Schlagwort: Lesen

Lesetagebuch: Blutroter Stahl

In einem „Lesetagebuch Spezial“ widme ich mich ausschließlich dieser Sammlung von Kurzgeschichten aus dem Sword-and-Sorcery-Genre, für die Prometheus etliche Indy-Autoren zusammentrommeln konnte. Einige der Geschichten haben mir sehr gut gefallen – doch Qualität und Gesamteindruck sind durchaus durchwachsen. Aber lest selbst.

Disclaimer

Um gleich in einem Punkte Transparenz walten zu lassen: Mir wurde die eBook-Version dieses Buches dankenswerterweise kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich gelobe hiermit feierlich, dass dies keinen Einfluss auf mein schonungsloses Urteil hat.

Gesamteindruck

Schon der Titel ist bombastisch – und der Untertitel setzt noch einen drauf: „Sword&Sorcery-Geschichten für brachiale Helden“. Entsprechend blickt dem Betrachter vom Einband ein grimmiger Krieger entgegen, dessen Breitschwert schon etliche Blutfontänen verursacht haben dürfte. Die Erwartungshaltung ist daher klipp und klar: Hier geht’s mächtig zur Sache. Man darf sich auf ordentliche Kloppereien à la Conan freuen – mal blutig ernst, vielleicht auch mal humorig überzogen, mit Sicherheit aber stets kurzweilig und unterhaltend. Und das hochwertige Titelbild lässt hoffen, dass Prometheus keine Mühen gescheut hat, professionelle Künstler für sein Projekt zu gewinnen.

Eine Hoffnung, die sich beim ersten Durchblättern jedoch ein wenig relativiert. Durch die unterschiedliche Qualität der Innenillustrationen, die – wie sich beim Lesen später herausstellt – auch nur zum Teil direkten Bezug zu den Geschichten haben, hat das Werk streckenweise doch eher etwas Fanzine-haftes.

Sinn und Zweck der rudimentären Vorstellung der Autoren und Zeichner am Ende des Buches erschließen sich auch nur bedingt. Man hätte sich schon ein, zwei Sätze zu jeder Person gewünscht – stattdessen findet man nur Links auf die Internetseiten und Facebookprofile. Wenn überhaupt. Die kriegt man durch eine schnelle Google-Suche des jeweiligen Namens auch selbst raus. Hätte man sich redaktionell mehr Mühe geben – oder das ganze sparen können.

Aber genug des oberflächlichen Gemeckers, denn entscheidend sind bei einer Kurzgeschichten-Anthologie selbstredend die Kurzgeschichten selbst.

Die Geschichten

Der Prometheus-Verlag hat für diese Anthologie zahlreiche Indy-Autoren gewinnen können. Und wer sich in der Szene ein wenig auskennt, dem wird der ein oder andere Name auch ein Begriff sein. Und schon die ersten Geschichten zeigen: Hier werden die Erwartungen schon deutlich besser erfüllt. In meist recht klassischen Fantasy-Szenarien bekommen es mehr oder weniger unerschrockene Helden mit diversen Ungeheuern oder sonstigen Fieslingen zu tun, die unter Einsatz von Schwertern und Äxten überwunden werden müssen. Das macht größtenteils viel Laune – auch wenn die Qualität der einzelnen Geschichten großen Schwankungen unterworfen ist.

Sicherlich: vieles ist Geschmackssache – aber hier und da wäre ein strenges stilistisches Lektorat vielleicht angebracht gewesen. Und den zwei, drei Ausreißern nach unten stehen mindestens ebenso viele Perlen gegenüber, die durch einen etwas anderen Stil, einen spannenden Plot oder den Bruch der klassischen Fantasy-Klischees herausragen.

