage-Stil ja noch irgendwie. Bei meinem ersten BSG-Guckversuch empfand ich das aber als aufgesetzt und störend.

Heute weiß ich, dass ich diese Vorbehalte schon damals hätte beiseite wischen müssen. Sie fallen angesichts der Großartigkeit der Serie kaum ins Gewicht. Im Gegenteil. Mittlerweile halte ich beides sogar für Vorteile. Indem man dem Zuschauer weitgehend vertraute Gesellschaftsstrukturen präsentiert und davon absieht, das Regierungs- und Rechtssystem sowie die militärische Kommandostruktur jedesmal erklären zu müssen, kann man sich voll auf die Darstellung des eigentlich interessanten konzentrieren: die Charaktere und ihre inneren und äußeren Konflikte, elementare existenzielle Themen und richtig gutes Drama. Selbst mit der Wackelkamera habe ich meinen Frieden gemacht.

Schon vor etlichen Jahren habe ich immer mal wieder aufgeschnappt, wie gut diese Serie tatsächlich sein muss und immer im Hinterkopf gehabt: Irgendwann musst du das mal gucken. Dank moderner Streamingdienste und mobiler Endgeräte war es 2017 dann endlich soweit. Und ich staune immer wieder darüber, wie gut die Serie auf allen Ebenen tatsächlich ist, dass ich es gar nicht in wenige Worte fassen kann.

Grandios auf allen Ebenen

Es fängt schon mit der Musik an, der es stets gelingt, die ohnehin schon bewegenden Szenen dermaßen genial zu unterlegen, wie man es sonst nur aus guten Kinofilmen gewohnt ist. Nicht nur das – die Tracks sind so gelungen, dass die meisten auch für sich allein genommen sehr gut funktionieren. Und dieses Urteil will aus dem Munde eines (Film-) Musikmuffels wie mich etwas heißen. Auch die Effekte sind für ihre Zeit und den Rahmen einer TV-Serie herausragend. Ohnehin war ich von Anfang an von der physikalischen Akuratesse begeistert, mit der sich die Raumschiffe (meistens) bewegen. Das verschafft vor allem den Weltraumszenen einen Realismus und den Kampfszenen eine Ernsthaftigkeit, wie man sie in diesem Genre so nur selten sieht.

Realismus möchte ich auch dem gesamten Szenario attestieren – vor allem wenn es um die konkreten Charaktere und ihre Dramen geht. Selten habe ich den Umgang mit Trauer, Famileindramen, Krankheiten, Krieg, Terror, Tod, Alkoholismus und überhaupt der gesamten Bandbreite menschlicher Tragödie in einer Genreserie so lebensecht dargestellt gesehen. So gelingt es der Serie auch, dass man fast mit jedem Charakter mitfiebert, sich mit vielen davon identifiziert und sich ernsthaft für sie interessiert. Selbst etwas blassere und manchmal vielleicht sogar nervige Charaktere kriegen wenigstens einmal ihren großen Moment.

Das alles sei nur ein Schlaglicht auf die Ursachen meiner Begeisterung. Um all das ernsthaft zu würdigen, müsste man viel tiefer staffel- oder gar episodenweise einsteigen – was an anderer Stelle bestimmt schon oft geschehen ist. Für mich kumuliert das alles in der Schlussszene des Staffelfinales von Season 3 – eines der besten Staffelenden aller Zeiten.

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SO SAY WE ALL!

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  1. das meiste[]
  2. nicht der, bei dem alles in der Flatrate enthalten ist, sondern der andere – kostet auch noch extra, aber es lohnt sich []
  3. oder hab ich was vergessen?[]

Hurra! Die Montagsfrage ist wieder da!

Sie ist wieder da! Ab sofort wird bei Lauter&Leise die allwöchentliche Montagsfrage in den Raum gestellt. Es beginnt mit einer kleinen Vorstellungsrunde. Die Frage lautet: „Was ist das letzte Buch, das du gelesen hast, was liest du momentan und welches Buch steht dieses Jahr auf jeden Fall noch auf deiner Leseliste? Wieso?“

Ein Blick auf Bücherstapel und Regale

Da ich immer viel parallel lese, erlaube ich mir, in jeder Kategorie drei Bücher zu nennen.

