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10 Jahre nerdlicht.net: 2017 – Jubeljahr

Ein Jahr zurück: 2016

Reiselust

Man soll das Jahr bekanntlich nicht vor dem Silvesterabend loben. Dennoch will ich mal behaupten, dass 2017 ein gutes und angenehmes Jahr war/ist, wir konnten ein bisschen reisen und uns guter Gesundheit erfreuen. Doch, war/ist schön.

Jubiläen rauf und runter

Nicht nur, dass ich in diesem Jahr mein zehnjähriges Bloggerdasein begehe – 2017 gibt es außerdem 20 Jahre Heldenfahrt und fünf Jahre Weltverleumdungstag zu zelebrieren. Ich komme aus dem Feiern ja gar nicht mehr raus.

Altes und Neues

Animiert durch meinen Rückblick habe ich an schöne einstige Aktionen wie den Lesezwinger erinnert, der nun tatsächlich seine Wiederauferstehung zu feiern scheint. Außerdem habe ich mir ganz spontan wieder ein neues WordPress-Theme gegönnt – und mit dem Bingetagebuch eine neue Rubrik geschaffen.

Sonst nichts besonderes?

Tja, und dann denke ich da noch auf einer kleinen Blog-Aktion zur Feier meines Zehnjährigen herum. Ein Stöckchen, eine Challenge, eine Blogparade, irgendwie sowas. Mal schauen, was mir da noch so einfällt.

Dekade voll

Mal schauen, was noch geht, bis dato hat dieses Jahr 63 Posts (von denen inzwischen wieder einige entfernt wurden) gesehen – zum Großteil natürlich bestehend aus den beliebten Rubriken. Mit einem Stöckchen, dem Brief an Perry Rhodan und meiner Lobhudelung der Sternengeschichten war auch etwas eigenständiger Content dabei. Damit wäre die erste Dekade voll.

Lesetagebuch: drei Sonnen, zwei Hawkeyes und eine Ente

Leider komme ich mit dem Abarbeiten nicht so recht hinterher. Wie das immer so ist. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

nix

Aktueller Lesestoff

X-Men – Sauron: Bei diesem Marvel-Klassiker aus der Hachette-Sammelreihe bin ich unlängst ein paar Seiten vorangekommen. So beeindruckend der bombastische Zeichenstil von Neal Adams ist, tu ich mich mit den älteren etwas kolportagehafteren Geschichten ja immer etwas schwer. Interessant aber die Erkenntnis, dass der titelgebende Schurke bei seiner Namenswahl tatsächlich ganz ausdrücklich Bezug auf Tolkien nimmt.

Beren und Luthien: Wo wir gleich beim Thema sind. Da Sohnemann Christopher bei diesem Werk ja eine Komplettsammlung aller Varianten dieser Geschichte aus dem Ersten Zeitalter Mittelerdes vorlegt (und keine neu zusammengestellte Prosafassung, wie ich erhofft hatte), sind auch etliche Verse des Leithian-Liedes enthalten. Obwohl großer Tolkien-Fan muss ich ja gestehen, dass ich die Lieder und Gedichte immer gern querlese. Werd ich hier wohl auch müssen, um weiterzukommen.

Die drei Sonnen: Auch wenn er ein paar sehr klassische SF-Elemente enthält (zum Beispiel den Wissenschaftler, der von staatlicher Stelle zu Hilfe gerufen wird, um bei einer fantastische Bedrohung zu helfen), liest sich dieser chinesische Roman sehr erfrischend und spannend. Der Computer aus Millionen fahnenschwenkenden Soldaten ist nur ein Beispiel etlicher großartiger Einfälle. Ich bin schon relativ am Ende (gerade war die sehr schöne Szene am Panamakanal mit den „Fliegenden Klingen“). Natürlich folgt im Anschluss an die Lektüre eine ausführliche Rezension – schließlich war’s eine Lesezwinger-Aufgabe.

Was als nächstes?

Entenhausen Edition: Entenhausen – vor allem in der Version des Großmeisters Carl Barks in der Übersetzung von Erika Fuchs – ist immer einen Besuch wert. Daher bleibe ich dieser Reihe selbstverständlich treu und freue mich auf den aktuellen Band 45.

Hawkeye Megaband 3: Die mit „Mein Leben als Waffe“ beginnende Hawkeye-Reihe gehört bekanntlich zum Besten, was in letzter Zeit in Sachen Superhelden-Comics auf den Markt gekommen ist. Sowohl der innovative Zeichenstil als auch die Story um das „normale“ Leben der beiden Superhelden ohne Superkräfte (sowohl Clint Barton als auch Kate Bishop) wissen zu begeistern – beides eine gelungene Mischung aus Realismus und Comedy. Gefällt mir sehr gut. Panini bringt die Reihe unter anderem in seinem Megaband-Format raus. Da ist für mich endlich mal Band drei fällig.

Bingetagebuch: Von Göttern, Drachen, Superheldinnen und Lego-Jedi

Analog zu meinem Lesetagebuch werde ich fürderhin an dieser Stelle auch meinen aktuellen Serien- und Film-Konsum kommentieren. Beginnen wir gleich mit der vollen Bandbreite aus amerikanischen Göttern, Drachen, Superheldinnen, Jedi und etlichem mehr.

Da dies der erste Artikel der Rubrik ist, wird’s gleich etwas umfangreicher – gleichzeitig werden meine alten TV-Serien-Übersichtsartikel hiermit obsolet (dennoch pack ich die auch mal in die neu geschaffene Kategorie Bingetagebuch).

Im Folgenden also etwas Content mit leichter SPOILER-Gefahr zu:

American Gods | The Defenders | Dirk Gentlys holistische Detektei | Game of Thrones | Supergirl | Lego Star Wars: The Freemaker Adventures | The IT Crowd | Arrow | Battlestar Galactica | Twin Peaks | Narcos | Star Trek: Discovery

Gerade fertiggeguckt

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American Gods – Wie hier und da schon mal erwähnt halte ich den guten Neil Gaiman für ein wenig überschätzt. Was ich bisher so von ihm verkonsumiert habe, finde ich durchaus nett – konnte die überbordende Begeisterung, die ihm oft zuteil wird, aber nie so recht nachvollziehen. Entsprechend habe ich seinen Roman American Gods nie gelesen. Der darauf basierenden Amazon-Serie habe ich dennoch eine Chance gegeben – und ich muss sagen dass die erste Staffel durchaus kurzweilig war.