Als positive Beispiele seien hier die dritte und vierte Geschichte hervorgehoben. In „Das Geheimnis des Stahls“ reduzieren Judith & Christian Vogt einen ganzen Heldenepos im Stile einer Sagenerzählung auf nur wenige Seiten. Das hat mir sehr gut gefallen. Gleich die nächste Geschichte von Thorsten Küper mit dem etwas sperrigen Titel „Finde Frieden unter den geborstenen Monden“ begeistert durch ein spannendes Psychoduell zweier scheinbar ungleicher Gegner mit einer durchaus überraschenden Pointe. So muss eine gute Kurzgeschichte sein.

Von den wenigen Ausfällen abgesehen, bieten alle Geschichten die erhoffte Unterhaltung mit klassischer Fantasy-Kost.

Fazit

Für knapp fünf Euro für das eBook und knapp 15 Euro für das Taschenbuch bekommt man eine ganze Menge solider bis herausragender Fantasy-Kost geboten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis kann also optimaler kaum sein. Für Freunde klassischer Sword-and-Sorcery-Geschichten ist das Buch auf jeden Fall einen Blick wert – für Freunde der Indy-Autoren-Szene umso mehr.

Buchdetails

Blutroter StahlAndré Skora, Ingo Schulze, Michael Quay (Hrsg.):
Blutroter Stahl, Sword&Sorcery-Geschichten für brachiale Helden

Prometheus Verlag, Duisburg 2016

Lesetagebuch: Spider-Man again

Gerade ausgelesen

Fantastic Spider-Man: Irgendwann 2011 verstarb ein Mitglied des ältesten Superheldenteams (scheinbar, wie das bei Superhelden so ist) – die Fantastic Four mussten den Verlust der Fackel Johnny Storm betrauern. Als Konsequenz benannte man sich in Future Foundation um und rekrutierte niemand geringeren als Spider-Man als neues Mitglied. Den Knaben – der ja eigentlich der interessanteste Superheld des Marvel-Universums ist – hatte ich zuvor ein wenig aus den Augen verloren. Nach diversen Klon- und Symbionten-Gedönsen und dem ewigen hin und her mit seinem Umfeld (MJ, Tante May und so weiter) traute ich mich ehrlich gesagt lange Zeit nicht mehr an die (vermeintlich) verworrene Spidey-Handlung ran. Damit ist nun Schluss, denn der gute alte Netzkopf macht wieder richtig Spaß. Wir erinnern uns: Im Zuge des Civil War hat Peter Parker seine Geheimidentität öffentlich gemacht (zuvor hatte Tante May das Geheimnis schon von allein gelüftet). Das ging in der turbulenten Folgezeit (Secret Invasion, Dark Reign, Siege) ein bisschen nach hinten los, sodass er einen kleinen Pakt mit dem Teufel einging, damit alle Welt wieder vergisst, dass er Spidey ist. Soweit so dämlich. Jetzt ist er zudem nicht mehr mit MJ verheiratet (und war es wohl auch nie), hat eine neue Freundin und einen neuen Job als Wissenschaftler – und ist neben den Avengers nun auch bei den FF angestellt. Und die bekommen es in ihrer neuen Konstellation natürlich ausgerechnet mit den Sinister Six zu tun. „The Fantastic Spider-Man“, das Szenario und die Stories machen viel Spaß und geben einem tatsächlich das gute alte Spidey-Feeling zurück. So dusselig das mit dem Teufelspakt im Rückblick klingt – dramaturgisch hat es der Figur offenbar ganz gut getan. Außerdem wird hier schon Spider-Island vorbereitet, das ich aktuell gerade am Wickel hab.

Aktueller Lesestoff

Windjäger: Da ich gerade wieder voll im Marvel-Rausch bin, komme ich mit diesem Aether-Fantasy-Werk grad nur langsam voran. Obwohl es bislang ziemlich gut ist. Und es kommen tatsächlich sprechende Katzen drin vor! Nuff said!

Spider-Island: Dieses Szenario, dass in New York auf einmal alle Leute Spinnen-Kräfte haben, fand ich ja immer ein bisschen doof. Aber jetzt, wo ich das lese, gefällt es mir doch ziemlich gut. Zumal ich nebenher endlich auch mal was über diesen „neuen“ Venom erfahre, der ja mittlerweile bei den Guardians of the Galaxy rumspringt.

