Autor: Herr Kowski

Gratis Comic Tag 2013 – ohne mich

Aus Gründen konnte ich vergangenen Samstag nicht am Gratis Comic Tag teilnehmen – erstmals seit seinem Bestehen. Ich bedaure das sehr – möchte aber dennoch die Gelegenheit ergreifen, um über Sinn, Unsinn und Zukunft dieser Veranstaltung zu sinnieren.

Die angemessene Lobhudelei vorab

Um das erst einmal klarzustellen: Der ist eine großartige Sache. Seit er 2010 als Adaption des US-amerikanischen Free Comic Book Day in deutschen Landen das Licht der Welt erblickte, war ich jedes Mal dabei – und werde alles daran setzen, nie mehr verhindert zu sein, wie dieses Jahr.

Der Tag ist ein wahrer Feiertag für Freunde der Neunten Kunst und hat allein dadurch seine Berechtigung, dass er die Bildergeschichten fast bis in die Mainstream-Bereiche des öffentlichen Bewusstseins hebt und den Fans einen Anlass gibt, sich im Internet oder gar im wahren Leben intensiv über das Objekt seines Fanatismus‘ auszutauschen.

Reanimation eines Scheintoten?

Diese Zwischenüberschrift ist selbstredend drastisch überspitzt. Aber ich denke, das ist legitim, um eine These auf den Punkt zu bringen. Schon nach dem 2012er GCT hatte ich kurz die Frage aufgeworfen, wem diese Veranstaltung eigentlich nutzt. Mein Schluss damals wie heute: Sie nutzt vor allem den Verlagen – auch wenn Hauptnutznießer eigentlich die lokalen Händler sein sollten. Natürlich wird der Trend auch weiter in Richtung Online-Handel gehen. Und ein Gratis Comic Tag allein wird diesen Trend nicht aufhalten und die Comic-Enthusiasten wieder in die Läden strömen lassen.

Der nächste bitte!

In Wahrheit ist der Online-Handel auch längst kein Trend mehr sondern eine Tatsache. Nur solche Läden, die diese Tatsache akzeptieren, sich ihr stellen und mit ihr arbeiten, werden langfristig überleben. Aber der Fortschritt macht ja bekanntlich nicht halt – und nimmt sich jetzt auch langsam die Verlage vor. Im Reiche des gedruckten Wortes bedroht das pöse, pöse eBook – vor allem in seiner satanischsten Inkarnation, dem Kindle – ja bereits das Verlagswesen und mit ihm das gesamte christliche Abendland. Und ähnlich wie beim Aufkommen des Online-Handels scheinen die Verlage und Buchhändler mal wieder wie der Ochs vorm Berg oder das Kaninchen vor der Schlange zu hocken – um dann, wenn’s fast schon zu spät für sie ist, in Zeter und Mordio auszubrechen. Vermutlich haben’s die Schreiber-Mönche auch so gemacht, als dieser Gutenberg mit dem Buchdruck um die Ecke kam.

Die Zukunft des Comiclesens

Auch für ist der Trend zur kompletten Digitalisierung längst im Gange. Wer die bunten Bildergeschichten schätzt, sollte sich unbedingt einmal mit befassen. Das Portal nebst Mobil-App bietet ein völlig neues Leseerlebnis. Auch ich war skeptisch, ob sich Comics überhaupt gut ins Digitale übertragen lassen. ComiXology hat mich eines Besseren belehrt. Gerade Heftcomics – Superhelden & Co. – werde ich in Zukunft nur noch via ComiXology lesen. Und da die deutschen Verlage wie Panini & Co. sich in der Angelegenheit wohl noch im Tiefschlaf befinden, werde ich – obgleich eigentlich Freund von Übersetzungen – jetzt noch viel stärker auf englische Originale setzen. Zumal man in den USA mal wieder weiter ist. Längst gibt es dort Comicreihen, die zuerst oder sogar ausschließlich digital erscheinen. Oft ist im gedruckten Heft ein Kode enthalten, mit dem man sich die digitale Version kostenlos holen kann.