So hat mich schon die Grundannahme gereizt, die Götter aller Pantheons für real zu erklären, ihre Kraft und Existenz vom Glauben an sie abhängig zu machen und zu schauen, wie sie sich in der heutigen Zeit so durchschlagen. Dann denkt man sich noch ein paar neue Götter aus (ja, Jesus kommt auch vor – mehrfach sogar, gemeint sind aber noch neuere, wie die Göttin der Medien usw.), lässt sie mit den alten in Clinch gehen und hat ein sehr einfallsreiches Szenario.

Das allein genügt natürlich nicht. Gute Geschichten stehen und fallen mit spannenden Charakteren mit nachvollziehbarer Motivation und berührendem Schicksal. Und das hat die Serie in ausreichendem Maße zu bieten, dass man die acht Folgen der ersten Staffel bei der Stange bleibt.

In dieser ersten Staffel rennt die Hauptfigur namens Shadow Moon einem gewissen Mr. Wednesday in die Arme, der sich im Verlauf als niemand geringeres als Allvater Odin herausstellt, der die alten Götter um sich schart, um den neuen mal richtig in den Hintern zu treten. Dabei wird in der ersten Staffel zunächst nur das Feld bereitet. Hauptfigur und Zuschauern wird die wahre Natur der Welt offenbart, die Protagonisten des kommenden Kriegs werden vorgestellt.

Das alles ist witzig und spannend genug dargestellt, dass ich mich durchaus auf die bereits angekündigte zweite Staffel freue. Die bewusst dreckige Optik mit teilweise tarantinoesk absurder Splatter-Gewalt wirkt manchmal etwas aufgesetzt, stört den Genuss – bislang – aber nur minimal.

The Defenders – Obwohl ich bekanntermaßen ein großer Fan der Marvel-Comics und ihrer Kino-Verfilmungen – vor allem im Rahmen des MCU – bin, tue ich mich mit den TV-Serien zu dem Thema ziemlich schwer. Sowohl Agents of S.H.I.E.L.D. als auch Daredevil musste ich nach je 20 Minuten abbrechen weil ich es unfassbar langweilig und schleppend inszeniert fand. Bei Agent Carter hab ich immerhin zwei Folgen durchgehalten – richtig bei der Stange halten konnte mich diese etwas spannendere Serie aber auch nicht.

Bislang habe ich mich nicht getraut, in die zahlreichen weiteren Serien reinzuschauen – bei den Defenders wollte ich es aber mal wieder versuchen. Zumal hier ja fast alle bisherigen Serien in einem Handlungsstrang zusammenlaufen. Was ich übrigens für ein witziges Konzept halte, das der Comic-Vorlage mit ihren sich überschneidenden Serien und Teamups sehr gerecht wird.

Leider ging es aber wieder extrem zäh und langweilig los. Die Handlung kommt nicht in die Gänge und die schleppende Vorstellung der Charaktere weckt nicht das geringste Interesse für sie. Diesmal hab ich mich aber durchgebissen. Und siehe da: Nach den ersten beiden Folgen, die man ersatzlos streichen kann, kommt langsam ein Hauch Spannung auf. Das geht vier Folgen lang ganz gut. Erzählt wird eine recht klassische Superheldengeschichte, in der sich das Heldenteam erst einmal zusammenraufen muss, um dann gemeinsam eine finstere Verschwörung und Bedrohung für die Stadt abzuwenden. In den beiden letzten Folgen wird leider wieder mächtig auf die Bremse getreten. Zum Finale wird’s erneut einschläfernd zäh.

Der Zusammenschnitt der ersten drei und der beiden letzten Folgen zu jeweils einer hätte dem Erzählfluss sicher gutgetan – aber auch dann hätte die Serie noch immer zu einem großen Teil aus ausdrucks- und reglos beisammenstehenden Figuren bestanden, die langweiliges Zeug quatschen. Sorry, aber ich bleibe dabei: Marvel tut sich schwer mit TV-Serien.

Dirk Gently – Als großer Fan der Werke von Douglas Adams hatte ich diese Serienadaption seiner beiden (streng genommen sind es ja anderthalb, da Der Lachs des Zweifels in Wahrheit auch dazu zählt) Dirk-Gently-Romane schon länger auf dem Radar. Nun lagen Zeit und Laune dazu endlich vor – aber es dauerte einen Moment, ehe ich damit warm wurde.

Nach anderthalb Folgen war ich sogar kurz davor, abzubrechen. Es erschien mir alles einen Hauch zu aufgesetzt schräg, zu bemüht absurd – was vor allem für die titelgebende Hauptfigur galt. Nach einmal drüber schlafen wollte ich dann aber doch wissen, wie es weitergeht, denn der Handlungsaufbau und alle anderen Charaktere waren durchaus spannend erzählt und dargestellt.

Und tatsächlich entspannt sich über die acht Folgen eine ziemlich gelungene übersinnlich-schräge komplexe Handlung und spannende Charakterentwicklung – was die titelgebende Hauptfigur wohlgemerkt einschließt.

Wobei die eigentliche Hauptfigur natürlich der von Elijah Wood gespielte Todd ist, ein amerikanischer Normalo-Versager, der plötzlich in ziemlich skurrile Ereignisse hineingezogen wird – unter anderem weil auf einmal der britische selbsternannte Detektiv Dirk Gently durchs Fenster in seine Wohnung krabbelt. Was wie ein absurder Kriminalfall beginnt, entpuppt sich als astreiner SF-/Fantasy-Plot, der alle Wirrungen und Skurrilitäten durchaus gekonnt auflöst.