Was als nächstes?

Thunderbolts: Und wieder habe ich den Fehler gemacht und bei den Comixology-Sales reingelinst. Da gab es zum einen das Komplett-Paket der neueren Thunderbolts (das Marvel-Pendant zur Suicide-Squad von DC), die den roten Hulk, den Punisher, Deadpool, Venom und Elektra in einem Team vereinen. Klingt interessant.

Civil War 2: Und zum anderen musste ich bei den beiden ersten Heften zum neuen Civil War zugreifen.

Lesetagebuch: Urlaubslektüre 2016

Längst nicht alles, was ich mir vorgenommen hatte, dennoch gibt es einiges zu berichten: von der Scheibenwelt, von dampfenden Luftschiffen und aus diversen Comic-Universen – aber lest selbst.

Diesmal stelle ich besser mal eine SPOILERWARNUNG voran, vor allem was die Scheibenwelt („Krone des Schäfers“) betrifft.

Gerade ausgelesen

Blutroter Stahl: Aus Gründen habe ich das Bedürfnis, mich hierzu noch mal ausführlicher in einem gesonderten Artikel zu äußern. Als kurzes Fazit an dieser Stelle nur so viel: diese Anthologie bietet klassische Fantasy-Kurzgeschichten recht unterschiedlicher Qualität. Einige Perlen stecken drin – unterhaltsam und flott zu lesen ist fast alles. Die Innenillustrationen sind okay, ragen aber nur selten über Fanzine-Niveau heraus und haben nicht immer erkennbaren Bezug zu den jeweiligen Geschichten. Das schmälert vielleicht den Gesamteindruck ein wenig, darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass man eine Menge kurzweiliger Fantasy-Lektüre geboten bekommt.

Die Krone des Schäfers: Nun ist es endgültig soweit. Ich habe meinen letzten Scheibenwelt-Roman beendet. Ich werden nun nichts neues mehr aus dieser faszinierenden Welt zu lesen bekommen. Dabei ist das Buch ein durchaus würdiger Abschluss der epischen Erzählung vom Rücken der Schildkröte. Im Zentrum der Handlung steht die Junghexe Tiffany Weh aus dem Kreideland, deren Romane mit Abstand das Highlight der neueren Handlungsstränge darstellen. Denn während vor allem in den letzten Ankh-Morpork-Romanen die dort liebgewonnenen Hauptfiguren mehr und mehr zu Abziehbildern ihrer selbst verblasst sind, sprühte in den Tiff-Romanen noch bis zuletzt der Zauber, den Pratchetts Opus Magnum immer ausgemacht hat. Gleichzeitig ist „Die Krone des Schäfers“ ein Lancre-Roman mit den dortigen Hexen – und setzt für diesen Handlungsstrang einen bedeutenden Schlusspunkt. Denn wir werden schon auf den ersten Seiten Zeuge des Todes von Oma Wetterwachs, eine Szene, die mich sehr berührt hat. Esmeralda Wetterwachs war immer Pratchetts Beste. Die Handlung selbst greift dann auch auf die Glanzzeit der Lancre-Hexen zurück, die Elfen fangen nämlich wieder an zu nerven und drohen in die diesseitige Welt vorzudringen. Die Abwehr gelingt natürlich mit vereinten Kräften – auch weil sich auf der Scheibenwelt inzwischen viel verändert hat und Magie und Zauber im Zeitalter der Eisenbahn auf dem Rückmarsch sind. Und so verlassen wir diese Welt recht wohlgeordnet: der Wandel und die Modernisierung – die ja schon immer ein Kernthema der Romane waren – sind endgültig nicht mehr umkehrbar, eine neue Generation hat das Ruder übernommen und widmet sich den anstehenden Problemen, die es natürlich immer geben wird. So hätte es auch weitergehen können – nur hat Terry Pratchetts Tochter bekanntermaßen längst verkündet, dass sie den weitergereichten Staffelstab ihres Vaters nicht aufnehmen wird. Und vielleicht ist das auch ganz gut so.

