Schlagwort: Batman

Lesetagebuch: Selfpublisher, Captain Marvel, Batman und die Simpsons

Mit den beiden SF-Selfpublishern bin ich erst einmal durch, Olympos habe ich wieder aufgenommen – und natürlich warten etliche Comics darauf, geschmökert zu werden. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

  • Pharon: Das kurze SF-Stückchen meines alten Kumpels Ace Kaiser ließ sich wirklich lesen. Das Ende ist – wie bei ihm durchaus üblich – etwas Pathos-lastig, aber warum auch nicht. Doch, hat mal wieder Spaß gemacht, was von ihm zu lesen.
  • Transport: Und auch diesen Roman hatte ich ziemlich schnell durch. Nun war er nicht sonderlich lang, ließ sich zudem dank einer flotten Schreibe gut weglesen. Darüber hinaus hat mir „Transport“ aber nur mäßig gefallen. Letztlich war es das Stargate-Thema mit ein paar Versatzstücken aus „Das dreckige Dutzend“, „Full Metal Jacket“ und „Sphere“. Das allein ist noch kein Vorwurf, wenn man interessante Charaktere und/oder eine einfallsreiche Welt geschildert bekommt. Ersteres wollte leider nicht gelingen – die Protagonisten sind doch recht holzschnittartig und klischeehaft. Letzteres war im Ansatz durchaus vorhanden. Enttäuscht war ich schließlich vom Ende, das mir für einen Autor, der angeblich selbst Naturwissenschaftler ist, viel zu wissenschaftsfeindlich daher kam. Die Moral „diese hochstehende Technik ist in den Händen von Menschen viel zu gefährlich – bomben wir sie also mit Atombomben (!) weg“ hat mich überhaupt nicht überzeugt.

Aktueller Lesestoff

  • Olympos: Jo, hier hab ich wieder reingelesen. Aufgrund seiner (Detail-)Fülle ist das Vorankommen jedoch weiterhin schleppend. Immerhin haben mir die beiden gelesenen Szenen gut gefallen. Sie für sich genommen wiederzugeben hätte hier allerdings wenig Sinn. Der Bösewicht ist übrigens ein riesiges Gehirn mit tausenden Augen und Händen.
  • Captain Marvel 2: Im zweiten Teil des Epos um Captain Marvel aus der Hachette-Reihe, läuft es wohl auf das endgültige Ende des kosmischen Helden zu – zumindest in seiner ersten Inkarnation. Ich bin noch ziemlich am Anfang – aber das sich anbahnende Duell der Rächer mit dem Erzschurken Thanos verspricht unterhaltsam zu werden.

Was als nächstes?

  • FAZ-Comic-Klassiker: Vor einer Weile habe ich den Rappel gekriegt, diese schon recht alte Comicsammlung in mein Regal zu kriegen. Dank der einschlägigen Online-Handelshäuser wächst diese Sammlung langsam aber stetig. Kürzlich hinzu kamen die Bände zu Batman und den Simpsons. Sobald die Sammlung komplett ist (fehlt nicht mehr viel) werden die alle durchgearbeitet.

Lesetagebuch: Batman-Entzug, immer noch Olympos, Vader Down und noch mehr Marvel

Ich stecke noch immer mitten in Dan Simmons „Olympos“ (auch wenn es jetzt ein wenig flüssiger voran geht), schmökere in diversen Marvel-Comics und verspüre eine gewisse Sehnsucht nach Batman-Comics. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

