Monat: Juni 2012

15 Jahre Heldenfahrt – Fantasy-Trash vom Feinsten

Wir sind alt!

Eine der beliebtesten Fingerübungen unter (Möchtegern-) Schreiberlingen wie mir ist es, mit einem (oder mehreren) Mitautoren eine Story ohne Plan immer fortzuschreiben. In meinen Fanautoren-Tagen (lang ist’s her) hab auch ich sowas zwei, drei Mal gemacht. Eine dieser Storys ragt daraus besonders hervor – denn sie wird von meinem alten Kumpel Alexander Kaiser und mir seit nunmehr 15 Jahren kontinuierlich fortgesetzt. Boah! Sind! Wir! Alt!

Egal … Es handelt sich bei der „Heldenfahrt“ um klassischste Fantasy, wie sie klassischer nicht sein kann: Elben, Zwerge, Drachen, Orks – das volle Programm. Jeder von uns schickte einen Haupthelden ins Rennen, die Geschichte wird reihum weitererzählt. Einzige Regel: der Hauptheld des anderen wird weitgehend intakt gelassen.

Erstmals komplett online!

Die ersten „Verse“, wie wir unsere jeweiligen Kapitel großspurig nannten (und immer noch nennen), schickten wir uns 1997 noch per Post hin und her. Mittlerweile haben die ersten Teile bereits einige nachträgliche Überarbeitungen erfahren, um spätere innere Widersprüche etwas zu glätten. Dennoch wirken gerade die Anfänge arg ungeschlacht und stilistisch etwas … nun ja … fannisch. Wäre ich heute (wie damals erträumt) ein gefeierter Star-Autor, würde ich womöglich den Mantel des Schweigens darüber ausbreiten.

Bin ich aber nicht. :) Und ich weiß auch noch immer, wie viel Spaß uns beiden das Verfassen jedes Verses bereitet hat. Auch heute haben wir noch eine Menge Freude daran – wenn auch der Zeitabstand zwischen den Fortsetzungen immer größer wird. Zur Zeit existieren über 30 Episoden – und ein Ende ist nicht abzusehen.

Vor einiger Zeit hab ich mich mal darangemacht die ersten Verse in größere Handlungsabschnitte zusammenzufassen. Mittlerweile habe ich das bis zum aktuellen Stand fortgeführt. Somit ist die Heldenfahrt jetzt erstmals komplett online zu lesen. Bei allen Standard-Plots, Fantasy-Klischees und dreisten Plagiaten liebevollen Zitaten finde ich schon, dass auch eine spannende und durchaus lesenswerte Geschichte drin steckt.

Schaut gern mal rein:

Gute Laune dank Imperial March

Tja, die Star-Wars-Begeisterung meiner Tochter (3) macht’s möglich. Sie hat natürlich noch keinen der Filme gesehen – ist dank einschlägiger Kinder-T-Shirts und eines Kuschel-Darth-Vaders aber schon voll konditioniert. Alles auf freiwilliger Basis, versteht sich.

Und heute Morgen auf dem Weg zur Kita stimmte sie aus heiterem Himmel den Imperial March an – die „Darth-Vader-Musik“, wie sie selbst es nennt. Ich stimmte natürlich sofort ein – und jetzt krieg ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.

Zu diesem Anlass ein Klassiker, der schon vor Monaten durchs Netz ging: Der Imperial March gespielt auf Floppy Disks.

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Lesetagebuch: The New 52 – Teil 4 – Justice League

Der Neustart des DC-Universums begann im letzten Jahr mit der Nummer 1 von „Justice League“. Endlich – kurz vor dem Deutschland-Start von New 52 bei Paninicomics – hab ich auch dieses Heftchen einigermaßen preiswert ergattern können. Es hat mir sehr gut gefallen – hätt ich gar nicht gedacht – und meine Sammelleidenschaft in Sachen DC-Neustart wieder etwas entfacht.

11 von 52

Ein paar mehr von den 52 „Einsern“ hatte ich ja eigentlich schon haben wollen (tatsächlich sind’s ja schon deutlich mehr als 52, da bereits etliche Reihen eingestellt und ersetzt wurden). Das wird mit der Zeit aber natürlich nicht leichter. Umso erfreuter war ich, als ich auf einem allseits beliebten Verkaufs-Portal ein günstiges Exemplar von „Justice League“ #1 entdeckte – und dann auch noch den Zuschlag erhielt.

Ein wahrer Neustart

Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses Justice-League-Heftchen zählt zu meinen Favoriten der New 52. Das hat unter anderem damit zu tun, dass einem hier ein wahrer Neustart der Serie präsentiert wird – für mich als DC-Noob durchaus ein Kriterium.

Hier sei gleich eine SPOILERWARNUNG eingefügt.

