Schlagwort: PerryRhodan

Lesetagebuch: Einmal quer durch alle Welten

Erneut breche ich mit meinem üblichen Schema und präsentiere eine Rückschau des Ausgelesenen der letzten Monate. Ohnehin lege ich gerade eine kleine Lesepause ein, da ich auf den werktäglichen U-Bahn-Fahrten zur Zeit die ein oder andere TV-Serie verkonsumiere.

Von Entenhausen bis Nangijala

Entenhausen Edition: Bei der hervorragenden Barks-Fuchs-Edition mit allen Geschichten unserer aller Lieblingsente bin ich nun auf dem aktuellen Stand und nenne alle 42 Hefte mein eigen. Im April geht’s weiter. Kann ich nur empfehlen.

Der Zauberer der Smaragdenstadt: Wahrlich, den Zauberer von Oz kann man nur im russischen Original richtig genießen – wobei ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich das tatsächliche Original nie gelesen und auch den Filmklassiker wohl nie gesehen habe. Wie auch immer, das Teil hat Töchterlein und mir eine Menge Freude bereitet.

Die Brüder Löwenherz: Ich hatte an anderer Stelle ja schon mal erwähnt, dass ich das Werk der großartigen Astrid Lindgren bis dato nur recht oberflächlich kannte. Gemeinsam mit dem Nachwuchs wird diese Lücke schon seit einiger Zeit sukzessive gefüllt. Geradezu überwältigt war ich dabei von diesem Stück hervorragender Fantasy. Die Brüder Löwenherz ist die sehr berührende Geschichte zweier Brüder, die nach ihrem Tod in ein fantastisches Land gelangen, dessen Freiheit sie im Laufe der Handlung erkämpfen müssen. Spannend, dramatisch und ergreifend.

Superhelden rauf und runter

Venom: Den guten alten Spidey-Symbionten hatte ich zuletzt zwei mal am Wickel und zwar jeweils in seiner aktuellsten Inkarnation mit Flash Thompson als Wirt. Zum einen im Rahmen der Marvel-Hachette-Reihe, in der er als Geheimagent in der Weltgeschichte unterwegs ist – und dann in digitaler Form bei Comixology, wo ich mir mal seine Weltraumabenteuer als Space-Knight angeschaut habe. Grundsätzlich mag ich den Thompson-Venom am liebsten. Er hat den Symbionten zwar mit Abstand am besten im Griff – muss sich aber dennoch immer mal wieder mit ihm und seiner Wut auseinandersetzen. Der Wechsel zwischen Beherrschung und absolutem Ausrasten ist bei diesem Venom daher am extremsten – und interessantesten. Auch wenn er später als Mitglied der Guardians of the Galaxy etwas blass wirkt, sind seine Weltraumabenteuer auch durchaus ansehnlich.

Thor: Auch hier habe ich das ein oder andere von meinem Stapel abarbeiten können. Der Klassiker Ragnarök war im Rahmen der Hachette-Reihe dran – und dann hab ich mich endlich mal an die neue Thor gemacht. Bei beiden sind die Details der Handlung schon wieder etwas verblasst. Gut fand ich’s aber definitiv. Ebenso die Geschichten des ewigen Gegenspielers Loki, der als Agent von Asgard ja seine eigene Serie erhielt. Sehr erfrischend, ihn endlich auch mal bei Marvel als etwas differenzierteren Antihelden zu sehen, wie es der mythologischen Vorlage auch viel mehr entspricht.

Namor: Der olle Submariner gehört zu den allerersten Superhelden aus dem Hause Marvel. Immer wenn er bei meiner Lektüre mal am Rande auftauchte – zuletzt bei Avengers vs. X-Men – fand ich ihn ganz interessant. Daher fing ich mit seiner letzten eigenen Serie Namor – The First Mutant an, war dann aber nur mäßig angetan. Warum er jetzt überhaupt der „erste Mutant“ sein soll (ich dachte immer, das ist Apocalypse) sei dahingestellt. Ja, die erste Geschichte mit den Wasser-Vampiren war ganz nett. Aber vom Hocker gerissen hat’s mich halt auch nicht.

Thanos: Ihr denkt bombastisch-gigantomanische Weltraumopern gibt’s nur bei Star Wars und Perry Rhodan? Weit gefehlt! Das kann Marvel auch hervorragend. Ehe es die Guardians of the Galaxy wieder etwas kleiner und familiärer angingen, stritten sie oft um nicht weniger als das Schicksal der Galaxis oder des gesamten Universums. So auch in dem Marvel-Hachette-Band Thanos: Tod und Leben. Das gute alte 616-Universum wird nämlich von einer Parallelwelt attackiert, in der der Tod besiegt wurde und nichts und niemand mehr stirbt. Klingt erst mal ganz gut – nicht umsonst nennt man das aber bald das Cancerverse. Entsprechend sind die Doppelgänger der Helden aus diesem Universum eher untot denn lebendig – allen voran eine ziemlich fiese Version des klassischen Captain Marvel. Da muss man sich schon mal mit Thanos verbünden.

Weitere Hachette-Sammelbände: Und auch sonst ging die ein oder andere Hachette-Ausgabe über meinen Lese-Nachttisch. Sie seien der Vollständigkeit halber stichpunktartig aufgeführt: die beiden Nick Fury Bände, Klassiker von Dr. Strange und den Fantastischen Vier, eine gewohnt absurde Deadpool-Nummer und der sehr schöne Daredevil-Band Schall und Wut.

Injustice: Dank eines Comixology-Sales habe ich dieses großartige Elseworld-Szenario, in dem Superman aus Gründen durchdreht und auf der Erde ein Regime unter seiner Führung errichtet, endlich mal weitergelesen. Jahr um Jahr versucht der Widerstand unter Batman, dem Kryptonier mit anderen Mitteln zu Leibe zu rücken. So wird es diesmal mit Magie und sogar mit der Hilfe der griechischen Götter versucht. Hilft natürlich alles nix. Auch wenn sich das Schema dadurch alljährlich etwas zu wiederholen neigt, macht mir die Sache ungebrochen Spaß. Einen so konsequenten Superman finde ich immer etwas spannender, als den „normalen“.

Star Wars kanonisch und legendär

Obi Wan & Anakin: Ist glaube ich keine Neuigkeit, dass ich die  Star-Wars-Comics recht begeistert lese. Und seit die Dinger (wieder) bei Marvel erscheinen, sind sie ja sogar alle kanonisch. So auch diese gar nicht mal so schlechte Episode aus dem gemeinsamen Wirken von Obi Wan und Anakin vor Episode II. Wir befinden uns also nicht in der Zeit der Klonkriege sondern zu einem Zeitpunkt, aus dem noch nicht so viel bekannt ist. Die Handlung selbst ist schnell erzählt: Die beiden Titelhelden stranden auf einem abgeschiedenen Planeten und werden in örtliche Konflikte hineingezogen. Viel interessanter ist aber die Beschreibung Anakins und seiner Beziehung zu Obi Wan und Palpatine – und deutlich besser gelungen, als in dem ein oder anderen Film.

Kanan – The Last Padawan: Zu meiner Schande muss ich gestehen, Rebels bis auf die Pilotfolge noch immer nicht gesehen zu haben. Aber immerhin habe ich schon mal die „Vorgeschichte“ Kanan – The Last Padawan verkonsumiert. Kann ich nur empfehlen.