  • 100 Jahre Marvel: Einst vom Fadenaffen empfohlen habe ich mir diesen hübschen Band zu einer der winterlichen Festivitäten schenken lassen. Ich mag ja solche What-If-Sachen – wobei das „what if“ hier eher auf der Metaebene stattfindet. Der Band gibt vor aus den 2060er Jahren zu stammen und fünf Comics aus jener Zeit zu präsentieren – und zwar je einen mit Spider-Man, den X-Men, den Avengers, den Fantastischen Vier und den Guardians of the Galaxy. Sowas ähnliches gab es schon mal unter dem Titel „Das Ende“, wo die hypothetische letzte Geschichte eines jeden (?) Marvel-Helden erzählt wird. Auch „Avengers Forever“ ging ein bisschen in diese Richtung – und was der Dinge mehr sind. Die Grundidee ist also gar nicht mal so neu – und ich finde ehrlich gesagt, dass sie z.B. in der erwähnten Das-Ende-Reihe schon mal besser umgesetzt wurde. Aber nur ein bisschen. Was mich hier vor allem begeistert hat, war das Experimentieren mit dem Zeichenstil. Vor allem die Avengers-Geschichte sieht aus, als hätten sich Sergio Aragones, Moebius und Robert Crumb im Drogenrausch zusammengetan. Großartig!
  • Star Wars Vol. 2: Ich hänge bei der neuen Star-Wars-Comicreihe ein bisschen hinterher, da ich bei Comixology lieber immer auf die Sammelbände warte. Ist einen Hauch günstiger als die Hefte im Einzelnen zu kaufen. Dieser zweite Sammelband führt die beiden Handlungsebenen von Luke sowie Han und Leia zusammen. Ersterer erfährt ein wenig über Obi-Wans Exil auf Tatooine und sein Leben dort in der Rolle des alten Ben. Insoweit ganz interessant, als dass den dort geschilderten Ereignissen im kommenden Obi-Wan-Film ja nicht widersprochen werden dürfte. Soll ja jetzt alles Kanon sein. Bin mal gespannt, ob die das durchhalten werden. Egal. Liest sich jedenfalls alles recht spannend. Han Solos vermeintliche Ehefrau stellt sich selbstredend doch nicht als solche heraus (Finn ist daher wohl doch kein weiterer Spross des alten Schmugglers). Schließlich treffen alle auf einem Hutten-Mond zusammen, wo sich eins dieser Riesen-Schneckchen eine große Jedi-Sammlung zugelegt hat. Auf Umwegen führt dies dazu, dass sich Luke, Han, Leia und Chewie mit Lichtschwertern bewehrt durch ein paar Sturmtruppen kämpfen müssen. Nettes Bild. Jedenfalls war ich damit endlich soweit, das erste Crossover-Ereignis „Vader Down“ anzugehen.

Aktueller Lesestoff

  • Vader Down: Das sechsteilige Special beginnt mit einem Sonderband dieses Namens und erstreckt sich über die beiden Hauptserien „Star Wars“ und „Darth Vader“. Ausgangspunkt ist, dass Vader gerade erfahren hat, dass der Junge, der den Todesstern zerschossen hat, zufällig den Namen Skywalker trägt und ganz offensichtlich sein Sohn ist. Schon jetzt hegt er den Plan, des Jungen habhaft zu werden und ihn auf seine Seite zu ziehen. Dazu muss er ihn aber erst finden. Er erfährt, dass Luke sich auf einem verlassenen Planeten mit einem uralten Jeditempel befindet und macht sich allein auf den Weg. Hier setzt „Vader Down“ ein und lässt unser aller Lieblingsschurken direkt in eine geheime Rebellenbasis rasseln, die er aber bislang nahezu im Alleingang auseinandernimmt. Sehr spaßig. Ich stecke aktuell in Band zwei des Sechsteilers und bin sehr angetan.
  • Olympos: Ich habe den einzigen SF-Roman auf meiner Liste tatsächlich mal wieder in die Hand genommen und bin schnell wieder reingekommen. Auch wenn ich gerade in der etwas schwächeren Handlungsebene auf der Erde stecke. Dort plagen sich die in Eloi-manier degenerierten Menschen gerade mit den Folgen des Absturzes aller automatischen Systeme herum (den einige von ihnen selbst verursacht haben – aber das war Thema im Vorgängerband Ilium). Die Hauptfiguren leben in einer Gruppe, die noch am ehesten damit klarkommt, da sie gelernt haben, alte Bücher zu lesen und archaische Waffen und Werkzeuge herzustellen. Damit müssen sie sich wildgewordener Kunstwesen erwehren – und rätseln zusammen mit dem Leser weiterhin herum, was das alles eigentlich soll. Das alles ist sehr spannend und herrlich rätselhaft beschrieben – wie es bei einer ca. zweitausend Jahre entfernten Zukunft auch sein soll.
  • Marvel #1: Außerdem hab ich mich daran erinnert, dass ich vor Jahren ja mal im Rahmen einer Marvel-Aktion ein paar Hundert Nummer-Eins-Hefte meines Lieblings-Superhelden-Verlags bei Comixology für lau runterladen durfte – wovon die meisten noch ungelesen in der Cloud liegen. Ich habe nun mal damit angefangen, wieder ein bisschen in diesem Fundus zu stöbern, was einerseits viel Spaß macht – andererseits aber auch gefährlich ist, da es dazu verleiten kann, die ein oder andere Reihe dann auch (kostenintensiv) weiterzulesen. Vor allem dieses „A+X“ schien mir ganz interessant loszugehen – unter anderem weil da auch der Zukunfts-Hulk „Maestro“ mal wieder auftaucht.

