Schlagwort: Lesen

Lesetagebuch: Marvel-Damen und ein Hauch Prosa

Bei Comixology gab’s nämlich einen großen Marvel-Sale – und ich habe mir fest vorgenommen, endlich mal wieder etwas Prosa zu mir zu nehmen. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

Avengers – Die Korvac-Saga: Dieses klassische Marvel-Großereignis gab’s kürzlich im Rahmen der Hachette-Sammelserie. Davon hatte ich noch nie vorher gehört. Das Crossover aus den Avengers und den (damaligen) Guardians of the Galaxy (aus der Zukunft) macht Laune – und dieser Korvac ist ein durchaus interessanter Bösewicht. Zwar will auch er nichts anderes, als das Universum beherrschen – hat dabei aber durchaus „gute“ Absichten. Trotzdem können Captain America & Co. sowas natürlich nicht durchgehen lassen.

Neue Geschichten von Vater und Sohn Band 2: Schon letztes Jahr waren mein Nachwuchs und ich voller Freude darüber, dass die großartigen Vater-und-Sohn-Bildergeschichten von Erich Ohser aus den 30er Jahren eine moderne Fortsetzung erfahren haben. Den kürzlich erschienenen zweite Band dieser sehr gelungenen Neuauflage haben wir uns natürlich sofort zugelegt und durchgeschmökert. Wenn es jetzt jedes Jahr einen neuen Band geben sollte, wären wir hoch erfreut.

Thunderbolts: Was DC die Suicide Squad, ist Marvel das Thunderbolts-Team – Bösewichter, die mit zweifelhaften Mitteln Gutes tun. Die Zusammensetzung dieser Truppe wechselte über die Jahre. Zuletzt hatte General Ross (der rote Hulk) ein Team dieses Namens zusammengestellt, um ein paar Hinterlassenschaften aus der Zeit zu beseitigen, als er noch davon besessen war, den grünen (und manchmal auch grauen) Hulk zu besiegen. Diese Thunderbolts sind nicht direkt Schurken sondern vielmehr Antihelden, die sich schon immer mit radikaleren Methoden in der Grauzone bewegen: Punisher, Elektra, Venom, Deadpool und später kommt noch Ghostrider dazu. Und ein „echter“ Schurke ist auch dabei: Der Leader. Letzterer wurde kürzlich so behandelt, dass er nicht mehr grün sondern rot ist, was ihm den großartigen Namen „Red Leader“ beschert. Auch sonst macht die Miniserie viel Spaß – nicht nur wegen der interessanten Chemie innerhalb des Teams. Es rumst gewaltig.

Aktueller Lesestoff

Windjäger: Ich hoffe, ich komme in diese Steam-Fantasy-Geschichte von Jim Butcher wieder rein. Hab sie sträflicherweise monatelang auf dem Kindle verstauben lassen. Über Weihnachten wird das endlich wieder geändert. Sie ist nämlich sehr gut. Mit sprechenden Katzen!

Der Zauberer der Smaragdenstadt: Und auch diese russische Oz-Nacherzählung wird wieder aufgenommen. Schließlich interessiert sich der Nachwuchs auch dafür, wie es mit Elli in Goodwins Land weitergeht, nachdem sie mit ihrer Hütte die böse Hexe erschlagen hat.

Nick Fury: Der Agent (und Chef) von SHIELD hatte schon in klassischen Zeiten seine eigene Comic-Serie, in der er wohl hauptsächlich gegen böse Ostblock-Spione vorgehen musste. In der Hachette-Sammelreihe erscheinen diese Abenteuer gleich in zwei Bänden. Teil eins hab ich gerade am Wickel.

Entenhausen Edition: Bei dieser grandiosen Barks-Fuchs-Gesamtausgabe mit den (kürzeren) Geschichten um Donald Duck und seine Sippe bin ich nun fast auf Stand. Aktuell liegt glaube ich Band 41 in den Läden, mit den ersten 40 bin ich so gut wie durch. Viele der Geschichten kannte ich schon von früher aus der Micky Maus oder den Donald Duck Sonderheften – aber es macht immer Spaß, sie erneut zu lesen. Und es ist etliches dabei, das ich noch nicht kannte. Interessant übrigens, dass der gute Carl Barks viele Storys und Motive im Abstand von einigen Jahren einfach noch mal verarbeitet hat – und welche Änderungen er dann vorgenommen hat.