Versöhnlicher Abschluss

Man mag das moralisch verwerflich finden, aber üblicherweise werde ich auch künftig die Fortsetzungen der Fundstücke vom Gratis Comic Tag online bestellen oder gar digital runterladen. In meinem speziellen Fall sei mir auch verziehen, da ich in dem Sinne keinen local dealer um die Ecke habe und für den GCT immer in die Stadt reinfahren muss. Auch ich stöbere gern in Comic- und Buchläden und lasse mich zum ein oder anderen Spontankauf hinreißen, wenn es mich mal in urbane Gefilde verschlägt. Das wird aber mehr und mehr die Ausnahme – vermutlich nicht nur bei mir. Diese Entwicklung wird auch kein GCT verhindern können – dennoch bleibt er ein wertvoller Feiertag des Comics, bei dem sich die Läden im besten Licht präsentieren und die Leser und Fans in ihren Hallen versammeln können. Nächstes Jahr auch wieder mit mir.

Commander Hadfield rockt den Weltraum

Die lebende Astronauten-Legende Chris Hadfield – bis heute Kommandant der laufenden ISS-Mission – singt David Bowies „Space Oddity“ IN SPACE!

Anlass ist der letzte Tag seiner Mission, die durch seine stetige Präsenz bei YouTube, Twitter und Reddit vor allem auch eine PR-Mission für die bemannte Raumfahrt (und Olibas) war. Diesem enormen Sympathieträger sei Dank, wurde das Thema wieder ein wenig in den Fokus gerückt – und ich kenne endlich wieder einen aktiven Astronauten mit Namen.

„Space Oddity“ in Space

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#ThankYouCommanderHadfield

Obiger hashtag soll anlässlich seines letzten Tages auf der ISS zu Recht trending topic werden – so hat es die Fangemeinde beschlossen. Ich zumindest habe ihm durchaus zu danken. Einfach dafür, dass er meine kindliche Begeisterung für die Raumfahrt reaktiviert hat.

Weltverleumdungstag 2013

Eine kleine tapfere Schaar von Twitterern versucht jedenfalls gerade dieses Mem am Leben zu halten.

Jahr um Jahr verleumden?

Stellte man sich vor einem Jahr nach einem munteren Weltverleumdungstag noch die bange Frage, ob er – und wenn ja in welcher Frequenz – überhaupt wiederkehren möge, scheint diese heute beantwortet. Zumindest in meiner Timeline breitet sich der entsprechende Hashtag geradezu viral aus.

Verleumde auch Du!

Unter dem Hashtag kann das muntere Treiben verfolgt werden. Ein jeder fühle sich ermuntert auf das wildeste mitzuverleumden. Macht Laune!

Lego Minifiguren Serie 9

Ritter, Römer, Richter

Nun ist der letztgenannte Robenträger nicht sooo spektakulär. Um der Alliteration in der Zwischenüberschrift willen sei er an dieser Stelle aber aufgeführt. Das Nerdherz höher schlagen lassen vielmer: ein vollgerüsteter Ritter, ein Römischer Imperator, ein Zyklop, eine Elbenkriegerin, eine Art Powerranger, eine Art Chaos-Space-Marine und der Jekyll-and-Hyde-Twoface.

Was steckt noch drin?

Durchaus lobend erwähnenswert sind noch der Klempner mit echtem Gummipümpel und der Butler. Ansonsten gibt’s noch eine Nixe, einen Polizisten, einen Typen im Hühnerkostüm, naja, und so Zeuch halt noch. Alles in allem aber eine sehr lohnenswerte Serie.

Was fehlt?

Die Elbin muss ich dringendst noch haben.

Was ist mit der Legopedia los?

Die Beschreibung der Collectable Minifigures in der Legopedia endet mit Serie acht. Dabei kommt alsbald schon die zehnte Serie raus. Was ist da los? Erstirbt das Projekt etwa? Man weiß es nicht.

EDIT: Bei der Legopedia hat man sich mittlerweile ein Herz gefasst und die Darstellung der Collectable Minifigures auf den aktuellsten Stand gebracht.

Wie auch immer, jemand tauschen?

Lego Minifiguren Serie 8

Dennoch gibt’s auch hier wieder großartige Sachen – und ich war wieder fleißiger beim Sammeln.