  • Gerade gelesen: Futu.re von Dmitry Glukhovsky (hat mir überhaupt nicht gefallen), die Karl-May-Anthologie Reiten Wir! herausgegeben von Alexander Jahnke (hat mir sehr gut gefallen) und der Comic-Sammelband Onkel Dagobert, sein Leben und seine Milliarden von Don Rosa (grandios!)
  • Aktuell auf dem Kindle: Harry Potter und die Kammer des Schreckens von Joanne K. Rowling (lese die Reihe tatsächlich zum ersten Mal und bin begeistert), Der Lange Kosmos von Terry Pratchett und Stephen Baxter (der Abschlussband des von mir sehr geschätzten Parallelwelt-Epos der beiden Großmeister) und die Positiv-Utopie-Anthologie Hieroglyph: Stories and Visions for a Better Future herausgegeben von Ed Finn und Kathryn Cramer (ich hab die ewigen Dystopien nämlich langsam über)
  • Auf jeden Fall als nächstes dran: Das Teemännchen von Heinz Strunk (auch wenn es sich oft um dieselben autobiografischen Themen dreht, schätze ich das Halfpap’sche Werk sehr), Der Fall von Gondolin von J.R.R. Tolkien (hoffentlich diesmal mehr wie Die Kinder Hurins und weniger wie Beren und Luthien) und Roma Nova von Judith C. Vogt (Römer im Weltraum? Da bin ich dabei!)

Lesetagebuch: Futu.re von Dmitry Glukhovsky

Das war mühsam. Endlich habe ich die zweite der drei Leseaufgaben gemeistert, die ich mir vom Lesezwinger habe aufbürden lassen. Futu.re hat mir leider nicht so gut gefallen – und auch meine Anforderungen nicht erfüllt. Aber lest selbst!

Lesezwinger 2.2

Wir erinnern uns: Letztes Jahr bat ich den Lesezwinger um Lesestoff. Da etliche Science-Fiction-Geschichten sehr eurozentristisch angelegt sind und in einer Zukunft spielen, die im Grunde nur die Weiterführung unserer „westlichen“ Kultur darstellt, wünsche ich mir schon lange etwas zu lesen, in dem es in der Beziehung ein wenig realistischer zugeht.

Ich erhielt drei vielversprechende Vorschläge, darunter auch Futu.re von Dmitry Glukhovsky, den ich mit seinem ersten Metro-Roman durchaus in positiver Erinnerung habe. Es folgen Inhaltsangabe und schonungslose Beurteilung meinerseits. Daher

WARNUNG VOR DEM SPOILER!

Die Zukunft: Unsterblichkeit für (fast) alle!

Der russische Originaltitel lautet schlicht Die Zukunft. Die „lustige“ Pseudo-Webadressen-Schreibweise hat sich also ein Übersetzer ausgedacht. Wie auch immer, in der Zukunft befinden wir uns, ein paar hundert Jahre weit, mitten in Europa. Hier leben mittlerweile mehrere hundert Milliarden (!) Menschen zusammengepfercht in einer kontinentweiten Stadt aus kilometerhohen Türmen. Es ist der Menschheit nämlich vor ungefähr 200 Jahren gelungen, die Unsterblichkeit für alle zu ermöglichen.

Das Ergebnis ist ein heillos überbevölkertes Europa (in anderen Regionen der Welt sieht es etwas anders aus), in dem sich aber alle Menschen ewiger Jugend erfreuen. Der Preis des ganzen (neben der Tatsache, dass man in kilometerhohen Türmen lebt und es kein Fleckchen unberührter Natur mehr gibt) ist, dass niemand mehr Kinder kriegen darf. Wer es dennoch tut, muss seine eigene Unsterblichkeit aufgeben und erhält eine Spritze, die nicht nur den Alterungsprozess wiederherstellt, sondern ihn auch noch beschleunigt, dass man binnen zehn Jahren dahinsiecht.

Natürlich gibt es viele nicht angemeldete Schwangerschaften und Geburten. Diesen nimmt sich eine spezielle Polizeieinheit an, welche die Übeltäter aufspürt, den Müttern (selten auch den Vätern) die Spritze verabreicht und die Kinder in ein Internat steckt. Aus diesen Internatskindern wird nach entsprechender Indoktrination die nächste Generation dieser Polizeieinheit rekrutiert.