Wir lernen das spätere Team zu einem Zeitpunkt kennen, an dem sich seine potentiellen Mitglieder noch nicht untereinander kennen – und an dem kostümierte Vigilanten in der Öffentlichkeit noch nicht sonderlich gut gelitten sind. So hat Batman bei der Verfolgung eines außerirdischen Schurken in Gotham seinerseits die Polizei auf den Fersen – und rennt dabei unvermittelt der Grünen Leuchte in die Arme, die sich als kosmischer Wächter für Außerirdischen-Fragen generell zuständig fühlt.

Großartig, wie sich die beiden die ganze Zeit über kappeln. Hat man ja so unter Superhelden – beim ersten Treffen zankt und/oder kloppt man sich, um sich dann gemeinsam auf den Schurken zu stürzen. Richtig lustig wird’s am Ende, wenn ein weiterer Alien hinzustößt – ein gewisser Superman.

Da geht’s mit der Kappelei erst richtig los und endet mit einem Cliffhanger, der mich erstmals richtig nach Band 2 hat gieren lassen. Denn nachdem Supie mal eben die Grüne Leuchte ausgeknockt hat, heißt es „Next Issue: Batman vs. Superman„. Ich find’s immer großartig, wenn Batsie dem Kryptonier den Arsch versohlt.

Der erste Außerirdische (nicht Supie jetzt) stellt sich übrigens als Scherge von Darkseid heraus – von dem die Helden auch noch nie etwas gehört haben.
Das sacht übrigens der Fachmann …

Weiter sammeln!

Damit hab ich nun mindestens schon eine zweite New-52-Reihe, von der ich mir alsbald mal den ersten Sammelband zulegen möchte (die kommen ja grad auch alle raus): Nach den Action Comics mit dem jungen Superman muss es jetzt tatsächlich auch Justice League sein. Hätt ich selbst nicht gedacht.

Hier noch mal all meine bisherigen New-52-Rezis im Überblick:

Auch wenn ich meine Lücken jetzt via Panini bequem auf deutsch auffüllen könnte, sehnt sich das Sammlerherz nun doch noch nach ein paar der fehlenden Original-New-52-Einser. Wenigstens Batman (ohne Zusatz) hätt ich schon gerne noch.

Podcast zum Gratis Comic Tag

Auf dem offiziellen -Blog ist meine erste allein bestrittene -Sendung seit Anfang der Woche zu finden – und es gab ein, zwei durchaus ermutigende Reaktionen. Die Tonqualität ist wohl nicht allzu schlecht – somit ist das Experiment, allein zu podcasten anscheinend nicht völlig gescheitert.

Durchgeblättert: Sonder-Test-Episode zum Gratis Comic Tag 2012

In dieser Sendung bespreche ich die 15 von mir beim 2012 ergatterten , wie ich sie hier auch schon im Blog rezensiert habe:

Damit ist es mit dem Thema nun aber auch wirklich gut – zumindest für dieses Jahr.

Bald am Kiosk – das neue Magazin „Geek!“

Special-Interest-Magazine schießen zur Zeit wie Pilze aus dem Boden. Nach „Beef!“ für Nicht-Vegetarier und „Hohe Luft“ für Denker kommt nun „Geek!“ für Comicleser, -Fans und Filmfreaks.

Die erste Nummer des Hochglanzmagazins erscheint am 20. Juni. Alle zwei Monate soll dann eine neue Ausgabe am Kiosk liegen.

Schon jetzt kann unter geek-mag.de eine Leseprobe durchblättert werden. Die gedruckte Version davon flatterte kürzlich in die -Redaktion. Wir haben mal reingeschaut.

Ein ganzes Universum

Man nimmt – natürlich auch auf der eigens eingerichteten Facebook-Seite – den Mund recht voll. Es wird nicht weniger versprochen als „Das ganze Universum der Science Fiction – ob in Filmen, TV-Serien, Romanen, Comics, Games oder dem Internet.“

Redaktion mit Hund

Gleich zu Beginn werden Teile der Redaktion vorgestellt. Neben dem unvermeidlichen Redaktionshund – hat man heute wohl so – sieht man zwei in Szenekreisen nicht ganz unbekannte Gesichter: Markus Rohde und Claudia Kern vom unlängst eingestellten Magazin „SpaceView“.

Diese personelle Kontinuität ist durchaus interessant und lässt Schlüsse darauf zu, was der Leser zu erwarten hat. Immerhin hat die „SpaceView“ 15 Jahre durchgehalten.

Redaktionell unabhängig?

Wie gut so ein Magazin funktionieren kann, wenn es bei einem Verlag wie Panini erscheint, muss sich allerdings noch zeigen. Schließlich ist Panini einer der größten Comic-Verlage in Deutschland, der hierzulande die Lizenzen aller Superhelden-Comics hält.