Ob und inwieweit das Ganze dabei der Romanvorlage gerecht wird, kann ich im Übrigen gar nicht sagen. Die Lektüre ist schon so lange her, dass mir die meisten Details längst entfallen sind. Auf jeden Fall werde ich die Bücher alsbald mal vom Boden holen und mir wieder zu Gemüte führen. Allein, dass sie in mir die Lust geweckt hat, mal wieder Douglas Adams zu lesen, ist der Serie schon hoch anzurechnen.

Schließlich war auch der Cliffhanger durchaus gelungen, weswegen ich mich sehr auf die just angekündigte zweite Staffel freue.

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Game of Thrones – Tja, und dann fand ja gerade die siebte und vorletzte Staffel unser aller Lieblingsserie ihr Ende. Mehr noch als ihr Vorgänger scheidet diese Staffel offenbar die Geister. Aus einigen Ecken hört man Gejammer, wie schnell doch auf einmal alles ginge und wie unlogisch/unrealistisch alles plötzlich sei. Andere freuen sich, dass es endlich mal zur Sache geht und die zahlreichen losen Enden zusammengeführt oder schlicht beendet werden. Ich tendiere stark zu letzterem.

Schon mit dem Ende der fünften Staffel hat die Serie endgültig das Terrain der Buchvorlage verlassen und musste notgedrungen auf eigenen Pfaden zu dem Endpunkt vordringen, den George R.R. Martin vorgegeben hat. Ein Problem übrigens, das der gute GRRM selbst nun schon seit Jahren vor sich her schiebt. Bereits mit Staffel sechs hatte ich zumindest den Eindruck, dass sich die Drehbuchautoren konsequent ans Abarbeiten besagter loser Enden machen, die Handlung keine weiteren Schlenker mehr nehmen lässt (auch wenn diese oft den Reiz der Geschichte ausgemacht haben) und endlich alle dafür vorgesehenen Figuren an die Positionen für den Showdown schieben.

Denn eines darf man nicht vergessen: Das ganze ist und bleibt – bei allen löblichen Ansätzen, den Ablauf der Ereignisse realistisch unvorhersehbar zu gestalten – eine Geschichte, die einem narrativen Bogen zu folgen und irgendwann mal auf eine Auflösung hinauszulaufen hat. Insofern war es nur konsequent, beispielsweise die Spatzen, die Martells, die Tyrells und Kleinfinger aus dem Spiel zu nehmen, die Bolton-Kiste und die Zwistigkeiten an der Mauer zu Ende zu bringen – und endlich Daenerys nach Westeros zu schaffen.

Und so bereitet die siebte Staffel endgültig das Feld für das große Finale zwischen den Lebenden und den Toten. Das gelingt in den sieben Folgen sehr gut. Und bei aller Geradlinigkeit und Hast, die das mit sich bringen mag, bleibt alles dennoch spannend, dass man mit den liebgewonnenen Charakteren fiebert, an ein, zwei Stellen überrascht wird und sich nach dem bombastischen Cliffhanger auf die letzte Staffel freut – auf die wir mit Pech zwei Jahre warten müssen.

Aktuell auf dem Bildschirm

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Supergirl – Während mich die MCU-Serien bislang eher enttäuscht hatten, war ich von The Flash aus dem Hause DC-Comics sehr positiv überrascht. Bei Serien hat DC wohl ein deutlich glücklicheres Händchen als bei Kinofilmen – Marvel geht’s offenbar genau andersrum.

Bei Supergirl scheint sich diese Regel zu bestätigen. Gemeinsam mit Töchterlein habe ich mir unlängst die erste Folge reingedreht und wir waren beide begeistert. Die Geschichte ist flott erzählt, die Charaktere überzeugen und es steckt ne Menge Spannung drin. Ob Begeisterung und Spannung über die beiden bereits produzierten Staffeln (und die angekündigte dritte) halten, wird sich zeigen.

Der Plot ist im Grunde bekannt: Gleichzeitig mit dem kleinen Kal-El wird auch seine Cousine Kara Zor-El auf die Reise zur Erde geschickt, um der Vernichtung Kryptons zu entgehen. Aus Gründen kommt sie jedoch erst viel später auf der Erde an und muss sich als zweite Kryptonierin einen Platz auf der Erde suchen – aber sie wäre nicht Supergirl, wenn ihr das nicht gelänge.

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The Freemaker Adventures – Was Lego in letzter Zeit im Bewegtbild-Sektor anfasst, scheint stets zu gelingen. Zumindest mir haben die Ninjago-Serie die bisherigen Kinofilme und die Kurzfilme zu Star Wars und den Marvel und DC Helden allesamt sehr gefallen.

Im Urlaub hatte ich nun endlich auch mal Gelegenheit, mit Töchterlein in Lego Star Wars: The Freemaker Adventures reinzuschauen. Waren bisher nur drei, vier Einzelfolgen – vermutlich irgendwo aus der ersten Staffel. Was wir da gesehen haben, hat uns aber erneut sehr begeistert. Da bleiben wir dran.

Die Handlung spielt zwischen den Episoden V und VI, wenn ich das richtig sehe, und dreht sich um die Geschwister Freemaker, die sich mit einer Raumschiffwerkstatt über Wasser zu halten versuchen. Der jüngste Bruder Rowan stellt sich natürlich als Macht-sensitiv heraus. Leider wanzt sich eine getarnte Sith-Schülerin von Darth Vader an ihn heran, um mit seiner Hilfe Kyberkristalle zu finden, für die er ein Gespür hat.

Ist natürlich alles nur mittel-kanonisch – macht aber trotzdem ne Menge Spaß.

The IT Crowd – Das ist jetzt etwas merkwürdig. Denn eigentlich hatte ich diese Serie nach zwei Staffeln abgebrochen weil sie mir zu doof, übertrieben und überhaupt nicht witzig war. Wie ich damals irgendwo schrob: „Ich hatte einen witzigeren und besseren (weil britischen) Vorläufer der Big Bang Theorie erwartet – bekam ich aber nicht.“ Und nun hab ich aus einer Laune heraus nun doch wieder mit der dritten Staffel angefangen – und es gefällt mir auf einmal. Ich weiß ja auch nicht. Das Alter?