Piraten, Eroberer und Shakespeare

Der Piraten-Kapitän – komplett mit Holzbein, Haken und Augenklappe – ist schon ein Highlight dieser Sammlung. Am „nerdigsten“ sind zudem sicher die außerirdische Eroberin und der Fledermausmann (eher Manbat denn Batman). Aber auch der spanische Konquistador und der gute alte Shakespeare haben was.

Keine Ideen mehr?

Zwei Figuren fallen jedoch besonders negativ auf. Nicht, weil sie irgendwie uncool oder anstößig wären. Nein, der Roboter und die Cheerleaderin sind exakte Kopien zweier Figuren aus der ersten Serie. Lediglich die Farben sind anders (und der Roboter hat als zusätzliches Gimmick eine Strahlenpistole).

Was steckt noch drin?

Positiv sind noch der Tiefseetaucher und der Weihnachtsmann zu erwähnen. Der Rest bewegt sich eher im Mittelmaß.

Was fehlt?

Eine richtig schmerzliche Lücke in meiner Sammlung stellt eigentlich nur das Fehlen der Außerirdischen dar. Jemand tauschen?

Lesetagebuch: Guilty Pleasure – Ich habe He-Man-Comics gelesen

Letztes Jahr hatte ich angedeutet, dass ich durchaus als kleiner Junge von den Masters of the Universe angetan war – und dass ich mich auf die neue DC-Miniserie freute. Mittlerweile habe ich mir die besagten zugelegt und – ich muss es hiermit gestehen – mit gewisser Begeisterung gelesen. Wie es der Zufall so will ist mir kürzlich noch weiteres -Zeugs untergekommen, das ich immerhin … nett finde.

He-Man and the Masters of the Universe

Die DC-Miniserie um den blondierten Conan-Verschnitt ist in Deutschland nicht erhältlich. Auf eine kurze Twitter-Anfrage hin hatte der @PaniniVerlag mir geantwortet, dass eine Übersetzung und Herausgabe hierzulande auch in absehbarer Zeit nicht geplant sei.

Also lud ich mir die sechs Bändchen kurzerhand im Original beim großartigen herunter und genoss sie auf meinem nicht minder großartigen Nexus10 – und ein Genuss war es wahrlich. Nun geht meine nostalgische Verklärung des 80er-Jahre-Spielzeugs nicht so weit, dass ich die Schlichtheit dieses -Universums leugnen würde. Das ist schon ganz schöner Trash.

Dennoch ist es den Autoren dieser Miniserie gelungen, da so viel wie möglich rauszuholen.

Ganz kurz nur zum Inhalt: Der Holzfäller Adam sieht sich durch Träume und eine innere Unrast dazu gedrängt, die heimischen Wälder zu verlassen und auf Abenteuerfahrt zu gehen. Dabei trifft er auf verschiedene Monster, derer er sich erwehren muss. Ich hatte kurz die Hoffnung, dass die Autoren damit die aller erste Ursprungsgeschichte reaktivieren wollen, in der He-Man schlicht ein Barbar ist, der auf Reisen geht und seine Abenteuer erlebt.

Diese Hoffnung hat sich zwar nicht erfüllt – eine Anspielung auf die Urgeschichte wollte ich darin aber schon erkannt haben. Tatsächlich ist es Skeletor gelungen, eine große Amnesie über alle Gutewichte zu bringen – von der sich diese in den sechs Heftchen schließlich befreien können.

Der Ansatz, dieses Universum einen Hauch düsterer und „ernster“ – soweit man das bei Typen wie Trapjaw und Evil Lynn überhaupt sagen kann – darzustellen, gefällt mir durchaus gut. Für MotU-Nostalgiker also genau das richtige.

Mehr Comics

Tatsächlich hatte DC nur kurz vorher eine achtteilige Prequel-Serie rausgebracht, die ebenfalls auf ComiXology erhältlich ist – genauso wie die beiden Sonderbände zum Origin der beiden Haupt-Kontrahenten. Ersteres versucht sich daran, Episoden in unterschiedlichsten Comicstilen zu erzählen, was von „interessant“ bis „etwas bemüht“ (Sin City) reicht – insgesamt aber recht lesenswert ist. Die Sonderbände hab ich mir noch nicht gegönnt.