Was als nächstes?

  • Marvel-Hachette-Sammlung: Hier habe ich durch meine Bemühungen bei den einschlägigen Online-Auktionshäusern wieder einen kleinen Stapel angesammelt. Und zwar allesamt Bände aus der Classic Reihe: „Galactus“, „Captain Marvel“, und ein weiterer „Iron Man“ Band. Ich muss ja gestehen, dass ich die meisten Marvel-Sachen vor den 90er Jahren nur noch mühselig lesen mag. Allerdings weiß ich über den ollen Captain Marvel noch so gut wie gar nichts, weswegen ich mich auf den Band durchaus freue. Und Galactus sowie Iron Man gehen ja immer.
  • Steam Wars: Ich hab mir jetzt auch die restlichen Steam-Wars-Comics bei Comixology auf die Wunschliste gepackt. Da schau ich die Tage mal rein.
  • Batman: Schließlich verspüre ich so langsam leichte Entzugserscheinungen in Sachen Batman. In DC-Comics hab ich nun sehr lange nicht mehr meine Nase gesteckt, weswegen ich meinen dortigen Lieblings-Capeträger durchaus ein wenig vermisse. Meint ihr, dieses „Batman Europa“ taucht was? Von dieser „Batman vs. Turtles“ Sache scheinen ja auch alle recht angetan – so absurd das klingt.

Lesetagebuch: The New 52 – Teil 7 – Batmädels, Legionäre, ein Sumpfding und die dunkle Gerechtigkeitsliga

Darunter war auch endlich „Batman“ (ohne and Robin, Incorporated, The Dark Knight oder sonstiges) – den hab ich ja aber schon in der letzten Folge als Sammelband besprochen. Schluss ist mit dem Dunklen Ritter damit aber noch lange nicht, da ja locker die Hälfte aller New-52-Serien in seinem weiteren Dunstkreis spielen (mir ist zum Beispiel jetzt erst bewusst geworden, dass „The Red Hood“ auch ein ehemaliger Robin ist – ditt muss ich jetze also ooch noch haben).

In diesem Schwung dabei: „Batwoman“ und „Batgirl“ – sowie die „Legion of Super-Heroes“, „Swamp Thing“ und „Justice League Dark“ (die letzten drei haben nix mit Batsie zu tun – aber in Swamp Thing und JLD hat er immerhin jeweils einen Mini-Auftritt).

WARNUNG VOR DEM SPOILER

Batwoman

Die Dame ist glaub ich neu in Gotham. So wie ich das mitbekommen habe, wurde sie erst relativ kurze Zeit vor dem Flashpoint-Event eingeführt – und ob ihres großen Erfolges gleich mit einer eigenen New-52-Serie bedacht. Die Story ist schnell erzählt: Ein geisterhaftes Wesen streicht durch Gotham und entführt Kinder. In eine solche Entführung platzt Batwoman herein und stellt fest, dass der Geist so ätherisch gar nicht ist – er kann physisch angegriffen werden. Festsetzen kann sie ihn dennoch nicht.