Was als nächstes?

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Arrow – Nachdem mir Flash und Supergirl so gut gefallen, sollte ich vielleicht auch mal in den Erstling aus dem DC-Serien-Universe reinschauen.

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Battlestar Galactica – Nachdem ich dieses Serien-Remake vor ein paar Monaten erstmals für mich entdeckt und die erste Staffel (inklusive Piloten-Miniserie) geradezu verschlungen habe, muss ich hier mal wieder angreifen. Leider hat Amazon die Serie wieder aus dem Prime-Paket rausgeschmissen. Meine Hoffnung, dass es da wieder reinrutscht scheint sich nicht zu erfüllen. Da werden ich wohl investieren müssen.

Die Serie ist aber auch echt gut. Zumindest bis zu meinem Guck-Stand hat mich der pseudorealistische Stil, in dem diese klassische SF-Saga neu erzählt wird, begeistert. Vor allem sind alle Charaktere sehr spannend und interessant. Und ich muss jetzt endlich wissen, wie Adama das Attentat überstanden hat, was es mit Kobol und den alten Göttern auf sich hat – und was die Zylonen jetzt eigentlich für einen Plan verfolgen.

Twin Peaks – Wo läuft die neue Staffel dieser grandiosen Mystery-Serie der 90er hierzulande eigentlich? Würd ich ja auch gerne mal reinschauen.

Narcos – Ob die dritte Staffel ohne Pablo überhaupt noch funktioniert? Bislang war diese Historien-Krimi-Thriller-Serie über die kolumbianischen Drogenkartelle aber so großartig, dass sie auf jeden Fall einen erneuten Blick wert ist, wenn es Anfang September weitergeht.

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Discovery – Tja, und dann gibt’s Ende September ja endlich wieder neue Geschichten aus dem Star Trek Prime Universum. Hierzulande glücklicherweise bei Netflix. Warum das ganze wieder vor Kirk angesiedelt sein muss, warum die Klingonen so komisch aussehen und warum Spock nie seine Stiefschwester erwähnt hat, weiß man zwar (noch) nicht. Aber wer weiß? Vielleicht wird’s ja sogar gut.

10 Jahre nerdlicht.net: 2016 – riesige Rekorde durch regelmäßige Rubriken

Ein Jahr zurück: 2015

Das Jahr der Antwort

Im real life hielt 2016 viel Schönes und ein bisschen Herausforderndes für mich bereit – unter anderem erreichte ich 2016 ein Alter, das Freunden der Anhalter-Romane von Douglas Adams als die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest bekannt ist. Sonderlich erleuchtet fühle ich mich seither aber nicht.

Ein halbes K und eine reanimierte Rubrik

Mein Blogger-Jahr hingegen begann mit einem kleinen Meilenstein: Ich konnte meinen 500. Artikel feiern. Kurz darauf nahm ich das Vorhaben in Angriff, mein Lesetagebuch zu einer strafferen wöchentlichen Veranstaltung zu machen. Zumindest 2016 habe ich das sogar recht tapfer durchgezogen.

Neue Nerdblogger Netzwerke

Dank einer Instagram-Challenge, über die ich Mitte des Jahres stolperte, konnte ich mein bescheidenes kleines Blogger-Netzwerk ein wenig erweitern und bin auf neue interessante Seiten und Leute gestoßen.

Schöner Scheitern

Doch war nicht alles eitel Sonnenschein in diesem Blogger-Jahr. So habe ich mich der Ehre, in diesem Jahr des Herrn Owleys Allgemeine Altpapiersammlung ausrichten zu dürfen, als nicht sonderlich würdig erwiesen. Meinem Aufruf folgte nur eine überschaubare Menge an Bloggern – aber vermutlich scheitern neun von zehn Aktionen dieser Art in ihrem fünften Jahr.

Richtungsweisender Rekord

Und doch endete dieses Jahr mit einem nie dagewesenen Erfolg, denn 88 Posts (von denen einige aufgrund kaputter Links entfernt wurden) hab ich bis dato noch in keinem Jahr geschafft. Und ein Stöckchen war auch wieder darunter.

Ein Jahr weiter: 2017

Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 33/2017

Comics & Graphic Novels

  • Als großer - und Comic-Fan gleichermaßen erfreut mich die Nachricht, dass eine Graphic Novel zur Stadt der Träumenden Bücher in Arbeit ist, enorm. Walter Moers arbeitet hier mit dem Zeichner Florian Biege zusammen. Angeblich soll es dazu sogar schon einen Trailer geben (hat man ja heute so), der aber wieder aus dem Netz verschwunden ist.

Fandom & Nerdtum

Ich war ganz kurz davor, dieses Mal eine eigene -Rubrik einzufügen. Gibt nämlich eine Menge Zeugs aus Eternia. War etwa irgendein Jubiläum? Oh, anscheinend ist die unsägliche Realverfilmung gerade 30 Jahre alt geworden.

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Gadgets & Tools

Ein Bobby-Car für Erwachsene? Warum ist das noch nicht bei Kickstarter?

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Kino & Film

Jepp, auch der japanische Trailer macht ne Menge Spaß.

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  • Und io9 zeigt, dass der vorherige Trailer auch mit Bildmaterial aus Shrek funktioniert. Nennt sich dann folgerichtig Shrek: Ragnaröck.
  • Juhu! Wie Robots & Dragons berichtet bekommt auch Obi Wan Kenobi seinen eigenen -Solofilm.

Lego & Minifiguren

Der gute Jackie Chan wird auch nicht jünger – hat’s als Meister Wu aber natürlich immer noch voll drauf.

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LOL & ROFL

Zwei Teams erzählen sich schlechte Witze und dürfen nicht lachen. Nicht mehr und nicht weniger.

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Würfel & Spielbretter

  • In meiner Timeline überschlagen sich ja gerade alle in ihrer Begeisterung für das neue Brettspielcafé „Würfel und Zucker“ in Hamburg. Ich hatte noch keine Gelegenheit, mir das selbst mal anzuschauen. Der gute Edieh allerdings schon und er berichtet darüber.