Ms. Marvel: Endlich, endlich folge ich dem Rat des formidablen Reumeier und lese die Ms. Marvel Serie, die seit 2014 die Geschichte der jungen muslimischen Superheldin Kamala Khan erzählt, die in Jersey City für Recht und Ordnung sorgt – und einen Großteil der Zeit damit beschäftigt ist, ihr eigenes Leben auf die Reihe zu kriegen. Und natürlich hatte der Reumeier Recht: Die Serie ist großartig und Pflichtlektüre nicht nur für eingefleischte Marvel-Comic-Fans.

Was als nächstes?

Star Wars Masters Series 15: In dieser Comic-Sammelserie bringt Panini weiterhin tapfer die mittlerweile nicht mehr kanonischen Star-Wars-Comics aus dem Dark Horse Verlag heraus. Zu meiner großen Freude, denn vieles aus dieser sehr hochwertigen Ära kenne ich noch nicht. So auch Jango und Boba Fett – Blutsbande. Ich bin gespannt.

Marvel Hachette: Auf meinem Lesestapel haben sich mittlerweile zwei weitere Bände der Marvel-Sammelserie eingefunden: Der Klassiker Thor – Ragnarök und das etwas neuere Daredevil – Schall und Wut. Ersteres ist ja zumindest namenstechnisch eine der Vorlagen für den kommenden Thor-Film.

Comixology Marvel-Sale: Tja, und dann haben die Halunken bei Comixology mal wieder ihre Spendierhosen an- und einen riesigen Marvel-Ausverkauf aufgezogen. Da musste ich natürlich zuschlagen. So gibt es demnächst: Venom: Space Knight, Namor: The First Mutant, The Mighty Thor, Loki: Agent of Asgard, alles von Captain Marvel von 2012 bis jetze sowie Obi-Wan & Anakin (ist ja mittlerweile auch Marvel).

Das Lange Utopia: Und schließlich wartet mit dem vierten und letzten Band der Lange-Erde-Serie von Terry Pratchett und Stephen Baxter noch ein wenig Prosa auf dem Kindle auf mich.

Lesetagebuch: Kurze Marvel-Pause

Aus Gründen lege ich die Bildergeschichtchen aber mal ein paar Wochen beiseite. Hier schnell noch ein Überblick über den Lesestoff bis dato. Die weiterhin ruhenden Prosawerke hab ich dabei mal aus der Liste genommen. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

Axis: Von diesem Marvel-Großevent war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Zuvor hatte ich ja das großartige Avengers vs. X-Men verschlungen – weswegen meine Ansprüche vielleicht etwas hochgeschraubt waren. Kernidee von Axis ist jedenfalls, dass aus Gründen ein paar Superhelden zu Bösewichten umgepolt werden – und ein paar Superschurken zu Gutewichten. Hm … naja … Fand ich wie gesagt nur so mittel. Einzige Lichtblicke waren der böse Iron Man und der liebe Carnage. Alles andere war schlicht doof.

Hulk – Verbrannte Erde: Das war ganz lustig. In diesem Hulk-Sammelband aus der Marvel-Hachette-Reihe muss sich der noch relativ neue rote Hulk in den Reihen der Superhelden etablieren. Da er zuvor ganz schön randaliert hat, stehen ihm alle sehr skeptisch gegenüber. Dennoch setzt ihn Captain America für den ein oder anderen Auftrag ein – und er bewährt sich. Mehr oder weniger.

Secret Wars: Wie ihr alle wisst, gibt es das Marvel-Universum seit 2015 ja gar nicht mehr. Es krachte mit dem Ultimate-Universum zusammen und beide zerbröselten zu kosmischem Staub. Naja fast … Kurz zuvor haben die Doctores Strange und Doom nämlich göttliche Macht errungen, um unmittelbar nach der Katastrophe schnell ein neues Universum zu basteln. Heraus kam eine erneute Battleworld (gab es vor Jahrzehnten ja schon einmal so ähnlich), auf der Doom gottgleich herrscht.