Marvel-Comics: Comixology veranstaltet ja regelmäßig verlockende Sales – und immer wenn ich den Fehler mache, da reinzuschauen, muss ich unweigerlich zuschlagen. So geschehen bei neusten Serien von Howard the Duck und den Guardians of the Galaxy, wo es jeweils die ersten Sammelbände reduziert gab. Die Ente Howard ist ja ein Sonderfall unter den Marvel-Helden, seine Geschichten sind meist weniger ernst zu nehmen. Seit er in den 70ern erstmals auftauchte, kurze Zeit später sogar für das Präsidentenamt kandidierte (und nachdem Disney seinen Frieden mit ihm gemacht hat), mischt er immer mal wieder sporadisch im Marvel-Universum mit. In diesem herrlich absurden Abenteuer wird es schnell sehr kosmisch und er trifft neben dem Silver Surfer und Galactus auch auf die Galactic Guardians in ihrer aktuellen Konstallation. Die müssen in ihrer neusten Serie zunächst mal ohne Peter Quill auskommen, der gerade das Erbe seines Vaters als Imperator von Spartax angetreten hat. Seinen Platz hat die X-Woman Kitty Pride eingenommen begleitet von Rocket Racoon, Groot, Drax, Venom (Flash Tompson) und dem Ding. Aber keine Sorge, Peter und Gamora stoßen auch bald zu ihnen und es rumst wieder gewaltig. Beides hat mich sehr gut unterhalten, sodass ich zeitnah mehr davon lesen muss.

Warlock Teil 2: Ja, auch Marvel – in diesem Fall aber im Rahmen der Hachette-Sammelserie erschienen. Adam Warlock war auch immer so ein klassischer Marvel-Held, den ich bislang kaum kannte. Und erneut bin ich überrascht, wie kurzweilig auch die älteren Sachen oft sind. Warlock ist ähnlich wie der erste Captain Marvel ein sehr kosmischer Held, der eher selten auf der Erde weilt und meist durch die Weiten des Alls fliegt, um dort galaktische Bedrohungen abzuwenden. Dabei geht es oft um nicht weniger als erlöschende Sterne oder das Zerreißen des Raumzeitgefüges. Und meist steckt auch hier Thanos hinter den meisten Schurkereien. Macht Spaß und ich hoffe, alsbald auch den ersten Teil günstig ergattern zu können.

Comixology-Umsonst-Comics: Hin und wieder kriegt man bei Comixology auch mal was geschenkt. So kann man zur Zeit den vierten Teil der „World of Warcraft: Legion“ Reihe für lau abgreifen. Hier geht es diesmal um die Menschen und ihren ersten (?) Kontakt mit der Dämonen-Legion. Außerdem gibt’s „Avengers: Alliance“, eine Videospiel-Adaption, in der die Rächer zusammen mit den Guardians außerirdische Invasoren abwehren müssen. Dieses Superman/Batman Crossover ist auch recht lesenswert. „Overwatch“ hingegen hat mich nur mäßig mitgerissen. Hier geht’s um ein retro-futuristisches Western-Szenario, in dem ein einsamer Fremder den brutalen Überfall auf einen Zug vereiteln muss.

Aktueller Lesestoff

Windjäger: In diesem Steampunk- oder meinetwegen Aether-Fantasy-Werk von Jim Butcher stecke ich immer noch recht am Anfang. Grad wurde eine sehr spannende Auseinandersetzung zwischen ein paar Luftschiffen geschildert. Macht Spaß!