Des weiteren wird vor allem die Fledermausfrau selbst beleuchtet. Sie hat Stress mit ihrem Vater, muss sich mit einem aufmüpfigen Sidekick rumärgern und wird von der Bundesbehörde für Übersinnliches (hat die nicht Präsident Luthor einst eingerichtet?) auf eine geheime Fahndungsliste gesetzt. Am Ende latscht ihr auch noch ihr männliches Pendant über den Weg – Batsie will ihr ein Angebot machen (dass sie nicht ablehnen kann?) Vermutlich will er sie für sein Batman Inc. Projekt rekrutieren. Das alles ist flott erzählt und sehr schön gezeichnet. Was mir aber besonders gefällt ist, dass etliche Figuren aus „Gotham Central“ erwähnt werden oder gar auftauchen.

Ganz kurze Exkursion: Gotham Central ist eine mittlerweile abgeschlossene Storyline um die Mordkommission gleichen Namens, die ohne große Superkräfte mit dem alltäglichen Gothamer Wahnsinn klarkommen muss. Die etwas losgelöste Mini-Serie (immerhin vier dicke Sammelbände) stellt den äußerst gelungenen Versuch dar, den „realistischen“ Polizei-Alltag in einer Welt voller Superhelden zu beschreiben. Unbedingt empfehlenswert! Mindestens zwei der liebgewonnenen Charaktere aus dieser Serie laufen einem bei Batwoman über den Weg, was mich sehr gefreut hat. Ich plädiere im Übrigen weiterhin für eine eigene New-52-Serie Gotham Central. Aber egal. Batwoman hat Spaß gemacht. Der zugehörige Sammelband reizt mich jetzt aber nicht unbedingt.
Das sacht der Fachmann …

Batgirl

Ab sofort steckt wieder Barbara Gordon im Kostüm des Fledermausmädchens. Das liegt nicht daran, dass mit dem New-52-Neustart ihr Dasein als querschnittsgelähmte Oracle ungeschehen gemacht wird – es war halt nur nicht so schlimm. Tatsächlich wird in diesem Heft sogar ausdrücklich Bezug auf den „Killer Joke“ genommen.

Aber von vorne: Wie ja gemeinhin bekannt ist, heilen zerstörte Wirbelsäulen in Gotham besonders leicht – vor allem, wenn man hin und wieder ein Fledermauskostüm überstreift. Und so ist auch Barbara Gordon wieder topfit und vollständig hergestellt – auch wenn sie das traumatische Erlebnis mit dem Joker noch intensiv verfolgt. Als Batgirl macht sie jedenfalls wieder fleißig Jagd auf Bösewichter und rettet gleich zu Beginn ein Ehepaar vor einer Horde durchgeknallter Jugendlicher, die als Zeitvertreib in Wohnungen einbrechen und die Bewohner massakrieren. Als Barbara verlässt sie gerade das väterliche Heim und bezieht eine Studenten-WG.

Derweil treibt ein Finsterling in Gotham sein Unwesen, der offenbar die Final-Destination-Filme etwas zu ernst genommen hat. Er scheint es sich zumindest zur Aufgabe gemacht zu haben, jene Leute ins Jenseits zu befördern, die dem Tod nochmal knapp von der Schippe gesprungen sind. Das trifft dann auch kurz vor Schluss des Heftes einen der Hallodris, den Batgirl zuvor Dingfest gemacht und in ein Krankenhaus befördert hat – er hätte sich beim Kampf nämlich beinahe zu Tode gestürzt. Als Batgirl in der Klinik erscheint, um die Untat zu verhindern, zielt der Finsterling wie einst der Joker auf ihren Bauch, was sie vor Angst paralysiert. So kann sie nicht verhindern, dass er sein böses Werk vollzieht – und das vor den Augen mehrerer Polizisten. Auch nett!
Das sacht der Fachmann …

Legion of Super-Heroes

Wir schreiben das Jahr 3000. Die Menschheit hat das All erobert und sich mit den zahlreichen intelligenten Spezies dort draußen zu einer großen Völkerfamilie zusammengetan. Und natürlich gibt es auch noch Superhelden – und das nicht zu knapp. Diese sind sogar hoch offiziell in einer „Legion“ organisiert und arbeiten für die interstellare Regierung.