Lesetagebuch: Was machen eigentlich Clever & Smart

Ein bisschen was hab ich tatsächlich geschafft – und mir einen Comic gekauft, den ich nicht lesen kann. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

Clever & Smart: Ich verstehe kein Wort Spanisch – dennoch konnte ich an dem Stapel mit Mortadelo y Filemon Comics nicht vorbeigehen und musste den ersten Band aus der Coleccion Olé (offenbar die drölfzigste Auflage alter Klassiker) sogar mitnehmen.
Als Kind und Jugendlicher habe ich Clever und Smart natürlich geliebt – auch wenn ich nur eine Handvoll Alben mein Eigen nannte. Ehrlicherweise wiederholt sich das Handlungsschema immer wieder: Die beiden schusseligen Agenten und Hauptfiguren müssen irgendwelche absurden Aufträge ihres Chefs Mr. L (bzw. Senor Super) ausführen (meist gilt es, die bekloppten Erfindungen von Dr. Bakterius zu testen), was stets in comichaft grotesk brutalen Unfällen und Verletzungen etlicher Beteiligter endet.
Der Schwerpunkt liegt also ohnehin mehr auf den detailverliebten Zeichnungen als auf dem, was in den Sprechblasen steht. So konnte ich dieses Comicalbum dennoch genießen und mich herrlich beömmeln.

Das Lange Utopia: Mit Freuden habe ich am Ende dieses Romans festgestellt, dass er doch nicht der letzte aus der Lange-Erde-Reihe ist, die Terry Pratchett und Stephen Baxter kongenial miteinander erdacht und erschaffen haben. Dazu weiter unten mehr.
Auch dieser Band hat mir wieder gut gefallen – wie immer vor allem wegen der einfallsreich dargestellten Welt. Bekanntlich besteht die Lange Erde aus unendlich vielen menschenleeren Parallel-Erden, deren Unterschiede zu unserer Originalwelt stets auf mehr oder weniger ausgeprägt anderen erdgeschichtlichen Entwicklungen basieren.
In diesem Band sind mir tatsächlich auch mal ein paar Plot-Elemente in angenehmer Erinnerung geblieben. Die beiden Haupthandlungsstränge drehen sich einmal um die Historie der „natürlichen Wechsler“ (die meisten Menschen benötigen nämlich ein Gerät, um zwischen den Welten zu springen) – hier war wohl vorwiegend Pratchett zu Gange.
Im anderen Handlungsstrang durfte Baxter sich mit fiesen Von-Neumann-Maschinen-Borg-Insekten austoben, die es abzuwehren galt.
Das ganze endet mit einem durchaus spannenden Cliffhanger, was meine Freude über über die zu erwartende Fortsetzung noch einmal steigert.

Monsters Unleashed: Das hat Spaß gemacht. Keine komplizierten innerfraktionellen Zwistigkeiten zwischen den Helden. Keine überraschenden Seitenwechseleien. Keine Tode und Wiederauferstehungen.
Einfach ein Haufen riesiger Monster, der auf der Erde erscheint und von unseren Marvel-Superhelden umgeboxt werden muss. Ja, das ist sehr geradlinig. Ja, das ist stark von Pacific Rim inspiriert. Egal! Monsters Unleashed hat richtig Bock gebracht.

Siege: Ich hab da noch immer gut 400 ungelesene Marvel-Comic-Hefte auf meinem Comixology-Account rumliegen. Vor ein paar Jahren bekam man ja jede Nummer 1 aller Serien geschenkt. Ich lade mir davon immer mal wieder ein paar aufs Endgerät. Zuletzt ein paar Sachen aus der Siege-Storyline, als sich Asgard mitten in Amerika befand, Norman Osborn Chef der Avengers war und als solcher Asgard belagerte. Echt ne coole Nummer, die ich mir eigentlich noch mal in Gänze – am Besten ab seiner Machtübernahme – reindrehen sollte.

Secret Empire: Auch für lau gibt’s gerade das aktuelle Free Comic Book Day Heft zum Marvel-Event Secret Empire, in dem sich Captain America himself auf einmal als fieser Hydra-Agent outet. So dämlich das im ersten Moment klingt – die Nummer scheint gar nicht so schlecht zu sein. Dieser kurze Einblick hat mir auf jeden Fall gut gefallen.

Aktueller Lesestoff

Beren und Luthien: Der folgende Satz fällt mir ein wenig schwer – aber ich bin ein bisschen enttäuscht von diesem Buch. Denn es ist wider meine Erwartung dann doch „nur“ eine erneut kommentierte Sammlung der aus Silmarillion, Vergessene Geschichten und Co. bekannten Texte zur Legende von Beren und Luthien.
Ich hatte ja mehr auf einen extrapolierten „neuen“ Prosatext gehofft, so wie Christopher Tolkien es schon bei den Kindern Hurins gemacht hat.
Trotzdem liest sich das Originalmaterial des Großmeisters natürlich ganz herrlich und die Aufbereitung mit Sohnemanns Kommentaren und den neuen Illustrationen ist wunderbar.

Die Drei Sonnen: Dank Lesezwinger darf/muss ich mich mit diesem wunderbaren chinesischen Science-Fiction-Roman befassen. Ob und und inwieweit er meine gestellte Aufgabe erfüllt, werde ich nach Ende der Lektüre in einem gesonderten Artikel ausführen.
Er gefällt mir auf jeden Fall von der ersten Seite an sehr gut. Das erste Kapitel schildert Ereignisse der Kulturrevolution, wonach die Handlung in die nahe Zukunft springt, in der sich die Hauptfiguren mit bislang noch unsichtbaren Gegnern auseinandersetzen müssen, die offenbar die Gesetze der Physik außer Kraft setzen können. Das alles ist sehr spannend und fesselnd geschrieben. Bislang großartig.

X-Men – Sauron: Einstweilen kein Lesefortschritt bei dem Marvel-Hachette-Klassiker.