Star Wars Masters Series: Nicht mehr Kanon oder trotzdem noch immer sehr gut sind die etwas älteren Comics aus dem Hause Dark Horse. Was mir da noch fehlt, bringt Panini gerade dankenswerterweise in den Masters Series raus und wird von mir fleißig gesammelt. So zuletzt die Bände 15 und 16. Jango und Boba Fett – Blutsbande ist eine sehr schöne Geschichte über die beiden Kopfgeldjäger und ihr Verhältnis zu den Klonen. Und selbst Darth Maul – Todesurteil ist eine lesenswerte Episode über den wiederauferstandenen in Episode I etwas farblos geratenen Sith-Lord.

Neunte Kunst aus deutschen Landen

Die Zwerge Band 2: Die Zwergen-Romane von Markus Heitz habe ich nie gelesen, aber hin und wieder lobende Worte darüber vernommen. Drum bin ich bei der Comic-Adaption eingestiegen und habe Band 1 durchaus mit Freude gelesen. Auch der zweite Band macht Laune. Ja, es ist recht klassische tolkienesque Fantasy mit den üblichen Elfen, Orks, Zauberern und eben Zwergen. Das ganze liest sich aber spannend weg und ist gar nicht mal so schlecht gezeichnet.

Perry-Rhodan-Comic: Der vierte Band der neuen Cross-Cult-Reihe hat mich tatsächlich positiv überrascht und ist erstaunlich gelungen. Woran lag’s? Vor allem wohl daran, dass hier mal ein wenig auf das Origin des Titelhelden Bezug genommen wird – was mir in den drei ersten Bänden schmerzlich gefehlt hat. Das (zunächst indirekte) Auftauchen von ES macht den neuen Handlungsstrang ungleich interessanter als den Vorgänger. Richtig gut isses aber leider auch nicht. Dass es etwas problematisch ist, die unmittelbare Vorgeschichte aus dem klassischen Romanheft Nr. 700 nicht zu erwähnen, sei dabei nur am Rande gesagt. Rhodans erste Bitte an ES wäre sicher nicht die Versetzung der SOL in die Milchstraße sondern die Befreiung der Erde von der Aphilie gewesen. Egal: Der trotz einfachen Plots recht wirre und schludrige Erzählverlauf wiegt da schon etwas schwerer. Dennoch: Ich bin nach vier Heften erstmals gespannt und interessiert, wie es weiter geht.

Captain Berlin: Über diese deutschsprachige Superhelden-Parodie bin ich eher zufällig gestolpert, als ich Band sechs aus der Reihe in einem Comicladen liegen sah. Das Heft, in dem der Titelheld in den 80ern gegen sein DDR-Pendant antreten muss, gefiel, sodass ich sogleich die fehlenden Heftchen organisieren musste. Und auch die sind großartig, steckt in ihnen trotz aller Satire doch eine Menge Liebe zu den Vorlagen aus den Häusern Marvel und DC. Merkwürdigerdings ist gerade Band 2 komplett vergriffen, weswegen meine Sammlung hier noch eine schmerzliche Lücke aufweist.

Fantasy im Weltenraum

Saga: Kennt ihr Ben und Hollys kleines Königreich? Das ist eine sehr gute und lustige Zeichentrickserie für Kinder, in der Elfen und Feen trotz kleinerer Rivalitäten friedlich in einem kleinen Königreich auf einer Wiese zusammenleben. Saga ist so ähnlich. Nur dass die Feen und Elfen hier im Weltraum über etliche Welten verstreut leben, und seit Äonen in einem verheerenden Krieg miteinander liegen, der die halbe Galaxis verwüstet. Ach ja, und Saga ist nicht für Kinder. Im Ernst: Diese Comicreihe ist klasse. Nicht nur, weil sie eine sprechende Katze hat.

Geek Quest 2017/1: Brief an Perry Rhodan

Im ersten Teil gilt es einen Brief an ein Stückchen Popkultur zu verfassen, das einen im letzten Jahr besonders beschäftigt hat. Da hätte ich was.

Lieber Perry,

ich hab’s versucht, wirklich noch einmal versucht. Denn Du bist mir seit damals nie so ganz aus dem Kopf gegangen. Ich glaube, es war Band 2200, der mich nach Jahrzehnten des Sammelns und der Lektüre hunderter Heftromane endgültig hat aussteigen lassen. Zuvor hatte ich – ganz der begeisterte Fanboy – in einem Con (ja, bei Dir hieß es immer „der Con“) gesessen und auf einmal zu mir selbst gesagt: „Was machst Du hier eigentlich?“

Lang ist’s her …

Und doch habe ich immer mal wieder geschaut, was Du so machst, habe für Dich geschrieben, versucht, an die alten Zeiten anzuknüpfen, Deinen Geburtstag gefeiert.
Du hattest auch mal versprochen, Dich zu ändern – das hat aber vieles nur noch schlimmer gemacht.

Aber vielleicht liegt es ja auch an mir. Denn Du bist Dir ja treu geblieben. Science-Fiction war für Dich halt immer Technobabbel und Feuerkraft im All. Dabei konntest Du immer auch anders.

Ich weiß, es steht und fällt mit den Autorinnen und Autoren. Deswegen war ich ja voll der Hoffnung, als Du Dein Exposé-Team ausgetauscht und mal wieder Andreas Eschbach rangelassen hast. Doll war es nicht – aber die Hoffnung war geweckt.

Du locktest zudem mit einer neuen Comicreihe, die … nun ja … immerhin guten Willen erahnen ließ.

Aber dann hieß es im letzten Jahr auf einmal: Komm schnell zurück! Jetzt kommen die guten Autorinnen und Autoren mit den guten Romanen. Es wird alles wieder so wie früher! Und tatsächlich, Du hattest ein paar richtig gute Geschichten für mich. Und ich dachte: Ja, ich versuch’s wieder mit Dir, Perry. Ganz offiziell, als Stammleser der Erstauflage. Ich steig wieder voll ein, lese jede Woche jeden aktuellen Roman – und es wird ab jetzt immer großartig sein.

Doch ach …

Nach nur vier Heften ging es wieder los: die Handlung wurde zäher. Ich blieb zunächst optimistisch. Das ist sicher nur ein kleiner vorübergehender Schwächeanfall, dachte ich. So schnell wollte ich nicht aufgeben.

Vielleicht ein paar Hefte überspringen?, dachte ich mir. Aber ich hatte keine Chance. Wir hatten keine Chance. Du hast wieder angefangen, mich mit seitenlangen Exposédaten zu traktieren und ich erinnerte mich wieder, warum ich damals ausgestiegen war.

Und somit ist diese kurze Rückkehr zu Dir auch schon wieder Geschichte. Vielleicht sehen wir uns ja bei Band 3000.

Dein Roland

PS: Oh … Ich sehe gerade, die Perry-Rhodan-Comicreihe wird dieses Jahr fortgesetzt …?

Lesetagebuch: Wir sehen uns dann bei Band 3000

Unlesbares wird gnadenlos aussortiert (sorry Perry), anderes schnell abgearbeitet und die mobilen Endgeräte mit ordentlicher Ferienlektüre gefüllt. Aber lest selbst.

Abgebrochen

Die ParaFrakt-Konferenz: Gut, das war’s auch schon wieder. Mit Perry-Rhodan-Band 2859 erkläre ich meine Rückkehr in die Stammleserschaft meiner einstigen Lieblings-SF-Serie offiziell für beendet. So begeistert ich von einigen der neueren Autoren auch war – es reichte nicht aus, dass ich mich erneut durch schlechte Hefte quäle, um hin und wieder auf die ein oder andere Perle zu stoßen. Auch wenn ich Uwe Anton als einen der besseren Autoren von damals in Erinnerung hatte – es ist einfach unfassbar langweilig, wenn er Absatz- und Seitenweise Exposédaten oder Charakterisierungen der Protagonisten runterrattert, anstatt diese in der Handlung darzustellen. Für sowas ist mir meine Zeit zu kostbar – und es gibt da draußen viel zu viel deutlich besseres, das gelesen werden will.