Und natürlich ist es wieder Reeds Richards (sowohl die liebe 616-Version als auch die böse Ultimate-Version – aber das wisst ihr ja), der Doom die Stirn bietet, ihn bezwingt und schließlich das „richtige“ Universum wieder herstellt.

Zu diesem Über-Crossover-Event habe ich drei Sammelbände gelesen: zunächst Last Days of the Marvel-Universe, in dem alle (?) damals laufenden Marvel-Serien zu Ende geführt wurden, dann Secret Wars selbst, in dem die Geschichte und das Ende von Dooms Battleworld erzählt wird, und schließlich Journal / Battleworld, in dem die diversen Tie-Ins zusammengefasst sind.

Die Last Days waren größtenteils klasse und haben mir gezeigt, welche Serien aus dieser Ära ich unbedingt zeitnah nachholen muss. Ms. Marvel liegt ja bereits auf dem Tablet bereit. Ein weiterer heißer Kandidat ist Loki (siehe unten).

Secret Wars selbst ist schon sehr gut. Die dargestellte Battleworld unter Dooms eiserner Herrschaft ist sehr interessant. Allein die Weltpolizei aus unzähligen Thors ist großartig. Dass letztlich alles auf den Urkonflikt zwischen Doom und Reeds hinausläuft, gefällt mir persönlich sogar recht gut. Und natürlich erschafft Reeds dann das „richtige“ Universum neu, waren die Fantastic Four doch das erste Heldenteam des Marvel-Universums.

Eher schwach fand ich schließlich die Tie-Ins, die Episoden aus den verschiedenen Regionen der Battleworld zeigen. Da hatte ich mir deutlich mehr erhofft. So spannend diese Welt in Secret Wars geschildert wurde, so wenig wird diese Faszination hier wiedergegeben. Dennoch: Ein sehr gutes gelungenes Crossover-Event, das sein bombastisches Thema nachvollziehbar und spannend umgesetzt hat.

Aktueller Lesestoff

Die Korvac-Saga: Davon hatte ich bislang noch nie gehört. Dieser Avengers-Klassiker ist komplett an mir vorbeigegangen. Schön, dass er im Rahmen der Hachette-Sammlung nun auf meinem Nachttisch gelandet ist. Bin gespannt.

Was als nächstes?

Loki: Ich hatte ja schon hin und wieder erwähnt, dass mir Marvels Umsetzung der nordischen Mythologie streckenweise sehr gut gefällt. Lediglich die Darstellung Lokis als reinen Schurken war mir immer ein wenig zu plump. Das wurde meiner Meinung nach der vielschichtigen Vorlage nicht gerecht. Offenbar wurde dies in den neueren Inkarnationen des listenreichen Gottes korrigiert. Der Loki, der mir in den Last Days (siehe oben) präsentiert wurde, ist großartig. Kein eindimensionaler Fiesling und Lügenbold sondern ein schillernder Fabulierer und Trickser, der durchaus auch zu Gutem in der Lage ist. Die Serie werde ich mir alsbald mal zulegen müssen.

Lesetagebuch: Alter Zwist zwischen Avengers und X-Men und Visions neue Familie

Dabei hat mich der 2012er Marvel-Epos „Avengers vs. X-Men“ enorm begeistert. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

Entenhausen Edition: Schon vor einer Weile habe ich die Bände 19 und 20 der hervorragenden Barks-Fuchs-Komplettedition aus dem Hause Ehapa genossen. Darin solche Klassiker wie der Wettstreit zwischen Onkel Dagobert und dem Maharadscha von Zasterabad, die in ihrem Eifer, ihren Reichtum zu Beweisen, die Stadt mit immer gewaltigeren Emil-Erpel-Statuen vollpflastern. Herrlich! Aber es sind auch immer wieder Geschichten dabei, die ich noch nicht kannte. Sehr lohnende Sammlung also.

Hawkeye vs Deadpool: Auf die großartige Hawkeye-Miniserie folgte ein kleines Crossover mit Deadpool im gleichen Stil. In sehr kurzweiligen Episoden raufen sich die beiden zusammen, um gegen eine perfide Schurkerei der Black Cat anzugehen. Hat Spaß gemacht.