Was als nächstes?

Mehr Marvel: Wie oben bereits erwähnt, liegen noch etliche ungelesene Nummer-Eins-Hefte aus dem Hause Marvel ungelesen in meinem Comixology-Account rum. Wie ebenfalls oben erwähnt, werde ich mir da als nächstes mal alles zu Dark Reign, The List und was es sonst noch so aus der „Regierungszeit“ von Norman Osborn gibt zu Gemüte führen.

Der Lange Kosmos: Voraussichtlich im November erscheint der tatsächlich letzte Band des von mir sehr geschätzten Lange-Erde-Epos. Nach recht oberflächlicher Recherche meinerseits scheint es wohl so zu sein, dass Terry Pratchett bis auf ein paar Ideen gar nichts mehr zum Langen Kosmos beitragen konnte und Stephen Baxter den Abschluss der Reihe allein verfassen musste.

Lesetagebuch: Monster, Tolkien und der Lesezwinger

Nach Batman kann eigentlich nicht mehr viel kommen. Dennoch stehen auf meinem Lesestapel etliche Monster Schlange, der gute hat posthum noch mal einen rausgehauen und es dräut der Lesezwinger. Zum Glück hab ich erst mal Urlaub. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

Batman New 52: Einem -Sale sei dank habe ich endlich zu zurückgefunden. Dort gab’s nämlich unlängst den kompletten -Run von 2011 bis 2016 relativ günstig zu erwerben. Da musste ich natürlich zuschlagen. Die zehn Sammelbände umfassen die Hauptserie des Dunklen Ritters aus der New52-Ära und sind mit ein paar Anspielungen und Heftchen aus den Nebenreihen „Batman: The Dark Knight“, „Detective Comics“, „Batman and Robin“ uswusf. gespickt – und bieten am Ende sogar einen kleinen Ausblick auf die aktuelle Rebirth-Ära.

Ich hatte ja schon 2011, als ich ein bisschen in den Neustart des DC-Comic-Universums reingeschaut hatte, den Eindruck, dass Batman und Gotham von den Umwälzungen am wenigsten betroffen waren und die größte Kontinuität zu der Zeit vor dem Flashpoint-Ereignis aufweisen. Wenn mich nicht alles täuscht gilt das auch für die kürzlichen Umwälzungen bei Rebirth, sodass sich dieser Abschnitt von Batmans Abenteuern angenehm in die hinlänglich bekannte Gesamt-Vita einfügt, da es immer wieder Anspielungen auf klassische Ereignisse wie Death in the Family, Killer-Joke etc. gibt.

Doch das nur nebenbei. Dieser Run überzeugt durch großartige Geschichten und eine gelungene Darstellung und Entwicklung der Charaktere. Meine Begeisterung über den ersten Abschnitt mit dem Court of Owls hatte ich ja schon im letzten Lesetagebucheintrag bekundet.

In Zero Hour blendet die Handlung in Batmans Anfangszeit zurück, in der ein herrlich fieser Riddler mal eben die ganze Stadt als Geisel hält (komischer Weise funktioniert hier ein ähnliches Szenario wie in dem verkorksten Dark-Knight-Returns-Film viel besser – aber das nur nebenbei). Ohnehin erhalten viele von Batmans klassischen Schurken hier etwas mehr Komplexität und Tiefe. So bekommt Mr. Freeze ein ziemlich gelungenes neues Origin verpasst.

Allen voran wird sich natürlich dem Joker angenommen. Seine Vorgeschichte mit der Red Hood Gang sowie die beiden Handlungsbögen Death of the Family und Endgame, in dem Mr. J Batman weismachen will, ein unsterblicher ewiger Antagonist der Stadt zu sein, sind schlicht grandios. Doch nicht nur die Schurken, alle Charaktere sind gut durchdacht und erhalten Raum, sich zu entfalten – vom guten alten Alfred und dem nicht minder etablierten Commissioner Gordon bis hin zu Batmans großartigem neuen Sidekick Bluebird.

Schließlich macht der alles überspannende Bogen das ganze zu einer sehr runden Sache. Auch wenn es in Comics ausgelutscht sein mag, selbst Batmans vermeintlicher Tod und Wiederauferstehung fügen sich darin hervorragend ein und machen diesen New52-Run bei aller Kontinuität mit dem restlichen Material zu einem grandiosen in sich abgeschlossenen Batman-Epos – und ja, mir hat auch der Robocop-Replacement-Batman gefallen. Nur das mit der Batman-Backup-Maschine fand ich etwas strange.

Aktueller Lesestoff

X-Men – Sauron: Bei diesem Klassiker aus der Marvel-Hachette-Reihe bin ich noch nicht sonderlich weitergekommen. Die Zeichnungen des Großmeisters Neal Adams sind jedenfalls klasse.

Das lange Utopia: Wie bei allen Romanen aus dieser Reihe liest sich auch das vierte und letzte gemeinsame Parallelwelten-Buch von Terry Pratchett und Stephen Baxter ziemlich flüssig weg – obwohl nicht richtig was passiert. Aber das war schon immer, was mich an dem Lange-Erde-Epos angesprochen hat: Man taucht in diese faszinierende Welt ein, erfreut sich an ihrer einfallsreichen Beschreibung – und vergisst ziemlich schnell wieder, worum es eigentlich ging. Mittlerweile verteilt sich die Menschheit immer weiter über die unzähligen Parallelwelten, die bisherige Staaten- und Wirtschaftsordnung bricht immer mehr zusammen. Immer mehr Menschen stoßen jetzt jedoch darauf, dass man wohl nicht nur nach „Ost“ und „West“ wechseln kann – sondern dass es auch noch weitere „Richtungen“ gibt, in denen Parallelwelten liegen. Und scheinbar gibt es außer Menschen, Trollen, Elfen und Kobolden noch weitere vernunftbegabte Wesen, die auf der Langen Erde unterwegs sind. Spannend.