Gerade ausgelesen

Star Wars Masters 14: Wie zu erwarten war auch diese Episode der Dark-Times-Storyline unter dem Titel Feuerträger großartig. Hier steht der eigentliche Hauptheld Dass Jennir übrigens mal nicht im Fokus. Er wird nur in ein, zwei Sprechblasen am Rande erwähnt. Hier geht es vielmehr um das Schicksal des Jedi-Meisters K’Kruhk, der mit einigen Jünglingen auf der Flucht vor dem Imperium ist. Darth Vader kommt ihm in einer Parallelhandlung bei seiner Jagd auf die letzten Jedi gefährlich nahe – allerdings ohne es selbst zu ahnen. Denn die Jedi haben in den Reihen des Imperiums noch vereinzelte Freunde – Offiziere, die einst zu Republik-Zeiten an ihrer Seite gekämpft haben. Das alles gibt eine sehr dramatische und spannende Handlung, die schließlich doch zu einem hoffnungsvollen Ende führt. Aber dies sind natürlich alles nur Legenden.

World of Warcraft – Legion: Auch Band 3 dieser kostenlosen WoW-Comic-Reihe liest sich flott weg. Das ganze ist offenbar die Vorgeschichte zur nächsten Erweiterung des beliebten MMORPG. Auch wenn ich mich dort vor gut zehn Jahren zum letzten Mal eingeloggt habe, bin ich dem Universum durchaus noch wohlwollend verbunden. Die kurzen Episoden beschreiben, wie sich die einzelnen Völker auf die Rückkehr der Legion (oder geht es um den ersten Angriff damals? ich steck da nicht mehr so drin) vorbereiten. Nach Zwergen und Nachtelfen sind nun die Tauren und Trolle dran.

Atlas der fiktiven Orte: Streng genommen ist das Buch eine Mogelpackung, denn von einem Atlas kann eigentlich keine Rede sein. Ja, es werden fiktive Orte vorgestellt und den jeweiligen Kapiteln sind auch kartenähnliche Illustrationen beigefügt – aber zumindest ich hätte mir ein akkurates Kartenwerk gewünscht und es auch erwartet. Nichtsdestotrotz hat der Foliant einige schöne Mußestunden bereitet und mir Welten nahegebracht, die ich bislang nicht erkundet habe. Entscheidender Minuspunkt sind aber leider die eklatanten Fehler in den Tolkien-Kapiteln. Der Autor hat so offensichtlich keine Ahnung von den Regionen Mittelerdes – und dann auch noch so fehlerhaft recherchiert, dass es einem die Fußnägel hochklappt. Das hat mir den Genuss bei der Lektüre endgültig verleidet, sodass ich letztlich von einem Kauf sogar abraten muss.

Entenhausen Edition: Wie angekündigt habe ich Jagd und Sammlung dieser Barks-Fuchs-Komplett-Edition in Angriff genommen und damit brav bei den ersten beiden Bänden begonnen. Die Entenhausen Edition bringt die Werke des Großmeisters in chronologischer Reihenfolge, so konnte ich die ersten noch sehr klassisch gezeichneten Donald-Geschichten genießen, die aber bereits mit sehr ausgefeiltem Humor begeistern. Es ist eine wahre Freude.

Aktueller Lesestoff

Blutroter Stahl: Bei dieser Fantasy-Anthologie nähere ich mich auch langsam dem Ende. Die einzelnen Geschichten bleiben durchwachsen – einige sind gut, andere mehr so mittel. Alles in allem macht die Lektüre aber Spaß. Ich werde mich final noch mal ausführlicher dazu äußern.

Windjäger: Dieses Steam-Fantasy-Wasauchimmer-Werk des Dresden-Files-Autors habe ich letzte Woche nicht angerührt. Was aber nicht aus Geringschätzung geschehen ist – vielmehr möchte ich es mir für meinen Urlaub aufsparen. Die ersten Absätze waren durchaus vielversprechend.

Die Krone des Schäfers: Die Handlung des letzten Scheibenwelt-Romans schwenkt nach Lancre um, direkt zu Oma Wetterwachs. Was muss ich noch sagen? Herrlich!

Was als nächstes?

Perry Rhodan: Watt? Doch nicht aufhören? Naja, man geht ja nie so ganz. Spätestens in Band 3000 – der erscheint in knapp drei Jahren – schau ich mit Sicherheit wieder rein. Aber jetzt ist erst einmal Urlaub und ich verschmökere, was ich so auf Kindle und Comixology-Tablet habe. Ich werde berichten.

Lesetagebuch: ein letzter Besuch auf der Scheibenwelt und viele Comics

Aber auch in Sachen Prosa geht es munter weiter – unter anderem zum letzten Mal auf der Scheibenwelt. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

Die Zwerge: Doch, hat mir gut gefallen. Ist recht klassische Fantasy – aber das mag ich ja hin und wieder. Die Zeichnungen sind ziemlich gut (geht in Deutschland also auch) und ich bin gespannt, wie es weiter geht. An der Serie bleib ich also dran.

Donald Duck Entenhausen Edition 38: Für einen alten Donaldisten wie mich ist es eine Schande, dass ich keine Barks-Fuchs-Komplettsammlung im Haus habe. Dem wird mit der Entenhausen Edition ab sofort Abhilfe geschaffen.

Aktueller Lesestoff

Atlas der fiktiven Orte: Arbeite mich hier durch die letzten Kapitel, in denen immerhin so interessante Orte wie Springfield vorgestellt werden. Bewertendes gibt’s dann, wenn ich durch bin.

Blutroter Stahl: Nach ein paar Durchhängern war die achte Geschichte dieser Fantasy-Anthologie wieder ganz gut.

Die ParaFrakt-Konferenz: Der Perry-Rhodan-Band 2859 geht schon etwas flotter los und ist ob seiner offensichtlichen Relevanz für die Metahandlung auch gleich recht spannend. Leider hat Uwe Anton wohl immer noch die Unart älterer PR-Autoren, für die Handlung unwichtige Details zu beschreiben. Ist mir doch völlig Wurst, welche exakte Länge das Raumschiff hat, das da gerade im Hintergrund vorbeifliegt. Erzähl mir, was passiert!

Die Krone des Schäfers: Nun ist es wirklich soweit. Ein letztes Mal geht es für mich auf die Scheibenwelt. Diesen letzten Roman des Meisters lese ich nun zum ersten Mal. Da die Junghexe Tiffany Weh im Mittelpunkt der Handlung steht, geht es hier wieder etwas magischer und märchenhafter zu. Schön!

Windjäger: Bin noch auf den ersten Seiten dieses Steam-Fantasy-Romans – fängt aber schon mal interessant an. Eine magisch (?) begabte junge Dame aus gutem Hause rebelliert ein wenig gegen ihre Mutter. Bin gespannt, wie es weitergeht.

Star Wars Masters 14: Wie zu erwarten, wird die Dark-Times-Storyline auch mit diesem Band hervorragend fortgesetzt. Sehr spannend, sehr dramatisch. Und wie wir seit kurzem wissen, können auch im neuen Kanon ja Legenden wahr werden.

Was als nächstes?