Fantastic Spider-Man: Und wieder gab’s ein paar Angebote bei Comixology, die ich nicht ablehnen konnte. Darunter diese Spidey-Episode von 2012, in der unser Netzschwinger als Nachfolger für den zeitweise (?) verstorbenen Johnny Storm Mitglied der Fantastic Four wird – die sich in diesen Tagen aber Future Foundation nennen. Ich mag die F4 und ihre Geschichten (vor allem die „neueren“) ganz gern – und mit Spidey im Boot (beziehungsweise im Fantastycar) machen sie besonders viel Laune. Die Geschichte geht zunächst mal recht klassisch unspektakulär los und legt den Fokus auf kleine meist gelungene Gags. Mal schauen, wohin sich das entwickelt.

Was als nächstes?

Astrid Lindgren: Beim Besuch dieses Astrid-Lindgren-Parks in Stockholm bin ich mir meiner Schande bewusst geworden, längst noch nicht alles aus ihrer Feder zu kennen. Hatte gar nicht mehr so präsent, wie fantasyesque da etliches daherkommt. Da muss ich noch mal tiefer einsteigen. Irgendwann.

Marvel-Comics: Wo die herkommen, gibt’s natürlich noch mehr. Zum einen werde ich alsbald in weitere Geschichten von Howard sowie den Galactic Guardians investieren müssen. Bei letzteren hat es mir nicht nur die aktuelle Serie angetan – auch die runs von 2013 und 2008 muss ich unbedingt haben. In dem Zusammenhang muss ich dem neuen Weltraum-Venom noch mal einen genaueren Blick widmen. Im Guardians-Team war er mir ein wenig zu blass, mal schauen, was er in seiner eigenen Serie so kann. Die Alpha-Flight-Schose von Captain Marvel wollte ich auch schon längst mal gelesen haben. Und schließlich gab’s im letzten Comixology-Sale noch AvX, Secret Wars 2, Spider-Island und Spiderverse. Musste ich zugreifen. Nützt ja nix.

Das lange Utopia: Und schließlich habe ich mit Freuden gesehen, dass in ein paar Monaten der vierte Band der Lange-Erde-Reihe von Stephen Baxter und Terry Pratchett auf deutsch erscheint. Gleich mal aufm Kindle vorbestellt.

Lesetagebuch: Wir sehen uns dann bei Band 3000

Unlesbares wird gnadenlos aussortiert (sorry Perry), anderes schnell abgearbeitet und die mobilen Endgeräte mit ordentlicher Ferienlektüre gefüllt. Aber lest selbst.

Abgebrochen

Die ParaFrakt-Konferenz: Gut, das war’s auch schon wieder. Mit Perry-Rhodan-Band 2859 erkläre ich meine Rückkehr in die Stammleserschaft meiner einstigen Lieblings-SF-Serie offiziell für beendet. So begeistert ich von einigen der neueren Autoren auch war – es reichte nicht aus, dass ich mich erneut durch schlechte Hefte quäle, um hin und wieder auf die ein oder andere Perle zu stoßen. Auch wenn ich Uwe Anton als einen der besseren Autoren von damals in Erinnerung hatte – es ist einfach unfassbar langweilig, wenn er Absatz- und Seitenweise Exposédaten oder Charakterisierungen der Protagonisten runterrattert, anstatt diese in der Handlung darzustellen. Für sowas ist mir meine Zeit zu kostbar – und es gibt da draußen viel zu viel deutlich besseres, das gelesen werden will.

Gerade ausgelesen

Star Wars Masters 14: Wie zu erwarten war auch diese Episode der Dark-Times-Storyline unter dem Titel Feuerträger großartig. Hier steht der eigentliche Hauptheld Dass Jennir übrigens mal nicht im Fokus. Er wird nur in ein, zwei Sprechblasen am Rande erwähnt. Hier geht es vielmehr um das Schicksal des Jedi-Meisters K’Kruhk, der mit einigen Jünglingen auf der Flucht vor dem Imperium ist. Darth Vader kommt ihm in einer Parallelhandlung bei seiner Jagd auf die letzten Jedi gefährlich nahe – allerdings ohne es selbst zu ahnen. Denn die Jedi haben in den Reihen des Imperiums noch vereinzelte Freunde – Offiziere, die einst zu Republik-Zeiten an ihrer Seite gekämpft haben. Das alles gibt eine sehr dramatische und spannende Handlung, die schließlich doch zu einem hoffnungsvollen Ende führt. Aber dies sind natürlich alles nur Legenden.

