Sommerzeit ist Urlaubszeit, diesmal haben wir diesen Jahresabschnitt mit einem kleinen Trip nach Berlin eingeläutet. Es gab etwas Rock’n’Roll, etwas Shopping und Sightseeing – und es wurden1 #Comics gekauft. Ein Rückblick.
System of a Down im Olympiastation
Die armenische Schwermetall-Combo aus den US of A gehört zu unseren erklärten Lieblingsbands. Groß war daher unsere Freude darüber, dass sie nach langer Zeit wieder in Europa auf Tour gehen. Für uns am nächsten gelegen war der Auftrittsort in Berlin und da die Bundeshauptstadt immer eine Reise wert ist, wurden die Karten flugs geordert – und obendrauf noch zwei, drei Nächte in unserer Lieblings-Unterkunft gebucht.
Serj Tankian & Co. haben alle Erwartungen erfüllt und das Olympiastadion buchstäblich angezündet – obwohl sie seit längerem gar keine neue Scheibe mehr rausgebracht haben.
Ich war tatsächlich zum ersten Mal in dieser Spielstätte und konnte mich ihrer historischen Bedeutung durchaus nicht entziehen. Der schöne Gedanke, dass hier Jesse Owens einst seine Goldmedaillen errungen hat, überstrahlt jedoch alles andere.
Er ist leider hinter einer Paywall verborgen, dennoch sei auf den Konzertbericht aus der Berliner Morgenpost hingewiesen.2 Ich finde ihn zwar streckenweise arg schwülstig formuliert, dennoch fängt er den Abend recht gut ein.
Und natürlich habe ich erneut Studien in Sachen Mosh Pit Science vorgenommen und per Bewegtbild dokumentiert.
Erfolgreichster Reel aller Zeiten
Das entsprechende Video war drüben bei #Instagram mein erfolgreichster Reel aller Zeiten. Hier – lässt sich besser einbetten – dasselbe Filmchen bei #Bluesky:3
Klar zu erkennen: Alle Moshpits drehen sich gegen den Uhrzeigersinn.
Der Bevölkerung
Dank des anschließenden Kurzurlaubs konnten wir noch ein wenig klassisches Sightseeing betreiben. Unter anderem ging es in den Bundestag – für mich sogar zum ersten Mal. Kann ich sehr empfehlen, auch wenn wir nur die kleine Tour hoch in die Kuppel gemacht haben. Die online-Anmeldung ist ganz unkompliziert. Naja, und dann geht man zum gebuchten Zeitpunkt hin, durch die Sicherheitsschleuse und rein geht’s.
Ist das von Künstler eigentlich so gedacht, dass „Der Bevölkerung“ langsam zuwächst?
Sushi und Druckerzeugnisse
Essen muss der Mensch selbstredend auch. Unter anderem ging’s in die japanische Lokalität Ishin in der Mittelstraße, das auf den ersten Blick etwas mensahaft daherkommt, was ich aber sehr charmant finde. Zudem ist das Essen hervorragend und durchaus erschwinglich.
Für die geistige Nahrung ging es dann schräg gegenüber zu Dussmann, wo ich einen nennenswerten Teil meiner diesjährigen Urlaubslektüre entdeckt habe.
Urlaubslektüre Teil 1
Aber nicht nur dort. Bei einem Straßenhändler konnte ich ein paar alte Mosaik-Heftchen ergattern und zwar die drei ersten aus dem Jahre 1982, was rein zufällig – darauf hatte ich gar nicht geachtet – die direkte Fortsetzung des recht frisch erschienenen Sammelbandes ist, in dem erstmals der Erzschurke Don Ferrando seinen Auftritt hatte.4
Ansonsten muss man in Berlin natürlich Captain-Berlin-Comics erwerben. Durch den #GratisComicTag kenne ich bereits einige Hefte der durchaus gelungenen Superhelden-Parodie, habe aber noch große Lücken. Da kam mir der Supersammelband sehr gelegen.
„Supergirl: The World“ ist nach der Superman-Variante die nächste Sammlung kurzer Comicgeschichten von internationalen Künstlerinnen und Künstlern.
Der neue Lucky-Luke-Hommage-Band stammt erneut aus Deutschland, lässt die Grimm-Brüder auftreten und spielt sehr schön mit dem Märchen-Thema.
Und endlich habe ich mir den zweiten Band der wunderbaren Drei-Fragezeichen-Interpretationen zugelegt, in denen die Geschichte von Justus Jonas & Co. im Jugend- und Erwachsenenalter weitergesponnen werden.
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