Marvel All New All Different: Na, das passt ja. Da hatte ich mir gerade vorgenommen, mal bei den ganz neuen Marvel-Serien einzusteigen, da gibt’s auch schon die ersten Sammelbände der laufenden Serien im Sonderangebot bei Comixology. Zunächst habe ich mal in Guardians of the Galaxy und Howard the Duck investiert. Bei den anderen Sachen bin ich mir noch unschlüssig. Avengers? Spider-Man? Oder gar Squirrel Girl? Besser, ich entscheide mich bald, wer weiß, wie lange das Angebot noch gilt.

Kanan – The Last Padawan: Was? Star-Wars-Comics gibt’s auch grad im Angebot? Dann muss ich mir die Kanan-Vorgeschichte wohl doch mal holen – auch wenn ich von „Rebels“ bislang nur den Piloten gesehen hab.

World of Warcraft – Legion: Oh, von diesem umsonstenen WoW-Comic bei Comixology gibt’s auch schon ein drittes Heftchen. Gleich mal runterladen.

Entenhausen Edition: Hier geht es unverdrossen weiter. Band 1 und 2 sind in diesem Moment auf dem Postwege unterwegs zu mir.

Die Zwerge: Auch hier soll es weitergehen. Im September erscheint wohl Band 2: Der Thronanwärter. Ich bin gespannt.

Lesetagebuch: Endstation Scheibenwelt und Perry-Rhodan-Pause

Mein Versuch, bei Perry Rhodan wieder einzusteigen erhält damit seinen ersten Dämpfer. Ansonsten hab ich meinen vorletzten Scheibenwelt-Roman durch und war in einem Comicladen. Doch lest selbst.

Abgebrochen

Der Linearraum-Dieb: So, der erste Enthusiasmus meines historischen Wiedereinstiegs bei Perry Rhodan ist erst einmal verflogen. Band 2855 liegt nun schon seit fünf Wochen auf meinem Kindle rum und ich hab mich gerade mal bis zur Hälfte durchquälen können. Beide Handlungsebenen waren langweilig und ich habe zu keinem der Protagonisten eine Bindung aufbauen können. Was treibt sie an? Was ist ihre Motivation? Die Autorin konnte es mir nicht vermitteln. Aber das schrob ich ja bereits. Hier mache ich also einen Schnitt – will aber nicht gleich wieder aufgeben. Man riet mir, ein paar Hefte zu überspringen und mit Band 2859 wieder einzusteigen, dann würde es wieder besser. Diese Chance bekommt meine einstige Lieblings-SF-Serie natürlich.

Gerade ausgelesen

Toller Dampf voraus: Ja, es war schön, noch mal über die Scheibenwelt zu wandeln – beziehungsweise unter Volldampf über sie hinwegzufegen. Doch auch wenn es dem Buch streckenweise gelang, das alte Scheibenwelt-Feeling zu erzeugen und den Leser in diese wunderbare Fantasywelt abtauchen zu lassen, war doch vieles nur noch ein Abglanz alter Tage. Die geliebten Charaktere wirken flacher als einst und die Handlung spult sich reichlich vorhersehbar ab. Besonders merkwürdig ist mir aber das Fehlen eines Charakters aufgefallen. In dem Roman wird sich geradezu Mühe gegeben, jede „Prominenz“ aus Ankh-Morpork wenigstens in einem Nebensatz zu erwähnen. So kommt sogar der gute alte Rincewind, Held der ganz frühen Romane, zu seinem Recht. Mit keinem Wort aber wird Karotte Eisengießersohn erwähnt. Das ist insofern erstaunlich, als dass das Schicksal der Zwerge in diesem Roman zentrales Thema ist. Hab ich da was verpasst? Ich kann mich nicht erinnern, dass dem guten Karotte in einem der letzten Romane was passiert wäre, schließlich hab ich sie alle gelesen. Bis auf den letzten Tiffany-Weh-Roman, der noch fällig ist.

World of Warcraft – Legion: Ich habe kürzlich mal wieder einen zaghaften Blick in Comixology geworfen. Ist ja immer gefährlich, da es da so interessante Sachen gibt. Kann schnell teuer werden. Aber es gibt auch immer mal wieder Zeugs für lau. Unter anderem zwei Heftchen aus dem WoW-Universum. Nichts spektakuläres, liest sich aber flott weg. Auch wenn ich nur mal ein gutes Jahr oder so darin rumgesprungen bin, mag ich das gute alte Azeroth immer noch.

Marvel Gratis Comic Tag 2016: Zum letzten GCT musste ich ja wieder passen. Was ein Glück, dass ich mich letztens in einen Comicladen verirrt hab, der noch ein paar Ausgaben rumliegen hatte und freigiebig verteilte. So riss ich mir „Marvel Super Heroes“ unter den Nagel – auch um endlich mal einen tieferen Einblick in das neuere Marvel-Universum zu erhaschen. Zur Zeit hol ich mit der Hachette-Sammelreihe ja eher etwas ältere Storylines nach. Sowohl Marvel Now als auch das jetzt aktuelle All New All Different hab ich bislang aber nur aus der Ferne betrachtet. Dieser Einblick war daher sehr wertvoll – und unterhaltsam. Auch die neuen Marvel-Sachen können was. Ich werde da alsbald mal investieren müssen.

Aktueller Lesestoff

Atlas der fiktiven Orte: Nach längerer Pause habe ich auch mal wieder zu diesem Folianten gegriffen und mir unter anderem Schilda und das Schlaraffenland beschreiben lassen. Immer noch nett – hat aber ein wenig von seinem anfänglichen Zauber verloren.

Blutroter Stahl: Die Qualität der Kurzgeschichten in dieser Fantasy-Anthologie ist durchaus durchwachsen. Entsprechend ist mein Lesefluss mal etwas schneller und mal etwas langsamer. Nach recht flottem Einstieg ist gerade eine langsamere Phase angesagt.

Die Zwerge: Wie gesagt, ich bin kürzlich zufällig in einen Comicladen gestolpert. Wenn man sich selbst erst mal soweit hat, dass man nur ein, zwei Sachen mitnehmen will, ist die Qual der Wahl umso größer. Es lief dann auf die Comic-Version des Markus-Heitz-Fantasy-Klassikers (kann man das schon so nennen?) Die Zwerge hinaus. Die augenscheinlich sehr hohe zeichnerische Qualität dieses Albums aus deutschen Landen hat mich angesprochen – außerdem wollte ich die Geschichte immer schon mal lesen. Geht auch ganz nett los. Klassische Hau-drauf-Fantasy mag ich hin und wieder halt ganz gern.

Was als nächstes?

Parallel-Historien-Comics: Unter anderem hatte ich in dem Comicladen auch den dritten Band aus der Reihe Tag X in der Hand, in dem die Geschichte der ersten – und zwar sowjetischen! – Mondlandung erzählt wird. So Parallelhistorienkrams mag ich ja ganz gerne. Leider war das Ding eingeschweißt und ich konnte mir kein Bild von der Qualität der Zeichnungen machen (Oh, sehe ja jetzt erst, dass das von Philippe Buchet gezeichnet ist. Der Typ ist genial!). In eine ähnliche Richtung gehen die Manhattan Projects, die ich mir auch irgendwann mal zu Gemüte führen muss. Etwas gespaltener bin ich bei Über. Das klingt auch ganz interessant – sollte für meinen Geschmack aber nicht zu verherrlichend daher kommen. Ich werde da bei Gelegenheit mal reinschauen.

Fortzusetzende Comicreihen: Eine meiner Lieblings-SF-Comicreihen ist ja Sillage. Da ist schon seit längerem Band 16 Das Böse im Blut zu haben. Wird Zeit, dass ich mir den zulege. Ähnliches gilt für Die Elfen, die ich im Zuge des Gratis Comic Tags 2014 kennen und schätzen gelernt habe. Hier muss ich aber noch ne ganze Menge nachholen, da ich bislang nur die ersten drei Bände mein Eigen nenne.