Zudem geht’s alsbald mit einer längerfristig geplanten Serie weiter, die im April 2013 startet.

Mehr MotU-Kram: He-Mans Schwert und Lego

So wie in meinem Fall sind da draußen viele alte Männer, die in den 80ern mal kleine Jungs waren und mit He-Man und Co. gespielt haben. Einige davon schmieden nun Schwerter oder basteln per Photoshop ihre Traum-Lego-Figuren.

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Podcast-Doppel-Jubiläum: „Ausgespielt“ wird 5 bzw. 100

Im Ernst: Ich bin schon ein bisschen stolz, dass wir das so lange kontinuierlich durchgezogen haben. Und es macht den Anschein, dass sich unser eskapistisches Geplauder über Fantastisches und verwandte Themen ebenso kontinuierlich einer gewissen Beliebtheit erfreut. Das macht uns natürlich noch ein bisschen stolzer.

Fünf Jahre Plauderei – nicht nur über Rollenspiele

Als Sandra und Jens im Jahre 2008 mit der Idee schwanger gingen, eine eigene Podcast-Sendung auf die Beine zu stellen, war ich zwar sofort begeistert – meine persönlichen Erfahrungen mit diesem Format hielten sich aber gelinde gesagt in Grenzen. Klar wusste ich was das ist – hab aber selbst nie welche gehört. Ich zumindest ging also relativ unbeleckt an die Sache heran.

Allgemein sind alle Beteiligten (ein weiteres Gründungsmitglied war Torben) das Projekt sehr unbeschwert angegangen. So wurde zwar von Anfang an auf halbwegs professionelles Equipment wert gelegt. Und natürlich wurden für jede Sendung Themen vorbereitet – diese wurden dann aber stets in einer lockeren Unterhaltung abgehandelt.  So ist es eigentlich auch heute noch – und ich denke, diese Lockerheit macht den Charme und wohl auch den Erfolg des Podcasts aus.

100 Folgen Wissenswertes, Spaß – und immer wieder Neues

Eine gewisse Entwicklung fand selbstredend dennoch statt. Vor allen Dingen sprossen bald die „Sonderepisoden“ ins Kraut. Es wurde schon nach wenigen Aufnahmen Rück-, An– und Durchgespielt, dass es eine Freude war – und natürlich noch immer ist. Wir haben „live“ von der Spielemesse und anderen Veranstaltungen berichtet, lange vor Wil Wheaton Spielrunden aufgenommen und Diskussionsrunden veranstaltet.

Daraus haben sich mittlerweile mehr oder weniger regelmäßige Rubriken entwickelt wie der Klönschnack auf dem Nordcon Hamburg, die allmonatliche Nachrichtensendung, das Jahreswechsel-Crossover-Special und zuletzt die Spiel-des-Jahres-Reihe, in der Sandra und Jens (mit gelegentlicher Unterstützung der anderen Mitstreiter) alle Spiele des Jahres von 1979 an vorstellen.

Auch personell hat sich ein bisschen was getan. Neben diversen Gastbeiträgen, Kurzauftritten und Crossover-Episoden mit der lieben Kollegen von System Matters ist vor einigen Jahren Ron zum Ausgespielt-Team gestoßen und verstärkt es seither als unersetzlicher Bestandteil in den Sendungen und darüber hinaus (Webmaster der Seite, Grafikdesigner, Sprachrohr nach außen undundund).

Ausgespielt auf allen Kanälen

Als alte Internet-Fuzzis sind wir selbstmurmelnd überall im Web zu finden. Unsere Sendung ist unter anderem bei iTunes gelistet, wir springen bei Facebook rum und unser Blog ist stolzes Mitglied bei RSP-blogs.de und Analogspieler.de.

Hoch die Tassen!

Das Doppel-Jubiläum wurde natürlich gebührend gefeiert. Sowohl zur 100. Sendung als auch zum Fünfjährigen haben wir je eine Sondersendung produziert:

Auf die nächsten fünf bzw. 100!