Das Szenario ist im DC-Universum wohl nicht neu. An mir ist das aber – wie so vieles – immer vorbeigegangen. Die sind wohl per Zeitreise öfter mal bei Superman aufgetaucht und hatten vermutlich auch früher schon eine eigene Serie. Ich fand’s jetzt nicht so berauschend. Ist nett gezeichnet und auch durchaus kurzweilig. Die spannenden Fragen, ob Kal-El noch lebt (könnte er doch) oder sich fortgepflanzt hat, werden jedenfalls nicht berührt. Naja, dieser Mon-El könnte natürlich ein entfernter Nachkomme sein.

Swamp Thing

Ich muss ja gestehen, dass ich das Sumpfding nur durch diesen Trashfilm aus den 80er Jahren kenne. Ich hab mal gehört, dass es da schon in der Vergangenheit hochgelobte Comicreihen zu gab – das aber nur am Rande. In diesem Heft wird offenbar ganz behutsam eine große Storyline vorbereitet, die wohl schon von Anfang an eng mit der Parallel-Serie Animal Man verknüpft sein soll. Meine Begeisterung über jene Serie habe ich ja bereits kundgetan.

Alles beginnt mit dem ehemaligen Swamp Thing, der sich mittlerweile wieder in einen normalen Menschen zurück verwandelt hat – aber immer noch eine sehr enge Beziehung zur Pflanzenwelt unterhält. Als sich mit einem Mal in Metropolis, Gotham und anderswo ein Tier-Massensterben ereignet, schaut Superman bei dem Knaben vorbei, um ihn um Rat zu fragen. Er windet sich allerdings zunächst. Erst als ihn die Flora selbst bedrängt – weil sich inzwischen die Agenten des rot, nun, zusammenrotten – will er sich im Sumpf wieder mit seinem Mittelchen in das Ding verwandeln. Allerdings erwartet ihn selbiges dort schon. Cliffhanger.

Nun jaaa. Die Geschichte baut sich wie gesagt behutsam auf. Da ich weiß, wie sehr sie mit der von Animal Man verknüpft ist, fand ich’s aber durchaus spannend.
Das sacht der Fachmann …

Justice League Dark

Natürlich gibt’s auch im DC-Universum ne ganze Menge Mystik und Magie – sowie die entsprechenden Helden. Von Deadman hatte ich mal gehört – Constantine kennt man ja mindestens aus der Verfilmung.
Diese ganzen Figuren müssen sich hier zusammentun, um einer großen magischen Bedrohung zu begegnen, der nicht mal die Überhelden der Justice League beikommen. Das ist die Geburtsstunde der Justice League Dark.

Und wie üblich bei einer solchen neuen (?) Gruppierung, müssen die einzelnen Mitglieder erst einmal dem Leser vorgestellt werden, während sie sich langsam zusammenfinden. Ich muss sagen – mir hat das ziemlich gut gefallen. Die einzelnen „Helden“ – von den meisten hatte ich nie gehört – sind sehr interessant. Und auch die sich ankündigende Story könnte was werden. Nach dem Sammelband halte ich mal Ausschau.
Das sacht der Fachmann …

Meine bisherigen New-52-Rezis:

Lesetagebuch: The New 52 – Teil 6 – Sammelbände: Batman, Animal Man, Wonder Woman

Großer Dank gilt meinen hochgeschätzten Freunden und Kupferstechern @nerdiana und @myrkvid, die diese -Leihgabe zur Verfügung stellten.