Saga der Zwerge: Und wenn ich die Elfencomics komplett habe, sind wohl diese Zwergencomics dran, die im selben Fantasy-Universum angesiedelt sind. Hauptsache, das nimmt nicht solche gewaltigen Ausmaße wie das Troy-Universum an.

Valerian und Veronique: In besagtem Comicladen stand ich mindestens zehn Minuten wie das Kaninchen vor der Schlange vor der siebenbändigen Komplettausgabe dieses SF-Klassikers. Da ich mir dieses Jahr aber noch einen Urlaub leisten möchte, habe ich die Prachtbände zu je 35 Schleifen besser im Regal gelassen. Irgendwann sind die aber fällig.

Das Schloss in den Sternen: Davon hab ich im Splitter-Katalog gelesen. Steampunk, oder? Kennt das einer? Taucht das was?

Munchkin-Comics: Was? Es gibt Munchkin jetzt auch als Comic? Muss ich haben!

Star Wars Masters 14: Die Reihe der Star-Wars-Sammelbände aus der Dark-Horse-Ära setzt Panini ja dankenswerterweise unbeirrt fort. Auch wenn sie nun keine Kanon-Stufe mehr haben, sind das doch sehr feine Geschichten. In Feuerträger wird die großartige Dark-Times-Storyline fortgesetzt. Der Band ist bereits auf dem Weg zu mir und ich bin sehr gespannt.

Die ParaFrakt-Konferenz: Mir wurde glaubhaft versichert, dass die Perry-Rhodan-Serie ab Band 2859 wieder etwas lesbarer wird, weswegen das mein nächstes Heft sein wird. Uwe Anton habe ich aus meiner alten Zeit auch als einen der besseren Autoren in Erinnerung. Mal sehen, wie er sich heute so macht.

Lesetagebuch: Von Asgard bis Latveria

Gerade ausgelesen

Thor – Geschichten aus Asgard: Marvel kann Fantasy – konnten die anscheinend schon immer. Dieser Classic-Band aus der Hachette-Sammelreihe hat mir besonders gut gefallen. Die sehr gelungene digitale grafische Überarbeitung tat dabei ihr Übriges.

Avengers – Kinderkreuzzug: Ursprung eines der interessantesten Handlungsbögen in der Marvel-Historie war ja das Austicken der Scarlet Witch. Bei den Rächern sorgte sie für den Heldenfall – bei den X-Men für House of M und no more mutants, in dessen Folge so großartige Serien, wie die X-Factor-Reihe um den Multiple-Man erschienen. Dieser Sammelband, in dessen Mittelpunkt die Young Avengers stehen, führt diesen Bogen in gewisser Hinsicht zu einem Abschluss. Die (vermeintlichen) Kinder der Scarlet Witch machen sich auf die Suche nach ihrer Mutter, marschieren dabei in Latveria ein und hetzen X-Men und Avengers aufeinander. Auch sehr schön: die Jungen Rächer sind ein erfrischend „diverses“ Team, wie man es heutzutage gern nennt.

Aktueller Lesestoff

Der Linearraum-Dieb: Hier habe ich die Lektüre zaghaft wieder aufgenommen. Ich finde den Perry-Rhodan-Band 2855 mittlerweile ganz ok – er reißt mich aber auch nicht gerade vom Hocker. Mein Vorhaben, standhaft weiterzulesen, gerät ehrlich gesagt schon wieder ins Schwanken. Wenn mich der Folgeband ähnlich langweilt, erwäge ich, ein paar Hefte zu überspringen.

Atlas der fiktiven Orte: Liegt weiterhin ungelesen rum. Muss ich in einer Mußestunde mal wieder zu greifen.

Toller Dampf voraus: Ist weiterhin eine Freude zu lesen – die Handlung über die Einführung der Dampflok auf der Scheibenwelt rattert weiterhin unaufgeregt dahin.

Blutroter Stahl: Die Fantasy-Anthologie macht ebenfalls weiterhin Laune. Geschichte vier war bisher die beste.

Was als nächstes?

Windjäger: Auf dieses Buch bin ich zufällig bei Goodreads gestoßen. Ich habe die Dresden-Files-Sachen von Jim Butcher ja nie gelesen – aber viel Gutes darüber gehört. In diesem offenbar steampunkig angehauchten (und von der Dresden-Reihe unabhängigen) Werk werden einem Luftschiffe und sprechende Katzen versprochen. Da bin ich dabei!

Lesetagebuch: blutroter und dampfender Stahl in Asgard

Die unter Dampf gesetzte Scheibenwelt macht weiterhin Spaß, eine neue Fantasy-Anthologie macht ebenfalls Laune und Perry Rhodan ruht. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

nix

Aktueller Lesestoff

Der Linearraum-Dieb: Hier ist die Luft erst einmal raus. Ich habe den Perry-Rhodan-Band 2855 in der letzten Woche nicht angerührt.

Atlas der fiktiven Orte: Dieses Kartenwerk ist ja ohnehin eher was für Mußestunden. Davon gab’s in der Woche recht wenig. Also auch kein Fortschritt hier.

Toller Dampf voraus: Die Handlung rattert dahin wie eine gut geölte Dampflok. Recht gleichmäßig und unaufgeregt – aber trotzdem sehr angenehm und atmosphärisch. Macht ungebrochen Spaß.

Blutroter Stahl: Die Fantasy-Anthologie aus dem Hause Prometheus kommt – zumindest was die Innenillus angeht – zunächst mal etwas Fanzine-haft daher. Was natürlich noch nichts über die Qualität der Geschichten aussagt. Ich bin noch recht am Anfang – aber das Lesen macht durchaus Spaß. Zu Beginn scheint sich das Buch sogar von Kurzgeschichte zu Kurzgeschichte zu steigern.

Thor – Geschichten aus Asgard: Bei den Marvel-Klassikern bin ich ja bekanntlich oft skeptisch – und oft zeige ich mich dann doch überrascht, wie gut die alten Storys aus verflossenen Jahrzehnten manchmal waren. So auch hier. Schon damals hat man bei Marvel den guten Thor nicht nur in New York umherspringen lassen – er durfte auch Abenteuer in seiner mythischen Heimat Asgard erleben, die überraschend fantasievoll daherkommen. Damit nicht genug kommt in der Hachette-Reihe eine digital komplett überarbeitete Version der alten Hefte zum Einsatz. Die Zeichnungen von damals erstrahlen in beeindruckendem neuen Glanz, was die Lektüre zu einem zusätzlichen Genuss macht.

Was als nächstes?

Austrian Superheroes: Ihr habt schon richtig gelesen. Hier sind österreichische Superhelden gemeint – nicht etwa australische. Die Vorstellung dieses Comic-Projekts im neuen 3W6 Podcast hat sogleich mein Interesse geweckt. Das muss ich mir früher oder später mal genauer anschauen.

Lesetagebuch: Perry Rhodan schwächelt – Scheibenwelt zieht an

Im Ernst: der Scheibenweltroman macht ungebrochen Spaß, Perry Rhodan fällt nach dem Wechsel der Handlungsebene stark ab und Blutroter Stahl ist in der Pipeline. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

Der letzte Mensch: Grandios! In Perry Rhodan Band 2854 erzählt Oliver Fröhlich die äonenlange Lebensgeschichte des letzten Menschen und späteren Atopen. Spannend und eindringlich erzählt. So gut kann die gute alte Romanheftserie sein – und mit diesem (aus meiner Sicht) neuen Autor schafft sie das auch heute noch.