Die Hauptfigur ist Mitglied einer solchen Einheit und wird gleich zu Beginn zu einem Angehörigen der Europäischen Zentralregierung zitiert und von diesem mit einer recht mysteriösen inoffiziellen Spezialmission beauftragt. Und so klischeehaft und vorhersagbar geht es auch weiter. Natürlich beginnt der indoktrinierte Geheimpolizist im Laufe der Handlung am System zu zweifeln, hadert mit traumatischen Erinnerungen, findet im Zuge seines Auftrags die Liebe seines Lebens (die er eigentlich abmurksen soll), wird von dem Auftraggeber umschmeichelt und mit Macht und Reichtum gelockt, hat in Wahrheit eine persönliche Beziehung zum Auftraggeber und schmeißt am Ende ganz alleine in einem einzigen terroristischen Akt mal eben das komplette in Jahrhunderten gewachsene Gesellschaftssystem über den Haufen.

Dämliche Dystopie

Ich hatte wie gesagt Metro 2033 aus der Feder desselben Autors recht positiv in Erinnerung – und war angesichts dieses Klischeequarks hier doppelt enttäuscht. Obwohl die Ausgangsidee durchaus reizvoll ist: Wie wird eine Gesellschaft konkret damit umgehen, wenn auf einmal niemand mehr altern muss und faktisch alle unsterblich sind? Selbst der Ansatz, daraus eine eindeutige Dystopie zu machen, halte ich grundsätzlich für legitim – auch wenn ich Dystopien langsam wirklich über habe. Aber diese hier ist nicht mal gut. Gehen wir ein wenig ins Detail.

Die Charaktere: raue Hetero-Kerle und tote Frauen

Man bekommt ausschließlich klischeehafte Abziehbilder präsentiert. Die Hauptfigur ist nicht einmal sympathisch – zu keinem Zeitpunkt ihrer Charakterentwicklung. Durch die Indoktrinierung seit seiner Kindheit ist er zunächst ein knallharter Verfechter des Systems mit dem erwartbaren seelischen Knacks. Dass er diesen durch seinen Wandel zum Regimegegner nicht verliert, ist durchaus realistisch, es gelang mir aber nicht, irgendeine Beziehung zu dieser Figur aufzubauen – selbst als er gegen Ende recht eindrucksvoll mit dem Altern hadert und endlich echte Vaterfreuden kennenlernt. Vermutlich hat das hauptsächlich mit dem Moral- und Menschenbild zu tun, das in dem ganzen Buch mitschwingt. So gibt es zwei, drei Szenen, in denen die Hauptfigur völlig zusammenhanglos männliche Randfiguren angreift, die vom Erzähler als homosexuell identifiziert werden. Diese Begegnungen sind allesamt für die Handlung komplett irrelevant und mir drängt sich der Eindruck auf, dass für den Autor Homosexualität bei Männern symbolisch für die moralische Verkommenheit der Gesellschaft steht. Ohnehin sind alle aktiv handelnden Figuren Männer. Frauen treten in diesem Szenario nur als Opfer auf – und wenn mich meine Erinnerung nicht allzu sehr täuscht, sind alle namentlich erwähnten weiblichen Charaktere am Ende des Buches tot. In seinem Wikipedia-Artikel wird Glukhovsky als Liberaler bezeichnet – das finde ich in diesem Buch aber nicht so recht wieder.

Die Konflikte: Erziehung versus Instinkt

Der Kernkonflikt, den der „Held“ mit sich ausmacht, ist die Überwindung der Indoktrination, die er im Internat erfahren hat. Ihm wurde die „unnatürliche“ Ideologie der Unsterblichen-Gesellschaft aufgezwungen, dass Familie und Eltern-Kind-Beziehungen etwas schlechtes sind, die dem Segen der Unsterblichkeit und vermeintlichen Freiheit entgegenstehen. Er wurde gezwungen, seine Mutter zu hassen und Kinder zu verabscheuen. Seine instinktive Sehnsucht nach der „natürlichen“ Ordnung der Dinge schlummert aber noch immer in ihm, was sich darin äußert, dass er dem Lebenswandel in der schönen neuen Welt nichts abgewinnen kann, nachts von seiner Mutter träumt, Homosexuelle verprügelt und sich schließlich in die Frau verliebt, die er eigentlich töten soll. Seine endgültige „Erlösung“ erfolgt durch den Verlust seiner Unsterblichkeit und der Zeugung eigenen Nachwuchses. Der „gute“ natürliche Instinkt siegt also über die „böse“ unnatürliche Erziehung. Er soll hier selbstredend stellvertretend für alle Menschen stehen und so setzt er in einem terroristischen Akt am Ende des Buches ein Virus frei, das binnen kürzester Zeit allen Menschen die Unsterblichkeit nimmt, damit sie sich wieder der „natürlichen Ordnung“ hingeben können.