WARNUNG VOR DEM SPOILER

Batman – The Court of Owls

Schlappe fünf Einzelserien hat der Dunkle Ritter im DC-Relaunch spendiert bekommen – selbstredend zu Recht. Von der zentralen, schlicht mit betitelten, hatte ich bislang nichts erwischen können. Eine Lücke, die sich hiermit mehr als füllt. „Volume 1“ des Batman-Sammelbands enthält die ersten Hefte der Court of Owls Storyline – und die hat mich umgehauen. Der schlichte „Batman“ (ohne Robin, ohne Incorporated, ohne Dark Knight und ohne Detective ) ist in meinen Augen somit definitiv die beste aller Fledermaus-Reihen im neuen DC-Universum.

Zur Handlung: Selbstredend ist mal wieder ein neuer Schurke in der Stadt. Ein schier unüberwindlicher Killer in Eulenkostüm hat es nach einigen Mordanschlägen auf Bruce Wayne persönlich abgesehen – und wohl weniger aufgrund seiner Geheimidentität denn seiner Eigenschaft als Spross einer der wichtigsten Familien Gothams. Hinter dem Killer wähnt man schnell eine geheime Geheimgesellschaft – den court of owls – die schon seit Jahrhunderten die Geschicke der Stadt aus dem Geheimen heraus lenkt. Was man als Geheimgesellschaft halt so macht. Batman tut dies zunächst als Ammenmärchen ab – tatsächlich existiert in Gotham ein uralter Kinderreim über den court of owls, der Jedermann geläufig ist – aber natürlich stellt sich bald der wahre Kern der Legende heraus. Natürlich gibt es den court of owls – und er schnappt sich alsbald Batman selbst, um über ihn Gericht zu halten.

Allein der Teil über Batmans Gefangenschaft ist grandios gezeichnet und fast verstörend intensiv. Natürlich entkommt unser Held letztendlich und bietet den Eulen die Stirn. Der Sammelband endet mit dem Cliffhanger, dass der court eine ganze Armee seiner Attentäter Batsie hinterher schickt. Grandios!
Das sacht der Fachmann (zu Heft #1) – und er liegt mit seiner Skepsis durchaus richtig, da die Story erst nach Heft #1 richtig in die Gänge kommt …

Animal Man – The Hunt

Das neue Comic-Magazin „Alfonz“ erklärte Animal Man zur besten New-52-Serie. Eine Einschätzung, die man auch andernorts immer wieder liest. Und um es kurz zu machen: Ich schließe mich der Lobhudelei an. Von diesem DC-Helden, der sich jede erdenkliche Fähigkeit eines beliebigen Tiers „ausleihen“ kann, hatte ich zuvor nun wirklich noch nie etwas gehört. Fragt mich daher nicht, ob wir es in seinem Fall mit einer nahtlosen Fortsetzung seiner Geschichte oder einem radikalen Neustart zu tun haben.

Was man da zu sehen und lesen bekommt ist in jedem Fall grandios. Es beginnt mit der Darstellung eines Superhelden, der ein normales Familienleben führt und sein offen ausgelebtes „Hobby“ in den regulären Familienalltag einbetten muss. Natürlich fragt er seine liebende Gattin, ob er auf Rettungsmission gehen darf – und zieht bei seiner Rückkehr nach getaner Heldentat seine Schmutzigen Stiefel aus und schleicht leise ins Bett, um die Kinder nicht zu wecken. Die Handlung driftet dann aber schnell in eine fast surreal bizarre Bilderwelt ab, wird beklemmend, verstörend und beinahe lovecraftisch angsteinflößend. Großartig!

Zur Handlung: Die kleine Tochter des Helden stellt sich als Avatar der gesamten Fauna heraus und muss gegen drei unheimliche Geschöpfe verteidigt werden, die nur als „Die Jäger“ bezeichnet werden. So wie Animal Man und seine Tochter The Red – das morphogenetische Feld allen tierischen Lebens – repräsentieren, stehen die Jäger für The Rot, eine Art Unleben, das sich krebsgeschwürartig über alles Leben ausbreiten will. Held nebst Familie befindet sich alsbald auf der Flucht vor den cthulhoid-zombiehaften Kreaturen und sieht nur noch eine Hoffnung. Er muss den Repräsentanten der Flora – des Green – um Hilfe bitten: Swampthing.