Monsters Unleashed: Marvel ging es nach dem dramatischen zweiten Civil War (ich habe berichtet) und bevor mit Secret Empire noch schwerere Kost anstand kurz mal etwas unbeschwerter an. Die Autoren haben sich bei Monsters Unleashed ziemlich deutlich von Pacific Rim inspirieren lassen und lassen darin haufenweise Kaijus auf die Marvel-Erde und ihre Superhelden los. Das ist mit voller Absicht relativ anspruchslose Hau-Drauf-Action, die durchaus Laune macht.

Was als nächstes?

Beren und Luthien: Wie wir -Nerds alle wissen, hatte der Großmeister einst geplant, nach dem Herrn der Ringe noch (mindestens) drei Romane aus dem Ersten Zeitalter Mittelerdes zu schreiben, je einen zur Geschichte der Kinder Hurins, zum Fall von Gondolin und zu Beren und Luthien. Sein Sohnemann, der bekanntlich beginnend mit dem Silmarillion den Nachlass seines Vaters Stück für Stück aufbereitet und veröffentlicht hat, begann vor ein paar Jahren damit, diese drei Romane aus den Aufzeichnungen J.R.R. Tolkiens zu extrahieren und zwischen Buchdeckel zu pressen. Nach „Die Kinder Hurins“ ist nun endlich „Beren und Luthien“ an der Reihe. Ich bin schon sehr gespannt (und hoffe inständig, dass er Gondolin auch noch schafft – Christopher ist ja auch nicht mehr der Jüngste).

Lesezwinger: Wie bereits berichtet ist der Lesezwinger wieder da, weswegen ich mich gezwungen sehe Futu.re, Biokrieg und Die drei Sonnen zu lesen.

Prinzessin Insomnia: Und Ende August geht es endlich wieder nach ! Mit Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr legt Walter Moers zwar nicht das versprochene nächste Mythenmetz-Buchhaim-Werk vor – ist mir aber auch egal. Hauptsache Zamonien. Übrigens eines der wenigen Bücher, bei denen ich noch nach der gebundenen Ausgabe greifen muss. EBook kommt hier ausnahmsweise nicht in Frage.

Lego Minifiguren Serie 17

Classic Space ist wieder da

Gleich zwei Figuren drehen sich um das beliebte Thema Retro-Science-Fiction. Das unbestrittene Highlight ist hier natürlich der kleine Junge im Raketenkostüm mit selbstgemalter Classic-Space-Fahne – Lego-Bennys größter Fan. Und natürlich prangt das „richtige“ Zeichen auf seiner Brust, was es unter anderem ermöglicht, zusammen mit dem Ritter aus Serie 9 und einer alten grauen Sauerstoffflasche von früher einen grauen Classic-Astronauten zu basteln. Der Buck-Rogers-artige Retro-Raumfahrer soll hier aber kaum geringer geschätzt werden. Mit seiner Strahlenkanone ist er ebenfalls ganz weit vorne.

Noch mehr fantastisches und ein Geheimnis

Darüber hinaus sind für den Freund fantastischer Themen noch ein energischer Zwergenkrieger und seine etwas gesittetere Elfen-Kollegin dabei. Auch den Gladiator und das Feen-Mädchen mag man hier einreihen – ebenso die „geheime“ Figur, ein historischer Straßenräuber, bei dem sich der Grund für seine Geheimhaltung nicht so ganz erschließen will. Aber egal: Schick ist auch diese Figur allemal.

Baguette, Torte, Hotdog und Maiskolben

Doch auch die „mainstreamigeren“ Figuren wissen vor allem durch witzige Accessoires zu begeistern. Der Maiskolben-Mann führt eine sehenswerte Riege „kulinarischer“ Figuren an – und auch der Yuppie mit seinem uralt-Handy ist klasse.

Was fehlt?

Mit dem Surfer und der Fitness-Dame nicht mehr viel. Das ist jetzt auch nicht gerade eine schmerzhafte Lücke – aber komplett hätte man’s ja schon gern.

Lesezwinger 2.0

Die beliebte Lesechallenge geht nach einigen Jahren Pause in ihre zweite Runde. Rechtzeitig zum Urlaub hab ich mir Lesestoff zu einem bestimmten Thema gewünscht – und gleich drei Antworten erhalten.

Wieder da: Der Lesezwinger

Aber der Reihe nach: Mit leicht veränderten Regeln hat der gute @myrkvid unlängst seine Twitter-Lesechallenge aus dem Jahr 2014 reanimiert und seine Follower im Speziellen und die Welt im Allgemeinen herausgefordert, ihm ein Buch zu einem bestimmten Thema oder mit sonstigen Eigenschaften zu finden – das er im Gegenzug dann gezwungen ist zu lesen und zu rezensieren. Er befand gleich zwei Antworten für würdig und verpflichtete sich somit die genannten Bücher auch zu konsumieren.

Die beiden Gewinner haben ihrerseits wieder Herausforderungen ausgesprochen und so ist die zweite Runde des Lesezwingers munter in vollem Gange.

Im Westen nichts neues mehr

Da ich in der ersten Runde vor drei Jahren mit Kinder der Drohne sehr interessanten Lesestoff vorgesetzt bekam, wollte ich diesmal natürlich wieder mit dabei sein.

Da fast jede SF in einer Zukunft spielt, die die Weiterführung unserer „westlichen“ Kultur darstellt (selbst bei Star Trek sind im Grunde alles Amerikaner), wünsche ich mir schon lange mal was zu lesen, in dem es in der Beziehung etwas realistischer zugeht. Schließlich ist zum Beispiel das einst weltbeherrschende Mongolische Reich heute nur noch eine historische Randnotiz – so wird es in ein paar hundert Jahren doch vermutlich auch „dem Westen“ ergehen. Ich hab mich sogar unter drei Antworten nicht entscheiden können – zum Glück hab ich bald Urlaub.

Somit sehe ich mich nun gezwungen zu lesen: Die drei Sonnen von Liu Cixin, Futu.re von Dmitri Glukhovsky und Biokrieg von Paolo Bacigalupi. Ich werde berichten.

Werde auch du ein Lesezwinger und Buchbezwinger!