Schon die Leseprobe gibt vor allem der Präsentation einer neuen Reihe aus dem Hause Panini Raum. Wie kritisch können da in Zukunft zum Beispiel Filmberichte ausfallen, wenn der Hausverlag die dazugehörigen und Romane vertreibt?

Was ist eigentlich ein Geek?

Die Begriffe Nerd und Geek sind nur schwer ins Deutsche zu übersetzen. Ebenso folgende Definition: „A geek is a nerd with social skills.“

Letztlich werden sie oft synonym verwandt und meinen mittlerweile eher junge Menschen, die sich sehr für Science-Fiction, Comics und Filme aber auch für Wissenschaft und moderne technische Gadgets – wieder so ein Begriff – interessieren.

In Zeiten des Internets und der Smartphones ist daraus eine regelrechte Lebensart entstanden, die den Weg von der belächelten Subkultur zum modischen Stil genommen hat. In jedem Fall ist ein Geek aber kein unkritischer Konsument aller Genre-Produkte. Im Gegenteil – kaum jemand ist kritischer als dieses gebildete und anspruchsvolle Publikum.

Hoffentlich ist man sich dessen in der „Geek!“-Redaktion bewusst.

ANMERKUNG: Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf dem einstigen Nachrichtenportal Ukonio, das bedauernswerterweise vor einiger Zeit seinen Betrieb eingestellt hat.

Schreiberling-Stöckchen

Ich will das jetzt nicht einreißen lassen und versäumte und womöglich gar überkommene Blogger-Rituale nachholen – aber die Stöckchen von Jo haben es mir anscheinend irgendwie angetan. Dieses hier hat zudem keinen Kettenbrief-Charakter – es liegt einfach so herum und darf von jederfrau und jedermann aufgenommen werden.

Zudem ist es speziell für Schreiberlinge konzipiert. Es ist daher vielleicht etwas anmaßend von mir, dass ich es überhaupt aufnehme – habe ich doch seit längerem nichts vernünftiges und vollständiges mehr geschrieben – geschweige denn veröffentlicht. Aber irgendwie fühle ich mich als verkappter, verhinderter, potentieller Schriftsteller, in dem irgendwo tief unten diverse Bestseller-Romane schlummern.

Genug gequasselt! Hier das Stöckchen:

Schlicht und einfach zehn Fragen, die Jo ersonnen hat, und meine Antworten. Wer sich anschließen mag – nur zu!

1. Kurzgeschichte oder Roman?

Eindeutig Roman. Epische Breite, Tiefe und Länge liegen mir wesentlich mehr als die Konzentration auf eine pfiffige Pointe. Was ich durchaus bedaure, da ich gute Kurzgeschichten enorm schätze und mir in meinem jugendlichen Leichtsinn vorstelle, viel eher mal den ein oder anderen Shorty fertig zu kriegen, als im x-ten Romananfang hängen zu bleiben.

2. Lieber eine Beschreibung oder ein Dialog?

Hm. Ich würde sagen Beschreibung – aber nur ein bisschen lieber.

3. Eher Mann oder eher Frau als Protagonist?

Eigentlich gilt: Je näher mir der Protagonist ist, desto lieber (weil einfacher) isses. Das spräche für Mann. Tatsächlich habe ich in der Vergangenheit aber oft ganz bewusst Frauen gewählt, um sie dann so klischeefrei wie möglich darzustellen.

4. Immer mit oder ohne Liebesgeschichte?

Lieber ohne – lässt sich aber wohl oft nicht vermeiden.

5. Umfangreicher Plot oder Ideen sofort in Worte fassen?

Ich plane viel – fast zu viel – stecke das aber mehr in die Hintergrundwelt. Der Plot entsteht tatsächlich eher spontan beim Schreiben.

6. Nur ein Genre oder mehrere?

Schon hauptsächlich das Fantastische mit seinen Untergenres (könnte da kaum SF oder Fantasy den Vorzug geben). Luge aber in Gedanken und Planungen durchaus über den Tellerrand hinaus.

7. Beste Tageszeit zum Schreiben ist:

Abends bis nachts! Als Familienvater mittlerweile eine Zeit, die nur noch fürs Schlafen genutzt wird. Vermutlich ein Grund für meine kaum noch vorhandene Produktivität.

8. Die besten Ideen kommen einem immer, wenn …:

… man nichts zu schreiben dabei hat.

9. In welcher Zeit handeln die meisten Geschichten (Vergangenheit, Heute, Zukunft)?

Da ich dank meiner Perry-Rhodan-Fanfiction-Zeit vermutlich doch am meisten SF geschrieben habe: Zukunft.

10. Klassisch zuerst mit Stift und Papier oder immer gleich am Rechner?

Rechner. Ich könnte meine Klaue nach ein paar Tagen selbst nicht mehr lesen. Selbst Schreibübungen wie automatisches Schreiben (viel zu lange nicht mehr gemacht, stell ich gerade fest!) hab ich immer an der Tastatur gemacht.

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