Wonder Woman – Blood

Auch diese Ur-Superheldin und Ikone des DC-Universums ist mir nur am Rande bekannt. Letztlich kenne ich nur die Version aus der grandiosen Parallelwelt-Geschichte „Genosse Superman“. Von unsichtbaren Jets hab ich nur munkeln hören. Daher hab ich – mal wieder – keine Ahnung, wie neu die New-52-Wonder-Woman jetzt wirklich ist. Die Geschichte, die in diesem ersten Sammelband erzählt wird, macht jedenfalls ne Menge Spaß.

Was mir natürlich besonders gefällt ist die Einbettung in die griechische Mythologie. Wie der Leser schnell erfährt, hat der olle Zeus auch heutzutage nichts besseres zu tun, als attraktive Damen auf Erden zu besuchen und Nachwuchs mit ihnen zu zeugen. Dieses Verhalten bringt auch heute noch seine Gattin Hera dermaßen auf die Palme, dass sie diesem Nachwuchs voller Inbrunst an die Kehle geht. Aber sie hat ihre Rechnung ohne Diana aka Wonder Woman gemacht. Gedungene Zentauren vermöbelt die nämlich schon vor dem Frühstück.

Zu allem Übel stellt sich allerdings heraus, dass Papa Zeus nach dem letzten „Diktat“ verreist und der Thron auf dem Olymp nun verwaist ist. Apoll (herrlich fieser Möp!), Poseidon und Hades streben gleichermaßen danach, seine Nachfolge anzutreten. Man erfährt in diesem ersten Sammelband eine ganze Menge über Wonder Womans Ursprünge und Hintergründe und bekommt zudem eine spannende herrlich modern-mythische Story präsentiert. Gefällt mir!
Das sacht der Fachmann (zu Heft #1) …

Hier meine bisherigen New-52-Rezis:

Lesetagebuch: The New 52 – Teil 5 – Batman, Batwing und noch mehr Lanterns

Erneut habe ich mir die Hefte im amerikanischen Original zugelegt. Nicht, weil ich was gegen Übersetzungen hätte – im Gegenteil! Aber nun hab ich einmal damit angefangen, da möchte ich als konsequenter Sammler auch dabei bleiben. Diesmal handelt es sich um: „Batman Incorporated“, „Batwing“ und „Green Lantern – New Guardians“

WARNUNG VOR DEM SPOILER

Batman Incorporated

Die Grundidee stammt wie fast alle Batman-Storylines ja aus der Prä-Flashpoint-Zeit. Ich fand sie schon da etwas befremdlich. Batman hat sich demnach entschlossen, seine „Geschäftsidee“ des Dunklen Ritters in einer Art Franchise-System auch in andere Städte zu exportieren – und zwar weltweit. Seither haben viele Städte (Paris, Moskau, Hongkong) ihren eigenen Batman, der vom Gothamer Original finanziert und ausgerüstet wird. Soweit so merkwürdig – gelesen hatte ich davon bislang aber nichts.

Der Neustart (?) dieser Batman-Unterserie im Rahmen der zweiten New-52-Welle war dann meine erste Gelegenheit, mich mit dieser komischen Idee anzufreunden. So ganz warm bin ich damit bei dieser Gelegenheit noch nicht geworden – dennoch handelt es sich um einen hervorragenden Comic. Der „Incorporated“ Aspekt spielt hier nämlich nur am Rande eine Rolle – eigentlich ist es eine reine Batman und Robin Geschichte.

Vater und Sohn (zur Erinnerung: der aktuelle Robin ist auch hier Sohnemann Damian Wayne) haben es mit einem Scharfschützen-Killer zu tun, der es auf … nun, das soll hier nicht verraten werden. Es handelt sich jedenfalls um eine sehr dichte und spannende Batman-Story, die eine große emotionale Bandbreite vom großartigen lustigen Batcow-Panel bis hin zu einem hammerharten Cliffhanger bietet. In Sachen Batman Inc. hat es mich indes nicht weitergebracht.