Invincible 2: Auch der zweite Sammelband dieses Superhelden-Epos aus dem Hause Image-Comics macht sehr viel Spaß. In einem deutlich an das DC-Universum angelehnten Szenario lernt Superheldenspross Invincible immer besser mit seinen Kräften umzugehen und springt schon mal für seinen Papa ein. Langsam stellt sich allerdings heraus, dass der ach so perfekte Herr Vater wohl doch nicht so lupenrein ist. Es wird also weiterhin mit den klassischen Klischees gespielt und gebrochen. Sehr spannend und unterhaltsam.

The Vision: Endlich war der erste Sammelband dieser neuen Serie um den Avengers-Androiden Vision bei Comixology im Angebot. Das Szenario fand ich von Anfang an reizvoll. Der Gute hat sich nämlich eine Familie nach seinem Abbild gebaut und ist mit ihr in einen spießigen Vorort gezogen, um dort weiter daran zu arbeiten, menschlich zu werden. So weit so Data-mäßig. Schon im ersten Volume dieser zu Recht bejubelten Reihe stellt sich aber heraus, dass das alles nicht so einfach ist. Ohne zu viel verraten zu wollen: Der Weg der Visions in Richtung normaler Familie ist mit Leichen gepflastert Ich warte gespannt auf den zweiten Sammelband.

Avengers versus X-Men: Das hättet ihr mir aber schon mal früher sagen können, wie großartig dieses Marvel-Crossover-Event von 2012 ist. Eigentlich gehen mir Superhelden-gegen-Superhelden-Szenarien ja mittlerweile ein wenig auf den Zeiger. Den ersten Civil War fand ich ja noch durchaus ganz nett. Die filmische Adaption wirkte schon etwas bemühter – und der aktuelle Aufguss in den Comics Civil War 2 hat mich bislang gar nicht überzeugt.

Bei AvX ist es aber anders. Allein deswegen, weil Mutanten und X-Men schon immer eine Sonderrolle hatten und im Marvel-Universum ein Gleichnis für unterdrückte Bevölkerungsteile sind. Die Unterdrückung und/oder Ausgrenzung der Mutanten und ihre Reaktion darauf war von Anfang an ein Kernthema aller X-Men-Storys. Und so wird der hier beschriebene Zwist sehr schlüssig hergeleitet. Alle Ereignisse mindestens ab M-Day („No more Mutants“), Genosha und dem Schisma führen sehr nachvollziehbar zu dem Standpunkt, den Cyclops und seine X-Men einnehmen.

Und auch die Avengers haben mindestens seit dem Heldenfall einen Weg zurückgelegt, der ihre Position in diesem Disput sehr gut erklärt.
Und darum geht’s: Die verbliebenen X-Men unter Cyclops haben ihre Basis auf Utopia bezogen, einer kleinen Insel vor Kalifornien. Unter ihnen ist Hope Summers, ein Mädchen aus der Zukunft, das als Messias der Mutanten gilt und das Überleben der auf wenige Hundert Individuen reduzierten Art sichern soll. Als sich die Phoenix-Force erneut der Erde nähert, glaubt man auf Utopia, dass es Hopes Bestimmung sei, diese in sich aufzunehmen und die Mutantenheit mit dieser Macht zu retten. Der Rest der Welt fürchtet – nicht ganz zu Unrecht – die totale Vernichtung der Erde.

Und so wollen die Avengers Hope untersuchen und nötigenfalls von der Erde wegschaffen, denn sie scheint tatsächlich das Ziel der planetenvernichtenden Urgewalt zu sein. Der Konflikt ist also unvermeidlich – obwohl sich Hope sogar zunächst beiden Fraktionen entzieht, um einen eigenen dritten Weg zu wählen.

Es kommt ohnehin ganz anders, denn fünf andere X-Men nehmen im weiteren Verlauf die Phoenix-Kraft in sich auf – und nutzen diese schier unbegrenzte Macht, um die ganze Welt in ein Utopia zu verwandeln.

Was dann kommt erinnert in Teilen an das Szenario von Injustice, in dem Superman durchdreht und seine Macht einsetzt, um mal richtig für Ordnung auf der Welt zu sorgen. Kann aber nicht sein, da das Spiel und die darauf basierenden DC-Comics erst ein Jahr später erschienen sind. Egal.