Die Dramaturgie: Antiheldenreise zurück in die Steinzeit

Dramaturgisch erinnert das alles an eine Heldenreise – auch wenn die Hauptfigur vielmehr ein Antiheld ist und bleibt. Ob seiner Klischeehaftigkeit ist das ganze sehr schnell ziemlich vorhersehbar, so rechte Spannung will dabei nie aufkommen.

Die Themen: Kulturpessimismus vom Übelsten

Dass hier Themen aus der gesellschaftspolitischen Mottenkiste am Start sind, hatte ich bereits angedeutet. Die Unsterblichkeit selbst wird als SF-Thema nie so recht behandelt. Sie ist vielmehr nur eine Erweiterung des heutigen (vermeintlichen) Jugend- und Gesundheitswahns und der damit (angeblich) einhergehenden schwindenden Bedeutung der klassischen Familie. Kurz: der demografische Wandel als moralischer Niedergang der Gesellschaft. Gewürzt wird das mit ein wenig Urbanisierungskritik (die seelenlose kontinentale Megacity, die jegliche Natur unter sich begraben hat) und Kritik an der „Festung Europa“ (mehr noch als heute strömen in dieser Zukunft Menschen aller Herren Länder nach Europa, um ebenfalls die Unsterblichkeit zu erlangen – an der Stelle ist das Buch fast noch am stärksten). Im Grunde läuft aber alles darauf hinaus, dass Fortschritt eigentlich Mist ist (selbst wenn er Milliarden Menschen ein Leben in Jugend ohne Krankheit bescheren sollte) und es für den Menschen das beste wäre, wenn er sich auf seine „wahre Natur“ besinnt. Was immer das sein mag. Und zu viele Menschen sollte es sowieso nicht geben. Thanos gefällt das.

Das Szenario: die Zukunft, die keine ist

Zu Beginn der Lektüre fand ich das Szenario durchaus reizvoll: Eine Gesellschaft ewig junger und gesunder Unsterblicher in einer kontinentgroßen Stadt – das hätte was werden können. Die Grundidee wird aber an keiner Stelle konsequent ausgearbeitet. Das Unsterblichkeits-Thema wird wie gesagt auf einen übersteigerten Jugendwahn reduziert und die gigantische Größe einer Hundert-Milliarden-Stadt wird nie auch nur ansatzweise erlebbar gemacht. Der Autor schmeißt lediglich mit absurden Zahlen um sich – und lässt den Helden in kurzen U-Bahn-Fahrten zwischen einer Handvoll konkreter Handlungsorte hin-und-her-jetten. Auch die zeitliche Entfernung wird nicht sonderlich erlebbar gemacht, da im Grunde alles wie heute ist. Wir haben ein westlich-liberales Europa, das sich in einem wackeligen Bündnis mit den USA (hier „Panamerika“) befindet und sich gegen die restliche Welt abschottet und Flüchtlingswellen vor seinen Mauern und Toren vegetieren lässt. Nichts anderes also als eine grotesk verzerrte Version der Jetztzeit als plumpe Allegorie auf die aktuellen Zustände.

Thema verfehlt

Damit fällt das Urteil, ob dieses Buch meine ursprüngliche Anforderung an den Lesezwinger auch erfüllt, sehr eindeutig aus: Nicht die Bohne! Dennoch:

Nennt mich Buchbezwinger!

Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 34/2018

Bücher & Lesen

Comics & Graphic Novels

Daddeln & Zocken

Interessante Spielidee mit interessantem Setting

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Gesang & Geräusch

Die Liste ließe sich schier endlos fortsetzen.