Aktueller Lesestoff

Der Linearraum-Dieb: Tja, ich wurde gewarnt. Die Milchstraßen-Handlungsebene, die ab Band 2855 wieder beleuchtet wird, sollte nach dem fantasievollen Feuerwerk in den „Jenzeitigen Landen“ wieder schwächer sein. Und tatsächlich: Der Band wusste mich schon auf den ersten Seiten nicht zu packen, wodurch mein Lesetempo massiv ausgebremst wurde. Woran liegt’s? Vor allem daran, dass mir hier Charaktere präsentiert werden, deren Motivation und Konflikte vage bzw. uninteressant sind. Einer der Protagonisten ist also ein Gestaltwandler. Schön und gut. Aber warum tut er, was er da tut? Was treibt ihn an? Das nachvollziehbar darzustellen, damit steht und fällt jede Geschichte. Ich bleibe dran – und hoffe, dass die guten Romane 2850-2854 kein einmaliger Ausreißer nach oben waren.

Atlas der fiktiven Orte: Dieses Kartenwerk habe ich die Woche ungelesen liegen lassen.

Toller Dampf voraus: Ja, mein Freund Ace Kaiser hatte Recht. Der Roman macht Spaß und liest sich entsprechend flott weg. Plot und Thema sind unspektakulär und schnell erzählt: Es geht – wie so oft bei Pratchett – um Modernisierung und die Kräfte, die sich dagegen stemmen. Diesmal halt in Form der Eisenbahn. Aber wie ebenfalls oft bei Pratchett kommt es vielmehr auf die Atmosphäre an, in der die Geschichte erzählt wird. Und die macht wie gesagt viel Spaß.

Was als nächstes?

Spiegeljunge: Ich bleibe erst einmal tapfer und fasse auch Perry Rhodan Band 2856 ins Auge. Wird schon wieder werden. Interessantes Titelbild.

Marvel-Hachette-Sammlung: Langsam ist auch gut mit Comic-Entzug. Für Nachschub ist gesorgt. Demnächst trudeln die Sammelbände „Avengers: Kinderkreuzzug“, „Warlock Teil 2“ und „Thor: Geschichten aus Asgard“ bei mir ein. Bin gespannt.

Blutroter Stahl: Und dann wurde ich vom guten Ingo auf die Sword-and-Sorcery-Anthologie „Blutroter Stahl“ hingewiesen, die nun als eBook auf meinen elektronischen Endgeräten liegt. Bin sehr gespannt, was die Fantasy-Kurzgeschichten können – und werde ausführlich berichten.

Lesetagebuch: Der Mond in der Halle und Dampf auf der Scheibenwelt

Dafür bleibe ich Perry Rhodan treu und erfreue mich an der letzten technologischen Revolution auf der Scheibenwelt. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

Perry Rhodan: Nun hab ich nicht zwingend den Ehrgeiz, den Erscheinungstermin der Erstauflage „einzuholen“ (aktuell ist glaub ich gerade 2858 draußen). Dennoch konnte ich letzte Woche die beiden Hefte 2852 und 2853 wegschmökern. Ersterer aus der Feder von Leo Lukas hat mich ehrlich gesagt etwas enttäuscht – auch weil ich den Herren als einen der besseren Autoren zu meiner Zeit in Erinnerung habe. Der Cliffhanger hat mich hingegen wieder versöhnt, finden die Helden doch am Ende aller Zeiten (wo sie sich gerade aufhalten) nichts Geringeres als den Mond – inmitten einer gewaltigen Halle schwebend. Schon die zweite (durchaus legitime) Anhalter-Anspielung bzw. Hommage. Diesen Cliffhanger greift im Folgeband mit Oliver Fröhlich dann einer der für mich neuen Autoren auf und bestätigt mit seinem flotten Stil sogleich meine Vermutung, dass die heutige Autorengeneration ein bisschen mehr auf dem Kasten hat.

Aktueller Lesestoff

Der letzte Mensch: In Band 2854 setzt Oliver Fröhlich seine Handlung um die Erkundung des zukünftigen Mondes fort. Bin da noch am Anfang, es bleibt aber spannend und flott geschrieben.

Toller Dampf voraus: So, der Zug ist auf den Gleisen – beziehungsweise ist immerhin schon mal ein Investor gefunden. Ja, auch dieser Scheibenweltroman macht mir wieder viel Spaß – auch wenn es vielleicht nicht mehr so gelingt, in die Straßen Ankh-Morporks abzutauchen und sich in Pratchetts fantastischer Welt zu verlieren. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Geschichten und ihre Charaktere in den letzten Romanen etwas schematisch und dadurch arg vorhersehbar werden. Ein bisschen anstrengend finde ich auch die Zwergenterroristen-Allegorie auf die reale Welt. Aber das ist – wie immer bei Pratchett – jammern auf hohem Niveau. Die Begeisterung für Dampfkraft und Eisenbahnen wird sehr schön dargestellt.

Atlas der fiktiven Orte: Mein Ärger über die inhaltlich falschen Mittelerde-Kapitel verraucht langsam, also blättere ich wieder mit wachsender Freude in diesem Folianten. Vor allem auch, weil er mir aufzeigt, welche fiktiven Orte ich noch dringend lesenderweise besuchen muss.

Was als nächstes?

Die Unendliche Geschichte: Das ist so eine Lücke, die mir durch obiges Buch nochmals schmerzlich in Erinnerung gerufen wurde. Zwar habe ich damals vor Äonen den Film gesehen, kann mich daran aber kaum mehr so recht erinnern – und außerdem muss man das ja wohl mal gelesen haben.

Der Linearraum-Dieb: Und natürlich wird es auch mit Perry Rhodan Band 2855 weitergehen. Da schwenkt die Handlung augenscheinlich wieder in die Milchstraße um und der titelgebende Held kommt wohl höchstselbst wieder zum Einsatz. Bin gespannt, ob es da wieder abflacht.

Lesetagebuch: Zurück auf die Scheibenwelt und ins Perryversum

Gerade ausgelesen

Olympos: Ich wollte zum Abschluss dieses Lesemarathons etwas ausführlicher werden. Beginnen wir also klassisch mit der Frage: Worum ging’s?

Gar nicht so leicht zu beantworten. Wir befinden uns in einer mehrere tausend Jahre entfernten Zukunft. Die Schauplätze der Handlung verteilen sich über das Sonnensystem – wobei bis zum Schluss nicht ganz klar ist, ob sie sich auch alle in derselben Zeit und demselben Paralleluniversum befinden. Wie schon im Vorgängerband Ilium verläuft ein Handlungsstrang im antiken Troja, wie Homer es beschrieben hat. Der Ablauf der Geschehnisse hat sich mittlerweile aber komplett von denen in der Ilias entfernt. Wie sich schon im ersten Band herausstellte, sind die Götter offenbar genetisch und technologisch extrem aufgemotzte Nachmenschen, die ihren Göttersitz auf dem terraformten Mars eingenommen haben und mit einer Art Wurmlochtechnologie auf die pseudoantike Ilium-Erde wechseln, wo der Krieg um Troja minutiös nachgespielt werden soll. Durch die Ereignisse des ersten Bandes haben sich die Menschen dort jedoch gegen die Götter gewandt, wobei sie von künstlichen Wesen aus dem äußeren Sonnensystem unterstützt werden, die eigentlich nur nachschauen wollten, was die Nachfahren ihrer einstigen Schöpfer (die Menschen) da auf dem Mars treiben. Achilles, Hektor und Co. ziehen jetzt also gegen Zeus und seine Bande ins Feld – und schneiden dabei gar nicht mal schlecht ab. Die Handlung auf der zukünftigen (und „echten“) Erde dreht sich weiterhin um die letzten verbliebenen Altmenschen, die im Grunde nur versuchen, wieder ein bisschen Kultur zu entwickeln und herauszubekommen, was eigentlich in den letzten Jahrtausenden passiert ist – was von diversen surrealen Monstern, die auf einmal überall auftauchen erheblich erschwert wird. So weit, so verwirrend.