Kernthema ist die Frage, ob man mit unbegrenzter Macht die Welt zu ihrem Glück zwingen darf – und ob unbegrenzte Macht am Ende nicht doch unbegrenzt korrumpiert. Und da selbst einige der Helden im Laufe der Handlung ob dieser Frage (ver-)zweifeln und mehrfach die Seiten wechseln, wird es dem Leser nicht ganz so leicht gemacht, sich für eine Seite zu entscheiden.

Gegen Ende wird es dann doch recht deutlich – denn natürlich übertreiben es die Phoenix Five damit, der Welt ihr Glück aufzuzwingen. Und natürlich müssen sie am Ende unter sehr hohen Verlusten niedergerungen werden.

Aber: Im Nachklapp bleibt doch ein kleines Fragezeichen, denn in der Folge gibt es durch das Wirken der Phoenix-Kraft auf einmal wieder Millionen Mutanten auf der Welt. Und so bleibt Cyclops – obwohl er seine Gräueltaten eingesteht – auch im Knast, wo er endet, trotzig. Und allein diese Charakterentwicklung vom langweiligen Augenschießer zum fanatischen Mutanten-Aktivisten, macht AvX zu einer großartigen Sache.

Sehr zu empfehlen im Übrigen auch die drei Begleitbände, in denen Parallelgeschichten erzählt und einige Szenen und Episoden vertieft werden. Darunter eine großartige Geschichte, in der der arme Captain Marvel (der erste) kurzzeitig wieder zum Leben erweckt wird – und die Nummer mit Sinister London, einer unterirdischen Viktorianischen Stadt voller Mister-Sinister-Klone. Pures Gold!

Aktueller Lesestoff

Windjäger: Ruht seit Wochen. Will grad nur Comics lesen. Vielleicht nächste Woche im Urlaub wieder. Hab aber auch noch so viele Comics.

Der Zauberer der Smaragdenstadt: Ruht ebenfalls. Töchterlein und mir sind beim abendlichen Vorlesen drei Ausrufezeichen dazwischengekommen. Ich möchte nicht darüber sprechen.

Axis: Einige Zeit nach AvX macht der Red Skull mal wieder Ärger. Er hat sich nämlich das Gehirn von Xavier und somit seine Fähigkeiten einverleibt – und sich dann auch noch als erneuter Onslaught reinkarniert. Bin gespannt, wie Avengers und X-Men (haben sich wieder lieb) das in den Griff kriegen wollen.

Was als nächstes?

Comics, Comics, Comics: Als nächstes werden wohl die fünf Ms. Marvel Sammelbände dran sein, die es kürzlich bei Comixology im Angebot gab. Spätestens nach AvX hätte ich auch mal Lust, ein wenig mehr über Namor zu erfahren, der ja immerhin einer der ältesten Marvel-Superhelden ist. Zuletzt hatte er 2015 seine eigene Serie. Mit Freuden hab  ich außerdem vernommen, dass es neue (?) Warhammer-40k-Comics gibt – und Dr. Aphra kriegt ihre eigene Star-Wars-Comic-Serie. Juhu!

Lesetagebuch: Marvel, Donald und Goodwin (der russische Oz)

Gerade ausgelesen

Spider-Man – Marvel Team-Up: Dieser Marvel-Klassiker hat mir mal nicht so doll gefallen. Die antiken Spidey-Team-Ups waren sehr auf Kloppereien ohne viel Handlung fokussiert. Ist nicht so meins. Ein bisschen um was gehen sollte es schon. Immerhin bekam ich mal eine frühe Carol Danvers zu sehen (das Origin der aktuellen Captain Marvel hab ich noch nicht so ganz auf dem Schirm).

Warlock Teil 1: Ganz anders dagegen dieses klassische Bombast-Weltraum-Epos, in dem der kosmische Überheld Warlock gegen sein durchgedrehtes zukünftiges Ich namens Magus antreten muss. Herrlich abgedreht und psychodelisch – 70er halt. Nebenbei enthält es auch das tatsächliche Origin von Gamora. Hat mir rundum gut gefallen.

Aktueller Lesestoff

Windjäger: Das Steam-Fantasy-Werk von Jim Butcher ruht weiterhin auf meinem Kindle – obwohl sich die ersten Kapitel sehr gut gelesen haben. Ich greif zur Zeit einfach lieber zu Comics.

