Ich hatte es bereits im Vorwort meines letzten Newsletters beklagt:1 Meine Hobby-Zeitfenster sind leider eine arg begrenzte Ressource. Daraus, dass ich im Mai stolze acht Blogposts2 veröffentlicht habe, folgt automatisch, dass ich nicht eine Silbe Prosa in die Tasten tippen konnte. Und dabei wollte ich doch in diesem Jahr endlich wieder ein veröffentlichbares Manuskript fertig kriegen. Das muss im Juni wieder anders werden.

Rubriken-Reaktivierung

Das heißt jetzt nicht, dass ich nun gar nicht mehr bloggen werde. Ein wenig bündeln kann ich die angedachten Artikel aber schon. Als erstes breche ich mein Vorhaben ab, alle aktuell gelesenen -Hefte einzeln zu verbloggen. Ohnehin hänge ich damit etliche Wochen zurück.

Im Rahmen meiner hiermit reaktivierten Tagebuch-Rubrik Die Woche werde ich allwöchentlich ein, zwei Worte zu meiner Lektüre und dem sonstigen Medienkonsum verlieren – und was eventuell noch so anlag.

Kreuzworträtsel aus New York

In Sachen Hobbyzeitfenster war es in dieser Woche nicht besonders hilfreich, dass die New York Times ihre Kreuzworträtsel hinter der Paywall hervorgeholt hat. Wie viele andere nutze ich die entsprechende App bereits seit Jahren und hab mich dort auch angemeldet – bezahlen will ich für die Rätsel und Spiele aber nicht. Immerhin sind Wordle, Strands und ein paar andere frei verfügbar. Für das Mini-Kreuzworträtsel galt das bis vor kurzem auch. Hat mich damals doll geärgert, als sie das kostenpflichtig gestellt haben.

Noch bis Sonntag kann man die drei – Mini, Midi und das große – kostenlos spielen. Wer dann angefixt ist, muss wohl oder übel das Abo abschließen. Seid also gewarnt!

Wohlgemerkt: das sind natürlich Um-die-Ecke-gedacht-Kreuzworträtsel. Ich mochte die damals im Zeit-Magazin immer sehr. BTW: Warum hat die Zeit eigentlich keine Spiele-App?

Gelesen

Auch wenn meine Lektüre schon etliche Wochen zurückliegt, fasse ich schnell mal die letzten von mir konsumierten Perry-Raketenheftchen zusammen. Zuletzt hatte ich etwas kleinlich an dem hervorragenden PR 3371 „Das Duell“ herumgemäkelt, hier nun die sechs Folgebände im Schnelldurchlauf:

Perry Rhodan Band 3372 „Familienbande“ von Robert Corvus – Der eigentliche Grund, warum ich mit Heft 3368 wieder in die Erstauflagenlektüre eingestiegen bin, sind die beiden letzten Romane, die Robert Corvus als Teamautor für die Serie beigesteuert hat. Die wollte ich unbedingt lesen – und dies ist der erste davon. Auch wenn ich längst nicht alle seine Sachen perfekt finde, mag ich seine Schreibe ziemlich gern und schätze seinen ganz eigenen Ansatz für die Serie sehr. Anderen mag die „Gefechtsweste“ auf die Nerven gegangen sein – mir haben seine Infanterie-Szenen immer gut gefallen. Die spielen in diesem Band aber gar keine Rolle. Vielmehr erlebt der Mausbiber Gucky in einem Koma-Traum die Vorgeschichte der Triade und somit den Ursprung seines eigenen Volkes. Habe ich als sehr stimmungsvoll in Erinnerung, was mir vier Sterne wert gewesen ist. ****°

Perry Rhodan Band 3373 „Die Triade“ von Michelle Stern – In diesem Band wird die Geschichte der Triade und somit der ersten Mausbiber weitererzählt. Trotz seiner kosmischen Tragweite für das gesamte PR-Lore hat er mich irgendwie nicht vollends gepackt. Leider ist meine Erinnerung inzwischen etwas verblasst. Nach Abschluss der Lektüre war er mir jedenfalls nur drei Sterne wert. ***°°

Perry Rhodan Band 3374 „Der Fehler im Gehorsam“ von Oliver Fröhlich – Ich wollte ja eigentlich nicht mehr über die Darstellung von Gesellschaft in der PR-Serie meckern. Aber in einem ausführlicheren Artikel zu diesem Heft hätte ich es getan. Diese Knastgeschichte hätte in einen Mafiafilm aus dem 20. Jahrhundert gepasst – oder meinetwegen in ein Setting wie bei Guardians of the Galaxy. Aber in der ursprünglich als Utopie gedachten Zukunftsgesellschaft der PR-Serie? Ich weiß ja nicht. Muss ja jetzt auch nicht das Spa-Resort-Gefängnis sein, aus dem sie damals bei Voyager Tom Paris geholt haben. Aber Schlägereien in der Knast-Kantine? Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ich weiß ja nicht. Immerhin war das Heft spannend geschrieben. Drei Sterne gab’s also. ***°°

Perry Rhodan Band 3375 „Hetzjagd durch die Milchstraße“ von Robert Corvus – Mit diesem Heft verlässt der gute Robert also das Stammautorenteam. Durchaus ein Verlust, wie ich finde. Die titelgebende Hetzjagd hat er schön in Szene gesetzt. In mir hat sich der Eindruck verfangen, dass er die Größe und Vielfalt des Perryversums sehr gut dargestellt hat. Die kurze Etappe auf der STELLARIS war ein besonderer kleiner Crossover-Gruß an die Kurzgeschichten-Nebenserie. Erinnert mich daran, dass ich unbedingt bald mal den zweiten STELLARIS-Sammelband lesen muss. Aber ich schweife ab. Für Corvus‘ vorerst letzten PR-Band gab’s von mir vier Sterne. ****°