Mitmachen? Nichts leichter als das! Einfach dem @lesezwinger den Lesewunsch mitteilen, aus den eingehenden Vorschlägen binnen 24 Stunden einen (oder mehrere) Sieger auswählen, lesen und rezensieren.

Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 29/2017

Lego & Minifiguren

  • Das Lego-Highlight der Woche war aber sicherlich die Elbphilharmonie. Zusammengebaut hat sogar ein paar Worte mit dem MOCer wechseln können.
  • Die Brothers Brick legten noch einen Atombombentest, eine Szene aus Tolkiens Silmarillion und diesen beeindruckenden T-Rex-Schädel obendrauf.

TV & Serien

Ich weiß gar nicht, was ihr alle habt. Auch der neue Inhumans-Trailer sieht doch ganz schick aus. Obwohl, bei Daredevil fand ich das ja auch.

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Wissenschaft & Visionen

Schon ein paar Jahre alt aber immer wieder beeindruckend: die Simulation eines sehr großen Einschlags auf die Erde – mit der passenden Musik.

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10 Jahre nerdlicht.net: 2015 – Goetheblick

2015 habe ich mit dem Podcasten aufgehört. Und wieder angefangen. Und wieder aufgehört. Ansonsten wurde altes und neues Lego zusammengebaut, fleißig gebloggt und es ging aufs Meer.

Ein Jahr zurück: 2014

La Mer

2015 war abseits der Bloggosphäre ein Jahr der ersten Male. Eine gewisse Dame drückte erstmals die Schulbank und es ging für uns erstmals aufs Meer. Online war eher das Gegenteil der Fall – denn eine Ära ging für mich in diesem Jahr zu Ende.

Der Goetheblick hat ausgespielt

Nachdem ich es schon seit Monaten nicht mehr hatte einrichten können, den Aufnahmeterminen beizuwohnen, habe ich in diesem Jahr kurzerhand meinen Austritt aus dem Ausgespielt-Team erklärt und blickte noch einmal mit einer Träne im Knopfloch zurück. Dass mich das Medium Podcast noch nicht völlig loslassen wollte, zeigte sich an zwei experimentellen GoetheblickEpisoden, die ich nachschob – bei denen es bis heute allerdings bleiben sollte.

Altes Lego neu zusammengebaut

Ebenfalls bei zwei Ausgaben sollte mein Projekt Lego Classic Space Rebuilt bleiben. Ich hatte vor, endlich meine alten Lego-Weltraum-Sets aus den 80ern zu entstauben und wieder zusammenzusetzen. Bislang reichte mein Elan nur für den Star Fleet Voyager von 1981 und den Galaxy Commander von 1983. Aber irgendwann geht es damit weiter. Versprochen.

Von Hölzchen auf Stöckchen

Mit 72 Posts (von denen ich inzwischen aufgrund kaputter Links einige entfernen musste) lag mein Output 2015 nur knapp über dem Vorjahreswert. Neben den üblichen Linklisten und Lesetagebucheinträgen befasste ich mich aus traurigem Anlass etwas intensiver mit Terry Pratchett und nahm ein Stöckchen auf.

Ein Jahr weiter: 2016

Mein Lieblingspodcast: Sternengeschichten

Der Jannis Kucharz vom Netzfeuilleton ruft zur Blogparade Mein Lieblingspodcast. Da simmer dabei! Und da ich wegen Befangenheit leider nicht nehmen darf, fällt meine Wahl auf die Sternengeschichten.

Ich liebe es!

Selbstverständlich ist Ausgespielt, der (nicht nur) Rollenspiel-Podcast der beste aller Zeiten. Als jahrelanges Mitglied dieser großartigen Combo mag man mir hier allerdings Befangenheit unterstellen.

Kurz und spacig: Sternengeschichten

Aus etlichen Gründen bin ich seit einiger Zeit treuer Hörer der Sternengeschichten. Der -Podcast von Florian Freistetter begeistert mich dabei nicht nur inhaltlich. Auch das Format – die Folgen sind stets nur um die zehn Minuten lang – sagt mir sehr zu.

Allwöchentliche astreine Astronomie

Damit wäre ich auch schon mitten in der Checkliste, die Jannis für diese Blogparade handgereicht hat. Mich begeistert der Podcast weil er jede Woche Freitag sehr fundierte Astronomie und in leicht verdaulichen Häppchen serviert. Dabei geht Florian Freistetter durchaus anspruchsvoll ins Detail, erklärt die Dinge aber dennoch so, dass der interessierte Laie noch folgen kann. Und das wäre meiner Meinung nach auch die Zielgruppe, die hier angesprochen wird. Man muss selbst kein Naturwissenschaftler sein – aber ein etwas tiefergehendes Interesse an der Astronomie und den benachbarten Wissenschaften ist schon erforderlich.

Irgendwo reinstolpern

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, wie ich auf die Sternengeschichten gestoßen bin. Vermutlich bin ich irgendwo bei Twitter oder Reddit mal drübergestolpert – und hängengeblieben. Eine weitere schöne Eigenschaft des Podcasts ist, dass man an jeder beliebigen Stelle bequem einsteigen kann. Man muss also nicht (darf aber natürlich) bei Folge eins anfangen und sich chronologisch durchhangeln. Man kann auch einfach der aktuellen Folge 242 lauschen – oder sich eine raussuchen, deren Thema grad am meisten interessiert.

Gut vernetzt

In fast jeder Folge weist Florian auf andere Folgen hin, in denen ein angesprochenes Thema noch mal vertieft wird, sodass man gut kreuz und quer durch die Episoden hopsen kann. Schließlich sind die Sternengeschichten auf etlichen Plattformen vertreten – man kann ihnen sogar bei YouTube lauschen.

Die sind alle gut

Eine ausgesprochene Lieblings-Episode kann ich da jetzt gar nicht festmachen. Natürlich sind die behandelten Themen mal interessanter und mal weniger interessant. Ich lausche den Sternengeschichten jedenfalls jede Woche gern – und das solltet ihr auch tun.

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