Lego Minifiguren Serie 7

Nerd, Furry und Spacema… äh … Rotkäppchen

Als kleiner Meta-Gag darf die Darstellung eines klischeehaft-typischen Sammlers der Lego Minifiguren verstanden werden – komplett mit Nerd-Brille, Laptop und Pullunder (ginge heutzutage natürlich auch als Hipster durch). Der Furry im Hasenkostüm repräsentiert eine hierzulande eher unbekannte Nerd-Subspezies. Und den Spacema… äh … naja, den Weltraumsoldaten … verschweigen wir mal lieber – sonst gibt’s Ärger mit Games Workshop. Rotkäppchen ist auch gut gelungen.

Was steckt noch drin?

Das Geekherz wird zudem von der Wikinger-Kriegerin, dem Azteken, dem schwarzen orkartigen Ritter und dem Meeresgott erfreut. Ebenfalls genial sind der Dudelsackspieler die 80er-Jahre Rockerin und der Hippie. Die Sportler sind mal wieder nur so mittel und die Braut … naja.

Was fehlt?

Dank erfolgreicher Tauschaktionen kann diese Sammlung komplett gemeldet werden. Andere Serien müssen aber noch aufgefüllt werden. Falls da also jemand noch was doppelt haben sollte.

Lesetagebuch: Star Wars Comics – Teil 2 – „Invasion“ (leider nicht Episode VII)

Nun ist es schon ein gutes Dreivierteljahr her, dass ich erstmals von meiner Sammelobsession in Sachen Star Wars Comics berichtet habe – allerhöchste Zeit, hier mal etwas ins Detail zu gehen.

Ich habe mir überlegt, jene Storylines aus meiner Sammlung rauszupicken, die ich mittlerweile vervollständigt habe – dies allerdings in relativ willkürlicher Reihenfolge und Frequenz.

Heute daher meine Gedanken zur Storyline „Invasion“, die bislang in den Panini-Sonderbänden 55, 62 und 68 – ein bedeutendes Element dieser Handlung wird zudem in Sonderband 4 „Chewbacca“ erzählt – erschienen ist und den Angriff der außergalaktischen Yuuzhan Vong 25 Jahre nach der Schlacht von Yavin zum Thema hat. Sie ist insofern besonders interessant, da sie ein Kandidat für die Handlung der neuen Filmtrilogie wäre – es aber mit ziemlicher Sicherheit nicht ist.

Die Yuuzhan Vong kommen

Ich mag diesen Handlungsstrang besonders gern, da er ein wenig von dem üblichen -Schema abweicht. Sonst – sind wir mal ehrlich – läuft’s doch meist wie folgt: Egal ob 3.000 Jahre vor oder 100 Jahre nach den Filmen – irgendeiner findet ein Sith-Holocron, ist fasziniert von der Macht, die es ihm offenbart und eh man sich’s versieht, fangen sie wieder an, rote Lichtschwerter zu bauen.

Bei „Invasion“ isses geringfügig anders. Hier geht’s mal nicht gegen einen bösen Sith-Lord – ob nun Exar Kun, Darth Bane, Darth Vader oder Darth Krayt – und das Imperium, das er anführt. Die weit, weit entfernte Galaxis wird hier von den Yuuzhan Vong bedroht und angegriffen – einem außergalaktischen Kriegervolk, das mit der Macht so gar nichts am Hut hat. Im Gegenteil, sie sind für die Macht sogar unsichtbar und können durch sie kaum bis gar nicht beeinflusst werden.

Mit einer gigantischen Flotte biologischer Raumschiffe fallen sie in die Galaxis ein und erweisen sich als schier unüberwindlich. Ihre gesamte Technologie basiert auf dieser Biotechnik. Ihr Ziel ist schlicht die Umformung aller bewohnten Welten für ihre Zwecke.

Meister Luke – du bist unsere einzige Hoffnung

Die Verteidigung der Galaxis führt niemand geringerer als Luke Skywalker an, der als weiser Großmeister dem von ihm gegründeten neuen Jedi-Orden vorsteht.

Auch die anderen Helden der ursprünglichen Filmtrilogie geben sich hier ein Stelldichein. Leia Organa-Solo und der ihr angetraute Han sind ebenso dabei, wie deren Nachwuchs, bestehend aus den Zwillingen Jaina und Jacen sowie dem kleinen Anakin.

