Auch wenn Erscheinungsdatum und meine Lektüre schon deutlich zurückliegen, ziehe ich die Verbloggung der konsumierten -Hefte unverdrossen fort. Nach Guckys Rückkehr im vorangegangenen Roman wird es ernst in der Milchstraße des Rhodan-Universums. Kai Hirdt lässt es in Band 3371 ordentlich krachen und stellt entscheidende Weichen für die Metahandlung. Daher schnell die

WARNUNG VOR DEM SPOILER

Zusammenfassung: Schurkendämmerung

Nachdem ihm seine Beeinflussung bewusst geworden ist – und er durch seine Gefangennahme ohnehin kaum eine Wahl hat – beschließt der bisherige Schurke Wylon, den Heldinnen und Helden um Perry Rhodan, Gucky & Co. dabei zu helfen, seiner einstigen Verbündeten Cassandra eine Falle zu stellen. Als Köder für diese Falle fungiert das aktuelle McGuffin, nämlich die Triade aus drei Mausbiber-Mumien, machtvolle psionische Artefakte, mit denen man einigen Schaden anrichten könnte. Tatsächlich existieren nur noch zwei der Mumien – mit dem lebenden Mausbiber Gucky lässt sich aber die dritte im Bunde simulieren.

Cassandra scheint den Köder zunächst zu schlucken und erscheint bei dem Treffpunkt – aber selbstverständlich verläuft von da ab kaum mehr etwas nach Plan. Wylons Beeinflussung durch Cassandra besteht nämlich noch immer, sodass er ihr den Plan auf halber Strecke verrät und etliche Machtmittel widerstandslos übergibt. Erst ganz zum Schluss wird sein Bann gelöst – woraufhin er Cassandra unvermittelt tötet und kurz danach selbst sein Leben verliert. Im Eifer des Gefechts geschieht noch ein weiteres Unglück, denn die Triade wird dergestalt aktiviert, dass sie zum einen Gucky ins Koma fallen lässt und zum anderen die Yodor-Sphäre perforiert, wodurch die Bewusstseinsinhalte der darin heilenden Superintelligenz ES zu entweichen drohen.

Somit sind die Schurken Cassandra und Wylon zwar ausgeschaltet – die Lage scheint aber dramatischer als je zuvor.

Fazit: Zu viele SOLs

Der Roman hat mir sehr gut gefallen, dennoch habe ich zwei Kleinigkeiten kritisch anzumerken.

Ihr solltet euch doch merken, dass der vorangegangene Roman festgelegt hat, dass Gucky die Gedanken von Wylon lesen kann. Das kam mir in diesem Heft nicht mehr so deutlich rüber. Ich hatte beim Lesen hier und da den Eindruck, dass der Mausbiber doch etwas hätte merken müssen.1 Ist natürlich auch nicht leicht, spannende Handlungen zu stricken, wenn ein nahezu omnipotentes Wesen dabei ist.

Der andere Punkt ist die Beliebigkeit, mit der Raumschiffe vom Typ der SOL eingesetzt werden. Wir erinnern uns: dieses legendäre Raumschiff ist seit Heft 700 relativ einzigartig2 in der Perry-Rhodan-Serie unterwegs. Dass jetzt mit einem Mal drei oder vier3 Schwesterschiffe wie beliebige Standardraumschiffe umherschwirren, entwertet diese Einzigartigkeit doch sehr.

Aber damit genug Gemecker! Der Roman ist unabhängig davon packend geschrieben und setzt mit seinen Konsequenzen für die Metahandlung einen mächtigen Paukenschlag. Dafür gibt es von mir satte vier von fünf Sternen. ****°

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  1. EDIT: Ich habe diesen Punkt etwas umformuliert. So passt die Formulierung besser dazu, welchen Eindruck ich als Leser hatte.[]
  2. Ja, es gab immer mal Dubletten und die JULES VERNE wollen wir auch nicht vergessen.[]
  3. Wie viele waren es am Ende genau?[]