Schlagwort: Mittelerde

Lesetagebuch: drei Sonnen, zwei Hawkeyes und eine Ente

Leider komme ich mit dem Abarbeiten nicht so recht hinterher. Wie das immer so ist. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

nix

Aktueller Lesestoff

X-Men – Sauron: Bei diesem Marvel-Klassiker aus der Hachette-Sammelreihe bin ich unlängst ein paar Seiten vorangekommen. So beeindruckend der bombastische Zeichenstil von Neal Adams ist, tu ich mich mit den älteren etwas kolportagehafteren Geschichten ja immer etwas schwer. Interessant aber die Erkenntnis, dass der titelgebende Schurke bei seiner Namenswahl tatsächlich ganz ausdrücklich Bezug auf Tolkien nimmt.

Beren und Luthien: Wo wir gleich beim Thema sind. Da Sohnemann Christopher bei diesem Werk ja eine Komplettsammlung aller Varianten dieser Geschichte aus dem Ersten Zeitalter Mittelerdes vorlegt (und keine neu zusammengestellte Prosafassung, wie ich erhofft hatte), sind auch etliche Verse des Leithian-Liedes enthalten. Obwohl großer Tolkien-Fan muss ich ja gestehen, dass ich die Lieder und Gedichte immer gern querlese. Werd ich hier wohl auch müssen, um weiterzukommen.

Die drei Sonnen: Auch wenn er ein paar sehr klassische SF-Elemente enthält (zum Beispiel den Wissenschaftler, der von staatlicher Stelle zu Hilfe gerufen wird, um bei einer fantastische Bedrohung zu helfen), liest sich dieser chinesische Roman sehr erfrischend und spannend. Der Computer aus Millionen fahnenschwenkenden Soldaten ist nur ein Beispiel etlicher großartiger Einfälle. Ich bin schon relativ am Ende (gerade war die sehr schöne Szene am Panamakanal mit den „Fliegenden Klingen“). Natürlich folgt im Anschluss an die Lektüre eine ausführliche Rezension – schließlich war’s eine Lesezwinger-Aufgabe.

Was als nächstes?

Entenhausen Edition: Entenhausen – vor allem in der Version des Großmeisters Carl Barks in der Übersetzung von Erika Fuchs – ist immer einen Besuch wert. Daher bleibe ich dieser Reihe selbstverständlich treu und freue mich auf den aktuellen Band 45.

Hawkeye Megaband 3: Die mit „Mein Leben als Waffe“ beginnende Hawkeye-Reihe gehört bekanntlich zum Besten, was in letzter Zeit in Sachen Superhelden-Comics auf den Markt gekommen ist. Sowohl der innovative Zeichenstil als auch die Story um das „normale“ Leben der beiden Superhelden ohne Superkräfte (sowohl Clint Barton als auch Kate Bishop) wissen zu begeistern – beides eine gelungene Mischung aus Realismus und Comedy. Gefällt mir sehr gut. Panini bringt die Reihe unter anderem in seinem Megaband-Format raus. Da ist für mich endlich mal Band drei fällig.

Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 22/2017

Comics & Graphic Novels

  • An dieser Stelle hab ich glaub ich noch gar nicht die Liga Deutscher Helden erwähnt. Ähnlich wie bei den Austrian Super Heroes, Tracht-Man und Captain Berlin, wollen ein paar Zeichner endlich auch mal reelle deutschsprachige Superhelden zu Papier bringen. Der Captain sieht – vermutlich nicht ganz unbeabsichtigt – verschärft nach Marvels Hauptmann Deutschland aus. Warum auch nicht? Wie auch immer: Die Nullnummer lässt sich bereits online lesen. Wer mehr will, muss crowdfunden.

Fandom & Nerdtum

Final Countdown: 100 Filme, 100 Nummern, 100 Sekunden – nicht mehr und nicht weniger.

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  • In einem weiteren Video zelebriert man bei Heroes Fan Productions Luke Skywalker.
  • Minds Delight zeigt uns einen durchaus interessanten Trailer zu einem Voldemort-Fanfilm.