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  • Die Titelmusik von Knight Rider war – sind wir doch mal ehrlich – das einzig gute an der Serie. Als Banjo-Cover von Banjo Guy Ollie gewinnt sie sogar noch mal ne Ecke dazu. (via Geeks are Sexy)
  • Das liegt vermutlich am Alter – aber auf einmal gefallen mir die Rolling Stones. Entsprechend sagt mir dieses Zeitraffer-Video ihres Schaffens von Angel Nene, das das Kraftfuttermischwerk entdeckt hat, sehr zu.
  • Zur Beruhigung gibt’s beim Kraftfuttermischwerk dieses Debussy-Musikvideo mit Mondbildern der NASA.
  • Und diese spontane Musiksession in einem Restaurant, in der eine Reisegruppe aus Profimusikern mal eben Circle of Life aus König der Löwen intoniert, ist herzerwärmend. Das Kraftfuttermischwerk hat’s bei 여행에미치다 gefunden.
  • Unsere Floppotron-Dosis gibt uns erneut Geeks are Sexy: Paweł Zadrożniaks Maschine intoniert sowohl Thunderstruck als auch den kleinen spanischen Floh auf ihre ganz spezielle und liebenswerte Weise.

Gesellschaft & Soziales

  • Unter dieser viel zu selten genutzten Rubrik möchte ich auf zwei lesens- und nachdenkenswerte Artikel von Geekgeflüster hinweisen. In beiden wird sich klug und differenziert mit den Themen Gender und Fandom sowie Sexismus und Gaming auseinandergesetzt. Lesen!

Internet & Online-Szene

  • Das Buchfresserchen hat entschieden und verkündet hiermit: Die Montagsfrage geht weiter – nun allerdings bei Lauter&Leise.

Lego & Minifiguren

Da hat einer die original -Holzente aus original Lego geschnitzt.

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  • Erinnert ihr euch noch an den nur mäßig gelungenen offiziellen Lego-Ideas-DeLorean? Bei den Brothers Brick gibt’s grad eine wesentlich gelungenere – wenn auch aufwändigere – Version der Zeitmaschine aus Zurück in die Zukunft. thewdarren hat sie geMOCt.
  • Zusammengebaut plant offenbar ein Lego-Treffen in Hamburg im September.
  • Weiteres wie immer drüben bei Zusammengebaut in der allwöchentlichen LegoLinkListe.

Tolkien & Mittelerde

George RR Martin lobhudelt JRR Tolkien. Und womit? Mit Recht!

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  • So schlecht, wie alle immer tun, fand Ich die -Verfilmung jetzt ja nicht. Ein bisschen zu lang war sie aber vielleicht schon. Laut io9 gibt’s da einen Typen, der aus den drei Teilen einen Zwei-Stunden-Hobbit-Cut gemacht hat. Wollen wir jetzt natürlich alle sehen.

TV & Serien

  • Bei Geeks are Sexy gibt’s noch ein etwas ausführlicheres Video über Patrick Stewarts Auftritt von Majestic Entertainment News. Und der gute Andres bei Zusammengebaut ist über Picards Rückkehr natürlich total aus dem Häuschen.
  • Ich hab ja noch nicht mal Clone Wars und Rebels zu Ende geguckt (ein sträfliches Vergehen, ich weiß) – und da hauen die schon die nächste Serie raus. Unter anderem bei Robots & Dragons gibt’s den ersten Trailer zu Star Wars: Resistance.

Wissenschaft & Visionen

Watt is eigentlich ein Wurmloch?

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Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 30/2018

Bücher & Lesen

  • Heike Lindhold empfiehlt in einem sehr klugen und ausführlichen Artikel bei den Teilzeithelden das Buch Exit West von Mohsin Hamid. Dabei ordnet sie es sehr durchdacht in die Flüchtlingsthematik ein und webt einen kleinen Exkurs über die Möglichkeiten und Aufgaben phantastischer Literatur ein. Sehr lesenswert! Und das Buch landet umgehend auf meiner Wunschliste.
  • Eine gewisse Romanheftserie steuert gerade langsam aber sicher auf ein weiteres Jubiläum zu. Seit 1961 erscheint Woche für Woche unverdrossen ein neues Heft – und im Februar nächsten Jahres dann Perry Rhodan Band 3000. Chefredakteur Klaus N. Frick wagt schon mal einen vorsichtigen Ausblick – und ich gelobe hiermit, nach langer Abstinenz diesen Jubiläumsband käuflich zu erwerben und zu lesen.