Ergänzt wird das Personal durch die Herrscherfamilie einer galaktischen Randwelt, die als eine der ersten der Vong-Invasion anheim fällt. Politische Verwicklungen und Intrigen geben dem Kriegsgeschehen zusätzliche Würze. Natürlich lockt auch hier den ein oder anderen Jedi die Dunkle Seite – und es mischen schließlich sogar Sturmtruppen des noch immer existierenden Rest-Imperiums mit.

Ideal für Episode VII

Auf den ersten Blick scheint das ein idealer Steinbruch für die Handlung der neuen Filmtrilogie zu sein, die ab 2015 in die Kinos kommen soll. Ehe JJ Abrams als Regisseur feststand, wurde unter anderen Guillermo del Toro gehandelt. Gerade von ihm hätte man sich am ehesten gewünscht, die biotechnischen Monstren der Yuuzhan Vong in Szene zu setzen. Er hätte das grandios gemacht.

Auch die Konstellation mit dem Jedi-Meister Luke und der Familie Organa-Solo, in der es aus gewissen Gründen mächtig kriselt, hätte sich gut gemacht. Aber es wird mit Sicherheit ganz anders kommen.

Warum wir die Yuuzhan Vong nie auf der Leinwand sehen werden

Die Tatsache, dass del Toro es nicht macht, mag ein Grund sein. Zudem wird man sicher auf Bewährtes setzen. Natürlich wird man wieder gegen einen Sith-Lord antreten – wenn auch – hoffentlich! – nicht gegen einen wiederbelebten Darth Vader, ein gruseliges Gerücht, bei dem es mich noch immer schüttelt.

Zudem sind die Kollegen Hamill, Fisher und Ford dann doch ein wenig zu alt, um ihre alter egos „nur“ 25 Jahre später zu spielen. Und dass die drei dabei sein werden, wollen wir doch mal annehmen. Andererseits wird das „erweiterte Universum“ ohnehin ignoriert werden.

Kurzer Abriss: Das „erweiterte Star Wars Universum“

Es gibt bekanntermaßen tonnenweise Bücher, , Computerspiele und sonstiges Material, das die Ereignisse weit vor und nach den Kinofilmen beschreibt. Was dort erzählt wird gilt aber nur bedingt als kanonisch. „Wahr“ im Sinne der Star-Wars-Historie ist zunächst einmal nur, was in den sechs Episoden passiert. Alles weitere gehört in Abstufungen dem „erweiterten Universum“ an. Ob die Clone Wars Serie mehr wert ist als ein 20 Jahre alter Roman, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht – dennoch gilt für alles, was noch nicht auf Zelluloid gebannt wurde stets ein Vorbehalt.

Insofern ist die Ankündigung, dass das erweiterte Universum bei der Handlung der neuen Trilogie und der zusätzlich geplanten Spin-off-Filme keine Beachtung finden wird, nicht unbedingt überraschend. So gab es beispielsweise schon vor der Prequel-Trilogie Geschichten über die Herkunft von Boba Fett – was mit Episode I bis III schlicht überschrieben wurde.

Somit steht alles, was laut Romanen und Comics in den Jahren nach der Rückkehr der Jedi-Ritter so passiert sein soll, auf der Kippe: Mara Jade, Thrawn, Palpatines Klon, die Kinder von Leia und Han (selbst ihre Hochzeit), Ben Skywalker, Chewies Opfertod und eben auch die Yuuzhan Vong.

Allein – man weiß es nicht

Ein jeder Drehbuchschreiber wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn er nicht wenigstens ein bisschen Inspiration aus dem großen Fundus des erweiterten Universums schöpfen würde. Ganz müssen die Fanboys die Hoffnung auf Mara Jade also nicht aufgeben. Ich rechne auch fest mit einem Jedi-Meister Luke (der nach einer Photoshop-Romantik des Redditors scratchresistor so aussehen könnte) und einem gealterten Ehepaar Organa-Solo. Vielleicht kriegen wir sogar Darth Caedus.

Wie auch immer – die Invasion-Comics sind klasse!