Gesang & Geräusch

Genau so wurde mir HTML damals auch erklärt.

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  • Wer hat (fast) alle Filmmusikklassiker erfunden? Richtig! John Williams, der hier auch zu Recht mit einem Medley seines Oevres geehrt wird. (via io9)

Internet & Online-Szene

Kino & Film

Bin anscheinend nicht der einzige, der sich extrem auf diesen Film freut.

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Lego & Minifiguren

Ein gewisser Andres Lehmann war anscheinend gerade zufällig in Billund und hat einfach mal die Kamera laufen lassen.

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TV & Serien

Wie war nun noch mal der Stand bei Game of Thrones nach Staffel sechs? Dieser Rap bringt es uns wieder ins Gedächtnis.

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  • Und wer noch mal rekapitulieren möchte, wer insgesamt so alles über die Klinge gesprungen ist – für den hat io9 auch noch ein schickes Video.

Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 10/2016

Unter anderem in dieser Woche: gemetzelte Jedi und die quälende Frage, ob man einen Star-Trek-Transporter benutzen sollte.

Fandom & Nerdtum

Sehr gelungener Fanfilm über Darth Maul und das, was er am besten kann: Jedis metzeln.

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Kino & Film

Hey Everyone!

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Lauschen und Labern

  • Das Ausgespielt-Team hat mal wieder zwei Helden auf die Reise geschickt und darüber gepodcastet. Diesmal im Rahmen von Spirit of the Century.

Lego & Minifiguren

Tolkien & Mittelerde

Warum hat Bilbo noch mal am Ende vom Herrn der Ringe verlassen?

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Wissenschaft & Visionen

Ich glaube, ich würde nicht in einen -Transporter steigen. Was ist mit euch? Der Vergleich mit Schlaf und Narkose hinkt meines Erachtens auch, da es ja weniger um die Kontinuität des (Wach-) Bewusstseins als um die Kontinuität der physischen Struktur des funktionierenden Nervensystems geht. Oder was meint ihr?

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Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 2/2014

Unter anderem in dieser Woche: Star-Wars-Comics rauf und runter, Alientöchter, -Fanfilme, schicke Raumstationen, zurück in die akustische Musik, anderes Radio, in gelb und anderen Farben und ein super Kartenspiel

Comics & Graphic Novels

Warum tragen Superhelden ihre Unterhosen eigentlich drüber? Eine Urfrage der Menschheit wird endlich geklärt.

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Daddeln & Zocken

Das Thema Computerspiele hab ich nach dem C-64 nicht mehr ernsthaft verfolgt. Neuer Alien-Content ist aber immer nett.

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Fandom & Nerdtum

Was wäre, wenn Star Wars eine billige -Serie der 80er gewesen wäre? Interessante Vorstellung.

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Gadgets & Tools

Keine Zivilisation = kein Strom. Einfache Gleichung. Sollte sie dennoch mal zusammenbrechen, gibt’s jetzt Hilfe für alle, die trotzdem nicht auf gewisse Annehmlichkeiten verzichten wollen.

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Internet & Online-Szene

Es muss ja nicht immer die Stromgitarre sein. Akustisch ist ja auch mal nett. Daher mein YouTube-Kanal der Woche: AcousticLabs. Hörprobe gefällig?

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  • Mein Tumblr der Woche ist Dr. Emporio Efikz, bei dem es immer schicke Steampunk-Bildchen gibt.
  • Das PSY-Mem ist ja nun schon lange durch. Dieser Mashup mit Linkin-Park ist aber ziemlich groß. (via Topless Robot)

Lego & Minifiguren

Batman verhört den Joker. Da bleibt kein Stein auf dem anderen.

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  • Oh, für den Lego-Mars-Rover hab ich glaub ich auch abgestimmt. (via 1000 Steine)

LOL & ROFL

Der Pacific-Rim-Trailer mit Dexter’s Lab und den Powerpuffgirls gemashupt. Schick!