Gesang & Geräusch

Wie großartig ist das denn? Alexander em-effing Gerst musiziert mit Kraftwerk direkt aus dem Orbit IN EINEM CAPTAIN FUTURE SHIRT!

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Kino & Film

Sehr interessante Abhandlung über Kung-Fu-Filme. Ich glaube, in einige Perlen dieser Kunst muss ich alsbald mal wieder reinschauen.

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  • Die San Diego Comic Con hat uns einen großen Schwung frischer Trailer beschert, die uns io9 und Robots & Dragons dankenswerterweise präsentieren. So gibt es den ersten Trailer zur Unbreakable/Split-Fortsetzung Glass, zur Mangaverfilmung Battle Angel Alita, zu den neuen DC-Filmen Aquaman und Shazam sowie einen neuen Ausblick auf Phantastische Tierwesen 2. Eine Komplettliste aller Comic-Con-Trailer hat der gute Edieh erstellt.
  • Aber ich glaube, der beste Film der nächsten Zeit wird Christopher Robin. Robots & Dragons haben einen neuen längeren Trailer am Start.

Lauschen & Labern

  • In seiner aktuellen Sendung jammert der Selbstgesprächler unter anderem ein wenig über das Älterwerden. Was will man machen?

Lego & Minifiguren

Gar nicht so schlecht die Idee: ein Lego-Teile-Aufsauger.

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  • Bei den Brothers Brick gab’s zuletzt ein leuchtendes Ninjaschwert von Sean Mayo und eine beeindruckende Star-Wars-Raumstation von Corry Lankford zu bewundern.
  • Der Bricknerd hat die gemütliche kleine Ecke einer Fantasy-Taverne von MarcelV am Start.
  • Weiteres wie immer drüben bei Zusammengebaut in der allwöchentlichen LegoLinkListe.

Staunen & Wundern

Nie wieder schiefe Krawattenknoten – endlich mal ein nützlicher Livehack!

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TV & Serien

Endlich ein erster Trailer der zweiten Discovery-Staffel. Das wird gut!

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  • Und auch in Sachen Serien kriegen wir dank der Comic Con eine Menge neues Bewegtbildmaterial zu sehen. Robots & Dragons war so nett und hat uns die neuen Trailer zu The Man in the High Castle, der Ducktales-Neuauflage und zu einer interessanten neuen SF-Serie namens Origin aufbereitet. Oder ihr schaut einfach in die Komplettliste aller Trailer bei Edieh rein.
  • Etwas später legte Robots & Dragons noch diesen ersten Trailer der neuen Mars-Serie The First obendrauf. Auch interessant.

Wissenschaft & Visionen

Großartige Geschichte! Da hat einer in den 80ern ein Fake-Perpetuum-Mobile gebaut und bis heute hat (fast) niemand herausbekommen, wie das Teil funktioniert.

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Würfel & Spielbretter

  • Ein gewisser Legonaut hat mir schließlich noch diesen interessanten Artikel bei The Voyager’s Workshop zukommen lassen, in dem ein stolzes Elternteil über die erste Rollenspielrunde mit seinen Kindern berichtet. Unter anderem kommt auch Lego zum Einsatz.

Lesetagebuch: Mit vollem Kindle in den Urlaub

Entsprechend habe ich mein Kindle vollgepackt und werde etliches aus der Kategorie noch nicht angefangen angehen. Aber lest selbst!