Noch schwieriger wird es bei der Frage: Was soll das ganze? Beziehungsweise: Was will uns der Autor eigentlich sagen? Ein abschließendes Urteil habe ich mir ehrlich gesagt nicht bilden können. Der erste Band lebte von der Freude, die Homerische Ilias möglichst exakt mit den Mitteln der Science-Fiction nachzuerzählen. Ich möchte sagen, dass dies auch der eigentliche Zweck des Buchs war. Die anderen Handlungsstränge schienen nur dazu zu dienen, dieses Szenario einzurahmen und in eine eingermaßen stimmige Zukunftsvision einzubetten. Band zwei versucht, das alles irgendwie zu aufzulösen und … ja was? Bei Hyperion ist die Sache klar: Im Grunde geht es darum, wissenschaftlich zu erklären, dass die Katholische Kirche Recht hat. Aber hier? Olympos ist eine Dystopie, deren zugrundeliegende Katastrophe das Spiel mit fiktiven Parallelwelten ist. Simmons entwickelt diesen Gedanken, den schon Heinlein mit der „Zahl des Tiers“ hatte, im Laufe des Buchs und löst auf, dass einige der bedrohlichen Monster tatsächlich physisch der menschlichen Fantasie entspringen, zu der die Nachmenschen anscheinend einen realen Zugang gefunden haben. Dieses Thema zieht sich aber nicht konsequent durch die Handlung und scheint nur ein Teilaspekt zu sein. Es schien Simmons zudem wichtig zu sein, große Teile des dystopischen Schreckens dem Wirken eines Welt-Kalifats anzulasten – und an der Stelle wird das alles auf einmal extrem heikel.

Kommen wir abschließend zur entscheidenden Frage: Wie war’s? Der letztgenannte Punkt verdirbt den Genuss vieler guter Ideen und spannender Szenen enorm – ist aber nicht mal das Hauptproblem dieses Romans. Es läuft vermutlich darauf hinaus, dass der Autor selbst nie so ganz wusste, worauf er eigentlich hinauswollte. Die oben genannte Grundidee von Ilium find ich immer noch klasse – aber darüber hinaus wollte Simmons offenbar nichts stimmiges einfallen. War dann wohl auch der Grund, weswegen ich mich so gequält habe.

Die Mnemo-Korsaren: Auch Perry Rhodan Band 2851 wusste zu gefallen. Somit ist der Entschluss gefasst: Ich bleibe erst einmal dabei. In den Jahren meiner Abstinenz ist eine neue Autorengeneration herangewachsen, die einige Dinge, die mich zuletzt gestört hatten, wohl etwas frischer angeht. In diesem Montillon-Band ist mir erneut angenehm aufgefallen, wie lebendig und nachvollziehbar die Akteure dargestellt werden. Das hatte ich dazumal oft schmerzlich vermisst. Auch wenn die Action-Handlung über den Kampf zwischen dem Helden Atlan und einem „Schurken-der-Woche-Paar“ (die titelgebenden Korsaren) für die Metahandlung kaum von Bedeutung sein dürfte, hat sie doch zu unterhalten gewusst. Zudem fand sie in einem herrlich fremdartigen Umfeld voller absurd guter Ideen statt. Mehr davon!

Civil War: Die Comic-Vorlage für die aktuelle Marvel-Kino-Klopperei ist natürlich auch Bestandteil der von mir gesammelten Hachette-Reihe. Gerade dieser Band war jedoch schnell vergriffen und auch über die einschlägigen Onlineportale nur schwer zu ergattern. Mittlerweile ist es mir aber gelungen und ich hab die ikonische Keilerei sogleich verschlungen. Auch angesichts der großartigen Zeichnungen ist Civil War ein Meilenstein der Marvel-Historie (mein Favorit bleibt der Moment, in dem sich Spidey öffentlich demaskiert). Auch weil er sich so gut in eine noch weiter gefasste Metahandlung einfügt, die mindestens vom Heldenfall der Avengers bis zum Aufstieg und Fall von Norman Osborn reicht.

World War Hulk: Während sich die Superhelden in ihrem „Civil War“ gegenseitig die sprichwörtliche A-A rausgeprügelt haben, war der Hulk übrigens gerade nicht da. Den hatte man zuvor auf einen fernen Planeten verbannt, damit er auf Erden keinen Schaden mehr anrichten kann. Ist natürlich schief gegangen und nun ist er wütender als je zuvor wieder zurück und hat allen Superhelden der Welt den Krieg erklärt. Ich persönlich mag den Zeichenstil von Romita Jr. ja nicht so gerne – hier gelingt es ihm aber, den bombastischen Rachefeldzug des Grünen Goliath gut in Szene zu setzen. Die Handlung ist naturgemäß vergleichsweise simpel gestrickt und reicht an den Vorgänger „Planet Hulk“ nicht ganz heran. Spaß macht’s trotzdem.

Aktueller Lesestoff

Atlas der fiktiven Orte: Tja, nach den enttäuschenden Mittelerde-Kapiteln ist das Buch in meinem Ansehen gesunken (ich habe berichtet). Entsprechend greife ich etwas seltener danach und beäuge die weiteren Kapitel beispielsweise zum Land OZ deutlich kritischer. Immer schwingt die bange Frage mit „Hat der Autor auch wirklich Ahnung, wovon er da schreibt?“ Ich bleibe dennoch dran.

Spaykels Rache: Der Perry Rhodan Band 2852 stammt aus der Feder von Leo Lukas, ein Autor, den ich noch aus meiner Zeit kenne – und den ich damals zu den guten gezählt habe. Entsprechend hoch ist meine Erwartung – auch wenn der Heftroman die Füllhandlung des Vorgängerbandes etwas übermäßig auszuwalzen scheint. Tatsächlich gehen sich die ersten Seiten etwas schleppender an, als bei Montillon. Mal sehen.

Toller Dampf voraus: Endlich geht es wieder auf die Scheibenwelt. Die beiden letzten Werke des Meisters schiebe ich schon viel zu lange ungelesen vor mir her. Jetzt, da ich Olympos durch habe, gibt’s auch keine Ausrede mehr. Auch wenn mich die späteren Bücher nicht mehr so begeistert haben, wie einst (was auch an dem neuen Übersetzer liegen mag), bereiten mir schon die ersten Seiten wieder einige Freude. Mit diesem Band führt Pratchett die Modernisierung seiner einstigen Fantasy-Welt weiter voran – und in mehrfachem Sinn zu einem (würdigen) Abschluss. Immerhin wird nichts geringeres als die Dampfmaschine erfunden.

Was als nächstes?

Im falschen Babylon: Konsequenterweise steht nun natürlich der nächste Perry-Rhodan-Band mit der Nummer 2853 an. Mal schauen, ob ich schnell genug bin, dass ich alsbald das aktuelle Erscheinungsdatum der Serie einhole. Da hänge ich glaube ich vier, fünf Wochen hinterher. Und es muss mir natürlich weiterhin gefallen.