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TV & Serien

Bereits in den 90ern wusste der Amerikaner an sich formidable TV-Serien zu drechseln. Twin Peaks war eine davon. Hier eine schick illustrierte Hommage.

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Tolkien & Mittelerde

Wissenschaft & Visionen

Nette Infografik, die ganz gut die gewaltigen Zeiträume verdeutlicht, die hinter und vor uns liegen.

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Würfel & Spielbretter

Hab den Film nicht ganz gesehen, scheint aber ein interessantes nerdiges Kartenspiel zu sein, das die da vorstellen.

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  • Das Ausgespielt-Team war in den letzten Wochen fleißig. Es präsentierte die Spiele der Jahre 2010 (Dixit) und 2011 (Qwirkle).
  • Damit wäre diese Sendereihe bald an ihrem natürlichen Ende (beziehungsweise an einem natürlichen Jahresturnus) angelangt. Man bastelt daher an einer würdigen Nachfolgesendereihe – und bittet um die Meinung der Hörer.

Filmkritik: „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ – mehr Action, weniger Märchen

Mit „Smaugs Einöde“ wird die Geschichte um den Hobbit Bilbo Beutlin fortgesetzt. Darin begleitet er eine Gruppe aus dreizehn Zwergen auf ihrer Reise zum „Einsamen Berg“, wo es gilt, den Drachen aus dem ehemaligen Zwergenreich zu vertreiben. Diesem Ziel kommt man im zweiten von geplanten drei Filmen schon deutlich näher – doch nicht ganz.

Erneut entführt uns Peter Jackson nach und lässt uns vollends in Tolkiens Welt eintauchen. Doch ist dies auch noch die Welt, die der geneigte Leser aus der Buchvorlage kennt und schätzt?

Gelungener Leinwandsprung

Es ist Peter Jackson vor nun mehr als zehn Jahren gelungen, den bis dato als unverfilmbar geltenden Stoff des „Herrn der Ringe“ auf die Leinwand zu heben – und es dabei nahezu allen recht zu machen. Vom Filmverleih über den gemeinen Popcorn-Kinobesucher bis hin zum eingefleischten -Fan war fast jeder von dem Kino-Epos begeistert.

Von ein paar Puristen abgesehen, verzieh man ihm auch in der letzteren Gruppe die mehr oder weniger behutsamen Änderungen, Auslassungen und freien Interpretationen des Romanstoffs, da sie bei dem Transfer von Buch zu Film größtenteils unerlässlich waren, damit letztendlich ein massentaugliches Leinwandprodukt entstehen konnte. Ein hervorragendes, wie an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich betont sei.

Vom Kinderbuch zum Fantasy-Blockbuster

Die größte Herausforderung mochte dabei gewesen sein, den ausladend epischen Stoff der Roman-Trilogie an der ein oder anderen Stelle zu kürzen.

Eine Herausforderung, die sich beim , der Vorgeschichte zum Ring-Epos, eher nicht stellte. Das verhältnismäßig schmale Büchlein basiert auf einer Kindergeschichte, die Tolkien dereinst für seinen Sohn erdachte und erst später in seinen Mittelerde-Kosmos einfügte bzw. dazu ausbaute. Entsprechend magisch und märchenhaft kommt die Geschichte auch daher und lässt Hobbit und Zwerge relativ unbekümmert von Abenteuer zu Abenteuer stolpern, ehe alles auf ein dramatisches Ende zuläuft.

Schon im Vorfelde verwunderte es daher den ein oder anderen, als erneut von drei Filmen die Rede war. Der Autor dieser Zeilen teilte die Skepsis nicht und war auch nach dem wuchtigen ersten Hobbit-Film der Meinung, dass sich die Handlung – inklusive einiger Erweiterungen – durchaus über eine komplette Kino-Trilogie tragen kann. Nach Genuss des zweiten Teils kommen ihm da erstmals kleine Zweifel.