Gerade ausgelesen

Marvel-Hachette-Comic-Sammlung: Schon seit 2013 bin ich begeisterter Sammler dieser Marvel-Reihe und fülle mir damit all meine Lücken im Gesamtwerk des Hauses der Ideen – und diese Lücken sind gewaltig. Zuletzt hatte ich hier den Silver Surfer am Wickel, der in einer seiner neuesten Serien mit der Erdenfrau Dawn Greenwood im All unterwegs ist und herrlich absurde Abenteuer erlebt. In einem weiteren Band habe ich endlich die Origin-Geschichte des großartigen neuen Nova Sam Alexander nachlesen können. Die Welt der Avengers offenbarte mir einen Handlungsstrang der Rächer, den ich noch gar nicht kannte. Mit Ex Nihilo wird da ein recht interessanter Schurke vorgestellt, der mal eben den Mars terraformt hat und selbiges mit der Erde plant – nach vorheriger „Entlaubung“ derselben versteht sich. SpiderIsland kannte ich zwar schon aus einem ComiXology-Sale, die Saga um die Seuche, die allen New Yorkern auf einmal Spinnenkräfte verpasst, ist aber jederzeit einen Reread wert. Schließlich habe ich mit Der Tag der Defenders und Avengers gegen Defenders die Klassiker um das Originalteam dieses Namens gelesen – bestehend aus Dr. Strange, Namor, dem Hulk, dem Silver Surfer und Valkyre. Großartige Geschichten – und der zweite der beiden Bände beinhaltet nichts geringeres als den ersten Vorläufer späterer Civil Wars.

Aktueller Lesestoff

futu.re: Jetzt, da die Helden dieses Dystopie-Schinkens von Dmitry Glukhovsky die Festung Europa verlassen haben, hoffe ich, dass die schleppende Geschichte noch mal ein wenig Fahrt aufnimmt. Ebenso hoffe ich, es im Urlaub endlich durchgelesen und vom Kindle zu bekommen.

Reiten wir! Die Karl-May-Anthologie hat hingegen ein höheres Lesetempo verdient. Sie ist nämlich sehr gut.

Action Comics: Bei der New52-Superman-Serie muss ich auch mal wieder Gas geben. Hoffentlich reichen die 14 Tage für all das.

Was als nächstes?

Neuschwabenland 2: Die wunderbare Antarktis-Verschwörungs-Parodie von Alex Jahnke aka @Cynx hat schon vor längerer Zeit einen zweiten Teil verpasst bekommen. Erst kürzlich habe ich mit Freuden entdeckt, dass es das auch für meinen eBook-Reader gibt. Also kommt auch Liebesgrüße aus Neuschwabendland mit in den Urlaub.

Kein Fortschritt / noch nicht angefangen

Sven Regener: Magical Mystery | Sven Regener: Wiener Straße | Klaus Frick: Das blutende Land | Douglas Adams: Der elektrische Mönch | Douglas Adams: Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele | Douglas Adams: Lachs im Zweifel | Terry Pratchett und Stephen Baxter: Der Lange Kosmos | Paolo Bacigalupi: Biokrieg | JMS: Dream Police | Star Wars: Dr. Aphra | Star Wars: Thrawn | Star Wars: DJ | Perry Rhodan Comic 5 & 6 | Luis Bermejo: Der Herr der Ringe | Stephen Hawking | Joanne K. Rowling: Harry Potter | Karl May | Ed Finn, Kathryn Cramer et al.: Hieroglyph | Justice League | Justice League Dark | Star Trek: Waypoint | Star Trek: Enterprise

Montagsfrage: Comic-Adaptionen? Immer her damit!

Das Buchfresserchen stellt allwöchentlich die Montagsfrage in den Raum. Heute möchte ich da erstmals auch drauf antworten. Die Frage lautet nämlich: „Von manchen Buchreihen gibt es eine Comic-Version. Ist das etwas, das dich interessiert oder findest du es überflüssig?“

Das interessiert mich

Dass ich ein großer Freund der Neunten Kunst bin, ist hinlänglich bekannt. In den meisten Fällen schätze ich es außerdem sehr, wenn Geschichten aus anderen Medien in diese Kunstform übertragen werden. So auch bei Buchreihen. Das gelingt wohlgemerkt nicht immer – aber mein Interesse ist grundsätzlich erst einmal vorhanden, sodass ich in einem solchen Fall immer zugreife.

Gelingt …

In den meisten Fällen war ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Beispiele für die gelungene Medientransformation gibt es in meinen Augen unter anderen aus , von der und aus dem Hause : der prachtvolle Doppelband zu Walter Moers‘ Die Stadt der Träumenden Bücher, die beiden Scheibenwelt-Comics (meines Wissens gibt es da bislang nur Mort und Wachen! Wachen!), die Comicversion des kleinen Hobbit, die zu den ersten drei (?) Per Anhalter durch die Galaxis Büchern und die sehr empfehlenswerte Graphic Novel zu Sven Regeners Herr Lehmann. Es sind wohlgemerkt alles Beispiele, bei denen ich die Bücher vorher gelesen habe. Sie haben mir in unterschiedlichen Qualitätsabstufungen Visualisierungen geliebter Szenen und Geschichten geboten und selbige gekonnt in das andere Medium übertragen.