World of Warcraft – Legion: Auch Band 3 dieser kostenlosen WoW-Comic-Reihe liest sich flott weg. Das ganze ist offenbar die Vorgeschichte zur nächsten Erweiterung des beliebten MMORPG. Auch wenn ich mich dort vor gut zehn Jahren zum letzten Mal eingeloggt habe, bin ich dem Universum durchaus noch wohlwollend verbunden. Die kurzen Episoden beschreiben, wie sich die einzelnen Völker auf die Rückkehr der Legion (oder geht es um den ersten Angriff damals? ich steck da nicht mehr so drin) vorbereiten. Nach Zwergen und Nachtelfen sind nun die Tauren und Trolle dran.

Atlas der fiktiven Orte: Streng genommen ist das Buch eine Mogelpackung, denn von einem Atlas kann eigentlich keine Rede sein. Ja, es werden fiktive Orte vorgestellt und den jeweiligen Kapiteln sind auch kartenähnliche Illustrationen beigefügt – aber zumindest ich hätte mir ein akkurates Kartenwerk gewünscht und es auch erwartet. Nichtsdestotrotz hat der Foliant einige schöne Mußestunden bereitet und mir Welten nahegebracht, die ich bislang nicht erkundet habe. Entscheidender Minuspunkt sind aber leider die eklatanten Fehler in den Tolkien-Kapiteln. Der Autor hat so offensichtlich keine Ahnung von den Regionen Mittelerdes – und dann auch noch so fehlerhaft recherchiert, dass es einem die Fußnägel hochklappt. Das hat mir den Genuss bei der Lektüre endgültig verleidet, sodass ich letztlich von einem Kauf sogar abraten muss.

Entenhausen Edition: Wie angekündigt habe ich Jagd und Sammlung dieser Barks-Fuchs-Komplett-Edition in Angriff genommen und damit brav bei den ersten beiden Bänden begonnen. Die Entenhausen Edition bringt die Werke des Großmeisters in chronologischer Reihenfolge, so konnte ich die ersten noch sehr klassisch gezeichneten Donald-Geschichten genießen, die aber bereits mit sehr ausgefeiltem Humor begeistern. Es ist eine wahre Freude.

Aktueller Lesestoff

Blutroter Stahl: Bei dieser Fantasy-Anthologie nähere ich mich auch langsam dem Ende. Die einzelnen Geschichten bleiben durchwachsen – einige sind gut, andere mehr so mittel. Alles in allem macht die Lektüre aber Spaß. Ich werde mich final noch mal ausführlicher dazu äußern.

Windjäger: Dieses Steam-Fantasy-Wasauchimmer-Werk des Dresden-Files-Autors habe ich letzte Woche nicht angerührt. Was aber nicht aus Geringschätzung geschehen ist – vielmehr möchte ich es mir für meinen Urlaub aufsparen. Die ersten Absätze waren durchaus vielversprechend.

Die Krone des Schäfers: Die Handlung des letzten Scheibenwelt-Romans schwenkt nach Lancre um, direkt zu Oma Wetterwachs. Was muss ich noch sagen? Herrlich!

Was als nächstes?

Perry Rhodan: Watt? Doch nicht aufhören? Naja, man geht ja nie so ganz. Spätestens in Band 3000 – der erscheint in knapp drei Jahren – schau ich mit Sicherheit wieder rein. Aber jetzt ist erst einmal Urlaub und ich verschmökere, was ich so auf Kindle und Comixology-Tablet habe. Ich werde berichten.