Der Zauberer der Smaragdenstadt: Die russische Nacherzählung des Zauberers von Oz macht viel Spaß. Ich habe das Original jetzt nicht mehr so präsent, aber die Unterschiede beschränken sich wohl auf die Namen und Bezeichnungen (Dorothy heißt hier beispielsweise Elli und Oz heißt Goodwin beziehungsweise Goodwins Land) sowie einige wenige Handlungsdetails. Ist auf jeden Fall eine sehr schöne Zu-Bett-geh-Geschichte für Töchterlein. Und ich find’s auch sehr gut.

Entenhausen Edition: Und dann gab’s mal wieder Nachschub für meine stetig wachsende Sammlung der Barks-Fuchs-Komplettedition aus dem Hause Ehapa. Frisch herein kamen die Ausgaben 19 und 20. In ersterem muss sich der arme Donald unter anderem mit dem penetranten Glückspilz Gustav herumschlagen. Interessant aber auch eine kleine Geschichte mit Oma und Daisy Duck, die sich mit Hilfe zweier Mäuse aus Cinderella (?) gegen Kater Karlo durchsetzen müssen. Ja, auch sowas hat der gute Carl Barks gemacht.

Was als nächstes?

Hawkeye vs Deadpool: Im Stil der großartigen Hawkeye-Miniserie „Mein Leben als Waffe“ und „Mein Leben als Held“ kam noch ein „Hawkeye vs. Deadpool“ Anhängsel raus. Das gab’s jetzt günstig bei Comixology. Mal schauen, ob das was taucht.

Lesetagebuch: Marvel-Klassiker

Dennoch hatte ich endlich etwas Zeit mein rumliegendes Prosawerk wieder anzufassen – und Töchterlein kriegt gerade einen amerikanischen Klassiker im russischen Original vorgelesen. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

Nie mehr Spider-Man: Diesen großen Klassiker aus Spideys früheren Jahren musste ich schon lange mal nachholen. Teile davon waren ja sogar Vorlage für den zweiten Spider-Man Film. Das Spidey-Sein wächst Peter Parker langsam über den Kopf. Privat- und Superheldenleben lassen sich immer schwerer unter einen Hut bringen. Und dann nervt die Hetzkampagne des Daily Bugle auch noch gewaltig. All das treibt Peter dazu, alles hinzuschmeißen. Doch nicht für lange, wie wir alle wissen.

Hulk – im Herzen des Atoms: Die großartige Planet-Hulk-Geschichte kennt ihr ja sicher alle. Wusstet ihr aber, dass der Hulk lange zuvor schon mal ein ganz ähnliches Drama erleben musste? Dass er sich verliebte – und diese Liebe in höchst tragischer Weise wieder verlor? Mir war das jedenfalls neu.

Aktueller Lesestoff

Spider-Man – Marvel Team-Up: In diesem Marvel-Hachette-Klassiker-Sammelband tut sich der gute Spidey mit diversen anderen Helden zusammen, um diversen Schurken den Hintern zu versohlen. Scheint nur wenig anspruchsvoll – aber dadurch nicht minder kurzweilig zu sein.

Windjäger: Zwischen zwei Marvel-Sammelbänden hab ich mal ein paar Seiten dieses Steam-Fantasy-Werks mit Luftschiffen und sprechenden Katzen weitergelesen. Bleibt sehr unterhaltsam und spannend. Wird Zeit, dass ich da mal richtig eintauche.

Der Zauberer der Smaragdenstadt: Den Zauberer von Oz kann man ja nur im klingonischen, äh, russischen Original richtig genießen. Im Ernst: in den 30er Jahren hat der russische Autor Alexander Melentjewitsch Wolkow die Oz-Geschichte einfach mal nacherzählt und dann in etlichen Bänden fortgeschrieben. Vor allem in der DDR haben sich diese Bücher später wohl großer Beliebtheit erfreut. Und so ist Der Zauberer der Smaragdenstadt grad die aktuelle Zu-Bett-geh-Lektüre für Töchterlein.

Was als nächstes?

Invincible: Bei Comixology gab’s die Sammelbände dieses Image-Comics-Klassikers wieder im Angebot. Beim letzten Mal hatte ich mir ja Volume 1 geschnappt und durchaus für gut befunden. Jetzt ist Volume 2 an der Reihe.

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