… nicht immer

Beispiele, die ich nicht so gelungen fand, sind unter anderem die Game of Thrones Comics (da hat mich vermutlich auch die großartige TV-Visualisierung schon ausreichend bedient) und die Comics zu Stephen Kings Der Dunkle Turm. Gar nicht mal, weil sie qualitative Mängel hätten – sie haben mich einfach nicht fesseln und bei der Stange halten können. Ambivalent ist meine Haltung – wie immer – bei Perry Rhodan. Die größte -Romanheftserie der Welt hat sich ja auch öfter mal im Medium Comic versucht, was selten grandios (die ollen Schwarz-Weiß-Atlan-Comics aus den 70ern) und meistens nur so mittel war. Aber das wäre Thema für einen eigenen ausführlichen Artikel.

 

Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 27/2018

Comics & Graphic Novels

Aus aktuellem Anlass ein paar Hintergrundinfos zur Wespe.

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Fandom & Nerdtum

  • Das schwirrt glaube ich schon länger in der Weltgeschichte rum – ich hab’s bislang auch nur grob überflogen. Dennoch: Diese detaillierte Analyse des Endes der Serie „Die Sopranos“ scheint mir teilens- und lesenswert. Und auch wenn die Serie schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat ist eine SPOILERWARNUNG durchaus angebracht. Schließlich geht es explizit um das Ende.

Gadgets & Tools

Das Werbevideo ist reichlich dämlich – und schlappe 60/70 Euronen für einen Kreisel finde ich auch etwas übertrieben. Und dennoch.

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Gesang & Geräusch

Der Bass-Maestro erläutert die Schwierigkeitsstufen seines Leib- und Magen-Instruments.

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Kino & Film

Lauschen & Labern

  • Das Ausgespielt-Team setzt seine Sendereihe über König Artus fort.

Lego & Minifiguren

Jason Pyett erklärt in diesem Video seinen schicken -Kreis, der seit ein paar Tagen durchs Netz geistert und mit dem man zum Beispiel eine Uhr basteln kann.

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Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 26/2018

Fandom & Nerdtum

War Mary Poppins eigentlich eine Hogwarts-Schülerin? Gar nicht so abwegig.

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Gadgets & Tools

Putzig!

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Gesang & Geräusch

Die Westworld-Titelmusik ein ganz klein wenig heavyer als üblich.

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Internet & Online-Szene

  • Juhu! Der Fadenaffe bloggt wieder! Also bei Minds Delight jetzt. Da freu ich mich. Hab vor allem seine Comicrezis immer gern gelesen.
  • Und dann bin ich diese Woche über den Hashtag #WirLiebenBlogs und die damit verbundene Bloglobhudelungsaktion gestolpert. Sehr löbliche Sache!

Lauschen & Labern

  • Und das Ausgespielt-Team widmet sich in seiner aktuellen Sendung niemand geringerem als König Arthus. Interessant!

Lego & Minifiguren

  • Ich muss gestehen, dass mein Interesse an den Lego-Minifiguren-Sammelsets ein wenig erlahmt ist. Die Harry-Potter-Sammelserie, die Zusammengebaut hier vorstellt, ist aber ist aber so großartig, dass ich die unbedingt komplett haben muss. Und zwar sofort.
  • Die Brothers Brick steuern heute zwei ganz interessante MOCs bei – und zwar dieses durchaus beeindruckende Minas-Tirith-Modell und diesen Dinobot.

LOL & ROFL

Die Batman Dance Party ist lustig.

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TV & Serien

Juhu! Endlich! Better Call Saul Staffel 4 kommt.

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  • Und laut Robots & Dragons starten auch gerade die Dreharbeiten für die zweite Staffel Dark. Noch mal Juhu!
  • Und dann gibt’s auch noch erste Bewegtbilder von Disenchantment, der neuen Zeichentrickserie von Matt Groening, die uns diesmal in eine Fantasywelt transportieren soll, wie io9 berichtet.

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