Lesetagebuch: ein letzter Besuch auf der Scheibenwelt und viele Comics

Aber auch in Sachen Prosa geht es munter weiter – unter anderem zum letzten Mal auf der Scheibenwelt. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

Die Zwerge: Doch, hat mir gut gefallen. Ist recht klassische Fantasy – aber das mag ich ja hin und wieder. Die Zeichnungen sind ziemlich gut (geht in Deutschland also auch) und ich bin gespannt, wie es weiter geht. An der Serie bleib ich also dran.

Donald Duck Entenhausen Edition 38: Für einen alten Donaldisten wie mich ist es eine Schande, dass ich keine Barks-Fuchs-Komplettsammlung im Haus habe. Dem wird mit der Entenhausen Edition ab sofort Abhilfe geschaffen.

Aktueller Lesestoff

Atlas der fiktiven Orte: Arbeite mich hier durch die letzten Kapitel, in denen immerhin so interessante Orte wie Springfield vorgestellt werden. Bewertendes gibt’s dann, wenn ich durch bin.

Blutroter Stahl: Nach ein paar Durchhängern war die achte Geschichte dieser Fantasy-Anthologie wieder ganz gut.

Die ParaFrakt-Konferenz: Der Perry-Rhodan-Band 2859 geht schon etwas flotter los und ist ob seiner offensichtlichen Relevanz für die Metahandlung auch gleich recht spannend. Leider hat Uwe Anton wohl immer noch die Unart älterer PR-Autoren, für die Handlung unwichtige Details zu beschreiben. Ist mir doch völlig Wurst, welche exakte Länge das Raumschiff hat, das da gerade im Hintergrund vorbeifliegt. Erzähl mir, was passiert!

Die Krone des Schäfers: Nun ist es wirklich soweit. Ein letztes Mal geht es für mich auf die Scheibenwelt. Diesen letzten Roman des Meisters lese ich nun zum ersten Mal. Da die Junghexe Tiffany Weh im Mittelpunkt der Handlung steht, geht es hier wieder etwas magischer und märchenhafter zu. Schön!

Windjäger: Bin noch auf den ersten Seiten dieses Steam-Fantasy-Romans – fängt aber schon mal interessant an. Eine magisch (?) begabte junge Dame aus gutem Hause rebelliert ein wenig gegen ihre Mutter. Bin gespannt, wie es weitergeht.

Star Wars Masters 14: Wie zu erwarten, wird die Dark-Times-Storyline auch mit diesem Band hervorragend fortgesetzt. Sehr spannend, sehr dramatisch. Und wie wir seit kurzem wissen, können auch im neuen Kanon ja Legenden wahr werden.

Was als nächstes?

Marvel All New All Different: Na, das passt ja. Da hatte ich mir gerade vorgenommen, mal bei den ganz neuen Marvel-Serien einzusteigen, da gibt’s auch schon die ersten Sammelbände der laufenden Serien im Sonderangebot bei Comixology. Zunächst habe ich mal in Guardians of the Galaxy und Howard the Duck investiert. Bei den anderen Sachen bin ich mir noch unschlüssig. Avengers? Spider-Man? Oder gar Squirrel Girl? Besser, ich entscheide mich bald, wer weiß, wie lange das Angebot noch gilt.

Kanan – The Last Padawan: Was? Star-Wars-Comics gibt’s auch grad im Angebot? Dann muss ich mir die Kanan-Vorgeschichte wohl doch mal holen – auch wenn ich von „Rebels“ bislang nur den Piloten gesehen hab.

World of Warcraft – Legion: Oh, von diesem umsonstenen WoW-Comic bei Comixology gibt’s auch schon ein drittes Heftchen. Gleich mal runterladen.

Entenhausen Edition: Hier geht es unverdrossen weiter. Band 1 und 2 sind in diesem Moment auf dem Postwege unterwegs zu mir.

Die Zwerge: Auch hier soll es weitergehen. Im September erscheint wohl Band 2: Der Thronanwärter. Ich bin gespannt.

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