Kurzweil garantiert

Dabei geht es gar nicht mal darum, dass der Film seine Längen hätte. Denn kurzweilig ist er allemal. Vielmehr drohen durch die selbst auferlegten Zwänge – zur Ausdehnung auf drei Filme kommt noch der Drang, sich stilistisch an die „Herr der Ringe“-Filme anpassen zu müssen – einige Aspekte der Buchvorlage zu kurz zu kommen.

Dabei sind einige Erweiterungen durchaus auch sinnvoll oder wenigstens charmant. Zu zeigen, was Gandalf da eigentlich treibt, wenn er kurz vorm Düsterwald die Biege macht, bietet sich offensichtlich an. Rückblenden und Erzählungen auch filmisch darzustellen ebenso – und ein Auftritt von Legolas in und um Papa Thranduils Hallen ist ja nun mehr als naheliegend.

Zu viel des Guten?

Um der reinen Y-Chromosom-Besetzung des Buchs wenigstens eine starke weibliche Rolle hinzuzufügen, sei auch die hinzugedichtete Elbin Tauriel noch gestattet – auch wenn schon auffällt, dass ihr Handlungsstrang etwas weniger Zauber versprüht, als jene mit „Tolkien-Zertifikat“.

Auch der Zwang, Szenen zu produzieren, die offensichtlich widererkennbar zu Szenen der Ring-Trilogie sein sollen, wirkt etwas bemüht.

Weniger märchenhaft

Besonders schade ist aber, dass durch die Umdeutung des Stoffs zu einem reinen Action-Spektakel einiges vom Märchencharakter und Zauber des Buches verloren geht. Dies wird vor allem an der Begegnung mit Beorn deutlich. Eine der witzigsten Szenen des Buches wird hier auf eine „Bärenjagd“ verkürzt. Ebenso fällt der Zauber der Waldelben im Düsterwald – zugegeben sehr kurzweiligem – Ork-Geschnetzel zum Opfer.

Schlüsselszenen

Nun ist der für diesen Film gewählte Abschnitt des Buches auch relativ arm an spektakulären Schlüsselszenen. Wo Film eins mit der zwergischen Abendgesellschaft bei Bilbo und dem Rätselduell zwischen Bilbo und Gollum glänzen konnte und wir in Film drei ein grandioses Finale erwarten können, hängt der Mittelteil einfach ein wenig in der Luft. Bilbos Kampf mit den Spinnen im Düsterwald war schon klasse – hätte aber vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit verdient. Diese sollte aber ganz offensichtlich einem vorbehalten bleiben.

Der Drache

Smaug soll natürlich der unbestrittene Höhepunkt des Films sein und so wird sein Auftritt deutlich ausgedehnt und um einen Kampf mit den Zwergen im Einsamen Berg erweitert. Die Schlüsselszene ist auch hier das Wortduell zwischen Smaug und Bilbo, das durchaus zu gefallen weiß.

Die Optik – und was sonst noch klasse ist

Grandios ist aber in jedem Moment des Films die Optik. Thranduils Hallen öffnen einem die Augen, die Neuseeländische Landschaft weiß gewohnt zu begeistern und Seestadt ist sehr überzeugend. Ohnehin Seestadt: Die Darstellung der Stadt Esgaroth und der Zustände darin ist eine kleine Perle im ganzen Film. Stephen Fry gibt einen großartigen Meister der Stadt ab, seine kurzen Auftritte sind sehr unterhaltsam.

Ausblick

„Smaugs Einöde“ entfernt sich ohne Zweifel von allen bisherigen Tolkien-Filmen am deutlichsten von der Buchvorlage – leider oftmals ohne Not. Die handwerkliche Perfektion gleicht dies durchaus aus. Es bleibt somit ein hervorragender -Film, der dennoch das Tolkien-Feeling an vielen Stellen zu halten vermag. Es ist aber unbestritten ein „Übergangsfilm“, der vom großartigen Einstieg des ersten Films zu einem – hoffentlich – grandiosen Finale im nächsten Jahr überleitet.

Wir werden berichten.

ANMERKUNG: Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf dem einstigen Nachrichtenportal , das bedauernswerterweise vor einiger Zeit seinen Betrieb eingestellt hat.

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