Google Nexus 10 im Test: Traum-Tablet?

Die Frage, ob und wozu man überhaupt ein Tablet braucht, lassen wir erst einmal außen vor. Nehmen wir an, dass man diese für sich positiv entschieden hat – und sei es nur aus schierer Technik-Begeisterung. Bislang musste auch der geneigte PC- oder Android-Freund in diesem Fall einen Besuch des örtlichen Apple-Stores erwägen, gilt doch das iPad als Maß aller Dinge.

Mit dem Nexus 10 will Google nun aber aufgeholt haben. In Zusammenarbeit mit Samsung präsentieren die Androiden schon seit Oktober 2012 ihr Referenzprodukt, mit dem sie dem iPad endlich ebenbürtig die Stirn bieten wollen.

Lange Zeit war das Nexus 10 vergriffen, aktuell ist das Tablet jedoch in der Variante mit 16 sowie 32 GB im Google Play Store zu beziehen.

Technik, die begeistert

Schon die puren technischen Daten regen den Appetit an: HD-Display mit einer Bildschirmauflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln bei 300 dpi, Dual-core Cortex A15 Eagle Prozessor und erweitertes MIMO-WLAN. Zudem bietet das Tablet als Mitglied der Nexus-Familie die Garantie, immer bei allen System-Updates bedacht zu werden – und das für einen Preis, der auch bei der „großen“ 32 GB-Version noch deutlich unter dem einfachsten Vergleichsmodell von Apple liegt.

Gut, das Nexus 10 gibt’s nur mit WLAN. Das mag für viele Nutzer ein Ausschlusskriterium sein. Wen das hingegen nicht stört, dem könnte das Gerät sehr viel Freude bereiten.

Nexus 10: Es ist ein Traum!

Der Genuss beginnt bereits bei der Haptik. Das rund 600 Gramm leichte Tablet liegt dank seiner griffigen Rückseite sehr angenehm und sicher in den Händen. Spätestens nach dem Einschalten dürfte sich aber niemand mehr der Begeisterung verschließen können. Das System ist stabil und rasend schnell. Die Anzeige hält voll und ganz, was sie verspricht – es ist ein Traum! Kamera und Sound wissen ebenfalls zu überzeugen. Der Akku scheint auch bei täglicher moderater Nutzung gern mal eine Woche halten zu können – ein Wert, der natürlich stark vom jeweiligen Nutzungsverhalten abhängt.

Da mehr und mehr App- und Webseitenanbieter ihre Produkte jetzt auch für Android-Tablets optimieren, sind die Möglichkeiten dieses Geräts auch kaum noch eingeschränkt. Im durchschnittlichen Haushalt könnte es problemlos einen Sofa-Laptop oder gar Desktop-Rechner ersetzen. Gerade die Möglichkeit, mehrere Nutzerprofile anzulegen, macht das Google Nexus 10 zum idealen Familiengerät.

ANMERKUNG: Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf dem einstigen Nachrichtenportal , das bedauernswerterweise vor einiger Zeit seinen Betrieb eingestellt hat.

Lego Minifiguren Serie 6

(Geschlechter-) Kampf im Weltenall

Mit etwas gutem Willen kann man die Hälfte der Figuren dieser Serie dem Geektum zuordnen. Mit dem „Grey“-Alien, dem klassischen Vierkant-Roboter und der Sternen-Amazone gehören allein drei dem Genre Science-Fiction an. Letztere ist zwar noch in klischeehaftes Rosa gekleidet – scheint aber den Willen der Lego-Verantwortlichen anzudeuten, jetzt mal langsam auch coole weibliche Figuren beizusteuern. Die Skaterin soll wohl in dieselbe Richtung gehen.

Was steckt noch drin

Das Nerdherz erfreuen außerdem der Braveheart-Verschnitt, der Minotaurus und der Römische Legionär. Großartig auch die Freiheitsstatue. Die Idee ist so gut, dass Playmobil sie in seiner Sammeltüten-Edition gleich übernommen hat. Ebenfalls eine Erwähnung wert sind der Desperado und die Schlafmütze.