Batwing

Schon in der ersten New-52-Welle war der afrikanische Batman dabei – genaugenommen jener aus der (fiktiven) kongolesischen Stadt Tinasha. In seiner ersten Ausgabe muss er gegen den Schurken Massacre antreten, der seinen Namen natürlich zu Recht trägt. Die Story ist hervorragend (und extrem deutlich) gezeichnet und auch sehr spannend.

Batman selbst hat ebenfalls einen kurzen Auftritt – denn auch hier handelt es sich natürlich um eine Batman-Incorporated-Zweigstelle. Das Szenario will auch sehr gefallen, versucht es doch die Eigenheiten Afrikas darzustellen. Oder zumindest das, was wir Eurozentristen dafür halten. In sich ist das aber durchaus stimmig – und die afrikanischen Protagonisten sind trotz der zeitweisen Anwesenheit des amerikanischen Oberhelden sehr eigenständig und selbstbewusst. Dass hier alles in allem dennoch ein sehr klischeebeladenes Afrika-Bild vermittelt wird, ist klar. Aber ein Superhelden-Comic lebt ja nun auch von Klischees. In dem Zusammenhang verweise ich immer gern auf dieses großartige Video: African Men – Hollywood Stereotypes

Aber zurück zum Thema Batman Inc.: Mittlerweile habe ich außerdem noch eine Story über den Batman aus Paris gelesen – und finde die Idee nicht mehr ganz so merkwürdig. Sowohl Batwing als auch Nightrunner sind ziemlich coole Typen, deren Umfeld recht gut durchdacht ist.

Green Lantern – New Guardians

Die ganze Kiste mit diesen Jedis mit grünen Ringen statt Lichtschwertern gefällt mir immer besser. Mittlerweile habe ich ja auch gelernt, dass es zu den anderen Farben (und zugeordneten Emotionen) ebenfalls Ringträger-Organisationen gibt: Rote Wutringe, Gelbe Angstringe, Rosa Liebesringe und so weiter und so fort. Die spielen allesamt in „New Guardians“ eine besondere Rolle. Hauptheld ist eine der zahlreichen irdischen Green Lanterns: ein Cartoonist namens Kyle Rayner, dessen Superhelden-Origin auch gleich erzählt wird.

Diesem wird nach einer Weile aus heiterem Himmel die zweifelhafte Ehre zuteil, auch von je einem der anderen Farb-Ringe erwählt zu werden. Das finden die zugeordneten Corps jedoch nicht so witzig, da die Ringe ihre bisherigen Träger einfach mal so verlassen haben. Das ganze endet also damit, dass unsere Grüne Leuchte von bunten Ringen, nun ja, umringt ist – sowie von den Repräsentanten der jeweiligen Corps, die ihn des Diebstahls bezichtigen. Spannend, spannend!
Das sacht der Fachmann …

Stand der Sammlung

Schließlich ist es mal wieder Zeit für einen kleinen Überblick. Ziel meiner Sammelwut ist ja, nicht alle – aber doch einige der „Nummer Einsen“ von New 52 in meinen Besitz zu bringen.

Folgende hab ich schon:

  • Batman and Robin #1
  • Batman – The Dark Knight #1
  • Batman – Detective Comics #1
  • Batman Incorporated #1
  • Batwing #1
  • Nightwing #1
  • Flash #1
  • Green Lantern #1
  • Green Lantern – New Guardians #1
  • Red Lanterns #1
  • Stormwatch #1
  • Superman #1
  • Superman – Action Comics #1
  • Justice League #1

Folgende will ich noch:

  • Batman #1
  • Green Lantern Corps #1
  • Batgirl #1
  • Batwoman #1
  • Catwoman #1
  • Justice League Dark #1
  • Justice League International #1
  • Earth 2 #1

Ein paar Reihen will ich ja durchaus mal weiter verfolgen. Da würden mich dann die entsprechenden Sammelbände interessieren. Ich werde berichten.

Und hier noch mal meine bisherigen New-52-Rezis:

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