Lesetagebuch: noch mehr Perry Rhodan … eventuell

Mittlerweile spiele ich sogar ernsthaft mit dem Gedanken, wieder probehalber in die Serie einzusteigen. Zumal ich bald endlich mit „Olympos“ durch bin. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

  • Die Jenzeitigen Lande: Hinter diesem ulkigen Titel verbarg sich ein richtig schicker kleiner SF-Roman. Das Perry-Rhodan-Heft Nr. 2850 hat mir überraschend gut gefallen. Woran lag’s? Ich glaube, mir hat es vor allem die bild- und lebhafte Beschreibung einer sehr fremdartigen Umgebung angetan, in der die Helden unterwegs waren. Der gute alte „sense of wonder“ wehte ebenfalls durch die Romanzeilen, sodass mich fast ein wohliger nostalgischer Schauer erfasste. Zudem wurde komplett auf Dinge verzichtet, die mich einstmals so genervt und letztlich zum Ausstieg aus der Serie getrieben haben – allem voran dämliche Charaktere mit nicht nachvollziehbaren Motivationen und Handlungen. Doch, das war fein.
  • Howard the Duck: Marvel konnte offenbar schon in den 70ern selbstironisch und witzig sein. Mir hat diese Klassiker-Sammlung aus der Hachette-Reihe jedenfalls gut gefallen. Gibt’s eigentlich nennenswerte modernere Inkarnationen dieser Ente?

Aktueller Lesestoff

  • Olympos: So! Nagelt mich ruhig drauf fest: Nächste Woche hab ich das Ding endlich durch. Bin mitten im Showdown, der sich noch spannender – und somit auch flüssiger – liest, als die 800 Seiten davor. Die schwarzen Löcher werden entschärft. Odysseus bittet Circe, die Hightech auf der Erde wieder einzuschalten und das Mittelmeer zu fluten. Die Titanen stürmen gerade den Olymp. Doch, es geht mächtig zur Sache jetzt. Aber es schleichen sich erstmals auch Handlungselemente ein, die mir weniger gefallen. Doch dazu mehr, wenn ich es endlich fertig habe.
  • Atlas der fiktiven Orte: Nach der Lektüre des Kapitels über Mittelerde ist dieses Kartenwerk deutlich in meinem Ansehen gesunken. Was mir schon in den Kapiteln zum Auenland und zu Gondor komisch aufgefallen ist, tritt hier endgültig zu Tage. Der Autor Werner Nell hat ganz offensichtlich noch nie irgendwas von Tolkien gelesen. Schon in den anderen Kapiteln faselt er immer vom „dritten Ring“, die „Valar“ nennt er hier kontinuierlich „Vatar“ und auch Beschreibung und Analyse dieses „fiktiven Orts“ sind eher schwach auf der Brust. Schade.

Was als nächstes?

  • Perry Rhodan: Wie oben bereits angedeutet, spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken, wieder probehalber in die größte Science-Fiction-Serie der Welt einzusteigen. Nach gut zehn Jahren (nie ganz vollständiger) Abstinenz. Soweit ich das mitbekommen habe, ist mittlerweile auch eine neue Autorengeneration am Start, die mit vielen Dingen, die mich damals geärgert und genervt haben, gebrochen hat. Dass man das alles jetzt bequem digital lesen kann, macht es noch zusätzlich einfacher, die wöchentlichen Heftchen zu verkonsumieren. Vielleicht so: Ich schau mir Band 2851 an – und wenn der mich nicht komplett wieder abschreckt, gebe ich der Serie sagen wir bis Band 3000 eine zweite Chance.
  • Mars-Trilogie: Oder ich geh endlich mal „Roter Mars“ – „Grüner Mars“ – „Blauer Mars“ von Kim Stanley Robinson an. Schiebe ich auch schon etliche Jahrzehnte vor mir her.

Lesetagebuch: Perry Rhodan, eine Spinne und eine Ente

Gerade ausgelesen

  • Junge rettet Freund aus Teich: Nur scheinbar oberflächlich schildert Heinz Strunk Episoden aus seiner Kindheit und frühen Jugend im Hamburger Randgebiet der 60er und 70er Jahre. Es gelingt ihm, die Ereignisse aus Vorschulidylle und (vor-)pubertärem Rabaukentum komplett aus der Sicht seines jeweils zeitgemäßen Alter-Egos zu beschreiben – und nicht aus der Warte späterer vermeintlicher tiefenpsychologischer Einsicht des Erwachsenen. Das macht die Zeit (für die ich zugegeben einen Hauch zu jung bin) viel besser erlebbar – und der Leser kann sich selbst sein Teil denken, wieso der ein oder andere Akteur so handelt, wie er es tut. Authentisch ist das Beschriebene allemal. Und sehr kurzweilig.
  • Ultimate Spider-Man – Der Tod von Spider-Man: Was soll man sagen? Dramatisch! Mit seinem eigenständigen Ultimate-Universum ist Marvel dereinst angetreten, die klassischen Geschichten nochmal einen zacken härter und „realistischer“ neu zu erzählen. Für den sympathischen Netzschwinger bedeutete dies, dass seine Helden- und Leidensgeschichte zu einem sehr konsequenten Ende erzählt wurde. Und in diesem speziellen Superhelden-Universum bedeutet tot ausnahmsweise tatsächlich tot. Peter Parker hat einen sehr würdigen selbstlosen letzten Kampf verpasst bekommen, der durchaus nahe geht.

Aktueller Lesestoff

  • Olympos: Bin dran. Hab’s bald geschafft. Dann mehr.
  • Atlas der fiktiven Orte: Bei diesem hübschen Folianten hetze ich mich ganz bewusst nicht. Zuletzt schmökerte ich in der Beschreibung Liliputs und Lummerlands sowie der Städte Metropolis (Fritz Lang, nicht Clark Kent) und Mahagonny.
  • Perry Rhodan Band 2850: Tja. Einmal im Jahr muss ich dann wohl doch zu einem aktuellen Perry-Rhodan-Heft greifen und die Nase in meine einstige Lieblings-SF-Serie stecken. „Die Jenzeitigen Lande“ habe ich mir auf Empfehlung eines Freundes auf den Kindle gezogen. Darin sollen nämlich der bereits recht umfangreichen Kosmologie des Perry-Rhodan-Universums (in Fachkreisen auch „Perryversum“ genannt) neue Elemente hinzugefügt werden. Und was soll ich sagen: Das Ganze gefällt mir durchaus. Haben mich die zuletzt gelesenen Jubiläumsbände 2800 und 2700 noch recht kalt gelassen, liest sich dieses Heftchen hier richtig gut. Es hat zwei Helden (Perry selbst ist nicht mal dabei) in eine Welt jenseits des Endes aller Zeiten verschlagen (das Milliways lässt grüßen), die herrlich fremdartig beschrieben wird. Und tatsächlich erfährt man Neues in Sachen Perryversum. Ich bin erfreut.
  • Howard the Duck: Im Zuge der Marvel-Hachette-Sammelreihe muss ich mich nun erstmals mit dieser Ente auseinandersetzen, die in dem Superheldenuniversum von Spidey und Co. doch seltsam fehl am Platze wirkt. Und doch: Das Ganze ist recht amüsant und liest sich flott. Gar nicht mal so schlecht.

Was als nächstes?

  • Saga: Zugegeben fast eine Verlegenheits-Auflistung. Dieses herrlich absurde Fantasy-Comic-Epos habe ich schon recht lange auf der Liste. Vor Jahr und Tag gab’s Band eins mal bei Comixology für lau. Hat mich sehr begeistert – und man ist ja allgemein voll des Lobes dafür. Irgendwann lese ich das weiter. Bestimmt.

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