Was fehlt

Mich schmerzt vor allem das Fehlen des Römers  in meiner Sammlung. Der Roboter wäre auch fein. So schließe ich wieder mit den verzweifelten Worten: Jemand tauschen?

Lesetagebuch: Rückkehr zu Marvel – Dank Hachette und ComiXology

Nachdem ich mich – angeregt durch seinen New-52-Neustart – in letzter Zeit sehr intensiv mit dem DC-Universum befasst habe, wird es nun langsam Zeit, wieder zu meinem Leib und Magen Superhelden-Reich Marvel zurückzukehren.

Nun war ich in diesem Bereich nie der große Sammler, habe hier und da mal einen Sammelband erworben – und mir auch sehr viel ausgeliehen. Das kann nun anders werden – sowohl durch einen traditionellen „Sammler-Verlag“ als auch durch die Segnungen moderner Technik.

Hachette macht’s möglich?

Seit Januar gibt’s aus dem Hause Hachette Die Offizielle Marvel-Comicsammlung. In diesem Rahmen erscheint alle zwei Wochen je eine Perle marvelscher Comic-Kunst. Über die Hintergründe und die mutmaßliche Qualität dieser Reihe hat der von mir hochgeschätzte Comic-Fachmann in seinem Blog Minds Delight ausführlich berichtet. Er stellt zu Recht die Frage, ob sich diese Reihe überhaupt lohnt – und listet die 60 zu erwartenden Ausgaben komplett auf. Seinen Ausführungen ist eigentlich kaum etwas hinzuzufügen.

Geschenkter Gaul

Nun hat es sich für mich aus gewissen Gründen ergeben, dass mir die ersten fünf Ausgaben dieser Reihe für lau zur Verfügung gestellt wurden. Daher erfreue ich mich zur Zeit abseits finanzieller Überlegungen an den ausgewählten Geschichten. Ob diese Freude auch danach noch ausreicht, um ab Band sechs darin zu investieren, muss sich allerdings noch zeigen. Der Buchrücken würde sich in einem großen Billyregal sicher ganz gut machen.

Wiedereinführung in den Marvel-Kosmos

Auch wenn die fünf Alben schon eine Weile bei mir rumliegen, habe ich bislang nur die ersten drei davon gelesen. Ich bin also grad genauso weit, wie die redlichen Käufer. Mit diesem Stand kann ich aber schon sagen, dass die Auswahl für jemanden wie mich ziemlich gut geeignet ist – auch wenn ich die X-Men-Story schon kannte Aber allein der Kracher „Iron Man: Extremis“ hat mich bei der aktuellen Inkarnation des Tony Stark endlich mal wieder einigermaßen auf den Stand gebracht. Ähnliches erhoffe ich mir mit dem folgenden Thor-Band.

Hachette oder nicht Hachette – das bleibt die Frage

Völlig unabhängig von der Frage, ob Hachette die Reihe nach Band fünf überhaupt fortsetzen wird, bleiben bei mir mit Blick auf die Komplettliste beim Fadenaffen Zweifel, ob ich bei der Stange bleibe. Ein Buchrücken allein macht’s ja nun auch nicht. Einerseits hab ich Perlen zu erwarten, die mich zum Beispiel beim Hulk (da geht’s mir wie Hiro: „Watt? Der ist jetzt rot?“) endlich mal aus meinem 90er-Jahre-Wissensstand in Sachen Marvel holen könnten. Bis ich die allerdings bei dem Zwei-Wochen-Rhythmus erreiche, ist es noch lange hin. Andererseits kenn ich dann doch einiges davon – und hab’s teilweise sogar schon im Regal stehen.

Rettung naht digital!

Ich habe ComiXology ja bereits in einer der letzten Ausgespielt-Episoden geliebt. Alsbald werde ich die Zukunft des Comiclesens noch mal ganz ausführlich lobhudeln. An dieser Stelle und in diesem Zusammenhang nur soviel: Mit „Civil War“ habe ich auf ComiXology just begonnen, meine Wissenslücken in Sachen Marvel aufzufüllen – und bin schwer begeistert (sowohl von „Civil War“ als auch von ComiXology). Für mich zumindest zeichnet sich ab, dass in Zukunft ein paar Bäume weniger für Comics gefällt werden müssen.

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