Perry Rhodan Band 3376 „Weltraumgeboren“ von Wim Vandemaan – Ich gehöre da vermutlich einer Minderheit an, aber ich bin großer Fan von Vandemaans verschroben-humorigen PR-Romanen. Auch dieser sprühte wieder vor Einfallsreichtum und absurd-fremdartigem Weltenbau. Seine Figuren füllen niemals nur eine direkte Handlungsfunktion aus, sondern tragen selbst zum fantastischen Flair bei. All dies trifft wieder für dieses Heft zu und beschert ihm vier Sterne von mir. ****°

Perry Rhodan Band 3377 „Die Legatische Prüfung“ von Olaf Brill – Dieser Band wirft endlich ein erstes Schlaglicht auf die bislang aus dem Dunkeln agierenden Hinterleute der aktuellen Schurken. Es verschlägt das angehende Neumitglied der Schurkentruppe aus der Milchstraße in die ferne Galaxie Hangay. Ein heldenhaftes Agentenpaar ist ihm auf den Fersen. Beide erfahren sie die Geschichte eines Legaten – Mitglied jener Truppe, die mindestens seit Heft 3300 ihre finsteren Fäden ziehen. Die Motive bleiben weiterhin im Trüben, spannend geschrieben ist die Lebensgeschichte aber durchaus. Drei Sterne von mir. ***°°

An der Stelle – ist auch schon wieder vier Wochen her – habe ich erst einmal eine kleine PR-Pause eingelegt, die ich mit Band 3382 wieder zu beenden gedenke. Das Heft erscheint nächste Woche, ist erneut von Wim Vandemaan – und sogar Auftakt zu einem Doppelband von meinem aktuell liebsten PR-Schreiberling.

Die Perrypause habe ich genutzt, um den Bicentennial Man auszulesen und mir den neuesten Bobiverse-Roman einzuverleiben – aktuell mein liebstes literarisches -Universum.3

Bobiverse 5 „Wir sind verschollen“ von Dennis E. Taylor – Ich bin etwas spät zu der Party gestoßen, zähle mich seit letztem Jahr aber zur begeisterten Lesendenschaft der Bobiverse-Romane. Die vier ersten Bände hatte ich in einem Rutsch weggelesen und alle im Überschwang mit Höchstwertungen versehen. Den fünften Band habe ich daher sehnsüchtig erwartet und nun in ähnlicher Geschwindigkeit durchgeatmet. Aber bin ich auch ähnlich begeistert? Fast. Die generellen Abstriche, die ich bereits in meiner hier verlinkten Lobeshymne der ersten Bände genannt habe,4 gelten in weiten Teilen immer noch, stören mich persönlich aber unverändert kaum. Einen Punktabzug muss ich diesmal dennoch machen, da mir die Handlung dieses Bands etwas zu zerfasert ist. Es fehlt das eine große Ding, dem die Hauptaufmerksamkeit gilt, so wie zuvor der Himmelsfluss oder die Bedrohung durch die Anderen. Die im letzten Band aufgebaute KI-Thematik wird eher halbherzig weitergeführt, die „Sternenflotte“ taucht praktisch gar nicht mehr auf – beziehungsweise wird eine etwas wirre Ursprungsgeschichte präsentiert – und das recht beeindruckende Wurmloch-Imperium scheint nur die Vorbereitung des nächsten großen Dings im Folgeband zu sein. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau.5 Die Einzelgeschichten sind allesamt sehr spannend und einfallsreich – aber es ist halt mehr eine Kurzgeschichtensammlung als ein Roman. Bleiben immer noch wohlverdiente vier Sterne. ****°

Geschrieben

Bislang hat mein Hobby-Zeitfenster-Umschichtungsplan ganz gut funktioniert. Stand jetzt habe ich in dieser Woche jeden Tag ein paar Worte zu meiner Raketenmärchen-Anthologie hinzufügen können, wie auf Schreibmonat, der Seite des wunderbaren @Rpunkt, nachgelesen werden kann. Mein Plan bleibt, in diesem Jahr die erste Rohfassung des Manuskripts fertig zu kriegen. Dann seid ihr als Testlesende dran. Merkt’s euch!

Geschaut

Im letzten Jahr habe ich einen -Rewatch begonnen, den ich sehr unregelmäßig aber mit großer Begeisterung fortführe. Inzwischen habe ich die Miniserie und die erste Staffel durch.

Als sie kurzzeitig auf einem der zahlreichen Streamingdienste verfügbar war,6 habe ich mich sogar an der Spinoff-Serie Caprica versucht. Die ersten paar Folgen, die ich gesehen habe, sind gar nicht mal so schlecht. Leider bin ich nicht mit ausreichend Elan dabeigeblieben, um die eine Staffel durchzukriegen, ehe der Streamingdienst sie wieder runtergenommen hat. Sagt ja auch was aus.

Inzwischen habe ich die ersten Folgen der zweiten BSG-Staffel am Wickel und bin ungebrochen begeistert. Ein Rewatch ist durchaus ein etwas anderes Erlebnis, wenn man die Schicksale kennt, die den Figuren noch blühen – (hust) Final Five (hust) – aber er macht mindestens genauso viel Spaß, wie beim ersten Mal. Ist einfach eine großartige Serie.

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  1. gern abonnieren[]
  2. und eine Eskapedia-Folge und zwei Zusammengebaut-Artikel[]
  3. Sorry, Perry![]
  4. sehr auf männliche Gen-X-Nerds zugeschnitten, allzu erd- und menschenähnliche Biologie und Kultur überall[]
  5. dafür bin ich berühmt[]
  6. ich glaube WOW[]